Auf dem Weg zum eigenen Ladepark

Ein Gespräch mit Uwe Flade

Im gemeinsamen Gespräch mit Uwe Flade teilt dieser mit mir seine Erfahrungen und Herausforderungen bezüglich eines ambitionierten Projekts im Bereich der E-Mobilität und erneuerbaren Energien. Vor etwa sechs bis sieben Jahren erwarb er ein 1,4 Hektar großes Grundstück in der Nähe von Berlin, an der Ausfahrt Potsdam Nord.

Ursprünglich als ein Ort für Freizeit und Camping gedacht, gewann das Grundstück schnell eine neue Bestimmung, als Uwe das Potenzial für erneuerbare Energien erkannte. Trotz seiner landschaftlichen Schönheit und Nähe zu einem See war das Gelände jedoch nicht ohne Herausforderungen: Es gab kein Baurecht, und die Planungen für eine mögliche Nutzung waren komplex.

Zunächst bekam er vermehrt Anfragen, hinsichtlich der Errichtung von PV-Anlagen. Zunächst rein darauf ausgerichtet, wollte er das Ganze noch ein wenig vertiefen und mit Ladeinfrastruktur für E-Autos koppeln. Ein zentrales Element des Projekts war die Idee, die Solarenergie direkt zum Laden von Elektroautos zu nutzen, was Uwe besonders faszinierte, ggf. ergänzt um einen Batteriespeicher, um überschüssige grüne Energie zu speichern.

Trotz seiner Begeisterung und seines Engagements stieß Uwe auf zahlreiche bürokratische und politische Hindernisse. Eine wesentliche Herausforderung war die Notwendigkeit, den Bebauungsplan zu ändern, da das Grundstück früher als Winterdienstplatz der DDR genutzt wurde und eine Sanierung des Bodens erforderlich war. Uwe beschreibt einen mühsamen Prozess voller Komplikationen, Verzögerungen und ständig wechselnder Vorschriften.

Er erkannte bald, dass die Realisierung eines solchen Projekts weit über seine Kapazitäten hinausgeht, sowohl finanziell als auch in Bezug auf das benötigte Fachwissen und die Zeit. Trotzdem gab er nicht auf und versuchte, Partner zu finden, um das Projekt weiter voranzutreiben. Er sprach sogar über den Verkauf des Projekts, was sich aber als schwierig erwies aufgrund der bereits bestehenden Vorverträge und der Komplexität des Vorhabens.

Er teilt auch seine Visionen und Ideen, wie die Einrichtung von Ladesäulen für Elektroautos und Batteriespeichern, und reflektiert über die Herausforderungen, die sich aus der Schnelllebigkeit der Technologie und den langwierigen bürokratischen Prozessen ergeben. Seine Erzählung verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen Innovatoren in Deutschland konfrontiert sind, insbesondere in Bezug auf langsame Entscheidungsprozesse und ständig wechselnde regulatorische Rahmenbedingungen.

Trotz der Hindernisse und Frustrationen bleibt Uwe seiner Vision treu und ist entschlossen, einen Beitrag zur Förderung der E-Mobilität und erneuerbarer Energien zu leisten. Wir sind gespannt, wie seine Reise weitergeht und werden dran bleiben.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr. Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonius.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast, wenn es um das Thema E-Mobilität geht. In der aktuellen Folge habe ich Uwe Flade zu Gast, der sich zur Aufgabe gemacht hat, in Berlin, nähe Potsdam oder Potsdam Nord, einen eigenen Ladepark aufzubauen. Er hat dort ein größeres Feld schon vor ein paar Jahren gekauft. Und versucht jetzt eben das zu vermarkten. Zuerst begonnen mit einer Photovoltaikanlage, hat er gedacht, man könnte es auch nutzen, um eben einen Ladepark dort aufzubauen. Das Ganze gestaltet sich dann doch ein wenig schwieriger als gedacht, um auch das Ergebnis vorwegzunehmen. Den Ladepark gibt es doch nicht. Gedanken und Bemühungen sind immer noch da. Aber die Mühlen der Bürokratie mahlen ein bisschen langsamer, als auch eben die Unternehmen, die damit verbunden sind. Wir gehen direkt rein in das Kurzweiliges Gespräch mit Uwe.

