reev: Will E-Mobilität im Alltag einfach "einfach" gestalten

Im Gespräch mit Pierdomenico Staglieno von reev

reev ist Experte für intelligente Ladelösungen. 2018, mit Sitz in München, gegründet stellt das Unternehmen eine individuelle, transparente und vollautomatisierte Ladeplattform für die Verwaltung und Steuerung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bereit. In der aktuellen Folge des Elektroauto-News.net Podcast habe ich mich mit deren CFO/COO Pierdomenico Staglieno über reev, deren Software-Lösungen und die Herausforderungen von E-Autos, welche als Dienstwagen genutzt werden, unterhalten.

reev setzt an dieser Stelle an und bringt Effizienz und Transparenz ins Spiel. Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Die Unterscheidung zwischen privatem Laden und Laden des Dienstfahrzeugs ist dabei nur ein Ansatzpunkt. Auch der Vorteil, dass das Unternehmen an öffentlichen Ladestationen bis zu 0,79 Euro pro kWh bezahlt, im heimischen Umfeld dem Mitarbeiter aber nur seine dortigen Stromkosten (~ 0,30 Euro pro kWh) erstatten muss, spricht für einen solchen Ansatz, welcher transparentes Laden daheim ermöglicht. Steuerliche und rechtliche Gründe noch gar nicht berücksichtigt, wobei Pier auf diese im Podcast auch eingeht. Aber hör doch am besten selbst rein. Es lohnt sich!

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit Themen aus der Welt der E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Pierre von reev zu Gast. reev ist ein Softwareunternehmen aus München, welches das Laden im Alltag für Dienstwagenfahrer einfacher, simpler, transparenter und vor allem effizienter gestalten möchte. Wie das reev gelingt, das gibt uns Pierre selbst im Podcast zu verstehen. Und ich würde einfach sagen, hör rein, lern ein bisschen was und dann hören wir uns am Ende der Folge nochmal. Vielen Dank schon mal vorab fürs Zuhören. Servus Pierre, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über reev, euer Unternehmen unterhalten, für das du tätig bist. Bevor wir da einsteigen und du uns erklärst, was reev an sich macht, kannst du dich vielleicht selbst kurz vorstellen und was du für einen Bezug zur E-Mobilität hast oder mitbringst.

  3. Pierdomenico Staglieno:

    Hallo Sebastian, vielen lieben Dank für die Einladung und die Gelegenheit über reev, über Elektromobilität und über Dienstwagenfahrer und den Trend zu sprechen. Ich bin Pierre, ich bin 37 Geschäftsführer seit März bei reev, Co-Geschäftsführer, um genauer zu sein. reev ist ein Softwareunternehmen aus München, aktiv im Bereich Elektromobilität und Energiemanagement. Und ich habe mich sehr schnell weitergefunden mit der Kultur von reev und vor allem auch mit dem Thema Elektromobilität. Meine ersten Schritte in dieser Welt habe ich vor konkret... Drei Jahre angefangen, indem ich mich im ersten Schritt bei einer anderen Firma sehr tätig im Bereich vor allem öffentlichen Laden aus der OEM-Sicht beschäftigt habe. Da auch die tolle Herausforderung europaweit und schnellstmöglich eine Ladelösung für öffentliches Laden anzubieten. Und das war eine sehr, sehr spannende Zeit, weil man sich damit auch mit Kunden, Nutzer und auch ganz komplexe rechtliche und steuerliche Themen europaweit beschäftigt hat. Ich habe auch eigentlich einen längeren Bezug zu diesem Thema, weil ich auch überzeugt bin persönlich, dass es nicht nur um Auto und Laden geht, sondern es geht hier auch um Energie und Energiemanagement vor allem. Und das ist ein Thema, was ich seit über zehn Jahren auch mit begleite, wo ich auch meine ersten Schritte mache, Ende 2009, 2010 hier begonnen habe, auch in Deutschland international. Ich bin gebürtiger Italiener, aber schon länger auch im deutschen und internationalen Bereich tätig. Und ich finde, diese zwei Themen Elektromobilität und Energiemanagement kommen heute sehr eng zusammen und das ist heute der Anfang und bin wirklich auch sehr gespannt, wie wir jetzt auch diese zwei Themen zusammenbringen und auch in unserem Alltag vor allem. Man spricht immer von Strom. Strom ist immer ein sehr wenig greifbares Produkt. Aber heute, glaube ich, ist es mehr und mehr und mehr in unserem Alltag.

