FINN erlaubt es E-Mobilität im Geschäftsumfeld zu erleben

Im Gespräch mit Jan Hansen von FINN

Jan Hansen, Co-Founder von FINN und VP für den Bereich Business2Business (B2B), stand uns Rede und Antwort rund um das Thema Auto-Abo im Firmen-/ Unternehmensumfeld. Von Beginn an ist er beim Münchner-Unternehmen tätig, in dem er verschiedene Funktionen innehatte, bevor er sich nun im Detail mit Flotten für Unternehmen auseinandersetzt. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Zeit sind extrem vielfältig und lassen nicht nur einen Blick hinter die Kulissen zu, sondern führen auch dazu, dass man als Flottenbetreiber die Fahrzeugflotte anders denkt.

Denn grundsätzlich denkt man in der heutigen Zeit bei Unternehmensflotten noch an klassische Leasing-Modelle oder Fahrzeugkauf. Jan gibt aber mit entsprechenden, fundierten Argumenten zu verstehen, wieso ein Fahrzeug-Abo durchaus eine Alternative sein kann. Flexibilität ist hier das Stichwort. Kurze Lieferzeiten, kurze Haltedauern und ein Rundum-Sorglos-Paket für eine feste Rate sind weitere Argumente, welche für ein Abo von FINN sprechen.

Leichter als bei FINN könne man sich mit Elektromobilität im Alltag nicht auseinandersetzen und so erfahren, ob es zur eigenen Firma passt. Das Feedback sei durchaus positiv, wie Jan auch am Beispiel eines Beratungsunternehmens aus Köln aufzuzeigen vermag. Diese nutzen das Angebot von FINN, um kurzfristig komplett auf E-Autos umzusteigen. In Zeiten von teils Lieferzeiten bis zu zwei Jahren eine gute Option. Denn die Fahrzeuge, welche FINN im Portfolio hat, sind schnell verfügbar und kommen exakt so, wie sie auf der eigenen Webseite oder im FINN Business-Portal zu sehen sind.

Im Detail lässt du dir das aber am besten von Jan selbst erklären. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Jan Hansen, seines Zeichens Co-Founder von FINN, dem Abo-Anbieter für Autos, insbesondere Verbrenner Diesel, aber auch immer mehr nachhaltige elektrifizierte, rein elektrische Fahrzeuge. Guten Drittel bis 40% der eigenen Fahrzeuge, die an den Mann oder die Frau gebracht werden, sind schon elektrisch unterwegs, wie uns Jan im Gespräch zu verstehen gibt. In der aktuellen Folge haben wir uns zunächst ein wenig mit FIN auseinandergesetzt. Was ist das Prinzip dahinter? Was bietet man überhaupt am Markt an? Wo gibt es Unterschiede zum klassischen E-Auto-Leasing sozusagen? Und sind dann ein wenig mehr auf das Thema Flotten und Elektrifizierung von Flotten eingegangen. Ganz spannend, wie ich finde, war das Gespräch mit Jan, der Austausch mit ihm als Mitarbeiter Nummer 1 sozusagen von FINN, dem Startup aus München. Und ein kleines Schmankerl gibt es auch noch, einen 200-Euro-Voucher, also Gutschein für FINN, Ich sag mal, dein erstes E-Auto-Abo vielleicht von FINN, das du nutzen kannst, einfach hierzu im Bestellvorgang ERN200 als ein Wort eingeben. Gibt es auch nochmal in den Shownotes die Infos dazu. Jetzt gehen wir direkt ins Gespräch rein mit Jan Hansen von FINN. Servus Jan, vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über FINN unterhalten. Bereits vergangenes Jahr konnte ich mich ja mit Maximilian beschäftigen. ein wenig über euer Unternehmen austauschen. Damals hatten wir eher so den Ansatz aus dem Privatbereich, heute gehen wir in den Business-to-Business-Bereich mit dir. Bevor wir da allerdings ins Thema einsteigen, stell dich gerne mal selbst unseren Zuhörer, Zuhörerin vor und verliere doch ein paar Worte zu finden, dass wir einfach auch wissen, womit wir es hier zu tun haben, worüber wir heute sprechen.

