BMW und die E-Mobilität eine Momentaufnahme

Im Mittelpunkt der heutigen Folge steht die BMW Group. Denn gerade in den vergangenen zwei, drei Wochen hat BMW in den Medien für Schlagzeilen gesorgt. Schlagzeilen welche nicht immer positiv zu deuten waren. Zumindest, wenn man Verfechter der E-Mobilität ist. Und dennoch scheint man auf dem richtigen Weg zu sein. Aus meiner Sicht Grund genug für eine kurze, knappe Momentaufnahme.

In dieser Folge möchte ich daher nachfolgend durch die aktuellen Veränderungen bei der BMW Group führen, auf interessante Entwicklungen und Kontroversen im Umfeld der E-Mobilität hinweisen und aufzeigen was uns in naher Zukunft aus bayrischem Umfeld erwartet.

Nun heißt es nur noch: Einschalten und zuhören.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Herzlich willkommen beim Podcast von elektroautonews.net. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Folge wieder eingeschalten hast. Mittlerweile sind wir bei Folge 33 unseres Podcasts angelangt, der sich rund um die Themen E-Mobilität, Elektroautos und Co. dreht. Und auch diese Folge wird es nicht langweilig, versprochen. Denn im Mittelpunkt der heutigen Folge steht BMW. Denn gerade in den vergangenen zwei, drei Wochen hat der BMW Group bzw. die BMW Group in den Medien für Schlagzeilen gesorgt. Schlagzeilen, welche nicht immer positiv zu deuten waren. Zumindest wenn man als Verfechter der E-Mobilität gilt oder sich für E-Mobilität interessiert, ausspricht, so wie wir das hier bei dem Podcast machen. Und dennoch scheint man auf dem richtigen Weg zu sein bei BMW. Und all diese Gegebenheiten, Entwicklungen in der letzten Zeit haben eben dazu beigetragen, dass ich mir gedacht habe, jetzt wird es mal Zeit, einen kurzen, knappen Blick auf BMW zu werfen, auf die Entwicklungen dort und sozusagen eine Art Momentaufnahme. der dortigen Situation aufzuschnoppen und hier wiederzugeben. In dieser Folge möchte ich daher nachfolgen, durch die aktuellen Veränderungen beim BMW Group führen, auf interessante Entwicklungen und Kontroversen im Umfeld der E-Mobilität hinweisen, verschiedene Modelle, die in naher Zukunft oder in Zukunft auf den Markt kommen, betrachten und noch ein paar Worte dazu verlieren. um dann eben auch zu sagen, was macht man außerhalb der eigenen Modellentwicklung, wie stellt man sich Wettbewerbern gegenüber auf, wie schaut es mit der Brennstoffzelle im Unternehmen aus und so weiter. All das spielt eben eine Rolle in der heutigen Folge, Folge 33 Schnapstal. Aber lass uns doch einfach starten. BMW, eine Momentaufnahme. Oder Elektroautos ab 2021, das New Normals. Klaus Fröhlich verantwortet bei BMW die Fahrzeugentwicklung und hat sich die vergangenen Wochen sicherlich mehr als einmal anhören dürfen, dass man bei BMW die E-Mobilität verschlafen habe. Diese Aussagen hat er allerdings auch selbst befeuert. So sorgte er Ende Juni mit einer Aussage für ordentlich Aufsehen. Denn da gab Fröhlich zu verstehen, um ihn jetzt mal zu zitieren, dass es keine Kundenwünsche für Elektroautos gibt, keine. Es gibt regulatorische Anfragen für E-Autos, aber keine Kundenanfragen. Ja, das ist schon eine Aussage, die ein bisschen Gewicht hat, gerade wenn sie vom Entwicklungsleiter BMW kommt. Aber kurz darauf hat er wohl gemerkt, dass er sich da ein bisschen falsch verhalten oder eine falsche Aussage getroffen hat und ist zurückgerudert. Seine Aussage über das fehlende Interesse an den E-Autos der Kunden sei in die Vergangenheit gerichtet gewesen, natürlich. Zitat hierbei, die Kundennachfrage nach E-Fahrzeugen war in den