Wolfgang Ufer: smart #1 als urbaner E-Weggefährte mit Pionier-Status

Im Gespräch mit Wolfgang Ufer, CEO von smart Deutschland

Im April 2022, bei der Weltpremiere des smart #1 - gesprochen smart Hashtag One - durfte ich Wolfgang Ufer, CEO von smart Deutschland kennenlernen. Dieser hat bereits am Abend der Premiere erste Einblicke hinter die Kulissen von smart offenbart. Hat es sich nun aber auch nicht nehmen lassen, bei uns im Podcast vorbeizuschauen, um ein wenig über smart, den smart #1 und künftige Entwicklungen der Marke zu sprechen.

Der smart #1 gilt für die Marke als Wegbegründer. Nicht nur weiter in Richtung Elektromobilität, sondern vor allem auch in Hinblick auf die die Neuausrichtung der Marke smart, auf deren Produktportfolio und die Nomenklatur für deren neue Fahrzeuggeneration. Diesen Status als Wegbegründer bringt die Marke einfach mit sich. Wie sonst kann man es sich erklären, dass smart von Beginn an, mit E-Autos gestartet ist. 2007 brachte man den ersten Stromer auf die Straße. Bevor man dann 2019 Vollendens den Wandel hin zur reinen E-Automarke vollzogen hat.

Wolfgang gab im Gespräch zu verstehen, dass der Wandel zur reinen E-Automarke bereits beschlossen war, bevor man mit Geely in Gespräche über das heutige Joint-Venture getreten ist. Auch, wenn es zeitlich ganz gut gepasst hat. Denn 2019 gab die Mercedes-Benz AG 50% seines Anteils an smart an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding), um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel war es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiter zu entwickeln.

Und genau darüber, sowie über deren erstes gemeinsames E-Auto, den smart #1, unterhalten wir uns in dieser Podcast-Folge ausführlich.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-Newsbook-Net-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit Themen aus der Welt der E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Wolfgang Ufer, seines Zeichens CEO von Smart Deutschland, zu Gast, der uns ein wenig mehr über die Marke Smart, deren Zukunft in der Welt der E-Mobilität, und eben auch den Smart Hashtag von Hashtag1 als Pionier der aktuellen Zeit in dem Bereich E-Autos vorstellt. Ganz interessantes Gespräch, wie ich finde, konnte noch mal einiges Neues mitnehmen und es macht Freude auf mehr. Von daher gut zu hören und einiges Neues über Smart und den Smart Hashtag von erfahren. Servus Wolfgang, vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst für das Gespräch mit mir. Wir wollen uns heute ein wenig über Smart, den smart #1 und den Blick in die Zukunft von Smart unterhalten, den ihr jetzt schon langsam beschritten habt. Vielleicht magst du dich aber zu Beginn einfach kurz selbst vorstellen, dass unsere Hörer und Hörerinnen wissen, mit wem wir es denn zu tun haben.

  3. Wolfgang Ufer:

    Ja, hallo Sebastian, freue mich sehr, dass ich heute bei dir sein darf, beziehungsweise mit dir sprechen kann. Mein Name ist Wolfgang Ufer, ich bin CEO Smart Deutschland. Und im Prinzip jetzt in dieser neuen Firma verantwortlich für den größten Markt in Europa. Das ist auch der erste, der mit den Produkten hier an den Start geht. Ja, und ich freue mich heute mit dir über Smart sprechen zu dürfen.

  4. Sebastian:

    Freut mich auch. Und wir hatten ja schon mal die Ehre beim smart #1, bei der Weltpremiere sozusagen. Genau. In Berlin, wo wir zugegen waren und uns austauschen konnten. Und da habe ich dann erfahren, dass du ja schon ein bisschen länger bei Smart auch unterwegs bist, schon über zehn Jahre oder um die zehn Jahre. Hast du ja auch schon einiges mitmachen können. Wie waren denn so die Schritte in den letzten Jahren hin zur E-Mobilität? War das relativ klar oder hat sich das dann erst so, ich sage mal, Stück für Stück auch entwickelt?

  5. Wolfgang Ufer:

    Ja, also... Ich finde es immer ganz interessant, auch über Smart zu erwähnen. Die, die sich damit beschäftigen, die wissen, dass ja Smart war von Moment 1 eigentlich schon immer als Elektrofahrzeug geplant. Das wurde damals vor über 20 Jahren halt dann aber als Elektrovariante noch hinter die Hütte gerollt, weil man halt damals Verbrennerautos anbieten wollte, jetzt in diesem Kleinstwagen-Minisegment. Wir sind dann aber trotzdem, also Smart, mit 2007 mit einem elektrischen Fahrzeug gestartet. Das ist ja super früh, wenn man mal überlegt. Das war auch eine Zeit, wo Elektrofahrzeuge noch gar nicht so begehrt sind, wie sie heute sind. Trotzdem war Smart der Pionier. Und wenn man dann den Weg weitergeht, dann ist es tatsächlich so gewesen, dass Smart auch als erster, sage ich mal, der Verbrenner, also als Marke, die Verbrennerfahrzeuge anbietet, 2019 hier einen Schnitt gemacht hat und gesagt hat, so, wir bieten jetzt elektrische Fahrzeuge, nur noch elektrische Fahrzeuge an. Und ja, das war ein harter Schritt. Das ist ja nicht so, dass die Elektromobilität jetzt hier ein einfaches Thema war und ist für die Autoindustrie, aber da war Smart wirklich ein Pionier bis heute. Und ist im Prinzip in der Elektromobilität zu Hause.

