Florian Lüft, Envision Digital: Klimaneutralität erreichen durch Connected Energy

Wie Verkehrs- und Energiesektor miteinander Klimaneutralität erreichen können

Florian Lüft, Head of Business Development bei Envision Digital hat sich in dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast mit mir über das Thema Connected Energy unterhalten. Denn das Unternehmen hat sich auf die Fahne geschrieben die Energie- und Mobilitätswende weltweit möglich zu machen. Hierfür setzt man auf die Kraft des Netzwerkens. Wobei sich dies sowohl auf das persönliche Netzwerken, als auch vor allem auf das Zusammenspiel von System, Daten und Algorithmen bezieht, wie Lüft aufzuzeigen vermag.

Alles mit dem Ziel: Wie können wir Energie effizienter managen? Wie können wir Energie sinnvoller nutzen, um damit einen nachweislichen Beitrag zu einer sinnvollen Klimaneutralen Zukunft zu leisten? Im Detail versteht dies Herr Lüft besser zu vermitteln. Daher viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektro-Auto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektro-Auto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns über Themen aus der Welt der E-Mobilität unterhalten und damit beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Florian Lüft, Head of Business Development bei Envision Digital zu Gast. Das Münchner Unternehmen vertritt die These, dass die Garage sozusagen der Türöffner zum globalen smarten Energiemanagement ist. Denn aus deren Sicht sind intelligente Ladenboxen doch so viel mehr als reine Stromspender für das eigene E-Auto. Über innovative Softwarelösungen auf Basis der sogenannten Artificial Intelligence of Things, AIoT, können Ladeboxen zu einem wesentlichen Bestandteil eines umfassenden Energiemanagements der Zukunft werden. Hört sich natürlich auch ein bisschen nach Zukunftsmusik, nach Visionen an, die man eben für unsere zukünftige Mobilität Hart, aber Florian Lüft hat es ganz gut verstanden, mich da einfach auch ein wenig abzuholen und aufzuzeigen, warum Ladeboxen eben doch mehr sein können als nur Ladeboxen und warum der Klimawandel alleine nicht nur durch den Verkehrssektor gestoppt werden kann, sondern eben auch noch der Energiesektor seinen Teil dazu beitragen kann oder eigentlich auch muss, damit das gelingt. Lüft zeigt aber auch auf, dass es eigentlich naheliegend ist, dass diese beiden Bereiche Hand in Hand miteinander gehen, um dann den Wandel schneller voranzubringen. Das Ganze wird geführt unter dem Stichwort Connected Energy. Aber genug der Vorworte und direkt rein ins Gespräch mit Florian Lüft von Envision Digital. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Zunächst einmal vielen Dank, Herr Lüft, dass Sie sich die Zeit nehmen und uns die Möglichkeit geben, über die richtige Strategie beim Ausbau der Ladeinfrastruktur zu sprechen. Bevor wir jetzt jedoch ins Thema tiefer eintauchen, würde es mich freuen, wenn Sie sich einfach mal selbst kurz vorstellen, dass unsere Hörer und ich ein Bild davon bekommen, mit wem ich denn da jetzt eigentlich spreche.

  3. Florian Lüft:

    Selbstverständlich gerne. Also vielen Dank für die Einladung, Herr Henssler. Mein Name ist Florian Lüft. Ich bin verantwortlich für das Business Development bei Envision Digital in Deutschland, einem Tochterunternehmen der Envision Group. Mario, was gibt es sonst noch zu erzählen? Ich bin stolzer Familienvater mit zwei Töchtern, absolut begeisterter Autofahrer und Innovationsfreak. Ich habe die letzten 15 Jahre sehr viel gerade in der Digitalisierung des Handels und so weiter gemacht. Und ganz ehrlich, wenn ich ans Thema Mobilität komme, muss ich gestehen, ich war da so am Anfang immer ein bisschen skeptisch, wenn dieser Zusatz eh fiel. Aber man muss wirklich sagen, ich bin mittlerweile absolut begeistert, und euphorisiert über das, was da gerade so passiert und eben auch gerade über das Erlebnis, wenn man selber Elektro fährt. Und bin mir sicher, da werden wir die nächste Dekade sehr viel damit zu tun haben.

  4. Sebastian:

    Da kann man doch ganz stark davon ausgehen. Da sind wir auch der Überzeugung davon. Wie Sie schon erwähnt haben, sind wir tätig für Envision Digital. Und ja, haben dort eine Software, eine IoT-Plattform, die auf den Namen lautet, da können Sie mich gerne verbessern, falls ich das falsch ausspreche, EN-OSTM. Und die soll neue Maßstäbe für die E-Mobilität setzen. Zumindest könnte ich das so der Webseite entnehmen. Und auf die Software möchte ich dann später nochmal näher eingehen, aber vielleicht können Sie auch noch ein paar Worte über das Unternehmen erstmal in Vision Digital verlieren, was ihr macht und wie ihr in Berührung mit der E-Mobilität steht oder gekommen seid.

