Monta entwickelt sich zum Android für Ladestationen

Im Gespräch mit Almir Hajdarpasic, Deutschland Chef von Monta

Monta, Anbieter einer Plattform mit Mobile App für das Management und einfache Teilen von Ladestationen, ist vor 15 Monaten in Dänemark gestartet. Seit dem auf 115 Mitarbeiter angewachsen, konnte 20 Millionen Euro in einer ersten Funding-Runde einsammeln und verwaltet mit der eigenen Software die rund 1.500 Ladepunkte am Flughafen Kopenhagen. Und das sei erst der Anfang, wie uns Almir Hajdarpasic, Deutschland Chef von Monta im Podcast zu verstehen gibt.

Monta ist derzeit vieles, aber vor allem die Softwarelösung für Installateure, Ladestation-Betreiber, CPOs, Unternehmen und E-Fahrer die mit Ladestationen in Berührung kommen. Dabei versteht es das dänische Start-Up unterschiedlichste Bedürfnisse und Herausforderungen unter einen Hut zu bekommen. Stets mit dem Ziel im Blick das Laden von Elektrofahrzeugen einfach, zugänglich und zuverlässig zu gestalten. Mit der eigenen Software wolle man den Grundstein für eine skalierbare und nachhaltige Ladeinfrastruktur schaffen.

Wie Almir ausführt sei es möglich, dass Ladestationen von Unternehmen nachts von anliegenden Privatpersonen genutzt werden können. Sowie private Wallboxen zu bestimmten Zeiten auch von der Nachbarschaft. Dann sähen die Rahmenbedingungen für Elektromobilität schon anders aus, und das Wachstum könnte noch schneller Voranschreiten. Neue Geschäftsfelder können sich erschließen lassen. So könne der Installateur künftig nicht nur Wallboxen und Ladeinfrastruktur installieren, sondern auch im Auftrag seiner Kunden betreiben und zusätzliche Einnahmequellen generieren.

Monta macht aber noch so viel mehr. Aber das soll dir Almir am besten selbst erläutern.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektro-Auto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Almir Hajdarpasic:

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektro-Auto-News-Pro-Net-Podcasts.

  3. Bastian:

    Ich bin's, Bastian. Ich freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um das Thema E-Mobilität geht. In der aktuellen Folge habe ich an mir zu Gast, seines Zeichens Country-Manager Deutschland für Monta. Monta ist selbst auf dem Weg, sich zu der Android-Betriebssystem für Ladestationen zu entwickeln. Monta bietet die eigene Aussage nach zuverlässigste und skalierbarste Software für Ladestationen an, die in unterschiedlichste Richtungen genutzt und ausgespielt werden kann. welche drei, vier Standbeine Monta nach nur 14 Monaten, ja, ich sag mal nach Firmengründung mit auf den Weg gebracht hat, hören wir uns gemeinsam im Gespräch mit Almir an. Viel Spaß beim Zuhören und ich bin mir sicher, du wirst das eine oder andere Interessante wieder mitnehmen, denn es geht unter anderem auch um den E-Automarkt in Dänemark oder um die Ladesituation dort vor Ort, wie man damit umgeht und warum dort, ja, ich sag mal E-Autofahrer, Geld nach dem Laden zurückerstattet bekommen. Sehr interessante Eindrücke. Servus Almir, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über Monta unterhalten und die Lösung, die er im Umfeld der E-Mobilität anbietet. Bevor wir allerdings auf Monta eingehen, würde ich mich freuen, wenn du dich, unsere Zuhörer, Zuhörerinnen, kurz vorstellst, dass wir einfach wissen, mit wem wir hier das Gespräch führen.

  4. Almir Hajdarpasic:

    Sehr gerne, Sebastian. Mein Name ist Almir, Almir Hajdarpasic. Ich bin Country Manager bei Monta seit Herbst letzten Jahres.

  5. Bastian:

    Und Monta ist wer und macht was, damit wir da ein Gefühl dafür bekommen?

