New OEM Experte: "So geht's nicht weiter in Deutschlands Auto-Industrie!"

Im Gespräch mit Christian Walter, New OEM Expert

Christian Walter, New OEM Expert und Managing Director Sales bei einem weltweit tätigen Werkzeug- und Formenbauer, hat sich die Zeit genommen, um mit mir auf die Herausforderungen des deutschen Mittelstands in der Automobilindustrie zu blicken. Aus seiner Sicht und seiner Erfahrung hat dieser mit Herausforderungen zu kämpfen, die es zu meistern gilt, wenn man mit neuen Automobilhersteller (OEMs) aus China und den USA Geschäfte machen möchte.

Statt bestehen auf Pflichtheften und Dienst nach Vorschrift solle man sich darauf konzentrieren die Probleme von den neuen OEMs zu lösen. Dabei geht es, wie Christian ausführt, künftig nicht immer nach Schema F. Probleme und Herausforderungen gilt es teilweise selbst zu erkennen. Was schon dadurch begründet ist, dass die Teams bei Hersteller in China oder aus den Vereinigten Staaten kleiner ausfallen. Dort können schon zwei Mann für gesamte Baugruppen die Leitung innehaben.

Lapidar gesagt würden 30 Jahre alte Teams, die sich auf etablierte Hersteller eingespielt haben, nicht mehr bestehen können. Es wird eine andere Denkweise vom Markt gefordert, auf welche man sich einstellen muss. Unternehmen müssen dies verstehen und auf einen Wandel setzen. Oder eben auf den Mix aus erfahrenen Mitarbeiter und dynamischen, jungen Kolleg:innen, die bereit sind für neue Strukturen. Klingt ein wenig dramatisch, ist aber von Christian nicht so extrem gemeint.

Im Detail darf dies aber nun Christian ausführen. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es mal wieder um das Thema E-Mobilität geht, in allen Farben, Formen und Facetten. In der aktuellen Folge habe ich Christian Walter zu Gast, der für ein Unternehmen tätig ist, welches Werkzeuge und Formenbau für OEMs, für Automobilhersteller weltweit betreibt. Mittlerweile eben auch für die neuen OEMs, sprich Automobilhersteller, die aus China, Kalifornien auf den deutschen Markt bzw. nach Europa drängen. Und da gibt es halt eben andere Herangehensweisen in dem Geschäft oder in der Art des Geschäftes, wie es bisher mit alteingesessenen Herstellern der Fall ist, wie beispielsweise Audi, BMW, Mercedes oder VW. Und wir haben zusammen ein Stück weit betrachtet, wie man sich als deutscher Mittelständler verhalten sollte, wenn man da eben auch noch am Markt mitmischen möchte. Da gibt es einige interessante Ansätze dafür. Man kann vieles lernen in der halben Stunde und ich bin mir ganz sicher, es war nicht die letzte halbe Stunde, die ich da mit Christian verbracht habe, weil wir hätten noch weit mehr sprechen können gemeinsam, aber irgendwie wollten wir es für euch kurz und knackig halten. Von daher geht es jetzt auch direkt rein in die aktuelle Folge. Viel Spaß damit. Servus Christian, vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über die neuen OEMs aus der E-Mobilitätsszene oder Mobilitätsszene mit denen auseinandersetzen und denen ihren Einfluss auf die Automobilindustrie, auf die Mittelständler an sich. Bevor wir da allerdings in das Thema eintauchen, stell dich doch gerne mal selbst vor und wie du mit der Welt der E-Mobilität oder Mobilität in Verbindung gekommen bist.

  3. Christian Walter:

    Sebastian, vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Freut mich sehr, mit dir ein wenig zu plaudern. Christian Walter, ich leite seit über zwölf Jahren den internationalen Vertrieb bei der Siebenwurst-Gruppe. Siebenwurst ist ein internationaler Zulieferer aus dem Werkzeugformenbau von der Produktentwicklung bis hinterher zur Inbetriebnahme in internationalen Werken. Und nebenher investiere ich als Business Angel noch in junge Technologie-Startups und da trifft sich dann natürlich auch diese Themen, wo wir letztendlich dann auch vermutlich heute drüber sprechen werden. Thema Innovation, neue Firmen, keine Standardprodukte seinen Kunden anbieten, sondern wo kann ich die extra Meile gehen, um vielleicht auch einen größeren Sales-Erfolg zu bekommen.

  4. Sebastian:

    Und demnach hast du ja da, ich sag mal, wenn du in dem Umfeld Tech unterwegs bist, Tech-Startups, dann auch von deiner Hauptarbeit, nenne ich es jetzt mal, Berührungspunkte mit der Automobilindustrie, hast du ja wahrscheinlich auch einen entsprechenden Einblick. Und wir hatten ja im Vorfeld auch gesagt, dass wir eben auf diese neuen OEMs da blicken wollen, jetzt mal abseits von Audi, BMW und Mercedes, wie sie alle heißen, sondern schon eher in Richtung China, Kalifornien. Ich habe im Vorfeld dann eigentlich direkt nur in China noch gedacht. Ich hatte Kalifornien, USA jetzt gar nicht mehr so auf dem Schirm. Die hast du natürlich mal nochmal mit reingebracht. Aber sind das dann auch tatsächlich so die neuen Player am Markt sozusagen, die du auch meinst?

