Simon Schilling, Wiedergrün über Herausforderungen der Ladeinfrastruktur für Unternehmen

Wiedergrün berät und betreut Unternehmen ganzheitlich zu allen Fragen Rund um das Thema Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Hinter dem Unternehmen steht unter anderem der Gründer Simon Schilling, mit welchem ich mich über aktuelle Herausforderungen in der Welt der Elektromobilität, seinen Werdegang sowie die aktuellen Herausforderungen in der Welt der Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen unterhalten habe.

Des Weiteren hat Wiedergrün 2019 die erste umfangreiche Datenbank für Ladeinfrastruktur ins Leben gerufen. b2charge.com ist eine B2B-Plattform die Unternehmen auf der Suche nach passenden Ladekonzepten und -lösungen eine zeit- und kostensparende Alternative zu herkömmlichen Suchmöglichkeiten bietet. Auch über diese haben wir uns unterhalten. Sowie die Pläne des Unternehmens für die kommenden Jahre.

Aber hör doch am besten selbst rein und erfahre, wovon ich eigentlich Rede. Es lohnt sich. Versprochen.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um die Themen E-Mobilität, alternative Antriebe und elektrische Fortbewegung im Alltag geht. Diese Woche habe ich mir Simon Schilling geschnappt, seines Zeichens Berater für E-Mobilität und Gründer von Wiedergrün, und habe mich mit ihm über seinen Werdegang unterhalten und was er und sein Unternehmen eben dazu beiträgt, um die E-Mobilität noch weiter in die Masse reinzubringen. Kurz zusammengefasst, wie der Grün berät Unternehmen ganzheitlich zum Thema Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Da geht es zum einen über das Lastenmanagement, über Abrechnungsthematiken bis hin zur richtigen Wallbox, die passenden Stecker usw. Alles aus einer Hand, bekommt man da geboten. bekommt auch Unterstützung dazu, wenn man seine eigenen Ladeboxen aufbauen will, wenn es dann darum geht, welche Standards es gibt, welche Gesetze, Normen usw. herrschen vor, was kann man machen. Also Simon und sein Team haben sich definitiv auf das Thema Ladeinfrastruktur spezialisiert, sind da Profis im Fach und das hat er auch schon im Dezember 2019 unter Beweis gestellt. Da haben wir einen Fachartikel über das Thema Roaming veröffentlicht, den er eben beigesteuert hat. der schon eher technisch angehaucht war, aber doch gezeigt hat, wie extrem tiefgründig das Thema Ladeinfrastruktur doch sein kann und was man eigentlich als Endnutzer davon gar nicht so zu Gesicht bekommt, worüber man sich Gedanken machen muss. Daher fand ich es unglaublich spannend, von dieser Seite der Geschichte mal weiter einzutauchen. Wir haben das Ganze nicht zu technisch gehalten, aber er hat doch einen guten Überblick darüber gegeben, seinen Werdegang, das Unternehmen, welche Leistung Biedergrün im Speziellen anbietet, was die Kunden hauptsächlich so verlangen, ob ein Projekt dem anderen gleich, ob das Austausch beißt oder ob man da immer unterschiedliche Ansätze wählen und verfolgen muss. Und haben uns auch über die 2019 ins Leben gerufene umfangreiche Datenbank für Ladeinfrastruktur unterhalten. Das ist b2charge.com zu finden. Dort gibt es auch alle Wallboxen, Ladepässe. Lastenmanagement, Flottenmanagement und so weiter, was es gibt, Software, Hardware und Know-how wird da zukünftig zum Thema Ladeinfrastruktur zu finden sein. Gibt es jetzt aktuell schon in der ersten Version, da kommt jetzt die neue Webseite dazu raus und bekommt da doch einen guten Überblick, um dann zumindest mal eine Vorauswahl zu treffen. wenn man sich mit dem Thema erstmalig beschäftigt, um dann im Speziellen entweder mit Simon und seinem Team darauf einzugehen oder direkt mit dem jeweiligen Fachhändler eben in Kontakt zu treten. Doch dazu wird Simon jetzt gleich selbst ein wenig was erzählen. Ich kann nur sagen, viel Spaß mit dem Interview. Wir hören uns danach nochmal kurz. Hi Simon, erstmal vielen Dank für das Gespräch, das wir jetzt miteinander führen werden. Du bist als Berater für E-Mobilität unterwegs und als Gründer von Wiedergrün. Vielleicht magst du einfach mal ein paar Worte zu deiner Person verraten, auch zu dem Unternehmen, um das heute dann eigentlich hauptsächlich geht.