  6. Sebastian:

    Schon sehr eindrucksvoll, wenn man da hört, 2007 schon E-Auto gedacht und da tatsächlich als Pionier auf dem Weg nach vorne sozusagen. Sehr spannend. Jetzt hast du das Jahr 2019 so als Wendepunkt dann nochmal gestartet. ich sag mal, in den Fokus gerückt, weil da kam die Entscheidung, okay, ihr geht da auf E-Mobilität und auch keine Kompromisse Plug-in-Hybrid oder Verbrenner noch irgendwie mit dem Portfolio, sondern klare Ausrichtung. Das ging ja aber auch damit einher, dass Mercedes-Benz Anteile an Smart abgegeben hat in Richtung China, um da eben auch gleich sich einen relevanten Player mit Geely an Bord zu holen, der da auch entsprechende Erfahrungen hat. Vielleicht kannst du dazu ein paar Worte auch noch verlieren.

  7. Wolfgang Ufer:

    Ja, das war eine super spannende Zeit. Also die eine Entscheidung, dass wir voll elektrisch gehen, die wurde früher schon gefällt. Irgendwann, sage ich mal, eine gewisse Zeit vorher, da war jetzt noch keine Rede von einer möglichen Joint Venture oder Neuorientierung der Marke. Dieser Schritt kam eigentlich in dem Moment, wo man sich Gedanken darüber gemacht hat, wie könnte ein Folgefahrzeug für den V2 aussehen oder wie könnte die Zukunft für Smart aussehen und Das war im Prinzip genau der Moment, der eine oder die andere haben es vielleicht mitbekommen, damals hat ja Geely sich auch an Daimler beteiligt mit einem nicht unerheblichen Anteil und war dann damit auch im Gespräch und hat sich da als Partner einfach angeboten, um Smart in eine tolle Zukunft zu bringen. Man muss einfach wissen, Geely hat eine wahnsinnig hohe Kompetenz mit Elektrofahrzeugen, die sind da also wirklich einer der weltweit größten Anbieter in diesem Thema, die verfügen über ganz, ganz tolle Plattformen und die Autoindustrie, die basiert, der Erfolg einer Marke basiert immer auf der Plattform, die im Hintergrund zur Verfügung steht und da haben wir plötzlich jetzt über diese Konstellation natürlich einen Zugang zu Technologie und Plattform, was uns jetzt so als Marke vorher nicht zur Verfügung gestanden hat und in der Folge wurde also ein Joint Venture gebildet zwischen Mercedes-Benz und Also Mercedes-Benz AG und Geely, das ist ein Equity-Join-Venture, also 50% an jeder Seite. Und da begegnet man sich auf Augenhöhe und es ist auch eine ganz tolle Aufteilung an der Stelle. Das heißt, die Konzeption und vor allem auch das Design der Fahrzeuge, das erfolgt über Mercedes-Benz, auch über das Mercedes-Benz Design Team. Und gleichzeitig dürfen wir dann aber über unsere Smart-Entwicklung, die wir eigen haben, auf die Geely-Plattform aufsetzen. sodass wir hier, wie gesagt, Zugang haben zu dieser tollen Plattform, die Geely hat, aber natürlich im unteren Kompaktsegment. Das ist natürlich wichtig, weil wir haben zwar jetzt neue Produkte, aber wir bleiben natürlich eine urbane Marke, die Kompaktfahrzeuge anbieten wird zukünftig.

  8. Sebastian:

    Da hast du jetzt schon vorweggenommen, was ich fragen wollte, diese klare Kompetenztrennung oder was heißt klar, ihr Konzept und Design von Mercedes-Benz Seite, von Smart Seite, die Plattformtechnik dann von Geely. Aber soweit ich es noch in Erinnerung habe, sind diese Grenzen ja doch nicht so komplett klar, sondern ihr bringt dann natürlich auch eure Erfahrungen dann auch in Richtung Technik mit rein, soweit ich mich zumindest noch daran erinnern kann oder ist das nicht der Fall?

  9. Wolfgang Ufer:

    Ne, also ich persönlich bin ja jetzt auch ein Beispiel dafür. Ich komme ja aus der Mercedes-Benz-Welt. Ich war über 20 Jahre jetzt Mercedes-Benz und Daimler und die letzten 10 Jahre tatsächlich auch bei Smart und bin da natürlich auch ein Kind der Marke insofern, dass ich da alles mitgemacht habe. Und da gibt es nochmal andere, die da mit dabei sind, auch beispielsweise BMW. Mein Chef, der Europachef, der Adelmann, ist auch jemand, der hier mit in diesem Gründerteam mit dabei war und auch heute hier mit dabei ist. Und wir bringen uns da natürlich ein und haben natürlich auch eine große Erfahrung jetzt vor allem für den europäischen Markt, wissen, was hier wichtig ist. Und du siehst es auch hier an dem Design der Fahrzeuge. Das ist in Deutschland im Prinzip designt worden. Da sind wir also wirklich sehr stark auch in einem Austausch und haben da eine fantastische Unterstützung unserer Shareholder. Also da muss ich sagen, da bin ich schon sehr glücklich, wie sich das alles entwickelt hat für uns.

  10. Sebastian:

    Das kann ich mir vorstellen, ist ja auch nicht so selbstverständlich, dass das dann immer ohne größere Reibereien voranschreiten kann.

  11. Wolfgang Ufer:

    Nee, absolut. Also Sebastian, wenn ich das mal noch sagen darf, überleg dir mal, in welche Zeit wir da gerutscht sind mit dem Ganzen. Wenn man sich auch vorstellt, Kooperationen in der Autowelt, ich weiß nicht, wie du dir das schon mal angeschaut hast, die sind ja nicht immer nur gut gelaufen und das birgt ja immer auch eine gewisse Komplexität. Ich finde, da haben wir wirklich eine gute Situation und auch vor dem Hintergrund, dass wir hier in eine Covid-Pandemie reingekommen sind. Wir haben Riesenthemen mit Rohstoffen, Chipmangel und Co. Da muss ich wirklich sagen, dass wir da natürlich die Probleme genauso haben wie andere auch, aber wie wir da im Moment umgehen, auch in diesem Konstrukt, das ist wirklich super. Also da würde ich jetzt nicht tauschen wollen mit irgendjemand an der Stelle.