  4. Sebastian:

    Ja, definitiv. Also da hast du recht. Ich glaube, jeder, der sich mit dem Thema E-Mobilität beschäftigt oder auch darüber hinaus, merkt, dass das Thema Strom, Energie eine immer wichtigere Rolle bekommt. Und jetzt gerade getrieben durch die E-Mobilität wird das dann doch nochmal stark nach vorne getrieben. Jetzt haben wir ja ein bisschen was über dich erfahren. Möchtest du uns noch ein paar Worte zu reev erklären? Du hast jetzt gesagt, ihr seid Softwareunternehmen aus München. Ihr beschäftigt euch mit dem Thema E-Mobilität, Energie und Energiemanagement. Was sind so typische Aufgaben, Herausforderungen, wo ihr euren Kunden Lösungen dafür präsentiert?

  5. Pierdomenico Staglieno:

    Also der erste Treiber ist, und das ist auch unsere Überzeugung, dass wir mit einer einfachen Lösung den Zugang zur Elektromobilität jedem ermöglichen wollen. Das heißt... Wir finden, dass man Produkte, wir entwickeln cloudbasierte Produkte, Ladelösungen, die nutzerfreundliche Lademanagementsysteme aufstellen und wirklich dem Kunde so einfach wie möglich diesen Zugang ermöglichen. Das fängt an bei der Inbetriebnahme von einer Station, die online geht, Das geht weiter bei dem Einladen von Nutzern und Fahrern, die Ladeangebote annehmen können. Und unsere Kundengruppe sind Unternehmen und Wohnwirtschaftler. Und jeder von uns ist dann Nutzer dieser Ladeinfrastruktur. Wir als Fahrer und Fahrerinnen sollen auch einen einfachen Einstieg in diese Welt haben. Die erste Herausforderung für uns ist gewesen, auch einen Fokus zu setzen. Und wir sind überzeugt bei reev, dass nutzerfreundliche Ladelösungen an Orten mit hohen Standzeiten benötigt sind. Und das sind in der Regel der Arbeitsplatz und das Haus und das Gebäude, wo man wohnt. Und hier wollen wir genau diese Lademöglichkeiten anbieten.

  6. Sebastian:

    Okay, vielen Dank. Und das bringt uns ja jetzt auch zu dem Thema, wir hatten ja im Vorfeld vereinbart, dass wir uns ein wenig mehr mit dem Thema Dienstwagenfahrer, im Speziellen E-Auto-Dienstwagenfahrer eben auseinandersetzen, was das für Unternehmen an sich bedeutet, für den Dienstwagenfahrer auch und eben welche Ansätze, Lösungen ihr da auf dem Weg mitbringt, um das Ganze auch ein bisschen einfacher zu gestalten sozusagen. Also Dienstwagenfahrer spielen demnach auch schon bei euch eine Rolle und sind da mit der Software oder mit eurer Cloud-basierten Lösung, Lademanagementsystem, auch schon abgedeckt. Vielleicht kannst du mal die Richtung ausholen, was ihr da konkret anbieten könnt oder anbietet aktuell.

  7. Pierdomenico Staglieno:

    Absolut. Im ersten Schritt, wieso auch Dienstwagenfahrer so wichtig und eine große Rolle spielen. Wie Elektroautos als Dienstwagen sind wirklich auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen setzen mehr und mehr auf umweltfreundliche Elektroautos und für die Dienstwagenflotte. Das heißt, aus Unternehmenssicht sprechen viele Gründe dafür, aber vor allem profitieren müssen nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und im ersten Schritt ist der Dienstwagenfahrer hier im Fokus auch von uns. Und wir sehen hier deswegen diese Kundengruppe als eine Gruppe, die wirklich auch einen echten Mehrwert auch benötigt und das wollen wir eben.

