Dacia: "The New Chapter Begins" mit ein wenig E-Mobilität

Im Gespräch mit Thilo Schmidt, Managing Director Deutschland

Kaum ein Hersteller in Europa, der derzeit nicht nahezu alles auf die Elektromobilität setzt. Dacia geht derweil einen völlig anderen Weg. Die Franzosen setzen auf ebenso solide wie bezahlbare Technik und sind damit überaus erfolgreich. E-Mobilität spielt derzeit noch keine allzu große Rolle. Auch, wenn man für die Zukunft gut gerüstet sei, wie Thilo Schmidt, Managing Director Deutschland, im Gespräch zu verstehen gab.

18 Jahre sei die Marke am Markt. Wird langsam erwachsen, findet noch ihren Weg und ist erste Schritte konsequent in Richtung neues Branding und Auftreten gegangen. Man verstehe sich als "Essential but cool", "Robust & Outdoor" sowie "Eco-Smart", wie sich die Marke selbst einordnet. All dies spiegle sich auch in den derzeitigen vier und in den nächsten zwei Jahren folgenden zwei Modellen wider. Ebenfalls wieder mit starken Fokus auf den Privatkundenmarkt.

Seit Sommer 2021 (Q3) hat die Marke mit dem Dacia Spring ihr erstes und einziges E-Auto auf den Markt gebracht. Der Spring ist eine europäische Version des asiatischen Renault City K-ZE, gefertigt vom chinesischen Anbieter Dongfeng. Um es vorweg zu nehmen, in den nächsten Jahren sind hier auch keine weiteren reinen E-Autos geplant. Bereits im April 2021 konnten wir einen ersten Blick auf den Stromer riskieren. Haben dies im Frühjahr 2023 wiederholt. Geändert hat sich wenig.

Seit Mitte Januar dieses Jahres gibt es lediglich ein wenig mehr Leistung für den Dacia Spring sowie ein aufgefrischtes Design. 48 kW (65 PS) leistet der SUV im A-Segment. Allerdings nur in Verbindung mit der neuen Ausstattung „Extreme“. Diese soll dem Spring eine markante Outdoor-Optik verleihen, die künftig übrigens ebenfalls für die Modelle Sandero, Duster und Jogger erhältlich sein wird.

Und was bietet die Zukunft sonst so bei Dacia? Nur Neuauflagen alter Bekannter sowie den Dacia Bigster. Allerdings auch nur als Verbrenner, dafür ziemlich nah am Konzept dran. Ansonsten steht heute schon fest, man hält bis zum Ende am Verbrenner fest. Renault plant, bis 2030 vollständig auf den E-Antrieb zu setzen. Für Dacia behält man sich seinerseits vor, den Umstieg erst 2035 final zu vollziehen, wenn Motoren mit fossilen Brennstoffen in Europa verboten werden.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Elektronik-News-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute eingeschaltet hast, weil wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Thilo Schmidt, seines Zeichens Managing Director Dacia Deutschland, zu Gast, der seit März 2022 die Geschäfte von Dacia hier in Deutschland eben verantwortet. Und uns Rede und Antwort stand zur E-Mobilitätsstrategie von Dacia. Von daher gehen wir direkt rein in das Gespräch. Es gibt ein paar Hintergrundgeräusche, weil es einfach im Rahmen von der Presseveranstaltung aufgenommen wurde. Sieh uns das Ganze nach und hör trotzdem gerne zu. Hallo Herr Schmidt, vielen Dank, dass wir heute die Zeit nehmen, dass wir uns ein wenig über Dacia und die aktuellen Pläne sozusagen eurer Marke austauschen. Natürlich auch im Hinblick auf E-Mobilität, wo ihr den Dacia Spring am Start habt. Vielleicht, bevor wir da in das Gespräch eintauchen, stellen Sie sich doch mal kurz vor, damit die Hörerinnen und Hörer wissen, mit wem was denn hier zu tun haben.

