Einfach E-Auto: 11 Fragen bis zum Rundum-Sorglos Paket für die E-Mobilität

Im Gespräch mit Julian Feser

Gerade einmal elf Fragen benötigt der KI-basierte Assistent von Einfach E-Auto, um den Einstieg in die E-Mobilität so einfach wie möglich zu gestalten. Julian Feser, einer der Gründer des Start-Ups, steht uns in dieser Podcast-Folge Rede und Antwort und zeigt auf, wie es möglich ist, durch den Markenunabhängigen KI-basierten Assistenten, alle Bausteine der E-Mobilität in einem individuellen Mobilitätspaket zusammenzubringen.

Durch eigene Erfahrungen, Gesprächen mit Freunden und durch Austausch mit Kunden haben die vier Gründer gemerkt, dass sich viele Leute für die Elektromobilität interessieren. Falsche Angaben zu Reichweite und Kosten von E-Autos, neue Themen wie Ladelösungen und Lademöglichkeiten sowie der Mangel an kompetenten Ansprechpartner halten Privatkunden aktuell aber noch vom Umstieg auf ein E-Auto ab. Hier will man mit Einfach E-Auto ansetzen, Aufklärung betreiben, Hilfestellung anbieten und zum Umstieg auf E-Autos verhelfen. Aber hör doch am besten selbst in das Gespräch rein…

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektro-Auto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektro-Auto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit Themen aus der Welt der E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich mir Julian Feser von Einfach E-Auto eingeladen, die mit ihrem KI-basierten Assistenten und nur 11 Fragen, die man gestellt bekommt, dem potenziellen E-Auto-Fahrer zu seinem E-Auto, Wallbox, Stromvertrag, Versicherung als auch Förderung verhelfen wollen. Wie das genau im Detail funktioniert, hat uns Julian im Gespräch erklärt bzw. erläutert. Aber hört auch am Einfach am besten selbst rein. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Servus Julian, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über einfach E-Auto unterhalten. Ein Startup, welches den einfachen Einstieg in die E-Mobilität ermöglichen will. Bevor wir da tief eintauchen, stell dich doch einfach mal kurz selbst vor und dann gehen wir im nächsten Schritt auf euer Unternehmen ein.

  3. Julian Feser:

    Ja, sehr gerne, Herr Sebastian. Nochmal vielen Dank für die Einladung und die Möglichkeit, hier vor deinem Publikum zu sprechen. Mein Name ist Julian Feser, ich bin 29 Jahre alt und bei Einfach E-Auto für den Bereich Business Development, Sales, Marketing zuständig, aber auch für die Partnerakquise und Investorensuche. Und ja, ich bin vor, während meinem Studium schon, das erste Mal mit der E-Mobilität in Berührung gekommen. Habe damals als Werkstudent bei der Digital Energy Solutions gearbeitet. Die haben sich... mit digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt und dem Aufbau von öffentlichen Ladepunkten. Und ja, das Joint Venture von BMW und Fissmann war da schon ziemlich früh ein Thema drinnen. Und ja, das hat mich damals so gegriffen gehabt und habe dann auch meine Masterarbeit mit dem Fraunhofer-Institut zusammengeschrieben über das bidirektionale Laden in Quartieren. Auch nochmal ein sehr spannendes Thema, was da im Blick der E-Mobilität auf uns zukommt. Also einfach das Potenzial regenerativ erzeugte Energie in den Elektroautos zwischenzuspeichern und dann eben bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Ja, wenn ich mich nicht gerade mit der E-Mobilität beschäftige oder mit einfach E-Auto, bin ich liebend gerne sportlich aktiv und koche. Ich spiele noch auch mit Sebastian, einem der weiteren Gründer, zusammen bei uns im heimischen Fußballverein noch Fußball und sonst gerne in den Bergen unterwegs oder beim Schwimmen oder wenn die Fitnessstudios jetzt wieder aufmachen, da auch ab und an anzutreffen.

  4. Sebastian:

    Hört sich doch ganz ausgewogen an, sozusagen die Mischung aus Arbeit und Sport, Freizeit dann quasi. Jetzt interessiert uns natürlich noch mehr das Thema E-Mobilität. Da wollen wir auf einfach E-Auto eingehen. Magst du da mal kurz umreißen, was sich dahinter verbirgt, was ihr dann anbietet und an den Start bringt?