vergangenen Jahren jedoch insgesamt noch sehr zurückhaltend und meist von der Regulation oder einer zügigen Verbesserung der Rahmenbedingungen getrieben. Nichtsdestotrotz sei es trotz aller Anstrengungen nötig, sich nicht alleine auf das E-Auto festzulegen, so der Entwicklungschef weiter. Um hier auch nochmal zu zitieren, aus unserer Sicht ist es aber weiterhin absolut notwendig, unsere Kunden bis auf weiteres unterschiedliche Antriebskonzepte anzubieten. So fröhlich. Und damit hat er auch recht. Also von heute auf morgen alles auf E-Mobilität umzustellen, wird erstens nicht möglich sein, zweitens wahrscheinlich auch nicht sinnvoll, weil Infrastruktur... Stromerzeugung und so weiter gilt es ja auch alles zu regeln. Erschien es ja aber wohl auch im Klaren schon zu sein und das schon seit Ende Dezember, dass man sich wohl noch so zwei Jahre anhören müsse, dass man die E-Mobilität bei BMW verschlafen habe. Aber damals wie heute lautet seine Antwort darauf, um ihn auch wieder zu zitieren, man wird künftig sehen, dass man E-Autos profitabel in Großserien bauen könne und andere eben nicht. Die Fahrzeuge der Mitbewerber, die jetzt auf den Markt kommen, sind nichts anderes als Piloten, deren Befähigungsprojekte sozusagen. Sie üben das, was wir vor vier, fünf Jahren geübt haben. Einziger Unterschied, sie verbauen einen größeren Speicher als wir damals. Ja, damit spielt er eben auf dem BMW i3 an, das erste E-Auto des BMW-Konzerns, der BMW Group, der schon 2013 eben auf die Straße kam und wo man ja in der Tat schon den deutschen Wettbewerbern einiges an Zeit voraus ist und da dementsprechend Erfahrungen sammeln konnte. Aber spätestens mit dem BMW i-Next sowie dem BMW i4 im Jahr 2021 ist er sich ganz sicher, dass Elektroautos zu diesem Zeitpunkt eben das New Normal werden. Er geht davon aus, dass da nicht mehr diskutiert wird, E-Autos, komischer neuer Antrieb, was soll das hier, sondern es wird einfach akzeptiert am Markt, es wird angenommen und man diskutiert nicht mehr darüber, ob oder warum E-Autos, sondern es gibt es einfach und ist Standard sozusagen. Aktuelle Pläne bei BMW. Modelle, Nachhaltigkeit usw. Im Rahmen der Next-Gen-Veranstaltung Ende Juni wurde ersichtlich, dass BMW aufs Strompedal drückt. Hinsichtlich reiner E-Autos will man künftig noch mehr Tempo vorlegen, so soll die Markteinführung von E-Autos beschleunigt werden. Die Rede ist davon, dass bereits 2023 und damit zwei Jahre früher als bisher geplant insgesamt 25 elektrifizierte Modelle im Angebot vorhanden sein sollen. Auch BMW M läutet seine Ära der Elektrifizierung ein und ein erstes Konzeptfahrzeug der BMW Performance Sparte wurde ebenfalls bereits vollelektrisch vorgestellt, auch eben bei der Next-Gen-Veranstaltung Ende Juni, das war der BMW Vision M Next. Des Weiteren hat man den Power BV, also Power Elektroauto, im Endeffekt Battery Energy Vehicle, vorgestellt im Rahmen von der Next-Gen-Veranstaltung. Es ist eine Art Versuchsträger von BMW, der eben das technisch Machbare der Münchner in Sachen E-Antrieb ausloten sollte. Das Fahrzeug an sich verfügt über drei E-Maschinen der fünften E-Antriebsgeneration, die erst noch auf den Markt kommt bzw. kommen wird. Und insgesamt verfügt der BMW Versuchsträger, also Power BIV, über eine maximale Systemleistung von mehr als 530 kW, was ungefähr 720 PS entspricht. Und damit geht es in gerade mal deutlich unter drei Sekunden von 0 auf 100. Ist eine Ansage und zeigt einfach, was der E-Antrieb an sich leisten kann. Kommen wir auf die kommenden Elektroserienmodelle von BMW zu sprechen. wo es auch ein bisschen was schon zu erzählen gibt. Aktuell bereitet der Automobilhersteller aus Bayern den Start der nächsten Generation rein elektrisch angetriebener Modelle vor. Im März 2019 war man beispielsweise im hauseigenen Wintertestzentrum im schwedischen Archeblock unterwegs. Ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen. Dort absolvierten gleich drei zukünftige E-Autos der Marke eine zentrale Phase ihres serienentwicklungsprozesses. Gemeinsam mit dem BMW iX3, der bereits im kommenden Jahr, also 2020, in den Handel kommen sollte, wurden auch der BMW i4 und der BMW iNext, deren Markteinführung, wie vorher schon erwähnt, 2021 beginnt, einem intensiven Testprogramm unterzogen. Ein wenig früher war wahrscheinlich schon der Mini Cooper SE dort unterwegs in Schweden, weil für den steht die Markteinführung schon Ende 2019 auf dem Plan. Machen wir eine kurze Erläuterung zu den einzelnen Modellen. Da will ich zunächst in chronischer Reihenfolge darauf eingehen, wie sie eingeführt werden. Und das beginnt eben mit dem BMW iX3, der kommt 2020 oder ist 2020 eingeplant. Und nachdem der BMW i3, BMW i3s und BMW i8 unter der Marke BMW i erschienen sind, folgt mit dem BMW iX3 eben ein vollwertiges Sports Active Vehicle, SAV. Beim BMW iX3 ist erstmalig die fünfte Generation der BMW E-Drive-Technologie verbaut, wir erinnern uns, war auch schon im Versuchsträger eben verbaut. Und diese bietet eben einen entscheidenden Vorteil, da E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik in einer neuen eigenen E-Antriebskomponente zusammengefasst sind. Des Weiteren kommen neue leistungsfähigere Batterien zum Einsatz beim BMW iX3 im Jahr 2020. Es wird erwartet, dass der BMW X3 ab 2020 in Dadong, in China, vom Band läuft und von dort aus eben in die globalen Märkte exportiert wird. Die für das Sports Activity Vehicle entwickelte Ausführung des E-Motors der 5. Generation wird eine Höchstleistung von um die 200 kW, also so knapp 270 PS erzeugen. Und die modellspezifisch ausgelegte Hochvoltbatterie, die im BMW X3 verbaut ist, Wird eine Netto-Kapazität von über 70 Kilowattstunden mit sich bringen. Und damit soll das E-Auto eben laut WLTP-Zyklus auf rund 400 Kilometer Reichweite kommen, also über 400 Kilometer. Auf den BMW iX3 im Jahr 2020 folgt dann im Jahr 2021 der BMW i4. Der wurde uns im Rahmen der IAA 2017 noch als BMW iVision Dynamics vorgestellt, soll aber nun tatsächlich in der Serienreife auch auf den Markt kommen und präsentiert sich in der Form von einem 4-Türigen Grand Coupé und stellt sich von der Modelleinordnung eine Stufe über dem BMW i3 auf. Beim Konzept war damals noch die Rede von einer Reichweite von knapp 600 km sowie 200 kmh Spitzengeschwindigkeit und einer Beschleunigung von 4 Sekunden von 0 auf 100. Es steht allerdings jetzt noch nicht fest, ob und wie sich diese technischen Angaben aus 2017 in der Serie umsetzen lassen. Da werden wir bestimmt jetzt noch zeitnah auch Informationen von BMW bekommen. Was soweit schon als sicher gilt, ist, dass der BMW i4 wohl auf der universellen, modularen Klar-Architektur für Benzindiesel, Plug-in-Hybride und Vollelektroautos aufgebaut sein wird. Er wird ein Teil der 4er-Grob-Coupé-Linie sein, die sich in einem eher konventionelleren Design im Vergleich zum i3 und i8 präsentieren wird. Man geht davon aus, dass die Produktion vom vollelektrischen i4 neben dem konventionellen 4er Grand Coupé eben stattfinden wird, zum einen um Kosten zu sparen und zum anderen auch um eine gewisse Flexibilität in Bezug auf die Nachfrage nach verschiedenen Versionen zu erhöhen. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir spätestens zur IAA im September 2019, also dieses Jahr, am 12.09. geht sie glaube ich los, können wir davon ausgehen, dass eine offizielle Enthüllung des BMW i4 stattfinden wird. Erscheint daher durchaus wahrscheinlich, weil man im Januar schon erste Prototypen auf der Straße gesehen hat als Erlkönige. Und da wird man bei BMW wohl sich nicht länger mit zurückhalten und wird die dann eben auch dort im angemessenen Rahmen präsentieren. Was haben wir sonst noch? Den BMW iNext. Auch 2021 wird er erwartet. Und der präsentiert sich mit äußerst luxuriösen Proportionen und Abmessungen von einem Sports-Activity-Vehicle. E-Antrieb der 5. Generation, Systeme für hochautomatisiertes Fahren werden mit dabei sein und eigentlich generell ist der BMW iNext auf die Zukunft der Fahrfreude ausgerichtet, so hat es BMW mal genannt. Der BMW iNext gilt auch als sogenannter Zukunftsbaukasten der BMW Group. Denn er vereint in sich die jüngsten Innovationen, die aus der Unternehmensstrategie Number One Next hervorgeht, sprich die definierten Aktionsfelder aus dieser Unternehmensstrategie Design, Automatisiertes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Services finden sich alle im BMW iNext wieder. Laut Angaben von BMW wird der BMW i-Next eine Reichweite von mehr als 600 Kilometer mit sich bringen. Darüber hinaus sei er mit neuester Vernetzungstechnologie ausgestattet und für automatisiertes Fahren auf Level 3 konzipiert. Das neue Technologieflagschiff der BMW Group wird von 2021 an im BMW-Werk in Dingolfing in Niederbayern produziert. Soweit zu den drei kommenden Fahrzeugen von BMW selbst. Jetzt gibt es natürlich noch Mini als Marke von der BMW Group und die haben gerade diese Woche den Mini Cooper SE, also die vollelektrische Variante des Mini Coopers in Rotterdam, Holland vorgestellt. Und ja, der Mini Cooper SE soll bereits Ende des Jahres auf die Straße kommen. produziert wieder, wie es sich gehört, in seinem Heimatland. Im Miniverk Oxford wird er gemeinsam mit der konventionell angetriebenen Version des Modells vom Band laufen. Wobei man dazu sagen muss, produziert wird er in England. Antriebstechnologie stammt aus den Kompetenzzentren für E-Mobilität der BMW Group in Dingolfingen und Landshut. Verbindet also schon mal wieder Länder miteinander. Man hat sich für einen schnellen Serienstart entschieden. Ist auch möglich, weil man eben auch die bestehende Mini-Plattform auf eine Verbrenner-Plattform aufsetzt, sowie Komponenten verwendet, die der Mutterkonzern BMW eh schon im Einsatz hat, insbesondere eben Komponenten aus dem BMW i3s, BMW i. So setzt der E-Mini auf den aktuellen E-Motor aus dem BMW i3s, bringt dort 184 PS, 135 kW Leistung mit sich. Unterschied ist allerdings der, beim Mini ist er an der Vorderachse verbaut, beim BMW i3S an der Hinterachse. Das Höchsttempo beim E-Mini wird 150 kmh betragen, der ist abgeriegelt. Die Beschleunigung von 0 auf 60 wird mit 3,9 Sekunden angegeben, von 0 auf 100 mit 7,3 Sekunden. Anmerken kann man, dass der Akku des MINIS ebenfalls im Boden verbaut ist, bringt dort allerdings nur auf knapp 33 kWh, während der BMW i3 knapp 38 kWh schafft. Das merkt man dann eben auch wieder in der Reichweite, so bringt der BMW i3s auf eine Reichweite von 345 km nach Werksangaben. Und der Mini wird es auf 235 km nach der WLTP-Verbrauchsmann bringen. Geladen wird er dann aber entweder mit einer Geschwindigkeit von 11 kW oder mit Gleichstrom mit bis zu 50 kW Leistung. Dann geht es von 0 auf 80 % des Akkus