  12. Sebastian:

    Das ist doch eine schöne Aussage, wenn man die so überzeugt treffen kann, wie du das jetzt gemacht hast. Du hast aber auch gesagt, oder du hast erwähnt, ihr nutzt zwar die Plattform von Geely, aber ihr bleibt euch treu im Kern der Marke, ihr bleibt urbane Fahrzeuge, also auch eine Nummer kleiner gedacht, nichtsdestotrotz mit dem Hashtag WON geht es ja vom Kleinstwagen einen Schritt in ein größeres Segment. Was war so der Gedanke da dahinter?

  13. Wolfgang Ufer:

    Ja, also erstmal muss man ja mal sagen, Smart ist ja geprägt vom Fortwo. Es ist ja auch ein sensationelles Fahrzeug, 2,69 Meter, passt in jede Parklücke. Kleine Anekdote, am Wochenende hat mich meine Mutter besucht und parkt dann quer bei mir in der Straße und war dann ganz stolz drauf, dass sie da noch parken konnte mit dem Fortwo. elektrisch natürlich, das ist mir alles klar, das ist Wahnsinn und super. Nur ist auch klar, wenn man jetzt als Elektromarke antritt, dann muss man und vor allem dieses Potenzial hat, was Smart ja auch mitbringt, dann muss man das natürlich in voller Stärke nutzen und deswegen haben wir den Ford 2, der ja heute noch verfügbar ist und auch weiter läuft aktuell, ergänzt mit einem weiteren Elektrofahrzeug und das ist dieser Hashtag hashtag one den wir jetzt vorgestellt haben in berlin und das ist einfach auch ein smart eine nummer größer ein elektrofahrzeug voll elektrisch und trotzdem natürlich in unseren markenwerten hier ganz ganz treu das heißt er hat ein fantastisches hochwertiges design überraschende technologie die da drin ist und was ganz wichtig ist eine einzigartige und effiziente raumnutzung das hat der fortu schon aber das hat dieses fahrzeug auch das ist jetzt über vier meter groß aber hat im prinzip einen platz von einem auto was fünf meter oder größer ist und ich glaube sebastian das kannst du sogar bestätigen weil du bist mindestens mal davor gestanden oder vielleicht sogar reingesessen das ist im prinzip ja unser erstes fahrzeug der neuen generation das soll aber auch nicht das letzte sein

  14. Sebastian:

    Das hoffen wir doch, dass das nicht das letzte Fahrzeug eurer neuen Generation bleibt, weil ich glaube, der Aufschlag ist ganz gut gelungen. Der kam nicht nur bei mir sehr positiv an, aber bei den Kollegen, Kolleginnen, die da in Berlin vor Ort mit dabei waren. Ich denke, auch das bisherige Feedback, was ihr vom Markt erhalten habt, war ja, denke ich, durchweg positiv.

  15. Wolfgang Ufer:

    Ja, also da muss ich dir recht geben. Erstens mal, wir waren ja da zusammen. Das war ein ganz toller Moment für uns alle. Weltpremiere in Berlin. Ja, das war super. Wir waren auch wirklich begeistert von den Rückmeldungen, die wir bekommen haben aus den großen Medien, auch traditionellen Medien, Automotor, Sport, Autobild, auch FHZ und Co. Aber auch von euch, den Influencern, die da waren, da haben wir auch Kennzahlen bekommen und gesehen, wo wirklich super positiv waren in den Zugriffen der Videos und der Reviews. Und teilweise war die Begeisterung so hoch, dass Influencer im Video erklärt haben, sie wollen sich das Auto reservieren. Und das war für uns natürlich fantastisch, weil wir arbeiten da über, sage ich mal, eine lange Zeit dran, dass das toll wird. Und wenn man das so bestätigt bekommt, dann freut man sich umso mehr.

  16. Sebastian:

    Ein größeres Lob als dann diese Aussage, man bestellt sich das Fahrzeug, zu bekommen gibt es ja wirklich nicht. Habe ich auch gesehen, das Video war sehr interessant.

  17. Wolfgang Ufer:

    Da arbeiten wir natürlich auch dran, dass das Versprechen eingelöst wird. Aber weißt du, was auch wichtig ist? Wir sind ja nicht alleine, sondern wir haben auch Geschäftspartner. Stell dir vor, unsere zukünftigen Vertriebspartner, beispielsweise die Smart Stores zukünftig, das sind auch die ehemaligen, eine große Auswahl derer. Und die sind auch super positiv. Auch die Menschen, die bis heute Smart verkaufen, die freuen sich wahnsinnig auf diese neue Zukunft. Und wenn du diese Atmosphäre in Summe dann hast, dann kannst du dir vorstellen, dass ich sehr, sehr begeistert von meinem Job bin und den auch gerade sehr gerne mache, auch wenn es ganz viel Arbeit ist und anstrengend, aber das macht gar nichts, weil am Ende des Tages macht es Spaß, einfach smart in diese tolle neue Zukunft zu bringen.

