Coronavirus & Automobilindustrie - eine Momentaufnahme

Die Weltwirtschaft ist ins Schwanken geraten. Schon vor Corona war nicht immer alles in bester Ordnung. Doch der Coronavirus versteht es, uns unsere Grenzen aufzuzeigen. Zeigen was tatsächlich möglich ist, was nicht und was man eben hinnehmen muss. Eine Erfahrung, vor der sich selbst solch schwergewichtige Industrien wie die des Automobilsektors nicht schützen kann. In dieser Momentaufnahme haben wir Mitte April 2020 betrachtet, wie sich der Coronavirus auf die Auto-Industrie auswirkt.

Hör aber am besten selbst in die aktuelle Folge. Erfahre mehr über derzeitige Entwicklungen und wie sich die Automobilindustrie aufstellt, um Corona trotzen zu können.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um die Themen E-Mobilität und alternative Antriebe geht. Wie du sicherlich weißt und auch mitbekommen hast, weil wird einem keinem vorbeigegangen sein in den letzten Wochen, Monaten, schlägt der Coronavirus immer noch um sich. Die Infektionszahlen sind erschreckend hoch, jetzt nicht unbedingt in Deutschland, aber weltweit eben betrachtet. Die Todesfälle sind steigend und eine richtige Lösung scheint auch noch nicht gefunden zu sein. Man kann jeden nur dazu ermahnen, in den eigenen vier Wänden zu bleiben, auf sich zu achten und dadurch seine Mitmenschen zu schützen. Egal wie schön es wäre, wie beispielsweise heute am Ostersonntag bei der Familie zugegen zu sein, gemeinsam Osternester zu suchen und einfach wieder in familiärem Zusammensein zu sein. zu schwelgen sozusagen. Ist auch für uns nicht einfach hier von der Elektroauto News Redaktion, aber wir machen das Beste draus, versuchen euch mit den aktuellen News aus der Autowelt zu versorgen, auf dem Laufenden zu halten, was trotz zurückgefahrener Prozesse und Fertigungsschritte eben so passiert in der Welt der E-Mobilität. Und hoffen einfach, dass wir langsam aber sicher wieder auf ein Niveau kommen, dass Corona in den Griff gebracht wird oder bekommen wird. Wird natürlich noch einige Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, aber wir sind voller Zuversicht, dass die geballte globale Power da eben ihren Teil dazu beitragen wird, dass wir da möglichst schnell erste Ergebnisse sehen. Kann man nur jedem wünschen, der davon persönlich betroffen ist. Ja, Coronavirus spielt auch in der heutigen Folge eine wichtige Rolle und zwar wollen wir mal einen Blick auf die Automobilindustrie werfen, was das Ganze denn auch für diese bedeutet, welche Folge es hat, Produktionen, die nicht gemacht wurden, die gestoppt wurden, Zulieferer, die zumachen mussten und so weiter und so fort. Und das wollen wir eben einfach nochmal kurz und prägnant zusammenfassen in der heutigen Podcast-Folge. Dann habt ihr einfach mal die letzten Tage unseren News Archive durchwühlt und geschaut, was wir dazu veröffentlicht haben und fasst das Ganze jetzt einfach nochmal kurz und knapp für dich zusammen, dass du zum aktuellen Stand Mitte April einfach mal weißt, was Stand der Sache ist. Das werden wir bestimmt nochmal wiederholen in einem Monat oder anderthalb, um einfach nochmal zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt hat. Direkt zu Beginn möchte ich mit einer Studie einsteigen von der Unternehmensberatung Alex & Partners, über die Michael bei uns im Portal berichtet hat. Und diese Studie, oder Studienautor und Managing Director der Beratung, Elmar Kades, Es gab im Wirtschaftsmagazin zu verstehen, dass es zwei Varianten gibt, die man aktuell sieht, die durch den Coronavirus zum Tragen kommt. Zum einen ist es so, dass eine Rezession, also ein Rückgang der Wirtschaft für 2020 mit einem weltweiten Absatzrückgang um 16 bis 21 Prozent zu erwarten ist. als eben auch eine längere Rezension mit einem Minus von 22 bis 27 Prozent im laufenden und schwacher Erholung im nächsten Jahr. Also die Pandemie an sich hat Folgen definitiv auf die Weltwirtschaft. Die Frage ist nur, wie stark kommen diese zum Tragen? Jetzt könnte man