&Charge: Auf dem Weg zum Trustpilot der E-Mobilität?

Im Gespräch mit Simon Vogt, CSO und Co-Gründer von &Charge

Simon Vogt, seines Zeichens Dauer-Stammgast des Elektroauto-News.net-Podcast und CSO und Co-Gründer von &Charge, hat Mal wieder vorbeigeschaut. Dieses Mal haben wir uns nicht mit dem Wallbox-Sharing von &Charge auseinandergesetzt, sondern viel mehr mit deren Pläne für 2022. Das aktuelle Jahr stehe hierbei im Zeichen der "Crowd-Sourcing-Daten", der Neuauflage der mittlerweile zweieinhalb Jahre alten App sowie einer Überarbeitung des gesamten &Charge Auftritts.

Start-Up like wird dies Schritt für Schritt geschehen, aus Rückmeldungen der Community wird gelernt, um dann weiteres Feintuning vorzunehmen. Im Fokus sind die sogenannten Challenges, welche E-Autofahrer/innen lösen, um Kilometer zu sammeln. Die Daten selbst werden dann von &Charge und deren Partner verwendet, um das Ladenetz - zunächst in der DACH-Region und Benelux - zu verbessern. In weiteren Ausbaustufen dann möglichst in ganz Europa, wie Simon zu verstehen gibt.

Mehr Gedanken zur weiteren Entwicklung von &Charge, die Ideen, welche man noch hat und was wir 2022 eben noch erwarten können, dass soll dir Simon am besten selbst verraten. Von daher viel Spaß mit der aktuellen Folge des EAN-Podcast.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektronischen News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit den Themen aus der Welt der E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich wieder einen Stammgast, Zugast sozusagen, Simon Vogt von &Charge, der sich heute mit mir über die neue Ausrichtung der eigenen App, des eigenen Angebotes am E-Mobilitätsmarkt unterhält. Stichwort Crowdsourcing-Daten. Man möchte sich noch mehr darauf fokussieren, relevante Daten zu Ladestationen in Richtung der CPOs zu liefern. CPO in diesem Fall sind die Manager der Ladeinfrastruktur. Diese sind für Installation, Service und Wartung der Ladestation zuständig. Bestes Beispiel sind hierfür die Partner von &Charge oder also Unternehmen, mit denen &Charge eben schon zusammenarbeitet, wie beispielsweise die ENBW und die Pfalzwerke. Mehr dazu direkt im Gespräch mit Simon. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Servus Simon, vielen Dank, dass du dir wieder mal die Zeit nimmst, um hier beim elektroautonews.net Podcast am Start zu sein. Heute, wo man wieder einen Blick auf &Charge werft, hat sich wieder einiges getan. Ihr habt Veränderungen in der Zukunft vor. Vielleicht, wie immer, kurze Vorstellung deinerseits, damit unsere neuen Hörer und Hörerinnen auch ein Bild davon haben, mit wem wir es denn hier zu tun haben.

  3. Simon Vogt:

    Ja, super. Also ich freue mich mal wieder dabei zu sein. Das ist ja schon fast altbewährte Tradition. Grüß dich, Sebastian. Genau, Simon, mein Name. Einer der drei Gründer von &Charge. Mittlerweile jetzt gar nicht mehr so Start-up-Hick. Wir sind jetzt seit knapp zwei Jahren im Markt und kämpfen stark an der Seite der E-Autofahrerin. Wir wollen Laden günstiger, zuverlässiger, aber auch erlebnisreicher machen. So heißt es aber auch im gleichen Zuge Mehrwertdienste für Mehrwertdienste. B2B-Partner liefern, also CPOs, EMPs, die es da draußen gibt, also quasi the new kid on the block, um es mal so zu sagen, im Bereich Immobilität.

  4. Sebastian:

    Ja, genau darüber wollen wir uns ja heute auch unterhalten sozusagen. Ihr fokussiert euch auch ein wenig neu oder ihr habt jetzt in den zwei Jahren, die ihr am Markt seid, ja auch einiges gelernt und mitgenommen sozusagen und wollt jetzt den Fokus auch noch ein wenig mehr in die eine oder andere Richtung stärken. Und 2022 steht, glaube ich, unter dem Motto Crowdsourcing Daten, wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe aus unserem Vorgespräch. Vielleicht möchtest du da einfach mal erläutern, was ihr darunter versteht und wo da die Reise jetzt so in den kommenden Monaten hingehen soll.