  5. Julian Feser:

    Sehr gerne. Also bei Einfach E-Auto bieten wir alle nötigen Produkte und Services, die für die E-Mobilität nötig sind, aus einer Hand an und ermitteln die Kundenbedürfnisse online mit unseren digitalen Assistenten und geben aufgrund dessen dann die passende Lösung dem Kunden mit an die Hand. Und die Lösung besteht eben aus dem Elektroauto, aus der passenden Ladeinfrastruktur, dem passenden Stummvertrag, Versicherung und und eben den aktuellen Förderungen. Und wir leiten den Kunden dabei durch den gesamten Prozess, nehmen ihn sozusagen bildlich an der Hand und klären eben alle Probleme oder Herausforderungen und führen ihn dann wirklich Step-by-Step durch die einzelnen Schritte durch.

  6. Sebastian:

    Okay, jetzt können wir das schon mal einordnen. Das heißt, ihr habt einen KI-basierten Assistenten, hatten wir auch schon mal in dem schriftlichen Interview, was bei Elektroautomuse online gegangen ist, aufgegriffen, wo ihr dann quasi, wo der User auf eure Seite kommt und wie führt ihr ihn dann durch diesen Prozess? Also welche Fragen muss er beantworten? Wie clustert oder ordnet ihr dann den interessierten potenziellen E-Auto-Fahrer ein und leitet ihn dann eben zu seinem Rundum-Sorglos-Paket, das ihr eben für ihn da schnürmen wollt?

  7. Julian Feser:

    Genau. Also an sich sind es elf Fragen zum Mobilitätsbedarf, die wir dem Kunden oder dem potenziellen Kunden stellen. Da sind so Fragen dabei wie, wie viele Kilometer legst du am normalen Arbeitstag zurück? Ist die Langstreckentauglichkeit für dich besonders wichtig? Aber eben auch Fragen rund um die Wohnsituation, also ob der Kunde zur Miete wohnt oder ob er Eigentümer der Immobilie ist, weil sich aufgrund dessen natürlich auch die Empfehlung zum passenden Elektroauto eben beeinflusst. Also ich sage mal, wenn jemand zur Miete wohnt und keine Möglichkeit hat, zu Hause zu laden, beziehungsweise auf der Arbeit, dann empfehlen wir natürlich auch immer Elektroautos mit einer größeren Reichweite. Sonst ist das Ganze doch relativ unpraktikabel, wenn er da jeden Tag öffentlich laden muss. Das mal so zum Hintergrund. Und ja, wir nehmen ihn an der Hand, nachdem er dann die Fragen ausgefüllt hat, mithilfe des neutralen Matching-Algorithmus eben drei passende E-Auto-Vorschläge gibt. Die kann der Kunde dann eben in dem eigenen Interface anschauen, kann sich darüber nochmal informieren und darüber dann aktiv selber die passende Probefahrt bei unseren Partnern anfragen. Und genau das Gleiche ist eben mit allen anderen Produkten und Services in der E-Mobilitäts-Journey, nenne ich es jetzt mal, wo der Kunde dann eben die passenden Wallboxen mit vorgeschlagen bekommt. Und dabei ist es eben alles aufeinander individuell passend abgestimmt.

  8. Sebastian:

    Okay, das heißt, wenn ich es richtig verstanden habe, muss der potenzielle Kunde oder E-Auto-Fahrer, nennen wir ihn mal, einfach nur diese 11 Fragen beantworten nach seinen eigenen Lebensumständen sozusagen. Und dann kriegt der E-Auto-Wallbox-Stromvertrag-Versicherung von euch angezeigt, was für ihn passen könnte, immer mit Auswahlmöglichkeiten und bekommt dann eben auch die Möglichkeit oder Infos dazu, Achtung, das wird gefördert, davon profitierst du noch. Das ist so die Quintessenz.

  9. Julian Feser:

    Das ist so die Quintessenz, genau richtig. Und wir haben uns eben dazu entschieden, dass wir den Kunden, wir haben es damals Information Overload ein bisschen zurückhalten und er eben am Anfang zwar das gesamte Mobilitätspaket sieht und wo er sich in dem einzelnen Prozess befindet, aber vor allem am Anfang eben, die Informationen zum E-Auto und zur Ladeinfrastruktur hat und sich dann erst Gedanken machen muss zur Beantragung zum Beispiel des Umweltbonuses.

