emonet macht sich für Laden im ländlichem Raum stark

Im Gespräch mit Andreas Guba, CEO von emonet

Andreas Guba, Geschäftsführer von emonet, unterhält sich in dieser Ausgabe des EAN-Podcast mit mir über das Ladeangebot im ländlichen Raum. Denn der Ausbau von Ladeinfrastruktur im ländlichen Raum sei laut emonet essenziell für den Durchbruch bei der E-Mobilität. Aus diesem Grund lege man mit dem eigenen Angebot den Fokus auf Mietwohngebiete, Gewerbeparks und Zentren kleiner und mittelgroßer Städte. Urbane Ballungsgebiete hingegen seien uninteressant - da hier schon entsprechende Marktbegleiter zugange sind.

Die Errichtung der Ladeparks erfolgt in Abstimmung mit Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen und regionalen Partnern. Anleger:innen können sich über ein Crowdinvesting-Angebot auf ecozins.de "am zukunftsweisenden Füllen dieser Marktlücke" beteiligen, wie Guba ausführt. Darüber hinaus sei aber auch angedacht mit größeren Partnern zusammen zu arbeiten, um die emonet Ladeparks in ganz Deutschland an den Start zu bringen. Durchaus ein interessanter Ansatz, aber hör doch selbst und erfahre mehr.

Mehr dazu in der aktuellen Folge. Viel Spaß damit!

Shownotes:

Edit speaker mapping

Change displayed names for speaker IDs in this transcript.

Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche bei der ersten Folge in 2022 eingeschaltet hast. Wie du es gewohnt bist, geht es mal wieder um die Themen E-Mobilität, Elektroautos und Laden von solchen im Alltag. Für die aktuelle Folge habe ich Andreas Guba, Geschäftsführer von emonet, zu Gast, der mit seinem Unternehmen Ladeinfrastruktur in eher ländliche Gebiete bringen möchte, dort aber eben nicht nur Wallboxen und Ladestationen anbieten möchte, sondern diese eben um verschiedenste Themen, Anbauten sozusagen erweitern will. Über den aktuellen Stand der Dinge, die weiteren Pläne und die Timeline für 2022 haben wir uns natürlich unterhalten. Von daher geht es jetzt direkt rein in die Folge mit Andreas Guba von emonet. Hallo Herr Guba, vielen Dank, dass ich heute die Zeit nehme, dass wir uns ein wenig über E-Money unterhalten. Die etwas andere Art des E-Ladeparks, wie man ihn so noch nicht kennt oder wie ich ihn kannte zumindest. Aber bevor wir da näher in das Thema eintauchen, können Sie sich vielleicht unseren Hörer, Hörerin selbst mal kurz vorstellen.

  3. Andreas Guba:

    Ja, hallo, schön, dass ich dabei sein kann heute. Mein Name ist Andreas Guba. Und ich bin der Geschäftsführer von emonet und verantworte insbesondere das Finanzielle und auch das Konzeptionelle.

  4. Sebastian:

    Können Sie vielleicht emonet gleich mal ein wenig ausführen? Was verbirgt sich dahinter? Was ist die Verbindung zur eMobilität? Was bringt ihr auf den Markt oder was bietet ihr aktuell schon an?

  5. Andreas Guba:

    Ja, also emonet setzt sich zusammen aus... ImmobilityNet sozusagen. Das war unser erster Ansatz. Daraus hat sich dann dieser Name entwickelt, den wir auch zu einer Marke gemacht haben. Und der zweite Ansatz war, dass wir, also wir kommen aus dem Bereich der Mietwohnimmobilien und hatten uns überlegt, unsere eigenen Wohnimmobilien mit Ladeinfrastruktur zu bestücken. Und nachdem wir im Zuge dieser ganzen Vorbereitung, dieser Umsetzung dann mit Kommunen und auch mit anderen Vermietern auch gesprochen haben, die halt auch... angrenzend an unsere Wohnimmobilien andere Objekte zur Miete angeboten haben oder anbieten, hat sich sehr schnell herausgestellt, dass das eben ein Thema ist oder eine Problemstellung ist, die ganz viele haben und wo doch dringender Handlungsbedarf bestand oder besteht auch, ja.