  18. Sebastian:

    Das kann ich mir vorstellen, dass das dann auch motivierend ist oder auch eine entsprechende gute Rückmeldung für dich ist. Und ihr denkt ja smart, gerade mit dem Hashtag One, Hashtag Eins nochmal eine Spur weiter. Ihr wollt ja jetzt rein weg von dem reinen Beförderungsmittel oder Hilfsmittel von A nach B hin zu einem Bindeglied verschiedener Elemente. Da sind dann so Stichworte wie Ideen, Kultur, Technologie gefallen bei der Weltpremiere. Vielleicht kannst du das auch noch ein wenig ausführen, was smart dahinter sich versteckt oder was sich für smart dahinter versteckt.

  19. Wolfgang Ufer:

    Ja, wir sind an jeder Stelle, haben wir eigentlich versucht, Grüne Wiese neu anzudenken und haben da den Kunden wirklich auch in der Mitte oder uns die Menschen vorgestellt, die zukünftig das Fahrzeug kaufen sollen. Und wir wollen da wirklich einen urbanen Companion im Prinzip anbieten. Also nicht nur jetzt ein Auto, irgendwie ein anderes neues Auto, sondern wir wollen im Prinzip alles, was dieses Auto bietet, soll den Kunden, Kunden wirklich helfen und einen Mehrwert entwickeln. Also nicht nur irgendwie ein Feature, wo am Ende kein Mehrwert liefert, sondern wir wollen da wirklich an jeder Stelle was bieten, was der Kunde dann auch sinnvoll und positiv einsetzen kann. Es geht schon mal los, dass es ein echtes Auto, ein echtes Elektroauto ist. Purpose-Build, wie man so schön sagt. Das ist also kein umgebauter ehemaliger Verbrenner, den wir jetzt auf Elektro umbauen, sondern das ist ein echtes Elektroauto. Da kommt dann auch wieder dieses enorme Platzangebot auf diesem dann doch begrenzten Außenmaß rein. Da kommt aber auch diese schöne Design wiederum, diese Möglichkeit des Autos zu designen. Ich habe es schon gesagt, also im Innenraum hast du im Prinzip Platz wie in einem großen Kombi. Das ist aber im Außenmaß kein Kombi. Das nächste Thema ist natürlich, dass wir auch entsprechende Connectivity anbieten wollen, die wirklich einen schönen Mehrwert liefert, dass du beispielsweise die ganzen Google- und Apple-Themen gar nicht brauchst, weil wir die vielleicht dir so schon anbieten, auch über einen App Store, den wir zur Verfügung stellen. Gleichzeitig andere Connectivity-Features, wie dass der Schlüssel des Fahrzeugs im Prinzip nicht existiert, weil es dein Handy ist und so weiter. Also an jeder Stelle wollen wir hier Mehrwerte liefern und deswegen sprechen wir hier von einem Urban Companion, den wir damit anbieten wollen.

  20. Sebastian:

    Spannend auf jeden Fall und vor allem, dass ihr dann auch an so vielen Stellen diese grüne Wiese neu ins Spiel bringt und das dann auch denkt eben sozusagen. Vielleicht zur ersten Einordnung, bevor ich jetzt auf ein paar Themen eingehe, die du schon angerissen hast. Kannst du uns den smart #1 ein wenig umreißen, was uns erwartet? Ich sage mal grobe Größe, Reichweite, Batterie, Ladefähigkeit. Ich sage mal so die Hard Facts im Kern, die man kennen sollte, wenn man es mit dem Fahrzeug auseinandersetzt.

  21. Wolfgang Ufer:

    Lass mich nochmal kurz was zum Design vielleicht auch sagen, weil das ist schon auch sehr einzigartig und hat so einen hohen Wiedererkennungseffekt. Das wirst du dann sehen, wenn du mal das kommende Fahrzeug, wenn es dann nochmal eins geben könnte, siehst. Also wir haben ein tolles Exterieur mit so einer sogenannten Sharknose, so nennen wir das, wie so eine Hainase. Du hast rahmenlose Fenster, du hast elektrische und verdeckte Türgriffe, ist wichtig auch für die Aerodynamik, sieht aber auch toll aus, vor allem wenn du dich dem Fahrzeug näherst und die kommen automatisch dann rausgefahren, sind dann noch beleuchtet. Wir haben animierte Matrix-LED-Scheinwerfer, wir haben so ein schwebendes Dach, was drauf sitzt, was sogar mit einer Zweifarbigkeit nochmal akzentuiert werden kann. Und wir haben diese wunderschönen Lichtbänder, die mir auch sehr gefallen, vorne und hinten und die entsprechend auch animiert dich begrüßen beispielsweise oder einfach auch schöne Szenen einfach anbieten. Im Innen geht es aber genau gleich weiter, super hochwertige Materialien, die wir da anbieten, ein großes Panoramaglasdach. drei Displays, also ein Central Display, was wir da haben. Wir haben ein großes, fast 13 Zoll Zentral Display mit Sprachsteuerung und wir haben ein 10 Zoll Head-Up Display. Wir haben ein Beat Sound System in dem Fahrzeug, also wirklich super hochwertig alles, was wir da zusammentragen. Die Außenmaße habe ich im Prinzip schon so ein bisschen erklärt. Das Fahrzeug selber ist 4,27 Meter. Wir haben eine tolle, flexible Kofferraum-Situation, weil wir die Rückbank auch verschieben können um 13 cm. Da kannst du also von 323 Liter im kleinsten Fall bis auf 986 Liter, wenn du es dann auch umklappst, aufbauen. Was vielleicht noch spannender ist für dich, Sebastian, weil du bist ja sehr elektrospezialisiert, Wir haben eine 66-Kilowatt-Batterie jetzt in dem Startportfolio, die dann zwischen 420 und 440 Kilometer Reichweite haben wird. Da sind wir noch in der Homologation. Deswegen der Wert, der muss noch dann final festgesetzt werden. Die Ladeleistung, ich glaube, da haben wir von Smart-Seiten aus auch eine gewisse Tradition, dass wir da vorne sind. Bislang kennt man uns ja nur als AC-Batterie. ladend. Da haben wir auch zukünftig einen 22 Kilowatt Lader im Angebot, was glaube ich wirklich Benchmark dann ist. Zusätzlich haben wir aber auch DC Power. Da gehen wir innerhalb von 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Jetzt kann jeder rückrechnen, wo wir da sind. Also so um die 150 kW DC Ladeleistung wird da angeboten. Ja, wir steigen ein mit 200 kW einstiegs power das ist also unsere einstiegs variante das heißt das auto fährt auch super dynamisch du kannst dir vorstellen der schwerpunkt des fahrzeugs ist relativ niedrig wir haben ein heckantrieb es wird wenn du es dann bald mal fahren darfst dir wahnsinnig viel spaß machen das kann ich dir schon versprechen und wir haben die maximale geschwindigkeit jetzt mal auf 180 km h festgesetzt das ist auch überdurchschnittlich Was dann mich auch sehr begeistert, ist Anhängerlast beispielsweise, weil wir natürlich auch eine Anhängekupplung da anbieten. Die geht bis 1600 Kilo, ist für dieses Segment auch stark. Ja, also du siehst, das sind alles Eckdaten, die wirklich positiv sind und interessant sind. Und ich finde, die gehen auch so in Erstfahrzeugqualität. Das heißt also, vieles dessen, was ich dir gerade aufgezählt habe, hat ein Erstfahrzeug und deswegen habe ich da auch kein Problem, das so zu sehen. Also man kann mit diesem Auto definitiv überleben.

