ChargeOne bringt Ladeinfrastruktur erstmals ins Autokino

Im Gespräch mit Simon Roth und Axel Wahmke

ChargeOne ist Spezialist für E-Mobility-Ladelösungen und gehört zum Münchner Elektrofachbetrieb Heinemann Elektroanlagen. Im Gespräch mit Simon Roth, Leiter der technischen Abteilung bei ChargeOne, erfahren wir, wie das Unternehmen den Aufbau der Ladeinfrastruktur im Autokino DriveIn von Axel Wahmke angegangen ist.

Dabei handelt es sich um eines von fünf Autokinos, die Axel betreibt und in die Elektrifizierung gestartet ist. Er selbst profitiert hierbei von der Tatsache, dass ChargeOne als End-to-End-Anbieter für B2B-Ladepunkte agiert. Sprich, diese planen, bauen und betreiben die Ladelösungen und rechnen diese auch entsprechend ab. Durch deren Mietmodell ist es Unternehmen möglich zu monatlich planbaren Kosten, ohne Anfangsinvestition und Verwaltungsaufwand, wie Reparatur oder Abrechnung für Kunden, Ladeinfrastruktur anzubieten.

Im Gespräch selbst erläutern Simon und Axel noch, wieso das Projekt gerade im Umfeld eines Autokino sehr fordern war. Klar ist wohl jedem, dass auf keinen Fall mitten im Film die Projektoren schlapp machen sollte. Auch der Strom für das Bürogebäude und die Kantine müssen vorhanden bleiben. Selbst bei Vollauslastung. Deswegen ist die softwareseitige Installation der Stationen genauso wichtig wie die Berücksichtigung der baulichen Anforderungen einer Liegenschaft, wie Simon ausführt. Ein intelligentes Lastmanagementsystem und die Steuerung über das Backend sind hier die relevanten Stellschrauben.

Im Detail werden das die beiden Herren jedoch besser zu vermitteln wissen. Daher gehen wir direkt rein ins Gespräch. Viel Freude damit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität in allen Farben, Formen und Facetten auseinandersetzen. In der aktuellen Folge habe ich Simon Roth von ChargeOne zu Gast und Axel Wahmke, Geschäftsführer von 5 Autokinos. Und die zwei, was haben die zusammen gemacht? Die haben Ladeinfrastruktur ins Autokino gebracht und zwar nach München 38 Ladestationen, die mittlerweile besetzt werden können, wenn man einen schönen Film genießt, wenn man dabei Popcorn isst, einen Softdrink zu sich nimmt und eben nebenbei noch sein E-Auto laden lassen kann. Zweieinhalb Stunden später fährt man dann mit einem volleren Akku los, als man eben angekommen ist. Sehr interessante Folge, vor allem im Hinblick auf die Herausforderungen, die man bei so einem Autokino eben auch bedenken muss. Wir gehen rein, direkt in die Folge. Viel Spaß damit. Hi Simon, hi Axel. Wir nehmen uns heute ein wenig die Zeit und unterhalten uns über ein sehr interessantes Projekt, was ChargeOne zusammen mit dem Autokino München-Aschheim umgesetzt hat. Eben Ladestationen ins Autokino reinzubekommen. Bevor wir da tiefer drauf eingehen und auch eben über die Herausforderungen bei dem ganzen Projekt sprechen, würde ich mich freuen, wenn du dich kurz vorstellst, Simon, und dann gerne auch Axel im Nachgang, dass wir einfach ein Stück weit über euch erstmal erfahren oder von dem Unternehmen, für das ihr tätig seid.