  6. Sebastian:

    Das heißt im Endeffekt, ihr habt ein Problem erkannt, weil ihr das selbst hattet mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur an euren Mietwohnimmobilien und habt dann gesehen, okay, am Markt besteht ein Bedarf oder es wird auch nachgefragt von Marktbegleitern dann sozusagen oder auch andere, die im ähnlichen Bereich tätig sind. Und bevor die sich das dann sozusagen selbst alles beibringen, habt ihr dann angeboten, okay, wir können dann eine Lösung bereitstellen.

  7. Andreas Guba:

    Ja, genau. Also wir haben uns im Zuge dieser ganzen Überlegung eben mit dem Thema Ladeinfrastruktur auseinandergesetzt. Also E-Mobilist bin ich schon länger, aber mit dem Thema Ladeinfrastruktur hatte ich mich eher am Rande beschäftigt. Und in dem Zusammenhang dann umso intensiver. Und klar ist halt, dass neun von zehn E-Auto-Besitzern, also dazu zähle ich ja auch, zu Hause oder am Arbeitsort laden. Und daraus ergab sich für uns eben das. dieses Problem oder diese Problemstellung, die wir lösen möchten, dass wir eben vor den Wohnimmobilien gerade Infrastruktur mit anbieten können.

  8. Sebastian:

    Sie haben gesagt gehabt, dass 9 von 10 E-Mobilisten eben entweder zu Hause oder auf der Arbeit laden sozusagen. Ihr habt dann quasi eine Lademöglichkeit geboten in diesem Umfeld. Das merkt man ja oder sieht man auch in eurem Fokus. Ihr fokussiert euch auf Mietwohngebiete, Gewerbeparks und Zentren in kleineren und mittelgrößeren Städten. Das heißt, ihr geht mit euren Lademöglichkeiten, Ladeparks, Nicht an Schnellstraßen oder Autobahnen, sondern ihr sagt bewusst, ihr wollt näher an den Ort, wo auch in der Regel die meisten ihr Autofahrer laden, wenn ich das so verstanden hatte.

  9. Andreas Guba:

    Genau, es stellen sich folgender Fokus. Einmal laden neun von zehn am Wohn- oder am Arbeitsort zum einen. Und der zweite Fokus, den wir verfolgen, weil eben auch unsere Wohnimmobilien in dem Bereich ist, ist eben, dass Deutschland zu 90 Prozent aus dem sogenannten ländlichen Raum besteht. Das heißt, das sind Gemeinden unter 100.000 Einwohnern. Und da wiederum mehr als die Hälfte der Deutschen in den kleineren Städten wohnen. Und dazu kommt noch, dass mehr als die Hälfte der Leute zur Miete wohnen in Deutschland. Wenn man dann eben diese Zahl neun von zehn Laden am Wohn- oder Arbeitsort dann kennt, ist halt klar, wo der Bedarf am größten ist, nämlich dort, wo die Leute wohnen oder arbeiten. Und eben auch außerhalb der Ballungszentren. Weil in den Ballungszentren passiert ja was. Da ist natürlich das Interesse der entsprechenden Organisatoren größer. Und in den kleineren Städten, da ist eigentlich so gut wie noch gar nichts passiert. Also gerade in den Bereichen, wir kennen das natürlich aus unserem Gebiet, das ist das Vogtland. Da geht es ganz konkret, wo wir ansetzen, die Städte Reichenbach und Lengenfeld. Das sind jeweils Städte von 20.000 oder 7,7 Tausend Einwohnern zum Beispiel, wo tatsächlich auch die meisten Menschen in Mietwohnungen auch wohnen, in Wohngebieten, in Wohnquartieren. Und da stellt sich genau dieses Problem ganz massiv. Und da werden wir auch den ersten Aufschlag tätigen.