  5. Simon Vogt:

    Ja, also das ist ein kleines Thema von uns, ein Anliegen, was wir seit jeher mit begleiten. Wir haben ja vor knapp drei Jahren diese Idee gehabt, so ein Charge kommt aus dem, dass wir selber mal ein Fahrstromprodukt gebaut haben, sehr, sehr lange her, unter Porsche-Fahne und da eben gemerkt haben, Mensch, da gibt es noch sehr, sehr viele, ich sage mal einfach Baustellen. Der Markt ist sehr jung. Es wird mit Strom gehandelt, also Kilowattstunde ist die Handelsware. Und wir haben einfach gesehen, es gibt noch sehr, sehr viel, was man lösen kann. Und wir sind an den Start gegangen mit dem Bonusprogramm, um das Laden günstiger zu machen. Und das ist natürlich aktueller denn je mit den aktuell steigenden Energiepreisen. Und auf der anderen Seite, und da kommt das Thema Crowdsourcing, haben wir damals schon gemerkt, dieses Thema POI-Daten ist immer noch ein sehr, sehr rudimentär bearbeitetes. Es gibt noch keinen europäischen Datenpool, wo ich perfekte POI-Daten, Bilder, Geo-Adressen rausbekomme. Und wir haben da auch schon sehr, sehr früh angefangen mit Gründung von &Charge, mit Crowdsourcing. Das heißt ganz platt, damals waren wir uns dem... der Wucht noch gar nicht bewusst. Wir haben das so ein bisschen wie so ein Spiel. Das heißt, man kann ein paar Fotos machen von Ladestationen und kriegt einfach Bonuspunkte. Wir nennen sie Kilometer. Und das hat tatsächlich dann einfach dazu geführt, wir haben beispielsweise Niederlande vor einem Jahr live genommen, hatten relativ wenig anzubieten, aber es gab so ein paar Power-User, die haben sich dann dort wirklich ein Battle geliefert. Wer macht die meisten Bilder? Und plötzlich hatten wir mehrere tausend Bilder auch von den Niederlanden. Und mittlerweile haben wir tatsächlich über 200.000 Hochqualitative. Und das muss man sagen, Also wir haben nicht einfach nur Leute, die irgendwelche Bilder machen, sondern wir haben einen Qualitäts-Circle mit drin, also wirklich, wo wir sagen, die Qualität ist gesichert. Und das ist wirklich ein ganz klarer Fokus auf die Crowd. Also wir fragen die User, die E-Auto-Fahrerinnen da draußen, wenn sie eh beim Laden sind, in der Ladeweile, mach doch mal Fotos von der Station, Parkplatz, was gibt es in der Umgebung, wie war die Zufahrt. bewerte die Station und dann kann man beispielsweise sogar noch Tags setzen. Also sind da Toiletten, Kinderspielplatz, kann ich mir da einen Kaffee holen? Also sehr, sehr viele Dinge, die man aktuell einfach nicht findet.

  6. Sebastian:

    Ganz kurz, POI-Daten, hast du gesagt, das ist Point of Interest. Also da geht es dann um die Ladestation, nur dass wir das für unsere Hörer noch mal haben.

