Tesla-Flotte im Alltag: Novicons positive Bilanz

Im Gespräch mit Martin Kloker, CEO & Founder von Novicon

Dieses Mal habe ich mir Martin Klocker, Gründer und Geschäftsführer von Novicon, in unseren Podcast eingeladen. In den Fokus haben wir das Thema Elektromobilität und die Praxiserfahrung im Unternehmenskontext gerückt. Novicon, spezialisiert auf Business-Software für mittelständische Unternehmen, hat seit 2019 den Wandel hin zu einer Elektrofahrzeugflotte vollzogen, hauptsächlich bestehend aus Tesla-Modellen.

Martin teilt zu Beginn des Gesprächs seine persönlichen Beweggründe für diesen Schritt mit, die in seiner landwirtschaftlichen Herkunft und dem damit verbundenen Nachhaltigkeitsbewusstsein wurzeln. Trotz anfänglicher Skepsis und Herausforderungen mit dem Service und der Lieferkette von Tesla, überwogen die Vorteile, besonders hinsichtlich der Steuervorteile und der vereinfachten Verwaltung durch Teslas Business Portal. Als natürlich auch die Vorteile im Alltag.

Die Flotte umfasst mittlerweile 14 Tesla, wobei die Entscheidung für E-Autos nicht nur steuerlich motiviert war, sondern auch auf positiven Fahr- und Nutzungserfahrungen der Mitarbeiter basiert. Martin hob hervor, dass die meisten technischen Probleme und Werkstattbesuche minimal waren, abgesehen von einem "Montagsauto" in der Flotte. Die Verwaltung der Fahrzeuge über das Tesla-Portal, einschließlich der Vereinfachung der Rechnungsstellung für das Aufladen, wurde als besonders effizient und benutzerfreundlich gelobt. Gerade aus Unternehmersicht ein Pluspunkt.

Ein kritischer Punkt in der Diskussion war die Ladeinfrastruktur, die insbesondere in städtischen Gebieten wie München Herausforderungen mit sich bringt. Trotz der vorhandenen Hürden, wie begrenzten Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz und den Blockiergebühren bei öffentlichen Ladestationen, zeigte sich eine überwiegend positive Resonanz der Mitarbeiter hinsichtlich der Umstellung auf Elektromobilität. Die Annehmlichkeiten und die einfache Handhabung im Alltag überwogen die anfänglichen Bedenken und die Ladeinfrastrukturproblematik.

Abschließend betonte Martin die Bedeutung der Stromer im Kontext der Energiewende und der Effizienzsteigerung. Die Erfahrungen von Novicon mit ihrer Elektroflotte spiegeln einen erfolgreichen Übergang wider, der durch technologischen Fortschritt, steuerliche Anreize und ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit begünstigt wird. Die Diskussion unterstreicht die zunehmende Akzeptanz und Integration von Elektromobilität im Unternehmenssektor, die trotz anfänglicher Herausforderungen positive Perspektiven bietet. Aber da hörst du am besten selbst rein.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Ein Unternehmer, der seine Mitarbeiter dazu gezwungen hat, Elektroauto zu fahren, hört man auch nicht so oft. Bei uns in der aktuellen Podcast-Folge doch. Und dazu heiße ich herzlich willkommen. Ich bin Sebastian und du bist im Podcast von Elektroauto-News gelandet. In der aktuellen Folge habe ich Martin Klocker zu Gast, seines Zeichens CEO und Founder von Novicon, einem Unternehmen, welches Business-Software für unterschiedlichste Prozesse zur Verfügung stellt und anbietet. Seine Mitarbeiter hat er verpflichtet oder dazu bewogen, auf E-Autos umzusteigen. Im Endeffekt hat man mittlerweile 13 bis 14 Tesla Model 3 in der Flotte und hat damit unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt, sowohl positiv als auch negativ, aber um es vorwegzunehmen, umsteigen auf einen Verbrenner will keiner mehr von ihnen, aus unterschiedlichsten Gründen. Im Detail erklärt uns das Martin selbst, was ihn selbst dazu bewogen hat, den Umstieg anzugehen, seine Mitarbeiter auch zur E-Mobilität zu führen und welche Erlebnisse man auf dem Weg dorthin oder auch aktuell noch hat. Wir gehen direkt rein ins Gespräch mit Martin. Viel Spaß damit. Hallo Martin, es freut mich heute sehr, dass du mit uns über das Thema E-Mobilität sprichst und zwar heute mal nicht aus der Sicht von einem OEM, von einem Batterieentwickler, sondern einfach aus der Praxis, von der Flotte von E-Autos, die bei euch im Einsatz sind. Bevor wir da allerdings ein Stück weit tiefer eintauchen, stell dich gerne selbst vor und auch das Unternehmen, für das du tätig bist bzw. welches du ja auch gegründet hast.