da das Beispiel China heranziehen, die eben schon ein wenig aus dem Coronavirus raus sind sozusagen. Da kam der Einbruch auch überraschend schnell. Die Erholung aber genauso. Wenn man es sich bildlich vorstellt, ist der Absatz einfach am oberen Punkt des Vs eingebrochen bis zur unteren Spitze und dann aber auch wieder rasend schnell nach oben gegangen, nachdem eben auch die Produktion dort wieder angelaufen ist. Und man geht eben davon aus bei der Unternehmensberatung Alex & Partners, wenn sich der Trend so fortsetzt, dass man im Mai wieder auf dem Vorkrisenniveau angekommen ist. Ist eine Ansage. kann aber so für Europa und USA nicht erwartet werden. Weil es ist einfach so, dass gerade in den USA sich der Coronavirus weiterhin rasant ausbreitet. In Europa, in den einzelnen Ländern hat er eben auch unterschiedliche Auswirkungen, wie stark oder weniger stark es ausgeprägt ist, wo er da zum Tragen kommt. Und dann ist es eben so, dass China relativ viel lokal mit seinen Automobilherstellern und Zulieferern produziert hat. Jetzt gerade insbesondere bei den deutschen VW-Werken beispielsweise ist es eben so, selbst wenn man diese wieder öffnen könnte und eine sichere, Corona-freie Fertigung garantieren könnte, ist man halt eben auch darauf angewiesen, dass die länderübergreifenden Lieferketten wieder funktionieren. Weil ganz ehrlich, den deutschen VW-Werken wird es wenig nützen, wenn sie wieder funktional wären, wenn die Lieferungen aber aus süd- oder osteuropäischen VW- oder Zuliefererwerken nicht eintreffen. Deswegen ist es auch nicht so ganz einfach herauszuarbeiten, wie es denn bei uns in Europa und in den USA wieder zum Laufen kommt. Zwei Szenarien, die eben diese Unternehmensberatung ausgearbeitet hat. stehen im Raum derzeit. Eine ist eben die, dass die Autohersteller im Mai die Produktion wieder aufnehmen und ab Juni können auch Kunden wieder Händler aufsuchen, Autos kaufen. Die Lieferkettenprobleme und finanzielle Schieflage von Zulieferern oder Autobauern konnte da auch weitestgehend vermieden werden. Auch dann würden die europäischen Autobauer 2020 keinen Gewinn erzielen und die Konsolidierung sei eher mit einem U als einem V zu vergleichen. Das heißt, es ist zwar auch rasant bei uns nach unten gegangen, aber es wächst eher mit einem leichten Schwung erst wieder an, nicht so ganz rasant wie in China. Das zweite Szenario, was aber auch wahrscheinlich sein könnte leider, ist deutlich pessimistischer, wie es daherkommt. Da gehen wir einfach davon aus, dass der Produktionsstopp noch länger andauert, über Mai hinaus. Damit einhergehend kommt auch eine monatelange Kauf-Zurückhaltung von Kunden und Unternehmen daher. Ist ja natürlich auch so, weil Unternehmen machen dicht, beantragen Kurzarbeit, müssen Mitarbeiter entlassen und so weiter und so fort. Da hat man natürlich andere Gedanken als zigtausend Euro für ein neues Fahrzeug auszugeben. Ob jetzt Verbrenner oder E-Auto, sei mal dahingestellt. Aber das macht den ganzen Konsum sozusagen noch schwieriger, nicht berechenbarer und könnte dann auf lange Sicht dazu beitragen, dass eben Europa noch lange braucht, um wieder aus dieser Krise rauszukommen. Man geht eben davon aus, dass frühestens 2022 wieder ein Vorkrisenniveau erreicht wird. Also weit weniger schnell, als es eben in China der Fall war. Und ja, also richtig drauf vorbereiten oder was machen können die Hersteller leider nicht. Viele Hersteller haben sich jetzt medizinischen Produkten angenommen, versuchen da zu unterstützen. Ich gebe jetzt zum Ende der Podcast-Folge dann auch nochmal einen Ausblick, was man denn sonst noch so versucht und macht trotzdem mit den Mitteln, die man zur Verfügung hat. Aber so ganz positiv schaut es halt leider doch nicht bei uns aus. Matthias Schmidt, Automobilanalyst seines Zeichens, den wir doch auch immer wieder gerne zitieren in unseren Artikeln, gab auch zu verstehen, dass die Marke von 700.000 E-Auto-Zulassungen für Europa in 2020 wohl nicht mehr zu halten ist. Er