  8. Sebastian:

    Ja, also vielen Dank erstmal für die Einordnung. Ich sehe das auch immer mehr aus dem Umfeld oder mit den Gesprächen, die ich führe, dass E-Autos tatsächlich zu einer Option im dienstlichen Umfeld werden und da auch genutzt werden. Jetzt kommt das natürlich mit einigen Herausforderungen sozusagen daher. Also wie man sowas sozusagen in der Praxis umsetzen kann. Laden am Arbeitsplatz, Laden zu Hause. Das hat ja auch was mit rechtlichen oder Verpflichtungen sozusagen zu tun für beide Seiten. Eine gewisse Transparenz sollte sozusagen da auch herrschen und vor allem keine Beschränkungen dadurch im Alltag vorhanden sein für den Fahrer. Er soll ja dann trotzdem genauso auf Arbeit laden können wie zu Hause, damit ihm eben die notwendige Reichweite zur Verfügung steht, wenn er das Fahrzeug denn dann benötigt. Vielleicht kannst du in die Richtung mal abzielen, wie ihr dabei unterstützt.

  9. Pierdomenico Staglieno:

    Das sind sehr gerne. Wir wissen genau, viele Unternehmen suchen Lösungen zum Daheimladen für ihre Dienstwagenfahrer und da empfiehlt sich auch, dass Dienstwagenfahrer selber auch im Gespräch mit dem Arbeitgeber gehen. Und in der Regel ist unsere Erfahrung, dass ein Dienstagenturer sich selbst auch eine Lösung sucht, natürlich im Einklang auch mit dem Arbeitgeber. Das heißt, wichtig ist dieser erste Schritt überhaupt der Kostenübernahme. Da kommt dann die Frage, wie kann man effizient arbeiten, diese effizient einerseits und rechtssicher auf der anderen Seite eine Lösung anbieten. Und da ist eine Voraussetzung, dass wir in einer effizienten Art in der Lage sind, erstmal eine Lösung anzubieten, die eine Autorisierung im Vordergrund stellt. Damit sind auch deine rechtlichen Aspekte, da komme ich später, auch gesichert. Das Zweite ist, die Nutzer wollen und die Dienstwagenfahrer wollen auch eine genaue, verbrauchsgenaue Erfassung der Ladevorgänge. Und drittens, sie wollen, dass auch mit Sicherheit, mit einem gewissen Grad von Sicherheit und Transparenz und vor allem Effizienz machen. Heute sehen wir das so, dass wir auch in einem rechtlichen Bereich sind, wo wir in der klassischen pauschalen Auslagenerstattung sind, wo diese verbrauchsgenaue Möglichkeit nicht gegeben ist, wird über eine Pauschale gegeben. Das heißt, am Ende des Monats wird einfach der Arbeitgeber heute mit einer Pauschale zurückgestattet. Das wollen wir genau nicht. Dafür brauchen wir eine intelligente Ladestation. Das ist die Grundvoraussetzung bei dem Dienstwagenfahrer. der zu Hause sich so eine Station besorgen kann. Sein Interesse dadurch ist dann also, dass er verbrauchsgenau und automatisiert diese Ladevorgänge erfassen kann. Damit wird dann auch ein Beleg am Ende des Monats erstellt und das kann er dann seinem Arbeitgeber weiterreichen. Das ist so grob der rechtliche Rahmen vom Prozedere her. Nachdem es einen Austausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt und der Arbeitnehmer sich eine Ladestation für zu Hause besorgt hat, bekommt er sozusagen dann eine Einladung, sich für diese heimische Option anzumelden. Damit registriert er sich als Dienstwagenfahrer im System und Damit wird auch dann sichergestellt, dass eventuelle andere Ladevorgänge vom Nicht-Dienstwagenauto, vom privaten Auto zum Beispiel, E-Auto oder Frauen oder Gäste, abgetrennt werden. Und das ist der erste Punkt bezüglich Rechtssicherheit. Und vor allem dann auch eine volle Transparenz für den Arbeitgeber bei der Erstattung. Und wie passiert das, dass auch die Ladevorgänge gestartet werden? Das erfolgt auch über die App. Das heißt, wirklich ganz einfach über eine App oder eine Referentiekarte autorisiert er sich, der Dienstwagenfahrer. Damit kann er auch dann die Ladevorgänge starten und hat auch einen punktgenauen Überblick jederzeit der Ladevorgänge. und volle Transparenz, die er dann eins zu eins seinem Arbeitgeber geben kann zur finalen Abrechnung.