  10. Sebastian:

    Aber auch dort nehmt ihr ihn dann quasi in die Hand und gebt ihm da schon so eine Richtung vor und sagt, so und so funktioniert das. Also ihr helft ihm da auch schon bei der Förderung.

  11. Julian Feser:

    Genau, also der Kunde wird eh bei uns telefonisch beraten. Das heißt, wenn der Kunde doch etwas weiter ist, wie wir ihn eingeschätzt haben, können wir dann natürlich da auf individuelle Fragen und Wünsche immer eingehen.

  12. Sebastian:

    Das heißt aber, er startet quasi mit dem Assistenten, trifft dann seine weitere Auswahl und dann geht es in die Feinabstimmung mit euch. Genau richtig.

  13. Julian Feser:

    Genau richtig.

  14. Sebastian:

    Okay. Jetzt hätte ich eine Frage. Du hast gesagt, es gibt dann drei E-Auto-Vorschläge. Seid ihr da... Hersteller gebunden, dass sie nur eine gewisse Range an Herstellern anbietet oder gibt es da dann, ich sage mal, alles, was auch so im europäischen Markt dann speziell jetzt natürlich Deutschland zur Verfügung steht oder seid ihr da irgendwie eingegrenzt?

  15. Julian Feser:

    Also wir bieten alle Modelle an in unserem Assistenten, die auf dem deutschen Markt zur Verfügung stehen. Und da ist es vielleicht auch interessant zu erwähnen, dass wir eben, wie du anfangs angesprochen hast, da herstellerunabhängig agieren, weswegen wir zum Beispiel auch Tesla bei uns im Assistenten mit drinnen haben. Also Tesla... vertreibt er seine Autos ausschließlich direkt über den eigenen Online-Vertrieb. Das heißt, dort können keine Zwischenhändler, sage ich mal, sich dazwischen schalten. Wir sagen aber, wenn das E-Auto das passende, also der Tesla das passende E-Auto für den Kunden ist, schlagen wir es ihm trotzdem vor. Und ja, somit bieten wir alle momentan Modelle, die in Deutschland zur Verfügung stehen, eben auch an.

  16. Sebastian:

    Okay, das ist ja schon mal ein guter Hinweis, damit Tesla das eben mit anbietet, weil ich wollte jetzt auch nochmal fragen, wodurch profitiert dann quasi der Nutzer eures Angebotes, also was macht euch da einzigartig, aber das ist ja schon mal so ein Punkt, der euch hervorhebt, dass ihr da nicht nur die Fahrzeuge anbietet, wo ihr schlussendlich dann auch was dran verdient.

  17. Julian Feser:

    Richtig, genau. Und ja, die weiteren Vorteile natürlich, dass er einen kompletten Ansprechpartner in seiner ganzen E-Mobilitäts-Journey hat. Also wir hatten es damals selber das Problem, als wir uns ein Elektroauto anschaffen wollten, dass eben die Autohändler, aber auch die Stromversorger oder die Warbox-Hersteller zwar von ihrem Produkt profitieren, wirklich die Expertise haben, aber alles aufeinander abgestimmt. Und wie bekomme ich denn jetzt eine Wallbox? Das kann einem der Verkäufer im Autohaus häufig immer noch leider nicht sagen.

  18. Sebastian:

    Ja klar, das stimmt. Da habt ihr dann schon so den Gesamtüberblick über das Thema, könnt da die Kunden oder den E-Autofahrer, den Interessenten besser beraten, weil ihr da mehr Infos an der Hand habt und auch eben diese Verwebung der verschiedenen Themen dann eben auf die Strecke bringt. Wie schaut es bei den Wallboxen aus? Habt ihr da eine breite Auswahl oder beschränkt ihr euch da auf wenige Modelle? Wie ist das angedacht oder wie schaut das im Moment aus?

  19. Julian Feser:

    Also im Moment haben wir da fünf Hersteller, mit denen wir zusammenarbeiten. Die haben wir anfangs anhand von eingesetzten KPIs, sage ich mal, ausgewählt. Da war vor allem Dennis Federfürth, unser Ingenieur im Team, der eben gesagt hat, welche Funktionen so eine Wallbox eben einfach schon mit vorhanden sein haben muss. Also zum Beispiel der FDI-Fehlerschutz, der ist eigentlich bei uns bei allen angegebenen Wallboxen standardmäßig mit integriert und schon vorhanden.