geht da auch mit der Unternehmensberatung Hand in Hand und sagt, okay, wir müssen von diesem knapp 21% Rückgang ausgehen. und die Zielmarke eben deutlich reduzieren, würden dann eben so bei um die 556.000 E-Autos landen, die dieses Jahr noch auf die Straße kommen sollten, ist natürlich die Frage, ob das so gehalten werden kann. Was klar ist oder auch schon zu sehen ist, Plug-in-Hybride werden weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um eben auch natürlich die CO2-Werte dennoch zu erreichen. Wobei man natürlich sagen muss, dadurch, dass der Umsatz oder der Absatz generell zurückgegangen ist, ist es auch nicht ausschlaggebend, dass die Riesenmenge an E-Autos bzw. Plug-in-Hybriden abgesetzt werden muss, um die CO2-Emissionsziele zu erreichen, da ja natürlich das Verhältnis sich auch geändert hat. Nichtsdestotrotz werden die Automobilhersteller in Europa weiterhin daran festhalten, E-Autos auf die Straßen zu bringen, weil das doch die größte Möglichkeit ist, die CO2-Flottenwerte zu erreichen. Wenn wir direkt bei den CO2-Flottenwerten sind, kann man auch gleich mal in den Raum stellen, dass mehrere Lobbygruppen der europäischen Automobilindustrie sich zusammengetan haben, einschließlich Hersteller, Zulieferer, Reifenhersteller und Händler. Und Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission, einen offenen Brief zugeschickt haben, den ich auch gerne in den Shownotes verlinke. dass die ab diesem Jahr geltenden scharf gestellten CO2-Ziele für neue Wagen aufgeweicht werden sollen. Einfach aus dem Hintergrund, dass Corona eben die ganze Industrie beutelt, dass man nicht weiß, was man wie produzieren und vor allem absetzen kann, jetzt gerade mit dem zurückgehenden Konsumverhalten im Bereich der Automobilindustrie und dass eben auch die Politik ihren Teil dazu beitragen müsste, diese CO2-Gesetze aufzuweichen, damit die Hersteller nicht da auch noch bares Geld dann eben verlieren durch Strafzahlungen. Problematik dahinter ist aber gar nicht die, dass die Verfasser dieses Briefes eigentlich das Problem haben, die CO2-Ziele zu erreichen. Ihnen geht es vielmehr darum, dass wahrscheinlich eine Schiftung der Verkäufe stattfinden wird. SUV-Verkäufe, große Fahrzeuge waren immer im Blickfeld der Kunden bisher, weil natürlich auch das entsprechende Geld vorhanden war, die monetären Mittel, um diese Käufe zu rechtfertigen oder auch zu ermöglichen. Das Ganze wird jetzt bedingt durch Nachdenken über das Konsumverhalten, auch die Möglichkeiten einfach bedingt, vielleicht durch Jobverlust usw., sich auch wieder in andere Segmente bewegen. Und dann wird man eben aus dem SUV-Sektor weggetragen in den Kleinwagen oder mittleren Pkw-Bereich, wo wir natürlich gleich eine ganz andere Preisklasse, damit aber auch andere Margen wieder haben für diese Fahrzeuge, wo natürlich die Unternehmen an sich weniger Geld daran verdienen. Das Thema CO2 spielt in dem Fall dann eher eine geringere Rolle, beziehungsweise sehr positiv zu bewerten, da ja kleinere, weniger leistungsstarke und somit auch emissionsärmere Autos hinsichtlich ihrer CO2-Werte wesentlich besser am Markt angesehen sind. Also eigentlich könnte man ja sagen, win-win, die CO2-Werte werden eher erreicht durch Corona, dadurch, dass halt auch eine Schiftung im Umdenken sozusagen im Kaufverhalten stattfinden wird der Kunden. Daher kann man diesen Brief der Lobby einfach auch abtun und sagen, das ist nicht die zielführende Geschichte. Man darf halt nicht davon ausgehen, SUVs an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern muss sich auf den Kleinwagen und mittleren Sektor konzentrieren. Was schön war zu sehen, ist, dass sich die deutschen Autohersteller distanziert haben von der Senkung der CO2-Flottenwerte. Volkswagen, also VW-Konzern, Daimler und BMW haben öffentlich sich für die Beibehaltung der Grenzwerte ausgesprochen und haben auch gesagt, dass es keine Diskussion zu dem ganzen Thema einfach bei ihnen im Haus gibt, weil man davon ausgeht, dass