  2. Sebastian:

    Servus Uwe, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über das Thema Elektroautoladen unterhalten. Es geht mal weniger um Ladeinfrastruktur in dem Sinne, dass du die vertreibst oder aufbaust, sondern eher um einen eigenen Ladepark, den du an den Start bringen wollen würdest oder auch immer noch willst. Bevor wir da allerdings einsteigen, stell dich doch gerne mal selbst vor und erzähl mal unseren ZuhörerInnen, wie du mit der E-Mobilität in Berührung gekommen bist.

  3. Uwe Flade:

    Hi Sebastian, danke für die Einladung. Ich heiße Uwe Flade. Ich habe in den 10er Jahren bis zu 2015 viel Regie gemacht, Musikvideos und Werbung, Videos produziert, Commercials produziert und bin dann so ins Digitale weitergewandert, habe mich weiterentwickelt, wollte ein zweites Standbein aufbauen. und mache seitdem immer noch Videos, Visual Content und bin auch Product Owner im Digitalbereich und so für die Rente habe ich mir die eine oder andere Immobilie zugelegt und das war natürlich damals eigentlich ein ganz guter Schachzug, so in den 2000ern, weil da alles recht günstig war und ich neige halt zu experimentellen Immobilien, sag ich mal, also alten Häusern, schöne schöne Gebäude, wo auch viel zu machen ist, was mich dann manchmal auch ein bisschen reinreitet, wie zum Beispiel letztes Jahr, wo dann gleichzeitig viel kaputt war. Und so komme ich auch auf das Grundstück, was ich für die E-Mobility erworben habe, weil das war ein relativ großes Grundstück mit ein paar Problemen an der Ausfahrt Potsdam-Nord. Also ich bin in Berlin und habe das vom Land Brandenburg übernommen beziehungsweise in der Versteigerung mal gekauft. Das ist natürlich jetzt schon echt lang her, sechs, sieben Jahre. und wusste eigentlich gar nicht, was ich damit anfangen wollte. Ich fand es nur, es sind 1,4 Hektar, es sind zwei Fußballfelder und es ist weder, also es ist zwar an der Ausfahrt Potsdam-Nord, aber es ist nicht total hässlich, also es hat auch viel Grünanteil und ich dachte mir, ja, man kann da campen, es ist in der Nähe von dem See oder dies und das und jenes und dann hatte ich keine aktuelle Verwendung und bauen durfte man da nicht, es gibt kein Baurecht und dann habe ich das einfach auf kleinanzeigen.de mal gepostet und dann kamen ganz viele Solarfirmen, also Photovoltaikfirmen an und ich habe mich dann auch mit einer Firma geeinigt und kam dann jetzt vor drei oder vier Jahren drauf, wie wäre es eigentlich, wenn man die Solarenergie direkt in die Autos lädt, also mit Ja, also durch Elektroladesäulen, weil es halt direkt auch an der Landstraße und an der Ausfahrt ist und es ist wirklich so eine Art Hobbyprojekt von mir, weil ich es spannend finde, weil ich halt auch einen experimentellen so ein bisschen gepolt bin und mir denke, das ist ein interessantes Feld, da würde ich gerne mehr lernen. Und wenn es jetzt kein Geld kostet für mich, dann gucke ich mir das halt in der Nähe an. Und ich habe ja Partner und dies und das. Und du musst mich ja unterbrechen, falls ich jetzt hier zu weit aushole. Aber in der E-Mobility-Welt habe ich natürlich null Ahnung gehabt, noch weniger wie in der PV-Welt. Und die Stadt Potsdam hat dann gesagt, sie müssen den Bebauungsplan ändern. um dort, was ist es, eine Konversionsfläche, das heißt, das war früher ein Winterdienstplatz von der DDR, da waren Gebäude, Winterdienstautos, da gibt es eine Bodenbelastung, lange Rede, kurzer Sinn, um daraus jetzt eine Photovoltaikfläche zu machen, muss man den Bebauungsplan ändern und das war dann schon im Gange, da habe ich gesagt, klar, also wäre für mich gut, Und da war ich auch ein paar Mal bei der Stadt und musste mich dann zwangsläufig mit diesem Thema Politik und Ämter schon beschäftigen. Und als dann die E-Mobility dazu kam, wurde es aber dann richtig extrem, sage ich mal. Da ist richtig noch ein Gang hochgeschaltet worden. Das war dann schon im Prozess. Und dann habe ich die gefragt, würde das eigentlich gehen? Weil das ist ja direkt an der Straße. Und alle so, ja, das geht. Können wir hier noch mit einbauen? Das ist ein guter Moment. Und dann haben alle Räder angefangen zu drehen. Und da wurde es aber richtig kompliziert, sage ich mal auf einmal. Also Konversionsflächen sind vom Gesetz her erneuerbare Energien gesetzt, so prädestiniert für Photovoltaikanlagen. Da gibt es dann so extra Regelungen. Und dann ist es offiziell relativ einfach, das zu starten. Der Bauungsplan musste trotzdem geändert werden. Ist ein wahnsinnig langwieriger Prozess. Und für E-Mobility muss dann noch mehr geändert werden. Das heißt, ich muss eine Zufahrt bauen, also eine Abbiegespur. Die Abbiegespur muss aber erstmal geplant werden. Ja, wo ist die genau? Wie wird die verbreitert? Bla, bla. Dann für Photovoltaik brauche ich zum Beispiel kein Abwasser. Wenn da jetzt Toiletten sind, brauche ich aber schon Abwasser. Und ich bin halt wirklich so echt die totale Jungfrau zum Kind gekommen. Und hier hat mich das dann alles jetzt in den letzten zwei, drei Jahren halt schon komplett überfahren, was das für eine Dimension dann auch erreicht hat an Komplexität. Und ja, an dem Status bin ich gerade.