  5. Florian Lüft:

    Also vielleicht mal ganz kurz, fangen wir mit dem Einfachsten an. Die Software ist eigentlich relativ leicht vom Namen her leitbar. NOS ist im Endeffekt das Energy Operating System. Und ich vergleiche es immer so ein bisschen mit dem Thema, was wir ja bei den führenden Smartphone-Konzernen der Welt irgendwo auch sehen. Ob es jetzt ein iOS für Apple, ob es jetzt ein Android für Google, ist im Endeffekt für den ganzen Bereich Energie, IoT, bei uns eben die Software NOS. Wenn wir nochmal auf das Unternehmen eingehen, muss man auch ganz klar sagen, sind wir momentan mit Envision Digital natürlich immer noch so an dem Punkt, da müssen wir ein bisschen erklären und ausholen. Wir sind mit Headquarter in Singapur eines der weltweit führenden Green-Tech-Unternehmen und haben unseren Fokus auf die digitale Transformation der Energiebranche gelegt. Und das Ganze eben mithilfe dieser sogenannten AIoT-Software NOS. Was heißt AIoT? Das ist die Kombination aus Artificial Intelligence und Internet of Things. Um Ihnen mal so ein bisschen auch ein Gefühl zu geben, wie groß ist Envision? Also im Endeffekt haben wir eben Headquarter Singapur, hatte ich schon erwähnt und ganz stolz sind wir natürlich darauf, dass Singapur als die führende Smart City eben auch ein Projekt beheimatet, in dem wir eine wesentliche Rolle gespielt haben. Darüber hinaus bei uns in der Group, wir sind in einer Division Nummer 4 weltweit, was diesen ganzen Bereich Windenergie angeht, also sprich Turbinen, sind einführende Softwareanbieter in der Division Digital, zu der ich auch gehöre, haben darüber hinaus noch eine Schwesterfirma, die führend im Bereich Batterien ist, das ist die sogenannte AESC. wo wir eben einen Zukauf getätigt haben, dass also deutlich über eine halbe Million Elektrofahrzeuge mit unseren Batterien unterwegs sind. Und dann die zwei letzten Punkte oder Schwestergesellschaften, in denen wir arbeiten, ist einmal auch ein Investorenarm, wo wir eben in grüne Technologien und Innovationen investieren. Und dann mein spezieller Liebling, den kennen manche wahrscheinlich auch aus dem Fernsehen, aus den Übertragungen, Envision Virgin Racing, unser eigener Rennstall in der Formel E. Kern des Ganzen, muss man auch ganz klar sagen, ist im Endeffekt global gesehen natürlich NOS. Wir haben, um das auch vielleicht mal einzuordnen, mittlerweile über 70 Millionen Devices, die an unsere IoT-Plattform angeschlossen sind und 200 Gigawatt Energieanlagen, deren im Endeffekt produzierte Energie darüber gemanagt wird. Und das Ziel ist, Und ich meine, da sind wir dann natürlich sehr, sehr schnell auch bei dem Thema Nachhaltigkeit, Klimaneutralität. Das Ziel unseres Unternehmens, aber auch mit der Software ist es letzten Endes, wie können wir Energie effizienter managen? Wie können wir Energie sinnvoller nutzen, um eben damit einen nachweislichen Beitrag zu einer sinnvollen klimaneutralen Zukunft zu leisten? Und wenn ich jetzt noch mal kurz darauf eingehe, also Sie hatten ja absolut berechtigterweise gefragt, wie ist jetzt der ganze Match mit dem Thema Elektromobilität? In Deutschland gab es die Konzernentscheidung auch in unserem Headquarter als Automarkt Nummer eins, dass wir mit einer ganz speziellen Lösung im Bereich Elektro-Ladelösungen im Endeffekt im deutschen Markt starten. Und wir sind momentan dabei, alle relevanten Points of Charge zu Hause, in der Arbeit und natürlich auch unterwegs, so in einer Lösung miteinander zu verbinden, dass das Ganze so einfach manageable wird, wie die Bedienung des eigenen Smartphones.

  6. Sebastian:

    Ja, vielen Dank für das Ausholen. Ich glaube, das war jetzt auch wichtig, dass man da mal so einen Überblick bekommen hat, wie breit ihr da auch aufgestellt seid, um dann eben auch zu sehen, okay, ihr könnt ja auch wirklich was hebeln am Markt, wenn ihr euch dem Thema dann annehmt und damit beginnt. Ja. Das ist doch, glaube ich, schon mal ganz gut für den Einstieg. Jetzt habt ihr gesagt, oder haben Sie gesagt, Herr Lüft, dass Sie den deutschen Automarkt, weil halt, ja, die Deutschen sind ja für die Autos bekannt, gezielt ausgewählt habt, um dort eben eine Elektroladelösung zu platzieren, sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Bereich. Wie ist da der aktuelle Stand? Seid ihr damit schon aktiv gestartet? Steht das jetzt erst noch bevor? Oder können Sie uns da mal abholen?