  3. Thilo Schmidt:

    Ja, Thilo Schmidt mein Name, 42 Jahre, seit jetzt knapp 18 Jahren wie die Marke Dacia in der Röhnung Gruppe tätig. viele Funktionen im Vertrieb, Marketing begleitet. Zuletzt hatte ich zwei Jahre die Gruppenfunktion in Österreich geführt und bin jetzt seit einem Jahr in Deutschland wieder zurück als Managing Director für die Marke Dacia in Deutschland.

  4. Sebastian:

    Sehr schön, dann ja auch pünktlich oder kurz danach, wo die Marke sicher auch ein Stück weit neu erfunden hat, Sie haben vorhin gesagt, oder haben eben gerade gesagt, 18 Jahre gibt es die Marke jetzt schon. Wir haben vorhin in der Presse Gespräch gehört, ihr habt jetzt weit über 840.000 Fahrzeuge abgesetzt in dem Zeitraum, habt für die Zukunft aber noch größere Pläne sozusagen. Vielleicht können Sie uns ja da mal so den aktuellen Stand geben, damit Sie uns das ein wenig einordnen. Vielleicht auf den Zahlen vom vergangenen Jahr, wenn Sie uns da ein bisschen was sagen können, für die Bedeutung Deutschlands natürlich. Und dann können wir ja dann in der Ausbaustufe mal in die Zukunft schauen.

  5. Thilo Schmidt:

    Also Deutschland ist auf jeden Fall ein strategisch wichtiger, sehr wichtiger Markt für die Marke Dacia. Der drittgrößte Markt für die Marke weltweit. Sie haben es bereits gesagt, 850.000 Fahrzeuge. Das ist unsere Vergangenheit und wir werden, denke ich, bis 2025 die eine Million Marke knacken. Das ist wirklich eine Erfolgsstory von Tag 1 gewesen. 2005 begonnen mit 2000 Autos im Jahr und im letzten Jahr haben wir über 60.000 Fahrzeuge in Deutschland erreicht. 80% davon an Privatkundinnen und Privatkunden. Das ist der höchste Wert aller Marken in Deutschland. Und wenn wir jetzt das letzte Jahr mal als Referenz nehmen, haben wir auf allen Ebenen Rekordmarktanteile erreicht. Wir haben mit 2,3 Prozent den höchsten Marktanteil gesamt aller Zeiten erreicht. Aber wir definieren uns dann schon über den Erfolg im Privatmarkt und dort haben wir mit 5 Prozent auch den höchsten Marktanteil aller Zeiten erreicht und waren dort die sechststärkste Marke in Deutschland.

  6. Sebastian:

    Und die Fokussierung auf den Privatkundenmarkt kommt vorher, also da geht ihr auch gezielt dran, also ihr geht gar nicht bewusst in Flocken oder sowas rein, sondern sagt dann auch schon, das ist unsere Zielgruppe, können Sie das noch ein Stück weiter erläutern?

  7. Thilo Schmidt:

    Wir treten mit Listenpreisen an, die in den Preislisten stehen und das sind auch die Endpreise. Es gibt keine Rabatte bei uns. Ein Gewerbegeschäft ist sehr stark über Rabatte geprägt oder ein taktisches Geschäft. Das machen wir nicht. Für uns ist der Werterhalt der Fahrzeuge sehr, sehr wichtig. Wir haben auch von allen Marken die höchsten Restwerte im Prozent. Und dieses Geschäft ist halt perfekt abbildbar im Privatkundenmarkt und dort haben wir unsere Erfolgsgeschichte geschrieben und werden sie eben auch fortführen.

  8. Sebastian:

    Es gibt ja natürlich auch eine gewisse Transparenz für den Endkunden und Kundinnen, weil sie einfach auch weiß, okay, ich habe meinen festen Listenpreis, ich kriege das dafür und wenn mein Nachbar Schmidt reingeht, kriegt er genau das gleiche Fahrzeug für den gleichen Preis.