  10. Sebastian:

    Okay, das heißt, wer es richtig verstanden hat, ihr bietet aber nicht die klassische Wallbox in der Tiefgarage an sozusagen, sondern ihr denkt das Ganze auch schon ein wenig weiter. Wie schaut denn in eurer Vorstellung so ein Ladepark aus, den ihr eben in diesem ländlichen Bereich dann sozusagen an die Mietwohnung bringen wollt?

  11. Andreas Guba:

    Wir wollen eine Zentraleinheit aufstellen. Diese Zentraleinheit steuert im Prinzip den gesamten Ladepark. Dort werden die Wallboxen aufgeschaltet, angeschlossen. In dieser Zentraleinheit ist halt die Möglichkeit, also für den Nutzer letztendlich die entsprechende Wallbox, wo er das Fahrzeug geparkt hat, anzusteuern über so ein Touchpad und auch über diese Zentraleinheit eben die Zahlung abzuwickeln. Das kann auf drei Wegen erfolgen. Es ist das Ad-Hoc-Laden möglich und Da wird auch ein Zahlterminal mit integriert sein, sodass man im Prinzip ohne einen Vertrag abschließen zu müssen, ohne aufwendig eigene Daten zu hinterlegen, man im Prinzip den entnommenen Strom mit der Karte, unkompliziert bezahlen kann. Und dann gibt es noch die Möglichkeit des sogenannten Roamings. Da sind dann Roaming-Partner mit angeschlossen. Das heißt also Automobilanbieter zum Beispiel, die eine Karte mitgeben. Die können über diese Zentraleinheit auch mit angesteuert werden. Und dann gibt es eben noch die E-Monet-Card. Auf die können wir ja gleich noch zu sprechen kommen. die nochmal das Regionale besonders in den Fokus stellt, wo eben ganz viele Win-Win-Situationen in der Region erzeugt werden sollen. Also Immunentladeparks sollen für die Region und für die Menschen, die das unmittelbar betrifft im Umfeld, die dort herum wohnen oder eben auch arbeiten, soll eben so eine Art, auch wie eine Plattform mit funktionieren.

  12. Sebastian:

    Sie haben jetzt auch ausgeführt, es gibt dann eine Zentraleinheit quasi für die Steuerung der Wallboxen. Ermöglicht das dann auch, dass der Ladepark so Stück oder Schritt für Schritt dann wachsen kann? Das heißt, ihr fangt vielleicht mit vier Wallboxen an, sagt dann aber, okay, es wird gut angenommen, der Bedarf steigt, so wie die E-Mobilität ja auch wächst. Habt ihr dann auch die Möglichkeit zu sagen, okay, wir lassen unseren Ladepark, vorausgesetzt der Platz ist vorhanden, dementsprechend auch mit wachsen?

  13. Andreas Guba:

    Ja, genau. Also wir wollen uns dem Wachstum oder dem wachsenden Anteil an E-Autos anpassen. Wir haben auch Eigentum errichtet, also auf eigenen Grundstücken. Da wollen wir so anfangen, dass wir die Grundstücke erstmal mit Carports, mit Garagen belegen, diese privat vermieten. Im Übrigen werden die Carports auch solar bestückt sein dann, sodass wir im Prinzip auch selbst generierten Strom später mit verkaufen können. Und dann wird in der Zufahrt eben die Zentraleinheit aufgestellt und es werden zwei bis vier Wallboxen im ersten Step installiert. Und die Parkplätze, die das dann betrifft, also wo die Wallboxen dann installiert sind, die werden dann eben öffentliche Ladepunkte werden. Die anderen werden erstmal privat vermietet, um Einnahmen zu generieren, dass wir im Prinzip über die generierten Einnahmen auch am Anfang schon unsere Kosten decken. Im Eingangsbereich wird eine Zentralenheit aufgestellt. Und an die Zentraleinheit werden bis vier Wallboxen angeschlossen zum Start, je nach Standort. Und dann können wir halt flexibel agieren und werden dann analog zum Wachstum oder zum wachsenden Anteil der E-Mobilität im Umfeld dann entsprechend nachrüsten und auch die Flächen von Privatnutzung auf reduzieren. öffentlichen Ladeplätze umwidmen und das geht halt dann relativ einfach, weil wir eben die Wallboxen, die dann nachinstalliert werden, dann auch direkt an den Zentraterminal anschließen können, also wir müssen dann nicht mehr komplett neu verkabeln und die Kabelzuführungen können dann auch über die Carports zum Beispiel erfolgen.

