&Charge über Wallbox-Sharing & Ladeerlebnis steigern

Im Gespräch mit Simon Vogt von &Charge

Gerade einmal vier Monate ist es her, dass Simon Vogt, seines Zeichens CSO und Co-Gründer von &Charge, hier im Elektroauto-News.net-Podcast zu Gast war. Dieses Mal mit im Gepäck Zahlen, Daten und Fakten zum Marktplatz für privates Wallbox-Sharing, einem der neusten Projekte von &Charge. Mit diesem reagiert das Start-Up auf den Hochlauf der E-Mobilität und will E-Auto laden dort möglich machen, wo sich Betreiber von Ladeinfrastruktur nicht hin trauen.

Zudem hat man sich auf die Fahne geschrieben die Qualität der Daten über Ladestationen zu steigern. Um so auch E-Auto-Neulingen die Angst vorm Laden zu nehmen. Ganz interessante Ansätze, welche &Charge beinahe spielerisch umzusetzen vermag. Aber hör doch am besten selbst rein.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder zuhörst, wenn es rund um das Thema E-Mobilität geht. In der aktuellen Folge habe ich mittlerweile den Dauergast Simon Vogt, der wieder am Mikrofon ist. der uns ein wenig über &Charge erzählt, über die Fortschritte beim Wallbox-Sharing, über das Thema Ladestationen durch individuelle Nutzerdaten aufzuwerten, wo &Charge jetzt auch in Zusammenarbeit mit Hubcheck eingegangen ist, um das Ladeerlebnis der E-Autofahrer noch angenehmer zu gestalten. Und zum Ende der Folge unterhalten wir uns nochmal über Nachhaltigkeit durch gezielte Partnerschaften im lokalen Umfeld. Also nicht nur immer europaweit denken, sondern auch mal schauen, was direkt vor unserer Haustür sozusagen stattfindet. In diesem Sinne gehen wir direkt in die Folge. Viel Spaß mit dem Gespräch mit Simon. Servus Simon, vielen Dank, dass du dir mal wieder die Zeit nimmst, um mit uns über &Charge, euer Wallbox-Sharing und jetzt auch Datenpflege für die E-Mobilität zu sprechen. Wie schon so oft, darfst du dich eingangs nochmal kurz vorstellen und auch natürlich ein paar Worte über &Charge verlieren, dass unsere Ersthörer, Hörerinnen auch ein Bild davon haben, mit wem wir das Gespräch hier führen.

  3. Simon Vogt:

    Super, Sebastian, grüß dich. Freut mich mal wieder da sein zu dürfen. Das nimmt ja richtig gut Fahrt auf, auch bei dir. Deswegen ist das schon eine Ehre, hier mal wieder da sein zu dürfen. Genau, Simon Vogt, mein Name ist Simon, einer der drei Gründer von &Charge. Und wir haben eine Plattform geschaffen, mit der wir das Laden, gerade für E-Autofahrer, E-Autofahrerinnen, günstiger, zuverlässiger, aber auch erlebnisreicher machen. Und ein paar dieser Attribute können wir im weiteren Verlauf heute auch nochmal ein bisschen auflösen und mit Inhalt füttern.

  4. Sebastian:

    Sehr gerne. Magst du zuvor noch ein paar Worte verlieren, &Charge, für was ihr steht oder mit was ihr gestartet seid und wie ihr jetzt zum Wallbox-Sharing gekommen seid, dass wir da einfach auch nochmal einen kurzen Einblick haben?