in knapp 35 Minuten. Jetzt bringt man aber einen Vorteil gegenüber dem BMW i3 S mit. Und zwar punktet der Mini dadurch, dass man den Wirkungsgrad der Bremsenergie-Rückgewinnung, Rekuperation, über einen entsprechenden Lenkradschalter in zwei Stufen einstellen kann. Des Weiteren ist auch das AFAS-System verbaut zur Fußgängerwarnung, das eben Pflicht ist. Auch wissen wir mittlerweile, wie der Mini preislich einzuordnen ist. 32.500 Euro wären fällig für die E-Variante des Minis. Allerdings sind da eben auch schon einige Features mit drin verbaut, wie LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Standheizung, Navi. Allein für diese Elemente wird man bei der vergleichbaren Verbrenner-Variante eben einen deutlichen Aufpreis zahlen müssen. Hat man da schon mit eingepreist. Ansonsten heißt es beim BMW eben auch dieses Jahr Plug-in-Hybride, sind 2019 im Aufschwung dort. Parallel zur aktuellen Modelloffensive sorgt nämlich BMW zum Sommer 2019 auch in zahlreichen weiteren bereits bestehenden Baureihen für zusätzliche Vielfalt und Attraktivität. Nach erfolgreicher Markteinführung stehen für die neue BMW 3-Limousine zusätzliche Antriebsvarianten zur Auswahl. Neue Motoren kommen auch im BMW 8er Coupé, im BMW 8er Cabriolet und auch in der BMW 5er Limousine zum Einsatz. Vor allem in Sachen Plug-in-Hybride gibt es viele neue bzw. verbesserte Varianten. Alle Plug-in-Hybrid-Modelle verfügen über neue Batteriezellentechnologie und zum Teil auch größere Akkus zur Steigerung ihrer rein elektrischen Reichweite. Des Weiteren werden die eben auch künftig sukzessive serienmäßig mit einem akustischen Fußgängerschutz ausgestattet, der wie wir wissen ab Juli 2019 Pflicht ist. Eine entsprechend detaillierte Aufarbeitung der unterschiedlichen Plug-in-Hybrid-Modelle würde hier jetzt einfach den Rahmen von der Podcast-Folge sprengen. Deswegen habe ich es jetzt so gemacht, in den Shownotes findest du den Link dazu zu unserer Aufstellung im Portal, wo wir die verschiedenen Plug-in-Hybrid-Modelle unter Berücksichtigung ihrer Neuentwicklung betrachtet haben und kannst dein Rohr das alles nochmal nachlesen. Ein weiteres Thema auch von der NextGen-Veranstaltung war die Nachhaltigkeit im Unternehmen BMW. Und da hat eben der CEO Krüger betont, dass die eigene Vision klar sein, nachhaltige Mobilität nachhaltig erzeugt. So habe man sich bei BMW zum Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2020, also nächstes Jahr, für alle eigenen Standorte weltweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen einzukaufen. Damit möchte BMW eben auch zeigen, dass man die eigene gesellschaftliche Verantwortung wahrnehme, in all ihren Facetten, auch bei so in Anführungsstrichen simplen Sachen wie Strom kaufen. Krüger gibt es weiterhin zu verstehen, wir bekennen uns klar zum emissionsfreien Fahren. Gleichzeitig stehen wir zu unserer unternehmerischen Verantwortung gegenüber unserer Mitarbeiter, Aktionäre und Investoren. Batteriezellenfabrik, Brennstoffzellenautos und Kooperation bei BMW. Neben dem schnelleren Plan der Einführung neuer Modelle und der Ausweitung des Plug-in-Hybrid-Angebots hat BMW in den vergangenen Wochen auch in puncto Batteriezellenfabrik, Brennstoffzellenautos und Kooperation mit anderen Herstellern von sich reden gemacht. Auch darauf möchte ich jetzt einen kurzen Blick werfen. Die eigene Batteriezellenfabrik ist derzeit keine Option. Der Autohersteller BMW zeigt sich wenig begeistert davon, dass die Bundesregierung den Aufbau einer hiesigen Batteriezellenproduktion vorantreibt. Dass jeder Autobauer