WeVee Verspricht E Auto fahren 40 Prozent günstiger als im Privat Leasing

Im Gespräch mit Wolfgang Pfafferott, Geschäftsführer bei WeVee Deutschland

Wolfgang Pfafferott, Geschäftsführer bei WeVee Deutschland, hat sich mit mir im Elektroauto-News.net Podcast darüber unterhalten, wie WeVee anderen Unternehmen helfen möchte nachhaltige Mobilität zu etablieren. Dabei soll das Ganze die Unternehmen und deren Mitarbeiter nichts kosten. Im Gegenteil, man spart bares Geld. Bis zu 40 Prozent seien E-Autos über das WeVee-Modell günstiger als im Privat-Leasing.

WeVee will zu einem globalen Marktplatz für E-Mobilität werden, um Unternehmen und Einzelpersonen dabei zu unterstützen, Katalysatoren für eine nachhaltigere Zukunft zu werden. Dies sei aus Sicht des Cleantech-Start-Ups notwendig, damit der Umstieg auf Elektromobilität nicht weiter ins Stocken gerät, wie es aktuell aufgrund langer Lieferzeiten, hoher Preise sowie sich schnell entwickelnder Technologie als auch immer noch fragmentierter Ladeinfrastruktur, der Fall sei.

Um die E-Mobilität wirklich massentauglich zu machen, können mit WeVee auch Mitarbeitende, die sonst einen Privatwagen fahren, auf einen Firmenwagen umsteigen. Ohne extra Kosten für das Unternehmen. Denn das Angebot von WeVee sei kostenfrei. Unternehmen profitieren gar von sinkendem CO2-Fußabdruck nach Scope-3-Betrachtung. WeVee finanziert sich seinerseits über entsprechende Vermittlungsprovisionen im Umfeld des eigenen Angebots.

Dabei stets im Blick die Win-Win-Situation für alle Seiten. Ähnlich verhält es sich mit der günstigeren Leasing-Rate der E-Fahrzeuge für Mitarbeiter, welche Wolfgang im Detail, im Podcast selbst, zu erklären vermag.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto News Brunett Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Wolfgang Pfafferott zu Gast, seines Zeichens Geschäftsführer Deutschland von VW. Einem Unternehmen, was nachhaltige Mobilität in andere Unternehmen reinbringen möchte. Dort nicht eben nur auf Geschäftsführer-, Management- oder Ausdienstmitarbeiterebene, sondern für alle Mitarbeiter an sich. Die Mitarbeiter sollen die Möglichkeit bekommen, E-Autos zu erleben, E-Autos selbst zu fahren. Und das 40% günstiger, als wenn ich das vergleichbare Fahrzeug im Privatleasing lease. Aber im Detail soll dir das am besten Wolfgang selbst erläutern. Von daher gehen wir direkt rein in die aktuelle Folge. Viel Spaß damit. Servus Wolfgang, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über VW unterhalten. Euer Unternehmen, was die nachhaltige Mobilität in andere Unternehmen reinbringen soll. Bevor wir da allerdings einsteigen, kannst du vielleicht ein paar Worte zu deiner Person verlieren und wie du mit der Welt der E-Mobilität in Verbindung stehst, so gekommen bist.