  9. Thilo Schmidt:

    Absolut, also ein total fairer, transparenter, ehrlicher Kauf und auf den kann man sich bei uns verlassen, auch in der Zukunft.

  10. Sebastian:

    Und jetzt aktuell habt ihr insgesamt vier Modelle am Markt. Wir reden jetzt Anfang 2023. Vielleicht können Sie die nochmal kurz umreißen, dass wir da auch einfach wissen, was ihr denn anbietet. Vielleicht Modell und Segment dazu, dass man einfach sieht, wie ihr da vertreten seid.

  11. Thilo Schmidt:

    Genau, also vier Modelle. Ich fange mit dem kleinsten in Anführungszeichen an, nämlich den Dacia Spring im A-Segment ist... Ich würde sagen, wir haben damit das Elektrosegment revolutioniert. Auf der einen Seite preislich, aber auch in Sachen Preis-Leistung ist dieses Fahrzeug schon knapp 20.000 Mal in Deutschland verkauft worden. Und generiert auch innerhalb des Gesamtelektromarkts einen sehr hohen Marktanteil. Fast 3%, sogar Anfang des Jahres 4% aller Elektrofahrzeuge in Deutschland sind Dacia Spring. Was unglaublich hoch ist, wenn man einfach die Gesamtanzahl der Elektrofahrzeuge über alle Marken hinweg sieht. Dann haben wir den Dacia Sandero. Dacia Sandero ist der Bestseller des Konzerns. Über fünf Jahre in Folge das meistverkaufteste Fahrzeug an Privatkundinnen und Kunden in Europa. In Deutschland bereits über 300.000 Mal verkauft. Ist im sogenannten B-Standard-Signal zu Hause und ist dort sogar im Januar die Nummer 1 im Signal. Dann haben wir unsere Ikone, den Dacia Duster, wirklich ein vollwertiges SUV-Fahrzeug mit Allradantrieb. Also Offroad ist hier groß geschrieben. Unsere Markenikone, wie bereits gesagt, über 230.000 Mal schon verkauft. Und auch im Januar die Nummer 1 im B-Plus-SUV-Segment, so nennt sich das, auch ein sehr dynamisches Segment in Deutschland. Und zu guter Letzt der Dacia Jogger. Ich nenne es immer gern das ultimative Familienfahrzeug. Ist komplett neu auf den Markt gekommen im letzten Jahr und hat sich bereits auch über 10.000 Mal verkauft. Und, und jetzt kommt das Besondere, ist zu Hause im C-Standard-Segment, quasi in der Golf-Klasse. Aber im Januar haben wir die Golf-Klasse zur Jogger-Klasse gemacht, denn der Jogger ist die Nummer 1 im Segment im Januar.

  12. Sebastian:

    Sehr schöne Entwicklung, die ihr da vorweisen könnt. Jetzt ist ja für uns insbesondere der Spring natürlich interessant, weil E-Auto, so wie Sie gesagt haben, ihr habt da revolutioniert und auch den Markt ein Stück weit aufgerüttelt. geschieht aber eben auch dadurch, dass ihr einen Grundsatz von euch relativ konsequent verfolgt, Reduktion auf das wesentliche, Funktionalität, ein Angebot, was in diesem Segment überzeugt, aber nicht, wie man es von anderen Herstellern kennt, größer, leistungsfähiger, immer noch mehr TamTam, sondern Reduktion, vielleicht können Sie uns da auch den Spring ein Stück weit einordnen, So ein paar grobe Zahlen, Daten, Fakten dazu. Und dann aber vor allem, wo er denn unterwegs ist. Das ist ja jetzt nicht unbedingt das Fahrzeug, mit dem ich tausende von Kilometern in den Urlaub fahren würde. Könnte man wahrscheinlich genauso machen, aber wäre jetzt nicht meine erste Wahl bei einem E-Auto dafür, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber er ist ja auch eher für die Stadt gedacht. Vielleicht, dass wir einfach so einen Eindruck davon bekommen, was wir denn da bekommen an Fahrzeugen.