  6. Almir Hajdarpasic:

    Klar. Wir sind ein dänisches Tech-Unternehmen, gegründet vor knapp eineinhalb Jahren und haben uns dem Thema EV-Charging verschrieben. Und wir verstehen uns als Plattform, Als klassisches Backend auf der einen Seite, auf der anderen Seite eine Management-Plattform für Ladeinfrastrukturen und haben auf der anderen Seite auch eine Consumer-Facing-App, die das Ladeerlebnis für die EV-Driver improven soll.

  7. Bastian:

    Okay, hört sich spannend an. In dem Bereich sind ja einige aktiv, aber ihr habt, oder du hattest mir im Vorgespräch auch gesagt, euer Fokus ist tatsächlich auf der Plattform an sich, Backend, Frontend, wie du es ausgeführt hast. Magst du mal kurz umreißen, was Monta genau anbietet, also was wir unter dieser Plattform verstehen können? Da kann ja vieles dahinter sich verbergen.

  8. Almir Hajdarpasic:

    Genau, wir sind tief integriert auf der Herstellerseite. Das heißt, wenn ich ein Infrastrukturprojekt plane, dann habe ich ja glücklicherweise momentan eine große Auswahl an Herstellern. Ich kann frei wählen, auf welchen Hersteller ich meine Ladeinfrastruktur aufbauen möchte und Monta letztendlich für das Management dieser dann verwende. Witzigerweise gibt es viele, vor allem in Skandinavien und auch in UK, die Monta mittlerweile schon das Android für die Ladestation nennen, weil wir aktuell über 200 Modelle auf der Plattform haben, die du mit Monta betreiben kannst.

  9. Bastian:

    Okay, nur um das nochmal einzuordnen, weil du nur von Herstellern in Anführungsstrichen gesprochen hast, es geht hier um Wallbox-Hersteller, die quasi mit eurer Plattform verwaltet werden können.

  10. Almir Hajdarpasic:

    Das heißt, ich kann aus verschiedensten Herstellern aussuchen, welche ich in meine Infrastruktur verbauen möchte. Und dann geht es ja letztendlich darum, eine Infrastruktur auch zum Leben zu erwecken. Das heißt, all die Themen, die wir haben, wer darf wann, zu welchem Preis, an welche Ladestation, das kann ich über Monta wunderbar abbilden. Wir verstehen uns als End-to-End-Lösung. Das heißt, wirklich von der Installation und dem Betrieb der Ladestation bis hin zur Abrechnung kann ich alles auf Monta abbilden. Und auf der anderen Seite, wie gesagt, die Consumer-Facing-App, die das Ladeerlebnis neu gestalten soll.

  11. Bastian:

    Das heißt, ihr seid da vor anderthalb Jahren, hast du jetzt vorhin gesagt, eingestiegen und habt euch ja aber auch in eurem Heimatmarkt Dänemark auch schon ein gewisses Ranking sozusagen erarbeitet. Vielleicht kannst du auch da mal zu dem, bevor wir dann noch tiefer auf euer Produkt eingehen, das ein wenig einordnen.

  12. Almir Hajdarpasic:

    Ja, also der Start in Dänemark war wirklich grandios. Wir haben uns in den letzten Jahren Wir sind seit 14 Monaten extrem gut entwickelt, bewegen uns tatsächlich Richtung Marktführerschaft in Dänemark. Wir sind dann relativ schnell in den skandinavischen Ländern weitergezogen, hoch Richtung Schweden, aber auch Norwegen. Haben dann den Schlenker noch gemacht nach UK, London und haben dort ebenfalls ein Office eröffnet und dann Deutschland. In Dänemark, das Besondere an Dänemark, vielleicht bekannt ist der sogenannte Tax Refund. Das bedeutet, dort bekomme ich als EV-Fahrer nach meinem Charge einen Tax Refund sozusagen erstattet. Das heißt, was wir gemacht haben, und das war ein ziemlich cooler Growth Hack, wenn du so möchtest, dass wir diesen ganzen Prozess, der doch sehr kompliziert war früher, sehr einfach in die App integriert haben. Das heißt, heute lädt der dänische E-Fahrer an der Ladestation und bekommt über unsere App über einen Drittpartner dann sofort diesen Tax Refund wieder zurückerstattet und kann den Betrag sogar für die nächste Ladung dann weiter und wieder verwenden.

