Rabot Charge will Energie- und Mobilitätswende smart verknüpfen

Im Gespräch mit Jan Rabe, Gründer und Geschäftsführer Rabot Charge GmbH

Jan Rabe, Gründer und Geschäftsführer von Rabot Charge, gibt im Elektroauto-News.net Podcast zu verstehen, dass man die Energie- und Mobilitätswende smart miteinander verknüpfen wolle. Ziel sei es, die eigenen Kunden durch (finanzielle) Vorteile für diese vom eigenen Angebot zu überzeugen. Und gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

Aus seiner Sicht wird es notwendig sein, sich die Batterie der E-Autos auf der Straße zu nutzen zu machen, um Energie zu puffern. Analog Silke Bagschik gilt es auch laut seiner Denke auf eine gewisse Schwarmintelligenz zu setzen, um Energie dann zu laden, wenn sie günstig ist - in der Regel dann, wenn genügend Energie erzeugt wird. Diese dann aber auch wieder einzuspeisen, wenn die Erzeugung zu teuer ist. Schon heute sei es möglich, in speziellen Fällen die eigenen Stromkosten um bis zu 50 Prozent zu reduzieren, so der Gründer von Rabot Charge.

Im Mittelpunkt des eigenen geschäftlichen Treibens steht ein Stromliefervertrag, welcher seine Preise zeitlich variabel gestaltet. Im engen Minutentakt sei es möglich auf Schwankungen im Stromnetz zu reagieren. Die Preiserhöhungen und -verringerungen an die eigenen Kund:innen weiterzugeben. Trotz der aktuellen Strompreislage würde man mit dem Angebot von Rabot Charge günstiger fahren als mit dem bekannter Energiekonzerne.

Geladen wird zur günstigsten Zeit für den E-Auto-Besitzer. Die Integration einer PV-Anlage, von Batteriespeicher und Wärmepumpen in das System von Rabot Charge werde zeitnah folgen, wie Jan ausführt. Im Detail ist es aber ohnehin am besten, wenn er dir das System erläutert. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Jan Rabe zu Gast, seines Zeichens Geschäftsführer und Gründer von Rabot Charge, ein Unternehmen, was seinen Kunden den Stromeinkauf ein Stück weit günstiger, transparenter und flexibler machen möchte. und wo man vor allem als E-Autofahrer dann doch deutlich davon profitieren kann, weil grundsätzlich ist es mir egal, ob mein Auto jetzt von 20 bis 4 Uhr beispielsweise lädt oder halt erst um 22 Uhr anfängt zu laden, wenn der Strom ein Stück weit günstiger ist, vielleicht sogar negativ, dass sogar dafür bezahlt werde, dass ich lade und genau darum kümmert sich Rabot Charge. Aber im Detail soll es dir Jan am besten erläutern, der ist da der Profi, ich habe nur ein wenig dazu ausgefragt. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Servus Jan, vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über euer Unternehmen, die Rabot Charge GmbH unterhalten und über eure Lösung, die ihr anbietet, um die Welt der E-Mobilität ein Stück weit zu bereichern sozusagen. Bevor wir da allerdings tiefer in eure Firma abtauchen, eure Produkte betrachten, stell dich doch gerne mal selbst kurz vor.

  3. Jan Rabe:

    Hi Sebastian, freut mich hier zu sein. Jan Rabe, ich bin 39 Jahre alt. Ich habe ursprünglich Physik studiert, sechs Jahre lang in München und bin mittlerweile seit 13 Jahren im Energiebereich tätig. Habe verschiedene Stationen schon hinter mir, habe im Bereich Kraftwerksoptimierung Pumpspeicherkraftwerke beispielsweise in der Schweiz optimiert oder auch große erneuerbaren Portfolien. Und jetzt über die letzten neun Jahre habe ich drei Unternehmen gegründet. wovon eben Rabot Charge das jüngste ist und fokussieren uns da eben darauf, wirklich die smarte Verknüpfung zwischen Energiewende und Mobilitätswende hinzubekommen. Und das ist etwas, was sozusagen auch meiner persönlichen Vision entspricht, eben dieses ganze Thema Energiewende erfolgreich umzusetzen.