  3. Jan Hansen:

    Klar, sehr gerne. Danke dir, Sebastian. Also erstmal freut mich natürlich auch sehr, heute dabei zu sein. Genau, also ganz kurz, wirklich ganz kurz zu mir. Ich bin bei Finn vor mittlerweile drei Jahren, ziemlich genau drei Jahren sogar, als Mitarbeiter Nummer eins damals gestartet. Und ja, baue jetzt hier seit gut zweieinhalb Jahren unseren Geschäftskundenbereich, oder wie du gerade gesagt hast, Business-to-Business, B2B, auf. Wobei es am Schluss darum geht, Mobilität, vor allem in Form von Autoabos, für Geschäftskunden bereitzustellen. So, und das ist, glaube ich, auch eben eine ganz gute Überleitung. Was machen wir denn eigentlich bei Finn? Finn ist eben ein sogenannter Autoabo-Anbieter. Wir haben uns vor gut drei Jahren auf die Reise begeben, die Nutzererfahrung sowohl für Privatkunden als auch Geschäftskunden im Automobilbereich zu revolutionieren, zu verändern, weil wir einfach gesehen haben, dass die Nutzererfahrung nicht mehr zeitgemäß ist. Es gibt relativ lange Laufzeiten, vor allem im Leasing oder in der Finanzierung. Die Kosten sind häufig sehr intransparent durch zahlreiche Kostenstellen. Verschiedene Vertragspartner machen im Normalfall auch den Aufwand relativ hoch, ja, sei das für das Auto selbst oder dann eben Versicherungen, Umsteuern muss man sich kümmern, die Zulassung, Reifen, die Wartungen, andere Reparaturen, etc., etc. Und zu allerletzt, aber natürlich auch mit am wichtigsten, wollten wir das Ganze primär online machen. Das heißt, eine E-Commerce-Erfahrung, die zeitgemäß ist, in die Automobilwelt bringen. Und da sind wir mit unserem Auto-Abo-Angebot an den Start gegangen. Was bedeutet das ganz konkret? Bei uns gibt es Autos zu verschiedenen Laufzeiten, alles von monatlicher Flexibilität bis hin zu 24 Monaten mit unserer Kernlaufzeit bei 12 Monaten, also einem Jahr. Das buchen bei uns die meisten Nutzer. Und zu den Laufzeiten bekommen dann unsere Kunden zu einer festen monatlichen Rate ein Auto plus alles um das Auto herum, außer tanken. Das heißt, alle Bestandteile, die ich gerade erwähnt hatte, sind inklusive in der monatlichen Rate und wir kümmern uns eben auch um die komplette Abwicklung drumherum.

  4. Sebastian:

    Vielen Dank, dass du das schon mal so umrissen hast, Jan. Du hast jetzt auch gesagt, ihr macht eben dieses Rundum-Sorglos-Paket, könnte man es jetzt nennen. Du hast aufgeführt, dass quasi alles außer Tanken beziehungsweise auch für uns interessant natürlich außer Stromladen mit dabei ist bei der ganzen Geschichte. Genau. vielleicht die Kunden, die euer Angebot nutzen? Du kommst jetzt eher aus dem Business-Segment, teilt sich das im Moment eher noch relativ gleichmäßig auf oder findet da schon eine Ausprägung in die eine oder andere Richtung statt?

  5. Jan Hansen:

    Aktuell haben wir eine Ausprägung eher in Richtung B2C, also in Richtung der Privatkunden, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass da langfristig auch der Fokus drauf liegen soll, sondern Das hat sich organisch so ergeben. Wir haben initial einen Fokus auf Privatkunden gesetzt, auch sehr, sehr, sehr starkes Wachstum im Privatkundenbereich gehabt, sehen dieses Wachstum nach wie vor, aber konnten jetzt eben auch mit unserem Geschäftskundenbereich über die letzten Monate da ein Stück weit aufholen und aktuell ist ungefähr ein Drittel unserer Flotte bei Geschäftskunden.

  6. Sebastian:

    Ja, sehr interessant. Vor allem redet man da ja dann nicht über einzelne Fahrzeuge, die vermittelt werden, sondern bei Flotten geht es ja meist um mehr Fahrzeuge. Und da jetzt mal den Bogen zu spannen, ihr bietet ja auch gezielt E-Autos an, also habt ihr auch in eurem Gesamtportfolio. Spielen die da schon eine größere Rolle bei der ganzen Geschichte oder ist dann da doch Verbrenner und Diesel noch auf der Vormachtstellung?