  5. Christian Walter:

    Genau. Also ich denke, wenn wir den Blick nach Kalifornien richten, vielleicht uns als Insider. Wir wissen, dass China im Kommen ist. oder vielleicht auch längst schon da ist, wenn ich schaue, Thema Autoabos, Vertrieb von Autos, wie wird das sein in Zukunft? Da geht es natürlich dann über Autoabos. Und wenn ich da einfach mal schaue, was dort für Anbieter sind, jede Menge chinesische Anbieter, jede Menge amerikanische Anbieter, die einfach auch in neue Geschäftsmodelle wie Autoabos zum Beispiel reingehen. Und wenn ich mir das anschaue, der Blick geht nach Kalifornien, aber ich habe natürlich auch die Dienstleister in China, die aufholen und vor allen Dingen einfach mal wertneutral an die Sache rangehen. Das heißt nicht, deutsche Hersteller schlecht machen, sind die in keinster Weise, aber auch nicht ausländische Dienstleister schlecht machen oder OEMs schlecht machen. Und wenn ich mich dann einfach mal ganz weltneutral in einen NIO reinsetze, den ich in Düsseldorf im Großraum gefahren bin, da muss man einfach sagen, das ist sehr, sehr überraschend, was eine Firma NIO, die es schafft, das erste Modell auf den Markt zu bringen, in welcher Qualität, in welchem Fahrkomfort, natürlich finde ich zwei, drei, vier Sachen, die ihm vielleicht nicht gefallen, aber in der Gesamtheit, auf welchem hohen Niveau ein chinesischer Anbieter ein Auto auf den deutschen Markt bringt, das hat mich sehr, sehr überrascht und man darf hier auch nicht vergessen, wir sprechen hier von einer Industrie, die in Deutschland über 100 Jahre alt ist und wir haben hier Dienstleister oder OEMs, New OEMs, die es seit drei, vier, fünf Jahren gibt und ihr erstes Auto erst auf den Markt bringen. Vergleichbar NIO in China, vergleichbar mit einem Lucid zum Beispiel in den USA, wo man einfach sagen muss, das sind großartige Autos dafür, dass sie das erste Mal auf den Markt kommen, dass sie das erste Mal ein SUV haben.

  6. Sebastian:

    Ich denke, das ist eigentlich ganz wichtig bei dem ganzen Vergleich, der da auch immer wieder aufkommt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bubble von uns. Und dass wir davon reden, dass die Hersteller, die neuen OEMs dann tatsächlich erst drei, vier, fünf Jahre am Start sind, gar nicht diese Legacy dann haben, die unsere alteingesessenen sozusagen mit sich bringen. Und dafür macht man dann doch ja schon verdammt viel richtig an sich.

  7. Christian Walter:

    Und es ist eine spannende Kombination, weil die Nios dieser Welt, die Lucid dieser Welt, die Rivian dieser Welt, bedienen sich natürlich bei den ähnlichen Tier 1, ähnlichen oder gleichen Tier 1, wo sich auch deutsche OEMs bedienen. Also es ist jetzt nicht so, als wenn da ganz neue Firmen aus dem Boden gestampft werden in der Regel, sondern das sind arrivierte Player, die dann in einer spannenden Kombination von Startups mit arrivierten Playern zusammen Produkte kreieren lassen, auch mit einer wirklich großen Portion Mut, auch vielleicht auch zu wissen, ich muss den Wettbewerber aus Deutschland, die arrivierten OEMs, ich muss die schlagen, ich muss eine Rückleuchte anders designen, ich muss im Interior irgendwo was bringen, ein Feature bringen, was vielleicht kein anderer hat, also zusätzlich nochmal ein bisschen, ja, ein größeres USP letztendlich hinzubekommen und das ist unglaublich spannend, das zu sehen, weil da entsteht ein unglaublicher Mix.

  8. Sebastian:

    Das triffst du oder das bringst du ganz gut auf den Punkt. Bei NIO jetzt Batteriewechseltechnologie, die damit an den Start gebracht wird. Bei Aura, wo ich jetzt auch letztens mal fahren konnte, den Aura Funky Cat, wo du quasi diesen Sprachassistent nochmal auf ein anderes Niveau hochhebst sozusagen und das in einem Mittelklassewagen sozusagen da auch nochmal ablieferst, da gibt es schon unterschiedlichste Ansätze, wie man sich dann abseits vom reinen Antrieb nochmal abheben kann, wo ich denke, da können auch zumindest unsere OEMs, die alteingesessenen, ein Stück weit von den neuen Playern am Markt lernen.