  4. Sebastian:

    Kein leichtes Brett, was ihr da bohren wollt, sozusagen diese Smart-Verknüpfung der Energiewende mit der Mobilitätswende unter ein Dach zu bekommen. Was ist denn der Ansatz von eurem Unternehmen?

  5. Jan Rabe:

    Es ist mittlerweile relativ klar, dass wir sowohl Energiewende als auch Mobilitätswende brauchen. Es geht in der öffentlichen Diskussion sehr, sehr häufig darum, möglichst viele Assets, also erneuerbare Assets, aber eben auch Elektroautos auf die Straße zu bekommen oder ins Stromnetz zu integrieren. Es wird aber noch sehr wenig darüber gesprochen, was für Herausforderungen da zu tragen kommen. Und wir werden, wenn man jetzt mal in die Zukunft schaut, ein paar Jahre, dann werden wir ein System haben, wo wir in bestimmten Zeiten sehr, sehr viel Energie haben werden. Also wenn sehr viel Sonne im System ist, wenn sehr viel Wind im System ist, dann werden die Strompreise sehr günstig sein und wir werden andere Zeiten haben, wo eben sehr wenig Energie vorhanden ist, weil dann eben auch keine Kraftwerke mehr verfügbar sind. Und was wir dann brauchen, sind eben eine Vielzahl von Flexibilitäten, also konkret gesagt Batteriespeicher. Und da sind sozusagen die Elektroautos prädestiniert dafür, einen Schwarm zur Verfügung zu stellen, um diese Schwankungen im Energiesystem auszugleichen.

  6. Sebastian:

    Das mit dem Schwarm, das haben wir auch so schon mal von Silke Backschick von VW gehört, die bei uns zu Gast war. Die hatte genau den gleichen Ansatz oder Einsatz gehabt, wo sie gesagt hat, wir müssen dazu schauen, dass wir eben die Batterien auf Räder sozusagen auch nutzen, um die da zu integrieren. Und da setzt ihr ja meines Wissens nach auch mit eurem Produkt an, dass ihr eben genau diese Verbindung hinbekommt, die fahrende Batterie sozusagen zu verbinden mit Gewinnung erneuerbarer Energien, Photovoltaikanlagen oder auch eben mit dem Strom aus dem Netz, soweit ich das verstanden habe.

  7. Jan Rabe:

    Das ist korrekt. Also wir sagen, wir wollen eigentlich unsere Kunden enablen, das Maximale aus ihrem Gesamtkonstrukt herauszuholen. Und das meiste herausholen heißt in dem konkreten Fall, die Stromkosten möglichst zu minimieren und den Anteil erneuerbarer Energien zu maximieren. Also sozusagen eine Kombination aus ökologischer und finanzieller Optimierung. Und was wir dafür machen, ist ein System zu dass wir quasi jeden Haushalt individuell basierend auf den Präferenzen des einzelnen Kunden optimieren. Das heißt, wenn man sich das ganz konkret anschaut, normalerweise ist es ja so, man hat ein Elektroauto, man kommt nach Hause und man steckt das Elektroauto an und es wird sofort geladen. Das sind normalerweise nicht gerade die Zeiten, an denen die Preise eben günstig sind für den Strom. Und was wir dann machen, ist, basierend auf den Präferenzen des Kunden, dieses Lademanagement zu optimieren. Und wenn man das smart löst über automatisierte Lösungen, dann ist es eben so, dass sich die Stromkosten dadurch um die Hälfte reduzieren lassen. Und das haben wir eben umgesetzt. Das heißt, wir haben sozusagen einen zeitlich variablen Tarif, den der Kunde nutzen kann. Und wir haben gleichzeitig eine Optimierung seines Haushalts, wo eben verschiedene Assets inklusive Elektroauto optimiert werden. Und dadurch sich die Kosten signifikant reduzieren lassen.