man diese erreicht und dass es im Moment keine Rolle spielt, darüber zu diskutieren. Da hat man wichtigere Probleme, die man angehen muss und die man eben auch verfolgen muss. In einem anderen Brief von verschiedenen Verbänden wurde eben auch darauf eingegangen, dass es einfach das falsche Signal wäre, von diesem Weg abzuweichen, weil die CO2-Flottenwerte sind ja nicht erst seit einem halben Jahr beschlossen, sondern die sind ja schon länger in Stein gemeißelt. Das heißt, die Basis dafür hätte schon länger gelegt werden müssen und es kann ja nicht sein, dass das Klima darunter leidet, nur um den Absatz da wieder anzukurbeln. Gegebenenfalls müssten da dann halt auch andere kommen. Mittel zum Einsatz kommen, um den Absatz auch wieder zu steigern sozusagen. Und das ist was, wo Professor Ferdinand Dutenhöfer, Deutschlands Automobilpapst, wie wir ihn kennen, auch eine Meinung dazu hat. Und er gab eben auch zu verstehen, das wäre das Falscheste, was man jetzt machen könnte, Strafzahlungen für CO2-Verfehlungen auszusetzen oder eben die CO2-Regeln zurückzudrehen. Weil damit schädigt man nachhaltig die Automobilindustrie. Weil wenn sie es heute nicht gelernt haben, CO2 emissionsarmer zu produzieren, werden sie es auch in Zukunft ja nicht lernen. Das Problem ist nämlich nicht die CO2-Regeln, sondern die fehlenden Neuwagenverkäufe, wie ich es ja eben auch schon gesagt habe, durch das geänderte Konsumverhalten. Von daher muss es eher darum gehen... den Konsum, den Verkauf von Neuwagen wieder anzukurbeln. Und da sieht er halt unterschiedliche Möglichkeiten. Und Duttenhöfer gibt eben zu verstehen, man brauche Konjunkturpakete, die Unternehmen im Bereich Mobilität von der Folgen der Corona-Krise schützen und sie dauerhaft und nachhaltig widerstandsfähiger machen. Also der Meinung ist eher, den Satz, den ich jetzt zitiert hatte, stammt aber so von Michael Müller-Gönnert, dem verkehrspolitischen Sprecher des VCD, der eben auch in die gleiche Kerbe wie Dudenhöfer schlägt. Und Dudenhöfer geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, hört zu, wir könnten ja auch die Mehrwertsteuer für Fahrzeuge mit alternativen CO2-ärmeren Antrieben wegfallen lassen. Die Preise wären sofort um 19% niedriger, was entsprechendes Interesse am Markt entfachen könnte. Dazu kommt natürlich noch, dass der Umweltbonus oder die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride greift. Das heißt im besten Fall spare ich meine 19% Steuer und bekomme noch 6.000 Euro Umweltbonus obendrauf gelegt. Das ist ein richtiges Argument, wo eben auch dafür sorgen könnte, dass die E-Mobilität in unserer heutigen Zeit mit einem ordentlichen Bums ankommt und einschlagen könnte. Ist halt eben die Frage, ob sich das so durchsetzen lässt und ob das auch die Politik mittragen wird. Wird man sehen. Ich denke, das ist auch abhängig davon, wie lange wir uns noch mit Corona beschäftigen müssen und auch mit den Auswirkungen vor allem auf unsere Automobilindustrie hier in Deutschland. Professor Stefan Pratzl, Leiter des von ihm gegründeten Center of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft und Handel in Bergisch Gladbach, gab eben auch zu verstehen, dass andere Mittel genutzt werden müssen, um die Automobilproduktion wieder auf das Vor-Corona-Niveau zu bringen. Lager müssten geleert werden, es müssten neue Fahrzeuge produziert werden und man müsste einfach die Attraktivität am Markt steigern. Also auch wieder die gleiche Kerbe wie Dudenhöfer. Er sagt allerdings, oder er geht gar nicht auf diese Mehrwertsteuergeschichte ein, sondern er sagt einfach, wir müssten vielleicht auch im Umweltbonus nochmal was machen, wo sich dann auch Hersteller und Regierung daran beteiligen. Also man will es nicht nur auf die Regierungspolitik abwälzen, sondern sagt dann, wir könnten ja auch die Prämie von derzeit momentan 6.000 Euro auf 10.000 Euro anwachsen lassen, was E-Autos auch wieder entsprechend günstiger werden lässt und dafür auch wieder für einen stärkeren