mittlerweile seine eigenen Zellen herstellen soll oder mag, erscheint nicht notwendig aus Sicht von BMW. So sei man zwar gern bereit, sich in einem Konsortium anzuschließen oder mit bestehenden Produzenten zusammenzuarbeiten, sieht aber nicht unbedingt die Notwendigkeit, da ein eigenes Engagement aufzubringen und eine eigene Batteriezellenfabrik aufzubauen. Stattdessen setzt man beim BMW eben mehr auf KTL und unterstützt diese beim Bau ihres Werkes in Erfurt. Manfred Schoch, Betriebsratschef und stellvertretender Aufsichtsratschef von BMW, sieht das Ganze ein bisschen anders als die Führungsriege von BMW. So sieht er die Gefahr von massenhaften Abwanderungen von Arbeitsplätzen in der E-Mobilität aus Deutschland. Sollten es die deutschen Hersteller nämlich versäumen, die Produktion von Batteriezellen selbst in die Hand zu nehmen, wäre Deutschland in dieser wichtigen Technologie ganz klar abgehängt. Schoch plädiert dafür, dass die Hersteller schon jetzt eine aktive Rolle einfach übernehmen. So schlägt eine konzentrierte Aktion mehrere deutsche Konzerne vor. BMW könnte sich beispielsweise mit Daimler, VW, Siemens, Conti und Bosch auf eine standardisierte Zelle einigen. Nämlich wenn man dieses Thema eigentlich genauso intensiv diskutieren würde wie die Dieselnachrüstung, käme man auf den richtigen Weg, so der Betriebsratschef von BMW. Jetzt ist halt die Frage, was draus wird. Verfolgt man die Pläne weiter? Bringt man sich mehr mit ein? Oder sagt man tatsächlich, wir konzentrieren uns auf unsere Zulieferer dafür und widmen uns unseren Kernprodukten dem E-Auto an sich oder dem Auto an sich? Brennstoffzellenautos. BMW wagt den Einstieg. Künftig steigt auch BMW in das Rennen um die Wasserstoff-Brennstoffzellenproduktion ein. So soll zunächst im kommenden Jahr 2020 eine Kleinserie eines Brennstoffzellen-SUV, dem X5, auf den Markt kommen. Eine Serienproduktion mit der alternativen Antriebsart ist jedoch erst ab 2025 geplant, also noch knapp 5,5 Jahre. Bis jetzt steht allerdings noch nicht fest, welches Modell mit dieser Technologie in Serie kommen wird. Nachdem Honda, Hyundai, Mercedes und eben auch Toyota bereits Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben, die mit Wasserstoff Strom produzieren, bestätigt nun also auch BMW die Weiterentwicklung dieser Technologie. Bei BMW arbeitet man bereits seit Mitte der 1990er Jahre an der Wasserstoff-Brennstoffzelle in Autos, die als langfristige Lösung für emissionsfreie Mobilität angesehen wird und sogar batterieelektrische Autos überleben könnte. Ist eine Diskussion für sich, denke ich mal. Gerade das Thema Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Brennstoffzelle an sich hat in den letzten Wochen auch für Aufsehen gesorgt, unter anderem durch das deutliche Bekenntnis von China zur Brennstoffzelle. In dem Sinne möchte ich einfach auch auf die Folge 28 unseres Podcasts verweisen, wo ich mich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt habe und auch darüber aufgeklärt habe. Link dazu gibt es in den Shownotes oder eben bei Spotify, iTunes und Co. nach der Folge 28 schauen. Da findest du eben auch weitere Infos zur Brennstoffzelle für E-Autos. stehen auch die anderen Kooperationen mit Automobilherstellern im Raum, die wir betrachten wollen. Und so ist es eben dazu gekommen, dass der BMW Group sich nicht nur auf sich konzentriert, sondern künftig auch mit anderen Automobilherstellern gemeinsame Sachen macht. Im März diesen Jahres wurde beispielsweise schon bekannt, dass man mit Daimler die Kooperation vertiefen möchte. In