  7. Simon Vogt:

    Genau, also das ist immer so ein Fachjargon. Genau, wir sind so tief drin, POI-Daten, also einfach ganz platt für die normalen, Ich sage mal, jetzt auch E-Auto-Fahrer, die E-Auto-Fahrerin, die jetzt reinkommt, da geht es ums Suchen und Finden von Ladestationen. Und wir kennen das aus der Tankwelt, da gibt es überall diese großen Tankstellen über Dach, die haben die Marken, das finde ich von Weitem. Ich weiß, wie ich an so eine Tanksäule ranfahre. Und beim Laden haben wir aber verschiedenste Strukturen. Also wir haben teilweise einfach unbemannte Ladestationen, die stehen dann irgendwo rum, die sind an Rastplätzen so ein bisschen weiter hinten. Die Stationen sehen auch je nach Hersteller anders aus. Das heißt, das Bild, man kennt das, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ist ein Vertrauensindikator, gerade für die breite Masse. Wenn die schon mal sehen, so sieht die Station aus, das ist der Markenname, so kann ich parken, da kommt der Stecker raus. Da ist vielleicht noch was in der Nähe, es ist überdacht, es ist auch gerade ausgeleuchtet, Stichwort Sicherheit. Dann nimmt mir das sehr, sehr viel Ängste, die ich auch noch habe im Bereich Immobilität. Und dazu kommen Themen, und das wissen wahrscheinlich auch viele Zuhörer, so dubios sich das anhört. Wir haben immer noch Probleme mit richtigen Geodaten. Da geht es gar nicht mal so darum, dass die Adresse korrekt ist. Die stimmt meistens, aber die Latitude und Longitude, also quasi die Codierung dahinter, die auch quasi ins Navi geschickt wird, die mich routet, die stimmt teilweise einfach nicht zu den Stationen. Und wir hatten das vor kurzem auch mit einem Partner mal analysiert und haben gesehen, auch für neuere HPC-Standorte, dass dort einfach die Daten falsch eingetragen wurden. Das heißt, es führt dazu, wenn ich aus einer Fahrstrom-App mich hinnavigieren lassen möchte, komme ich im Zweifel nicht zu dem Ladepunkt. Ganz platt. Da schmunzelt man jetzt, denkt so, das kann doch nicht wahr sein, aber der eine oder andere, der vielleicht auch kommentieren will, wird sagen, jo, kenne ich, ist tatsächlich noch so. Und da setzen wir an, das heißt, da muss wer hin und das kontrollieren und das machen wir nicht selber, sondern wir fragen eben über diesen Gamification-Ansatz die Crowd, unsere User. nennt man das in der digitalen Sprache, also einfach die E-Auto-Fahrerinnen, die in Charge-User sind. Und dafür gibt es ein bisschen Bonuspunkte, also einen kleinen Reward und man kann eben im Level hoch und wenn man ein gewisses Level hat, darf man auch wieder mehr auf der Plattform tun. Also klassischer, sehr starker Gamification Approach mit so einer intrinsischen Motivation, die wir da fahren.

  8. Sebastian:

    Das ist ja was, was ihr von Anfang an sozusagen verfolgt habt mit dem Bonusprogramm, da ihr eben auch, wie du gesagt hast, Fotos, Tags, Umgebung, Sicherheit, die ganzen Punkte beachten, rückspielen, dann auch der Community damit quasi wiederhelfen und durch die Rückmeldung an die Community, an eure App und dann an die Die CPOs sozusagen, die Manager der Ladeinfrastruktur, wie wir sie jetzt mal nennen, die eigentlich für Installation, Service und Wartung der Ladestation tätig sind, die kriegen diese Daten dann eben auch zurück. Und aus dem Grund habt ihr euch jetzt 2022 auch darauf fokussiert, die App dann glaube ich auch nochmal gegen Mitte des Jahres neu auszurichten und noch stärker auf diesen Fokus dann auszurichten, wahrscheinlich damit eure User, die E-Auto-Fahrer, Fahrerinnen, quasi noch besser vor Ort gelenkt werden können, welche Daten denn jetzt relevant sind, um zu einem aus dem Bonusprogramm sozusagen zu profitieren, zum anderen dann aber auch für eure Endkunden, die CPOs, die beste Datenqualität zur Verfügung zu stellen.