  3. Wolfgang Pfafferott:

    Hi Sebastian, vielen herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich her. sehr mit dir heute über unser Thema zu sprechen. Also mein Name ist Wolfgang Pfafferoth. Ich bin jetzt offiziell seit 1. Januar 2022 als Geschäftsführer von WeVee in Deutschland aktiv. Ich bin jetzt ungefähr seit 15 Jahren in der Automobilindustrie, war dort sehr lange bei einem Premium-Hersteller in Deutschland unterwegs. in verschiedenen Stationen im Vertrieb, also sei es jetzt direkt beim OEM, beim Importeur oder auch im Handel. Und die letzten Jahre war ich als Geschäftsführer von einer großen mittelständischen Autohausgruppe unterwegs. Über all die Jahre hat mich natürlich vor allem begleitet das Thema »Wie verändert sich das Geschäft in der Zukunft?« Ich hatte hier wirklich die tolle Gelegenheit, auch mit super Menschen zusammenzuarbeiten und das, was ich jetzt sowohl also aus der OEM-Sicht oder auch aus der Kundensicht mitgenommen habe, ist das Thema Nachhaltigkeit und die ganzen Möglichkeiten, wie sich das verändert. Und das war eben für mich auch ein wesentlicher Treiber, zu sagen, das ist so ein spannendes Feld, was sich hier jetzt ergibt durch die Elektromobilität mit so vielen sehr wichtigen Möglichkeiten, dass ich mich eben dazu entschieden habe, das voll und ganz mit der Firma WeVee zu machen. Und ja, jetzt knapp seit einem Jahr dabei und ich freue mich, dass wir heute darüber sprechen können, was wir denn alles genau machen und in den nächsten Jahren auch so vorhaben.

  4. Sebastian:

    Sehr schöne Einleitung und schön zu hören, dass du da auch dementsprechend tiefe Erfahrungen schon in dem Gebiet gefasst hast, Automobilindustrie, Umfeld. Das hat man mit besonderen Herausforderungen gesegnet. Wir wollen jetzt gleich einsteigen, was WeVee macht. Vielleicht umreißt du uns einfach mal kurz, was du denn so kennenlernen durftest in dem Unternehmen, was dich begeistert und was ihr denn im Moment auch anbietet im Umfeld der nachhaltigen Mobilität.

  5. Wolfgang Pfafferott:

    Also WeVee würde frei im Deutschen übersetzt stehen für We Vehicles Electric, also wir sind elektrische Fahrzeuge und ganz genau ist WeVee ein Cleantech-Unternehmen. es sich auf die Entwicklung, den Betrieb und die Lizenzierung von Technologieplattformen beschränkt hat, mit dem Ziel, die Masseneinführung von Elektromobilität zu beschleunigen. So, was heißt es? Also unsere Mission ist es, wir wollen den Umstieg auf die E-Mobilität beschleunigen, damit auch den nachhaltigen Konsum weiter sozusagen mit fördern und dass wir davon überzeugt sind, dass am Ende die Elektromobilität nur erfolgreich wird, wenn das jeweilige Produkt auch zu dem Lifestyle des einzelnen Kunden passt. Und Wir bauen Plattformen, die am Ende dazu helfen sollen, die individuelle Verhaltensänderung von verschiedenen Personen eben zu beschleunigen, um am Ende auch ein nachhaltigeres Leben zu erreichen.

  6. Sebastian:

    Das hört sich ja ein Stück weit abstrakt an sozusagen, wie man denn eben Verhalten da auch verändern will. Vielleicht können wir das ja an einem Beispiel von einem Unternehmen beschreiben. Was ihr denn jetzt genau macht sozusagen? Im Vorfeld hatte ich ja die Information bekommen, dass ihr auch den Fokus darauf legt, Unternehmen dabei zu helfen, in Hinblick auf Scope 3 Betrachtung, also die detaillierteste Betrachtung von CO2-Emissionen in Unternehmen, die zu reduzieren, wo ja auch, ich sage mal, nicht nur der eigene Fuhrpark der Unternehmen dazu zählt, sondern auch, wie Mitarbeiter zur Arbeit kommen, ob die selbst ihr Auto fahren, mit dem Verbrenner unterwegs sind usw. Und da setzt ihr, glaube ich, auch mit euren Lösungen an.