  7. Florian Lüft:

    Also wir sind aktiv gestartet, wir sind mittendrin und kriegen eben auch gerade mit, was in dem Markt natürlich alles, sagen wir mal, los ist und unterwegs ist. Stand jetzt muss man also ganz, ganz klar sagen, unser Kernfokus sind Ladelösungen für Privatpersonen und Unternehmen mit auch einer sehr, sehr starken Ausrichtung auf das Thema Zuhause und in der Firma. Und im Endeffekt, was wir anbieten, ist eine Ladelösung mit allen relevanten Komponenten aus einer Hand, sprich die Ladebox. Die Installationsleistung und im Endeffekt in Kombination damit letzten Endes auch noch ein grüner Stromtarif. Das Spannende, und das muss man in den Zeiten fast schon betonen, wir können zeitnah liefern, weil ich habe jetzt auch von ein paar Marktbegleitern und Kollegen gehört, es gibt ja durchaus mittlerweile auch schon etwas utopische Lieferzeiten hier und da aufgrund der großen Nachfrage. Und wenn wir einfach mal so ein bisschen darüber nachdenken, warum glauben wir, dass so eine All-in-One-Lösung irgendwo... ein ganz probates Mittel ist. Wenn man sich anschaut, wir sind mittlerweile, glaube ich, bei 200 verschiedenen Boxen, die man sich anschaffen kann. Da muss man erst mal durchblicken, welche könnte geeignet sein. Es gibt mittlerweile fast 400 grüne Stromtarife. Da ist man eigentlich auch schon gewillt, irgendwie so nach dem Motto Welcome to the Jungle, irgendwie zu sagen, da muss man schon irgendwie eine ganz besondere Passion haben, wenn man sich da durchquellen will. Und letzten Endes sind natürlich auch ein paar andere Punkte notwendig, Wir nehmen unseren Kunden die Terminvereinbarung mit den Handwerkern ab. Wir regeln, wo nötig, die Themen mit dem Netzbetreiber. Wir haben eine einheitliche App zur Steuerung der Ladevorgänge, aber eben auch für eine ganz, ganz einfache Authentifizierung. Und gerade, wenn wir in den Flottenbereich reingehen, muss man auch klar sagen, neben eben der Aggregation, aller verschiedenen Ladeorte unter einem Dach gibt es eben auch ein einheitliches Reporting, eine einheitliche Abrechnung an die Unternehmen, für die Unternehmen und da glauben wir, das ist schon eine ganz gute Geschichte. Sind damit produktiv im Markt unterwegs, aber es spielen natürlich auch viele weitere Punkte mit rein, wo man schon auch klar sagen muss, Ich möchte das Ganze ja gut vernetzt haben, gut wartbar haben und im Endeffekt dann auch weitere Services mit reinbringen. Also ich sehe das Ganze, etwas flapsig formuliert, immer so, dass wir natürlich mit der Ladelösung durch die Garage des Kunden den Einstieg finden, dass wir eben auf Sicht auftreten. auch über dieses Thema Energiemanagement sprechen können. Also sprich, zurück zum Eingang unseres Gesprächs über unsere Software NOS, wo wir eben glauben, dass er nach dem, was wir heute als Smart Home definieren, so in die nächste Stufe mit reingehen kann. Connected Energy, das Ganze sinnvoller nutzen, Energiequellen miteinander verbinden und letzten Endes eben damit eigentlich so die nächste Stufe auch eines vernetzten Zuhauses mitgestalten zu können.

  8. Sebastian:

    Interessant. Das erklärt auch schon mal, wie ihr euch sozusagen von Marktbegleitern abheben wollt oder was ihr da anders macht. Sozusagen, ich meine, Wallbox-Installation, grüner Strom aus einer Hand, kriegt man mittlerweile von vielen Marktbegleitern zumindest mit angeboten. Jetzt seid ihr eins noch obendrauf, wo sie ausgeführt haben mit der smarten Vernetzung der Steuerung, um eben auch die Produktion und den Verbrauch von erneuerbaren Energien eben mit der E-Mobilität in Einklang zu bringen. um dadurch das Ganze auf Energie oder die Energie effizienter zu nutzen. Wie kann ich mir das jetzt im Privatbereich vorstellen? Können Sie mir das mal aufzeigen, wenn ich jetzt sage, ich entscheide mich für eine Komplettladenlösung aus eurem Haus und öffne da auch gerne von meiner Garage die Tür ins Haus rein. Welche Vorteile bringt ihr mir da als Endkunde oder Nutzer damit, der auf euch setzt?