  7. Jan Hansen:

    Also wenn eine Vormachtstellung jetzt über 50 Prozent heißt, dann ja, das ist noch, das ist so. Aber zwischen einem Drittel und 40 Prozent der Fahrzeuge, die wir gerade auch auf die Straße geben, sind schon elektrisch. Und das ist dann doch ein durchaus sehr relevanter Anteil unserer Flotte der Fahrzeuge. eben wie gesagt dann auch elektrisch unterwegs ist. Und dazu eignet sich unser Modell einfach auch ganz gut, um das einfach mal auszuprobieren.

  8. Sebastian:

    Also vielleicht kannst du das noch ein wenig ausführen für unsere Hörer. Warum eignet es sich gut? Also ich habe es ja oder erfahre es ja schon selbst, weil ich nutze euer Finn-Abo ja auch persönlich über mein Unternehmen. Aber vielleicht kannst du einfach auch nochmal ausführen mit deinen Worten, warum Finn das Auto-Abo sozusagen eine gute Wahl ist, um E-Mobilität im Alltag einfach auch zu erfahren.

  9. Jan Hansen:

    Absolut. Wenn wir mit unseren Kunden sprechen und jetzt vor allem auch Geschäftskunden, dann gibt es natürlich da nach wie vor einige Fragezeichen rund um die Reichweite der Fahrzeuge, dann auch einfach die Nutzung generell der Fahrzeuge. Ja, gefällt mir ein Elektroauto, aber auch ein ganz, ganz großer Punkt ist die Ladeinfrastruktur. Wie gut, wie schnell kann ich die Fahrzeuge laden? Sind die wirklich auch im Geschäftskundenumfeld alltagstauglich? Und da ist es natürlich was ganz anderes, ob man sich zum Beispiel bei Finden Tesla für sechs Monate im Abo holt und einfach mal ausprobieren kann in sozusagen einer sehr langen Probefahrt. Wie komme ich da mit dem Auto zurecht? Wie funktioniert denn die Reichweite im Alltag? wie gut und wie schnell kann ich das Fahrzeug denn tatsächlich laden, als dann in der Alternative das Fahrzeug für mindestens 36 Monate zu leasen oder alternativ sogar zu kaufen, dann auch ins Restwertrisiko zu gehen. Die Batterietechnologien verändern sich nach wie vor relativ stark. Und relativ schnell und wenn auf einmal dann in zwei, drei, vier Jahren eine deutlich effizientere Technologie da sein sollte, verlieren natürlich die aktuellen Fahrzeuge mit der aktuellen Technologie sehr stark an Wert. Von daher kann man mit Finn einfach wirklich einmal schauen, passt das Ganze für mich? und kann das Ganze durchaus auch kosteneffizient machen. Also kein Vergleich kostenseitig zu irgendwie einem Mietwagen.

  10. Sebastian:

    Vielen Dank für die Ausführungen. Hört sich auf jeden Fall gut an und so wie du auch sagst, man hat die Möglichkeit in einem kurzen Zeitraum oder in einem überschaubaren Zeitraum das Thema E-Mobilität mal kennenzulernen, auch eben gerade in diesem geschäftlichen Umfeld. Für mich jetzt allerdings die Frage als Unternehmen, wenn du eine Flotte hast, normalerweise kommt man ja eben aus dem klassischen Leasing eben oder besitzt die Fahrzeuge selbst. Bleiben wir kurz beim Leasing. Da reden wir ja nicht davon, dass wir ein Fahrzeug nur zwölf Monate haben. Du willst ja eine gewisse Planungssicherheit auch haben für das Unternehmen. Meistens sind es dann so 36 bis 48 Monate, drei bis vier Jahre, wo du die Fahrzeuge hast. Du hast jetzt gerade ausgeführt, bei euch ist so die typische Haltedauer zwölf Monate. Ist das dann für einen Geschäftsalltag nicht eigentlich viel zu schnell? Also vom Umschlag her, ich habe es jetzt heute, kommt das Fahrzeug in zwölf Monaten, muss ich mir schon wieder Gedanken machen. Oder habt ihr da bisweilen gute Erfahrungen mitgemacht?