  7. Wolfgang Pfafferott:

    Genau. Also ich glaube, ein ganz wesentlicher Aufhänger für dieses Thema ist die CSRD der EU. Also ausgesprochen heißt es die Corporate Sustainability Reporting Directive. Was am Ende heißt, Unternehmen sind dazu verpflichtet, zu reporten, was sie in den Bereichen Umhalt, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung denn tatsächlich machen und dieses sozusagen in einem Report offenlegen. Und ein wesentlicher Bestandteil davon ist natürlich, was verursacht ein Unternehmen für einen ökologischen Fußabdruck. Um das mal ganz kurz zu skizzieren, was verbirgt sich denn genau dahinter? Es gibt drei Bereiche. Der erste Bereich, der nennt sich Scope 1, das heißt, was verursacht ein Unternehmen direkt für Emissionen, weil es zum Beispiel ein produzierendes Gewerbe hat und auch einen gewissen Fuhrpark im Unternehmen. Der zweite Bereich ist, Wo bezieht das Unternehmen die Energie her? Also ist es beispielsweise Strom aus einem Braunkohlekraftwerk oder bereits heute schon aus regenerativen Energien wie zum Beispiel Wind oder Photovoltaik? Und der dritte Bereich, der jetzt eben sehr neu ist und in diesem Umfang auch in der Vergangenheit doch nicht so den Fokus hatte, das betrifft alle vor- und nachgelagerten Prozesse in einem Unternehmen. Dazu gehört zum Beispiel die komplette Abfallentsorgung. Dazu gehört die ganze Logistikkette. Und auch ein sehr wichtiger Punkt ist die Mobilität der Mitarbeiter. Das heißt, das Pendeln der Mitarbeiter. Wie kommt jeder täglich zu dem Arbeitgeber? um dort arbeiten zu können. So und all das zusammen wird in Zukunft eine sehr hohe Relevanz haben, weil diese Zahlen eben reportet werden müssen, gesetzlich verpflichtend und am Ende ja von jedem Unternehmen auch per Gesetz das Ziel ist, möglichst stark alle Emissionen zu reduzieren oder idealerweise die sogar auf null zurückzufahren. Und ich denke, in dem, was wir machen, haben wir Programme und Themen entwickelt, um dort eine große Unterstützung für Unternehmen zu sein.

  8. Sebastian:

    Um das mal ein Stück weit konkreter eben noch zu machen, du hattest mir im Vorfeld auch gesagt, ihr helft eben auch, Firmenwagen für Mitarbeiter einzuführen. Und da sind wir jetzt nicht bei dem klassischen Außendienstmitarbeiter oder Manager sozusagen, der einen Firmenwagen zur Verfügung gestellt bekommt, sondern ihr helft Unternehmen, sich da auch zu verwalten. Das beispielsweise... in Anführungsstrichen der normale Sachbearbeiter, der Mitarbeiter an der Maschine, rein theoretisch ein E-Auto leasen kann über die Firma und das günstiger sogar noch als im Privatleasing. Vielleicht magst du das da mal ein Stück weit konkreter ausführen.

  9. Wolfgang Pfafferott:

    Genau, also wie du sagst, das erste Thema, das natürlich klar auf der Hand liegt, ist, dass der klassische Dienstwagennutzer heute seinen Verbrenner gegenüber einem elektrischen Fahrzeug eintauschen kann. Aber jetzt unser Fokus liegt speziell auf allen anderen Mitarbeitern, die heute mit einem Privatfahrzeug oder auf eine andere Art und Weise in die Firma kommen. Und durch unsere Plattform, die wir gebaut haben, wir nennen die EMAS, steht für Electro Mobility as a Service. haben wir die Möglichkeit für Unternehmen geschaffen, dass alle anderen Mitarbeiter, die heute nicht in den Genuss eines Dienstwagens kommen, eben individualisiert auf ihre Person einen Firmenwagen, der elektrisch ist, auch in dieser Konstellation zu bekommen. Wie funktioniert das Ganze? Man kann es ein bisschen vergleichen wie mit einem Fahrradleasing, was es in gewissen Firmen schon gibt. Das E-Auto praktisch wird über die Gehaltsumwandlung durch den Mitarbeiter bezahlt. Und durch die steuerlichen Vergünstigungen kommen wir am Ende immer wieder auf einen durchschnittlichen Wert, dass der Mitarbeiter 40 Prozent weniger Kosten hat im Vergleich zu einem Privatleasing. Also wenn er als Privatperson ein vergleichbares Auto nehmen würde. Und ich denke, damit haben wir eigentlich eine Möglichkeit geschaffen, dass wir sehr vielen Leuten, wo vielleicht heute der Preis noch etwas zu hoch ist, dass wir dieses Produkt so attraktiv machen, dass auch mehr Leute und schneller eben in diesen Genuss kommen, ein E-Auto zu fahren.