  3. Simon Roth:

    Sehr gerne. Mein Name ist Simon Roth. Ich bin seit einem guten Jahr der technische Leiter von ChargeOne, Klaus Heinemann Elektroanlagen GmbH. Der Zusatz ist uns immer recht wichtig, weil das ist das, wo wir herkommen. ChargeOne ist die E-Mobility-Abteilung der Klaus Heinemann Elektroanlagen GmbH. Und dieses ganze E-Mobilitätsthema ist aus dem Elektrogeschäft geboren worden. Mit einfach dem Hintergrund der immer größer werdenden Anfragen unserer Kundschaft, was E-Mobilität betrifft. Und uns ist relativ schnell aufgefallen, wir müssen dann auch das Komplettpaket anbieten, den Betrieb. Das Energiemanagement, um wirklich die Ladeinfrastruktur gut ins Gebäude integrieren zu können. Und das gibt auch schon einen Hinweis auf unseren Kunden. Wir sind stark fokussiert auf den B2B-Bereich und helfen hier von Parkraumbetreibern über auch wirklich abgeschlossene Firmenanlagen, Mitarbeiterladen, unseren Kunden E-Mobilität zu realisieren.

  4. Sebastian:

    Und da sind wir jetzt ja genau dann beim Axel schon sozusagen, der ja einer eurer Kunden ist und eben aus dem Business-Bereich dann sozusagen kommt und ein Autokino hat. Vielleicht magst du dich auch einfach kurz vorstellen.

  5. Axel Wahmke:

    Gerne. Also danke für die Gelegenheit mit dir, Sebastian, das Gespräch zu führen. Ich heiße Axel Wahmke, bin mittlerweile 58 Jahre alt, verheiratet, habe drei Kinder und seit 2015 in unserem Unternehmen als Geschäftsführer tätig. Davor war ich Bankkaufmann 30 Jahre lang und habe Firmenkunden betreut. Die DWJ GmbH, ein bisschen sperriger Name, die Marke heißt Drive-In, betreibt fünf Autokinos in Deutschland und neben den Kinos veranstalten wir untertags auf den Geländen verschiedene Märkte, um auch noch Umsatz zu generieren. Wir als Autokinos haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Tradition, die ein Autokino mit sich bringt, mit der modernen Technik verbinden können. Und dazu gehört natürlich auch unsere Einschätzung, die E-Modalität ist eine Technik der Zukunft und die wollen wir fördern und unseren Besuchern einfach das Laden ihrer E-Autos während dem Kinoerlebnis ermöglichen. Übrigens, mein Dienstwagen ist seit anderthalb Jahren auch ein Kona Electric.

  6. Sebastian:

    Das ist doch sehr schön, wenn du da auch mit gutem Beispiel dann sozusagen vorangehst mit dem E-Auto. Ihr habt euch ChargeOne als Partner rausgesucht bei der ganzen Geschichte. Ich meine, es geht ja auch nicht so sonderlich einfach vonstatten. Ihr habt ja Herausforderungen, mit denen ihr zu kämpfen habt. Ihr wollt ja eure Projektoren bedienen, ihr wollt eure Lautsprecher am Laufen halten, damit das Film- und Kinoerlebnis sozusagen vorhanden bleibt. Vielleicht könnt ihr beide, also gerne Simon oder Axel anfangen, mal zu sagen, wie ihr da von der Idee dann vorangeschritten seid, um dann eben auch Ladestationen tatsächlich schlussendlich in Betrieb zu nehmen.

  7. Simon Roth:

    Von der technischen Seite, sage ich mal, ist das ein Kundenwunsch, den wir immer in irgendeiner Form da haben, wenn es nicht gerade einfach nur zwei Ladesäulen sind, aber im Autokino Aschheim mit 38 Ladepunkten ist da meistens irgendwo ein Bottleneck in der Stromversorgung. Und, ähm, von dem her, ähm, ist das, war das mit einem Punkt, wie ich es auch eingangs schon erwähnt habe, den wir uns auf jeden Fall auch immer annehmen müssen, was ist an Leistung überhaupt da, wo müssen wir auch messen, also verbauen da auch im, im Fachjargon die dynamischen Lastmanagementsysteme, ähm, Bis rauf auch zur PV-Berücksichtigung und Batteriespeicher. Am wichtigsten in dem Fall natürlich, wir messen, schauen, was dürfen wir uns aktuell genehmigen, damit wir Hausanschlüsse und sonstige Absicherungen, die unterkaskadiert sind, nicht überlasten und regeln dementsprechend die Ladeinfrastruktur balanciert, wie es so schön heißt. Also alle kriegen dann gleichzeitig ein bisschen weniger Energie. ab, was den Betrieb dann nicht weiter beeinflussen soll, sondern nur die Ladeinfrastruktur wird dann eben 2, 3 Ampere wie auch immer runter geregelt und ohne dass da irgendwelche Gefahren herrschen.