  11. Jan Hansen:

    Also, um deine Frage sehr direkt zu beantworten, wir haben damit auf jeden Fall sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir bekommen da sehr positives Feedback. Aber am Schluss muss natürlich jede Firma für sich entscheiden, was ist das richtige Modell für mich? Also, die Vorteile von mehr Flexibilität können zum Beispiel sein, dass ich besser auf kurzfristige Änderungen oder relativ kurzfristige, fast schon eher mittelfristige Änderungen in meinen Anforderungen reagieren kann. Sagen wir zum Beispiel, ich habe einen Pool an Poolfahrzeugen und da brauche ich aktuell zehn. Wenn ich jetzt zehn lease, dann bin ich für zwei, drei, vier Jahre, wie du eben schon gesagt hast, an diese zehn Fahrzeuge gebunden. Wenn ich in einem Jahr merke, ich brauche vielleicht doch nur noch acht oder in einem halben Jahr merke, ich brauche noch zwei mehr und dann aber ein Jahr später, ich brauche jetzt vier. Vier weniger, dann kann man da einfach deutlich besser reagieren. Das Gleiche ist zum Beispiel auch, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Ein Anwendungsfall kann sein, natürlich eine Probezeitüberbrückung, aber auch im Anschluss. Wir arbeiten zum Beispiel viel mit Firmen im Unternehmensberatungssegment zusammen. wo Mitarbeiter häufiger die Unternehmen wechseln und jetzt nicht unbedingt immer drei Jahre da sind. Da minimiert man natürlich auch dann sehr stark das Auslastungsrisiko der Fahrzeuge und kann schnell auf Bedarf reagieren.

  12. Sebastian:

    Ja gut, ich denke, das ist auch der richtige Ansatz. Wie du sagst, man muss einfach von Fall zu Fall schauen, was ist das Unternehmen, wie sind die Mitarbeiter unterwegs, welchen Typ Fahrzeug brauchen sie. Ich meine, du kannst ja auch nicht jedem Außendienstler sozusagen ein E-Auto hinstellen, je nachdem, was er für Strecken fährt. Da muss man ja natürlich auch gucken, wie das reinpasst. Also von daher leuchtet das ein. Flexibilität ist in diesem Zusammenhang, glaube ich, das richtige Schlagwort, oder?

  13. Jan Hansen:

    Absolut, ganz genau. Und da gibt es auch nicht, es gibt nicht die eine Firma, die Autoabos von Finn bei sich im Fuhrpark hat oder den einen Anwendungsfall für uns, sondern das ist wirklich von Firma zu Firma unterschiedlich. Wir haben Firmen, die machen ihren kompletten Fuhrpark mit uns. Es gibt andere Firmen, die decken spezifische Use Cases ab, sei das Poolfahrzeuge, sei das Die Elektroflotte, sei das für gewisse Projektgeschäfte, die Fahrzeuge oder nur ein Teil der Flotte, der etwas flexibler aufgestellt sein soll. Da gibt es wirklich die verschiedensten Anwendungsfälle, die sehr individuell auch auf das Unternehmen zugeschnitten werden können.

  14. Sebastian:

    Sehr interessanter Einblick auf jeden Fall. Jetzt gehen wir mal auf das Thema nochmal E-Flotte oder elektrische Flotte ein. Da gibt es auch gewisse Herausforderungen und Chancen, die ihr ja bestimmt auch merkt, wenn ihr mit euren Kunden zu tun habt, die eben auch beginnen, ihre Flotte umzustellen. Kannst du da einen gewissen Einblick geben, wie sich das entwickelt, womit man da zu rechnen hat?

  15. Jan Hansen:

    Natürlich. Also neben den Unsicherheiten, würde ich sagen, mal rund um das Fahrzeug, also um die Fahrzeuge selber, Reichweite etc., ist eigentlich aus unserer Perspektive die größte Herausforderung für Unternehmen aktuell die Infrastruktur, die notwendig ist, um auch wirklich Elektrofahrzeuge in einer Firmenflotte betreiben zu können. Was bedeutet das konkret? Beim traditionellen Verbrenner ist es ja so, der Mitarbeiter bekommt das Fahrzeug, der Mitarbeiter bekommt gegebenenfalls noch eine Tankkarte und dann kann das Fahrzeug gefahren werden, kann getankt werden. Die Rechnungen gehen direkt ans Unternehmen und so funktioniert eigentlich das meiste. Bei der Ladeinfrastruktur ist das Ganze etwas komplexer. Häufig brauchen Unternehmen... dann oder wollen auch Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort selbst zur Verfügung stellen, wollen aber auch gegebenenfalls den Mitarbeitern Ladeinfrastruktur oder zumindest eine Lademöglichkeit beim Mitarbeiter zu Hause zur Verfügung stellen. Und da ist dann natürlich die Frage, da wird das relativ schnell sehr operativ. Was ist, wenn ein Mitarbeiter zwei Elektrofahrzeuge zu Hause hat? ist über die Firma bezogen und das andere nicht. Woher weiß dann die Ladesäule zu Hause, dass jetzt das eine oder das andere Fahrzeug geladen wird? Und dann die ganze Abrechnung im Hintergrund der Stromkosten dann auch übers Gehalt oder eben die weiterreichende Kosten an die Firma. Also das sind alles relativ komplexe Prozesse, die einfach so davor noch nicht da waren. Und die zu lösen ist absolut eine Herausforderung. Dafür gibt es auch mittlerweile zahlreiche Firmen, die sich darauf spezialisiert haben. Unser Anspruch ist hier nicht, dass wir sagen, wir wollen eine dieser Firmen werden, aber wir fahren gerade zum aktuellen Zeitpunkt mehrere Pilotprojekte mit unterschiedlichen Firmen und mit dem Anspruch dann unseren Kunden, wenn sie diese Infrastrukturherausforderungen haben, auch eine ganz klare Empfehlung oder vielleicht auch zwei oder drei Empfehlungen an die Hand geben zu können und zu sagen, mit den Firmen haben wir schon gearbeitet, die Projekte liefen erfolgreich, die halten ein, was sie versprechen und wir können euch empfehlen, mit denen zu arbeiten.