  10. Sebastian:

    Also mit dem Kostenvorteil auf jeden Fall. Also wäre ich bei dir für 40% günstigere Leasingraten, würde ich auch den Umstieg dann natürlich früher ins Auge fassen. Zwei Fragen dazu. Fangen wir mal mit an. Welchen Vorteil hat denn das Unternehmen an sich und welche Kosten entstehen im Unternehmen? Also ich sage mal, wenn ich jetzt für... Ein kleineres Unternehmen, drei, vier Mitarbeiter, falls ihr das da schon anbietet, das nutze, habe ich ja wahrscheinlich einen anderen Kostenfaktor als Unternehmen, als wenn ich das als großes mache und auch entsprechender Verwaltungsaufwand. Wäre gut, wenn du uns das auch noch ein Stück weit einordnest.

  11. Wolfgang Pfafferott:

    Also ganz wichtig, grundsätzlich kostet die Teilnahme an unserem Programm dem Unternehmen nichts. Im Gegenzug, was hat ein Unternehmen davon? Natürlich sofort und direkt, Jahr für Jahr messbar, die CO2-Einsparung für einen Punkt, der in Zukunft gesetzlich verpflichtend reportet werden muss, also das Pendeln der Mitarbeiter. Je mehr Mitarbeiter so ein Angebot in Anspruch nehmen, desto größer ist natürlich meine Reduzierung. Das ist mal das eine. Und dann ist es sehr individuell nach Unternehmen, wie ich am Ende dieses Produkt gestalten möchte. Ich habe nicht nur die Möglichkeit als Unternehmen, dass ich sage, mein Mitarbeiter hat den großen Vorteil, dass der sich circa 40 Prozent spart, sondern ich kann ihm steuervergünstigt sogar noch Sachleistungen zukommen lassen, wie zum Beispiel... einen monatlichen Steuerfreibetrag für das Laden oder ich kann natürlich die Leasingrate für den Mitarbeiter noch weiter vergünstigen, indem ich die THG-Quote, die in dem Fall mir als Unternehmen zusteht, dem Mitarbeiter weitergebe, dass die Leasingrate noch mal günstiger wird. Und dann, ich bin jetzt nicht der Steuerexperte, aber es gibt eine ganze Handvoll Möglichkeiten, wie ich als Unternehmen das am Ende gestalten kann. Von, ich spare mir tatsächlich als Unternehmen Lohnnebenkosten ein oder gebe diese Kosten, die ich mir eingespart habe, wieder an den Mitarbeiter weiter, dass er davon einen weiteren Vorteil hat. Also, und... Kurzum gesagt, ich glaube, wir können je nach Ansprüche vom Unternehmen sehr individualisiert da die perfekte Lösung anbieten, dass sowohl das Unternehmen als auch der Mitarbeiter an diesem Produkt Spaß hat.

  12. Sebastian:

    Hört sich so an. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie verdient ihr dann euer Geld sozusagen, weil das kostet die Firma nichts, der Mitarbeiter spart 40% gegenüber dem Privatleasing. Ihr macht das aus Gutwill die ganze Geschichte oder wo nehmt ihr eure Marge her?

