Krieg Classic Cars: Elektro-Mustang mit dem gewissen Etwas

Im Gespräch mit Sebastian Krieg, Gründer Krieg Classic Cars

Sebastian Krieg, der Gründer von „Krieg Classic Cars“ in 2013 sowie Inhaber des Unternehmens, hat sich die Zeit für den Austausch im Elektroauto-News Podcast genommen. Üblicherweise kümmert sich das Unternehmen des Autoliebhabers um die Restauration, Aufbereitung und TÜV-Abnahme alter Klassiker - in diesem Fall dem Ford Mustang. Seit 2023 steht allerdings auch die vollständige Elektrifizierung des Ford Mustang zur Wahl.

Als Kunde hat man zwei Möglichkeiten, entweder man bringt seinen eigenen Ford Mustang vorbei und lässt diesen elektrifizieren. Oder Krieg Classic Cars begibt sich auf die Suche, restauriert ein entsprechendes Modell und übergibt dies entsprechend voll elektrifiziert. Vorausgesetzt, dass der eigene Ford Mustang keine weiteren Baustellen mit sich bringt, kostet die Elektrifizierung 75.000 Euro. Der Umbau dauert ca. ein bis zwei Monate.

Bei vollständiger Restaurierung und Umbau zum Elektro-Mustang dauert es gut anderthalb bis zwei Jahre. Je nachdem was zu machen ist. Auch kostet das Zusammenspiel aus Restaurierung und Elektrifizierung in Summe mehr. Hauptsächlich getrieben durch den Restaurierungspart. Das Elektro-Upgrade wird anteilsmäßig günstiger.

Spezialisiert habe man sich auf den Ford Mustang der Jahrgänge 1064 bis 1970, da dies die Jahrgänge mit der höchsten Auflage sein. Auf diese Jahrgänge habe man auch das Elektro-Update passgenau im CAD entwickelt.

Der Antrieb ist kräftiger, sicherer und effizienter als bei vergleichbaren Verbrenner. Wirtschaftlich macht das Ganze auch Sinn, da künftig einfach weniger Teile fehleranfällig sind und damit nicht gewartet werden müssen. Durch den Elektro-Antrieb wird der Ford Elektro-Mustang auch zum Einsatz für Kurzstrecken interessant. Im Detail versteht dies Sebastian besser zu vermitteln. Daher geht's direkt rein in die Folge. Viel Freude damit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität und Elektroautos beschäftigen. Eigentlich ist es nicht so ganz richtig, denn wir haben heute einen Ford Mustang. Im Mittelpunkt der Berichtserstattung stehen sozusagen alten Exemplare vom Jahr 1964 bis 1970. Aber damit der besondere Twist, und zwar, dass die umgebaut werden zu vollständigen Elektroautos. Das geschieht alles bei Krieg Classic Cars in Ismailing nahe München. Und wir haben Sebastian Krieg, den Geschäftsführer und Inhaber, zu Gast, der uns ein paar Worte darüber verliert, wie man eben so einen alten Klassiker, ein altes Ami-Mund-Mastercar eben vollständig elektrifiziert. Sehr spannender Eindruck, wie ich finde, und wir gehen direkt rein ins Gespräch. Servus Sebastian, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über dein oder euer Unternehmen Krieg Classic Cars unterhalten können. Ihr beschäftigt euch mit den Klassikern der Automobilindustrie, um genauer zu sein mit dem Ford Mustang und elektrifiziert das Fahrzeug an sich. Bevor wir da eintauchen, stell dich doch gerne mal selbst unseren Hörer, Hörerin vor, damit wir ein Bild davon haben, mit wem wir denn hier sprechen. Ja.

  3. Sebastian Krieg:

    Servus Sebastian, erstmal vielen Dank für die Einladung. Ja, ich bin Sebastian Krieg, ich leite das Unternehmen Krieg Classic Cars oder den Betrieb. Wir machen hauptsächlich Oldtimer-Wartung und Restauration, wobei unser Spezialgebiet, was Restauration anbelangt, die Ford Mustang von 1964 bis 1970 angeht und wir haben jetzt seit diesem Jahr nach längerer Entwicklungsphase auch eine Elektrifizierung. Deshalb muss dann in unserem Repertoire oder in unserem Sortiment quasi, was wir jetzt anbieten für unsere Kunden, Und so sind wir ja auch jetzt zusammengekommen über LinkedIn.