einem Bericht des Manager Marezins zufolge arbeiten die beiden Autohersteller BMW und Daimler an einer gemeinsamen E-Auto-Plattform für Kleinwagen. Als heißester Kandidat für das erste Fahrzeug wird der BMW i2 gehandelt, ein Stromer ähnlich dem BMW i3, der um das Jahr 2024 herum für weniger als 30.000 Euro erscheinen soll. Welches Modell Daimler auf der Plattform plant, ist allerdings noch nicht bekannt. Was allerdings bekannt ist, dass als Erstling der gemeinsamen Kooperation ein gemeinsames E-Auto entstehen müsse. Dies habe damals der BMW-Entwicklungschef Fröhlich dem jetzigen Daimler-Chef Ola Kallinus sehr deutlich mitgeteilt. Aber damit ist einfach auch noch nicht Schluss mit der BMW Group in Sachen Kooperation. Denn seit Anfang Juni wissen wir eben auch, dass BMW gemeinsam mit Jaguar Land Rover gemeinsame Sachen machen wird. Zwar wenn es um die E-Antriebstechnologie geht, wenn man die weiterentwickelt. Durch den Fokus auf einer gemeinsamen Kooperation will man den eigenen Kunden den neuesten Stand der E-Mobilität zum Start des nächsten Jahrzehnts verfügbar machen. BMW und Jaguar Land Rover bündeln daher ihre Kräfte, um E-Antriebe der nächsten Generation zu entwickeln. Und dieser Schritt treibt dann eben die Weiterentwicklung von Elektrifizierungstechnologien voran, die für den Übergang zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft notwendig ist. 2020 wird die BMW Group die fünfte Generation ihrer E-Drive-Technologie mit dem BMW X3 am Markt einführen. Die E-Antriebseinheit ist das System, auf dem zukünftig mit Jaguar Land Rover zusammen eingeführte Weiterentwicklungen aufsetzen werden. BMW und JLR werden durch die Kooperation auf diesem Gebiet Skaleneffekte erzielen, sowohl in den Bereichen Entwicklung, Produktion als auch eben im gemeinsamen Einkauf. Spart dadurch eben auch Kosten und Zeit, als wenn man sich alleine mit dem Thema beschäftigt. Hat ein Know-how-Zuwachs in beiden Unternehmen. Wichtig ist aber eben nur, dass die Antriebseinheit durch ein gemeinsames Team entwickelt wird. Die Fertigung der E-Antriebe erfolgt aber getrennt an den jeweiligen Standorten. Also auch da sieht man, bei BMW passiert einiges anders. Jetzt kommen wir schon wieder zum Ende der Folge, weil es war nur eine Momentaufnahme, kurz und knapp haben wir einen Blick drauf geworfen, erst einen groben Überblick geschaffen, was gerade passiert, welche Modelle uns erwarten, wie es künftig weitergeht beim Bayerischen Automobilhersteller und was da einfach noch auf uns zukommen kann und wird. In die Shownotes an sich habe ich dir noch ein paar Links und Ressourcen rund um die E-Mobilitätspläne bei BMW gepackt, die dir dabei helfen, das Wissen, was wir jetzt hier im Schnelldurchlauf knapp 25 Minuten angesammelt haben, vertiefen lässt. Und ich hoffe, es hat dir einfach gefallen, dieser Einblick bei BMW. Kann ich auch nochmal für andere Marken dann wiederholen. Mit VW hatten wir das Ganze auch schon mal. Und ich würde mich einfach über eine Rückmeldung von dir freuen dazu, in den Kommentaren zur Folge an sich, per Mail, Instagram, Twitter, was weiß ich, schreib mir, lass uns Infos zukommen, was dich interessiert, was du gerne wissen würdest und was wir beim Podcast behandeln sollten. Bevor die Folge allerdings nun zu Ende ist, noch eine Bitte meinerseits, wenn sie dir denn gefallen hat. Hinterlass uns eine Bewertung bei iTunes, Spotify und Co. oder eben dort, wo du unseren Podcast hörst. Hilft uns weiter, E-Mobilität noch bekannter zu machen. Vielen Dank dafür schon mal und nun bis zum nächsten Mal. Ciao.