  13. Thilo Schmidt:

    Für uns ist wichtig, wenn wir mit einem Angebot in den Markt gehen, wie den Dacia Spring für uns war wichtig, Preisleistung ist wirklich der oberste Credo und für uns ist wichtig, dass unsere Modelle oder unsere Angebote erschwinglich sind für die Kundinnen und Kunden. Jetzt wissen wir, im Elektromarkt ist der Preis in Sphären gerückt, die eigentlich für viele Kundinnen und Kunden gar nicht mehr erschwinglich sind. Wir haben deswegen auch von der Konzeption des Fahrzeuges, was für uns wichtig ist, ein Fahrzeug zu konzipieren, was diese Preis-Leistungspositionierung konserviert. Das haben wir geschafft dadurch, dass unsere Plattform es uns ermöglicht, sehr leicht zu bauen. Sprint ist das einzige Elektroauto, was unter einer Tonne liegt. Das ermöglicht uns wirklich tolle Fahrleistungen, die da wären, dass wir über 230 Kilometer Reichweite haben. Jetzt könnte man sagen, das ist nicht so viel, aber wir sehen ja an an den Fahrwerten unserer Kundinnen und Kunden, dass im Schnitt pro Tag 30 Kilometer absolviert werden und das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 kmh. Also dieses Fahrzeug ist vornehmlich in den Städten unterwegs beziehungsweise auch auf dem Land auf kurzen Distanzen Und wird zu Hause oft geladen, auch das ist eine Rückmeldung, die wir bekommen. Und von daher kann dieses Fahrzeug alles, was man sich im Alltag so wünscht und erfüllt seinen Zweck und ist zudem in einem Endpreis zu haben, der quasi auf Verbrennerniveau ist. Das gibt es im Elektromarkt oder so.

  14. Sebastian:

    Definitiv, also das stimmt schon. Ich sag mal, gerade für die Stadt spricht ja dann auch nochmal der Fakt, dass er ja auch kompakter daherkommt. A-Segment haben Sie vorhin gesagt. Also ich bin den ja jetzt auch schon gefahren vor unserem Gespräch hier. Er ist gefühlt schon sehr kompakt tatsächlich. Ich glaube, wenn man dann neben einem LKW oder Sprinter steht, dann werden an die Größenverhältnisse nochmal bewusst. Aber es reicht ja auch vollkommen aus für die Stadt. Fünf Sitzer oder Zu viert kommt man gut unter, glaube ich. Auf jeden Fall hat man immer noch Kofferraum über. Und er wird auch angenommen. Ihr habt den 2021, glaube ich, gelauncht und auf den Markt gebracht, wenn das richtig ist. Und erfindet ihn ja jetzt 2023 auch nochmal ein Stück weit neu.

  15. Thilo Schmidt:

    Genau, wir haben jetzt einen stärkeren Motor, den wir einführen und in Verbindung mit der Xtreme-Ausstattungsvariante. Das ist eine Design-Ausstattungslinie, die einen höherwertigen Anspruch hat mit Kupferelementen Also ein sehr, sehr schönes Fahrzeug. Diese Ausstattungslinie wird auch auf alle unsere neuen Modelle übertragen werden. Das wertet dieses Fahrzeug im Lebenszyklus noch mal deutlich auf. Und vor allem natürlich auch der stärkere Motor, der dann, denke ich, für Deutschland auch sehr relevant ist.