  4. Sebastian:

    Genau, das war der Ansatz, weswegen wir uns hier eben ein Stück weit austauschen möchten, weil es ist ja doch eine Besonderheit, dass man sagt, so ein Klassiker wird dann auf einmal elektrifiziert. Kam der Gedanke oder der Wunsch dazu, das ins Programm aufzunehmen, durch euch intern getrieben oder waren das tatsächlich auch Kunden, die den Wunsch geäußert hatten?

  5. Sebastian Krieg:

    Das kam hauptsächlich über mich intern getrieben, wenn man das jetzt so übernehmen darf. Ich fahre schon seit Längerem Elektroauto, privat. Und ich habe da schon vor vielen Jahren die Idee gehabt, die Ford Mustang zu elektrifizieren, weil wir, wie gesagt, unseren Schwerpunkt auf den Ford Mustangs haben. Und da war das irgendwie naheliegend, das miteinander zu verbinden. Ich habe da auch sehr, sehr lange gesucht an einer guten Firma, mit der ich das zusammen machen kann, weil ich schon wollte, dass das ein... eine Elektrifizierung ist, die auch was kann, die auch dem Ford Mustang gerecht wird. Der steht ja für Power und für Kraft und für, ja, dass da auch was vorwärts geht. Und ich wollte dann auch ein System haben, das gut funktioniert. Und da habe ich lange danach gesucht und habe dann irgendwann mal die Firma Evox Mobility ausfindig gemacht, die hier in Ismaning auch ansässig ist. Und so ist es dann entstanden.

  6. Sebastian:

    Und dann geschieht das Ganze in Kooperation, ihr arbeitet die Fahrzeuge auf und ich sage mal, der Antrieb wird woanders eingebaut oder kommt das alles aus eurer Hand dann?

  7. Sebastian Krieg:

    Es ist so, dass wir mehrere Möglichkeiten anbieten. Also man kann sowohl sein Fahrzeug zu uns bringen, also wie gesagt, alle Ford Mustang von 1964 bis 1970, wobei auch die auf der Plattform von den Mustangs existierenden Fahrzeuge wie Ford Falcon existieren. Und der Krieg, mit dem ist das auch möglich. Also dann kann entweder sein Vater zu uns springen, elektrifizieren den Wagen dann oder, und das ist ja auch wie gesagt ein Spezialgebiet bei uns, die Restauration von Mustangs, also vom Grund auf neu, wo wirklich alles neu gemacht wird, neue Lackierungen, Innenraum und so weiter und so fort. Man kann dann eben das dann mit einem elektrifizierten Antrieb dann versehen und der Antrieb selber, der kommt von E-Boards Mobility, der wird komplett gebaut, also quasi das ist ein fertiges Kit, was für die Mustangs entwickelt wurde und wir bauen das dann in das Fahrzeug ein.

  8. Sebastian:

    Und um Batterie kümmert ihr euch natürlich auch, dass das mit untergebracht wird, plus ganze Anschlussthematik dann sozusagen, also es kommt ein Rundum-Sorglos-Paket von eurer Seite aus zum Kunden dann?

  9. Sebastian Krieg:

    Genau, also der Kunde bekommt ein fertiges Fahrzeug mit allem, was für den Elektroantrieb nötig ist.

  10. Sebastian:

    Sehr schön. Magst du mal zu dem Antrieb ein paar Worte verlieren, bevor wir dann vielleicht auf das Thema Umbau eingehen? Was erwarten wir, was kriegen wir in Reichweite, was kriegen wir in Leistung, weil du hast ja vorhin zu Recht gesagt, wer ein Ford Mustang fährt, der will ja auch eine gewisse Power dann sozusagen haben. Was bringt denn dann euer umgebauter E-Mustang auf die Straße?

  11. Sebastian Krieg:

    Also der hat eine Leistung von 245 PS, entspricht 180 kW, das ganze System basiert auf einer 400 Volt Technik, eine Akkukapazität von 55 Kilowattstunden brutto und 50 netto und damit kommen wir natürlich je nach Fahrweise ca. 250 Kilometer weit. Haben auch die Fahrleistung gemessen von 0 auf 100, kommen wir so um 6,3, 6,5 Sekunden und haben eine Höchstgeschwindigkeit von 160 kmh.