  22. Sebastian:

    Also da würde ich jetzt auch erstmal nicht widersprechen von den Eindrücken, die ich hatte und auch von den technischen Daten, die du uns jetzt hier präsentiert hast oder die ich jetzt auch schon kannte im Vorhinein. Definitiv, also gerade diese Ladeleistung dann noch und auch schon die normale Antriebsleistung ist ja auch echt ordentlich für ein Fahrzeug dieser Größe oder in dem Segment. Da gibt es Marktbegleiter von euch, die da nicht ansatzweise rankommen. Von daher glaube ich, dass der Hashtag Wunder wirklich auch Benchmark setzen kann. Ihr habt euch aber auch bewusst dafür entschieden, dass der Endnutzer, also der potenzielle E-Auto-Fahrer, Fahrerin von dem Fahrzeug, jetzt nicht die riesen Einflussnahme auf das Fahrzeug in der Konfiguration hat. Was natürlich auch mit so Themen wie Verfügbarkeit, Planbarkeit der Fertigung, gerade in der aktuellen Zeit, du hast es vorhin kurz angerissen, Covid, Chipmangel, Rohstoffkrise und so weiter, ja dann auch von Vorteil für Smart und auch für den Endkunden ist. Magst du das mal noch kurz ausführen, was die Gedanken da dahinter waren oder warum ihr euch so entschieden habt?

  23. Wolfgang Ufer:

    Ich würde das nicht so formulieren, Sebastian, dass der Kunde keine Auswahl mehr hat. Ich bin jetzt auch langjähriger Autofahrer, du sicher auch und wenn du dann in so einem Konfigurator hängen bleibst und ein Auto bestellst, Und auf einmal hatte du irgendwie ein Licht, was du irgendwie dir anders vorgestellt hattest. Aber das war halt über diesen mehrstufigen Prozess dann plötzlich nicht mehr da oder nicht verständlich. Das war immer sehr negativ, fand ich. Und das hat mich auch abgeschreckt. Und das haben wir uns auch wirklich vorgenommen, von Moment 1 zu sagen, wir wollen es den Kunden so einfach wie möglich machen, dass wir im Prinzip über ein Line-Konzept, wie wir es nennen, also im Prinzip... Drei bis vier Lines kannst du dir vorstellen, die der Kunde mal grundsätzlich aussucht als allererstes. Und da kannst du dir vorstellen, die erste Line ist im Prinzip der Einstieg und dann ganz oben ist dann beispielsweise die Vollausstattung. So kannst du dir das vorstellen. Und da sind tolle vorgefertigte Konfigurationspakete, die einfach Sinn machen, die zusammenpassen und die sind auch klar differenzierbar für den, der sich damit gerade beschäftigt. Dann kommt natürlich dazu, dass du trotzdem die ganzen Farben, Stoffe und Co., das kannst du alles noch auswählen. Da gibt es also noch jede Menge Individualisierbarkeit. Und dann gibt es natürlich auch noch ausgewählte Sonderausstattungen. Aber die werden sehr, sehr begrenzt, weil unser Ursprungsziel war, dass wir da mit ganz wenigen Klicks, damals haben wir gesagt, mit sechs Klicks sollte eigentlich ein Auto gekauft sein. durch sind und der Kunde da keinen Stress damit hat mit dieser Geschichte. Und jedes Auto, was da am Ende dann rauskommt, auch toll ist, schön ist und irgendwie passt. Das war unser Antrieb. Und ich glaube, das ist vor allem auch super, wenn wir so online, wie wir von Moment 1 auch starten werden. Also jeder kann das Auto online bestellen zu Hause. Er kann es auch im Handel machen mit tollen Menschen, die da ihn beraten und Experten, die wir dafür auch ausbilden und die auch schon heute da sind. wird es ein schönes Kauferlebnis und kein stressbasiertes Erlebnis. Das ist unser Hauptziel gewesen hier.