  13. Bastian:

    Ja, definitiv ein Growth Hack aus eurer Sicht und auch für den Markt natürlich, weil ich denke, damit werden andere nicht aufgewartet haben. Und zudem wahrscheinlich dadurch, dass ihr das ja für die nächsten Ladevorgänge anbietet, bindet ihr natürlich auch die E-Auto-Fahrer, Fahrerinnen dann auch wieder an euch ein. Weil da ist ja dann die Chance auch größer, sage ich mal, zum einen, weil die das positive Erlebnis haben, diesen Refund direkt zu bekommen, zum anderen ist ja auch das Guthaben dann in der App.

  14. Almir Hajdarpasic:

    Korrekt, wir haben eine Wallet gebaut, das heißt, jeder Fahrer hat in seiner App eine Wallet, bedeutet, ich kann da jederzeit Geld sozusagen aufladen auf die Wallet, genauso gut wieder abladen, also mich auszahlen lassen aufs Bankkonto. Und der Tax-Refund landet in der Wallet und wie du richtig sagst, kann dann für zukünftige Ladungen verwendet werden und ist natürlich auch von der User-Experience, und das ist ja auch immer wieder das Thema, was wir in den Vordergrund stellen, einfach toll gelöst, simpel und einfach und sehr beliebt bei den Kollegen in Dänemark.

  15. Bastian:

    Kann ich mir vorstellen, dass es gut ankommt und auch ein sehr gutes Beispiel natürlich dafür, wie ihr euer Produkt denkt, auf den User ausgerichtet, auf den Endkunden. Bevor wir allerdings auf den Fahrer dann nochmal eingehen und seinen Blick auf das Frontend sozusagen, was er als App zu sehen bekommt. Vielleicht ein Blick hinter die Kulissen, also eure Hauptkunden, sage ich mal, kommen dann schon eher aus der Immobilienwirtschaft sozusagen, wollen vielleicht Ladeinfrastruktur vor Ort in Parkhäusern, Arbeitsumfeld und so weiter aufbauen und dort bietet ihr quasi eure Softwarelösung an, nur dass wir das auch nochmal richtig eingeordnet haben.

  16. Almir Hajdarpasic:

    Korrekt, das ist absolut korrekt. Ich würde sogar noch einen Tick weiter gehen. Wir haben aktuell weit über 200 Partner auf der Plattform. Das sind Installateure, das sind Planungsbüros, das sind verschiedenste Player im Markt. die sozusagen ihre Ladeinfrastrukturprojekte auf Monta darstellen, entweder für sich selber oder für ihre Kunden. Das heißt, ein Installateur in Dänemark hat laufend Anfragen, sowohl aus dem privaten als auch aus dem Unternehmerumfeld Ladestationen zu verbauen Er nutzt sozusagen unsere Plattform, um das entsprechend zu realisieren. Das heißt, von der Installation, von der Auswahl der richtigen Hardware bis hin zum Setup der Software. der ganzen Managementfunktionen und richtet das Ganze für die Kunden ein und kann sich so verschiedenste Infrastrukturprojekte hier bei uns darstellen. Um vielleicht dann noch einen Schritt weiter zu gehen, wenn man sich heute Monta anschaut, was für Infrastrukturen haben wir denn auf Monta? Und ist es wirklich sehr bunt gemixt? Wir haben natürlich viele private Nutzer, die ihre eigene Wallbox mit Monta betreiben. Das ist kostenlos. Du brauchst eigentlich nur unsere App. Wir haben in der App ein Chargepoint Management System eingebaut. Du kannst aus über 200 Modellen, wie gesagt, deine Box finden. Und diese dann mit Monta bespielen. Über den privaten bis hin natürlich zu verschiedensten Unternehmen, die Mitarbeiterladen auf dem Firmengelände ermöglichen. Nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Gäste, Kunden etc. Bis hin zu Mitarbeiterladen zu Hause. wir haben sehr viele Hotels die bei uns ihre Ladeinfrastruktur managen aber auch Kommunen in Dänemark und Schweden und unser größtes Projekt ist tatsächlich der Flughafen Kopenhagen den wir ebenfalls mit einem Partner zusammen für die nächsten zehn Jahre über unsere Plattform betreiben werden bedeutet knapp über 1500 Ladepunkte sowohl Im Security-Bereich hinter mehreren Schranken, nur für die Flughafenmitarbeiter bis hin zu den Flughafenbesuchern und öffentlichen Laden, wird es dort sehr, sehr viele Möglichkeiten für Fahrer geben, vor Ort zu laden. Und das Ganze wickelt der Flughafen mit dem Partner über Monta ab.