  16. Sebastian:

    Ja, vor allem, wenn man da doch mal ein Stück weit Vorschub geben möchte und dann auf Autobahn auch fahren und, ich sage mal, nicht nur auf der rechten Spur unterwegs sein will, kann man auch damit auf die linke mal ausschärfen. Das stimmt schon. Auch wenn das nicht das Hauptzielfeld ist sozusagen. Aber der Spring ist ja demnach, Jetzt können wir natürlich sagen, 25% eures Modellangebots ist schon mal vollelektrisch unterwegs. Auf der anderen Seite können wir sagen, gut, 75% sind es noch nicht. Können wir uns da einen Ausblick geben. Das bringt jetzt wahrscheinlich erstmal für eine gewisse Weile, so habe ich es zumindest mitbekommen in der Pressekonferenz, wird ja erstmal das einzige vollelektrische Fahrzeug sein. Also da wird euer Fokus jetzt auch erstmal drauf liegen.

  17. Thilo Schmidt:

    Über weitere Elektroplanung kann ich an der Stelle und darf ich auch noch nicht sprechen. Aber wir konzentrieren uns natürlich auf das Hier und Jetzt und werden aber im Hintergrund natürlich auch immer uns überlegen, wann wir in welchem Segment ein weiteres vollelektrisches Angebot lancieren werden. Wir sind auch ziemlich flexibel, muss man so sagen, weil wir auf den Baukasten der Renault Gruppe zugreifen. Das ermöglicht uns eben auch entwicklungstechnisch hier schneller agieren zu können. Aber heute haben wir mit dem Spring ein sehr, sehr erfolgreiches Elektroangebot, was sogar einen höheren Gesamtmarktanteil im Elektromarkt ausmacht als unsere Marke im Gesamtmarkt. Da sieht man, wie relevant eigentlich dieses Elektroangebot gegenüber dem Wettbewerb ist.

  18. Sebastian:

    auch gewillt, natürlich dementsprechend den Produktionstag ein Stück weit zu wachsen oder wie schaut das dort aus?

  19. Thilo Schmidt:

    Ja, also wie gesagt, wir werden keine Zulassungsrekorde jagen, sondern wir werden dafür sorgen, dass die Nachfrage so hoch ist, dass wir auch mit diesem Fahrzeug weiter wachsen können. Vielleicht nicht im Jahr eins nach Reduzierung der Prämie, aber gerade in diesem Jahr sehe ich natürlich auch ein großes Potenzial bei Firmen, die eben bis September noch die Möglichkeit haben, auf die staatliche Förderung zuzugreifen. Und hier ist gerade bei Pflegediensten ist natürlich ein Dacia Spring sehr interessant.

  20. Sebastian:

    Stimmt, das ist auch eine gute Größe für die E-Fahrzeuge, die man bei uns in der Stadt sieht. Das kommt tatsächlich hin. Wahrscheinlich ist das sogar nochmal eine Spur komfortabler, weil ein Stück weit höher sitzt sozusagen und besseren Überblick dann noch auf der Straße. Nichtsdestotrotz steht ja auch für Dacia 2035 auf der Agenda sozusagen Verbrenner aus in der EU beschlossen. Das heißt, ihr seht euch da auch, wenn ihr im Moment nicht voll Strom gibt sozusagen bei der Elektrifizierung, weil ihr eben sagt, okay, ihr habt die flexible Rückfalllösung mit Renault, mit dem Renault-Baukasten. Aber ihr seht euch da auch schon gerüstet dafür, im Fall der Fälle dann eben 20, 30 Minuten zu sagen, okay, jetzt hier, wir können auch voll elektrisch.

  21. Thilo Schmidt:

    100 Prozent. Also wir werden bereit sein, aber bis dahin konzentrieren wir uns auf unsere aktuelle Modellpalette. Man darf auch nicht vergessen, unsere Verbrennerfahrzeuge, wir haben ein interessantes Autogasangebot, was sehr verbrauchsarm ist und auch sehr nachhaltig. Von daher liefern wir in Sachen Ökonomie und Ökologie, glaube ich, auch im Verbrennerbereich ein sehr, sehr spannendes Angebot.