  4. Sebastian:

    Vielen Dank, dass du uns da schon mal abgeholt hast, Uwe. Ja, sehr interessant und auch sehr vielfältig anscheinend von den Themen, die da einen beschäftigen schlussendlich mit. Aber bist du jetzt immer noch an dem Standpunkt, dass du das alleine umsetzen willst oder suchst du jetzt Partner dazu? Weil ich stelle mir das halt auch ultra schwierig vor. Das eine ist ja die politische Rahmengeschichte oder die Regeln und das andere ist ja dann auch tatsächlich das Fachwissen, was man irgendwo braucht, um das dann eben entsprechend aufzubauen.

  5. Uwe Flade:

    Ich kann es alleine gar nicht umsetzen. Zeit, Geld und Fachwissen in der Kombination ist jetzt bei mir nicht in dem Maße vorhanden, wie das notwendig ist, um so ein eigentlich großes Projekt zu stemmen. Und es ist halt so, dass es gibt einen, also der Bebauungsplan, wurde nur geändert, also oder wird geändert, das war eine Bedingung von der Stadt, wenn wir uns zusammenlegen mit einem sehr großen Projekt, was so fünf Kilometer weiter ist, ein Satzkorn, über 90 Megawatt Photovoltaik, da haben die gesagt, sonst haben sie keine Ressourcen, Bebauungs- und Flächennutzungsplan zu ändern. Das hat dazu geführt, dass jetzt meine Photovoltaik-Partnerfirma, mit der ich schon einen so einen Vorvertrag habe mit EnBW, die das Riesenprojekt machen, einen Vertrag machen musste, dass sie zusammen diesen Bebauungsplan angehen. Also, da siehst du schon, es wird richtig kompliziert. Und diese Firma will halt auch nicht die Ladesäulen bauen, Dafür habe ich dann mit Tesla und so weiter gesprochen, wirklich mit allen großen Fastnet-Tesla, auch EnBW, andere Abteilung allerdings. Man ist dann in so einem Dreieck-Viereck-Beziehung im Prinzip und das ist over my head auf jeden Fall. Ich bin auch kein Projektentwickler und dazu kommen natürlich auch ganz viele andere Rahmenbedingungen und auch planerische Kosten, die ich jetzt gerade noch bezahlen konnte, aber jetzt auch da voll am Limit bin. Und ja, also letzter Stand ist, ich habe es jetzt auch versucht zu verkaufen, das Projekt. Das ist natürlich jetzt vom Status sehr schwierig, weil diese Vorverträge existieren, städtebaulichen Vorverträge. Und es ist ein Riesenpaket, was jetzt ein Käufer bekommt von Informationen. Ja, das ist schon echt für mich auch sehr aufwendig, die Leute zu informieren.