  3. Simon Schilling:

    Genau, sehr gerne. Vielen Dank, dass ich hier bei dir im Podcast sein kann. Ich habe wieder grün aus der Idee heraus gegründet, Unternehmen im Bereich Elektromobilität, das heißt allen Anbietern, CPOs, EMPs beratend zur Seite zu stehen und mit denen gemeinsam Produkte und Lösungen zu entwickeln. Das heißt, In erster Linie berate ich Unternehmen, die schon in der Branche unterwegs sind, aber teilweise dann natürlich auch Quereinsteiger, die aus bestehenden Produkten heraus neue Lösungen entwickeln wollen oder die beispielsweise Roaming-Systeme oder an die Elektromobilität anschließen möchten. Das ist hauptsächlich eine IT-Beratung für die Elektromobilitätsbranche.

  4. Sebastian:

    Okay, also mit Schwerpunkt auf die E-Mobilität, alternative Antriebe dann eben auch. Und was qualifiziert dich jetzt dafür, dass du das machst? Also zum einen natürlich der IT-Hintergrund, zum anderen aber auch das Thema E-Mobilität. Wie bist du damit in Berührung gekommen, dass du sagst, du willst dich darauf konzentrieren?

  5. Simon Schilling:

    Also gefühlt bin ich da quasi so vom Anfang an dabei. Ich bin mit meiner Diplomarbeit damals in das Thema reingerutscht. Ich wollte eigentlich was mit erneuerbaren Energien machen, hatte mich bei einem Unternehmen beworben, um bei denen meine Diplomarbeit zu schreiben, im Bereich Solar- und Windkraft eben. Und habe dann über dieses Unternehmen aber ein sehr interessantes Thema für meine Diplomarbeit bekommen, eben deren Elektromobilitätsteam. Und das waren damals noch die Zeiten, wo es den ersten Roadster gab, den iMeath. Und das war es dann auch so ungefähr mit Serienfahrzeugen oder mit verfügbaren Fahrzeugen, die man kaufen konnte. Und die ersten Ladesäulen wurden aufgebaut und damals waren wir eigentlich schon froh, wenn wir eine Ladesäule und ein Fahrzeug zusammengesteckt haben und es überhaupt geladen hat. Also ohne Autorisierung, ohne irgendwie Roaming, Plug-and-Charge-App und so weiter, sondern einfach nur zusammenstecken und es lädt, war jetzt nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

  6. Sebastian:

    Okay, und heute wird das Ganze dann doch um einiges komplizierter, wo du ja dann auch wieder mit deiner Firma ins Spiel kommst. wo ihr dann eben auch unterschiedlichste Lösungen und Leistungen anbietet für Unternehmen. Kannst du da einfach mal einen Blick drauf geben, was denn so ein typisches Projekt irgendwo für euch ist, wo ihr euch annehmt?

  7. Simon Schilling:

    Genau, Also die Projekte sind eigentlich sehr mannigfaltig von der tatsächlichen Hardwareentwicklung, Projektmanagement dafür, für Ladesäulen, wie auch eben der reine IT-Bereich, das heißt Backend-Entwicklung, Abrechnungsdienstleistungen und so weiter, die entwickelt werden sollen. Da unterstützen wir entweder inhaltlich für die Technologie oder dann eben auch im Projektmanagement, das heißt so ein komplettes Projekt zu betreuen von Anfang bis Ende.