  9. Florian Lüft:

    Also ich glaube, bei vielen Punkten müssen wir wirklich sagen, da sind wir natürlich auch noch in der Stufe, wo man auch ganz offene gleich sagen muss, wo schaffe ich gerade die Voraussetzungen und wo spielt die Zukunftsmusik hin. Aber ein ganz einfaches Beispiel. Ich meine, wir reden ja immer mehr darüber, warum Elektroautos und gerade auch die Batterien darin natürlich so interessant sind. Ich kann sie auch auf Speicher nutzen und damit habe ich natürlich schon mal eine ganz andere Möglichkeit, auch mit erneuerbaren Energien, Wenn ich sie zum Beispiel auch dort produziere, wo ich im Endeffekt laden möchte, wie ich damit einfach anders umgehen kann. Wir sehen im Endeffekt auch eben durch die entsprechende Analyse-Software, dass ich natürlich deutliche Erkenntnisse kriege. Wann brauche ich Energie? Wie viel Energie brauche ich? Wo brauche ich sie vielleicht auch nicht an einer bestimmten Stelle? Wo kann ich im Endeffekt laden? Energieverbrauch sinnvoll reduzieren? Wo weiß ich im Endeffekt, dass ich hier eben sogar vermeiden kann, dass es Energie gibt oder wie kann ich auch meinen Energiemix aussteuern? Das sind so ein bisschen die Themen, an die wir rangehen wollen, wobei ich eben ganz klar auch nochmal sagen muss, lassen Sie uns jetzt erstmal die Ladeinfrastruktur so aussteuern, dass Sie eben damit wirklich eine absolut klimaneutrale und durch die Bank finanzielle sinnvoll ökologische Variante in puncto Mobilität haben. Und dann starten wir Stück für Stück mit den Use Cases durch, die eben genau dieses Thema, sagen wir mal wirklich die Stichworte Energie effizienter nutzen und Energieverschwendung vermeiden, irgendwie weiter steuern können. Und das Ganze natürlich automatisiert, sodass sie aktiv eigentlich nichts machen müssen.

  10. Sebastian:

    Das hört sich doch schon mal gut an und vor allem, dass Sie da auch offen und ehrlich sind und sagen, dass da Zukunftsmusik eben auch noch eine Rolle spielt und dass man eben nicht von Beginn an das komplette Paket eben ausrollen kann, sondern eben auch erst mal mit in Anführungsstrichen kleineren Schritten anfangen muss und von da aus dann eben auch wächst.

  11. Florian Lüft:

    Ich bin absoluter Fan davon und das habe ich in meiner Zeit bei einem großen Kabelnetzbetreiber gelernt von meinem amerikanischen CEO, der uns immer eingebläut hat, I don't want to run before I walk. Und ich glaube, da ist sehr viel Wahres drin. Die Vision steht auf jeden Fall da und ich glaube, wir werden da auch wirklich in sinnvollen Nuancen Stück für Stück die Features und Funktionen aufschalten können. Nur ich bin eben auch immer der Meinung, lassen Sie uns einen Schritt nach dem anderen gehen. Und wenn ich momentan sehe, auf wie viele offene Ohren und auf wie viele offene Türen wir stoßen, gerade auch eben mit der Thematik zum Beispiel eine sinnvolle Flottenlösung anzubieten, da muss ich ganz ehrlich sagen, haben wir damit auch schon sehr, sehr viel zu tun. Und der zweite Loop, gerade auch eben die Ausweitung, wir hatten jetzt gerade über den Privatbereich gesprochen, den Energiemanagement, also Sie können sich vorstellen, was gerade auch in Firmen und in Firmenstandorten, Gebäuden an Möglichkeiten besteht, eben durch eine Vernetzung mit unserer Kernkompetenz rund um die IoT-Software natürlich dazu beizutragen, dass Firmen noch viel bessere Chancen bekommen, ihre Klimabilanz aufzupolieren, ihre Klimaziele zu erreichen und eben auf sinnvolle Art und Weise CO2-Ausstoß zu reduzieren.

  12. Sebastian:

    Ja, definitiv. Und ich sage mal, da sind die Unternehmen ja dann auch wieder der größere Hebel auf dem Weg dorthin, eben den Klimawandel aufzubauen. zu stoppen bzw. dagegen zu wirken, dass wir halt immer mehr CO2-Verkraut ausstoßen. Da hat man ja da eine größere Hebelwirkung tatsächlich, wenn man dort reingeht mit eurem Energiemanagementsystem, als wenn ich das jetzt an einer Ladestation bzw. einem Haushalt daheim daneben mache.

  13. Florian Lüft:

    Da bin ich absolut bei Ihnen und ich glaube auch, dass das Thema eben, also ich bin absoluter Fan davon geworden, eben immer weiter darüber nachzudenken, wie kann ich Ökologie und Ökonomie auf eine Art und Weise miteinander verbinden, dass ich eben wirklich skalierbare Effekte produzieren kann. Genau wie Sie sagen, kann ich auf breiterer Ebene dafür sorgen, dass ich eben zum Beispiel eine gesamte Flotte von mehreren Hundert, von mehreren Tausend Fahrzeugen mit auf diese Reise nehme. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, das ist irgendwo auch so der Antrieb, den man jeden Tag entwickelt. Natürlich neben der Begeisterung für die Innovation, dass eben jeden Morgen... im Spiegel auch so ein bisschen das Thema mitschwingt. Jetzt hast du über Jahre immer Innovationen gemacht und warst immer begeistert von neuer Technologie. Aber hier kommen eben auch noch Facetten mit rein, die einem dabei helfen, so einen, ich nenne es immer Plan E, mitzuentwickeln und mitzugestalten, der eben auch die Zukunft des Planeten ein bisschen besser macht.