  6. Sebastian:

    Das glaube ich, aber für dich ist es keine Option mehr, dann einfach zu sagen, okay, statt dann tatsächlich Ladeinfrastruktur draufzubauen, mache ich nur das PV oder ist es jetzt schon so weit angerollt, dass man eigentlich sagen muss, es muss jetzt in diese Richtung umgesetzt werden aufgrund der Anpassung?

  7. Uwe Flade:

    Nee, muss es nicht. Also es ist auf jeden Fall eine Option. Also ich habe mir das so ein bisschen romantisch vorgestellt, dass man so ein Vorzeigeprojekt hat, wo man wirklich gar keinen Netzanschluss hat. Also das heißt, im Moment 750 Kilowatt Peak und ein paar Ladesäulen mit Netzanschluss. Dachte ich mir, warum macht man nicht zwei Megawatt oder 1,x? Und keinen Netzanschluss und Speicher und Ladesäulen. Ich bin aber kein Ingenieur, das denke ich mir dann immer so aus und frage so in die Runde, geht das eigentlich? Und ich habe halt die Vision, dass man hier so ein Vorzeigeding macht, was die Leute irgendwie fasziniert. Aber ich meine, klar, wenn es so kompliziert wird, dann halt auch nur Photovoltaik. Also Ja, muss man gucken. Es ist alles immer so ein bisschen im Flow. Da schwirren dann auch die neuen Ansagen der Politik durch den Raum und dann Zeiträume, wie weit ist man denn die Bebauungsplanänderung soll durch sein Februar nächsten Jahres. Also es ist jetzt nicht mehr so lang hin, nachdem ich jetzt schon fünf Jahre da rumwurschtel. Es ist jetzt nur noch ein Jahr übrig.

  8. Sebastian:

    Wobei das ja auch schon wieder eine Ansage ist und auch ein Zeichen dafür, wie das mal wieder bei uns sozusagen mit politischem Ablauf sozusagen ist oder bürokratischem Ablauf, dass es dann doch immer länger dauert, als man eigentlich will und diese schnelle Umsetzung von solchen nachhaltigeren Projekten eigentlich gar nicht gewährleistet werden kann.