  22. Sebastian:

    Genau, das ist ja auch ein Ansatz, wo Sie vorhin gesagt haben, diese Gewichtsreduktion, die findet ja nicht nur beim Spring statt, sondern eben auch bei anderen Modellen bei euch, die ihr gemacht habt. Jetzt habt ihr den Jogger, war das glaube ich, als Hybrid auch lanciert für dieses Jahr. Und für die kommenden zwei Jahre sind dann ja auch 2024, 2025 zwei neue Modelle dann eben in Aussicht gestellt. 2025 war der Big Star sozusagen, der nochmal den Einstieg in ein vollkommen neues Segment sozusagen für euch auch bedeutet. Aber wahrscheinlich auch im Hinblick darauf auch wieder die Werte von eurer Marke ein Stück weit zu präsentieren und da auch Preis-Leistung plus eben auch Robustheit, Funktionalität dann eben rüberzubringen. Vielleicht können Sie dazu auch mal für uns mal so den groben Ausblick in die Zukunft noch mit auf den Weg geben.

  23. Thilo Schmidt:

    Ja, 2024 wird unsere Ikone der Duster erneuert und wir haben es gerade angesprochen, in 2025 der Dacia Bigster, ein ganz, ganz wichtiges strategisches Segment, nämlich CS-UV ist das größte Segment in Deutschland, wo wir dann mit dem Dacia Bigster, es gibt ja bereits Bilder, kann ich allen nur mal ans Herz legen, sich das Fahrzeug anzuschauen, das wird auch erneuert. in dem Sinne kommen, wie man es auf den Bildern sieht. Also sehr, sehr spannendes Projekt und spannende Neueinführung für die Marke. Jetzt muss man auch dazu sagen, in den letzten Jahren haben wir eine neue Markenidentität eingeführt. Das neue Markenlogo ist jetzt auf all unseren Fahrzeugen zu sehen. Und das ist eigentlich ein Riesenwandel, ein Riesenaufbruch für die Marke Dacia, weil wir sind gestartet in 2005 über einen rein rationalen Preiskauf. Heute haben wir wirklich die Marke emotionalisiert. Diese neue Markenidentität, die neue Aufbruchsstimmung, aber auch das neue Erscheinungsbild der Marke ist sehr wichtig für den Dacia Bigster, um ihn dann in ein CSUV-Segment, ein Segment, wo die Klientel auch eine hohe Erwartung an das Produkt selber hat, um dort auch dann entsprechend den gleichen Erfolg wie bei den anderen Modellen zu feiern. Dessen sind wir uns bewusst und da werden wir dann mit einem adäquaten Produktangebot auch technologisch an den Markt gehen.

  24. Sebastian:

    Ja, sehr schön. Also ich muss sagen, ich habe ihn jetzt hier stehend gesehen sozusagen und wenn er nur annähernd so daherkommt, wie er optisch hier steht, macht er einen sehr guten Eindruck. Also von daher bin ich gespannt, 2025 ihn dann auf der Straße zu sehen. Ihnen vielen Dank für die Zeit, für die Einblicke, war sehr interessant.

  25. Thilo Schmidt:

    Sehr gerne, vielen Dank.

  26. Sebastian:

    In der Tat, heute war dich kein Genuss für die Ohren. Dafür fettes Sorry von meiner Seite aus. Hat leider nicht geklappt und wir mussten auf die Backup-Lösung zurückgreifen. Die hat aber nicht die überzeugende Qualität gehabt, wie wir es uns gewünscht haben für das Interview mit Tino Schmidt. Nichtsdestotrotz waren es meiner Meinung nach spannende Inhalte, die wir euch präsentieren konnten aus dem Umfeld von Dacia über die Pläne für deren Zukunft. Und ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest, wenn es dann aber auch in Punktequalität doch ein paar Schritte nach vorne geht. Ich danke dir.