  17. Bastian:

    Sehr schöne Entwicklung und auch ein tolles Projekt nach 14 Monaten sozusagen, nach Gründung da sowas schon vorweisen zu können, ist ja schon ordentlich.

  18. Almir Hajdarpasic:

    Es ist ein grandioser Erfolg. So ein Flughafen ist natürlich sehr sensibel grundsätzlich, aber auch das Zugeständnis an ein Startup, was wir ja auch immer noch sind, dass man dieses Vertrauen und auch den Zuspruch bekommt, an so einem großen Projekt mitwirken zu dürfen. Ganz toll und ja, wir freuen uns drauf.

  19. Bastian:

    Kann ich mir vorstellen, werdet ihr auch einige seiner Erfahrungen sammeln können. Ich würde es jetzt gerade gerne nochmal ein wenig auseinandernehmen. Du hattest jetzt vorhin gesagt, ihr habt Installateure, Planer und so weiter auf der Plattform, unter anderem Installateur, den du genannt hattest, der mit der Auswahl der richtigen Hardware beginnen kann, Setup der Software, Einrichtung für den Endkunden. Ist der Installateur dann auch schlussendlich der Betreiber dann hinterher von der Software, von dem Backend oder kann er das dann als schlüsselfertiges System sozusagen an seinen Endkunden weitergeben?

  20. Almir Hajdarpasic:

    Sowohl als auch. Das überlassen wir ganz den Partnern. Es ist möglich, alles einzustellen sozusagen als Installateur und dann kann ich diesen Account einfach übertragen in die Hände des Kunden, des Betreibers oder ich kann auch die Rolle für meinen Kunden übernehmen und alles für ihn letztendlich managen.

  21. Bastian:

    Das heißt, er könnte sich ja damit dann auch noch ein zweites Standbein mit aufbauen. Dann geht es nämlich über diesen einmaligen Aufbau der ganzen Infrastruktur hinaus, sondern auch zu sagen, gut, ich installiere das Ganze einmal, richte es ein und dann für eine monatliche Fee, die er seinem Kunden dann wiederum ja auch berechnen könnte, kann er ja da auch wieder Einnahmen generieren.

  22. Almir Hajdarpasic:

    Genau, und das ist genau das Modell, was wir fahren, dass wir die Installateur-Kollegen enablen, sozusagen ihr Geschäft zu erweitern und nicht nur, wie du richtig sagst, einmal installieren und man ist wieder weg. sondern man kann hier den Kunden an sich binden, man kann die Services, die man eh anbietet, mit beispielsweise Instandsetzung, Wartung bis hin zu Reinigung, habe ich auch schon gehört, dass das im Angebot der Installateure ist, natürlich auch das Backend mit einfließt und das Ganze verpacken unsere Partner in ein entsprechendes Angebot und gehen so an ihre Kunden ran.

  23. Bastian:

    Wenn wir jetzt vor dem Installateur, was mir einleuchtet, was ja eine tolle Möglichkeit ist für ihn, eben diese Zusatzeinnahmen zu generieren, zu den Privatnutzer gehen, die ja auch ihre Wallboxen bei euch mit dem System aufnehmen können. Welchen Nutzen habe ich denn jetzt als Privatnutzer, meine Wallbox bei euch über das System zu verwalten? Kann ich die quasi anderen E-Autofahrern dann damit auch wieder zur Verfügung stellen, sozusagen als Sharing-Modell und kann dann sagen, hör zu, für Betrag X kannst du dann hier auch laden in Zeiten, die definiert sind? Oder was ist das Ansinnen dahinter, Genau.