  14. Sebastian:

    Hört sich definitiv sinnvoll an, auch die Geschichte mit der Solarüberdachung, dass ihr die mit draufnehmt, um den eigenen Strom sozusagen zu erzeugen. Ich hatte jetzt auch gelesen, ihr werdet auch Pufferspeicher installieren, um eben diesen solargenerierten Strom zwischenzuspeichern. Zudem hatte ich auch gelesen, Snack- und Getränkeautomaten wollt ihr auch noch als Mehrwert mitgeben und auch Carsharing-E-Autos zur Verfügung stellen. Vielleicht können Sie da noch ein paar Worte dazu verlieren.

  15. Andreas Guba:

    Genau, also es soll im Prinzip so ein Platz werden oder überhaupt so ein Angebot werden, was eben auch um das Laden herum zusätzliche Dienstleistungen gleich noch mit anbietet. Carsharing wird, denke ich mal, wirklich ein wichtiger Punkt davon werden, weil wir auch davon ausgehen, dass künftig Privatfahrzeuge nicht mehr so eine große Wichtigkeit haben oder Priorität haben. Rechnen wir mal damit oder rechnen wir damit, dass in erster Linie das Angebot interessant sein wird für Kleingewerbe zum Beispiel, für eine Wäscherei, für einen Hausmeisterdienst zum Beispiel oder auch für die letzte Meile, für Menschen, die gewerblich ein Auto nur an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten benötigen. Und die damit über dieses Angebot natürlich mobil sind und erhebliche Kosten sparen auch. Und ergänzend befinden sich dann auf den Plätzen eben auch noch Snack- und Getränkeautomaten, sodass wir im Prinzip so ein, und für den, der eben mobil unterwegs sein will, so ein ganzes Konzept am Start haben, was sich vielleicht auch so ein bisschen, an einer Tankstelle vielleicht so orientiert, obwohl es eben im herkömmlichen Sinne also auch keine Tankstelle mehr ist.

  16. Sebastian:

    Ich denke gerade dieser Mehrwert, den sie da mitgeben wollen sozusagen, sei es jetzt eben durch die Möglichkeit des Carsharing, wenn man dann, ich sage mal, sein eigenes Auto lädt und dann vielleicht trotzdem irgendwie mobil sein möchte, in der Zwischenzeit Einkäufe macht, um das dann wieder umzuladen, ergibt für mich Sinn, als auch dann eben die Möglichkeit, doch mal Snacks und Getränke, wenn man dann vielleicht ein wenig schneller lädt sozusagen, um dann auch die eigene Energie wieder aufzufüllen, ergibt durchaus Sinn. Jetzt haben sie vorhin auch die E-Money-Card erwähnt sozusagen, die ja auch dieses... Lokale dann da noch ein wenig mehr mit einbringen, so wie ich es richtig aufgeschnappt habe. Vielleicht können Sie das noch ein wenig ausführen, was sich da dahinter verbirgt für uns.