  9. Simon Vogt:

    Genau, das ist richtig. Das ist für uns ja auch ein Learning gewesen. Wir haben die aktuelle &Charge-App, die ist jetzt ja auch schon fast zweieinhalb Jahre alt mit den ersten Mockups. Das heißt, da vergeht ein bisschen, der Markt läuft schon hoch. Also ich will nicht sagen, sie ist old-fashioned, aber wir können mal wieder neu anstreichen. Das machen wir natürlich. Und mit dem neuen Anstrich haben wir auch die App oder werden die App aktuell wirklich umbauen. Wenn ich gerade reingehe, dann sehe ich Online-Shops. Das heißt, der Hauptgrund ist aktuell dieses Online-Shopping. Und diese Challenges nennen wir das. Also für uns ist eine Challenge eine Aufgabe, die wir an den Nutzer ausspielen. Das kann sein, bewerte die Ladestation, mache ein Foto oder korrigiere die Adresse. Und diese Challenges, diese Aufgaben, dieses Nutzer-Datenthema, das legen wir wirklich in den Fokus der neuen App. Das heißt, wir werden eine App bekommen Mitte des Jahres, die deutlich vereinfacht ist, die eben auch genau mehr die breite Masse anspricht. Und sehr einfach eben diese Daten thematik zugänglich macht, wo wir dann sehr, sehr schön in einem prominenten Feld auf der App auch im Prinzip ausspielen können. Hey, nach dem Motto Sebastian, du bist doch gerade bei der Ladestation. Uns fehlt noch eine Bewertung. Mach die doch gerade fix. Du hast doch gerade Zeit und nimm ein paar Bonuspunkte mit, die du zum kostenfreien Laden einlösen kannst. Das heißt, da geht es hin. Wir wollen auch deutlicher Ansprechpartner werden für die breite Masse, nicht nur die sehr, sehr vielen Power-User, die schon sehr, sehr gut helfen, sondern wir wollen uns auch deutlich breiter aufstellen mit dieser neuen App. Und da ist eben der Fokus wirklich auf Crowd-Source-Data, ist das Fachwort dafür, eine sehr, sehr schöne App zu bieten, die eben das Laden erlebnisreicher macht und dann da Heroin House diesen Fokus und diesen Mehrwert des günstigeren Ladens einfach bietet. Darum geht es uns und das versuchen wir gerade und auch mit dem Hochlauf. Also wir werden das jetzt nicht so machen, dass wir quasi jetzt diesen riesen, riesen Launch haben, sondern wir werden die nächsten zwei, drei Wochen in diesem Rhythmus immer wieder neue Funktionen bringen und diese Challenges immer mehr in den Fokus nehmen. Das heißt, ich glaube aktuell die Android-Nutzer, wenn die Folge draußen ist, dann auch die iOS-Nutzer, Die können dann schon diese ganzen Challenges auf der Karte sehen. Das ist aktuell auch noch nicht möglich. Das heißt, ich sehe dann direkt auf der Map, wo habe ich denn welche Art von Challenges. Das heißt, ich sehe auch direkt die Wertigkeit. Einfache Foto-Challenges 5 Kilometer 40 Cent, CPO-Challenges, also Ladestations-Challenges vielleicht 10 Kilometer 80 Cent. Und so geht das dann im Prinzip immer weiter und ich kann sehr, sehr schnell auch über die Karte navigieren und mir raussuchen, wo ich beispielsweise eine Challenge lösen kann, wo ist denn was an welchem Ladeort, um da die Ladeweide auch ein Stück weit mit zu vertreiben.

  10. Sebastian:

    Im Endeffekt eigentlich auch nochmal eine andere Art der Interaktion mit euren E-Autofahrern, E-Autofahrerinnen, weil du die nochmal bewusster abholst. Ich sage mal so, im Moment ist es so gefühlt eher, dass man vor Ort ist und dann eh ins Handy in eure App reingehen kann, das machen. Jetzt kann ich aber im Gegenteil oder künftig wird es dann so sein, wenn die Folge raus ist, dass ich meine Karte aufmache und dann sehe, okay, hier die Ladestationen sind in der Umgebung, da ist eine Challenge. Dann gehe ich halt nicht immer an die Ladestation, wo ich eh immer lade und vielleicht schon meine Aufgaben sozusagen erfüllt habe, sondern versuche auch nochmal eine andere anzureißen. Ja. und kriege dadurch auch wenig Abwechslung in meinen Ladealltag rein tatsächlich, bringe euch nochmal neue Daten und habe eben diesen Gamification-Faktor, glaube ich, nochmal ein Stück mehr in den Fokus gerückt, so wie du es ja jetzt auch gesagt hast. Erinnert mich jetzt ein wenig entfernt an Geocaching, was mal 2012, glaube ich, so war, wo es ja auch diese Karte gab und wo man dann abgereist ist und dann so gesucht hat, könnte ich mir jetzt mit dem E-Auto auch vorstellen. Also in diese Richtung geht es schon, dass man da aktiv eingebunden wird und finde ich einen sehr guten Ansatz. Und kommt das alles aus euch selbst heraus sozusagen, dass ihr sagt, okay, da setzen wir die Schwerpunkte? Oder gibt es da auch die Rückmeldung der Community, die sich sagt, wir wünschen uns mehr, dass diese Challenges präsenter sind? Oder einfach da nochmal Anregungen sozusagen mit auf den Weg geben?