  24. Sebastian:

    Stimmt, ich glaube, da hast du es nochmal ganz gut ins richtige Licht gerückt. Es ist eher eine Erleichterung, weil genau diese Konfigurator-Geschichte, die kenne ich in der Tat. Und das ist auch das, was mich immer zur Weißglut treibt. Wenn ich dann hier was noch mit dazu mache, dann schmeißt es mir an anderer Stelle wieder was raus. Dann muss ich da wieder gucken, wie kriege ich es doch irgendwie noch mit rein. Das macht es dann doch schwieriger bei der ganzen Geschichte. Und da gibt man dann doch eher auf oder verschiebt das Ganze dann nochmal. Von daher glaube ich, dass er da wirklich schon... Auch als Experten der Fahrzeuge, ich denke, ihr sucht euch ja auch da die Rückmeldung potenzieller Kunden oder dann auch später der Kunden, um die Lines entsprechend auszurichten.

  25. Wolfgang Ufer:

    Genau, so ist es. Also das kommt ja auch oft über, also nicht oft, sondern das kommt ganz konkret ja auch über das Mercedes-Benz Design Team, die da auch viel vorgeben. Und ich muss wirklich sagen, also diese Kollegen und ich kenne sie auch persönlich, das sind wirklich Visionäre, weil die zeigen dir was Jahre vorher und ich denke dann immer, ja, weiß ich nicht echt. Und dann schaue ich es mir an und sehe es in Berlin auch, wie es jetzt bei euch ankommt. Ich muss sagen, sensationell, war wirklich top, wie die das vorhersehen. Auch Farben beispielsweise, was da so in die Zukunft geschaut wird bei so Designern, das ist wirklich großartig. Und deswegen habe ich da überhaupt gar keine Sorge, dass das irgendwie nicht ankommt. Im Gegenteil, da haben wir eigentlich... Die höchste Qualität, die man sich vorstellen kann mit diesen Kollegen.

  26. Sebastian:

    Sehr gute Ausgangsbasis auf jeden Fall für euch. Du hattest vorhin auch nochmal angerissen das Thema Software. Also Software im Auto spielt ja auch eine immer größer werdende Rolle. Zum einen, ich sag mal, für potenzielle Over-the-Air-Updates, die er mit anbietet, wo du bestimmt auch gleich nochmal kurz drauf eingehen kannst. Aber dann auch eben diese typische Android-Auto-Apple-Carplay-Integration, die ihr für euch jetzt erstmal ausgeschlossen habt, weil ihr habt gesagt, ihr bringt da auch eine runde Lösung sozusagen mit an den Tisch eigener Store dann sozusagen, eigene Softwarelösung, vielleicht magst du dazu ein paar Worte verlieren, dass man da auch die Hintergedanken von Smart dazu verstehen kann.

  27. Wolfgang Ufer:

    Also für uns ist das ganz wichtig, wir wollen natürlich ein schönes Fahrzeug haben, wir wollen ein elektrisches Fahrzeug haben oder Fahrzeuge und wir wollen ein sicheres Fahrzeug haben, das ist vielleicht auch nochmal wichtig, NCAP5 ist natürlich da für uns wichtig, dass das Fahrzeug auch entsprechend sicher ist und Was dann auch dazu kommt, ist, dass die Software, dass wir die Software auch mitgestalten können, weil wir einfach glauben, damit können wir dieses Erlebnis, die Customer Experience des Kunden wirklich auch positiv beeinflussen, außerhalb des Fahrzeugs, aber vor allem auch dann im Fahrzeug selber. Das bedeutet ganz konkret, dass wir sagen, das müssen wir selber machen, das wollen wir selber machen, wir haben da auch die Kompetenz und deswegen ist unsere Fahrzeugsoftware im Prinzip eine eigene Eigenentwicklung, die basiert auf Android. Das war ja auch eine Frage. Und natürlich haben wir dort auch verschiedene Apps und Services zur Verfügung, die bekannt sind und die auch unsere Kunden nutzen. Also wenn ich beispielsweise meine Musik, ich bin jetzt jemand, der sehr viel Spotify auch hört, nutzen will, dann kann ich das natürlich auch in diesem Fahrzeug, auch der Ladeservice beispielsweise wird da voll integriert. Das werden wir tun und deswegen glauben wir, dass wir alles, was heute die Menschen nutzen, weil sie es halt in ihrem Auto nicht so toll angeboten bekommen, Android Auto oder Apple CarPlay dann nutzen, im ersten Moment mal nicht brauchen, weil wir es genauso gut hinbekommen. Das müssen wir beweisen, das müssen wir vor allem auch ausbauen. Ich sage dir auch ganz ehrlich, die Software, die wir zum ersten Moment zeigen werden, ist nicht die, die vielleicht ein Jahr später oder zwei Jahre später da live ist, weil du ja immer aufbaust, Update-Zyklen etc. Das wissen wir alle von unseren Handys beispielsweise. Aber da haben wir schon einiges vor und wollen auch einiges bieten. Das Fahrzeug selber bietet da uns alle Möglichkeiten. Ich sage immer, das ist für mich so ein Rolling-Device. was sich über 70% quasi over the air updaten kann. Also das ist wirklich dafür da. Teilweise haben wir sogar Hardware da drin, die man dann im zweiten Moment aktivieren könnte über den Service, wenn man beispielsweise eine untere Line gewählt hat und will dann ein Feature zusätzlich, könnte ich das dann im Nachhinein aktivieren über meine Fahrzeug-App beispielsweise, die natürlich auch eine sehr wichtige Rolle spielt. Ja, Das ist im Prinzip unsere Situation hier.