  14. Sebastian:

    Das hört sich sehr gut an. Das muss ich mir direkt notieren. Ja, das ist, denke ich, auch ein gutes Gefühl, wenn man dann tatsächlich mal aus dem Spiegel steht und sich sowas sagen kann und dann eben auch einen positiven Beitrag im Großen wie auch im Kleinen sozusagen im Wandel sozusagen beiträgt. Sie haben ja zu Beginn oder auch während des Gesprächs schon gesagt, der Fokus liegt ganz klar beim Laden zu Hause oder beim Arbeitgeber. Spielt der öffentliche Bereich auch eine Rolle für euch oder kommt der erst nachgelagert? Und wenn ja, wieso?

  15. Florian Lüft:

    Also ich glaube, also absolut berechtigte und richtige Frage. Ich glaube, öffentliche Ladeinfrastruktur ist wichtig. Aber es ist natürlich, wenn man mal die gesamte Bandbreite anschaut und auch wie sich das Ganze entwickelt, nur ein Bestandteil einer Ladeinfrastruktur, die wir einfach auch brauchen werden, um eben die Akzeptanz und dieses einfache Nutzen, von Elektroautos in der Breite irgendwie auf die Straße zu bringen. Wenn wir uns mal anschauen, wie es die nächsten Jahre weitergehen wird. Wir gehen, glaube ich, alle davon aus, dass die Batteriekapazität ja doch noch signifikant nach oben gehen wird, dass wir damit auch eben steigende Reichweiten bekommen werden, was die Autos fahren können. Ich glaube... Da wird die Relevanz einer flächendeckenden öffentlichen Ladeinfrastruktur auch ein bisschen nach unten gehen. Aber eben, ist natürlich ein wichtiger Punkt. Was wir glauben, ist, dass man letzten Endes einfach gar nicht umhinkommt, das Laden zu Hause und am Arbeitsplatz deutlich zu erleichtern und auszubauen. Weil, wenn Sie mal überlegen, Bis 2030, waren es so die kolportierten Zahlen, wollen wir ungefähr 10 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen haben. Und dafür brauchen wir ungefähr eine Million Ladepunkte. Da stellt sich mir natürlich schon mal die Frage, wie will ich die im öffentlichen Raum allein hinbekommen? Und wir sehen momentan, die Verkaufszahlen der Elektroautos gehen ja wirklich durch die Decke. Wir sind mittlerweile, glaube ich, Platz zwei weltweit in Deutschland, eben von prozentualer Durchdringung her. Und wenn ich mir jetzt anschaue, wir müssten momentan, fand ich eine ganz interessante Zahl, die ich letzte Woche mal aufgeschnappt habe, wir müssten pro Woche eigentlich 2000 neue Ladepunkte bauen, schaffen aber aktuell nur 300 und eben waren es vor ein paar Monaten, Noch 13 Elektrofahrzeuge, die sich eine öffentliche Ladesäule geteilt haben, ist der Wert nach oben gegangen auf 17, weil wir einfach nicht schnell genug hinterherkommen. Deswegen glaube ich, wir werden es einmal gar nicht schaffen, die öffentliche so zu skalieren, wie wir es bräuchten. Und zum Zweiten müssen wir natürlich irgendwo auch sagen, es ist doch eigentlich offensichtlich, dass das Auto am besten dort geladen wird, wo es am meisten steht. Und wenn ich jetzt so an mich selber denke, wo steht mein Auto über Nacht? bei mir zu Hause in der Garage? Und wo steht es am Tag am meisten? Naja, in der Garage in der Firma. Und da ist, glaube ich, irgendwo so eine logische Konsequenz, warum wir eben auf diese zwei Punkte referenzieren und glauben, dass wir eben damit eigentlich ganz gut fahren. Im öffentlichen Bereich gibt es auch schon viele Anbieter. Das ist, glaube ich, auch auf einem absolut guten Weg. Aber darüber hinaus gibt es einfach noch zwei Punkte. Das eine, 70 Prozent der neu registrierten Fahrzeuge in Deutschland sind einfach auch Firmenfahrzeuge. Das spielt eine wesentliche Rolle, hier mit reinzugehen. Und das zweite, wenn man auch so ein bisschen guckt, also der Trend in Richtung Laden zu Hause zu enablen, ist gar nicht wichtig. so irgendwie was Neues. Wir haben zum Beispiel auch die nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, die bis 2030 davon ausgeht, dass über 60 Prozent der Haushalte wirklich mit Ladeinfrastruktur ausgestattet sind. Und das sagen mir auch schon die einen oder anderen Immobilienverwalter, Inhaber, Investoren. Das ist mittlerweile schon auch so ein Kriterium, neben eben der gesetzlichen Geschichten, die kommen, dass man eben auch sagt, es ist einfach eine Frage der Vermarktbarkeit und des Wertes eines Objekts, dass ich Ladeinfrastruktur mit drin habe. Und last but not least ist für mich eben auch immer der Punkt, wenn ich am Morgen mit einem vollgeladenen Auto losfahren kann, dann ist dieses ganze Thema Reichweite, Reichweitendiskussion, manche sprechen ja sogar von Reichweitenangst, wirklich in meinen Augen eine Geschichte, die in den wenigsten Fällen Relevanz bekommt, die durchschnittliche Relevanz. sagen wir mal, Distanz, die ein Elektroauto am Tag zurücklegt, liegt je nach Quelle zwischen 30 und 50 Kilometern pro Tag und nur ein Prozent der Fahrten sind länger als 100 Kilometer. Ich glaube, wenn man da am Morgen schon mal mit einer vollen Batterie in den Tag starten kann, dann sind wir ganz gut ausgerüstet. Wenn ich erstmal zur nächsten Ladesäule fahren muss, um nachzuladen, dann macht es ein bisschen weniger Spaß. Deswegen ganz, ganz klar, Fokus für uns massiv auf die Bereiche zu Hause und in der Firma, weil da glauben wir einfach, dass man sehr, sehr angenehm die eh vorhandenen Stehzeiten des Autos nutzen kann, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und das heißt einfach den Akku wieder aufzuladen.