  8. Sebastian:

    Okay, das heißt aber ihr wie du eingangs schon mal oder im Vorgespräch auch schon erwähnt hattest, habt ihr Kunden, die zum Teil eben schon in der Branche tätig sind, die ihr unterstützt, zum Teil aber auch komplette Neueinsteiger, die ihr dann irgendwie heranführt, die dann einfach auf euch zukommen und sagen, hey Simon, wir haben da die Idee, wir wollen eine neue Ladesäule mit XYZ machen, gib uns mal ein paar Ideen oder wie läuft das so ab?

  9. Simon Schilling:

    Genau, beispielsweise ist ein Projekt geplant, das heißt eine Ladesäule soll entstehen oder eine Lösung soll entstehen, Und es fehlt dann vielleicht das Branchen-Know-how. Die Produktteams sind natürlich in den Unternehmen immer da, die Technologie ist da und so weiter. Es fehlt dann aber auch. Teilweise, das versteht es eben für die Branche, beziehungsweise es wird einfach die Unterstützung benötigt, um besser in den Markt reinzukommen und seine Produkte eben noch besser an den aktuellen Elektromobilitätsmarkt, der sich auch über eine ganze Weile entwickelt hat und sehr spezifisch mittlerweile ist, sich da besser einfügen zu können. Denn es bringt ja nichts, wenn man eine bestehende Lösung entwickelt. die man da jetzt irgendwie adaptieren möchte oder die man für den Markt anbieten möchte, wie beispielsweise eine Abrechnungsdienstleistung über eine neue AfD-Karte oder über eine neue Kundenkarte, die man hat oder die man bestehen hat, das dann einfach da reinzubringen, ohne sich genau Gedanken zu machen, wie passt das überhaupt in den Markt und wird das überhaupt mit beispielsweise den Roaming-Plattformen überhaupt kompatibel sein. Beispielsweise Integration von einer Tankkarte, die ja von der Technologie, AVD-Karte beispielsweise, erstmal grundlegend sehr ähnlich ist, aber die Technologie dann dahinter, das heißt alle Abrechnungsdienstleistungen, die Schnittstellen dahinter, die Systeme, die folgen vielleicht gar nicht so unbedingt den gleichen Mechanismen und Prinzipien. Und da muss man sich natürlich im Vorfeld von so einem Projekt die entsprechenden Gedanken machen, wie integriert man das?

  10. Sebastian:

    Okay, das heißt aber zum einen seid ihr natürlich IT-beratend unterwegs, was dann eben diese branchenspezifische IT-Komponenten angeht. Aber vor allem, so wie ich es jetzt verstehe, unterstützt ihr natürlich auch mit eurem Know-how, das ihr aufgebaut habt in der Branche, also mit dem E-Mobilitätshintergrund.

  11. Simon Schilling:

    Genau.

  12. Sebastian:

    Okay, das hört sich ja sehr interessant an und wahrscheinlich auch sehr abwechslungsreich im Alltag.

  13. Simon Schilling:

    Ja, abwechslungsreich ist es auf jeden Fall. Das heißt, dadurch, dass wir ganz verschiedene Projekte machen, Eben natürlich immer im Bereich Ladeinfrastruktur sehen wir auch sehr viel Verschiedenes und haben dann auch so ein bisschen das Querschnittsdenken, sage ich mal. Das heißt, wir kennen uns in der Hardware aus, wir kennen uns mit der Fahrzeugschnittstelle aus, mit Plug-and-Charge, aber dann eben auch OZWP und so weiter, was die ganzen anderen Schnittstellen angeht, kennen wir uns aus und können entsprechend auch übergeordnet beraten, übergreifend über die verschiedenen Themen.

  14. Sebastian:

    Und wie ist es jetzt für mich so als komplett Neuweg? Natürlich beschäftige ich mich auch mit Immobilität, aber das ist dann doch sehr technisch. Ist da irgendwo mittlerweile ein Standard erreicht, wo man sagen kann, okay, auf den kann man aufbauen oder entwickelt sich das dann doch stetig und ständig auch weiter, die ganze Geschichte?