  8. Sebastian:

    Und wie geschieht das jetzt in der Praxis? Muss ich mir das vorstellen, dass ihr da mit der Wallbox dann verbunden seid? Oder wo ist euer Ansatzpunkt? Wo ist euer Produkt? Wo greift das?

  9. Jan Rabe:

    Genau, also in der Praxis ist es so, der Kunde, der Elektroautobesitzer schließt einen Stromliefervertrag mit Harvard Charge ab. Das ist eben ein zeitlich variabler Tarif. Das heißt, die Preise fluktuieren im Laufe der Zeit. Da ist es dann eben so, dass beispielsweise in einer Nachtstunde, wo sehr viel Windeinspeisung ist, kann sogar der Fall auftreten, dass der Strom gar nichts kostet oder dass man sogar was für den Strom bekommt, also sogenannte negative Preise. Und wir würden jetzt eben kontinuierlich am Markt schauen, was sind die günstigsten Konditionen, zu denen der Kunde den Strom einkaufen kann. Und würden gleichzeitig eben auch Steuersignale an das Auto senden, dass dieses genau auch dann geladen wird, wo quasi der Stromeinkauf am günstigsten ist. Und das Lademanagement findet dann über sozusagen Signale statt, über sogenannte Schnittstellen-Calls, also API-Calls. die entweder direkt an das Auto gehen oder auch alternativ an die Wallbox.

  10. Sebastian:

    Spannender Ansatz auf jeden Fall. Jetzt zwei Fragen dazu. Du hattest es eben angesprochen, der Stromvertrag ist variabel im Preis. Bezieht der Stromvertrag sich zunächst mal nur auf den E-Auto-Strom oder geht es da tatsächlich um den gesamten Hausstrom? Das mal als erste Frage. Und zum Zweiten, gerade in der aktuellen Situation, wo wir sehen, dass die Strompreise ja doch immens schwanken, vor allem nach oben hin, jetzt in letzter Zeit oder im letzten halben Jahr. Gibt es da trotzdem irgendwo eine gewisse Decklung, Sicherheit, die man als Kunde dann auch dafür hat?

  11. Jan Rabe:

    Also um vielleicht auf den zweiten Teil zuerst einzugehen. Die Strompreise sind im Kontext des ganzen Russland-Ukraine-Konflikts im letzten Jahr sehr stark gestiegen. sind aber jetzt seit August schon wieder stark gefallen. Also das heißt jetzt unsere Kunden beispielsweise hatten jetzt im Januar einen Durchschnittspreis von unter 30 Cent pro Kilowattstunde, während die konventionellen Versorger mit Fixpreisangeboten aktuell bei Preisen zwischen 40 und 60 Cent pro kWh liegen. Das heißt sozusagen, das ist schon mal ganz wichtig zu sehen, Im letzten Jahr gab es ja sehr hohe Preise, aber seit August kommt es zum starken Preisverfall. Der zweite Punkt diesbezüglich, es ist so, dass der der gesamte Markt eine Halbierung der Stromkosten über die nächsten drei Jahre erwartet. Also dass es wieder zu einer Normalisierung der Niveaus kommen wird. Und in Zeiten fallender Marktpreise ist es eben so, dass dann derjenige, der den Preis oder wie wir 1 zu 1 an den Kunden weiterreicht, der profitiert sofort von fallenden Preisen. Während Anbieter, die sozusagen Fixpreisangebote machen, da immer eine Zeitverzögerung von ein bis zwei Jahren drin haben. Das heißt, der Kunde, der jetzt ein Fixpreisangebot hat, der zahlt eben auch noch das gesamte Jahr 2023 sehr hohe Konditionen. Und insofern in den jetzt kommenden Zeiten ist es vorteilhaft, auch sich einen zeitlich variablen Tarif zu suchen. Bezüglich der ersten Fragestellung, da müsstest du jetzt nochmal kurz wiederholen, was das war.