  28. Sebastian:

    Spannender Ansatz, den ihr da auch gewählt habt. Klar, ihr müsst euch beweisen, aber ich denke mal, die Ausgangslage, so wie du es jetzt schon präsentiert hast, ist ja schon sehr gut und die Basis ist gelegt dafür. Jetzt gilt es dann natürlich abzuliefern. Da sind wir, denke ich, alle gespannt. Vielleicht zu der App. Ich weiß nicht, ob die in direkter Verbindung mit diesem digitalen Schlüssel auch steht, den du eingangs erwähnt hattest, weil das ist ja auch eine Besonderheit. Ich brauche ja diesen physischen Schlüssel gar nicht mehr in der Hosentasche haben. Ich kann da auch quasi mit meinem Smartphone Zugang zu dem Fahrzeug erhalten, kann den dann auch wiederum unter, ich sag mal, Familienmitgliedern beispielsweise sharen. Kannst du das noch ein wenig ausführen, wie wir uns das vorstellen können oder was da die Vorstellung von Seiten Smart ist?

  29. Wolfgang Ufer:

    Also ich muss ja zugeben, dass der Schlüssel echt kein einfaches Leben hat. Also früher muss man den noch reinstecken, umdrehen. Mittlerweile muss man nur noch im Auto haben, bei aktuellen Fahrzeugen, die ich kenne. Oft muss man gar nicht mehr drücken, man geht so rein. Aber wir sagen, wozu eigentlich dann noch den Schlüssel, wenn ich eh, sage ich mal, das jetzt beispielsweise über mein Handy abdecken kann, was ich sowieso immer dabei habe, also ganz aktiv. Deswegen haben wir diesen digitalen Schlüssel. Der ist tatsächlich, wie du sagst, gebunden an die Smart App, die wir dann anbieten werden. Und die erkennt dann im Prinzip, wenn ich mich dem Fahrzeug nähere, mit einem Willkommenssignal, wenn ich dann davor stehe, werden die Türöffner ausgefahren, sodass ich einsteigen kann und das Tolle daran ist, so wie du sagst, ich kann den natürlich auch teilen, ja, wenn du mal kurz eine kleine Anekdote an der Stelle, Smart war ja im Prinzip auch Pionier des Carsharing, ja, vor vielen, vielen Jahren, ich glaube so 15, 16 Jahre in Ulm, du erinnerst dich, Car2Go, das war Smart, ja, Und deswegen, wir wissen, was Carsharing bedeutet. Wir haben natürlich diese Kompetenz und auch die Kontakte, die wir da natürlich noch haben, auch genutzt, um das in dieses Fahrzeug einzubauen. Das bedeutet, das ist sharingfähig von Beginn an. Das kann einerseits über einen Carsharing-Anbieter laufen oder aber, und das finde ich noch viel spannender, im privaten Umfeld, in der Familie, dass man es mal der Tochter zuschickt. Da kann man auch sagen, okay, nur bis Mitternacht, dann muss ich daheim sein. Also jetzt ein kleiner Spaß. Oder aber man hat das beispielsweise in der Nachbarschaft und sagt, wir wollen zusammen ein Auto nutzen und das ist dann ganz einfach möglich über diesen digitalen Schlüssel und das sind Sachen, die wir jetzt sage ich mal in jedem Auto dann so anbieten werden. Das ist jetzt für uns kein Feature, wo wir sagen, das muss erst neu entwickelt werden.

  30. Sebastian:

    Das ist ja auch schön, wenn das dann konsequent auch in den kommenden Fahrzeugmodellen lebt und dann auch so an den Start bringt. Und für mich auch, der ja sehr digital unterwegs ist, ist das ein ganz großer Pluspunkt, weil so wie du sagst, es kommt öfters vor, dass ich aus der Haustür rausgehe, vorm Auto stehe, den Schlüssel oben vergessen habe, aber das Handy habe ich dann doch in der Tasche. Also das Problem wäre dann für mich auf jeden Fall gelöst.

  31. Wolfgang Ufer:

    Ja, und jeder weiß es ja auch mit so Fahrzeug-Apps, die haben ja auch einen schon gerettet öfter mal, wenn man dann tatsächlich, wie du jetzt sagst, vorm Auto steht, man braucht was, hat keinen Schlüssel. kannst dann öffnen über irgendeine App dann und kannst die Sachen rausholen. Also ich bin ein absoluter Fan davon und finde es großartig und es gibt natürlich einen Ersatzschlüssel, logisch, den gibt es dann schon noch, aber das ist für uns ein Ersatzschlüssel, den geben wir raus, ohne dass man ihn braucht und wir gehen auch davon aus, dass der jetzt nicht im großen Stil eingesetzt wird.

  32. Sebastian:

    Ja, gehe ich auch von aus. Jetzt würde ich gerne zum Abschluss hin nochmal zwei Fragen. Du hattest vorhin schon mal auch kurz angerissen, diesen Omnichannel-Ansatz im Vertrieb. Also ich kann online beginnen mit der Konfiguration oder auch laden und kann dann auch Online weitermachen oder in den Laden gehen, das auch mehrmals wiederholen, das wäre relativ nahtlos für mich als Endkunde oder als künftiger Fahrer von einem smart #1. Was war der Gedanke da dahinter? Ist das wie bei den Line-Konzepts, die ihr da an den Start bringt, dass man das einfach einfach machen möchte oder was habt ihr euch dabei gedacht?