  3. Martin Klocker:

    Hallo Sebastian, schön, dass ich hier sein kann. Ja, ich bin Martin Glocker, Gründer und Geschäftsführer von Novicon. Wir vertreiben Business-Software für mittelständische Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Mit unserer Software Monixo, heißt die, bildest du deinen kompletten Einkauf, Verkauf, Warenwirtschaft digital ab und wenn es sein muss, wir vielleicht nachher auch nochmal drauf kommen, auch Flottenverwaltung, Führerscheinprüfung und so weiter. Ja, genau, so zu uns, wir sind derzeit 25 Mitarbeiter hier in München und haben seit 2019 begonnen, uns Richtung Elektroflotte zu verändern.

  4. Sebastian:

    Genau, darüber sind wir auch zusammengekommen sozusagen. Du hattest ja auf LinkedIn geschrieben, ich zitiere gerade nochmal, ich habe meine Mitarbeiter gezwungen, Teslas als Firmenwagen zu fahren. Und das war ja auch dann das, wo ich gesagt habe, okay, das polarisiert. Das ist so ein bisschen außergewöhnlich, dass du sozusagen hast auch ein paar Erfahrungen geteilt, auf die wir ja gleich eingehen. Und da einfach vielleicht erstmal die Frage, warum hast du die Entscheidung für dich, für dein Unternehmen getroffen, wir nehmen Elektroautos als Firmenwagen künftig?

  5. Martin Klocker:

    Ich komme aus der Landwirtschaft, also vom Bauernhof und irgendwie war das für mich in die Nachhaltigkeit schon immer wichtig, also auch wenn ich es früher nicht so verstanden habe, es war für mich immer schon irgendwie komisch, dass man irgendwie was verbraucht, dass man es selbst gar nicht produzieren kann und war zwar auch am Anfang dann der Elektromobilität viel diese Diskussionen, die wir eigentlich heute immer noch haben, ist es besser, ist es schlechter und so weiter und dann kam aber irgendwie, also ich war BMW-Fahrer, auch überzeugter BMW-Fahrer und dann kam irgendwann mal ein Modellwechsel und Dann gab es ja nicht so ein richtig cooles Modell bei BMW und gleichzeitig war das so der Start von Tesla, wo das so richtig losging in Deutschland. Und dann habe ich mir gedacht, auch wenn ich es mir irgendwie noch gar nicht vorstellen konnte, schau es dir einfach mal an und bin dann nach München rein, habe dann Model 3 Performance Probe gefahren und Im Endeffekt war es dann für mich klar, gut, das musst du mal probieren. Ich habe da zwar schon gemerkt, für mich funktioniert das jetzt ganz gut, wenn ich ein Auto für mich selber organisiere, aber man hat da schon gemerkt, dass das bei Tesla noch so ein bisschen planlos abläuft. Total nette, muss man sagen, also lauter total nette Leute, die aber selber halt einfach überhaupt nichts zu sagen hatten in dem ganzen Laden und die auch keine genaue Auskunft zu Lieferzeit und irgendwas geben konnten. Aber ich habe gesagt, gut, ist mir egal, wird schon irgendwie funktionieren und hatte dann im November 2019 angefangen, Also mein Model 3 Performance bestellt und es wurde dann tatsächlich auch noch rechtzeitig vor Leasingende im März dann auch ausgeliefert, aber auch schon, also da ging es eigentlich schon los, dass ich irgendwie am 29. Dezember noch einen Anruf von Tesla bekam, ja mein Auto ist jetzt da. Und ich habe gesagt, okay. Eigentlich hatten wir ausgemacht März. Ja, aber es ist jetzt schon da. Ich soll es bitte abholen. Gut, letztendlich kamen dann raus Jahresziele. Die hatten natürlich die Aufgabe, Autos raushauen, was geht. Aber ich wollte nicht irgendwie drei Monate lang Leasing doppelt zahlen. Also war dann kein Problem, das auch zu verschieben. Und Das Abholen natürlich ist auch erstmal, wenn du das nicht kennst, eine ganz neue Erfahrung in irgendeinem verlassenen Fabrikgelände, dann irgendwo in Niederbayern das Auto abholen, war schon irgendwie auch eine Experience. Aber ich sage mal effizient damals schon und das hat dann so ein halbes Jahr ganz gut funktioniert und dann hat sich das ja auch noch steuerlich, also wir haben jetzt heute 14 Teslas glaube ich oder 12, muss ich mal ins Portal schauen, dass ich nicht lüge, aber ich glaube 12. Ja, zwischendrin ist es 13 und ja gut, die Entwicklung war dann letztendlich so, also es klingt in Stint nicht ganz, dass ich sie gezwungen habe, die Mitarbeiter, sondern es war eigentlich schon freiwillig, weil es steuerlich natürlich sehr attraktiv war mit 0,25 Prozent, kein Fahrtenbuch mehr schreiben, war es heute ja auch noch so.