  10. Sebastian:

    Vielen Dank, Pierre, schon mal für diese Eindrücke dann aus der Praxis, wie das eben umgesetzt wird. Das heißt eigentlich, wenn er diese RFID-Karte oder die App da nutzt, ist es wie Laden daheim, sozusagen wie wenn man mit der Tankkarte zur Tankstelle gehen würde, so vom Gefühl her.

  11. Pierdomenico Staglieno:

    Ja, genau. Dienstwagen zu Hause ist quasi die moderne und automatisierte Tankkarte. Es gibt ein paar rechtliche Unterschiede natürlich, aber grundsätzlich ist es eine moderne Tankkarte.

  12. Sebastian:

    Und du hast ja jetzt auch gesagt, durch euer System, das da quasi zwischengeschaltet ist, ist dann sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sichergestellt, dass es effizient, transparent abgerechnet wird, die ganze Geschichte. Sobald er sich da... authentifiziert sozusagen an seiner Ladestation mit App oder RFID-Karte, ist klar, er lädt jetzt seinen Dienstwagen. Wenn er dann das eigene Auto, eigenes Eheauto, privates sozusagen, oder das von einem Freund lädt, ist da auch klar die Abgrenzung dann eben vorhanden, dass das gar nicht aufs Dienstwagenkonto dann draufkommt.

  13. Pierdomenico Staglieno:

    Genau, das heißt, wir haben eine automatische Erfassung, eine automatische Übermittlung der der Kosten dieser Ladevorgänge und auch des Verbrauches. Und damit haben wir einen sehr hohen Grad an Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit, die auch für Unternehmen wichtig ist.

  14. Sebastian:

    Okay, vielen Dank dafür. Ich hatte im Vorgespräch mit deiner Kollegin schon darüber gesprochen. Es ist ja ein komplett neues Feld sozusagen, nicht nur für die Dienstwagenfahrer an sich, sondern auch für die Flottenmanager in den Unternehmen, die sich darum kümmern müssen, damit dort alles ordentlich abläuft. Es gibt ja sozusagen Dienstwagen oder Flottenbücher sozusagen, wo mal umrissen ist, was da wie genutzt wird, wo wird wie geladen beziehungsweise getankt in der alten Verbrennerfraktion. Die sogenannte E-Car-Policy jetzt bei E-Autos durch Unternehmen. Da unterstützt der Reeve zumindest beratend dann ja auch dabei. Was sind so typische Punkte jetzt aus der Praxis, wo du sagst, darauf sollten Flottenbetreiber oder Unternehmen achten, die erste E-Autos ins Unternehmen bringen, damit das da auch wieder transparent für beide Seiten aufgeführt ist, für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber?