  12. Sebastian:

    Hört sich doch gut an und da muss man ja auch nicht so die Abstriche sozusagen hinnehmen. Jetzt ist ja der Akku auch irgendwann leer. Wie sind da die Lademöglichkeiten? Was bietet der Dart an?

  13. Sebastian Krieg:

    Also wir können laden 11 kW und 22 kW AC. Und wir können DC laden bis 100 kW. Und bei der DC-Ladung wäre dann in ungefähr 25 Minuten bis eine halbe Stunde wieder voll.

  14. Sebastian:

    Ja, das ist ja auch eine Ansage, dass man sich da nicht ausbremst sozusagen. Gerade das Laden ist ja dann doch manchmal das Thema, wo es zu lange dauert sozusagen. Gerade wenn man mit so einem schönen Fahrzeug unterwegs ist, will man ja auch wahrscheinlich eher zügig von A nach B kommen und dann nicht ewig mit Ladepausten verbringen. Da hört sich die 100 kW doch gut an.

  15. Sebastian Krieg:

    Ja, haben wir schon getestet. Wir haben einen Prototypen gebaut, den auch jeder Probe fahren kann, der sich dafür das Fahrzeug interessiert. In dem Prototypen allerdings ist jetzt noch ein anderes Akkupack verbaut als das, was dann in der Serie sein wird. Das sind die gleichen Akkus wie im BMW i3, die gerade nur bis 50 kW laden, aber selbst mit 50 kW geht das relativ fix. wobei man ja natürlich auch berücksichtigen muss, dass er 22 kW AC laden kann. Also das reicht völlig aus. Ich meine, so ein Fahrzeug ist kein Auto, ist kein Fahrzeug, mit dem man in Urlaub fährt mit 1.200 oder 2.000 Kilometer, könnte man theoretisch auch machen, aber das ist eher ein Spaßauto nach wie vor und ein Fahrzeug, was man am Wochenende hernimmt, um mal an See zu fahren und wenn man eine längere Strecke fährt, die dann länger sein soll als 250 Kilometer, dann kann man relativ schnell wieder nachladen.

  16. Sebastian:

    Und auch ansonsten bringt er natürlich die Vorteile von einem E-Auto an sich mit. Ich denke mal, es wird ja auch in Bezug auf, also zumindest so kenne ich es von Oldtimer noch, wenn mein Papa mir da immer davon erzählt hat, Oldtimer nur gemächlich anfahren, lange Strecken, damit der Motor warm wird und alles geschont. Da müsstet ihr jetzt mit eurem E-Mustang dann doch ein Stück weit voraus sein.

  17. Sebastian Krieg:

    Genau, das war auch ein bisschen so der Ansatz. Ich meine, ich habe selber auch noch Verbrenner Oldtimer und ja, das ist ja immer so ein Verbrenner Oldtimer. anlässt, das ist ja wie so ein Ritual, was du gerade gesagt hast, also erstmal warten, bis das Wetter schön ist und dann an einem Sonntagmorgen übernimmt man seine Garage, macht die Garage wirklich auf, fährt das Auto raus, lässt es schön warm laufen und fährt dann erstmal auf die Landstraße, damit er auf Touren kommt. Das hat man natürlich bei einem replizierten Mustang nicht. Da kann man sofort losfahren und kann das Auto auch wirklich alltäglich nutzen. Also mit dem kann man jeden Morgen, ohne die Nachbarn aus dem Bett zu scheuchen, zur Arbeit fahren. Man kann auch morgens zum Bäcker fahren in die Stadt und hat da nicht die Umstände, die man hat mit einem 50 Jahre alten V8 mit Vergasertechnik.

  18. Sebastian:

    Das kann ich mir dann schon vorstellen. Und auch im Unterhalt wird er ja wahrscheinlich eine Spur günstiger sein, weil ich sage mal, einen alten Verbrenner dann aufrecht zu halten oder am Leben zu halten, wird ja auch ein bisschen was kosten wahrscheinlich. Und da habe ich ja dann auch die Vorteile, ich habe weniger anfällige Bauteile drin, generell ja auch kein Öl, das irgendwie ausgetauscht werden muss sozusagen. Da seht ihr ja wahrscheinlich auch Vorteile dann.