  16. Sebastian:

    Ich denke gerade dieses Resümee am Ende, die Stehzeiten sinnvoll nutzen, bringt es dann doch ganz gut auf den Punkt und erklärt auch, warum ihr da euren Fokus eben auf den Bereich Laden zu Hause oder beim Arbeitgeber bzw. im Unternehmen setzt. Jetzt hatten wir zu Beginn viel über den privaten Bereich gesprochen, wo ihr dann eben mit eurer Software auch ins Spiel kommt, wo ihr das Thema Energiemanagement aufgreift. Wie gestaltet sich sowas im unternehmerischen Rahmen? Wie kommt ihr da rein? Was für Projekte habt ihr, über die ihr da vielleicht sprechen könnt? Dass wir da einfach auch mal einen Eindruck davon bekommen, was Envision Digital eben in diesem Bereich ermöglichen kann.

  17. Florian Lüft:

    Gehe ich gerne gleich nochmal drauf ein. Eine Anekdote, die ich gerade noch außen vor gelassen habe, habe ich auch so ein bisschen gemerkt. Früher, wenn zum Beispiel, wobei das in den Zeiten ja so lange nicht möglich war, aber wenn Freunde zum Grillen zu Hause waren, dann ist man früher ins Wohnzimmer oder in den ausgebauten Kinokeller gegangen und hat gesagt, boah, schau mal, was ich hier für eine neue, keine Ahnung, Box habe oder für einen neuen Subwoofer oder wie auch immer. Mittlerweile ertappe ich mich immer dabei, wie ich mit den Leuten in die Garage gehe, um denen meine Ladebox zu zeigen. Ja. Also, man ändert gewisses Verhalten, gefolgt natürlich dann von der Probefahrt, weil jeder, der es noch nicht gemacht hat, den kann ich nur wirklich dringend empfehlen, reinsetzen in ein Elektroauto und man wird es nie wieder hergeben wollen. sorry, diese kurze emotionale Exkurs musste sein, aber ich über die Firmen nachdenke. Ich glaube, die große Herausforderung ist hier natürlich, dass wir letzten Endes das Thema haben, dass natürlich jedes Unternehmen auch enorme Klimaziele vor der Brust hat, eine signifikante Reduktion des CO2-Ausstoßes und die meisten einfach offensichtlicherweise sehen, der Vermeintlich einfachster Weg ist natürlich, die Flotte zu elektrifizieren und hier rundum dafür zu sorgen, dass ich eben hier meine CO2-Emissionen einfach nach unten bringe. Was wir gemerkt haben, ist ganz, ganz klar, dass aber hier natürlich die Herausforderung ist, gerade weil man ja auch zum Beispiel Vertriebsmitarbeiter hat, die besonders viel fahren, andere, die vielleicht jetzt nicht so viel fahren, aber dann trotzdem eben Themen brauchen. Wir können hier... optimal die verschiedenen Ladepunkte, die wir anbieten, Ladeorte, die wir anbieten, miteinander verbinden. Wir bieten unter diesem einen Dach eines zentralen Rahmenvertrags letzten Endes wirklich eine Lösung für das Laden zu Hause an. Wir gehen mit unseren Experten für auch komplexe Installationen in das Thema Handwerk. ermöglichen von Ladelösungen in Firmengaragen im Endeffekt an. Und wir haben als Abrundung natürlich auch das Thema, dass wir mit einem Partner eine entsprechende Roaming-Infrastruktur zur Verfügung stellen, wo man an einem Großteil der Elektro-Ladesäulen in Europa ganz bequem dann auch über eine App und über eine zentrale Billing-Infrastruktur im Endeffekt abbrechen kann. Der Mehrwert da ist eigentlich relativ klar. Sie können Ihren Mitarbeitern eine sehr attraktive Möglichkeit bieten, dass eben ohne groß irgendwie zusätzliche Karten jedes Mal neu anmelden etc. Das Laden sehr, sehr einfach möglich wird. Man muss sich um nicht viele Dinge kümmern. Also kommen wir nochmal vielleicht zu den Themen zurück. Transparenz der Angebote, ein einfacher Weg inklusive Installation etc. Ganz spannend aber auch für Firmen, kein Vendor-Log. Also wir sind ja eine Plattform, die auch mit verschiedenen Ladeboxen, mit verschiedenen Herstellern von Ladeboxen zusammenarbeitet, aber eben auch in der Lage ist, Fahrzeugmodelle aller Hersteller zu unterstützen. Wir hängen also nicht an einem der großen Hersteller dran, was für viele Flottenmanager natürlich auch wichtig ist. Und wir haben natürlich, und da muss man auch immer wieder drauf schauen, eine Lösung für alle Wohntypen. Sie haben ja alleine aufgrund der Soziodemografie die Geschichte, sie werden sich schwer tun in Firmen auf, ja, sagen wir mal, eine Wohninfrastruktur treffen, wo die meisten nur im Einfamilienhaus leben. Es wird auch oft in Richtung Mehrfamilienhausen durchaus komplexere Installationen geben. Und da können wir eben auch durch unsere Struktur mit eigenen Elektrikerunternehmen, mit entsprechenden Partnern dafür sorgen, dass wir national im gesamten Bundesgebiet in der Lage sind, auch die entsprechenden Installationen zu regeln. dass wir im Endeffekt die Mitarbeiter zum Beispiel auch kommunikativ mit auf die Reise nehmen und eben darüber hinaus ein zentralisiertes Reporting und Abrechnung anbieten, was wir aus unseren Gesprächen raus immer als sehr großen Benefit natürlich auch für die Unternehmen zurückgespiegelt kriegen. Und wenn man mit dem Thema natürlich dann schon mal da ist, wie vorher schon gesagt, ist meistens das Gespräch auch relativ oft natürlich in die Richtung erweiterbar, dass man eben auch dieses Thema Energiemanagement dann auch nochmal anpackt.