  6. Sebastian:

    Das sind natürlich die Vorteile, die man auch hat und die man auch sieht und das gezwungen war ja auch mit einem Augenzwinkern da rauszulesen sozusagen, das habe ich auch schon so verstanden oder auch die anderen, die den Artikel gelesen haben. Nichtsdestotrotz für mich ein schönes Beispiel, einfach mal die Grenze überwinden, selbst einsteigen, testen und dann bleibt man damit eben auch sozusagen in Berührung. Du hast es freundlich umschrieben, Effizientenprozesse, die dann eben dort gelebt werden sozusagen, aber gerade diese Effizientenprozesse machen es dir ja auch, glaube ich, ein Stück weit einfacher von der Verwaltung der Fahrzeuge, hattest du ja im Vorfeld auch gesagt, indem das dann eben auch über ein Portal von Tesla abgebildet wird, das Businessportal, du kannst es relativ einfach steuern und Da würde mich jetzt deine Erfahrung sozusagen im Alltag der Flotte ein Stück weit interessieren. Du hast jetzt von dir schon ein bisschen einen Einblick gegeben, du bist da anscheinend überzeugt, aber natürlich würde mich auch interessieren, sind die eigenen MitarbeiterInnen auch über den, ich sag mal, Steuervorteil hinaus von den E-Autos überzeugt?

  7. Martin Klocker:

    Wir haben tatsächlich ein Montagsauto in der Flotte, das war Nummer 2, das auch noch aus den USA kam, also ein Model 3 Long Range. Ich glaube, den Kollegen Christoph Grüße, wenn wir fragen, der hat eine geteilte Meinung. Also da, der war glaube ich drei oder viermal jetzt mindestens schon in der Werkstatt mit diversen Austausch-Operationen. Ich glaube jetzt waren es irgendwie die Lenkstangen oder Querlenker irgendwas jetzt gerade letzte Woche wieder. Ansonsten muss man sagen, ja. Ich überlege gerade keine, also bis auf Unfall, was auch nicht so ausbleibt, aber tatsächlich keine Ausfälle. Ein Marderschaden, da kann das Auto nichts dafür. Und ansonsten muss man sagen, also mein Auto geht jetzt auch nächsten Monat nach vier Jahren zurück. Ich war einmal in der Werkstatt zum Bremsflüssigkeitstausch, der nach drei Jahren gemacht werden muss. Ansonsten hat das Auto keine Werkstatt gesehen und so geht es eigentlich weiter. allen anderen Autos auch mit dieser Ausnahme. Das heißt, das ist alles tip top und zum heutigen Stand muss ich auch sagen, so wie du es angesprochen hast, dieses Portal oder die Administration kennt man jetzt gerade so zumindest als Mittelständler wie wir nicht, dass du ein Portal hast, in dem du die Fahrzeuge Stand heute bestellen kannst, den Bestellstatus überprüfen kannst, verwalten kannst, Fahrer zuteilen, weil du ja, kennt man ja auch als Nicht-Tesla-Fahrer auch nicht so, dass du ja wirklich eine App hast, mit der du so richtig cool das Fahrzeug steuern kannst und ohne die auch das Ganze nur halb so viel Spaß machen würde. Und ist auch nicht ganz selbstverständlich, dass das überhaupt über dieses Leasing-Konstrukt überhaupt funktioniert, dass man dort Zugriff hat. Du hattest es im Vorfeld auch schon kurz gesagt, wie man das manchmal auch tricksen muss, dass man da Zugriff auf die App bekommt. Das geht jetzt wirklich über dieses Portal sehr, sehr gut. bis hin zu Kostenvoranschlag in der Werkstatt freigeben. Ich kann Sammelrechnungen für Supercharger runterladen. Schon allein die Tatsache, dass man Sammelrechnungen erstellen lassen kann, dass ich nur noch einmal im Monat eine Rechnung bekomme für alle 13 Autos, egal wo die tanken. Das ist einfach Hammer. Ich weiß nicht, ob das bei irgendeinem anderen Anbieter kostenfrei ist, in dem Umfang, in der Perfektion gibt. Das finde ich mittlerweile super. Der Weg dahin war allerdings etwas steinig. Also das ist jetzt seit einem Jahr, glaube ich, funktioniert das so, wie es funktioniert. Anfang 2023 gab es das Portal eigentlich noch nicht oder zumindest nicht für kleinere Kunden. Und da war... war es noch etwas wilder, das Ganze in vielerlei Hinsicht.

