Honda e:Ny1 bremst Ladeleistung für Batterie-Langlebigkeit

Im Gespräch mit Kotaro Yamamoto, Technical Advisor für Honda Motor Europe

In dieser Podcast-Episode sprechen wir mit Kotaro Yamamoto, Technical Advisor für Honda Motor Europe, über den neuesten Zugang zur Elektrofahrzeugflotte von Honda, den Honda e:Ny1.

Dieses Elektroauto markiert einen wichtigen Meilenstein als Hondas zweites, vollständig elektrisches Fahrzeug und ihr erstes E-SUV, welches in der beliebten B-Segment-Kategorie positioniert ist.

Yamamoto teilt seine Einsichten und Hoffnungen bezüglich der Kundenakzeptanz, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung Hondas, eine Balance zwischen Ladezeit und Batterielebensdauer zu priorisieren. Er äußert die Erwartung, dass Kunden letztendlich die längere Lebensdauer der Batterie mehr schätzen werden als marginale Einsparungen bei der Ladezeit.

Wie stehst du dem gegenüber?

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr. Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto News 100 Podcast. Heute mal ein wenig der Zeit voraus, was einfach damit zu tun hat, dass eine Sonderfolge ist über den Honda e:Ny1. Schwer auszusprechender Name, aber ich glaube, sagt jedem etwas. Der erste Elektro-SUV der Marke Honda, der eben dieses Jahr auf die Straße kommt. Im Gespräch war ich mit Kotaro Yamamoto, Technical Advisor von Honda Motor Europe. Mit ihm habe ich mich über den e:Ny1 Y1 unterhalten, vor allem im Hinblick auf die technischen Aspekte sind wir da eingegangen. Wir würden direkt reingehen ins Gespräch. Viel Spaß damit. Hallo Herr Yamamoto, vielen Dank, dass wir uns heute ein bisschen zu den technischen Daten und Fakten des e:Ny1, eurem ersten Elektro-SUV unterhalten können. Vielleicht können Sie sich kurz für unsere ZuhörerInnen vorstellen, damit die wissen, mit wem wir es hier zu tun haben.

  2. Kotaro Yamamoto:

    Mein Name ist Yamamoto, ich habe früher bei Honda R&D, also bei der Forschung und Entwicklung in Offenbach, Deutschland gearbeitet, über 30 Jahre, war zuletzt verantwortlich für den Bereich Antriebsstrangentwicklung und bin jetzt seit einiger Zeit als technischer Berater für Honda Motor Europe zuständig für die technische Kommunikation von Neumodellfahrzeugen.

  3. Intro:

    Damit ja auch jetzt eben für euren ersten Elektro-SUV, den ihr jetzt im Herbst letzten Jahres vorgestellt habt. Dieses Jahr sind wir auf einer Presseveranstaltung. Wir bekommen ihn im Juni dann auch zum Fahren für einen längeren Testzeitraum. Also der Marktstart steht quasi bevor. Vielleicht können Sie uns ein paar technische Fakten zum Fahrzeug mit auf den Weg geben, dass wir es ein Stück weit einordnen können.

  4. Kotaro Yamamoto:

    Gut, also die Eckdaten sind eigentlich folgende, dass wir hier einen Elektromotor haben mit einer maximalen Leistung von 205 PS und einem maximalen Drehmoment von 310 Newtonmetern. Die Batterie, die sogenannte Brutto-Kapazität liegt bei knapp 70 Kilowattstunden, also bei 68,8 Kilowattstunden und das reicht dann nach WLTP für eine Reichweite von über 400 Kilometern, 412 Kilometer, um genau zu sein. Das müsste eigentlich für den durchschnittlichen Kunden erstmal ausreichen.