  18. Sebastian:

    Genau dieses Anpacken, Verbinden verschiedener Elemente, jetzt in dem Fall die E-Mobilität mit dem Energiemanagement in Unternehmen und im Privatsektor, Zeichnet euch aus, aber wir hatten oder ich hatte ja im Vorhinein auch erfahren, dass sie nicht im Verkehrssektor die Möglichkeit oder nicht alleine die Möglichkeit sehen, den Klimawandel zu bremsen oder zu stoppen, sondern auch hier müsste wieder eine Verbindung herkommen. Das haben wir jetzt ein paar Mal schon rausgehört, dass quasi der Verkehrs- und der Energiesektor stärker miteinander verbunden, vernetzt werden, unter anderem eben beispielsweise durch eure Software. Aber wie könnte man das jetzt im Großganzen, sage ich mal, gestalten? Haben Sie da eine Vision? Und wie könnte sich sowas zeigen? Also auch jetzt gerne mal so einfach ins Freie hinein, wie das in ein paar Jahren dann sein könnte. Das muss ja jetzt nicht Status Quo sein.

  19. Florian Lüft:

    Naja, ich glaube, da muss man einfach ganz, ganz klar sagen, das Stichwort, wenn man eben auch, egal welches Jahr es ist, es ist jetzt egal, wenn man auf Bundesebene Bundeskanzlerin zuhört, dann hat man eine Jahreszahl, wenn man einem bayerischen Ministerpräsidenten zuhört, dann hat man eine andere Jahreszahl. Egal wann wir dieses Thema Klimaneutralität final in Deutschland erreichen wollen, wir glauben einfach, dass Connected Energy das Stichwort ist, das sie dazu brauchen. Und eben die erste Stufe hat man jetzt schon rausgearbeitet. Elektromobilität mit Sicherheit ein probates Mittel. Ich sage nicht, dass das in 30, 40 Jahren noch die führende Technologie ist. Da mag es auch noch andere geben. Aber ich glaube, wir müssen jetzt auch mal klar sagen, wir sind in Deutschland nicht so gut dabei, verschiedene Technologien parallel zu testen. Ich glaube, in den nächsten 15 bis 20 Jahren sind wir mal auf jeden Fall mit der reinen Elektromobilität gut dabei. Und da gehört natürlich alleine schon mal dazu, dass ich grünen Strom in das Ganze mit einbeziehen muss. Dazu gehört für mich auch nochmal, dass ich eine gewisse Dezentralisierung der Energieproduktion mit einbeziehe, sprich auch nochmal forciere, wie kann ich das Thema Photovoltaikanlagen etc. auch im privaten Umfeld noch weiter forcieren, was ja auch vom Gesetzgeber mit ran gebracht wird. Aber das bedeutet dann natürlich auch wieder, wie baue ich die in so ein gesamtes Konzept mit ein? Weiß ich zum Beispiel anhand der Sensorik, und da ist es jetzt egal, ob Privathaus oder Firmengebäude, wie viele Abnehmer habe ich in so einem Ökosystem drin? Wie kann ich analysieren, welchen Verbrauch die wann haben? Kann ich das interpretieren mithilfe von Algorithmen? Kann ich daraus gewisse Lastprofile, Abnahmeprofile im Endeffekt ableiten und anfangen, einerseits natürlich zu sagen, gibt es hier Optimierungsmöglichkeiten, Beispiel sticht ein Abnehmer besonders heraus, dass ich sage, den muss ich austauschen oder der ist vielleicht nicht mehr ganz okay. Aber zum Zweiten eben auch, mit welchem Energiemix, mit welchen Energiequellen kann ich eben diesen Bedarf am besten decken und kann ich vielleicht auch eine gewisse Ableitung treffen, wie viel Energie brauche ich eben wann, wie viel kann ich selber produzieren, wie viel muss ich zukaufen. Ich glaube, solche Themen sind einfach wahnsinnig spannend und da ist es natürlich wichtig, eigentlich offensichtlich, dass ich diese Vielzahl der Datenpunkte an vielen unterschiedlichen Einsatzorten, die ich analysieren muss, um eben diese Themen überhaupt, sage ich mal, interpretieren und erkennen zu können, dass ich dazu Algorithmen brauche, dass ich dazu Machine Learning und Automatisierung brauche. Und ich glaube, das ist einfach so die Thematik, wo wir sehen, dass wir über die Optimierungen der Mobilität eigentlich nahezu automatisch und nahtlos übergehen in so eine gewisse Optimierung des gesamten Energiesektors und wie wir mit Energie umgehen, ohne aber uns in manuellen Interpretieren von irgendwelchen Daten irgendwie zu verlieren, wo wir gar nicht schnell genug sein werden, um das sinnvoll zu bespielen. Und das finde ich ehrlich gesagt in puncto Innovation eine sehr, sehr spannende Geschichte, weil ich glaube, damit ist es wirklich möglich, Dinge nachhaltig zu verändern. Damit ist es eben wirklich möglich, vom einzelnen Gebäude über Quartiere, über Kleinstädte auf Großstädte übergehend dafür zu sorgen, dass wir eben insgesamt einfach, bewusster effizienter mit unserer Energie umgehen und eben auch einfach mal damit aufhören, dass wir letzten Endes Energie verschwenden an Stellen, wo es einfach nicht nötig ist.