Absatz sorgt. muss man natürlich sehen, wie das ist. Ich sage mal, die 19% Mehrwertsteuer, die waren gleich weg, die würden dem Staat fehlen. Bei den 2.000 Euro anteilsmäßig mehr, die die Hersteller mit reinbringen, muss man sich natürlich immer wieder fragen, wo werden sie vorher draufgeschlagen, werden sie berücksichtigt und wie äußert sich die ganze Geschichte. Aber auch der Gedanke ist natürlich richtig zu sagen, man subventioniert das Ganze einfach ein wenig besser, damit man da auch wieder die Attraktivität am Markt steigern kann. Derzeit ist es eben so, dass daran noch gar nicht zu denken ist. Die Automobilindustrie konzentriert sich auf andere Themen, andere Dinge und versuchen trotzdem ihren Teil dazu beizutragen, Corona in den Griff zu bekommen oder die Firmenmenschen dabei zu unterstützen. Und da ist es eben so, dass dann verschiedenste Zulieferer auf einmal statt Sitzbezüge und Türverkleidungen herzustellen, sich auf Schutzmasken konzentrieren, dass der Automobilzulieferer Mahle und der Unterwäschehersteller Triumph Hand in Hand gehen und Masken eben herstellen, Atemschutzmasken, die auch im medizinischen Umfeld eingesetzt werden können. Auch 3D-Drucker werden zur Verfügung gestellt, um verschiedenste technische Gerätschaften sozusagen zu schaffen, die man im medizinischen Umfeld brauchen kann. Fiat Chrysler Automobils fertigt in seinen Fabriken in Asien Atemschutzmasken und plant dort eben eine Million Schutzmasken pro Monat herzustellen. Bosch und BASF gehen ebenfalls gegen den Coronavirus aktiv vor, um jetzt mal deutsche Unternehmen da noch aufzuführen. Und BASF macht beispielsweise kostenlos Handdesinfektionsmittel für Krankenhäuser in der Region Rhein-Neckar. Also das sind alles tolle Geschichten, wo man sieht, okay, Unternehmen erfinden sich neu, gehen den Kampf gemeinsam an und versuchen auch ihren Teil dazu beizutragen, dass man da eben nach vorne kommt. Und nichtsdestotrotz, im Kleinen kann sich das Ganze natürlich dennoch weiterentwickeln. So ist es auch bei VW der Fall. Die mussten ihre Werke natürlich auch dicht machen und alles ziemlich stark zurückfahren, Kurzarbeit ist Rede von verlorenem Gewinn umsetzen. Und dennoch, gerade in der Zwickauer Pilotenhalle konzentriert man sich mit entsprechenden Abstand und Einhaltung aller Regeln auf die Entwicklung und Hinführung zur Serienreife des ID.3 und des ID.4 und legt da eben auch die Basis, dass nach dem Coronavirus es entsprechend schnell weitergehen kann. Und ich denke, das zeigt eigentlich ganz gut auf, was für eine Grundhaltung aktuell vorhanden ist, dass natürlich alle Firmen irgendwie eine gewisse Schockstarre oder Herausforderung haben, mit der sie klarkommen müssen, aber dass auch für die Zukunft einfach das Potenzial da ist, weiterzuleben, zu überleben. und auch wieder eigene Fahrzeuge am Markt abzusetzen. Es werden verschiedenste Mittel und Wege notwendig sein, die sowohl Hersteller als auch Politik, als auch wir Kunden eingehend tragen müssen, damit unsere Wirtschaft, in dem Fall insbesondere die Automobilwirtschaft, wieder zum flüssigen Laufen kommt. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg dahin und wir werden es für euch auf jeden Fall beobachten, wie es da weitergeht. Das war es jetzt auf jeden Fall schon mal hier mit der kurzen oder doch ein bisschen längeren Folge zur Automobilindustrie und dem Coronavirus. In den Shownotes habe ich dir die entsprechenden Artikel nochmal verlinkt, wo du alles nachlesen kannst. Ansonsten freue ich mich sehr, dass du heute zugehört hast, dass du dir am Ostersonntag oder wann auch immer du jetzt den Podcast gehört hast, die Zeit genommen hast, um hier ein wenig mehr zu erfahren, wie die Automobilindustrie vom Coronavirus betroffen ist, was man machen kann und welche Schritte man bereits geht. Würde mich natürlich freuen, wenn du auch nächste Woche wieder einschaltest, wenn die nächste Folge unseres Elektronischen News Podcasts online geht. Mach's gut, bis dahin, ciao.