  13. Wolfgang Pfafferott:

    Das ist eine sehr gute Frage. Also am Ende arbeiten wir mit großen Autohausgruppen oder Leasinggesellschaften zusammen und bekommen dafür einen kleinen Anteil. Ich glaube aber, der wesentliche Punkt bei dieser Geschichte ist, für uns ist das nicht die zukünftige Ertragssäule, sondern unsere zukünftige Ertragssäule ist die WeVee App. Und wir wollen mit diesem Produkt vor allem dafür sorgen, dass die Masseneinführung der E-Fahrzeuge einfach beschleunigt wird. Das ist unser Hauptziel mit diesem Produkt. Und ich denke, Da haben wir jetzt mit der Plattform echt eine tolle Lösung geschaffen.

  14. Sebastian:

    Das scheint auf jeden Fall so. Jetzt hast du eben gesagt, eure zukünftige Hauptertragsquelle, Ertragssäule wird die WeVee-App sein. Was macht die WeVee-App und wie wird damit Geld verdient? Weil das würde mich natürlich schon interessieren, weil wenn ich was geschenkt gefühlt bekomme, werde ich da immer hellhörig sozusagen oder wird es wahrscheinlich nicht nur mir so gehen. Deswegen da auch die Rückfrage, was ist die WeVee-App und wie wird da Geld mit verdient dann auch?

  15. Wolfgang Pfafferott:

    Also die WeVee-App ist für jeden Nutzer individualisiert einstellbar und ich mache da mal ein paar Beispiele. Also du Sebastian fährst ein E-Auto und meldest dich auf der WeVee-App an und verbindest dein Auto mit der App. Dadurch wissen wir natürlich in erster Linie, wie ist der Ladezustand von deinem Fahrzeug. dann kannst du in deinem persönlichen Profil gewisse Eigenschaften, die dir wichtig sind, eingeben oder die dich als Person auszeichnen. Ich mache jetzt mal, um das Ganze sehr deutlich aufzeigen zu können, das Beispiel, du bist ein Veganer. und fährst gerne lange Autostrecken und die sehr, sehr schnell. Also deswegen wissen wir natürlich über die künstliche Intelligenz der App, was für Vorlieben du an Restaurants hast und wie häufig du laden musst. Und wenn du jetzt über unsere App eine Route planst von München nach Berlin, Wissen wir, dass du auf jeden Fall einmal laden musst, weil du jetzt über die Mittagszeit fährst und weil du dort gerne zum Essen gehst, empfehlen wir dir dann eine Ladesäule. die nicht neben einer Currywurstbude ist, sondern neben einem veganen Restaurant. Und dein großer Vorteil für die Nutzung dieser App ist nicht nur, du musst jetzt nicht nochmal extra schauen, passt dieser Standort der Ladesäule zu mir? Kann ich da auch was machen? Sondern du kannst dich darauf verlassen. Du kannst dich auch darauf verlassen, dass in diesem Moment die Ladesäule für dich frei ist. Und du kannst am Ende auch über diese App, egal was für eine Ladekarte dort erforderlich wäre, theoretisch, du kannst es über die App auch bezahlen. Also unser Ziel ist mit dieser App all diese verschiedenen Dinge, die du jetzt sonst machen müsstest, über deine Herstellernavigation ein Ziel suchen, dann vielleicht nochmal über Google suchen, ist ein passendes Restaurant in der Nähe, dann nochmal prüfen, habe ich überhaupt die passende Ladekarte. Also all diese Services, die dich rund um deine Reise mit deinem E-Auto beschäftigen, decken wir über diese App ab.

  16. Sebastian:

    Das heißt, im Endeffekt wird das ja wahrscheinlich auch wieder so ein Modell sein, so wie ihr die Provision dann auch von den Autohäusern bekommt und von den Leasinggesellschaften. Wird ja auch mit den Daten, die ihr erhebt, schafft ihr zum einen Datenprofile der Nutzer, die ja dann Grundlage auch wieder für Empfehlungen sind dann eurerseits. Und dann werdet ihr darüber wahrscheinlich die Einnahmen generieren.

  17. Wolfgang Pfafferott:

    Genau. Also wir werden diese Daten nicht weiterverkaufen, aber wir werden diese Daten nutzen, um den Service der App noch besser zu machen.