  9. Uwe Flade:

    Also schnell geht natürlich gar nichts. Aber man muss auch dazu sagen, dass ich neben der Politik auch die Firmen nicht schnell bewegen, finde ich. Je größer der Tanker ist, desto wurschteliger kommt es dann so daher und es ist für mich auch schwer zu berechnen, da kommen dann Zusagen, dann ist wieder eine Absage, dann ist Interesse da, dann wechselt die Position, dann ist der Mensch im Urlaub, dann ist er krank. Also ich finde schon, dass es generell auch in Deutschland nicht, dass so Geschwindigkeit nicht so präferiert ist, auch von den Firmen oft nicht. Und die jammern dann zwar rum offiziell und öffentlich, aber ich finde jetzt nicht, dass eine große Firma viel Druck macht, ja, damit irgendwas schnell fertig wird. Jetzt kommt auch gerade dazu, dass natürlich neue Förderungen entstehen, da wartet man vielleicht auf noch diese bestimmte Förderung oder jetzt fallen die Preise für Photovoltaik irgendwie Elemente, ja, also die... Die Module und dann, ja, es ist manchmal auch ganz gut, wenn es nicht schnell geht. Aber ja, ich bin schon wahnsinnig überrascht und wie viele Stellen da mitreden und wer noch alles was sagen darf, ist für mich schon absoluter Wahnsinn natürlich. Und es ist dann auch wirklich Stellen, die jetzt in drei Monaten nicht schaffen, dann irgendeine Stellungnahme abzugeben. Ja, es geht da auch um Stromversorger, also wirklich, wenn es um Anschluss geht, über 10, 11, 12 Wochen wartet man da auf eine Antwort, also wirklich auf eine E-Mail-Antwort. Das ist halt dann auch nicht die Stadt, das ist nicht der Bund, das ist dann auch eine Firma, die einfach nicht antwortet so. Das ist auf jeden Fall für mich überraschend.

  10. Sebastian:

    Vor allem, wenn man dann halt auch so spürbar ausgebremst wird in dem eigenen Antrieb und auch in dem Willen sozusagen dann eine Veränderung herbeizuführen und auch seinen Teil zur E-Mobilität beizutragen, ist natürlich auch nicht so erbaulich dann.

  11. Uwe Flade:

    Absolut, absolut. Und da kommt noch dazu, dass währenddessen Gesetze geändert werden. Da geht es jetzt auch zum Beispiel um... Sanierung von Böden, dann auf einmal kommt ein neues Gesetz raus, dann ändert sich der ganze Ablauf im Prozess und so weiter. Das heißt, das ist natürlich auch ein Nachteil, dass wenn Sachen einfach nicht stattfinden, sich währenddessen wieder andere Sachen ergeben, die neue Parameter ins Game werfen und irgendwie ja, also ähm Ich bin dabei zu lernen und auch Geduld zu lernen. Also ich komme aus einem sehr schnellen Geschäft und bin ja jetzt auch zum Glück schon älter und nicht mehr ganz so getaktet. Aber das ist schon das absolute Gegenteil, wie man als Freelancer vor 20 Jahren gestartet ist. So kannst du übermorgen nach XY fliegen und da irgendwas drehen. Und jetzt ist es so, wir bauen was in vier Jahren oder in fünf oder in acht, keine Ahnung. Das ist schon echt krass.

  12. Sebastian:

    Ich wäre mal gespannt, wie da die Reise weitergeht und ob wir dann deinen Ladepark dann doch irgendwann am Start sehen. Du hattest dich ja auch mal mit dem Thema Batteriespeicher und HPC-Charging, glaube ich, auseinandergesetzt als Alternative, oder?