  9. Christian Walter:

    Dieses Thema Sprachassistent, das ist genau so ein Punkt. Ich bin überzeugt davon, in Zukunft, sagen wir die nächsten fünf Jahre, wirst du dich nicht mehr unterscheiden können über Reichweite, über Horsepower, Da wird es keine Unterschiede mehr geben. Alle greifen irgendwo auf die gleichen Batterien zu. Das wird kein Unterscheidungskriterium mehr aktuell sein. Wenn du so ein Lucid hast, 1.100 PS Reichweite, 700, 800 Kilometer, die werden alle uns Reichweiten bieten können, quer über alle Dienstleister oder OEMs, die für uns ausreichend sein werden. Gleichzeitig wird aber auch das Entscheidungskriterium nicht mehr sein für den Käufer zwangsläufig. Ich habe ein tolles Interieur und ich habe hier eine Kappenart in Gelb. Oder ich habe ein tolles Spaltmaß am Kofferraum. Diese Themen werden verschwinden. Diese Themen werden transportiert werden zu Connectivity. Kann ich mein iPhone reinklicken? Kann ich das Navigationssystem verwenden? Habe ich einen coolen Sprachassistenten? Habe ich irgendwelche Chatbots irgendwo im Auto drin und die uns mit auf den Weg nehmen zur Transformation bis zum autonomen Fahren? Viele möchten es immer noch nicht glauben, in den USA kannst du mit Cruise in San Francisco autonom fahren und es ist nicht mehr pilotiert. Also das sind ja auch alles so Themen, die kommen werden, wo wir dann auch wiederum sehen, Innenräume werden sich verändern. Da wird nicht mehr klassisch sein, ich habe einen Lenkrad, ich habe zwei Vordersitze. Innenräume werden sich komplett verändern, wenn man Zugs, wenn man Waymo, solche Firmen sich anschaut, kann man unschwer erkennen, da wird sich wahnsinnig viel in den nächsten 10, 15 Jahren im Automobilmarkt tun und deswegen ist es genauso wichtig, dass Dienstleister sich auch dort anpassen, wissen, was die Herausforderungen sind und sich auch anpassen und so schauen, was brauchen denn die Kunden von morgen und die Kunden von morgen brauchen nicht die Informationen, das haben wir schon immer so gemacht und das werden wir auch in Zukunft so machen.

  10. Sebastian:

    Davon kommen wir auch auf jeden Fall weg, dass es eben nicht mehr das alte Schema F gibt, das immer wieder angelegt wird, sondern man muss sich da aufstellen. Und so wie du auch gesagt hast, Antrieb und Leistung, Reichweite wird eher zum Hygienefaktor. Das ist einfach Grundvoraussetzung, dass das da ist. Und dann müssen halt eben all die anderen Faktoren, die uns eben auch so im Alltag beschäftigen, einfach passen.

  11. Christian Walter:

    Aus meiner Erfahrung sind es aber leider erstreckend viele Zulieferer, die wirklich so argumentieren, du, wir machen das seit 50 Jahren, mach das entweder so oder mach es gar nicht oder ihr seid verrückt. Das geht doch alles so gar nicht. Und da kann man natürlich wirklich die Start-up-Verantwortlichen mächtig ärgern. wenn man so argumentiert. Und diese Firmen werden auch keine Aufträge bekommen. Und wenn sie Aufträge bekommen, werden sie keinen Spaß haben. Weil ich muss mich schon auch aufstellen, wenn ich jetzt einfach nur mal an die deutsche Zuliefererindustrie denke, ich muss mich schon aufstellen, was braucht denn mein Kunde? Ich bin ein Dienstleister für meinen Kunden. Dann muss ich meine Organisation auch darauf aufstellen. Und wenn ich ein Team habe, was seit 30 Jahren wunderbar die deutschen OEMs bedient, dann möchte ich mich festlegen, wird dieses Team nicht erfolgreich sein mit neu denkenden Startups. Das eine ist nicht besser, das andere ist nicht schlechter, aber es werden einfach andere Arbeitsweisen verlangen.

  12. Sebastian:

    Also du bist da auch der Meinung, sozusagen diese alteingesessenen oder alteingeschliffenen Muster, die müssen dann auch verschwinden und dann vielleicht auch durch neuen Input, durch neue Aufstellung, durch die Bereitschaft vor allem zum Wandel dann natürlich auch gestärkt werden.