  19. Sebastian Krieg:

    Definitiv. Das ist eine ganz andere Herangehensweise. Jeder, der einen Oldtimer hat, der weiß, dass die normal anfällig sind, zumal die meisten ja jetzt auch schon länger in Betrieb sind. Wir haben hier keine Ölwechsel, wir müssen keinen Vergaser nachstellen und was die Teile anbelangt, sind natürlich nagelneu, sind viel verschleißt, ärmer, dadurch, dass der Wagen auch wie jedes andere Elektroauto auch rekuperiert. werden die Bremsen auch geschont und E-Works Mobility gibt auf alle Komponenten des Elektroantriebs vier Garantien. Das hat man selbst bei einem Neuwagen nicht, wenn man den irgendwo kauft.

  20. Sebastian:

    Ist auf jeden Fall ein Argument, das stimmt. Und ich sag mal, äußert ihr euch zu den Kosten oder sind das dann tatsächlich immer projektbezogene Aussagen? Weil ich denke, da ist ja auch jedes Fahrzeug, auch wenn es schon eingrenzt von 1964 auf 1970, den Zeitraum, wird es ja wahrscheinlich dann trotzdem immer ein Projekt sein, was man betrachten muss vom Umfang her. Ja,

  21. Sebastian Krieg:

    Wenn man jetzt in eine Restauration geht, dann ja. Also der Umbau selber, wenn man jetzt ein Fahrzeug nehmen würde, an dem man wirklich nichts ändern müsste, also sprich, wo das Fahrwerk dann in Ordnung ist, also wo man wirklich jetzt nur den Elektroantrieb einbaut, dann liegen wir bei 75.000 Euro netto.

  22. Sebastian:

    Schon eine Ansage dann, aber wahrscheinlich für die Liebhaber von solchen Fahrzeugen dann auch, wie gesagt, man investiert in die Zukunft, so wie du gesagt hast, man kann es halt auch einfach an einem Sonntag dann fahren und hat da nicht Probleme mit den Nachbarn, das wird jetzt nicht der Massenmarkt sein, aber dann eher auch die Nische, die ja auch bedient werden will.

  23. Sebastian Krieg:

    Auf jeden Fall, ja, es ist auch so, ich meine, wir bieten ja auch das Ganze an im Zuge einer Restauration und wenn man, So ein Mustang vom Grund auf restauriert, dann hat man natürlich auch Kosten für den Motor, der in den Stand gesetzt werden muss, für das Getriebe, das in den Stand gesetzt werden muss, für alle Verbrennerkomponenten, Benzinleitung, Tank und so weiter. Und das fällt dann natürlich raus. Dann wird der Elektroantrieb im Umkehrschluss dann auch ein bisschen günstiger, wenn man jetzt eine komplette Restauration in Anbetracht stellt. Das macht es dann etwas günstiger. Und dann bieten wir auch an, dass wir die Verbrennerkomponenten dann noch verkaufen für diejenigen, die sich für so eine Restauration entscheiden. Also dann kann man den Motor und das Getriebe und so weiter verkaufen. Da kann man dann auch noch einige tausend Euro planen. Und dann wird der Antrieb als solche günstiger, als wenn man jetzt nur rein ein Fahrzeug zu uns bringt und wir rekrutieren es dann.

  24. Sebastian:

    Und wenn ich mich jetzt entscheide, das Fahrzeug, wir bleiben mal bei dem normalen Umbau ohne Restauration, also ich kann einfach nur den Umbau vornehmen, was plane ich da an Zeit dann sozusagen mit ein? Reden wir da von einer, zwei, drei Wochen oder dauert das noch länger? Also ich kenne mich da überhaupt nicht aus, deswegen einfach mal so eine Einordnung.