  15. Pierdomenico Staglieno:

    Also Grundvoraussetzung ist natürlich, wir als reev sind und bleiben ein Softwareanbieter und wir wollen auch, in der Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch nicht eingreifen. Wir haben eine sehr breite Kundenschaft, die von den kleinen Unternehmen bis zu den größeren geht und die sind so unterschiedlich, dass wir wirklich nur eine beratende Rolle haben können und wollen. Nichtsdestotrotz haben wir auch eine große Erfahrung, was die Bedürfnisse sind. Und wir sehen im ersten Schritt ist wirklich der rechtlicher Aspekt, der sichergestellt werden soll. Und zwar Dienstwagenfahrer, das sind Mitarbeiter und Mitarbeiter von Unternehmen, die auch diesen Zugang in die Elektromobilität wollen und das wollen sie in einer sicheren Art haben. Das heißt, sie wollen ihre Kosten erstattet bekommen und eigentlich nichts weiteres. Und das wollen sie in einer effizienten Art. Das heißt, hier wollen wir sicherstellen, dass diese IK-Policy, falls es dann auch in den Unternehmen dazu kommt, in größeren natürlich ist es in der Regel schon der Fall, muss beachten, dass wir wirklich diese Trennung haben zwischen einer Dienstlichen, sagen wir, Ladevorgänge und Ladevorgänge an privaten Autos. Das ist sehr wichtig, weil damit stellen Unternehmen sicher und Mitarbeiter auch, dass das im steuerlichen Sinne richtig abgewickelt ist. Wir wissen, dass die einen Ladevorgänge oder die Erstattung der einen Ladevorgänge steuerfrei sind. Das heißt, das Finanzamt, die Finanzbehörden erlauben eine steuerfreie Auslagenerstattung der Ladekosten für Dienstwagenautos. Bei der Erstattung von einem privaten Elektrofahrzeug Sind diese steuerpflichtig? Ist die Erstattung steuerpflichtig? Und das ist etwas, was wir unbedingt immer erinnern. Der zweite Aspekt, was auch wichtig ist, wir wollen hier auch eine kosteneffiziente Lösung anbieten und das auch sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter dazu sensibilisieren. Wir haben vorher von der modernen Tankkarte gesprochen. Die Tankkarte, selbst eine Ladekarte im Public-Charging-Bereich ermöglicht auch den Zugang zu zu vielen Ladestationen, aber auch zu einem höheren Preis. Öffentliches Laden kostet mehr als semi-öffentliches Laden und dafür wollen wir auch klarstellen, dass so eine Lösung fürs Daheim auch im finanziellen Interesse des Unternehmens ist und des Mitarbeiters auch, weil damit kann der Mitarbeiter auch dann zu Hause laden, muss extra nicht auch auf der Suche nach einer freien Ladesäule gehen. Das sind zwei wesentliche Aspekte, die wir auch wirklich in unserem Austausch mit Unternehmen und Nutzern vor allem auch dann immer hervorheben.

  16. Sebastian:

    Ja, vielen Dank. Ich glaube, die Beispiele, die du aufgeführt hast, die leuchten auch vollkommen ein und kann man auch gut nachvollziehen. Das heißt, die Vorteile für Unternehmen als auch der Mitarbeiter, eine automatische Erfassung, Überprüfung ist gegeben, die Abrechnung ist effizient, transparent, vor allem für alle Seiten. Und es ist auch sichergestellt, wenn sich jeder an die Regeln hält, damit es eben auch steuerrechtlich keine Probleme sozusagen gibt. Das sind so die Vorteile, die ihr mit eurer Software eben anbietet. Jetzt ist es ja allerdings auch so, ihr möchtet ja auch etwas dran verdienen an eurem Produkt. Ist ja auch klar. Das heißt, für mich wäre daher interessant, was für Kosten fallen so für ein Unternehmen an und welche Einsparungen sind für das Unternehmen gegeben. Ich meine, wenn ich euren Service nutze, muss ich mich als Unternehmen ja nicht mehr hinstellen und irgendwie Abrechnungen zusammentragen, das nochmal überprüfen. Das ist ja dann alles schon gegeben, eben durch die Vorteile, durch die Punkte, die eure Software erledigt. Aber vielleicht kannst du das auch für uns gerade nochmal so ein wenig zusammenfassen. damit wir sehen, okay, der Einsatz von reev kostet zwar Geld von eurer Softwarelösung, aber spart dem Unternehmen natürlich dann auch Arbeitszeit oder Zeit, die anderweitig verwendet werden kann, weil einfach schon abbrechenbare Auswertungen sozusagen dann vorliegen.