  11. Simon Vogt:

    Ja, also gehe ich sofort darauf ein. Vielleicht noch ein Punkt, weil der ist immer spannend. Was macht denn der E-Autofahrer, die E-Autofahrerin? Da gibt es auch immer verschiedene Schulen. Und wir versuchen sehr, sehr stark... Das mag jetzt für sich vielleicht ein bisschen abgedroschen anzuhören, weil das sehr, sehr viele von sich behaupten, also nutzerzentriert zu arbeiten. Also wir hören unsere Community regelmäßig bei App-Updates, wir machen AB-Tests und fragen sehr, sehr viel nach, wissen auch von den Use-Cases und du hast vollkommen recht, normalerweise habe ich meine Laderoutine, Punkt. Das ist so. Und dann gucke ich am Ladeort, kann ich da was machen? Das ist so unser Haupt-Use-Case bei &Charge. Das heißt, ich bin irgendwo an der Ladestation und mache die App auf. Ah, da kann ich eine Aufgabe lösen, eine Challenge, dann mache ich die. Dann gibt es aber auch, und das ist ganz interessant, eine interessante Nutzergruppe, die Power-User. Und die wird es immer geben. Die gibt es bei Google, die gibt es bei anderen Community-Apps, die auch wirklich teilweise explizit auf eine Karte schauen und dann sich einen Spaß draus machen und rumfahren, Bewertungen abliefern. Es ist aber eine deutlich kleinere Anzahl, muss man wirklich sagen. Wir fokussieren auf die Masse, es so einfach wie möglich zu machen. Wir machen auch was mit Geo-Tracking, wenn das gewünscht ist, dass wir dann wirklich sagen können, auf Basis des Ortes, wo du bist, das kannst du in deiner Umgebung machen. Und zum Thema Entwicklung, absolut. Also ich sagte eben, wir hören die User, was wollen die denn und wir kriegen da das ganze Thema Gamification raus. Wird stark nachgefragt. Also da scheint was zu sein. Es scheint diese Ladeweile wirklich zu geben. Wir haben da ja vor zweieinhalb Jahren auch immer noch das postuliert, ohne wirklich zu wissen, wird es die denn so geben, die Ladeweile. Nach und nach sieht man, die gibt es so ein bisschen und die gibt es auch immer mehr. Und es scheint da bei uns ein Trigger zu sein und das ist wahrscheinlich auch diese Secret-Source-Faktor. dass man die App zückt in der Ladeweile und dann dort eine Aufgabe lösen möchte, eine Challenge. Und weil wir eben sehen, das funktioniert so gut, muss dieses Challenge-Thema präsenter werden. Also dieses Gamification muss präsenter werden. Ich bin weniger beim Laden und Shoppen. Das haben wir auch festgestellt. Also das ist ein Use Case, den haben wir nicht so oft. Also das... Das haben wir vielleicht auch anfangs gesagt, Mensch, das kann ja vorkommen. Kann man auch erstmal erklären, wenn ich beim Laden bin, ja, vielleicht shoppe ich, aber das machen die wenigstens. Sondern das geschieht dann wirklich eher zu Hause am Wochenende, dann über unsere Website beispielsweise. Und während des Ladens, wenn wir rein wollen, haben wir dieses Thema Gamification. Und ich sage mal so ganz platt, es sich auch anhört, diese kleinen Happy Moments. Also man merkt das, man will sich vielleicht mal kurz ablenken. Ich kenne das irgendwie aus dem Bekanntenkreis oder wenn man mal in den App Store schaut, die Spiele. Puzzle-Spiele bei iOS mit irgendwie 100 Millionen Downloads, Pokémon Go. Und man findet dann noch den ein oder anderen seriös wirkenden und auch seriösen Kollegen, der spielt solche Spiele. Und wir versuchen auch genau da reinzugehen in dieses Spiele-Thema. Und auf der anderen Seite, was spannend ist, haben wir noch unsere B2B-Partner, Ladestationsbetreiber, Faschmann, Beta-Roaming-Plattformen. Und da haben wir auch extrem gelernt in den letzten Jahren, muss man wirklich sagen. Und da ist das Schöne auch, sehr agil sein zu können. Und wir haben gemerkt, wir können dem Ladestationsbetreiber, dem CPO, einen richtigen Mehrwert bieten, dadurch, dass wir dem sagen, da in der Station, da ist was dreckig, der Parkplatz ist nicht geräumt, da ist vielleicht was defekt. Da merken wir, können wir einen richtigen Mehrwert bieten, dem Ladestationsbetreiber im Bereich seiner OPEX, also quasi der Betriebskosten. Aber auch können wir über unsere Plattform Ladestationen gezielt vermarkten. Das ist auch sehr, sehr interessant. weil wir natürlich unsere Nutzerströme, die wir aktuell in Deutschland auch sehr, sehr gut, also wir haben eine gute Anzahl Nutzer, die können wir natürlich auch ein Stück weit über Challenges an die Stationen bekommen und entsprechend auch Ströme. Das heißt, wir lernen auch aus der B2B-Seite und versuchen auch da sehr, sehr eng am Markt zu sein, weil so ehrlich muss man auch sein, wenn das nicht klappt, wenn man keine harte Proposition hat, kein hartes Verkaufsargument im Unternehmen, dann ist es irgendwann aus, so ganz platt gesprochen. Und da haben wir gut gelernt und merken, dass wir da richtige Probleme lösen können, gerade im Bereich Ladestationsbetrieb.