  5. Simon Vogt:

    Ja, sehr, sehr gerne. Also ich glaube, das Thema Nachhaltigkeit ist uns auch ein sehr, sehr großes Anliegen. Wir sind also vor knapp zwei Jahren mit unserer Plattform gestartet, auch vom Tag 1 an klimaneutral und haben uns eigentlich angeschaut, welche Probleme gibt es denn noch beim Hochlauf der Elektromobilität aus Kundensicht gedacht, also sehr stark nutzergetrieben. Und ein großes Thema ist, nach wie vor der Ladepreis, die Höhe des Ladepreises gerade für öffentliches Laden. So haben wir also letztes Jahr im Januar das erste Bonusprogramm für kostenfreies Laden gestartet. Man kann also seine Bonuspunkte, die heißen bei uns Kilometer, für kostenfreien Ladestrom einlösen, bei diversen Einlösepartnern, Fahrstromanbieter sagt man. Und dann haben wir uns über die Zeit weiterentwickelt mit einer starken Community, viel Engagement, also viel Nutzerbeteiligung Bis hin dann vom öffentlichen in den privaten Bereich mit dem Wallbox-Sharing, was wir seit diesem Jahr auch relativ erfolgreich betreiben. Und damit haben wir wirklich auch ein schönes, rundes Angebot. Und vielleicht auch mal einen Nutzer zu zitieren, der uns mal das Schweizer Taschenmesser für ihn nannte. Also das heißt von günstiger Laden, öffentlich guten Daten bis hin zu teilbaren Wallboxen im privaten Bereich.

  6. Sebastian:

    Hört sich doch sehr gut an. Dann tauchen wir doch mal direkt in das Thema Wallbox-Sharing ein. Das hattest du damals bei uns schon so vorgestellt. Vielleicht magst du da auch nochmal kurz umreißen, um was es da geht, was Nutzer, E-Autofahrer sozusagen mit eurem Angebot da machen können und wie da der aktuelle Stand ist. Also einfach die Entwicklung seit unserem letzten Gespräch vielleicht.

  7. Simon Vogt:

    Ja, hat sich viel getan. Also wir merken ja, es ist wie so ein Schalter, den irgendwer umgelegt hat, wer auch immer. Wahrscheinlich so eine Mischung aus tatsächlich Regulatorik, aber auch geschärftem Bewusstsein bei den Nutzerinnen und Nutzern, was schön ist. Das heißt, das Wallbox-Sharing läuft auch massiv hoch. Wir gehen auf die 600 geteilten Ladestationen zu. Und ich weiß noch, ich glaube, bei unserem letzten Talk, weiß ich gar nicht mehr, waren wir irgendwie bei 150, 200? Ja, so bin ich nicht ganz täuscht. Hat sich wirklich schön entwickelt und es ist auch so ein organisches Wachstum. Das heißt, das ist wieder das Thema Mundpropaganda spricht sich rum. Das scheint irgendwie zu funktionieren mit &Charge. Was machen wir genau? Wir sind der Vermittler in der Mitte. Wir sind eine Plattform und wir bieten beiden Parteien, also demjenigen, der eine Wallbox besitzt, die Möglichkeit, diese einzustellen, zu vermieten, in Anführungsstrichen, zu teilen und demjenigen, der sucht, die Möglichkeit, eine zu finden und auch zu reservieren. Und das Schöne ist, was wir mit diesen Kilometern ja machen können, wie sie bei uns heißen, Die kann man zum einen ja für das Laden öffentlich nutzen, aber eben auch zum Abrechnen dieser geteilten Wallboxes. Das heißt, man kann mit seinen Endcharge-Kilometern da auch bezahlen.

  8. Sebastian:

    Sehr schön. Jetzt habt ihr euch da quasi auch schon immens weiterentwickelt, kriegt jedes Mal neue Nutzer mit dazu. Was sind für euch so die Learnings? Wie wird es denn angenommen von der Community? Was kriegt ihr für Rückmeldungen dafür?