  8. Axel Wahmke:

    Bei uns war es ja auch so, das ist ja jetzt kein gewöhnlicher Platz für Ladesäulen mitten im Autokino. Ich bin der festen Überzeugung, wir sind das erste Autokino auf der Welt, was Elektroladesäulen hat. Und das war wahrscheinlich auch für ChargeOne. Ich habe die Verhandlung leider nicht selber geführt. Das war unser damaliger Theaterleiter, der uns leider letztes Jahr überraschend verlassen hat, weil er verstorben ist. der hat die Kontakte geknüpft und das war für ChargeOne sicherlich auch reizvoll, da eine ganz neue Sache zu machen, nicht irgendein Industriepark, sondern eben das Autokino und damit eben auch dieses alte, wir sind 67 gegründet worden, Autokino, das jetzt neue Projektionstechnik hat, wo wir überall versuchen, technisch den Anschluss zu halten, eben auch die Elektroautos als Kunden teilweise zu behalten, teilweise eben auch neu zu gewinnen.

  9. Sebastian:

    Also für mich wäre es tatsächlich auch ein Grund, dann euer Autokino zu besuchen. Ich war jetzt letztes Jahr das erste Mal im Autokino. Das könnte sogar vielleicht von euch betrieben sein. Das können wir im Nachhinein dann nochmal kurz klären. Und da hätte ich es gut gefunden, wenn es eine Lademöglichkeit gibt, weil du stehst ja eh zweieinhalb, drei Stunden da rum, wieso nicht nutzen? Deswegen also sehr klug und zukunftsgewandt von euch da auch tatsächlich dieses Invest zu tätigen, was ja bei 38 Ladepunkten jetzt auch nicht gerade klein ist, sowohl kostenseitig als auch ressourcenseitig dann das Ganze voranzutreiben. Weil ihr habt ja bestimmt auch mit dem einen oder anderen Herausforderungen dann kämpfen müssen oder überlegen müssen, wie geht ihr damit um? Vielleicht kannst du, Axel, mal ausführen, was so eure Probleme waren, also was auf jeden Fall vermieden werden sollte im Betrieb, was nicht passieren darf. Und dann kann Simon ja vielleicht mal einhaken und sagen, wie Judge von dann eben sein Teil dazu beigetragen hat, dass das auch nicht eingetreten ist, der Fall.

  10. Axel Wahmke:

    Also für uns war es natürlich wichtig, wir haben ja... Eine asphaltierte Decke logischerweise, damit das für die Autos bequem zu erreichen ist, die musste natürlich aufgeschnitten werden, ausgebaggert werden, damit wir die, es gab ja vorher Säulen bei uns auch, also wir hatten ja auch ganz Urzeiten die Lautsprecher, die dann ins Auto gehängt worden sind. Mittlerweile läuft es ja über UKW und wo heute die Heizlüfter eingesteckt worden sind, dass wir diese Kombination weiter behalten, dass die Asphaltdecke wieder ordentlich geschlossen wird und eben diese technische Versorgung, die wir nutzen. uns einfach vom Know-how überhaupt nicht zugetraut haben. Und vom Strom her ist es jetzt gar nicht so dramatisch, weil wir durch die Vielzahl von Säulen, die wir schon in der Vergangenheit hatten, glaube ich, insgesamt gar nicht so schlecht dagestanden sind. Und nachdem wir jetzt seit mehreren Wochen eine Laserprojektion haben, sparen wir uns da auch noch zusätzlich Energie. Und nur eben die Umsetzung, die technische Umsetzung, Da brauchen wir kompetenten Partner und da war uns ChargeOne überzeugend sofort der richtige Partner.