  16. Sebastian:

    Sprich, ihr wollt gar nicht in diese Dienstleistung reingehen, sondern ihr wollt auch da wieder einen Mehrwert vermitteln, indem ihr sagt, okay, wir profitieren aus eigenen Erfahrungen, die wir mitgemacht haben oder machen konnten und bietet so dem Kunden quasi nochmal einen Ansatzpunkt, wie er dann eben auch beispielsweise das Thema Ladeinfrastruktur im Unternehmen beziehungsweise Abrechnung mit dem Mitarbeiter oder gegenüber dem Mitarbeiter integrieren kann.

  17. Jan Hansen:

    Genau. Zu einem gewissen Grad sind wir natürlich auch Dienstleister in unserem Service-Paket, was wir anbieten. Wir stellen nicht nur das Fahrzeug zur Verfügung, sondern eben definitiv auch noch eine Dienstleistung um das Fahrzeug drumherum. Allerdings die Dienstleistung der Ladeinfrastruktur, die können und wollen wir nicht selbst darstellen. Da arbeiten viele Firmen mittlerweile mit tatsächlich eigenen Betrieben an oder Elektrikerbetrieben, die dann die Infrastruktur auch installieren. Das ist ein Bereich, den wir ganz klar außerhalb unseres Geschäftsmodells sehen.

  18. Sebastian:

    Es ist ja, denke ich, auch sinnvoll, dass jeder bei seinen Stärken sozusagen bleibt und die eierlegende Wollmilchsau gibt es bekanntermaßen ja eh nicht, sondern dann lieber beim Auto-Abo bleiben, wo ihr auch brilliert, wo ihr vorne mit dabei seid und euch entsprechend platzieren könnt. Aber du hast in dem Zusammenhang jetzt auch nochmal eure Rolle als Dienstleister über das eigene Serviceangebot in den Raum gestellt, was ja bestimmt auch Vorteile für eure Kunden mit sich bringt. Was verbirgt sich hinter diesem Serviceangebot, das jetzt FIN an sich bedient, gegenüber den Unternehmen?