  13. Uwe Flade:

    Teillich. Es rufen immer wieder Leute an, die sich da auskennen und die fragen, kann man das da bauen? Wie würde das gehen? Und ich sage mal, ich habe jetzt mit der Stadt besprochen, dass es gehen würde. Das steht jetzt mit drin im Bebauungsplan. Also egal, was für eine Art von Speicherung ist erlaubt. Und ich bin halt gespannt. Ich sage mal, ich habe immer die Fühle ausgestreckt nach Partnern. Es rufen dauernd Leute an, die irgendwas machen wollen und die fragen, würde das da gehen? Und dann rede ich mit allen. Das ist halt wirklich auch sehr zeitaufwendig. Und ich kann aber auch über ein gewisses Knowledge nicht mehr rauskommen, merke ich schon. Also das, welche Art von Speicher, wann, wie, wo, das ist over my head auf jeden Fall. Es geht dann mehr so ums größere, also ich sage mal so, ich habe jetzt, es sind zwei Flurstücke, die sind zusammen 1,4 Hektar. Man dürfte jetzt auf beiden Flurstücken zukünftig eine PV-Anlage bauen. Die kriegt man aber da nicht ins Netz, weil ich habe jetzt aktuell nur 550 kW Peak Netzanschluss und nicht mal 750, sondern 550. Da ist halt eine Speicherung schon irgendwie jetzt nicht falsch. Ich bin im Kostenthema nicht fit. Die Firmen rechnen das dann immer schnell durch und sagen, lohnt sich jetzt nicht. Müssen wir dann nochmal gucken. Ja, vielleicht lohnt es sich irgendwann und die Technik entwickelt sich halt auch so schnell. Das ist natürlich dann der Vorteil, wenn man noch einen Moment wartet. Vielleicht ist nächstes Jahr irgendwas ganz anders auf dem Markt. Also ich meine, diese drei Elemente sind alle erlaubt. Also Ladesäulen, PV und Speicherung. Was nicht erlaubt ist zum Beispiel Restaurant, Gastro, das werden sie nicht genehmigen. Man wird halt irgendwie Automaten haben können, Toilettenhäuschen, Picknickplätze, Kinder, Klettergarten. Und das ist das Setup. Alles, was in diesem Setup jemand sich ausdenkt, wird gehen, sag ich mal. Was halt nicht geht, ist ein dicker Netzanschluss. Da ist jetzt seit vier Jahren nichts passiert. Vielleicht im nächsten Jahr, keine Ahnung. Aber Netzausbauen ist ja auch eine wahnsinnig langweilige Geschichte.

  14. Sebastian:

    Die Erfahrung haben wir auch schon gemacht und da bist du auch nicht der Einzige, der das so mittragen muss sozusagen. Aber da haben wir, glaube ich, einen ganz guten Einblick darauf bekommen, wie man dann von verschiedenen Seiten noch ein Stück weit ausgebremst wird, wenn es vielleicht auch nicht von den Bedingungen ideal ist, aber wenn auch das Marktumfeld einfach nicht passt dann im Moment gerade, weil eben Entwicklungen entgangen sind. Ich würde es mal so machen, wenn sich jemand interessiert, Interesse daran hat, soll er sich bei uns melden und ich gebe den Kontakt dann gerne an dich weiter. Vielleicht kommen wir ja da gemeinsam ein Stück weiter für die E-Mobilität voran und würden uns dann natürlich auch freuen, wenn du uns ein bisschen auf dem Laufenden hältst.

  15. Uwe Flade:

    Ja, total gerne, auf jeden Fall. Also ich finde es auch super, was ihr macht und bin auch großer Fan und Leser von eurem Blog und anderen und ja, ich hoffe, dass es vorangeht. Also ich meine, es werden ja schon jetzt viele Ladesäulen gebaut und viele PV-Parks. Es ist jetzt nicht so, dass nirgends was passiert. Insofern finde ich schon, ist das alles eigentlich auf einem ganz guten Weg so.

  16. Sebastian:

    Würde nicht schaden, wenn dann noch der eine oder andere, vielleicht auch deiner mit dazukommt. Von daher vielen Dank, Uwe, für die Einblicke hinter die Kulissen so ein Stück weit, was es denn bedeutet, sowas überhaupt an den Start zu bringen oder voranzutreiben und freue mich, wenn wir in Zukunft voneinander hören, dann idealerweise mit deinem Ladepark, der am Start ist.

  17. Uwe Flade:

    Ja, gerne, auf jeden Fall. Ja, würde ich mich auch freuen.

  18. Intro:

    Das war heute nochmal eine andere Art von Podcast-Folge mit einem Stück weit anderen Inhalt, wie man eben auch selbst versuchen kann, die E-Mobilität im Alltag weiter voranzutreiben. Mal gelingt es besser, mal weniger gut, wie jetzt zum Beispiel hier von Uber. Wir bleiben auf jeden Fall dran, schauen, ob aus dem Traum eigener Ladepark noch etwas wird und freuen uns über deine Kommentaren hierzu und hinterlassen uns gerne positive Bewertungen bei iTunes oder Spotify, damit wir E-Mobilität noch ein Stück weit mehr nach draußen tragen können. Vielen Dank dafür. Bis dahin.