  20. Sebastian:

    Ja, das passt doch ganz gut zusammen. Also wir haben jetzt einige Punkte, die Sie ja gut und passend mit aufgegriffen haben. Dann E-Mobilität, grüner Strom, Dezentralisierung der Stromerzeugung, dass vor allem dieses Wissen aus der Masse heraus, aus den verschiedenen Datenpunkten, dass wir das so gut wie möglich automatisiert bekommen, um dann eben sowohl im Bereich der Mobilität, aber dann auch im Energiesektor zu lernen und vor allem auch rechtzeitig zu agieren. Um das so richtig zusammenzufassen, denke ich mal, das war für mich ein ganz guter Überblick, was sie aktuell schon anbietet, wo die Reise hingehen kann. Und ich würde es, glaube ich, dabei belassen, weil das war doch einiges an Input. Und dann können wir gerne auf die Rückmeldung unserer Leser, Hörer warten und vielleicht einfach nochmal vertiefen zu speziellen Themen, darauf eingehen in einer der nächsten Folgen, wenn das für Sie passt, Herr Lüft.

  21. Florian Lüft:

    Da würde ich mich sehr darüber freuen und stehe natürlich sowohl Ihnen als auch wem auch immer aus dem Hörerkreis auch gerne zu weiteren Fragen zur Verfügung. Ich freue mich, wenn wir weitere Dinge vertiefen und muss ganz ehrlich vielleicht einen Appell nochmal wiederholen. Ich kann nur jeden einladen, der es noch nicht gemacht hat. Setzen Sie sich in ein Elektroauto und erleben Sie einfach mal, wie viel Spaß Elektromobilität machen kann. Und dann, glaube ich, sind wir schon mal einen Riesenschritt weiter, eben beim weiteren Ausbau der Community und eben einer wirklich sehr, sehr angenehmen Art, sich fortzubewegen. Und meine persönliche Theorie, vielleicht auch noch zum Schluss, Ich glaube, dass sich gewisse Debatten über Tempolimits vielleicht auch erledigen könnten, wenn man einfach mal öfter Elektroauto fährt. Weil man kann natürlich auch damit schnell fahren, aber das halten sie nicht lange durch. Und so oft wollen sie gar nicht laden müssen, wie sie es benötigen, um eben mit 200 über der Autobahn zu pfeifen.

  22. Sebastian:

    Schöner Beschlusswort hätte ich jetzt auch nicht finden können, Herr Düft. Von daher vielen Dank für Ihre Zeit und bis demnächst.

  23. Florian Lüft:

    Vielen Dank, Herr Henssler. Bis bald.

  24. Sebastian:

    Also ich war zeitweise ein wenig überfordert, muss ich sagen, von all den Eindrücken, die Florian Lüfter zu vermitteln wusste sozusagen. Es gab so viele Themen, in die man hätte noch viel tiefer reintauchen können, aber nach einer guten halben Stunde haben wir einfach einen Schlussstrich gezogen. Wir haben gesagt, wir sind jetzt daran interessiert, was ihr davon haltet, wovon ihr mehr erfahren möchtet. Und womit ich mich künftig mit Florian Lüft nochmal austauschen soll. Ich denke, Ansatzpunkte gibt es genug. Schreibt mir eine E-Mail, hinterlasst einen Kommentar im verlinkten Artikel aus den Shownotes. Und ansonsten bleibt mir nicht viel zu sagen, außer vielen Dank fürs Zuhören. Und ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest für die kommende Folge des Elektroautonews.net Podcast. Bis dahin, mach's gut.