  33. Wolfgang Ufer:

    Ja, das ist auch die gleiche Regel, die ich vorher schon mal gesagt habe und die ja im Prinzip immer jeder so predigt und sagt, ja, der Kunde ist uns wichtig, aber An der Stelle, ganz konkret, haben wir gesagt, was wollen denn die Kunden? Und ich finde, jeder, der mir jetzt erzählt, Online-Sales ist die Lösung, der ist aus meiner Sicht dann nur teilweise richtig, weil es gibt halt tatsächlich auch noch viele Menschen, die sagen, ich will das Auto auch nochmal irgendwo sehen, ich will die Tür öffnen, ich will es riechen, ich will das Lenkrad anfassen, ich will jemand sprechen, der mich bestätigt in meinen Annahmen zu diesem Fahrzeug oder aber ich habe dieses Gespräch, will es fahren und will dann zu Hause bestellen. Und das ist im Prinzip genau das, was wir tun. Wir haben genau dieses Konzept. Das bedeutet, im Prinzip ist der Kunde verantwortlich und darf selber entscheiden, wie er sich beraten lässt, ob im Autohaus, telefonisch oder über den Online-Store und wo er kauft. Und das ist im Prinzip dieser Omni-Channel-Ansatz. Das heißt, es ist eine Kombination von Online-Sales und einer physischen Anwendung, sage ich mal, physischen Betreuung in den Smart Stores, die wir in Deutschland 100 Stück übrigens aufbauen aktuell gerade und zusätzlich natürlich über ein Customer Engagement Center, wie wir es neudeutsch nennen, was dem Kunden natürlich auch telefonisch oder per Chat zur Verfügung steht, auch mal außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Am Ende des Tages in Kombination mit dem, was wir vorher gesprochen haben, Sebastian, geht es ja darum, dass wir diesen Prozess so stressfrei wie möglich hinbekommen und das bedeutet, wenn wir jetzt hier eine einfache Konfiguration haben, das sogar noch überall anbieten können, auf der Couch oder beim Smart-Experten oder telefonisch und zusätzlich noch sagen, du kannst das Fahrzeug innerhalb von 15 Minuten kaufen, inklusive digitaler Unterschrift und Leasing-Zusage, dann muss ich dir sagen, dann haben wir hier was geschafft, weil das ist für die Branche dann schon ein Meilenstein. Und das war im Prinzip unsere erste Idee, dass wir es genau so hinbekommen wollen.

  34. Sebastian:

    Definitiv eine Ansage, da innerhalb von 15 Minuten das Fahrzeug sozusagen digital gekauft zu haben und auch schon die Leasing zu haben. Ständer geht es wahrscheinlich wirklich nicht.

  35. Wolfgang Ufer:

    Ja, jetzt hoffen wir, dass wir das auch so hinbekommen. Aber ich kann dir sagen, hier arbeitet jeder Mann, jede Frau, jede Maus quasi an diesen Themen und wir sind uns da auch, Wir wissen ganz genau, was unser Ziel ist und ich habe es dir im Prinzip gerade beschrieben.

  36. Sebastian:

    Sehr spannend. Ich bin gespannt, wie ihr es umsetzt und bin da auch sehr zuversichtlich mit dem Drive, den ihr dahinter habt oder auch schon so zur Schau gestellt habt. Jetzt hast du gesagt, ihr arbeitet da heran, um das umzusetzen, aber ihr arbeitet ja wahrscheinlich auch an potenziellen Nachfolgermodellen des smart #1. Kannst du uns da vielleicht noch so einen kleinen Ausblick geben, was uns denn da noch erwarten könnte in den kommenden Jahren?

  37. Wolfgang Ufer:

    Ja, also der Name sagt es ja, Hashtag One, das ist die Nummer eins, das hört nicht auf bei eins. Unser Motto ist ja, unser Marketing-Motto aktuell, the future is yours und ich kann dir sagen, was die Zukunft ist, jetzt nicht ein Produkt-Company zu sein, wir werden hier definitiv eine breite Produktfamilie, elektrische Produktfamilie anbieten, natürlich immer fokussiert im Kompaktwagen-Segment, ja auch immer diese urbane Verbindung. Wir bleiben da unseren Wurzeln treu und werden aber, sage ich mal, wirklich wunderschöne, fantastische Produkte anbieten. Ja, das ist unser Ziel und da gibt es noch einiges zu sprechen und ich freue mich schon drauf, wenn wir jetzt als allererster oder allernächsten Schritt, Sebastian, dann die Fahrzeuge fahren. Das wird jetzt Ende des Jahres kommen und wir werden den Pre-Order im September starten für den Hashtag 1 und Dann starten wir auch im Verkauf dann Anfang Januar nächsten Jahres. Da geht es dann komplett los und da kommen dann auch die anderen Neuigkeiten bald danach.

  38. Sebastian:

    Dann freuen wir uns jetzt erstmal auf die Pre-Order-Season sozusagen ab September dann und sind gespannt, was sonst noch über den smart #1, Hashtag Eins noch hinauskommt. Und ich denke, da können wir uns auch nochmal austauschen für den aktuellen Moment. Erstmal vielen Dank, Wolfgang, für deine Zeit, für die Einblicke und vor allem auch die Information rund um den smart #1, der dann doch auch wieder auf seine Art und Weise wieder ein Pionier ist für Smart.

  39. Wolfgang Ufer:

    Absolut. Danke dir, Sebastian, für das tolle Gespräch.

  40. Sebastian:

    Bis dahin. Tschüss.

  41. Wolfgang Ufer:

    Ciao.

  42. Sebastian:

    So schnell ist in der Tat eine halbe Stunde schon wieder rum. Aber aus meiner Sicht ein sehr interessantes Gespräch mit Wolfgang Ufer, seines Zeichens CEO von Smart, der uns doch einen Blick hinter die Kulissen des smart #1, Hashtag Eins gegeben hat, der ja demnächst dann schon vorbestellt werden kann. Ich denke, weitere Einblicke wird es bei uns bestimmt auf der Plattform geben. Erste Testfahrten wurden in Aussicht gestellt und dann nehmen wir euch natürlich mit hin. Von daher vielen Dank fürs Zuhören bei der heutigen Folge und ich freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest. Mach's gut, bis dahin. Ciao.