  5. Intro:

    Kann man davon ausgehen, würde ich jetzt auch so behaupten. Von der Einordnung her, wenn man das jetzt

  6. Kotaro Yamamoto:

    Gut, also ich denke mal, die Mitbewerber, das sind Sachen, die nicht wir aussuchen, sondern wahrscheinlich auch der Kunde, je nachdem, ob man auf deren Shoppinglist kommt oder nicht. Aber ich denke mal, so Fahrzeugkategorien wie der Kona, das ist sicherlich eines der direkten Mitbewerber. Auch von den Leistungsspezifikationen sind wir ja da recht ähnlich, sodass wir uns da sicherlich daran orientieren können.

  7. Intro:

    In die Richtung hätte ich ihn jetzt tatsächlich auch eingeordnet, zu vom ersten wahrnehmender Spezifikation beziehungsweise auch vom Auftreten. Jetzt habt ihr eine Besonderheit in Bezug auf das Fahrverhalten bei der Beschleunigung. Das haben sie eben auch in der Presseveranstaltung gesagt, dass ihr das auch ein Stück weit abbinden wollt, diese radikale Beschleunigung zu Beginn von einem E-Auto. Möchten Sie da vielleicht ein paar Worte dazu verlieren, damit auch unsere ZuhörerInnen dann ein Gefühl dafür bekommen, was da der Ansatz oder der Gedanke von Honda dahinter ist?

  8. Kotaro Yamamoto:

    Also der Vorteil, aber auch gleichzeitig die Herausforderung von Elektromotoren ist ja, dass quasi bei Elektromotoren das maximale Drehmoment quasi bei Nullumdrehung anliegt. Das heißt, je geringer die Motordrehzahl, umso höher das maximale Drehmoment. Und somit haben wir natürlich bei geringem Fahrpedaleingang, haben wir natürlich quasi die Herausforderung, eben die Leistungsabgabe oder Drehmomentabgabe so zu regeln, dass es eben nicht zu stark wird. Also nicht nur jetzt für den Antrieb, quasi der physikalisch übertragbare Vortrieb über die Räder, Sondern auch quasi die Beschleunigungsänderungen, die der Mensch dann im Fahrzeug spürt. Wenn man selber Gas gibt, dann hat man so ein bisschen die ganze Sache auch unter Kontrolle. Das heißt, man hat dann auch eben die Erwartungen und Erwartungen. Wenn die Erwartung mit den Beschleunigungswerten irgendwo übereinstimmt, dann hat man weniger das Problem. Die Herausforderung ist dann eher für die Mitfahrer, die Passagiere wichtig. die halt eben quasi nur das mitbekommen, was das Fahrzeug quasi macht. Und das ist manchmal einfach zu viel, sodass eben dieses Übelsein entsteht, diese sogenannte Sehkrankheit. Gerade bei modernen Elektrofahrzeugen hört man das immer wieder. Und dort hat Honda auf jeden Fall diesmal angesetzt und versucht eben diese Pedaleingangsreaktion von dem Fahrzeug so zu dämpfen, dass einem eben nicht schlecht wird.

  9. Intro:

    Interessanter Ansatz. Spricht für Honda von eurem Ansatz her, wie ihr das macht. Ich finde für die E-Mobilität an sich interessant. Dann wirft es natürlich wieder so Fragepunkte auf. Ich sage mal, jetzt bei typischen Medien landen dann die Schlagzeilen, Unwohlsein beim E-Auto fahren und so Thematiken. Also für euch zahlt es ein, die E-Mobilität, der schadet es ein Stück weit. Wie wollt ihr oder wie ist der Ansatz dahinter, das rüberzubringen, dann eben auch zu sagen, okay, wir wollen gar nicht die rote Flagge aufmachen, E-Mobilität ist… Nicht die beste Art der Beförderung sozusagen, gerade mit dem Hinblick auf dieses Unwohlsein, sondern wir wollen das Fahrgefühl einfach noch ein Stück besser machen.