  17. Pierdomenico Staglieno:

    Genau, ich meine, es ist schwierig, einen Euro-Wert neben der Rechtssicherheit herzustellen, und vor allem Richtung Steuerfassungen zu geben, das heißt, da einen Wert zu legen. Aber natürlich, die Rechtssicherheit ist etwas, was im Vordergrund steht. Wir haben ein Modell, wo hinter dieser Softwarebetreibung so ein klassisches Software-as-a-Service ist, Das heißt, es gibt eine monatliche Abrechnung, je nach genaue Zahl ist es auch immer abhängig vom Markt her, wo wir auch tätig sind. Aber das ist ein Wert, der deutlich unter dem Sinn Euro ist, Wert ist. Und das ist auch etwas, was in deiner Kalkulation im Vergleich zum zum öffentlichen Laden dann sich sehr schnell errechnet. Wir wissen zum Beispiel, öffentliches Laden kostet, sagen wir, im Durchschnitt 50 Cent pro Kilowattstunde, kann auch hoch bis auf 80 Cent, ein Euro gehen. Beim Dienstwagen zu Hause sind die Stromkosten deutlich niedriger. Das sind die eigenen Stromkosten, die in der Regel, so sagt man immer, viermal Daumen bei 30 Cent liegen. Und der Unterschied ist schon sehr groß. Das heißt, bei einem Unternehmen, der diese automatisierte Abrechnungslösung bevorzugt, hat da eine Möglichkeit zu sparen, indem er die Ladevorgänge ins private Gebäude reinbringt, inzentiviert. Das ist der eine Aspekt. Dann kommt der zweite Aspekt und da komme ich in Richtung Abrechnung. Die Vollautomatisierung ist nicht zum Selbstzweck, muss natürlich einerseits eine Nutzerfreundlichkeit haben, bei allen Beteiligten bringen, aber auch eine Wirtschaftlichkeit. Und wir sehen, dass im Vergleich, jetzt eins zu eins kann man nicht machen, aber wir wissen, wie manuelle Einscannen von Reisekosten und so, Übernachtungen, Zugkosten, alles an Zeit kostet ein Unternehmen. Man sagt immer zwei, drei Stunden pro Woche bei Unternehmen von Teams von von einer kleineren Größe. Das heißt, da wird wirklich viel, viel Zeit verbracht im Einscannen, in Erfassen, in Rückfragen und so weiter. Und diese zwei, drei Stunden kann man sehr schnell sparen in der Woche. Und das heißt, wir sehen wirklich da einen sehr großen Hebel, sowohl dass eine Inzentivierung im öffentlichen, im privaten Laden stattfindet, als dann auch intern in der Buchhaltung eines Unternehmens.

  18. Sebastian:

    Vielen Dank, Pierre, für die Ausführung. Also für mich war vollkommen klar, dass ihr durch eure Arbeit oder durch eure Zwischenschaltung sozusagen Geld spart bei diesem Rückfragen, Scannen, Verwalten von Belegen und Abrechnung hin zu Mitarbeiter, das vollkommen einleuchtend. Aber das Größere ist, Beispiel, was du jetzt aufgeführt hast und was natürlich noch wesentlich interessanter für das Unternehmen ist, gerade wenn ich mehrere E-Autos da in der Flotte habe, die geladen werden müssen, ist halt dieser Preisvorteil, ob ich jetzt meinen Mitarbeiter diese 30 Cent pro Kilowattstunde fürs Daheimladen vergüte oder ihm eben das Laden an der Ladestation ab 50 Cent pro Kilowattstunde aufwärts eben vergüte. Allein dadurch kommt ja dann eine entsprechende Ersparnis zustande, weil Dienstwagenfahrer fahren ja dann meistens auch mehr, laden dementsprechend auch öfters. Also alleine dadurch kommt ja dann doch eine Summe zusammen, die man einsparen kann. Und wenn man das jetzt gegenüber diesen unter 10 Euro, die du gesagt hast, pro Nutzer dann quasi gegengerechnet, sind da die Vorteile doch klar sichtlich, warum man auf eine Softwarelösung dann setzen sollte.