  20. Sebastian:

    Und die Wallbox, die ihr anbietet, sind dann auch alle wahrscheinlich förderfähig und fallen in das KfW-Förderprogramm?

  21. Julian Feser:

    Ja, nicht. Also momentan ist natürlich die Nachfrage nach den Förderfähigen auf jeden Fall gegeben. Zum Beispiel haben wir aber auch die Heidelberg Eco mit im System. Die war vor allem vor der Förderung, ging die gut und ist ja ein Top-Produkt. Da haben wir jetzt eben gemerkt, dass die leider nicht mehr so gut ankommt, aufgrund dessen, dass sie eben nicht förderfähig ist. Aber ja, der Rest unseres Angebots bei Wallboxen sind alle förderfähig.

  22. Sebastian:

    Okay, na gut. Ich meine, das wird sich irgendwann auch wieder shiften wahrscheinlich, wenn dann der Fördertopf sozusagen mal leer ist und man dann einfach schauen muss, welche Wallbox dann auch ohne Förderung am attraktivsten ist.

  23. Julian Feser:

    Ja. Es ist ja eh unglaublich, wie schnell da der Fördertopf zu Ende gegangen ist. Da haben sie jetzt, glaube ich, vor zwei Wochen kam die Meldung, dass der neue Aufruf mit den 200 Millionen auch schon wieder halb vergriffen ist.

  24. Sebastian:

    Ja, also ich kann es auch kaum glauben, wo die ganzen Wallboxen hingehen, wenn man das so liest. Aber es ist ja schön, dass die Nachfrage da ist sozusagen.

  25. Julian Feser:

    Ja, das ist auf jeden Fall. Das Einzige, was man wirklich teilweise von den Kunden hört, so mal aus dem Nähkästchen geplaudert, ist, dass teilweise eben keine, also das kennst du das Problem wahrscheinlich auch, dass die Hardware einfach nicht lieferbar ist. Und viele Kunden oder Interessenten von Wallboxen sich jetzt zwar eine Ladeinfrastruktur anschaffen, aber sich das E-Auto vielleicht erst in ein bis zwei Jahren zulegen. Und dann gibt es natürlich die Kunden, die ihr E-Auto schon bestellt haben und jetzt auf die Hardware warten. Und wir hatten jetzt schon zwei Kunden, die zwei Elektroautos schon bekommen haben und dann aber händeringend nach einer Lade-Lösung gesucht haben, dass die auch rechtzeitig ankommt.

  26. Sebastian:

    Die Thematik kenne ich allzu gut. Ich habe heute wieder zwei E-Mails zu dem Thema bekommen bei uns. wo dann auch nachgefragt wurde, ob das denn tatsächlich so ist, dass da keine Wallboxen mehr vorhanden sind. Und wenn die da sind, dann entscheidet es meistens noch am Elektriker, der vielleicht keine Zeit mehr gehabt hat.

  27. Julian Feser:

    Ja, richtig.

  28. Sebastian:

    Das ist ja auch noch mal so das Thema. Jetzt ist ja die Frage, ihr bietet da einen riesen Service an, einen riesen Mehrwert, sage ich mal, für den Kunden, für den E-Auto-Fahrer an sich. Was zahlt der denn für euren Service? Oder wie wird das denn gehandhabt?

  29. Julian Feser:

    Also der Service bei uns für den Endkunden ist komplett kostenlos. Weil wir uns gesagt haben, wir wollen dem Endkunden dabei helfen, den einfachen Einstieg in die E-Mobilität zu finden. Und wir uns gesagt haben, wenn der Kunde jetzt für eine Beratung vor allem im B2C-Bereich nochmal zahlen müsste, gibt es eine weitere Hürde, die ihn davon abhält, elektrisch zu fahren. Und wir finanzieren uns durch Provisionen von unseren Partnern. Das heißt konkret, dass wir Provisionen bei der Vermittlung von Elektroautos von den Autohäusern bekommen. Und dabei ist vielleicht wichtig zu erwähnen, dass wir eben die gleiche Höhe der Provision für alle Modelle bekommen. Das heißt, am Ende steht, wie gesagt, der Kunde wieder im Mittelpunkt, weil es uns eben egal ist, welches Elektroauto oder welches Auto überhaupt wir dann eben dem Kunden empfehlen oder dann eben auch vermitteln.