  10. Kotaro Yamamoto:

    Sagen wir mal so, die E-Mobilität bringt natürlich schon viele Vorteile und das liegt ja auf der Hand. Es ist eine sehr flexible Antriebsart, man kann sehr viele Regelstrategien auch ermöglichen, abhängig von Witterungsverhältnissen, abhängig von Bodenbelag, abhängig von der Kinematik, von der Dynamik des Fahrzeuges, in der es sich in dem Moment befindet. Das heißt, wir haben da sehr viel Spielraum und Regelmöglichkeiten. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass halt eben bedingt physikalisch durch die Tatsache, dass ein Elektromotor halt so starkes Drehmoment abgibt, um das eben in den Griff zu bekommen. Und unser Ansatz war halt, wenn wir die negativen Punkte irgendwo eliminieren können, dann bleiben im Prinzip nur die positiven Sachen übrig, sodass halt als Gesamtfahrzeug das dann für den Menschen auch wieder einen Vorteil bringt.

  11. Intro:

    Vielen Dank für die Einordnung. Jetzt ist ja auch noch ein Punkt, die Ladegeschwindigkeit, Ladeleistung, da seid ihr jetzt bei 78 Kilowatt, die ja die Möglichkeit bietet zum Laden, das ist ja doch deutlich auch unter Marktbegleitern, Wettbewerbern bewusst gewählt von euch. Warum?

  12. Kotaro Yamamoto:

    Also die Ladegeschwindigkeit und Ladeleistung, die wird häufig auch als Marketing-Tool verwendet, weil in der Broschüre liest sich das natürlich schon besser, wenn man kürzere Ladezeiten hat. Aber diese kürzere Ladezeiten gehen natürlich schon auf jeden Fall zu Kosten der Batterielebensdauer. Und da sehen wir auf langer Sicht von Honda doch einen größeren Kundennutzen, um eben dem Kunden eine längere Batterielebensdauer zu ermöglichen, als dass wir hier und da mal ein paar Minuten an Ladezeiten sparen. Und die Physik, die lässt sich halt einfach nicht umgehen. Das heißt, wenn ich einen hohen Ladestrom anlege an eine Batterie und quasi die Ionen dazu erzwinge, sich schneller zu bewegen, dann überhitze ich teilweise die Elektroden so stark, dass quasi dieses aktive Material, das Kobalt, das Nickel, das Mangan, was halt eben die Kathode ausmacht, dass wir dann dort das aktive Material in dem Mikrobereich dann beschädigen. Und das ist halt eben das, was dann letztendlich die Lebensdauer der Batterie ausmacht. Und die wollen wir so lange wie möglich erhalten. Wir können es im Moment halt eben dem Kunden sagen, Insofern schlecht kommunizieren, weil das ist etwas, das ist eine gewisse Investierung auch für die Zukunft, für die Dauerhaltbarkeit der Batterie. Ich hoffe, dass die Honda Kunden unterm Strich dann am Ende dann doch glücklicher sind, dass sie eine längere Lebensdauer der Batterie hatten, als dass sie hier und da mal ein paar Minuten an Ladezeit gespart haben.

  13. Intro:

    Jetzt haben Sie aber vorhin auch in dem Presse-Event eben mitgeteilt, dass Honda auch eher denkt, so habe ich es zumindest verstanden, dass man auch mal schnell nur für 100 Kilometer eben, in rund 10 Minuten war die Zeit, das Fahrzeug nachlädt. Ist das ein Ansatz, den man da auch verfolgt?