  12. Sebastian:

    Das ist überhaupt kein Thema, das mache ich sehr gerne. Da ging es mir darum, ob es eben ein reiner Stromtarif für den Wallbox-Strom sozusagen ist oder ob es um den Gesamtstrom fürs Haus geht.

  13. Jan Rabe:

    Genau, und bezüglich der ersten Fragestellung, ob wir uns ausschließlich an die Kunden mit dem Elektroauto richten oder auch an den Haushalt, da ist es eben so, dass in Deutschland in der Regel das Elektroauto nicht an einem einzelnen Zähler hängt. Das heißt, in der Regel ist es eben so, man hat einen Stromzähler für Haushalt und Elektroauto. Und da führen wir dann eine gesamtholistische Haushaltsoptimierung durch. Das heißt, da wird auch eine PV-Anlage berücksichtigt oder einen eventuellen Batteriespeicher oder eine Wärmepumpe, wenn die im Haushalt vorhanden sind. Und das ist eben uns ganz wichtig, dass das auf Haushaltsebene optimiert wird und im besten Interesse des Kunden.

  14. Sebastian:

    Das heißt aber im Umkehrschluss auch, du hast eben gesagt, ihr habt Wärmepumpe, PV-Anlage auch im Blick. Das wird dann aber auch schon so geregelt, dass dann auch der Strom oder die Energie, die aus diesen Quellen kommt, zuerst verbraucht wird, weil ich sage mal für den Kunden in Anführungsstrichen erstmal kostenfrei oder günstiger wahrscheinlich als der Bezug über euch, auch wenn da die Variabilität mitgegeben wird bei günstigen Preisen. Oder wie wird das eingestuft?

  15. Jan Rabe:

    Das ist genau richtig. Also es ist tatsächlich so, wir fokussieren uns auf die Optimierung des Strombezuges aus dem Stromnetz. Das heißt, wenn jetzt ein Haushalt eine PV-Anlage hat oder einen Batteriespeicher, dann würde dieser Strom natürlich zuerst verwendet werden. Und was wir dann optimieren, ist das, was noch zusätzlich benutzt wird, also aus dem Stromnetz gezogen werden muss. Und um das auch nochmal ganz konkret zu sagen, es ist ja auch so, dass Haushalte, die jetzt eine PV-Anlage haben, die Produktion von PV-Strom im Winter ist relativ gering. Das heißt, die haben auch eine relativ hohe Last, zum Beispiel in Winterzeiten. Das heißt, was da eigentlich passiert, ist, der Verbrauch reduziert sich ein wenig, aber auch für diese Haushalte kann man diesen Reststrombezug, der aus dem Netz kommt, eben optimieren. Und das ist sozusagen der Status quo. Und was dann eben ganz spannend ist, es wird erwartet, dass eben auch zukünftig das Thema Vehicle-to-Grid ermöglicht wird. Das bedeutet, dass man dann auch tatsächlich aus dem Batteriespeicher des Elektroautos in das Netz ausspeisen kann. Also dass man sozusagen den Speicher nicht nur dafür nutzt, den Zeitpunkt, wann man aus dem Netz bezieht, zu optimieren, sondern dass man tatsächlich das Auto sozusagen als Stromspeicher zur Verfügung stellt und dann nochmal deutlich mehr finanziell dabei partizipieren kann.

  16. Sebastian:

    Und ich sage mal, es gibt ja auch Marktbegleiter bei euch, wir hatten im Vorgespräch kurz drüber, Tibber aus Norwegen ist da ein Begriff. Ist da dann tatsächlich auch dieser Unterschied, diese Einspeisung aus dem fahrenden Batteriespeicher sozusagen wieder ins Netz zu steuern, wenn ich das richtig verstehe? Oder wo hebt ihr euch von denen ab?