  11. Simon Roth:

    Genau, also zur Energieversorgung hatte ich ja vorhin schon eigentlich alles gesagt. Ganz, ganz einfach angesprochen, was die Asphalt- oder auch Erdarbeiten betrifft. Da haben wir kompetente Nachunternehmer, wo wir aber alles koordinieren. Also das ist uns immer ein wichtiges Credo, dass wir sagen, wir bieten die Ladeinfrastruktur schlüsselfertig an. Das wird alles von uns übernommen und der Kunde hat dann wirklich das Gesamtpaket, das wir uns eben anbieten. wie gerade erwähnt, um die Erdarbeiten kümmern, um Stehlen natürlich, Ladesäulen, das selbstredend, die ganze Elektroversorgung und Absicherungen. Es ist ja, sage ich mal, eh tägliches Handwerk bei Heinemann. Aber dass dann auch der Betrieb Und so weiter alles aus einer Hand kommt und der Kunde nicht sich seine Gewerke, sage ich mal, selber zusammensuchen muss und dann am Ende quasi, wenn wir gehen, kann man sofort einstecken, laden, sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter selbst. Und man muss sich da keine weiteren Gedanken drüber machen.

  12. Axel Wahmke:

    Mir ist noch ein Punkt eingefallen. Die Höhe der Ladesäulen ist natürlich im Autokino nicht ganz unwichtig, dass die nicht höher sind als die Autodächer, um die Sicht zu beeinträchtigen. Und auch da hatten wir bei wem anders gefragt und die haben gesagt, ja, sind zwei Meter hoch. Heinemann hat uns da custom-made die richtigen Ladesäulen hingestellt.

  13. Sebastian:

    Wichtiger Punkt.

  14. Simon Roth:

    Genau, auch für leichte Schlosserarbeiten sind wir uns nicht zu schade. Genau, um da die entsprechenden Höhen. War natürlich ein wichtiges Anliegen, auch vollkommen verständlich, dass die nicht für die weiteren Hinternreihen dann zur Sichtblockade werden. Die Ladesäulen so schön, wie sie auch sind. Genau.

  15. Sebastian:

    In der Tat eine vermeintliche Kleinigkeit, wo man nicht vielleicht im ersten Moment dran denkt, aber dann natürlich wichtig ist, dass das berücksichtigt wird, auch bei der ganzen Geschichte. Jetzt ist natürlich die Frage, jetzt habt ihr das schon in Betrieb gehabt oder sind die schon in Betrieb gewesen, die Station? Da würde mich mal... interessieren, wie läuft das denn ab, wenn ich jetzt mit meinem E-Auto quasi bei euch vorbeikomme, zahle ich dafür, ist das bei mir im Ticket mit drin, gibt es eine Karte, die ich dran halte, einfach vielleicht da mal so den E-Mobilisten abholen, was mich erwartet, wenn ich jetzt eben im Autokino München Aschheim vorbeikomme und da mein E-Auto während ich einen schönen Filmshow laden möchte.