  8. Sebastian:

    Aber definitiv schön zu sehen, dass es so eine Entwicklung gibt, dass es dieses Portal gibt, die ja die Arbeit ja auch im Alltag dann erleichtert. Also gerade das Thema Rechnungsstellung ist ja einfacher, dann eine Rechnung anstatt 13 zu überweisen oder abzurechnen. Buchhaltung, was da alles eben auf einen zukommt im Nachhinein, da denkt man ja als Privatperson in der Regel gar nicht dran, weil nicht davon betroffen ist. Und tatsächlich hatte ich diese Trickserei mit der App auch, weil dort hatte man damals anscheinend noch nicht diesen Business-Portal-Zugang. Ich musste das mit Freigaben und all dem machen, schriftlich vorlegen, bis das ging. Bei meinem aktuellen Abo-Fahrzeug von Sixt. Die haben halt auch angerufen und gesagt, okay, wir schalten sie frei, zwei Minuten später hatte ich die freie Schaltung in der App und das Fahrzeug drin, also es geht schon einfach, das ist sehr praktisch. Für mich mal noch den Punkt weg von dem Tesla sozusagen oder wahrscheinlich auch dort mit drin, aber das Thema Laden, Ladeinfrastruktur, wie gehen deine Mitarbeiter damit um, funktioniert das, ihr seid in München? Da könnte ich mir jetzt vorstellen, und meine eigene Erfahrung ist, dass die Ladeinfrastruktur in der Stadt schon ein bisschen schwieriger ist. Wie kriegen die Mitarbeiter das hin? Haben die sich daran gewöhnt?

  9. Martin Klocker:

    Das war tatsächlich jetzt aus meiner Sicht auch der größte Knackpunkt, weil ich habe den Luxus, dass ich in der Garage meine Wallbox habe und eigentlich somit bis auf Langstrecke nie mich um das ganze Thema Laden kümmern muss. Für mich ist es ein super Komfortgewinn. Wir haben aber auch Kolleginnen und Kollegen, die auch weder zu Hause laden können, noch direkt vor der Türe irgendwie auch so eine Wallbox haben, aber die Infrastruktur ist mittlerweile so gut, also wir sind so in ganz... Auf jeden Fall Bayern verteilt, einige auch noch weiter im Norden. Und es ist mittlerweile wirklich überall so, dass du auf jeden Fall gut fußläufig eine Ladestation hast. Also die meisten können ganz entspannt irgendwie mit bis maximal fünf Minuten laufen, irgendwie ihr Auto zum Laden bringen und da auch angesteckt lassen. Nicht immer Schnelllader natürlich, sondern oft dann die 11 kW Lader, was aber auch kein großes Problem ist. Langstrecke muss ich sagen, ist ja, gerade wenn du Tesla fährst, Haken dran, also Supercharger perfekt. Und es ist aber tatsächlich auch keiner dabei, der jetzt sagt, nee, ich nehme kein E-Auto mehr, weil das nervt mich so mega, diese Ladethematik, sondern eher im Gegenteil. Wir hatten einige, die sich das eigentlich nicht vorstellen konnten, E-Auto und gesagt haben, ja komm, wegen, ist Steuer so interessant, ich mach's. Und jetzt sagen, hey, ich hätte mir nie gedacht, dass das so angenehm und so einfach ist.