  24. Almir Hajdarpasic:

    Und da sprichst du einen sehr interessanten und wichtigen Punkt an. Tatsächlich ist das Thema Sharing im skandinavischen Raum sehr groß. Und dort hat man das Verständnis, es muss nicht jeder eine eigene Wallbox tatsächlich haben. Warum nicht sharen? Und wir ermöglichen auch dem privaten Nutzer in Skandinavien die Wallbox. entweder für private Zwecke zu nutzen oder auch anderen zu öffnen und sozusagen diese dann letztendlich zu sharen. Natürlich ist das in Deutschland aufgrund unserer Gesetzeslage etwas schwieriger, aber ein sehr beliebtes Modell in den anderen Ländern.

  25. Bastian:

    Gehen wir darauf mal ganz kurz ein, können wir zumindest mal anreisen, denke ich, Deutschland schwieriger, wahrscheinlich Stichwort Eichrecht.

  26. Almir Hajdarpasic:

    Korrekt, genau. Wie sicherlich auch deinen Hörern bekannt, haben wir das Eichrecht in Deutschland exklusiv in Europa und auch, ich meine, sogar weltweit gibt es kein adäquates Gesetz in den anderen Ländern, was, ich sag mal so, Privat und öffentlich ganz klar Trend bedeutet, wenn ich im öffentlichen Bereich Ladeinfrastruktur anbiete, dann muss ich eichrichtskonforme Wallboxen bzw. Stationen und Zähler entsprechend verbaut haben. Das schließt natürlich die Möglichkeit, dem privaten Menschen hier, seine Wallbox nach Belieben zu teilen, zu sharen. Wenn ich im Urlaub bin für zwei Wochen und die Box in der Tiefgarage oder draußen vorm Carport steht, dann kann ich die leider in Deutschland nicht sharen. Ich persönlich finde es sehr schade. Ich bin ein großer Befürworter der Sharing-Economy. Und in Deutschland sharen wir ja auch einiges. Wir sharen Apartments über die klassischen Sharing-Anbieter, wir sharen Fahrzeuge, wir sharen unterschiedliche Dinge. Und ich persönlich würde mir auch wünschen, dass wir eine Möglichkeit schaffen, auch die Wallbox zu sharen. Warum nicht? Und da aber auch natürlich einen Rahmen zu schaffen, vor allem einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der dann das Ganze auch sehr simpel hält. Weil wenn ich meine Wallbox schere und anderen Menschen anbieten möchte, bedeutet das oder sollte es im Umkehrschluss nicht gleich bedeuten, dass ich ein großer Stromverkäufer plötzlich bin und wie ein Energiekonzern behandelt werden sollte, sondern auch da gibt es sicherlich Möglichkeiten, das deutlich zu vereinfachen. Aber ja, es ist, wie es ist. Das Eichricht ist da. Wir müssen es und respektieren es selbstverständlich und arbeiten da sehr eng, vor allem mit den Herstellern. hier in Deutschland zusammen, um da auch die Requirements, die das Gesetz mit sich bringt, auch voll zu erfüllen. Weil nicht nur die Hardware muss eichrichtskonform sein, sondern auch die Software hat bestimmte Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Und die erfüllen wir zu 100 Prozent und sind somit auch ready für das eichrichtskonforme, in dem Fall öffentliche Laden.

  27. Bastian:

    Das hört sich schon mal gut an. Das wäre nämlich die nächste Frage gewesen, ob er es denn schafft, das alles zu erfüllen und dahin zu kommen. Aber so wie du es ja jetzt schon selbst gesagt hast, seid ihr da ja dementsprechend gut aufgestellt.

  28. Almir Hajdarpasic:

    Sind wir. Wir haben uns natürlich auch Beratung von der rechtlichen Seite hier in Deutschland hinzugeholt. Manchmal muss ich ein bisschen lachen. Es war nicht einfach, den Kollegen in Skandinavien zu erklären, was das denn bedeutet, das Eichhörnchen. Und warum gewisse Sachen nicht gemacht werden dürfen. Aber mittlerweile sind alle an Bord, wissen um die Besonderheiten des deutschen Marktes.