  17. Andreas Guba:

    Ja, die Immunet Card soll eben an die an die umliegenden Menschen der Region im Prinzip verteilt werden und ihnen auch zugutekommen. Und mit dieser Immunet Card vernetzen wir im Prinzip alle Partner oder alle Partner, die in der Region etwas davon haben, dass derjenige immobil unterwegs ist. Und klassischerweise oder wie man sich dann denken kann, sind es halt Autohäuser zum Beispiel, die ihren Kunden einen Mehrwert anbieten wollen, dann natürlich die Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen, Handelsbetriebe den Mehrwert ihren Kunden anbieten wollen oder eben auch die Kommunen oder auch Institutionen, die ein unmittelbares Interesse daran haben, dass in der Region E-Mobilität stattfindet und mit der Nutzung der Karte eben verschiedene Zusatzleistungen noch erbracht werden können. Also ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, dass Partner der E-Mobilität in der Region zum Beispiel die Karten der BesitzerInnen entsprechend aufladen mit Guthaben oder eben auch bestimmte Aktionen den einzelnen Karten zuordnen und für die NutzerInnen der Karte dadurch ganz viel Mehrwert entsteht.

  18. Sebastian:

    Und zeitgleich natürlich auch für die Geschäfte sozusagen vor Ort dann, weil ja eine gewisse Bindung dann auch stattfindet wahrscheinlich. Ja, hört sich sehr interessant an. Jetzt ist das ja aber nichts, was man unbedingt so, ich sage mal, aus eigener Tasche dann unbedingt stemmt, zumindest in dem Ausmaß, wie ihr es ja auch angehen wollt. Ihr wollt das ja jetzt nicht auf einen Standort sozusagen nur begrenzen, sondern… Wollt ihr das Ganze auch weiterdenken, größer denken sozusagen? Ihr beginnt jetzt im Vogtland, wollt das Ganze aber Stück für Stück ausbauen. Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr da Investoren mit drin? Seid ihr mit eigenem Geld oder bindet ihr die Community etwa mit ein? Also wie schaut das aus?

  19. Andreas Guba:

    Also es gibt verschiedene Phasen. Die erste Phase haben wir tatsächlich aus eigener Kraft gestemmt mit unserer Wohnungsbaugesellschaft. Und indem wir eben erste Ladepunkte auch direkt vor der eigenen Wohnimmobilie errichtet haben. Und im zweiten Step haben wir die Emonet GmbH gegründet. Das ist eine Projektgesellschaft, die sich ausschließlich mit dem Thema befasst. Und der Hintergrund oder der Gedanke dabei ist, dass man in die Immunet GmbH halt auch externe größere Partner noch mit dazu holt. Denn uns ist eins klar, wir werden diese Aufgabe nicht alleine stemmen können. Und wenn wir dieses Konzept ausrollen wollen, also auch über unsere unmittelbare Region hinaus, brauchen wir das oder können wir das nur mit Partnern machen. Und wir brauchen eine Breitunterstützung und diese Breitunterstützung, die können wir halt in diese Immunet GmbH verwenden. indem wir eben großen Partnern, strategischen Partnern eben dann auch richtig Gesellschafteranteile übergeben, die dazu beitragen sollen, dass die Motivation halt auch einfach stimmt, mit uns an einem Strang zu ziehen. Und den Kick-Off, den finanzieren wir uns gerade über Ecozins. Das ist eine Crowd-Investing-Plattform. Und dieses Projekt ist halt in der Öffentlichkeit, wird halt in der Öffentlichkeit angeboten. Und jeder, der... Lade-Infrastruktur in Deutschland unterstützen möchte und dabei noch Rendite erzielen will, hat die Möglichkeit mit kleinen Beträgen an der Finanzierung oder sein Beitrag zur Kick-Off-Finanzierung der Emunet GmbH zu leisten und davon zu profitieren. Und im nächsten Step kommen dann eben auch schon größere Partner und auch Gesellschafter dazu. Das ist zumindest unser Ziel. Aber der erste, der allererste Aufschlag, den haben wir praktisch selbst finanziert und getätigt. Also wir haben zum Beispiel schon Baustoffe eingekauft für die ersten vier Wochen. Und die ganzen Antragsverfahren für die Standorte, also bei den Netzbetreibern zum Beispiel, die laufen auch schon.