  15. Simon Schilling:

    Es sind natürlich in der ganzen Zeit viele Standards entstanden, die nicht stillstehen. Es sind verschiedene Protokolle entstanden, es sind Normen entstanden und so weiter. Das heißt, Es gibt eine ganze Bandbreite an Standards, die teilweise natürlich in ihrer aktuellen Version fixiert sind, aber teilweise sich auch immer weiterentwickeln. Das heißt, da muss man auch dranbleiben und muss sehen, wo die Entwicklung hingeht. Und aus teilweise Industrie- oder Marktstandards werden dann auch Normen geschrieben. Das heißt, es wird auch noch weiter formalisiert, diese ganze Standardisierung und international auch nochmal angeglichen. Das heißt, Da ist schon eine ziemliche Bandbreite an Standards entstanden, die in verschiedenen Gremien entwickelt und weiterentwickelt werden.

  16. Sebastian:

    Okay, das heißt aber auch, ihr müsst eigentlich immer am Puls der Zeit sein, damit ihr da einfach den Überblick auch behalten oder behalten könnt, um eure Kunden da dementsprechend auch zu beraten.

  17. Simon Schilling:

    Genau, natürlich sind wir da dann auch bei den verschiedenen Normungstätigkeiten mit aktiv.

  18. Sebastian:

    Okay, und wenn ich jetzt so den Bogen spann, oder ich habe ja mitbekommen, dass Wiedergrün eben auch 2019 die erste umfangreiche Datenbank für Ladeinfrastruktur ins Leben gerufen hat, die B2Charge.com-Plattform sozusagen, da bietet ihr ja auch Unternehmen die passende Lösung, Ladekonzepte für eine entsprechende Infrastruktur auf, wenn ich das richtig verstanden habe, so vom Inhalt her, wo ja wahrscheinlich auch so diese ganzen Erfahrungen, die ihr dann eben gesammelt habt, sei es jetzt aus Kundenprojekten oder eben aus Recherchezwecken für künftige Projekte, wo er da mit reinbringt dann eben.

  19. Simon Schilling:

    Genau, bei B2Charge geht es eigentlich darum, den Markt zusammenzubringen auf einer Plattform. Wir haben in den Projekten und in den Gesprächen mit den verschiedenen Unternehmen und Entscheidern immer wieder festgestellt, dass man gefragt wird, kennst du da nicht mal eine Schnellladesäule, die kann Feature XY oder ich habe den und den Use Case, das Projekt habe ich vor, was ist denn da eigentlich ein passender Partner? Das heißt, es werden sehr spezifische Lösungen gesucht, weil obwohl natürlich jetzt viel standardisiert ist, gibt es nicht so die Produkte von der Stange, wie das vielleicht in anderen Märkten so ist. Das kann ich jetzt natürlich auch nicht sagen, weil ich nicht so viele andere Märkte dann wieder im Detail kenne. Aber wir haben natürlich bei der Elektromobilität sehr viele spezifische Lösungen für die verschiedenen Einsatzfälle. Und da wollen wir mit B2Charge eben ansetzen. Auf B2Charge findet man alle Ladeinfrastrukturprodukte so dargeboten, dass man sie vergleichen kann, dass man sehen kann, was gibt es denn da draußen. Und on top bekommt man noch Informationen über die Technologien, die eben in den Produkten zum Einsatz kommen. Das heißt, man kann sehen, was ist eigentlich Plug-and-Charge beispielsweise und welche Hardware unterstützen jetzt Plug-and-Charge. Oder man kann sich auch in das Thema Stecker einlesen und kann dann sehen, Was ist denn überhaupt der richtige Stecker? Gibt es ja zum Glück jetzt mittlerweile nicht mehr so viele verschiedene, weil sich das ja mit der Standardisierung zumindest für Europa auf den Typ 2 und CCS-System gesetzt hat. Aber auch da gibt es ja dann wieder Unterschiede in den Leistungsklassen und so weiter. Das heißt, das ganze Thema, wir nennen es eben den Education-Teil, haben wir auf der Plattform drauf. informieren den Nutzer darüber, was es da überhaupt alles an Lösungen gibt und an Varianten gibt, damit er dann die verschiedenen Produkte auf unserer Plattform finden kann und auch versteht und vergleichen kann.