  10. Sebastian:

    Das finde ich einen sehr interessanten Einwurf, weil das haben wir auch schon erlebt oder auch ich in Gesprächen mit anderen Unternehmern, dass man sagt, okay, klar, die Mitarbeiter machen das erstmal wegen dem Steuervorteil, den man nicht verachten kann einfach, finde ich gut. Aber sobald sie es dann mal gefahren sind, wo sie dann eben einfach auch sagen, ja, es funktioniert im Alltag eben doch, Reichweitenangst wird ad acta gelegt, Ladeangst wird ad acta gelegt, einfach weil man selbst Erfahrungen sammelt und sieht, es funktioniert eben doch.

  11. Martin Klocker:

    Das kann man natürlich noch mehr entschärfen, wenn jetzt das auf der Büroseite einfach auch das Ladeangebot noch besser ist, da muss ich sagen, obwohl wir hier in einem sehr modernen Business Campus hier untergebracht sind, haben wir ganze 30 Ladeplätze, die für knapp 8.000 Mitarbeiter hier zur Verfügung stehen. Das ist etwas knapp und da ist so ein kleiner Kampf immer um die Plätze. Das ist schade, weil ansonsten wäre das noch entspannter. Hier muss man teilweise schon sagen, okay, dann lade ich lieber unterwegs nochmal, weil ich weiß nicht, ob ich am Arbeitsplatz laden kann. Wer das auch noch irgendwie gelöst hat, dann ist das auch sehr angenehm und auch bei Langstrecken finde ich es auch einen ganz wichtigen Punkt, sobald ich weiß, dass ich einen Destination-Charger irgendwo habe. Ist auch die Langstrecke kein Problem, weil dann ist auch, wenn ich 600 oder 800 Kilometer fahre, dann muss ich halt vielleicht mal zweimal zwischenladen und die große Ladung mache ich dann im Hotel oder wo auch immer und habe auch da kein Problem mehr. Also das ist eigentlich kein Punkt mehr, wo man sagt, das ist ein Nachteil.

  12. Sebastian:

    Das sieht glaube ich jeder so, der schon mal ihr Auto gefahren ist und diese Erfahrung gesammelt hat und ich sehe es auch so, ich suche meine Hotels mittlerweile auch danach aus, dass eben ein Destination Charger vor Ort ist, lad da, stöpsel den dran und ob der nachts an 8 oder 12 Stunden lädt, ist mir auch relativ gleich, am nächsten Morgen habe ich meinen vollen Akku, kann weiterfahren, wenn ich einen Geschäftstermin habe oder stelle das Auto auf einen anderen Parkplatz, dass halt jemand anders vollladen kann.

  13. Martin Klocker:

    Also wir haben neben Tesla auch ENBW als Ladeanbieter für die kleineren Stadtgebiete, was von der Abdeckung her perfekt ist, aber genau der Punkt nervt mit Blockiergebühren nach vier Stunden. Weil es genau das verhindert, dass du einfach über Nacht sagen kannst, okay, ich lasse mein Auto angesteckt stehen und kommt ja eh niemand. Sondern du hast eigentlich die vier Stunden, danach musst du irgendwie dann nochmal im Schlafanzug runter und ausstecken. Das ist schade, da müsste sich noch was ändern. Wäre auch nochmal ein guter Komfortgewinn.