  17. Jan Rabe:

    Genau, Tibber ist ein Konkurrent, der ein ähnliches Modell verfährt. Im Gegensatz zu Tibber gehen wir eben nochmal deutlich stärker in die Einzelkundenoptimierung, das heißt wir berücksichtigen eben auch andere Assets wie eine PV-Anlage, wie eine Wärmepumpe, das heißt es wird holistisch optimiert, das ist der eine Punkt und der zweite Punkt auch ganz wichtig ist, Wir führen sozusagen nicht nur eine Initialoptimierung am Tag vorher, also am sogenannten Day-Ahead-Markt durch, sondern wir machen das kontinuierlich untertägig. Das heißt, bei uns wird untertägig sozusagen die Optimierung. Die Volatilität, also die Fluktuation der Preise weiterhin ausgenutzt und so können wir dann deutlich mehr nochmal einsparen. Das sind die beiden grundsätzlichen Unterschiede.

  18. Sebastian:

    Und von dem Investment oder was habe ich, wenn ich mich jetzt als Kunde entscheiden würde, würde sagen, okay, das Angebot von Rabot klingt für mich interessant sozusagen. Wie verdient ihr euer Geld? Das würde ich immer gerne verstehen, wenn ich eine Leistung in Anspruch nehme. Und was muss ich als potenzieller Kunde dann tun, um eben von eurem Ansatz zu profitieren?

  19. Jan Rabe:

    Also wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass wir sozusagen ein erfolgsbasiertes Modell machen. Das heißt, bei uns gibt es als Stromkunde zahle ich eine monatliche Gebühr, die ist sozusagen zur Deckung unserer Kosten. Das heißt, für IT-Kosten, für Kundenservice-Kosten, für energiewirtschaftliche Prozesse etc. Und dann haben wir einen 20-prozentigen Erfolgsshare. Das heißt, wir schauen sozusagen, was der Kunde durch unsere Optimierung sparen kann. Und von dieser Ersparnis bekommt der Kunde 80% und wir 20%. Damit haben wir eben gewährleistet, dass wir eben auch das größtmögliche Interesse haben, für unsere Kunden das Maximum bei den Kosteneinsparungen rauszuholen und deshalb ist es uns eben auch wichtig, dass da nicht einfach nur ein fixer Preis gezahlt wird. Sondern wenn es gut läuft, dann partizipieren beide dran und wenn es schlecht läuft, dann bekommen wir sozusagen gar nichts ab. Genau, also eine Erfolgsbeteiligung in dem Sinne.

  20. Sebastian:

    Bevor du jetzt auf das Produkt eingehst, würde ich da kurz nochmal nachhaken. Du sagst jetzt, ihr kriegt dann 20% Erfolgsbeteiligung. Das klingt ja auch erstmal fair, weil es hat mal von 100% mehr, die ich als Kunde dann sozusagen hätte, sind ja dann trotzdem noch 80% plus, die dann bei mir bleiben, was ja auch immer ein Wort ist. Wann rechnet ihr dann ab, wenn dann tatsächlich auch diese Einsparung realisiert ist oder wenn die rechnerisch von euch dargelegt ist?

  21. Jan Rabe:

    Das ist ein guter Punkt. Das machen wir tatsächlich erst dann, wenn sie realisiert ist. Was wir trotzdem machen, ist, wir rechnen die auch schon in die Abschläge mit rein, damit sozusagen der Kunde am Ende nicht überrascht wird. Er zahlt quasi einen Abschlag. So wie es jetzt auch bei konventionellen Energieverträgen tut und sobald die Abrechnung kommt, wird eben dieser Prozent-Share, also 20%-Share berücksichtigt und wenn das erzielt wurde, dann hat er sozusagen dann auch effektiv die Partizipation, also die Kosten dafür. Das heißt, es ist nicht so, dass wir jetzt was vorrechnen, da kommen x Euro raus und dann schon abrechnen, sondern wir rechnen tatsächlich erst dann ab, wenn auch wirklich das sozusagen erzielt wurde, die Gewinne.

  22. Sebastian:

    Okay, vielen Dank für die Einordnung und jetzt darfst du gerne zum Produkt übergehen.