  14. Kotaro Yamamoto:

    Es ist ja so, dass eine Batterie, wenn man die Batterie lädt, nicht die ganze Zeit konstant und linear aufgeladen wird. Das heißt, am Anfang, wenn die Batterie leer ist, dann habe ich also eine viel schnellere Ladegeschwindigkeit, um gewisse Ladeleistungen in die Batterie zu bekommen, als dass es zum Beispiel... hinten raus dann eben der Fall ist. Also die letzten 20%, da brauche ich eigentlich schon fast 50% der gesamten Ladezeit, um die Batterie aufzuladen. Und wenn man sich mal die Praxis anschaut, dann ist es oft so, dass man ja auch nicht unbedingt die Batterie komplett leer fährt und dann auch die gesamte Kapazität braucht, sondern es ist, man ist vielleicht etwas unbedacht losgefahren, ohne, sagen wir mal, langfristig zu planen und dann geht dann irgendwann mal die Batterie aus und sagt, okay, ich brauche jetzt einfach nur mal schnell 100 Kilometer. Das kann man auch mal schnell laden, das dauert circa 10 Minuten, gerade genug für einen schnellen Kaffee und dann geht es dann auch schon wieder weiter. Also von der Praxis her Aber orientiert heute, denke ich mal, ist es eher so, dass sowas mehr Sinn macht, als dass man die Batterie von 10 auf 80 oder von 0 auf 100 so schnell wie möglich wieder aufladen kann.

  15. Intro:

    Verstehe ich von der Praxis her, widerspricht meiner Einschätzung nach dann aber dem Ansatz, den Akku zu schonen, weil ich habe ja dann des Öfteren eine Vielzahl von Ladezyklen, die ja dann natürlich zum einen über die Leistung, die Sie vorhin genannt haben, dann beeinträchtigt werden, aber auch der Zyklus an sich, wo die Batterie beansprucht wird, trägt ja auch wieder zu der Alterung bei.

  16. Kotaro Yamamoto:

    Das ist richtig, aber nach dem heutigen Stand der Technik, denke ich mal, sind die Anzahl der Zyklen schon in einem Bereich, wo man über die Lebensdauer schon eben diese Anzahl an Zyklen dann auch bewältigen kann. Zudem hat Honda auch ein sehr ausgereiftes Temperaturmanagement von der Batterie, gerade beim Laden der Batterie eingebaut, sodass wir auf keinen Fall die Batterie überlasten wollen, auch wenn es mal in einer kurzen Zeit aufgeladen wird.

  17. Intro:

    Und haben wir dann aber die Thematik, also Batterien altern ja nicht nur durch das Laden an sich, durch die Zyklen, sondern eben auch vor allem kalendarisch. Also über die Zeit, die die Batterie im Fahrzeug ist, acht bis zehn Jahre, wo man es dann auch richtig merkt sozusagen. Ist eure Einschätzung nach, demnach wäre der größere Faktor das Laden an sich von der Alterungswirkung oder Effizienzverlust bei der Batterie?

  18. Kotaro Yamamoto:

    Das ist schwer zu sagen. Das hängt halt wirklich von dem einzelnen Fall ab. Es sind beide Faktoren sicherlich zuständig für die Alterung. Aber welcher jetzt nun einen stärkeren Einfluss hat, das kann ich jetzt so salopp leider nicht sagen. Wichtig ist aber natürlich auch am Ende des Lebenszykluses, dass man dann auch wieder die ganzen Wertschlüsse und die seltenen Erden aus der Batterie herausbekommt, sodass wir dort auch nicht nur in der gesamten Thematik CO2 einen Kreislauf haben, sondern auch in der Wiederverwendung von den wertvollen Materialien. Und auch da ist natürlich wichtig, dass man da auch nicht zu verschwenderisch vorgeht, das heißt immer die gute Balance zu finden von der Batteriegröße zu dem Nutzen, was das Fahrzeug dann letztendlich an den Tag legen soll.

  19. Intro:

    Gerade wenn wir, wie gesagt, diesen Zwiespalt haben, Ladegeschwindigkeit und kalendarische Alterung. Sie haben jetzt gesagt, es gibt nicht so die ganz klare Ausrichtung davon. Ich hätte jetzt eher gedacht, wenn Honda sagt, wir gehen bewusst den Weg, die Ladeleistung zu minimieren, weil eben Einfluss auf die Batterie, dass dieser Part zumindest in eurer Betrachtung auch der überwiegende Teil ist sozusagen. Warum sollte ich sonst da optimieren dran?