  19. Jan Hansen:

    Ja, das ist eine sehr gute Frage. Also, am Schluss glaube ich, kommen einige Vorteile aus unserem Produktangebot an sich und dann ist auch ein ganz beträchtlicher Bestandteil dieser Vorteile unser Serviceanspruch und auch unsere hohe Servicequalität. Die Vorteile, die man als Geschäftskunde von Finn hat, ist, Auf der einen Seite bekommt man eine Kombination aus schneller Verfügbarkeit der Fahrzeuge, auch in der aktuellen Liefersituation, aber das Ganze sogar noch in Verbindung mit exakten Fahrzeugen. Um das vielleicht einmal ein bisschen zu verbildlichen, hole ich einmal etwas weiter aus. Wenn man bei einem Mietfahrzeuganbieter sich ein Fahrzeug mietet, dann bekommt man das Fahrzeug im Normalfall sehr schnell, aber hat keinen Einfluss auf die konkrete Ausstattung oder auch keine Transparenz über die konkrete Ausstattung des Fahrzeugs. Dadurch kann ich zwar schnell ein Fahrzeug bekommen, aber, sagen wir mal, ich buche die Kompaktklasse Premium und hätte gerne einen 1er BMW in weiß und dann bekomme ich einen schwarzen Audi A3, dann ist das vollkommen in Ordnung, wenn ich das Fahrzeug fürs Wochenende oder mal für eine Woche im Urlaub oder auf einer Dienstreise habe. Aber wenn das Fahrzeug für mehrere Monate oder sogar ein Jahr mein eigenes sein soll, dann habe ich da doch wahrscheinlich höhere Ansprüche. Ein zweiter Aspekt ist natürlich auch noch die Versteuerung des Fahrzeugs, wenn es ein Dienstwagen ist. Je nach Ausstattungslevel ist das Fahrzeug natürlich auch teurer im Listenpreis oder niedriger und dementsprechend muss mehr oder weniger versteuert werden. Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es dann Leasing, wo ich natürlich das Fahrzeug mir sogar selbst konfiguriere, aber dafür auch die Versteuerung. normalen Wartezeiten habe, die aktuell in der Liefersituation, die wir einfach am Markt sehen, sogar weit über ein Jahr gehen können. Und wir bei Finn kombinieren sozusagen das Beste aus beiden Welten, indem wir ins Auslastungsrisiko der Fahrzeuge gehen. Wir bestellen die Fahrzeuge vor, in ganz konkreten Konfigurationen natürlich. Und sobald wir wissen, wann diese Fahrzeuge bei uns ankommen und wann wir die dementsprechend auch unseren Kunden zur Verfügung stellen können, machen wir die auf unserer Webseite oder über unsere Geschäftskundenbetreuer oder in unserem Geschäftskundenportal verfügbar für unsere Kunden. Und dadurch können wir eben unseren Kunden Fahrzeuge mit schneller Verfügbarkeit und exakten Konfigurationen zur Verfügung stellen. Ja. Weitere Vorteile und hier jetzt auch dann ein bisschen kürzer, sind natürlich die kürzeren Laufzeiten, die damit verbundene Flexibilität und dadurch auch eben das geringe Auslastungsrisiko, das wir vorhin schon besprochen haben. Wir haben einen deutlich geringeren operativen Aufwand in unserem Produkt durch eben die Tatsache, dass alles inklusive ist außer Tanken und da kommt dann auch eben unser Serviceanspruch ins Spiel. Sollte etwas mit dem Fahrzeug sein, sollte eine Wartung notwendig sein, sollte ein Reifenwechsel notwendig sein, etc., dann machen wir unsere Kunden proaktiv darauf aufmerksam und übernehmen auch die operative Abwicklung zumindest koordinativ. dieses ganzen Prozesses, ja, also wir stellen, wir sagen, dem Kunden oder eben im Geschäftskundenumfeld häufig den Mitarbeiter direkt, ein Reifenwechsel ist notwendig, hier ist direkt in deiner Nähe der nächste Vertragspartner von uns und hier kannst du direkt anrufen, die wissen dort, dass du kommst und du kannst einen Termin, der dir passt, für den Reifenwechsel vereinbaren, alle Kosten gehen an FINN, ja. Und der besondere Vorteil, den Firmenkunden hier noch eben bei Finn haben, ist, dass man als Firmenkunde wirklich einen zentralen Ansprechpartner bekommt. Das heißt, wir haben hier unser Customer-Success-Team, wo jeder unserer Mitarbeiter ungefähr 100 bis 150 Firmen betreut und unsere Ansprechpartner auf Firmenseite, auf Kundenseite, die direkte Durchwahl unserer Kunden haben, unserer Mitarbeiter haben, Entschuldigung, und da dann eben keine Zeit in Warteschlangen verbringen müssen, immer jemanden am Ohr haben, der direkt weiß, was der Status mit ihren Fahrzeugen ist, der die Firma kennt, der den bisherigen Bestellstatus kennt und so einfach auch viel, viel schneller helfen kann.

  20. Sebastian:

    Ich denke, das ist ein sehr wichtiger Vorteil, dass man da einen direkten Draht dann auch zu FIN rein hat sozusagen oder auch zwischen FIN und dem Unternehmen, dass man dann eben auch schnell Probleme lösen kann, die ja immer wieder vorkommen können im Alltag, aber dass man da einfach dann auch eine Lösung herbeiführen kann, das ist ein großer Pluspunkt, muss ich sagen. Selbst aus Unternehmenssicht sozusagen, der ja selbst mit einer Flotte auch zu tun hat. Für mich wäre jetzt noch interessant zu wissen, du hast jetzt angesprochen, es gibt eben das Business-Portal, ihr habt Ansprechpartner für die Unternehmen. Das heißt aber, ich sage mal, wenn ich jetzt nicht gerade nur ein oder zwei Fahrzeuge für meine Firmenflotte brauche, gibt es da sozusagen auch nochmal einen optimierten Weg, um dann auch mal 20 Fahrzeuge zu händeln sozusagen. Also wenn wir da in ein größeres Volumen reingehen, da findet natürlich ein anderer... Austausch oder Umgang von Seiten Finn und dem Unternehmen damit statt, wie das jetzt beispielsweise über die in Anführungsstrichen E-Commerce-Erfahrung gehen würde, die er für Privatkunden anbietet.