  20. Sebastian:

    Okay, das hört sich interessant an. Das heißt aber auch, oder so wie ich es jetzt schon gesehen habe, wenn ich bei euch auf der Seite war, es geht dann eben nicht nur so um eine einfache Wallbox sozusagen, die dort angeboten wird, sondern da kann dann auch ein Software für Flottenmanagement, Ladekarten und so weiter, einfach alles, was in dieses Thema reinpasst, sage ich mathematisch oder angrenzt dran, kann man da bei euch finden.

  21. Simon Schilling:

    Genau. Alles zum Thema EV Charging. Das heißt, es geht tatsächlich bei der Ladekarte los über die Software-as-a-Service-Lösung. Wir haben mittlerweile sehr viele Lastmanagement-Lösungen drauf. Wir haben auch Lastmanagement-Lösungen in der Cloud drauf. Wir haben die verschiedensten Wallboxen, Schnellladesäulen und so weiter. Den kompletten Bereich wollen wir eigentlich umfassend anbieten, denn was viele auch, wenn sie neu im Thema sind, noch nicht gleich sehen. Man braucht ja nicht nur die Hardware, man braucht nicht nur die Ladesäule. Oft kommen die Leute auch hinzu und sagen, ja, ich würde jetzt gerne Ladesäulen aufbauen. Aber die müssen ja am Ende auch irgendwo abgerechnet werden. Also gerade im Unternehmensumfeld natürlich. Man möchte das auch nicht verschenken. Man möchte vielleicht aber auch seine Mitarbeiterkarten irgendwie eingebunden haben. Man möchte das von jemandem vielleicht verwaltet bekommen, weil man das nicht selbst machen möchte. Das heißt, da kommen auch Serviceprodukte zum Tragen. Und das wollen wir eben alles auf der Plattform abbilden, damit wir dem Kunden oder dem Interessenten zeigen können, was sind überhaupt Lösungen oder die Bandbreite der Lösungen, für die du dich hier entscheiden kannst.

  22. Sebastian:

    Okay, das heißt so das Rundum-Sorglos-Paket dann schlussendlich, was ihr irgendwo anbieten wollt. Software, Hardware, Know-how von eurer Seite aus. Bietet ihr oder vermittelt ihr dann auch Wissen in puncto Ja, Steuerrecht dann, was ja auch irgendwo eine Rolle spielt dann dafür, jetzt für die Abwicklung oder Abrechnung zum Mitarbeiter hin. Habt ihr da auch Fachleute an der Hand, die ihr empfehlen könnt?

  23. Simon Schilling:

    Wir vermitteln jetzt erstmal nur Produkte und keine Beratungsleistungen auf der Plattform. Das, was wir an Informationen drauf haben, was man sich beispielsweise durchlesen kann zu den Produkten, das sind natürlich Informationen, wo man dann auch schon mal in das Thema eingeführt wird, dass es beispielsweise steuerrechtliche Themen gibt, dass es auch ein Eichrechtsthema gibt und so weiter, dass man weiß, worum wird denn überhaupt gesprochen oder worauf ist überhaupt zu achten. Die konkrete Implementierung dann aber für die Lösung, die das eine oder andere Unternehmen dann angehen möchte oder vorhat, die muss natürlich dann

  24. Sebastian:

    im Einzelfall von einem Experten geprüft werden bzw.

  25. Simon Schilling:

    auch beraten werden, wo es nötig ist. Aber dafür, dass man dann schon mal weiß, worum geht es und was sind überhaupt die Themen, die auf mich zukommen, dafür haben wir eben dann diesen Education-Teil auf unserer Plattform.