  25. Sebastian Krieg:

    Also ich denke, so ein, zwei Monate müsste man da schon mit rechnen. Es kommt auch ein bisschen darauf an, also wenn wir jetzt ein Fahrzeug bekommen, also wenn es ein Kunde kommt und sagt, wir sollen sein Fahrzeug elektrifizieren, Das erste, was wir machen, wir machen eine Bestandsaufnahme, schauen uns das Auto genau an, weil es muss natürlich alles funktionieren, was sicherheitsrelevant ist. Die Bremsen müssen funktionieren, das Differenzial muss funktionieren, es muss in Ordnung sein, Vorderachse, Hinterachse. Gerade beim Elektroantrieb ist natürlich wichtig, dass das alles frei ist, dass da nichts schleift und bremst. Und das muss natürlich erstmal geprüft werden und Bei den meisten älteren Fahrzeugen ist es so, dass wir immer irgendwas finden, was nicht in Ordnung ist. Und wie gesagt, bei einem Elektroantrieb kommt es natürlich darauf an, dass das wirklich zu 100 Prozent alles funktioniert. Insofern muss man die Zeit auch mit einrechnen und dann bleibt es natürlich auch, und deswegen habe ich das extra nochmal vorhin betont, dass diese 75.000 Euro wirklich nur dann, Der Preis ist, wenn das Fahrzeug wirklich fehlerfrei ist, aber meistens muss man noch ein bisschen was dazu rechnen, weil eben, wie gerade erwähnt, Dinge am Fahrwerk oder an den Bremsen eventuell noch in Schrank gesetzt werden müssen.

  26. Sebastian:

    Klar, deswegen wertvoller Hinweis von dir natürlich, dass du sagst, nur wenn es fehlerfrei sozusagen herkommt, dass der Preis gehalten werden kann. Ist ja wie mit allem anderen, wenn du mit beschädigter Ware in Anführungsstrichen hingehst und die erstmal in Stand setzen musst, ist das ja erstmal noch eine Baustelle, die vorab erledigt werden muss. Richtig, ja. Und wie ist es, das Jahr ist jetzt noch relativ jung, du hast gesagt, ihr habt das jetzt Anfang des Jahres bei euch offiziell mit ins Programm aufgenommen. Merkt ihr schon ein grundsätzliches Interesse dafür? Ich sage mal, dass sich auch Leute damit beschäftigen. Habt ihr vielleicht schon erste Kunden dafür oder lasst ihr das jetzt auch erstmal so Stück für Stück sozusagen anlaufen? Ihr habt ja auch den Testwagen, wo du eben gesagt hattest. Wird das denn schon wahrgenommen, das Angebot?

  27. Sebastian Krieg:

    Ich meine, jetzt ist Winter, was das Oldtimer-Geschäft anbelangt, ohnehin ein bisschen ruhiger. Aber wir haben schon einige Anfragen gehabt. Noch nichts Konkretes, aber es gibt viele, die Anfragen, die auch andere Autos haben, die sie gerne umgebaut haben wollen. Aber wie gesagt, wir haben uns jetzt auf die Ford Mustang beschränkt und ich denke, wenn wir jetzt auch richtig in die Werbung gehen, wir haben jetzt noch nicht so viel gemacht. Wir haben jetzt schon ein paar Videos vorproduziert für unseren YouTube-Kanal. Da wird was kommen. Wir haben in verschiedenen Zeitschriften Berichte kommen über den Umbau und allgemein wird die Werbung jetzt erst richtig anlaufen und dann denke ich, dass im Frühjahr dann schon die ersten Interessenten kommen werden.

  28. Sebastian:

    Das hört sich gut an und der Markt ist tatsächlich anscheinend auch vorhanden. Ich sage mal generell hört es sich für mich schon sehr nischig an, Ford Mustang 1964 bis 1970, aber da scheinen ja doch mehrere Fahrzeuge dann auch auf der Straße zu sein, damit sich da die Restauration dann sich schon mal lohnt und jetzt dann eben auch so ein möglicher Umbau.

  29. Sebastian Krieg:

    Ja, ich meine, wir haben uns ja ganz bewusst für die Ford Mustang entschieden, weil das nun mal das amerikanische Muscle Car ist schlechthin. Die wurden ja millionenfach gebaut. Insofern finde ich es jetzt auch nicht schlimm für diejenigen, die den Kopf schütteln und sagen, wie kann man so einem Ford Mustang sowas nur antun. Wie gesagt, die wurden sehr oft gebaut, millionenfach gebaut. Und das stört sich, wenn man da einige davon dann elektrifiziert. Es gab ja auch viele Sechszylinder-Fortmustern, die ohnehin nicht so beliebt waren. Insofern tut es da keinen Wehen.