  12. Sebastian:

    Und das ist ja auch mit der Hauptansatz, wo du ja auch gesagt hast, wo wir eingangs gesagt haben, was ja auch durch diese Challenges dann gelöst wird, diese CPOs, jetzt mal um Namen zu nennen, das wären bei euch jetzt in dem Fall, denke ich, EnBW-Pfalzwerke sind so mit die bekanntesten wahrscheinlich, mit denen ihr da zusammenarbeitet. die dann auch tatsächlich euren Dienst nutzen, um eine Rückmeldung von E-Autofahrern direkt zeitnah zu bekommen sozusagen und nicht erst, wenn man die eigenen Servicekräfte vorbeischickt, sondern um dann eben auch getriggert zu werden, Achtung hier, Ladestation verschmutzt, Ladestation funktioniert nicht, einfach um diese Punkte da nochmal reinzubekommen, um dann auch innerhalb des eigenen E-BW-Umfelds beispielsweise schneller auf solche Engpässe oder Engpass-Ladestationen reagieren zu können.

  13. Simon Vogt:

    Genau, genau das ist das. Also MBW ist da sicherlich der bekannteste Partner, den wir da jetzt auf der Plattform haben, die ja auch sehr stark gerade auf das Thema Deutschland im Netz gehen und die es auch sehr, sehr, sehr gut einfach machen, muss man sagen. Also das ist wirklich eine sehr, sehr smarte Marketingkampagne und auch dahinter die Ladeparks, da ist eine Qualität, das sehen wir auch bei den Kundenrückmeldungen. Also die haben tatsächlich ein sehr, sehr... qualitativ hochwertiges Netzwerk, ohne jetzt die Werbung machen zu wollen, einfach aus der beobachtenden Rolle. Und die Nutzer unterstützen genau das und diesen Qualitätsanspruch. Das heißt, wenn mal doch eben was sein sollte, kommt Echtzeit-Feedback rein. Und darüber hinaus ist es auch spannend, eine Art vielleicht auch Nutzerbewertung, Nutzerscore zu haben über die &Charge-Community. also im Prinzip wie so eine Art, man kennt es von Trustpilot beispielsweise, wir haben diese 5-Star-Ratings, nennen wir das, also 5-Sterne-Bewertungen über verschiedene CPOs, auch da so einen Indikator zu haben von einer neutralen Plattform, weil wir sind da wirklich neutral über den Markt hinweg. Und können da auch im Prinzip eine Art Scoring anbieten dem CPO, zu sagen, Mensch, deine Station, dein Netzwerk wird so und so gesehen von der User-Schaft. Und da haben wir schon einen sehr, sehr guten Querschnitt der E-Auto-Fahrer und E-Auto-Fahrerinnen auf der Plattform.