  13. Christian Walter:

    Ja, wir sehen das überall. Wir sehen das auch, das kann ich ganz konkret machen, auch bei der Siebenwurstgruppe, wo wir vor... vor sieben, acht Jahren angefangen haben, mit Tesla zusammenzuarbeiten oder vielleicht auch Tesla mit uns, das kann man jetzt sehen, wie man möchte, aber wo man irgendwo sieht, ganz viele Sachen, mit ganz vielen Dienstleistern, mit ganz vielen Zulieferern, die sagen, ah, die wollen doch solche wahnsinnigen Liefertermine haben, das ist doch alles gar nicht möglich. Ja, auf den ersten Blick ist es nicht möglich und dann guckt man sich das aber an und sieht, da ist eine ganz andere Bereitschaft zu Kompromissen. Wir kennen immer nur unsere Terminpläne, wo wir sagen, wir möchten ein Auto bauen im drei Jahren. Jetzt gehen wir her und jetzt sagt jemand, ich möchte das in der Hälfte haben. Das sagst du natürlich intuitiv als Deutscher, nein, das geht nicht, auf gar keinen Fall, das ist unmöglich. Wenn du dir das aber mal anguckst auf dem weißen Blatt Papier und sagst einfach mal, ja okay, das eine ist der, der mit Sicherheit seine Daseinsberechtigung hat, das ist der Terminplan von einem BMW, von einem Audi, von einem Daimler, hat alles seine Daseinsberechtigung. Aber auf der anderen Seite ist ein Start-up auch in der Lage zu sagen, weil es einfach an der Stelle, weil sie wesentlich kleiner sind, also man darf auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern sind wesentlich kleiner, können wesentlich abgespeckter Entscheidungen treffen haben wesentlich kleinere Organisationen, wo zwei Mitarbeiter für ein komplettes Bauteilspektrum verantwortlich ist, die relativ schnell eine Entscheidung treffen können. Deswegen kommen natürlich auch kürzere Lieferzeiten zustande, weil die natürlich sagen, wir haben gar nicht diese ganzen Entscheidungswege innerhalb der Organisation, diese ganzen Checklisten. Also von daher auch da mal die Mut zu haben, ja okay, wir lassen uns mal auf den Liefertermin ein, der vielleicht für heute für uns verrückt ist, aber wir schauen uns das mal an, ob wir es nicht doch schaffen können, ohne voreingenommen zu sein, mit einem weißen Blatt Papier und überlegen uns mal nicht, warum es nicht geht, sondern überlegen uns mal, wie es geht. Und das sehe ich immer wieder und das kann auch eine große Chance sein, weil es so einen Druck durch die Organisation auch geht, zu sagen, Mensch, guck mal, haben wir doch irgendwie geschafft, gar nicht mal so schlecht und können vielleicht auch die ein oder anderen neu erworbenen Skills vielleicht über die Organisation ausbreiten.

  14. Sebastian:

    Sehr wertvolle Hinweise deinerseits und ich denke gerade, das sind so Punkte, ich komme ja auch selbst aus der Zuliefererindustrie von einem mittelständischen Unternehmen und wir haben damals auch, oder die Firma bedient immer noch die deutschen OEMs hauptsächlich, stellt sich aber auch auf und ich glaube, die können die Stärke nutzen oder unsere Stärke war da schon immer auch dieses schnelle, kompromissbereite Wege finden. Was bei den deutschen OEMs dann in Anführungsstrichen ein Stück weit an Wert verloren hat, weil da gab es dann diese Ablaufpläne, Terminpläne und so weiter, die natürlich auch ihre Daseinsberechtigung haben in diesem großen Ablauf. Aber wenn man dann auf Augenhöhe, so wie du eben gesagt hast, mit diesen kleinen Teams agieren kann und auch schnell liefert, ist das wahrscheinlich auch eine riesige Chance für alteingesessene, in Anführungsstrichen Mittelständler hier in Deutschland, dann auch bei den neuen OEMs Fuß zu fassen und da ein neues Geschäft zu machen.

  15. Christian Walter:

    Absolut, aber dafür ist es wirklich wichtig, gerade für die alteingesessenen Mittelständler. Und ich bin ein großer Fan des Mittelstands, wo ich sage, das ist eine riesen Triebfeder für die deutsche Wirtschaft. Das ist kontinuierliches Wachstum, das ist kontinuierliches Unternehmertum. Der Chef hat an der Stelle... ein offenes Ohr für alle, finde ich eine wunderbare Eigenschaft. Man muss aber auch wirklich wissen, man muss in der Lage sein, neue Teams aufzubauen mit jungen Leuten, die sich auch einstellen auf den neuen Kunden und nicht dem Kunden erklären, was alles nicht geht. Das ist wirklich total wichtig. Nur mal so ein kleines Beispiel, wenn wir über das Thema Spezifikation unterhalten. Das ist uns so am Anfang begegnet, als wir mit Tesla, also mit Lucid, Rivian zusammengearbeitet haben, Fisker. Spezifikation, der deutsche Ingenieur beschwert sich, immer, ah, die Spezifikationen der deutschen OEMs, die sind so groß und die sind so viele Seiten und da ist alles spezifiziert und ah, das ist ganz schlecht, da können wir uns nicht bewegen. Jetzt machen wir das andere Extrem, wir kommen zu einem Start-up, das erste, was der deutsche Ingenieur fragt, habt ihr eine Spezifikation für uns? Dann sagt der Start-up, nee, sorry, da sind wir viel zu klein, wir haben keine Spezifikation, aber du hast uns doch gesagt, du bist doch der Spezialist für Instrumententafeln. Dann sagt der deutsche Ingenieur, Ja, aber ohne Spezifikation kann ich nicht anfangen. Und das ist ganz, ganz oft genau, scheitert an diesem Punkt, wo ich einfach sagen kann, eigentlich ist es doch ganz smart, dass der New OEM hergeht und sagt, Sebastian, du hast mir doch gesagt, du bist der Spezialist für Elektromobilität. Also sag du uns doch, wie es geht. Schreib du uns doch auf, was die wichtigsten Kernpunkte sind der Spezifikation. Wir segnen das zusammen ab. Welche Toleranzen sind denn überhaupt machbar? Du machst den Vorschlag, wir segnen das ab, dann haben wir unsere Spezifikation. Das ist so ein Beispiel, wo man relativ einfach was umstellen kann, anstatt dass ich darauf warte, dass du mir was gibst, schlage ich dir einfach was vor und dann kommst du relativ schnell auch ins Arbeiten und das ist so eine Empfehlung, die ich geben kann mit den OEMs, wirklich auch zu arbeiten und das funktioniert auch.