  9. Simon Vogt:

    Ja, das Thema ist sehr, sehr spannend. Also es gibt eigentlich, man kann vielleicht, also kontrovers ist das falsche Wort, aber es gibt absolute Fürworter, die das auch tatsächlich sehr stark pushen über Mundpropaganda und auch nutzen. Also wir haben die Stationen auf der Plattform, wir haben aber auch abgerechnete Sessions. Das ist immer der Indikator dafür, dass sowas auch genutzt wird. Das heißt, Angebot und Nachfrage passen zusammen. Das ist ja immer wichtig für eine Plattform, dass man beides hat. Und nicht nur ganz viel Wallboxen, die nicht genutzt werden, dann wäre es nicht erfolgreich, aber wir haben auch Ladevorgänge und das relativ viele für den Status, wo wir gerade stehen im Projekt. Das funktioniert also wirklich gut und wir haben das auch bei uns in der Facebook-Gruppe, dass immer mal wieder sich dort die User auch aus- oder die Nutzer-Nutzerin dort austauschen können und ihre Ladegeschichten teilen oder dass sie wen getroffen haben, machen ein Foto. Und vielleicht vom Learning her, was wir sehen, wo stehen diese geteilten Ladestationen? Das ist ganz interessant, wenn man sich die Endcharge-Karte anschaut, merkt man, dass es überwiegend in ländlicheren Regionen ist, spricht für die These, dass aktuell natürlich privates Laden vielfach an Einfamilienhäusern möglich ist. Und wir haben mittlerweile schon so eine gute Abdeckung, dass man relativ gut durch die Republik kommt. Und das ist tatsächlich überwiegend der Fall bei Einfamilienhäusern und eher weniger in klassischen großen Städten, wo man wieder Tiefgaragen hat. Das gibt es sicherlich auch vereinzelt, mag vielleicht noch mehr kommen. Aber aktuell sehen wir vom Nutzerprofil her, dass es eher... des privaten Hauses. Und da kommen wir auch vielleicht zu der Kontroverse, aber nicht im Negativen, sondern wenn man auch mal selber mit meiner Mutter darüber diskutiert, die sagte, sie kann sich das gar nicht vorstellen, dass dann irgendwer Fremdes kommt zur Garage und dort auflädt. Es ist ja ein bisschen dieser Airbnb-Gedanke. Das heißt, die Nutzer haben wir auch, die sagen, nee, für mich ist das nichts, was auch absolut okay ist. Also wir haben ein Angebot geschaffen, das ist kostenfrei zu nutzen und das kann man ausprobieren, wenn es nichts ist. Und wenn es gut funktioniert, zum einen die Motivation, ich möchte der Community helfen oder aber ich möchte vielleicht auch ein bisschen was verdienen, dann bieten wir da gerne gute Lösungen und Möglichkeiten an.

  10. Sebastian:

    Das hört sich doch sehr gut an. Ja, vielen Dank. Schon mal auch interessant zu sehen ist vor allem, so wie du sagst, dass es dann in den ländlichen Regionen hauptsächlich vorzufinden ist. Klar, an einem Einfamilienhaus kann ich leichter eine Wallbox installieren als in einem Mehrfamilienhaus. Das ist ja auch bekannt sozusagen oder uns gerade, die näher in der Stadt oder du direkt in der Stadt wohnen, kennt das Problem ja sozusagen. Oh ja. Aber du hast jetzt gerade erwähnt, es ist rein theoretisch möglich, durch ganz Deutschland zu reisen mit eurem Wallbox-Sharing-Ladenetz sozusagen.

  11. Simon Vogt:

    Ja. Das ist richtig. Also kann man auch mal auf die Karte schauen, dann sieht man diese kleinen Items. Wir haben, man vielleicht kennt der ein oder andere, dieses immer nettes POE-Data, Point of Interest. Das ist immer bei Google so ein roter Punkt, so eine rote Stecknadel. Wir haben da unser &Charge-Herz, das Logo, und das kann man dann eben auch filtern über die Karte und sieht man dann relativ weit vorbereitet in Deutschland. Und wir sind natürlich auch in einigen anderen Märkten schon vertreten, noch nicht in der großen Masse, aber man findet auch in der Schweiz, in Österreich und sogar auch in Amsterdam, in den Niederlanden, die ersten geteilten Wallboxen, was ganz interessant ist zu sehen.