  20. Kotaro Yamamoto:

    Das ist richtig. Also die Ladeleistung hat sicherlich einen starken Einfluss. Zahlenwerte kann ich jetzt nicht sagen. Das hängt auch ein bisschen von der Chemie ab. Es gibt Batterien, die sind anfälliger, es gibt Batterien, die sind weniger anfällig, je nach chemischer Zusammensetzung der Kathode. Aber so wie Sie das sagen, ist sicherlich richtig. Man will da, wo wir den Einfluss drauf haben, eben durch Technologie so stark wie möglich und so gut wie möglich entgegenwirken.

  21. Intro:

    Was für eine Chemie habt ihr in der Batterie? Habt ihr das kundgetan? Wird das publiziert?

  22. Kotaro Yamamoto:

    Also ich kann Ihnen sagen, dass es eine NMC-Batterie ist.

  23. Intro:

    Gut, dann hätten wir das Thema Batterie auch, dann wäre für mich noch das Honda Sensing der Sicherheitsfaktor sozusagen. Vielleicht können Sie dazu auch ein paar Worte verlieren, weil das ist ja auch was, was im e:Ny1 Einzug gehalten hat oder Einzug hält sozusagen und auch für die Sicherheit beiträgt.

  24. Kotaro Yamamoto:

    Das Honda Sensing, das ist ein Fahrerassistenzsystem, was wir schon seit geräumiger Zeit auch immer wieder weiterentwickeln. Seinen Ursprung hat die Grundtechnologie in der sogenannten Fundamentaltechnologieforschung gefunden, wo wir ja auch den humanoiden Roboter, den ASIMO, entwickelt haben. Das heißt, die ganze Erkennungstechnologie, also von der Sensorik, aber auch die Informationsverarbeitung bis hin zur künstlichen Intelligenz, das wurde alles in dieser fundamentalen Technologieentwicklungsabteilung entwickelt. Und das findet halt eben in Form von Honda Sensing Einzug auch in Fahrzeuge. Und das wird weiterentwickelt, sodass jetzt der neueste Stand so ist, dass wir gerade bei einem anderen Modell, beim CR-V zum ersten Mal, das sogenannte Honda Sensing 360 einführen, wodurch zusätzliche Radarsensoren quasi das Fahrzeug rundum überwacht wird, ob Gefahrenquellen vorhanden sind, um dementsprechend auch rechtzeitig entgegenzuwirken.

  25. Intro:

    Neuer Ziel davon ist ja, oder die Zielsetzung war dann, ich hatte mir notiert, Richtung Null Verkehrstote durch beteiligte Hunderfahrzeuge zu gehen sozusagen. Steht da eine Jahreszahl noch dahinter, bis wann das angestrebt wird?

  26. Kotaro Yamamoto:

    Das Ziel ist bis 2050. Das ist sowohl für die CO2-Neutralität, für alle Honda-Firmenaktivitäten, also nicht nur für die Produkte, sondern auch alle Events und Aktivitäten möchten wir bis 2050 einstellen. CO2-Neutralität erreichen und gleichzeitig zu dem Jahr wollen wir auch die Nullverkehrstote durch Beteiligung von Honda-Fahrzeugen und das bezieht sich auch auf die Zweiräder erreichen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, ganz sicher, aber Ziele muss man setzen, um halt die Technik auch zu verbessern und Honda Sensing 360 ist sicherlich ein ganz großer Schritt in diese Richtung.

  27. Intro:

    Ist definitiv ja auch ein erstrebenswertes Ziel, weil ich sag mal, wenn es in Anführungsstrichen nur eine Person ist, die weniger davon betroffen ist von so einem tödlichen Schaden, ist es ja schon ein Sieg. Für mich in der Kommunikation wirkt das halt aber auch so, dass die Zahl der aktuellen Verkehrstoten durch Honda-Fahrzeuge immens hoch ist. Also das nimmt man so wahr sozusagen, wenn man drauf blickt, deswegen gibt es da eine Einordnung dazu.