  26. Sebastian:

    Okay, das heißt aber zum einen, oder ihr verbindet es ja dann eigentlich ganz geschickt. Ihr holt eurer Interessenten, die Kunden, Unternehmen über die Plattform ab. Und wenn dann noch tiefer gehender Beratungsbedarf besteht, haben die eben die Möglichkeit, soweit ich es jetzt verstanden habe, dann auch eure Dienste von Seiten Wiedergrün in Anspruch zu nehmen und zu sagen, okay, hört zu, wir wollen da jetzt tiefer eintauchen in das Thema, arbeitet das mal für uns spezifischer aus, noch die ganze Geschichte.

  27. Simon Schilling:

    Genau, da sind wir natürlich dann auch gerne dafür da, wobei ich davon ausgehe, dass der größte Teil der Kunden, die über die Plattform kommen, eben eher die Kunden der Lösungsanbieter sind, das heißt der Hardwareanbieter und so weiter. Denn viele Projekte sind ja gar nicht so beratungsintensiv. Viele Projekte können dadurch einfach schon zum Erfolg geführt werden, wenn man die passende Lösung für sein Problem gefunden hat.

  28. Sebastian:

    Okay, und das wollt ihr eben quasi dann sozusagen mit der Plattform dann eben ermöglichen und anbieten, weil ihr natürlich so einfacher habt, eine größere Anzahl an potenziellen Interessenten abzuholen, als wenn da jeder jetzt übertrieben gesagt das Telefon in die Hand nimmt und erstmal bei euch anrufen muss, um sich da schlau zu machen. So kann er von sich aus schon mal recherchieren und erste Infos sammeln.

  29. Simon Schilling:

    Genau. Außerdem ist es auch für die Anbieterunternehmen, das heißt für die CPOs, für die Ladesäulenhersteller und so weiter, eine Erleichterung, wenn der Kunde schon weiß, wovon er spricht und was er eigentlich will. Das heißt, wenn er sich vorher schon eingelesen hat ins Thema und schon genau weiß, warum er sich für eine Lösung entschieden hat, dann ist es für die der Erleichterung. Verkaufsprozess viel einfacher und viel weniger beratungsintensiv, als würde der Kunde jetzt quasi auf den Ladesäulenhersteller drauf zukommen und liest dann das erste Mal vom Thema Eichrecht oder liest dann das erste Mal, dass man auch ein Backend braucht.

  30. Sebastian:

    Das heißt, ihr unterrichtet oder belehrt sozusagen die potenziellen Kunden dann schon mal vorab und bereitet die darauf vor, dass der eigentliche Verkäufer dann nicht halt bei Adam und Eva anfangen muss, sondern eben schon mit einem Käufer agiert, der eben schon zumindest so ein Basiswissen mitbekommen hat auf dem Weg dorthin.

  31. Simon Schilling:

    Genau. Und ich glaube auch einfach schon viel genauer weiß, was er eigentlich möchte und warum er sich für die eine oder andere Lösung interessiert oder entscheidet.

  32. Sebastian:

    Und das ist dann auch, ich sage mal, der Ansatz für euch, wie ihr dann damit Geld verdienen wollt mit dieser Plattform, indem ihr sagt, okay, hört zu, lade sollen Anbieter XYZ hier, du hast die Möglichkeit, dich da in unsere Datenbank einzustellen, dich zu präsentieren und um dann eben auch potenziellen Kunden aufzufallen beziehungsweise in die Ausfall mit reinzukommen? Oder wie schaut das Geschäftskonzept hinter der Plattform aus?

  33. Simon Schilling:

    Genau, wir nehmen erstmal jede Ladelösung auf die Plattform auf. Wir haben einfach zwei verschiedene Listing-Möglichkeiten. Das eine, das kostenlose Listing, zeigt erstmal, dass es das Produkt gibt mit grundlegenden Informationen und wenn man sein Produkt ein bisschen in ein bisschen unterstreichen will, ein bisschen in ein besseres Licht rücken will sozusagen und mehr Informationen mit angeben möchte, dann kann man sich für so ein Premium Listing subscriben und kann dann die Informationen anreichern, auch Downloads bereitstellen und so weiter. Also es ist eine ganze Bandbreite an Zusatzinformationen, die der Kunde dann bekommt und damit sticht man einfach aus der Masse der Lösung hervor. Aber grundlegend wollen wir natürlich erstmal die ganze Bandbreite zeigen, was denn der Markt so her und deswegen listen wir auch gerne alle anderen Produkte kostenlos.