  18. Sebastian:

    Okay, und die Daten sind aber auch wahrscheinlich DSGVO-konform dann entsprechend abgelegt. Also das ist ja auch immer ein Thema, was wichtig ist sozusagen bei der ganzen Geschichte, wenn der Nutzer sozusagen nicht mit Geld, sondern mit Daten bezahlt, dass das dann wenigstens ein ordentlicher und fairer Umgang damit ist.

  19. Wolfgang Pfafferott:

    Absolut. Also das ist die Basis all unseres Handelns, dass das natürlich auf der aktuellen Gesetzlage und nach allen Bedingungen, dass wir da natürlich auch außerordentlich sensibel mit allen Informationen und Daten umgehen.

  20. Sebastian:

    Und ihr seid mit eurem Angebot aktuell auch schon bei Firmen in Unternehmen drin sozusagen und vermarktet das auch schon aktiv. Wie sind da so die Rückmeldungen vom Marktwirt? Sind gut angenommen? Also das würde mich auch noch interessieren.

  21. Wolfgang Pfafferott:

    Also wir haben jetzt im letzten Jahr sehr viel Zeit gesteckt, um diese Plattform zu entwickeln, dazu komme ich gleich nochmal zurück, um da ein paar wichtige Stichwörter zu sagen, dass natürlich das ganze herausfordernde rechtliche Konstrukt durch uns gemeistert wird. Damit haben wir uns im letzten Jahr sehr intensiv beschäftigt und starten jetzt im Januar mit den ersten Unternehmen, dieses Produkt tatsächlich umzusetzen und Ich sage ganz bewusst, die ersten Mitarbeiter in diesen tollen Genuss kommen zu lassen, eben deutlich vergünstigt ein E-Auto zu fahren. Zur Plattform nochmal. Ich glaube, das, was wir halt gebaut haben, ist für den einzelnen Nutzer in der tatsächlichen Anwendung ein großer Vorteil, denn unabhängig davon, ob ich jetzt nur eine Teilzeitbeschäftigung im Unternehmen habe oder vielleicht ein Manager bin, der keinen Dienstwagen hat, aber der sich trotzdem für dieses Produkt interessiert. Was wir machen, auf Basis der individuellen Besteuerung eines jeden Mitarbeiters auf unserer Plattform mitkombiniert allen Wünschen des Unternehmens, wie das Produkt am Ende ausschauen soll, werde ich immer, wenn ich mich in diese Plattform einlogge, als Mitarbeiter sofort sehen, nicht, was kostet das eigentlich in der Leasingrate, sondern was kostet mich als Privatperson am Ende von meinem Nettogehalt dieses Fahrzeug. Und das ist natürlich dann immer ein toller Punkt zu sehen, oh, Dieses Auto ist für mich persönlich gar nicht so teuer. Das macht wirklich Sinn und Spaß. Mein Arbeitgeber subventioniert es möglicherweise noch und wird mich dann natürlich umso mehr bestärken, so ein Angebot anzunehmen.

  22. Sebastian:

    Klingt auf jeden Fall erstmal gut und ich bin auch gespannt, wie da sozusagen das erste Projekt dann umgesetzt wird. Jetzt würde mich in dem Zusammenhang noch ein Thema interessieren. Es ist ja jetzt eine Sache, dann die E-Autos auf die Straße zu bringen. Jetzt braucht man zu dem E-Auto ja auch noch eine Wallbox, eine Ladeinfrastruktur. Das heißt jetzt beim Arbeitgeber oder auch daheim. Ist das auch ein Teil von eurem Konzept, dass ihr da auch mit beratet und unterstützt?