  16. Sebastian:

    Ich denke gerade der Ansatz, wo du eben sagst, oder dieser Hinweis da, der neue OEM oder der OEM kommt zu dir und sagt, hey, du bist der Spezialist für XYZ, Das ist ja genau das, wo du eigentlich unterwegs sein willst. Du willst ja gar nicht da nur nach Spezifikationen arbeiten. Du willst ja eigentlich grundsätzlich deine Stärke, deine Erfahrung da mit reinbringen und das dann auch verkaufen, nur weil du es vielleicht in der Vergangenheit nicht so konntest, weil du eben in diesem alten Muster drin warst, muss man das wahrscheinlich auch erstmal wieder neu lernen, sich da zu positionieren und auch tatsächlich zu sagen, stimmt, ich bin der Experte dafür, ich kann das dann auch so abliefern. und mache da auch den ersten Aufschlag schlussendlich. Und das sind wahrscheinlich auch die Werte, mit denen man sich dann künftig auch platzieren muss und vielleicht auch ein Stück weit stärker ausspielen darf oder auch muss, um da eben bestehen zu können.

  17. Christian Walter:

    Absolut. Und das ist auch ein Geschenk für jeden, der Spaß an Technologie hat, da mitwirken zu können. Technologien auch in einer gewissen Risikobereitschaft. Also das stelle ich auch immer fest. Du hast so zwei Stoßrichtungen vorhanden. von Sales-Prozessen. Wenn du in Deutschland bist und sagst, ich habe Kunststoffmaterial, das hat noch nie jemand getestet, ganz neu, ganz tolle Eigenschaften, würde dir der deutsche Kunde sagen, der deutsche OEM sagen, das lassen wir mal lieber, das ist mir zu risikoreich. Gleiche Thematik in den USA, gleiche Thematik in China, wir haben hier ein neues Material, das hat noch nie jemand getestet, hat die und die Vorteile, ist von hier aus Carbon durchsetzt, sagen dir die neuen OEMs, oh, das ist klasse, das nehme ich. Also wir sehen auch hier eine Bereitschaft, auch mal zu sagen, ja, das kann schiefgehen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir es doch irgendwie hinkriegen und sparen dafür auch 30 Prozent, wird in Kauf genommen, weil einfach aus Sicht des New OEMs der Gewinn höher ist, dass auch mal was schiefgeht, als wir in Deutschland, wo wir es in der Kultur mittlerweile sehr, sehr tief verankert haben, Wir möchten nicht scheitern. Wir sind alle auf der sicheren Seite. Das siehst du bei Startups, das siehst du bei Tier 1, das siehst du bei OEMs, wo immer gesagt wird, ja, ich bin auf der sicheren Seite. Wir bauen einen Prototypen. Du musst mir aber garantieren, dass der Prototypen funktioniert. Und da habe ich dann die amerikanische Kultur, um das mal als Beispiel zu nennen. die da wesentlich offener sind und sagen, ja, lass uns zusammen probieren, vielleicht scheitern wir, dann machen wir zwei, drei, vier Loops, aber irgendwann wird es funktionieren mit dem Lesson Learned und da ist meine Erfahrung, da wirst du als Lieferant, wenn du mutig bist, auch nicht alleine gelassen, sondern das ist auch ein Prozess, der mit dir gegangen wird und da muss ich einfach sagen, es macht einfach großen Spaß, an solchen Projekten teilzuhaben.

  18. Sebastian:

    Man lernt halt, denke ich, auch unheimlich viel selbst in der Zeit oder in so einem Prozess dann auch schlussendlich. Und wie sicher ist denn eigentlich sicher? Auch heutzutage bei vermeintlichen Prototypen, wo man sagt, okay, wir sind schon immer den Weg A gegangen, den gehen wir jetzt auch weiterhin, weil das zum Erfolg geführt hat. Aber so wie du gesagt hast, man muss da vielleicht auch mal das Risiko gegen den Nutzen gegenrechnen und dann sagen, okay, eine gewisse Chance zum Scheitern ist da, aber natürlich, wenn die Chance zum, ich nenne es mal jetzt Sieg überwiegt, wäre es ja eigentlich folgerichtig, den Weg zu gehen, weil dann kann man ja auch den Unterschied am Markt machen, um dann auch wieder relevant oder relevanter zu sein, gerade wenn man es mit den neuen OEMs dann sozusagen auch aufnehmen will.