  21. Jan Hansen:

    Absolut, absolut, genau. Bisher haben wir da einfach auch sehr viel im direkten Kontakt mit unseren Kunden gemacht. Wir haben unser Unser Sales-Team, was alle Erstbestellungen von Geschäftskunden abwickelt und dann eben das gerade erwähnte Customer-Success-Team, was dann wirklich dauerhaft für jegliche Themen rund um den Fuhrpark und auch Folgebestellungen verantwortlich ist und haben jetzt gerade unser, wir nennen das das Fin-Business-Portal gelauncht. Im ersten Schritt nochmal für eine kleinere Kundengruppe, aber das wird sehr zeitnah auch wirklich für alle unsere Kunden ausgerollt und hier kann man dann zu den eigenen jeweils individuellen Konditionen des Unternehmens direkt online Fahrzeuge bestellen. Also perspektivisch haben wir hier den Anspruch, da auch noch eine komplette Flottenübersicht zu bauen, Dokumentenmanagement und dann werden wir von da aus sehen, in welche Richtung das weitergeht. Ja, das Ziel ist hier ganz klar, dass wir uns einfach auch noch tiefer mit unseren integrieren können, zum Beispiel eine direkte Schnittstelle zu den gängigsten Buchhaltungssystemen oder Lohnkostenabrechnungssystemen zu bauen und somit einfach unseren Kunden und unseren Unternehmenskunden auch nachhaltig das Leben durch digitale und automatisierte Prozesse leichter zu machen.

  22. Sebastian:

    Definitiv ein Mehrwert, den man ja auch nicht außer Acht lassen darf, weil gerade diese ganze Geschichte, die ja dann drumherum passiert, diese Buchhaltungsabrechnungsthematik ist ja dann auch das, was Unternehmen Zeit und damit auch wieder Geld oder Ressourcen kostet. Und wo ich sicher bin, dass da, wenn Finder es gut umgesetzt bekommt, da auch nochmal ein Mehrwert an sich mitbringt zusätzlich zu dem Serviceangebot, das du ja eh schon in den Raum gestellt hast.

  23. Jan Hansen:

    Absolut, so ist es. Ja, und da bekommen wir auch bisher sehr, sehr positives Feedback drauf, ja, wir sind einem sehr engen Austausch mit unseren Kunden und da sind die Möglichkeiten quasi, ja, quasi endless.

  24. Sebastian:

    Hört sich sehr spannend an. Jetzt hast du gesagt, ihr kriegt ja Rückmeldung, ihr seid da im Austausch. Gibt es denn aus jüngerer Vergangenheit auch einen positiven Use Case oder eine Rückmeldung aus Business-Kundensicht sozusagen, die begonnen haben, ihre Flotte elektrisch zu elektrifizieren oder gar elektrisch, vollelektrisch zu machen? Kannst du da so ein paar Eindrücke noch mit auf den Weg geben, wie das denn angenommen wird?

  25. Jan Hansen:

    Ja, also zum Beispiel einer unserer größeren Kunden ist eine Unternehmensberatung, die im Großraum Köln sitzt und die eben gesagt haben, hey, wir wollen mehr und mehr unsere Flotte elektrifizieren beziehungsweise wir wollen ab nächstem Jahr auch nur noch elektrische Fahrzeuge unseren Mitarbeitern anbieten. Und da gibt es natürlich verschiedene Nutzergruppen, ja, und da haben wir gemeinsam eben mit unserem Kunden ein Konzept erarbeitet, wie man für verschiedene Nutzer, also sei das die Mitarbeiter, die einfach nur ein Dienstfahrzeug als Teil ihres Vergütungspakets haben oder Mitarbeiter, Die Mitarbeiter, die wirklich mit dem Auto draußen unterwegs sind und das eben auch tatsächlich für ihre Arbeit brauchen. Oder sogar auch Mitarbeiter, die einfach nur ein Fahrzeug bezuschusst bekommen, aber auch einen Teil selber zahlen. Wie man mit all diesen Mitarbeitern umgeht und da ein Konzept ausgearbeitet. Und haben da jetzt im Endeffekt verschiedene Nutzer bei uns auch systemseitig angelegt. die dann dementsprechend die Fahrzeuge auch buchen können.