  23. Jan Rabe:

    kann man sich als Kunde registrieren und kann den Vertrag abschließen. Und dann ist es eben so, dass man anschließend sich in der App dann auch mit seinem Elektroauto connecten kann und sozusagen die Optimierung starten kann. Das heißt, man schaltet sozusagen den Zugang zum Elektroauto frei, man gibt dann seine Präferenzen ein. Also das bedeutet zum Beispiel, dass man angeben kann, man möchte sein Auto jeden Morgen um 8 Uhr in der Früh mit einem Mindestfüllstand von 70% haben. Und dann geht das als Input-Parameter in unsere Optimierung und eben das Lademanagement wird dann kontinuierlich optimiert.

  24. Sebastian:

    Spannend. Vielen Dank schon mal für die Erläuterung sozusagen, auch wie man den Weg zu euch dann schlussendlich findet. Ihr seid jetzt auch ein Stück weit länger schon aktiv, auch mit eurem flexiblen Ladetarif oder Stromtarif sozusagen. Wie sind denn die Erfahrungen und die Rückmeldungen eurer bisherigen Kunden?

  25. Jan Rabe:

    Also es ist tatsächlich so, dass das Kundenfeedback sehr, sehr positiv ist. Das hat zwei Gründe. Das eine ist, was ich schon beschrieben hatte, dass einfach die Marktdynamik sehr gut ist, dass unsere Kunden jetzt einfach die letzten Monate deutlich günstigere Stromkosten hatten, wie es bei den konventionellen Fixpreistarifen ist. Und das andere ist eben, man merkt gerade bei den Kunden, die jetzt kompliziertere Fälle haben, wie eben einen Haushalt mit einem Elektroauto oder mit einer Wärmepumpe, die werden aktuell halt von der bestehenden Tariflandschaft im Energiemarkt überhaupt nicht abgeholt. Und da haben wir eben sehr, sehr positives Feedback mit unserer App-Lösung und der Optimierung, dass wir das auf Haushaltsebene machen, dass wir auch die Präferenzen der Kunden beachten. Und von dem her sind wir da sehr zufrieden, sowohl was sozusagen das Produktfeedback angeht, als auch eben das sozusagen marktseitige Feedback einfach bedingt durch sehr günstige Einkaufskonditionen, die wir unseren Kunden da ermöglichen.

  26. Sebastian:

    Vielen Dank, Jan. Dann haben wir, glaube ich, jetzt einen ganz guten Überblick über euch, euer Angebot sozusagen erhalten und haben da hoffentlich den ein oder anderen Zuhörer, Zuhörerin begeistert, dann auch mal über euer Angebot nachzudenken, bei euch vorbeizuschauen. Danke für deine Zeit.

  27. Jan Rabe:

    Danke, danke auch dir, Sebastian.

  28. Sebastian:

    Das war sie also auch mal wieder, die aktuelle Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich freue mich, dass du eingeschaltet hast diese Woche, dass du wahrscheinlich wieder ein Stück weit oder einen Blick mehr in die Szene reinbekommen hast, in die E-Mobilitätsbubble, wie du davon profitieren kannst und wie du dich vor allem auch für die Zukunft aufstellst, wenn du jetzt vielleicht schon Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe im Einsatz hast. und dann eben auch mit dem Modell von Robot Charge zu profitieren, wenn du es denn einsetzen magst. Wie gesagt, es gibt noch Tipper aus Norwegen, die als Marktbegleiter unterwegs sind, die nicht ganz so tief integriert sind, wie uns Jan erläutert hat, aber generell wird das ein Thema sein, was uns die nächsten Jahre auch noch beschäftigen wird, dass man da ein Stück weit flexibler agiert, transparenter agiert und eben nicht mehr von den konventionellen Energieunternehmen abhängig ist, wenn man das denn nicht mehr sein möchte. Vielen Dank fürs Reinhören. Wenn du willst, dass auch andere davon profitieren, teile es gerne in deinen Social-Media-Accounts bzw. hinterlasse uns eine positive Bewertung bei iTunes. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.