  19. Christian Walter:

    Im Autorennen würdest du sagen, wenn du nie einen Unfall hattest, wirst du nie schnell genug gefahren. Und da ist auch ein bisschen was dran, weil du einfach hergehen musst und musst einfach sagen, mit leg mich da fest, keiner in Deutschland wird mir Produkte verkaufen können mit 0815. Das geht durch alle. Ob das jetzt Blech ist, ob das Elektronik ist, ob das Kunststoff ist, irgendwo sind die Zeiten vorbei, dass du ein Kunststoffteil lieferst, ein Kunststoff-Spritzguss-Werkzeug lieferst. Sondern es wird immer um Komponenten, um Machbarkeiten. Ein Kunde hat ein Problem, du versuchst, dieses Problem zu lösen. Darum wird es sich immer gehen. Und Und das wird auch die Triebfeder sein in Zukunft. Und deswegen ist es auch ganz wichtig, dass wir diese Kultur haben, auch mal zu scheitern. Das heißt ja nicht, dass du vollkommen wahnsinnig in irgendwelche Themen reinläufst, aber durchaus aber auch mal zu sagen, unser Vertriebsteam, unser Entwicklungsteam ist gut. wissen das heute? Nee, da müssen wir vielleicht einen Prototypen bauen als Technologieträger, müssen das mit dem Kunden besprechen mit offenem Ausgang, aber diese Mut dann auch zu haben, sich da einfach auch mal einzulassen und zu sagen, das ist halt nur mal neues Material, nach bestem Wissen und Gewissen alle Vorkehrungen zu treffen, auch in kommerzieller Hinsicht, das ist alles okay, aber dann auch zu sagen, ja komm, wir machen das mal, weil es natürlich auch eine Strahlkraft hat, wenn du solche Themen gelöst hast, zieht das natürlich auch andere Kunden ein, Und das ist mal ganz sicher, wenn du in dieser EV-Welt unterwegs bist, kommen natürlich noch andere interessante Sachen. Das heißt, wir sind in Flugdrohnen. Solche Themen poppen dann hoch, weil jemand von Tesla wechselt vielleicht zu einem Archer, wechselt vielleicht zu einem Yogi. Solche Themen. Oder es geht zu einem autonomen Traktorhersteller. Das heißt, wenn du da einmal den Fuß reingefunden hast... in diese chinesische Welt, in diese amerikanische Welt, vielleicht auch nach Israel, dann öffnet sich da für dich wirklich ganz, ganz neue Möglichkeiten und auch Chancen für Unternehmen, auch zukunftsfit zu machen.

  20. Sebastian:

    Genau, so sollte man das, denke ich, auch sehen. Das ist eine Chance, sozusagen, da den Fuß reinzubekommen, wenn man sich auch verändert, darauf einlässt, sozusagen, um sich dann eben auch noch künftiges Geschäft in anderen Bereichen zu erschließen, weil genau dieser Wechsler, diese Übertragung von Technologien in andere Branchen, nimmt dich ja dann auch mit, weil wenn du als der Spezialist für Dämmung bekannt bist, ist es wahrscheinlich dem neuen OEM oder deinem Kunden, deinem Ansprechpartner erstmal egal, ob du das für Autos, Flugdrohnen oder Radiowecker machst, in Anführungsstrichen, weil er ja davon ausgeht, als Spezialist für Dämmung kannst du das dann für alles machen, was dir als Lieferant dann wahrscheinlich auch wieder dementsprechend Chancen einräumt, um da Marktanteile zu gewinnen.