  14. Sebastian:

    Ja, denke ich auch. Also auch so von den eigenen Eindrücken her merkt man auch, dass ihr da nicht unbedingt euch auf die eine oder andere Seite stellt, sondern, ich sage mal in Anführungsstrichen, wenig wie die Schweiz dann da dazwischen seid, um da eben auch ein faires Urteil zu fällen und dann auch darauf hinzuweisen. Ihr seid jetzt aktuell, hast du ja vorhin schon gesagt, Dachregion, glaube ich, ist Schwerpunkt. Niederlande, hast du erzählt, wo du ja vor einem Jahr unterwegs bist. Sind da auch weitere Pläne vorhanden, dann noch weiter in Europa sozusagen zu wachsen jetzt in absehbarer Zeit oder liegt der Fokus drauf, wir machen jetzt erstmal unsere Kernmärkte noch stabiler?

  15. Simon Vogt:

    Genau, jetzt hast du mit mir ja den Vertriebler hier heute im Podcast. Der sagt natürlich, wir machen ganz Europa. Genauso bin ich aber auch Realist und wir sind immer noch ein kleines Team. Das heißt, wir müssen wirklich, und da bin ich auch gern authentisch und ehrlich, fokussieren. Weil sonst haben wir nachher 20 Märkte und nichts richtig. Deswegen, wir sind gerade wirklich dabei, Deutschland sehr, sehr gut zu erschließen. Wir haben sechs Märkte live beschlossen. Das muss man auch sagen. Und wir haben auch tatsächlich das Sales Team für DACH und für Benelux verstärkt. Das heißt, wir werden auch da die Aktivitäten anziehen und sehen uns aber generell als Europa-App und als Europa-Unternehmen, muss man wirklich sagen. Also wir gucken am Rande mal in den Nordics rein, haben erste Gespräche. Und versuchen den Markt zu verstehen und haben auch eben mit der neuen App eine Möglichkeit, schneller in die Märkte reinzukommen. Das ist also auch noch so ein Thema, dass man uns einfach sehr, sehr schnell auch nutzen kann und dort hochfahren. Und was wir auch merken ist gerade, dass wir mit Partnern wachsen können. Das ist das Schöne. Also wir haben Partner, die sich über die Grenzen hinaus bewegen. Und wenn man da schon mal einen ganz guten Job gemacht hat, dann nehmen sie meistens einen auch mit und sagen Mensch, dann kommt ihr auch mit nach Österreich oder in andere Länder. europäische Märkte und das ist eigentlich auch unser Modell. Und vielleicht, um auch nochmal so einen kleinen Bogen zu spinnen zum Thema Entwicklung der Plattform, was war eben Märkten beim CPO? Wir haben auch immer wieder neue Features, die wir mit reinbringen. Du hattest eben die Falzwerke genannt. Da gibt es, haben wir noch gar nicht groß kommuniziert, einfach ein Cashback-Feature. Das heißt, ich werde dafür belohnt, dass ich bei den Falzwerken am Netzwerk lade. Das ist also auch ein sehr, sehr schöner Use Case, der gut funktioniert, womit der CPO natürlich auch sehr gezielt seine Auslastung steuern kann. Das ist so etwas, was wir noch gar nicht groß kommuniziert haben, geht aber auch super über die Plattformen. Und das sind so Dinge, da sind wir immer sehr daran interessiert, wirklich sehr spezifisch auch auf den CPO einzugehen und zu gucken, was können wir denn noch an Mehrwert liefern, damit der CPO schneller den Return Invest hat und letztlich dann auch sein Netzwerk weiter ausbauen kann.

  16. Sebastian:

    Ja, vielen Dank. Also, cooler Einblick, den wir da jetzt wieder bekommen haben. Ich sag mal so, was wir auch noch im Vorfeld besprochen haben, natürlich mit der neuen App, die neu ausgerichtet wird, die jetzt einen neuen Anstrich mit, aber auch neuen Inhalten sozusagen bekommt, wollt ihr auch euren generellen Auftritt auch nochmal, ich sag mal, vom Design her, vom Corporate Feeling sozusagen auch nochmal ein Stück weit neu gestalten, dass da unsere Hörer, Hörerinnen dann nicht verwundert sind, wenn sie jetzt mal in nächster Zeit bei euch auf der Webseite vorbeischauen. Ja.