  12. Sebastian:

    Das ist ja schön, dass ihr da jetzt auch schon über die deutschen Grenzen hinaus sozusagen sich das entwickelt. Wahrscheinlich auch einfach getragen durch die Community und gar nicht durch aktives Marketing eurerseits, oder?

  13. Simon Vogt:

    Genau, also da sind wir immer sehr, sehr restriktiv. Das heißt auch grundsätzlich natürlich als Startup, wir sind restriktiv damit großen Marketingausgaben, sondern wir versuchen eher zu überzeugen. Es hört sich jetzt vielleicht ein bisschen pathetisch an, aber einfach durch gutes Angebot. Wenn man, ich sage mal, glaubwürdig ist und auch glaubwürdig, gut Mehrwert liefert, dann zahlt sich das letztlich aus. Die Nutzer sind dankbar, sprechen vielleicht mal über ihre Erfahrungen in YouTube-Kanälen, teilen das in Foren und so ist aktuell auch unser primäres Wachstum. Das heißt, es ist mehr wirklich eine Mundpropaganda oder die ein oder anderen uns wohlgesonnenen YouTuber, nenne ich sie mal, Influencer, die das dann mal aufgreifen und ihre persönlichen Erfahrungen tatsächlich noch teilen wollen.

  14. Sebastian:

    Ja, aber das ist doch schön, dass es dann so funktioniert. Das freut mich sehr. Also Wallbox-Sharing ist weiter auf dem Vormarsch. Ihr treibt das voran sozusagen. Jetzt habt ihr aber auch noch wieder eine neue Aufgabe sozusagen euch zugeschoben oder ausgesucht, wo wir wieder ja bei dem Schweizer Taschmesser sind. Ihr begebt euch jetzt mit Hubcheck zusammen an die Datenaufbereitung von Ladestationen sozusagen. Vielleicht magst du dazu ein paar Worte verlieren, was es damit auf sich hat.