  26. Sebastian:

    Spannend, also auch da merkt man nochmal, es ist echt viel Luft vorhanden sozusagen oder viel Potenzial vorhanden für so Modelle wie eures, sich da zu platzieren und tatsächlich noch über das Fahrzeug hinaus einen Mehrwert für das Unternehmen mit auf den Weg zu geben.

  27. Jan Hansen:

    Ganz genau, ja. Und eben, ich habe jetzt gerade die verschiedenen Nutzergruppen angesprochen. Eine sehr relevante Nutzergruppe da sind eben genau die Mitarbeiter, die gerne ein Fahrzeug, ein Elektrofahrzeug beziehen möchten, aber vielleicht keinen Dienstwagenanspruch haben. Hierfür bauen wir gerade ein Gehaltsumwandlungsmodell oder ein Gehaltsumwandlungsprodukt, worüber am Schluss Unternehmen ihren Mitarbeitern Fahrzeuge, Elektrofahrzeuge, signifikant vergünstigt zur Verfügung stellen können und dabei selber sogar noch Sozialabgaben sparen. Also das ist wirklich ein Modell, was sich für alle Seiten rechnet und sehr ähnlich funktioniert wie das Dienstwagen- oder das Dienstrad-Leasing, das man eben auch aus dem Fahrradbereich kennt. Da häufig unter dem Namen Jobrat.

  28. Sebastian:

    Dann quasi das Job-IK oder wie wir es denn nennen wollen, aber da bin ich auch schon gespannt drauf, wenn er damit tatsächlich an den Start geht, weil da kann ich mir durchaus vorstellen, dass das nochmal sein Teil dazu beitragen wird, um die Hürde beim Ausbau der E-Mobilität dann quasi nochmal ein Stück weit zu senken. Absolut. In diesem Sinne möchte ich mich da auch bei dir bedanken, Jan, dass du uns da die Eindrücke gegeben hast, heute sozusagen aus Firmenkundensicht auf FIN, auf das Angebot von FIN, welche Vorteile ihr da eben mitbringt und dass ihr auch tatsächlich eine gute Alternative zum Leasing, zum Kauf sein könnt und vor allem so, du hast ja vorhin auch gesagt, was ein sehr, sehr großer Vorteil ist im Moment, man kriegt die Fahrzeuge relativ flott, obwohl sie eben stark begehrt sind am Markt. Und da muss man sagen, das hat man ja heute nicht mehr überall.

  29. Jan Hansen:

    Das stimmt, das stimmt. Auch klar, wir sehen da unsere Einschränkungen, aber auf unserer Website, auf fin.auto, da kann man sich ein sehr gutes Bild darüber verschaffen, welche Fahrzeuge wir aktuell haben, was verfügbar ist, was mit welchen Lieferzeiten verfügbar ist. Und ich glaube, da sind wir nach wie vor in der Lage, ein sehr attraktives Angebot zu machen.

  30. Sebastian:

    Da gehe ich auch stark von aus. Den Link packen wir natürlich in den Artikel mit rein, dass die Hörerinnen auch mal selbst bei euch vorbeischauen können. Gutscheincode haben wir auch von euch bekommen, damit da die erste Rate auch ein Stück weit günstiger ausfällt und dann kann man die E-Mobilität auch mal selbst erfahren und kennenlernen.

  31. Jan Hansen:

    Ganz genau. Super. Sebastian, vielen Dank für das Gespräch.

  32. Sebastian:

    Danke dir für deine Zeit, Jan. Bis demnächst. Das war sie also auch, die aktuelle Podcast-Folge mit Jan von Finn. Ich denke, wir haben interessante Einblicke bekommen. Nochmal zur Erinnerung, mit dem Code ERN200 gibt es 200 Euro Rabatt auf die erste Monatsrate. Mehr dazu auch natürlich nochmal im Artikel und den Shownotes zu der aktuellen Folge. Dir vielen Dank fürs Zuhören und freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn es mal wieder um das Thema E-Mobilität in all ihren Facetten bei uns hier auf dem elektronischen News.net Podcast geht.