  30. Sebastian:

    Ja, also ich denke, das ist ein wichtiger Hinweis oder Einschub deinerseits, dass ihr da jetzt die gleiche Provision für allen bekommt. Weil sonst könnte man ja sagen, gut, bei Audi kriegst du 5 Euro mehr. Dann wird halt tendenziell auch des Öfteren mal ein Audi e-tron vielleicht empfohlen. Von daher ist es ja nur fair für den potenziellen oder den künftigen E-Auto-Fahrer, dass ihr da keine Unterschiede macht sozusagen.

  31. Julian Feser:

    Das ist uns ganz wichtig und wie eben anfangs erwähnt, zeigen wir sogar die Elektroautos an, wo wir keine Provision bekommen, wie jetzt Tesla zum Beispiel. Von dem her wollen wir uns da ganz klar als unabhängiger Berater positionieren.

  32. Sebastian:

    Ja, das macht er auch. Also steht ja sozusagen zu einem Wort durch den Tat, wie er da folgen lässt. Wie ist denn so ein typischer Ablauf, wenn ich jetzt sage, ich bin da interessant, ich habe da auch wirklich ernsthaftes Interesse dran. Wie schnell ist denn so der Durchlauf von der ersten Zeit? Ja, Kontaktaufnahme über euren Assistenten bis dann zum Abschluss mit dem Fahrzeug, sage ich nur.

  33. Julian Feser:

    Also es ist komplett unterschiedlich. Ich sage mal, wenn du bei uns den Assistenten ausgefüllt hast, dann wirst du spätestens innerhalb von 24 Stunden kontaktiert von einem unserer Beratern. Und dann liegt es wirklich individuell am Kunden. Also wir hatten Kunden... Die, wie sagt man, die waren innerhalb von drei Tagen der Woche, haben die sich fürs Elektroauto entschieden und dann bestellt. Und dann gibt es natürlich immer Kunden, die dem Ganzen noch etwas misstrauisch gegenüber sind. Und da zieht sich dann so eine Beratung oder auch die Kaufentscheidung dann über mehrere Wochen oder sogar Monate. Und dabei ist ja natürlich immer wichtig, beim Kunden irgendwie im Hinterkopf zu bleiben. Es gibt ja doch sehr viele Angebote online, wo man passende Fahrzeuge findet. Und da haben wir gemerkt, dass wir vor allem mit unserem Kundensupport und eben dem Kunden den Mittelpunkt zu stellen und der unabhängigen Beratung beitragen. Punkten und die Kunden sich dann auch an uns erinnern und wiederkommen. Und vor allem die Weiterempfehlungsrate haben wir gemerkt, ist bei uns extrem hoch. Also das bisherige Kunden, die dann in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis uns da weiterempfohlen haben.

  34. Sebastian:

    Das war schön zu hören, dass da diese Rückmeldung dann auch wieder für euch positiv ist, sozusagen. Das wäre jetzt nämlich auch noch so eine Frage gewesen. Wir hatten das schriftliche Interview, glaube ich, vor knapp vier, fünf Monaten geführt. Und da würde ich einfach auch mal fragen, wie es sich bei euch entwickelt hat seitdem, ob denn da noch mehr Zug in die Geschichte reingekommen ist.

  35. Julian Feser:

    Ja, auf jeden Fall. Also wir haben auf der Produktseite, haben wir neben dem ganzheitlichen E-Mobilitäts-Paketfinder, haben wir einen eigenen Wallbox-Finder entwickelt und integrieren können. Das heißt, da haben Kunden oder Interessenten auf der Website die Möglichkeit, ich glaube es sind fünf Fragen, die passende Wallbox eben zu finden. Da wird dann eben so gefragt, ob sie KfW-förderfähig sein soll oder ob man eben mit dem Arbeitgeber abrechnen möchte. Und aufgrund dessen spuckt er dann die passende Wallbox wieder aus. Zusätzlich haben wir gemerkt, dass es, wie vorher angesprochen, viele Kunden gibt, die noch gar nicht ein Elektroauto haben möchten, aber eben die passende Wallbox. Weswegen wir seit März, glaube ich, auch einen eigenen Wallbox-Shop betreiben, wo man ausschließlich eben direkt die Wallboxen kaufen und bestellen kann. Und ja, sonst merken wir schon, dass die Anfragen haben sich nahezu verdoppelt seitdem und auch die Gespräche mit den Kunden haben sich etwas geändert. Also es ist nicht mehr, kommt Immobilität oder was ist denn das überhaupt, sondern wie funktioniert denn das Ganze und ist es wirklich so gut, wie es sich anhört. Also das merkt man auf jeden Fall, dass sich da auch in der Gesellschaft was geändert hat vom ganzen Denken seitdem.