  29. Bastian:

    Das ist doch gut. Aber ich denke, gerade in Europa hat Deutschland dann doch eine Vorreiterstellung oder eine wichtige Rolle dann auch in Bezug auf die E-Mobilität, dass man sich da halt auch gezwungenermaßen doch tiefer auseinandersetzen muss damit.

  30. Almir Hajdarpasic:

    Total. Und gerade wenn man mit der skandinavischen Brille auf Deutschland schaut, das Autoland schlechthin, schaut man mit einem Auge drauf, wo man wahrscheinlich denkt, Okay, Deutschland könnte, was das ganze Thema Elektrifizierung der Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur natürlich ganz, ganz weit global gesehen vorne sein. Manchmal wundert man sich ein bisschen über den Stand, warum wir nicht viel schneller das ganze Thema vollzogen haben oder umgesetzt haben. Genau. Aber auch da spielt ja unsere Historie und unsere Automobilindustrie eine gewisse Rolle. Aber alle erwarten eigentlich von Deutschland auch eine gewisse Vorreiterrolle. Wenn es um Fahrzeuge geht, glaube ich, gibt es keinen besseren Ansprechpartner. Und ich glaube, dass wir auch auf einem guten Weg sind grundsätzlich in Deutschland, wir das ein oder andere Jahr noch brauchen werden, aber ich bin mir 100% sicher, dass Deutschland, was das Thema E-Mobilität angeht, eine Vorreiterrolle in den nächsten Jahren übernehmen wird und auch ganz klar dieses Thema meistern wird.

  31. Bastian:

    Da gehe ich auch stark von aus, dass das der Fall sein wird. Vielleicht können wir da auch gerade den Bogen so zum Abschluss spannen. Du hast jetzt gesagt, Deutschland wird da noch das ein oder andere Jahr brauchen, um dann nach vorne zu kommen oder auch dieser Vorreiterrolle gerecht zu werden. Was sind denn eure Pläne für die nächsten ein, zwei Jahre? Was hat Monta vor?