  23. Wolfgang Pfafferott:

    Also wir haben eine Handvoll namhafter Partner, wie zum Beispiel die Firma Enel X-Way. dass wir dazu in der Lage sind und erst mal Unternehmen tolle Konzepte anzubieten, wie denn eine Ladeinfrastruktur beim Unternehmen aufgebaut sein soll. Also ich bin da immer ein großer Fan davon. Ich habe zwar da persönlich zu jedem Unternehmen eine Meinung, aber dort wirklich die Experten mit reinzuholen und oft geht es ja nicht darum, was ist heute für ein Bedarf an Lademöglichkeiten bei einem Unternehmen vorhanden, sondern eher mal zu sagen, wie, lasst uns mal verschiedene Szenarien besprechen, wie schaut es in drei, fünf oder sieben Jahren aus und bereits heute die richtige Entscheidung zu treffen, eine entsprechende Infrastruktur vorzubereiten. So und hier haben wir super Partner an der Hand, die wir dann praktisch jeweils den Unternehmen empfehlen, um bei einem Unternehmen eine tolle Ladeinfrastruktur am Ende umgesetzt zu bekommen. Was wir natürlich direkt anbieten, ist, dass ein Mitarbeiter, der sich für ein E-Auto entscheidet und man muss natürlich auch immer ganz wichtig betonen, es gibt ja viele Konstellationen in einer Stadtwohnung oder vielleicht in einer Mietswohnung, dass es gar nicht möglich ist, eine eigene Wallbox zu Hause umzusetzen. Aber wenn das möglich ist, haben wir nicht nur sehr attraktive Angebote für Ladesäulen, sondern auch den entsprechenden Partner an der Hand, der dann praktisch die Ausführung vor Ort bei den Mitarbeitern zu Hause auch umsetzt, damit der schnellstmöglich zu Hause auch eine Ladesäule hat. Und Dazu nochmal kurz ein Stichwort, weil am Ende wird ja immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert, das Henne-Ei-Problem liegt es jetzt daran, dass wir zu wenig Ladesäulen haben oder zu wenig E-Autos. Ich denke, gerade in unserer Konstellation mit den Unternehmen ist es ein wesentlicher Punkt, dass wenn ein Unternehmen die Möglichkeit hat, dass dort Ladesäulen geschaffen werden, weil natürlich, wenn ein Mitarbeiter jeden Tag am Arbeitsplatz persönlich anwesend ist, steht das Auto eh rum und macht es natürlich Sinn, dass dort das Auto geladen wird. Und oft ist es natürlich auch so, dass der Strompreis eines Unternehmens noch mal deutlich günstiger ist, wie der von einem Privathaushalt.

  24. Sebastian:

    Vielen Dank für diesen Rundüberblick dann sozusagen über VW. Sehr spannend. Ich würde sagen, wir treffen uns da vielleicht im halben, dreiviertel Jahr nochmal hier in der Runde und tauschen uns nochmal aus über die Projekte, die dann vielleicht angelauft sind, wie es auch angenommen wurde oder angenommen wird vom Markt und wie einfach die Ausblicke darauf sind.

  25. Wolfgang Pfafferott:

    Super, gerne. Würde mich total freuen.

  26. Sebastian:

    Ja, schön. Dann vielen Dank für deine Zeit, Wolfgang. Bis demnächst.

  27. Wolfgang Pfafferott:

    Danke dir.

  28. Sebastian:

    War aus meiner Sicht mal wieder eine ganz interessante Folge, wo man einfach nochmal einen Einblick drauf bekommen hat, wie man nachhaltige Mobilität eben auch in den Alltag reinbringen kann mit relativ geringer Hürde und mit Vorteilen für Unternehmen als auch Privatpersonen bzw. Angestellte, die dann eben das Modell von WeVee nutzen wollen oder möchten. Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt, wie es vom Markt angenommen wird. Wie mit Wolfgang besprochen, werden wir das ganze Thema in naher Zukunft dann nochmal aufgreifen, einfach um zu sehen, wie der Markt reagiert darauf und ob es dann auch tatsächlich genutzt wird. Von daher dir erstmal vielen Dank fürs Zuhören bei der aktuellen Folge. Ich freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest. Mach's gut, bis dahin. Ciao.