  36. Sebastian:

    Und das ja auch innerhalb kürzester Zeit, wenn wir da jetzt in einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten reden, ist es ja schön, dass da so eine Entwicklung dann tatsächlich stattfindet.

  37. Julian Feser:

    Ja, da tun natürlich auch alle großen OEMs und die Bundesregierung, glaube ich, einiges an guter Arbeit und an Marketingstrategien und Promotionen. Deswegen, ja, glaube ich, geht es überhaupt so schnell. Und dann eben die ganzen Förderungen, die da jetzt mit dazu gerade aufpoppen, ist das schon sehr, sehr attraktiv, momentan da umzusteigen.

  38. Sebastian:

    Ja, denke ich auch, aber kann auch nur im Zusammenspiel funktionieren. Also meiner Meinung nach zumindest, wenn da alle irgendwie am selben Strang ziehen. Für mich ein Thema, was wir zum Ende reinbringen würde, weil es auch angesprochen wurde, ihr habt ja auch einen relativ großen Datenschatz, in Anführungsstrichen, dann durch die Umfrage oder durch die Fragen aus eurem Assistenten, durch die Informationen, die ihr von den potenziellen E-Autofahrern dann ja auch bekommt, Geht ihr damit verantwortungsbewusst um oder wird der Kunde dann, ich sage mal, dauerhaft mit Angeboten zugeschüttet, selbst wenn er dann gesagt hat, nee, er möchte eigentlich nichts mehr, für ihn ist das Thema erledigt?

  39. Julian Feser:

    Ja, verständlich mit dem Problem oder mit der Aussage werden wir häufiger konfrontiert. Also unsere Daten werden ausschließlich in Deutschland gespeichert und stehen auch nur uns zur Verfügung. Wenn wir die Daten speichern, wird das natürlich super verschlüsselt. Da ist der Sebastian dahinter, dass das auch alles so funktioniert, wie es zu funktionieren hat. Und zu dem Thema, dass die Kunden dann mit Angeboten zugeschüttet werden, sage ich jetzt mal, dem ist auch nicht so. Da müssen Sie einfach den Assistenten gerne einfach mal ausfüllen. Es ist so, dass alles, was wir unternehmen, aktiv vom Kunden angefragt wird. Das heißt, der Kunde erhält die Vorschläge. Und aufgrund dessen kann er dann aktiv die Probefahrt vereinbaren, kann weitere Informationen sich zuschicken lassen oder ein individuelles Angebot. Also alles, was wir danach unternehmen, muss vorher vom Kunden eingeleitet werden. Was wir jetzt noch geplant haben, ist ein Newsletter, den wir verschicken mit speziellen Deals des Monats. Aber auch da ist es so, dass sich da die Kunden oder potenziellen Interessenten eben auch aktiv dafür anmelden müssen. Und dann ist es wie bei jedem Newsletter unten drinnen, ein Klick und man ist wieder abgemeldet.

  40. Sebastian:

    Ja, das hört sich aber vernünftig an und auch fair im Umgang mit den Daten sozusagen. Das wäre es auch von meiner Seite aus gewesen, Julian, dann. Interessante Einblicke, die du gegeben hast. Und ja, vielen Dank für den Austausch.

  41. Julian Feser:

    Ebenso, Sebastian. Vielen Dank und hat mich sehr gefreut.

  42. Sebastian:

    Ja, dich auch. Dann mach's mal gut. Bis dahin.

  43. Julian Feser:

    Bis dahin. Servus.

  44. Sebastian:

    Ciao. So schnell war die aktuelle Folge also schon wieder vorbei. Vielen Dank fürs Zuhören und wenn du die Welt der E-Mobilität noch einen Wink weiter nach außen tragen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du uns einen positiven Bewerber bei iTunes hinterlässt. Vielen Dank dafür und bis nächste Woche. Mach's gut. Ciao.