  21. Christian Walter:

    Ja, wobei wir Deutschen, das stelle ich fest, wirklich da komplizierter sind, als zum Beispiel in Amerika der Fall ist. Wenn du in Deutschland sagst, ja, du bist Automotive geprägt, machst du 90, 95 Prozent Automotive Umsatz. kommst du nicht so einfach in Haushaltswaren rein. Auch da ist das nicht zu unterschätzen. Das ist wie mit alten OEMs, mit neuen OEMs ist es genauso. Automotive muss Haushaltswaren. Es wird anders gedacht. Du brauchst aber gleichzeitig auch wieder die Offenheit. Dann musst du ein eigenes Haushaltswarenteam aufbauen, die sich um die Mieles dieser Welt vielleicht irgendwo kümmern. Aber zu glauben, ich kann alles mit dem gleichen Prozess, Das wird nicht funktionieren. Aber was halt auch da sehr, sehr spannend ist, für Großserienhersteller, die würden jetzt natürlich sagen, ah, ein Lucid, ein Rivian, die haben noch nicht hohe Stückzahlen. Flugdrohnenhersteller haben auch keine hohen Stückzahlen. Heißt aber auch, da gibt es eine gewisse Chance, dort den Einstieg zu finden. weil vielleicht der Fokus der ganz, ganz großen Zulieferer auch noch nicht da ist, dass die ganzen Zulieferer sagen, na komm, wir warten nochmal fünf Jahre, bis die Stückzahlen letztendlich hochgehen, hat aber auch zur Folge, dass für dich als Unternehmen, vielleicht auch als kleinerer Mittelständler in Deutschland, durchaus eine Chance ist, vielleicht auch mal in Business reinzukommen, wo vielleicht auch ein Flugdrohnenhersteller sagt, du bist vielleicht nie der Flugdrohnenhersteller-Experte, aber wenn du für die New OEMs gearbeitet hast, passiert genau das, was du gesagt hast, Sebastian, du hast die Technologie A und B Also kannst du für uns auch die Technologie C in der Kombination hinbekommen, weil eben diese Hersteller noch nicht die Bude eingeladen kriegen von Großserienherstellern.

  22. Sebastian:

    Das war, denke ich, ein sehr, sehr wertvoller Hinweis, wo du eben auch gesagt hast, dass man diese Chance auch nutzen soll, da bei kleinen Stückzahlen jetzt schon mitzuwirken, sich mit einzubringen und dann nicht nur zu sagen, okay, ich fange ab 100.000 Stück aufwärts an, da mal meine Maschinen anzuschmeißen, sondern dann quasi mit dem neuen OEM auch zu wachsen. Und man sieht es ja, Neo Xpeng, Lucid Trivian, wie sie alle heißen, dass die Stückzahlen dann eben doch hochgehen, dass der Bedarf da ist, dass neue Modelle auf den Markt kommen, dass ja auch da die Räder schneller gedreht werden in Zukunft. Wenn du da halt dementsprechend früh dich platzieren oder positionieren kannst, wirst du davon ja auch schlussendlich profitieren.

  23. Christian Walter:

    ich habe dich zehn Jahre nicht gewollt, habe dir noch nicht mal ein Angebot geschrieben, jetzt hast du die Größe, dass ich das, ich würde dir gerne mal ein Angebot schreiben. Unschwer zu erkennen, was Tesla sagen würde, du pass mal auf, ich habe dich zehn Jahre nicht gebraucht, jetzt sind schon fünf andere vor dir. Also das ist auch sowas, was mir ganz wichtig ist, auch in unserer Diskussion, wirklich zu verstehen, dass die Zuhörer auch verstehen, es ist wirklich ein Prozess, es ist nicht nur zu sagen, oh, das ist cool, für diese Firmen zu arbeiten, Ich muss wirklich wollen, meine Organisation umzustellen auf diese neuen Kunden. Also das heißt Geschwindigkeit. Ich muss manches anders machen. Ich muss nicht jeden Prozess in der Firma umdrehen, aber ich muss vielleicht die ersten 30 Prozent im Prozess umdrehen. ändern in meinen Teams, um diese Kunden erreichen zu können. Ganz pragmatisches Beispiel, wenn du mit Kalifornien arbeiten willst, geht dein Arbeitsalltag mit deinen Calls um 17 Uhr los. Wenn der Projektleiter morgens um sechs reinkommt und macht um halb fünf Feierabend, hast du eine ganz pragmatische Geschichte, das wird nicht funktionieren. Also Folge dessen, und du hast die ganze Woche über Calls mit Kalifornien, heißt das auch, ich muss in der Lage sein, mich da ein bisschen drauf einzustellen, muss auch ein Team haben, die da einfach Lust drauf haben, das auch zu tun.

  24. Sebastian:

    Genau, da sind wir wieder an dem Punkt, wo wir anfangs gesagt haben, man muss sich eben darauf einstellen, man muss Strukturen ein Stück weit anders denken. Und wenn es in Anführungsstrichen nur die simple Sache ist, wie auf die geänderten Arbeitszeiten deiner Kunden zu reagieren. Ich fand da auch deinen Hinweis sehr wichtig. Zu Beginn, es geht nicht mehr darum, dass du hier nur dein eines Produkt, was du halt ultra gut kannst, immer wieder verkaufst. sondern dass du schlussendlich wieder ein Stück weit mehr Dienstleister wirst für die neuen OEMs und denen dann eben auch beim Probleme lösen zu helfen.