  16. Simon Roth:

    Also Axel, das übernehme ich gerne, weil das ist genau mein Steckenpferd bei ChargeOne, diese Dinge zu koordinieren. Gerne. Genau, es ist wie folgt, also die Ladesäulen laufen seit Juli, August letzten Jahres, also sind jetzt bald ein Jahr in Betrieb oder zumindest ein gutes halbes Jahr und Von der Usability ist es bei uns, wenn es ein öffentlicher Ladepunkt ist, wie es im Autokino der Fall ist, eigentlich immer relativ einfach. Wir haben für den leichten Einstieg einen sogenannten Ad-Hoc-Aufkleber oder Direct Payment, ein QR-Code. Hat sich so in der Branche ja relativ gut durchgesetzt, wo man direkt ohne irgendwelche Registrierungen oder Sonstiges laden kann. Zu deiner einen Frage, die ich ein bisschen übergangen bin. Also ja, die Leute müssen den Strom selber zahlen. Das ist nicht direkt übers Ticket. Hat auch, sage ich mal, für das Autokino wieder den Charme, die Payment-Dienstleistung läuft komplett über uns. Da müssen nicht nochmal zusätzlich dann am Ausgang irgendwelche Tickets gelöhnt werden, Kilowattstunden basiert oder Sonstiges. Das läuft direkt über uns. Und eben einmal über diesen QR-Code. Man kann aber auch über unsere App ganz einfach laden. Das ist dann der erweiterte Schritt nach dem QR-Code, wo man sich registriert und seine Zahlungsdaten hinterlegt und dann geht das genauso und dann auch über unsere App Zugang hat zu Roaming-Ladepunkten. Das nur am Rande. Und wir sind auch in einem Roaming-Verbund tätig, gelistet. Und damit können die gängigsten Roaming-Karten genauso auch an den Ladesäulen verwendet werden. Dann natürlich zu den Konditionen des Roaming-Anbieters. Aber wir wickeln das im Hintergrund alles ab. Damit, sage ich mal, auch das fürs Autokino im Grunde oder generell für den Kunden keine Rolle spielt, wer hat da jetzt auf welche Art und Weise geladen. Das übernehmen alles wir und machen es dann hinten raus für den Kunden in einer Abrechnung schön.

  17. Sebastian:

    Da würde ich jetzt kurz einhaken. Du hattest gesagt, diese Abrechnung könnt ihr Direct Payment QR-Code über eure App oder eben... andere Kartenanbieter oder Ladestationenanbieter sozusagen, die Zugriff drauf haben. Da hast du jetzt erwähnt zu deren Konditionen. Heißt das, bei euch gibt es gesonderte Konditionen dafür, für das Laden der E-Autos oder woran orientieren sich die Preise einfach? Ich sage mal, wenn ich da jetzt hingehe und einen Euro für die Kilowattstunde lade, dann würde ich es ja eher sein lassen oder sind das marktübliche Preise, die da auch eben angedacht sind?

  18. Simon Roth:

    Also im Autokino ist es, würde ich sogar sagen, unter marktüblich, wenn man direkt an der Säule lädt. Da sind wir aktuell bei 37 Cent die Kilowattstunde. War im Juli, August letzten Jahres noch marktüblich. Heute ist es eher schon unterdurchschnittlich, würde ich sagen. Genau. Und über die Roaming-Anbieter eben, wie gesagt, die Preise, die hier veranschlagt werden, da haben wir jetzt keinen Einfluss drauf.

  19. Sebastian:

    Vielen Dank für die Einordnung schon mal. Jetzt würde mich natürlich interessieren, da kann Axel, denke ich, mehr dazu sagen, wie das Ganze denn auch von euren Besuchern angenommen wird.

  20. Axel Wahmke:

    Es wird angenommen nach Rücksprache mit unserer Kinoleiterin sind jeden Abend natürlich Donnerstag bis Sonntag mehr, Montag bis Mittwoch weniger Besucher an den Ladesäulen. Wir sind noch weit weg von 38 Ladegästen, aber wir haben in der Spitze auch schon zehn Leute gehabt, die da geladen haben. Wir sind mit ChargeOne auch aktuell wieder dran, ein bisschen in der PR-Maschine zu rühren, um die Ladesäule öffentlich besser bewusst zu machen.