  30. Sebastian:

    Also mir wird es eh nicht wehtun, muss ich sagen, wenn wir die elektrifizierte Variante fahren und auch vom Antrieb her auf der Strecke lässt er den Verbrenner ja wahrscheinlich trotzdem hinter sich, weil er ja eben die Vorteile des E-Antriebs mit sich bringt.

  31. Sebastian Krieg:

    Ja, also es gibt einen Mustang, das ist der Shelby bzw. der 428, das ist der 7,4 Liter V8. Der kommt ungefähr an die Leistung ran, von unten raus jetzt nicht, aber oben raus wird er dann schon zu dem E-Mustang aufschließen. Aber ich würde sagen, 98 Prozent aller verbrennenden Mustangs lässt der Elektromustang stehen.

  32. Sebastian:

    Das ist doch definitiv eine Ansage. Mir ist natürlich auch klar, dass man da nicht nur am Antrieb hängt, sondern auch Geräusch und Oldtimer, das Feeling, das ist schon nachvollziehbar. Aber ich finde es trotzdem schön, wenn wir nur einen mehr davon auf der Straße sehen, haben wir, glaube ich, alle auch was gewonnen.

  33. Sebastian Krieg:

    Ja, und wir haben ja auch ganz bewusst uns für die Variante entschieden, die wir jetzt anbieten. Der Mustang ist jetzt kein Resto-Mod, wo wir wirklich alles getauscht haben. Also wir hätten ja auch zum Beispiel einen Tesla-Antrieb einbauen können und dann die Hinterachse entsprechend angleichen. Das wollten wir aber nicht. Wir wollten dadurch, dass der Antrieb ab der Kaderwelle nach hinten original ist, wie bei den alten Mustangs, hat man nach wie vor das wirkliche Oldtimer-Feeling. Also ich habe die Leute, die mit dem Auto gefahren sind, sagen alle, das fühlt sich genau vor allem wie ein alter Ford Mustang, nur eben mit einem anderen Antrieb und genau das wollten wir. Wir wollten das Fahrgefühl eines alten Ford Mustang nicht verlieren. Das handelt sich ja immer noch um eine Karosserie aus dem Baujahr, aus dem jeweiligen, jetzt bei unseren Prototypen von 1968. Unser Prototyp Für diejenigen, die sich das mal auf unserer Webseite anschauen, der ist jetzt komplett in schwarz gehalten, den habe ich jetzt so gebaut, weil es mir jetzt so gefällt, aber man kann so einen Mustang auch komplett original belassen und dann wird man überhaupt keinen Unterschied mehr merken zu einem Verbrenner-Mustang, rein optisch, nur dann halt klar, wenn man den Schlüssel umdreht, dann hört er sich natürlich ein bisschen anders an.

  34. Sebastian:

    Aber erst dann verrät man sich. Ja, vielen Dank für die Eindrücke. Das war doch sehr spannend. Ich werde auf jeden Fall mal vorbeischauen. Ihr sitzt in München, wo man auch den E-Fort Mustang dann von euch auch Probefahren kann.

  35. Sebastian Krieg:

    Genau, wir sind in Ismaning und das Fahrzeug steht jederzeit zur Verfügung. Also für jeden, den es interessiert, einfach einen Termin ausmachen und dann kann man gerne eine Runde fahren.

  36. Sebastian:

    Sehr schön. Die Links und auch das eine oder andere Video werden wir bei uns in den Artikel mit reinpacken. Dir vielen Dank für deine Zeit, Sebastian. Ich hab dir Dank.

  37. Sebastian Krieg:

    Vielen Dank.

  38. Sebastian:

    Tschüss. Das war es jetzt auch wieder, die aktuelle Folge des Ektorte-News.net-Podcast. Ich freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wo wir das so ein eher außergewöhnliches Thema hatten und würde mich freuen, wenn du dem Podcast eine positive Bewertung bei iTunes hinterlässt, dass wir die Welt der E-Mobilität noch ein Stück weit vergrößern können. Dir vielen Dank fürs Zuhören und bis kommende Woche. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.