  28. Kotaro Yamamoto:

    Also da kann ich momentan nichts zu sagen. Da gibt es sicherlich Abteilungen, die sich mit dieser Statistik befassen. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass jetzt die Zahl höher ist als im Durchschnitt oder niedriger ist als im Durchschnitt. Aber ich denke mal, die Honda-Sicherheitssysteme sind sicherlich von ihrer Funktionalität schon Sehr ausgereift. Ich selber werde auch immer wieder davon gerettet, dass ich rechtzeitig gewarnt wurde, wo ich dann gesagt hätte, wenn ich das jetzt nicht gehabt hätte, dann wäre ich ihm wahrscheinlich hinten drauf gefahren. Also das ist schon eine schöne Sache, ohne dass es auch störend ist. Und das ist ja auch wichtig für die Akzeptanz, dass man das nicht ständig ausschaltet oder auch versucht irgendwie zu umgehen.

  29. Intro:

    Da haben wir in dem einen Faktor jetzt, hat vielleicht nicht unbedingt mit unserer Sense zu tun oder Sensing 360, aber mit dieser Tatsache, es gibt ja auch die neue Regelung, wenn man schneller als ein oder zwei Kameras über der vorgegebenen Geschwindigkeit fährt, dass man den Signalton, den Warnhinweis ausgespielt bekommt sozusagen. Eure Marktbegleiter bieten da auch schon direkte Hardware-Tasten oder Funktionen im Bildschirm an, um das eben auch abzuschalten. damit halt der Fahrer, Fahrerin auch wieder die Verantwortung hat. Habt ihr auch sowas oder ist das fest bei euch einprogrammiert dann?

  30. Kotaro Yamamoto:

    Also wir halten uns da fest an die Gesetzesvorlagen, was auch vorschreibt, dass dieses System in der Form nicht abgeschaltet werden darf. Ich weiß, dass das manchmal auch etwas, ja, Vor allem, wenn dann doch durch den dynamischen Verkehr halt eben diese Grenze halt immer wieder überschritten wird. Einen kleinen Trick gibt es, wenn man zum Beispiel die Verkehrszeichenerkennung ausschaltet, dann schaltet man auch automatisch diesen Warnsignal aus. Das ist aber das Einzige. Das ist eine indirekte Möglichkeit, das System zu umgehen. Aber wir bauen jetzt bewusst keinen Schalter ein, um das bewusst vom Fahrer ausschalten zu lassen.

  31. Intro:

    Spricht ja für euch und auch wieder für den Sicherheitsansatz, den ihr da eben verfolgt von Honda. Vielen Dank für die Einblicke auf den Honda e-NV1 und eben auch ein Stück weit darüber hinaus, Herr Yamamoto. Vielen Dank. Das war also der Blick auf den ersten SUV der Marke Honda, der jetzt eben auch in Deutschland auf den Straßen rollt oder unterwegs ist. Wir konnten ihn Probe fahren, haben erste Eindrücke sammeln können und bekommen ihn im Juni für einen längeren Testzeitraum zur Verfügung gestellt, um dann eben auch einen ausführlichen Testbericht zu machen. Heute wollten wir dir einfach nur einen schnellen Überblick über die technischen Daten des e:Ny1 geben, damit du quasi den ersten Überblick bekommst. Und wie du gemerkt hast, lag unser Hauptaugenmerk eben auch auf dem Thema e:Ny1. der Ladegedanke dahinter, warum man mit begrenzter Ladeleistung herantritt im Vergleich zu Wettbewerbern. Ich hoffe, das wurde einigermaßen klar. Danke dir fürs Einschalten und Zuhören und freue mich, wenn du bei der kommenden Podcast-Folge wieder mit am Start bist. Mach's gut, bis dahin, ciao.