  34. Sebastian:

    Okay, also das ist schon mal der Ansatz. Ihr wollt auf jeden Fall Das heißt, wir müssen nicht den schnellen Euro da machen, sondern ihr wollt erstmal aufklären, ihr wollt Informationen bieten mit dem Nebeneffekt, dass dann, wenn ein Kunde von euch jetzt sagt, wir würden uns da gerne besser präsentieren, hat er eben die Möglichkeit, über so ein Premium Listing sich da eben entsprechend zu positionieren.

  35. Simon Schilling:

    Genau. Und für unsere Beratung prägt natürlich der Aufbau dieser Plattform auch enorm viel, weil wir in der Zeit, wo wir die ganzen Produkte hinzugefügt haben, natürlich auch schon extrem viel gelernt haben, was es da draußen noch so gibt, was uns auch alles noch nicht bekannt war. Das heißt, man fängt ja irgendwo an bei den bekannten Lösungen und findet dann aber auch sehr interessante noch weitere Lösungen, die man vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

  36. Sebastian:

    Ja gut, wo es dann wahrscheinlich wird. Zu speziell, sage ich mal, wird, dass du da im Alltag wahrscheinlich gar nicht drauf kommst unbedingt, aber wenn du dich dann halt mit dem Thema tiefer auseinandersetzt, dann doch drauf kommst und vielleicht auch ein ganz interessantes Produkt entdeckst. Genau.

  37. Simon Schilling:

    Gerade im Thema Lastmanagement sehe ich, dass es sehr viele neue Lösungen gibt, auch von Unternehmen, die ich jetzt mal als Quereinsteiger bezeichnen würde, die quasi nicht schon lange in der Elektromobilität aktiv sind, beziehungsweise auch nicht als sozusagen Elektromobilitäts-Startup gegründet wurden, sondern die einfach schon Lastmanagement vorher gemacht haben mit anderen Lösungen und die den Bereich Elektromobilität dort jetzt noch integrieren. Das heißt, das sind so Quereinsteigerunternehmen, die da reinkommen, die natürlich mit sehr interessanten Lösungsansätzen da auf den Markt kommen. Und da gibt es mittlerweile schon eine ganze Bandbreite.

  38. Sebastian:

    Okay, hört sich ja sehr interessant an und hört sich auch nach einem zukunftsträchtigen Feld an, was da wächst, was wir alle hoffen, irgendwo, also doch in direkter Verbindung zur E-Mobilität und zu deren Wachstum ja auch steht.

  39. Simon Schilling:

    Genau, also ich glaube, Last Management ist gerade das wichtige Thema der nächsten Zeit, dass wir das als gesamter Markt sozusagen aufgesetzt bekommen und entsprechend auch die Nutzer, die Fahrzeugfahrer da entsprechend abholen, dass sie das verstehen, dass sie das nutzen können und sich nicht einfach nur wundern, dass ihr Tesla jetzt plötzlich mal langsamer lädt als gewohnt, sondern dass sie auch verstehen, warum ist das so und vielleicht auch finanziell dann einen Benefit davon haben.

  40. Sebastian:

    Okay, das hört sich sehr interessant an. Das heißt, Fokus 2020 ist dann die Plattform bei euch oder was plant ihr jetzt so für das nächste Jahr?

  41. Simon Schilling:

    Auf jeden Fall ist das Wachstum der Plattform jetzt erstmal der große Fokus. Wir sind auf vielen verschiedenen Messen vertreten. Nächste Woche ist beispielsweise die eWorld und die Move in London, wo wir unsere Plattform dann auch präsentieren werden.