  19. Pierdomenico Staglieno:

    Danke, das ist auch wirklich ein Paradigmenwechsel, den wir auch im Alltag erleben. Selber auch aus eigener Erfahrung. Wir sind gewöhnt, immer an die Tankstelle zu fahren und dann dort zu tanken. Und der erste Paradigmenwechsel ist, dass Laden genau so stattfindet, sprich öffentlich. Das heißt, dieser Ausbau der öffentlichen Ladinfrastruktur ist sehr wichtig, aber ist nicht unbedingt kriegsentscheidend, wie man oft sagt, weil unser Credo auch als reev, aber auch als Pioniere, sage ich so, der Elektromobilität und Anbieter von Lösungen dazu, ist, dass der echte Durchbruch richtig stattfindet, da, wo die Autos auch wirklich stehen. Und da, wo die Autos stehen, wollen wir auch diese Kostenvorteile richtig hervorheben. Ich mache ein ganz konkretes Beispiel. Am 1. Oktober wird das Bundeswirtschaftsministerium diese neue Initiative vorantreiben, wo wirklich bei Tankstellen ausgewiesen wird, wie viel tanken oder laden, den unterschiedlichen Technologien in Euro pro 100 Kilometer kosten wird. Da haben wir schon erste Angaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium gesehen, die wurden veröffentlicht, wo zum Beispiel diese und Super über 10 Euro liegen, pro 100 Kilometer die Kosten. Super vor allem. Und wo wir sehen, öffentliches Laden liegt plus minus bei 4,50 Euro, 4,60 Euro und das Laden an dem Arbeitsplatz und zu Hause ist noch niedriger als diesen Wert. Pro 100 Kilometer. Das heißt, da kann man schnell hochrechnen, wie schnell man auch dann die Kosten einer monatlichen Softwarelösung schnell kompensieren kann.

  20. Sebastian:

    Ja, definitiv. Also ich denke, das ist ein gutes Beispiel, wo du es nochmal greifbar machst sozusagen, wo man dann ja auch absolute Zahlen dann doch mal vor sich sieht und es greifen kann dann sozusagen, als wenn man das jetzt nur rein in der Theorie betrachtet.

  21. Pierdomenico Staglieno:

    Genau, und ich glaube, wir haben auch die Pflicht, auch als Softwareunternehmen, richtig auch an diesen zusätzlichen Hebel der Digitalisierung und der Automatisierung hier zu greifen und wirklich diese Themen auch voranzutreiben. Und da gehören auch eine... Lösungen, die voll integriert sind, auch in einem digitalen Kontext. Das heißt, diese Abrechnungen müssen auch dann integriert sein mit den üblichen Geschäftsabläufen eines Unternehmens. Wir wollen keine Firma sein, die nur einen Beleg erstellt. Wir wollen für das Unternehmen, mit dem Unternehmen und für die Fahrer und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einfach einen Ökosystem aufbauen, der einfach ist, der bequem ist und der auch Freude macht, weil E-Auto zu fahren macht echt Spaß.

  22. Sebastian:

    Ja, das stimmt. Da hast du vollkommen recht und da kann dir jeder zustimmen, denke ich, der schon mal E-Auto gefahren ist. Damit würde ich auch die aktuelle Folge dann beenden, weil schöneres Schlusswort gibt es, glaube ich, nicht, als dass E-Auto fahren Spaß macht. Du hast uns einen guten Einblick in reev gegeben und ich bin gespannt, wie es bei unseren Hörer, Hörerinnen ankommt und ob sich vielleicht der eine oder andere Floppenbetreiber oder Unternehmen dann bei euch meldet. Vielen Dank für deine Zeit, Pia.

  23. Pierdomenico Staglieno:

    Sebastian, vielen herzlichen Dank. Das war eine große Freude.

  24. Sebastian:

    Wie versprochen finden wir am Ende der Folge nochmal kurz zusammen. Dir erstmal vielen Dank fürs Zuhören. Das waren doch recht interessante Einblicke, die uns Pierre da in das Laden eines Dienstwagen-E-Autos gegeben hat und was für Fallstricke es da eben dann doch noch gibt, auf die es zu achten gilt. Ich hoffe, du hast einiges für dich mitgenommen, kannst das Wissen vielleicht anwenden in deinem eigenen Unternehmen oder Unternehmen, wo du arbeitest und kannst damit auch dazu beitragen, dass die E-Mobilitäten wenig, ja, weiter vorangetragen wird. Das ist doch unser aller Wunsch. So oder so, vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest bei der nächsten Folge unseres Podcasts. Mach's gut, bis dahin. Ciao.