  32. Almir Hajdarpasic:

    Wir haben jetzt zwei neue Länder, die wir launchen. Wir sind aktuell in fünf Ländern. Da kommen jetzt noch Österreich und Irland dazu. Im nächsten Schritt, also wir sind ständig, schauen wir uns um, wo sollten wir ins nächste Land hin expandieren. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist natürlich, dass wir als Tech-Unternehmen immer wieder unsere Technologie natürlich weiter verbessern wollen. Wir haben aktuell eine Partner API gelauncht und wir wollen vor allem in dieser Richtung vielen Partnern über die Schnittstelle die Möglichkeit geben auf sozusagen unserer Plattform weitere Services und Apps und was alles dazu gehört aufzubauen. Wir schauen uns natürlich die Trends an und setzen auch viele Trends. Vielleicht sollte man noch dazu sagen, dass die Open Charge Allianz, die hinter dem OCPP-Protokoll steckt, unsere Entwickler da auch sehr engagiert sind und globale Entwickler, Hackathons und so weiter mitmachen, um letztendlich OCPP als Industriestandard auch mit weiterzuentwickeln. Wir sind in den Ländern, wo wir jetzt sind. verstärkt natürlich in der Expansion, was das Thema Mitarbeiter angeht. Um dir ein kleines Beispiel zu geben, ich bin Ende August dazugekommen. Ich meine, ich war Mitarbeiter Nummer 30. Heute haben wir circa 115 Mitarbeiter an Bord, besuchen immer noch laufend Mitarbeiter in den verschiedensten Ländern und auch in den verschiedensten Positionen. und wollen weiterhin unsere Strategie fahren. Auf der einen Seite als Partner der Business und der Industrie da sein und auf der anderen Seite natürlich dem User eine Experience bieten, die nicht nur Tesla vorbehalten ist, sondern auch wenn ich das Tesla-Universum verlasse, ich eine tolle Experience beim Chargen habe. Das kann vom Payment angehen, aber auch grundsätzlich, wie eine App sozusagen funktioniert, das Look and Feel. Und wir glauben, dass wir dort wirklich was ganz, ganz Tolles gebaut haben. Und auf der anderen Seite als Backend, als klassisches Backend, wirklich mit Technologie zu überzeugen, mit Stabilität zu überzeugen. Wir haben aktuell einen Wert von 8, Entschuldigung, 97,8% successful charges, während der Industriedurchschnitt irgendwo bei 85% liegt. Das heißt, wir sind wirklich sehr, sehr stabil mit unserer Software und wir gehen auch sogar Noch einen Schritt weiter, mittlerweile haben wir mehrere Hersteller, die Monta bereits mit Powered by Monta ausgeliefert werden. Bedeutet, dass wir dort wirklich tief integriert sind als Backend des Herstellers und so auch schon in die Auslieferung an die Kunden gehen. Also viele Themen, wie du siehst und hörst, sei es in den unterschiedlichen Ländern, wie wir dort ja auch den Stand der Dinge sozusagen haben bezüglich Elektromobilität. Du weißt es, dass Norwegen Man könnte fast schon sagen, fertig ist mit dem Thema. Du hast ausschließlich E-Fahrzeuge rum, du hast überall eine Ladeinfrastruktur. Und wenn wir natürlich Norwegen als Beispiel nehmen, dann haben wir in Deutschland noch sehr, sehr viel zu tun. England ist nochmal ein ganz spezieller Case, auch dort ist der Markt halt anders im klassischen Sinne, von daher haben wir unterschiedliche Entwicklungsstati, wenn du so möchtest, bei dem Thema. Und genau, da gilt es, die jeweiligen Länder entsprechend voranzutreiben und uns dort zu positionieren.

  33. Bastian:

    Da habt ihr ja doch noch spannende Aufgaben vor euch sozusagen und ich denke, wir haben dann auch nochmal Anlass für ein Vollkampf. in einem halben Jahr, Jahr vielleicht, um da einfach zu schauen, wie die Reise von Monta vorangeschritten ist. Super gerne. Ja, dann nochmal vielen Dank für deine Zeit, Almir. Vielen Dank für die Einblicke hinter die Kulissen von Monta. Und unsere Hörerinnen können bei Interesse auf monta.com vorbeischauen. Wir verlinken sie auch nochmal in den Shownotes. Und dann können die sich auch nochmal ein eigenes Bild davon machen.

  34. Almir Hajdarpasic:

    Super gerne, super gerne. Danke für die Einladung, Sebastian, hat Spaß gemacht und wir sprechen uns in ein paar Monaten gerne nochmal.

  35. Bastian:

    Auf jeden Fall an mir. Bis dahin.

  36. Almir Hajdarpasic:

    Tschüss. Top, danke dir. Tschüss.

  37. Bastian:

    So schnell gehen dann doch auch wieder 25 Minuten rum, aber ich fand es war ein sehr interessantes Gespräch mit allen mir über Monta, die da quasi jetzt einen Blick hinter die Kulissen gestattet haben und wie man aus den skandinavischen Ländern eben nach Deutschland jetzt auch untereinander kommt in Zukunft, wie man mit dem Thema Eichrecht hier vor Ort umgeht. Herausforderungen scheint es viel am Markt zu geben, aber es gibt anscheinend auch noch genügend Startups, Unternehmen, die sich diesen annehmen wollen. Und ich bin mir sicher, von Almir und Monta haben wir hier in dem Podcast nichts im Letzten gehört. Dir vielen Dank fürs Zuhören und ich würde mich natürlich freuen, wenn du kommende Woche wieder einschaltest bei der nächsten Folge des Elektroautonomies.net Podcast. Ansonsten bleibt mir nur der Verweis auf den Artikel zur Folge. Dort findest du natürlich viele weiterführende Informationen zu Monta an sich, als auch eben den Link zu deren Webseite. Mach's gut, bis nächste Woche. Ciao.