  42. Sebastian:

    Okay, das hört sich sehr interessant an. Von meiner Seite aus wärst du es dann tatsächlich schon, Simon? Erstmal vielen Dank für das Gespräch und würde sagen, wir kommen da vielleicht einfach nochmal in drei, vier Monaten drauf zurück und schauen mal, wie sich das Ganze entwickelt hat. Können dann ja vielleicht auch nochmal spezifischer auf den einen oder anderen Fall eingehen.

  43. Simon Schilling:

    Sehr gerne.

  44. Sebastian:

    Gut, dann vielen Dank für das Gespräch.

  45. Simon Schilling:

    Danke auch.

  46. Sebastian:

    Ja, das war jetzt auch schon das Interview mit Simon. Ich hoffe, dir hat es genauso gut gefallen, wie mir das Gespräch mit ihm gefallen hat. Es war doch sehr interessant, was denn alles zu beachten gibt, ohne da jetzt noch mehr in die Tiefe reinzugehen, weil da würden sich wahrscheinlich noch viel mehr Themen auftun dann tatsächlich. Aber für den ersten Überblick hat es, denke ich, gereicht. Ich habe mit Simon auch schon vereinbart, nach unserem Gespräch, dass wir doch in den nächsten paar Monaten nochmal zusammenkommen und dann einfach einzelne Themen nochmal gezielter aufgreifen und uns darüber unterhalten. Thema Eichrecht beispielsweise und das dann auch im Podcast oder bei uns im Portal eben mit unterbringen. Eine Sache wollte ich jetzt noch erwähnen, das hatte ich nämlich im Interview dann nicht mehr mit drin, aber hatte ich Simon im Nachhinein noch gefragt. Und zwar ging es mir um die Webseite, weil mir es doch eher ein wenig mau vorkam mit den Informationen. Es waren einzelne Fotos zu finden, das waren halt diese Standardeinträge, wo ein paar Tags oder Schlagwörter mit verlinkt waren, auch mit weiterführenden Informationen. Aber zum Produkt an sich noch nicht die tiefer gehenden Infos vorhanden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass es eben die erste Webseite quasi der Prototyp davon war, der dann auch online war zu dem Zeitpunkt. Das wird sich auch ändern, vielleicht schon während du den Podcast hörst, dass da die neue Version online ist. Zum anderen eben damit, dass man auch erstmal den Ansatz hat, die Daten so weit wie möglich reinzubringen in die ganze Geschichte, um dann die Templates und das Design aufzuarbeiten, mit Leben zu füllen und nach und nach zu bereichern, weil natürlich, wie Simon ja auch schon erklärt hat, er hat sich da extrem viel bewegt in dem ganzen Markt und diese ganzen Infos müssen ja erstmal aufgearbeitet, zusammengefasst und zusammengetragen werden und deswegen ist es so, dass man im Moment damit gestartet ist, erstmal eine breite Basis an Infos zur Verfügung zu stellen, vielleicht nicht ganz ausgereift, aber zumindest für den ersten Überblick, dass man schon mal filtern kann, okay, beispielsweise Wallbox, was kannst du laden, Typ 2, CCS oder nur Schuhkostecker, übertrieben gesagt, also worauf muss man da achten, kann danach filtern, um sich dann auf der Seite des Herstellers beispielsweise noch näher darüber zu informieren, was dann aber schlussendlich auch bei b2charge.com eben möglich sein wird. Braucht alles noch ein wenig Zeit, werden wir aber so sehen. Das war jetzt nur noch so der Nachtrag meinerseits. Ansonsten, wie gesagt, hoffe ich, dass dir das Interview gefallen hat. Würde mich drüber freuen, wenn du uns eine positive Bewertung bei iTunes hinterlässt, damit der Podcast auch noch ein wenig weiter gestreut wird. Nicht nur unter die begeisterten Elektromobilisten, sondern vielleicht auch diejenigen, die es noch werden wollen. So oder so, vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut, bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.