  17. Simon Vogt:

    Genau, da kommt was. Wir haben so ein bisschen gewerkelt und ich glaube, es ist ja, man merkt das bei einigen Marken. Ich glaube, Alego war es vor ein paar Tagen, die haben ihr neues Logo vorgestellt. Es wird kein neues Logo geben. Wir bleiben bei dem Herz mit dem Ladestecker für dieses Thema Joy und Fun. Wir bleiben auch bei &Charge, wobei man auch lustigerweise einige User mal Uncharge hören kann. Das ist auch ganz lustig. Das ist halt einfach das Thema, aber der Name hat sich ganz gut eingeprägt. Aber wir werden das Markenbild erweitern und auch fairerweise, wenn man gerade auf ncharge.com geht, ist es Bonusprogramm und das müssen wir wirklich überarbeiten. Wir haben diese drei Säulen. Und die sind natürlich, ich sage mal, das ganze Thema Bonus oder Loyalty. Und Loyalty ist bei uns tatsächlich das Thema, einfach wirklich Kilometer sammeln mit verschiedensten Themen. Das sind Challenges, das sind aber auch genauso Online-Shopping-Aktivitäten. Das ist der eine Part. Und die zweite Säule ist eben die sehr, sehr starke Crowdsourced-Data, nutzergetriebene Daten. Das sind die beiden Kernsäulen. Und Boardwalk-Sharing, das haben wir natürlich auch noch mit dabei. Das ist auch Auch etwas, was wir natürlich dem privaten User anbieten können. Und diese drei Themen, auf die fokussieren wir. Das heißt, wir werden die Website komplett überarbeiten. Wir werden wirklich die Nachrichten schärfen. Es muss einfach verständlich sein. Und das wird sich dann durchziehen über die Website. Wir haben ein paar coole neue Videos. Die haben wir auch schon mal hier und da gezeigt. in ersten Teasern und es wird auch so ein kleines, ja man sagt glaube ich immer, Sneak Peek die nächsten Wochen geben, bevor wir dann den richtigen Launch haben.

  18. Sebastian:

    Sehr schön, dann halten wir einfach die Augen offen, würde ich sagen. Wir verlieren uns eh nicht aus den Augen und du wirst bestimmt noch das eine oder andere Mal hier bei uns im Podcast zu Gast sein und dann hachen wir mal der Dinge und sind gespannt, wie dann die Updates sowohl auf Webseite, Internet auftritt, als auch in der App dann ausschauen.

  19. Simon Vogt:

    Super. Sebastian, ich freue mich. Lass uns da am Ball bleiben. Es ist ja gerade wirklich, ja, es ist ja gerade einfach Action im Bereich E-Mobilität. Deswegen, wir werden da im engen Austausch bleiben. Ich bin ja auch da ein Freund und Fan des Podcasts und höre auch immer wieder zu, was da die anderen Podcasties so mitgeben. Da gibt es auch immer wieder tolle Insights und man lernt mit jedem Gespräch, also wie auch heute. Das ist das Schöne, der Markt ist einfach super jung.

  20. Sebastian:

    Ja, vielen Dank für deinen Zeit, Simon. Und vielen Dank für die lieben Worte.

  21. Simon Vogt:

    Danke dir, Sebastian. Und auf bald. Ciao zusammen.

  22. Sebastian:

    Vielen Dank, dass du in die aktuelle Folge des elektronischen News.net Podcasts reingehört hast. Ich denke, wir haben heute wieder einiges erfahren aus der Welt der E-Mobilität. Und ja, was denn so hinter den Kulissen passiert, damit Ladestationen überhaupt funktionieren können und wie sich gestandene Unternehmen wie EnBW und Pfalzwerke einfach Unterstützung von Startups wie &Charge holen, um auch zeitnah auf Anpassungen oder Notwendigkeiten der Überprüfung bei Ladestationen reagieren zu können. Mehr Infos zu InCharge, zu dem ganzen Bonus-Loyalty-Programm, Challenges und so weiter und so fort, gibt es in den Shownotes zu dieser Folge. Und ansonsten freue ich mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest bei der kommenden Folge des Elektroautonews.net Podcast. Vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.