  21. Sebastian:

    Klar, ich meine, es muss ja erstmal bekannt werden. Das ist ja auch jetzt der Aufschlag hier sozusagen, wo wir auch ein interessantes Projekt vorstellen können, wo wir darauf hinweisen können und dann hoffen, dass der ein oder andere Besucher auch den Weg tatsächlich zu euch findet. Weil es ist ja auch ein sehr spannendes Projekt und verbindet halt auch schöne Sachen. Ich meine, ich will mir jeden Film angucken, stehe mit meinem Auto da, sitze in dem Auto drin und kann zwar in das Laden win-win-win, würde ich da behaupten.

  22. Axel Wahmke:

    Finde ich auch. Und uns war in der Verhandlung damals ganz wichtig, dass wir sehr faire Konditionen unseren Kunden anbieten können. Wir haben uns Gedanken gemacht über All-In-Packages mit Tickets, mit Verpflegung und mit Laden. Aber das... Das ist nicht gerecht darstellbar. Entweder zahlt der Kunde zu viel oder wir zahlen drauf. Und so haben wir uns auf eine ganz normale Abrechnung, die mit 37 Cent nach meinem Empfinden momentan unter dem Markt liegt. Auch bei uns ändern sich die Kosten für den Strom. Da kann es sein, dass wir jetzt nicht bis in alle Ewigkeit bei 37 Cent die Kilowattstunde bleiben.

  23. Sebastian:

    Ja, also ist auch nachvollziehbar mit den Kosten, dass ihr das eben dann sozusagen für euch auch entscheiden müsst an der Marktlage gemessen. Wird es bei dem Projekt bleiben? Du hast jetzt vorhin gesagt, ihr habt fünf Autokinos oder spielt ihr auch mit dem Gedanken, dass dann, wenn das dann angenommen wird, vom Markt auch auszuweiten?

  24. Axel Wahmke:

    Das ist natürlich angedacht. Wir wollen ja nicht irgendwann, wenn der Verbrenner nicht mehr existiert oder nicht mehr verkauft wird, auf einmal das Autokino nicht mehr haben. Wir haben uns angewöhnt, wir machen immer Piloten. Das heißt, eine Autokino muss für eine bestimmte Anwendung, in Grafenburg haben wir, das ist bei Frankfurt ein Lieferservice, pilotiert und in Aschheim ist es halt die E-Ladesäule. Und wenn das noch ein bisschen besser anläuft und wir ähnlich kompetente Partner, weil ich glaube, ChargeOne möchte nicht nach Essen gehen, finden.

  25. Simon Roth:

    Da gehe ich nur kurz rein. Also ChargeOne baut deutschlandweit auf.

  26. Axel Wahmke:

    Dann haben wir den Partner quasi schon gefunden. Wenn sich das funktioniert, werden wir das in anderen Autokinos auch machen, weil wir würden uns sonst die Geschäftsgrundlage verbauen.

  27. Sebastian:

    Ja, vielen Dank. Also sehr interessante Einblicke, die wir da heute bekommen haben. Ich hoffe oder ich gucke, dass ich mal vorbeikomme und mir das dann auch vor Ort... das Kinoerlebnis mit Ladeerlebnis verbinden kann, hört sich sehr spannend an und wenn nicht, wenn da Schritte weitergehen von euch aus, dann vielleicht auch bei uns in der Nähe hier vor Ort. Vielen Dank für eure Zeit und die Einblicke, Simon und Axel.

  28. Axel Wahmke:

    Gerne, vielen Dank für das Interview.

  29. Simon Roth:

    Sehr gerne.

  30. Sebastian:

    Das war sie mal wieder, die aktuelle Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich freue mich, dass du zugehört hast und ein bisschen was über das Thema Ladeinfrastruktur heute eben im Autokino gelernt hast. Ich denke, das war ganz interessant. Mir hat es zumindest Freude gemacht, da zuzuhören und zu sehen, welche Möglichkeiten es eben gibt. Von daher würde ich mich freuen, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn wir bestimmt genauso interessante Gesprächspartner wie in dieser Woche zu Gast haben. Mach's gut, bis dahin, ciao.