  20. Sebastian:

    Das hört sich interessant an. Das heißt, ihr seid da auch schon in den Startlöchern und beginnt dann auch Anfang 2022 mit der Umsetzung erster Standorte oder wie ist da die Timeline von eurer Seite aus?

  21. Andreas Guba:

    Genau, also wir haben jetzt dieses Jahr schon Firmenbeauftragte, Gewerke und werden 2022 irgendwann mal die ersten zwei Ladeparks irgendwie auch wirklich am Netz haben. Das nimmt alles ein bisschen Zeit in Anspruch. Ich denke mal, wir werden mit den Bauarbeiten, wenn es das Wetter erlaubt, so im ersten Quartal auf jeden Fall beginnen können. Und dann laufen natürlich parallel immer noch die ganzen Genehmigungsverfahren. Wir haben auch Förderanträge gestellt für die unmittelbare Ladeinfrastruktur, Hardware zum Beispiel. Und die darf auch zum Beispiel erst aufgebaut werden, wenn die Förderbescheide vorliegen, die positiven Bescheide. Und das alles kostet Zeit. Aber wie gesagt, die ersten Anträge sind gestellt, die Finanzierung läuft, das Crowdfinancing läuft sehr erfolgreich auch. Und insofern gehen wir davon aus, dass wir im ersten Teil mit den Bauarbeiten beginnen können und in 2022, wie gesagt, zwei Ladeparks am Start haben.

  22. Sebastian:

    Dann erstmal vielen Dank für die Einblicke, Herr Gruber, die wir jetzt bekommen haben bei E-Money, um eben auch mal Ladeparks ein wenig anders gedacht zu sehen, zu erleben. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt. Drücken natürlich die Daumen, dass die Umsetzung der ersten zwei und dann hoffentlich der weiteren folgenden Ladeparks klappt. Und würden uns freuen, wenn wir uns vielleicht einfach in einem halben Trafett leer nochmal austauschen können, wenn sie dann ein paar Schritte weiter sind und auch vielleicht erste Erfahrungen mit dem Laden vor Ort gesammelt haben, wo man dann eben auch sieht, wie es denn von den E-Autofahrern, E-Autofahrerinnen angenommen wird.

  23. Andreas Guba:

    Ja, genau. Vielen Dank erstmal auch für das Gespräch. Ich denke mal, wir brauchen einfach noch ein bisschen, also es wird schon noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen. bis die Ladeparks auch sich tragen, weil ich denke mal, wir rechnen damit, dass der Stromverkauf kurzfristig das Geschäftsmodell noch nicht sein wird, aber wir haben ja eben auch zusätzliche Einnahmequellen uns erschlossen und werden im Übrigen auch anderen Dritten auch Bauleistungen anbieten. Also wir werden auch ein eigenes Bauteam zum Beispiel aufstellen, was eben auch die Dienstleistung der Errichtung von Ladeparks sehr spezialisiert und sehr schnell auch für andere leisten kann zum Beispiel, ja.

  24. Sebastian:

    Klingt vernünftig, dass man es da ein wenig breiter aufstellt und auch da wieder natürlich die eigene Erfahrung mit dem Markt dann teilt und dann ja damit auch, ich sag mal, der E-Mobilität im Ganzen beim Wachsen helfen kann. Ja, dann vielen Dank, Herr Gruber. Bis demnächst.

  25. Andreas Guba:

    Ja, ich danke.

  26. Sebastian:

    Das war sie also, die aktuelle Folge von elektroautonews.net, unserem Podcast rund um das Thema E-Mobilität. Dir vielen Dank fürs Zuhören bei der heutigen Folge. Ich würde mich freuen, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn die nächste Folge des E-Auto-News-Podcasts online geht. Wenn du uns was Gutes tun willst, hinterlasse eine positive Bewertung bei iTunes oder Spotify, damit wir die E-Mobilität noch ein Stückchen weiter in die Welt hinaustragen können. Vielen Dank.