  25. Christian Walter:

    Genau, Probleme lösen und was ich immer wieder feststelle, eine wesentlich größere Technologieoffenheit. Auch da zu sagen, ey, das ist was Neues und du hast einfach wesentlich schneller Entscheider, wie du das wirklich vorstellen kannst. Hier habe ich eine neue Technologie, hier habe ich ein neues Material, lass uns zusammen was machen, lass uns ein Prototypen aufbauen. Das ist wirklich ein sehr, sehr interessantes Feld, was du dort letztendlich hast. Aber das wird auch in Zukunft immer mehr sein. 0815, das wird nicht funktionieren, weil du musst dir natürlich auch die Frage stellen, warum Soll ein Lucid, ein Tesla, ein Rivian bei dir ein Kunststofftal in Deutschland bestellen? Das gibt es. Aber warum sollen sie das bei dir bestellen, wenn es in Mexiko und in den USA auch tausend Kunststoffartikelhersteller gibt? Also das heißt auch, bevor ich jetzt zu einem Kunden gehe, muss ich schon nochmal für mich ausarbeiten, was ist denn eigentlich, wo kann ich denn eigentlich helfen? Welches Problem könnte ich denn lösen? Wo bin ich denn super? Also da bin ich wieder in einem Strategieprozess auch, um zu sagen, was ist denn mein Leitstellungsmerkmal? Wo bin ich denn richtig, richtig gut, dass ich das letztendlich auch verkaufen kann und welche Probleme kann ich überhaupt lösen?

  26. Sebastian:

    Und da sind wir ja, ich sag mal, der Wurzel des Übels oder des Problems. Viele Zulieferer haben das wahrscheinlich gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm, weil sie immer Schema F abgespielt haben. Sie wissen, das machen sie aber, sind sich wahrscheinlich gar nicht mehr so in der Tiefe bewusst. wo habe ich denn meine Problemlöser-Kompetenz, wo kann ich die auch tatsächlich richtig unterstützen? Und ich denke, da wird es wichtig sein, dass man sich darauf dann auch wieder ein Stück weit besinnt oder das wieder herausarbeitet, um dann eben auch gegen den Wettbewerb aus Deutschland oder aus dem Umfeld zu bestehen.

  27. Christian Walter:

    Der Wettbewerb ist eben nicht nur Deutschland. Also wenn ich mich mit diesen eben zitierten Firmen dieser akquirieren möchte, ist mein Wettbewerb nicht Deutschland, sondern da trete ich einen internationalen Wettbewerb ein. Ich hatte gerade einen Call mit dem der mir erzählt hat, da ist ein neuer Hersteller, ein Tier One, der aus China in Mexiko baut, mit einem feinsten Hightech-Werk. Das ist der Wahnsinn. Jetzt sagen natürlich viele, das ist schon öfters gescheitert. Ja, aber es kommt immer mehr auf den Markt. Und dann muss ich mich mit auseinandersetzen, Ich möchte ein Produkt liefern. Das ist auch mal ein ganz wichtiger Punkt. Wer sind denn eigentlich meine Wettbewerber? Und mein Wettbewerb ist eben nicht irgendwie 100 oder 130 Kilometer um ein Trichtum rum, sondern wer sind meine Wettbewerber international? Und wenn ich in die USA möchte, wenn ich nach China möchte, Unschwer zu erkennen, da wird es relativ viele Firmen geben in deinem Bereich und du brauchst irgendwo einen Plan, wie ich mich dort absetzen möchte, beziehungsweise was ich dort hinbringen möchte. Wenn ich das nicht habe und habe gar keinen Plan, um mich irgendwo interessant zu machen und schaffe das noch nicht mal in Deutschland, würde ich davon abraten, mir ein Flugticket zu kaufen.

  28. Sebastian:

    Gute Schlussworte aus meiner Sicht. Ich denke, wir haben da sehr, sehr viel Input jetzt von dir bekommen. Auch haben wir das, glaube ich, ganz gut gespiegelt, worauf man achten muss. Ich bin der Meinung, wir haben wahrscheinlich noch Gesprächsstoff für die nächste halbe Stunde, dreiviertel Stunde. Sollte das jetzt aber hier mal zu lieben der Zuhörer, Zuhörerinnen beenden, können das aber gerne, wenn du möchtest, nochmal in einem weiteren Gespräch aufgreifen. Von daher erstmal vielen Dank für deine Zeit, für deine Einblicke, Christian. Und ich freue mich da auf den kommenden Austausch mit dir. Sehr, sehr gerne. Man glaubt, das kann man so schnell geht, eine halbe Stunde um. Aber war doch wieder sehr interessant, die Einblicke, die uns Christian da gegeben hat, in die Welt der Automobilindustrie, wie sie sich wandelt und wie sich auch eben deutsche Mittelständler neu aufstellen müssen, wenn sie mit neuen OEMs, Automobilherstellern aus China, Kalifornien oder anderen Teilen der Welt zusammenarbeiten möchten. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mit Christian im Gespräch war. Das hatten wir im Nachhinein dann schon nochmal so besprochen. Von daher höre auch künftig rein in den Podcast von elektroauto-news.net und würde mich natürlich freuen, wenn du uns eine positive Bewertung bei iTunes hinterlässt. Die hilft uns weiter, das Ganze noch ein Stück weit mehr in die Welt hinauszutragen, E-Mobilität noch ein Stück weit mehr außerhalb unserer Bubble zu verankern. Vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis zur nächsten Woche. Ciao.