  14. Sebastian:

    Ich hoffe, dass der eine oder andere von EnBW hier zuhört, weil das Thema hatten wir auch schon tatsächlich des Öfteren hier im Podcast und ich habe es auch schon auf LinkedIn geschrieben. Gerade so in der Nacht, dass man sagt, von 21 Uhr bis 6 Uhr oder 6.30 Uhr macht man die Blockiergebühr raus, lässt das Fahrzeug stehen, weil in der Regel ist da nichts los. Die müssten das auch anhand ihrer Daten eigentlich prüfen können und können dann sagen, okay, das sind halt nicht die hochfrequentierten Orte, wo nachts um 12 Uhr noch gewechselt wird. könnte man ja auch danach ein Stück weit ausgestalten. Möglichkeiten gibt es da. Meine Erfahrung war nämlich mal die, wir waren in einem Hotel untergebracht, wo du mit einem Aufzug dein Auto vor das Zimmer fahren konntest, was schon alleine impliziert, du bist das einzige Auto, was vor deinem Zimmer steht. Das heißt, die Wallbox kann gar nicht für irgendjemand anders blockiert werden und am nächsten Morgen checke ich aus, bezahle natürlich meinen Strom dann über die App oder über die Ladekarte, die ich hatte und kriege dann aber noch die Blockiergebühr drauf gerechnet, weil Ich hatte ja die Wallbox blockiert und dann dachte ich mir auch so, okay, passt in meiner Vorstellung jetzt nicht so ganz zusammen, allein schon von den örtlichen Gegebenheiten. Aber gut, das sind die Themen, wo definitiv noch dran gearbeitet werden muss, dass eben die Freude nochmal ein Stückchen höher ist an der E-Mobilität.

  15. Martin Klocker:

    Unterstütze ich auf jeden Fall.

  16. Sebastian:

    Das ist sehr schön, aber für euch, das höre ich jetzt schon raus, bleiben E-Autos auch gesetzt, egal ob das jetzt Tesla oder vielleicht auch künftig andere Hersteller sind. Ihr werdet den Weg dann auch weiter verfolgen für eure Flotte.

  17. Martin Klocker:

    Tatsächlich nicht, dass wirklich nochmal jemand zurückgehen wird, ja. Wird nochmal spannend, ich weiß nicht, ob und wann jetzt dann, wenn wirklich die Steuervergünstigung komplett entfällt, dann schlägt er erst die Stunde der Wahrheit mit einem direkten Vergleich. Aber wie gesagt, es ist niemand da, der da groß jetzt so sagt, was habt ihr mir da aufgequatscht oder so. Funktioniert überall sehr gut.

  18. Sebastian:

    Das ist aber auch ein schönes Fazit jetzt hier am Ende, muss man sagen. Und klar, wenn der Steuervorteil wegfällt für Unternehmer oder für Mitarbeiter, die davon betroffen sind, ist das nicht so von Vorteil. Aber in der Gesamtkostenbetrachtung für Unternehmen oder generell auch für Privatpersonen sind die E-Autos ja nachweisbar die günstigere Wahl. Also wenn das auch mal verstanden wird, nicht immer nur den Blick auf Anschaffungspreis und vielleicht nur Steuervorteil, sondern das Gesamtpaket zu sehen, wird man das, glaube ich, auch einfacher fällen können, diese Entscheidungen.

  19. Martin Klocker:

    Ja, und ich glaube, man muss es ja auch so ein bisschen aus Blick der Energiewende sehen. Ich brauche einfach auch die Flexibilität oder das sind die größten Batteriespeicher, die irgendwo rumstehen und wo kann ich besser irgendwie so Überangebote auch dann anbieten. Ja, verstauen wie in den Elektroautos, also da haben wir einfach die größte Flexibilität plus Effizienz und auch jetzt auch den technischen Fortschritt, von daher glaube ich, dass sich die Frage auch sowieso gar nicht mehr wirklich stellt.

  20. Sebastian:

    Davon gehe ich tatsächlich auch aus. Also von daher nochmal vielen Dank, Martin, für diesen Einblick hinter die Kulissen von euch. Den Blick auf die Flotte und das Wissen aus dem Alltag sozusagen, wo du da mit uns geteilt hast, war sehr interessant und eindrucksvoll. Danke dir, Martin.

  21. Martin Klocker:

    Ja, sehr gerne, Sebastian.

  22. Sebastian:

    Das waren doch spannende Einblicke, die wir hier von Martin bekommen haben mit einer eigenen Tesla-Flotte, die ja Schritt für Schritt gewachsen ist, künftig wohl noch weiter wächst mit kommenden MitarbeiterInnen. Wir haben das Thema Ladeinfrastruktur als Problem oder als Herausforderung sozusagen nochmal herausarbeiten können. Das werden auch andere Unternehmen haben, aber auch dafür wird es Lösungen in Zukunft geben, bin ich sehr zuversichtlich und man sieht ja, wie sich das entwickelt. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Schalt gerne bei der kommenden ERN-Folge wieder ein. Nächsten Sonntag ist es soweit. Bis dahin, mach's gut, ciao.