  15. Simon Vogt:

    Sehr gerne. Also das Thema ist für LRDN je. Ich glaube, jeder, der Leads geladen hat, der kennt das Thema mit den Daten. Also da geht es um so ganz banale Dinge, dass die Station nicht genau da steht, wie es eigentlich das Navigationssystem sagt oder auch die Straße, die dort angegeben ist. Das kommt noch relativ häufig vor. Dann gibt es aber auch so Themen wie, in welchem Zustand ist die Station? Ist die überhaupt zuverlässig? Was kann ich da in der Umgebung machen? Also die beiden Themen einmal Zuverlässigkeit, aber auch um, ich sage mal, Aufenthaltsqualität. Das sind eigentlich so diese beiden großen Themen, die jetzt natürlich die breite Masse beschäftigen. Ich sage mal, die klassischen Immobilisten, wie wir sie alle heute noch sind, wirklich auch Pioniere, Die sind eigentlich, ich sage mal, so ein bisschen MacGyver-mäßig. Die haben verschiedene Ladekarten, die wissen, wie man eine Station auch startet, wenn es einen Defekt gibt oder die wissen, wo sie steht, wenn die Geodate nicht richtig ist. Also was ich sagen will, die wissen sich zu helfen. Jetzt kommt eine neue Nutzergruppe mit rein, mit dem Hochlauf der E-Mobilität. Diejenigen, die aktuell vielleicht noch Verbrenner fahren, das kennen ganz einfach, ich fahre zur Tankstelle, ich tanke und muss mich mental nicht anstrengen, kommen jetzt in den Bereich des öffentlichen Ladens. Und es ist nicht mehr so schlimm wie vor ein paar Jahren sicherlich, aber wir haben halt eben diese Herausforderung, falsche Geopositionen, Verschmutzungen, Vandalismus, fehlende QR-Codes. Also da sind sehr, sehr viele Themen, die einfach passieren können. Und wir haben jetzt... versucht eben mit unserem Gamification-Ansatz eigentlich schon vor zwei Jahren im Kleinen mal anzufangen, also indem wir Fotos erfassen von Ladestationen, aber sehr, ich sage mal, strukturiert Fotos, vier Stück pro Ladeort. Und diese Fotos liefern wir auch schon an Fahrsturmbieter aus. Das heißt, die können einfach damit ihre Daten verbessern Und auch schon dem Nutzer sagen, hey, schau mal, da ist die Einfahrt, da kannst du vielleicht parken, dass man einfach ein bisschen dem Nutzer die Angst nimmt, was erwarte mich am Ladeort. Das haben wir jetzt erweitert, diesen Mechanismus, insoweit, dass wir am Ladeort ganz viele verschiedene Datenpunkte erfassen, Feedback erfassen vom Nutzer. Wir gehen dann noch viel weiter, als man das von Google kennt oder auch von anderen Plattformen. Da geht es darum, das Ladeerlebnis zu bewerten, zu sagen, mit welchem Fachschulanbieter hat man sich denn da eingecheckt? Was hat man während des Ladens gemacht? Was kann man empfehlen? Was war gut, was war schlecht? Also ein richtig umfassender Datensatz zu einer Ladestation. Das sammeln wir bei uns. Dafür gibt es in Teilen Dann auch, entweder kann man im Level hochsteigen, Stichwort Gamification, oder man kann, da komme ich gleich nochmal kurz zu, auch sich den einen oder anderen Bonuspunkt in Kilometer verdienen. Und das Schöne ist jetzt, dass diese Daten nicht nur einfach bei uns schlummern und die Nutzer fleißig da liefern und es passiert nichts, sondern die Daten geben wir weiter mit der Hubcheck-Kooperation. Da sind wir wirklich sehr stolz und glücklich. Da ist jetzt wirklich sichergestellt, die Daten gehen weiter, denn Hubcheck ist vielleicht nicht allen bekannt, aber ist der größte Roaming-Anbieter der Welt so gesehen, vernetzt ganz viele Ladestationen miteinander und liefert auch Daten an Navigationshersteller, aber auch an Fahrstromanbieter oder Ladestationsbetreiber. Und da werden wir und unsere Daten einen Teil, einen großen Anteil eben haben, um das Laden einfach zu verbessern, die Qualität des Datensatzes zu verbessern und das führt einfach wirklich zu ich sage mal, einem Ladeerlebnis beziehungsweise einfach auch dazu, dass Laden Spaß macht und einfach auch ein Stück weit so einfach vonstatten geht, wie das Tanken heute und die Ängste dort verschwinden.

  16. Sebastian:

    Ja, definitiv ein guter Ansatz, den ihr da verfolgt, diese Ladeangst da auch zu nehmen sozusagen durch die Informationen, die bereitgestellt werden. Und ich glaube, es ist auch gut, dass ihr sagt, ihr erfasst diese Informationen direkt von E-Autofahrern, weil die haben da ja auch einen anderen Blick drauf, als wenn du da jetzt einen Mitarbeiter von dem Unternehmen vor Ort hinschickst sozusagen, der vielleicht gar nicht so diese Bindung zur E-Mobilität hat. Ich denke, das könnte ja auch ein Grund dafür sein, warum man dann eher diesen Weg geht.

  17. Simon Vogt:

    Ja, absolut. Und was wir halt auch daran mögen, ist dieses Community, was man so oft sagt. Also quasi von Nutzern für Nutzern und das sagst du genauso, die haben da ein ganz spezielles Auge, weil die Nutznießer aber im Zweifel auch diejenigen sind, die eben nicht davon profitieren, wenn sich nichts ändert. Und da kriegt man einfach auch tolle Rückmeldungen zurück. zu generell dem Zustand der Ladeinfrastruktur. Und ich glaube, was man hier schon mal teasen kann, wir hatten das kurz im Vorgespräch, wir sind auch da in Kooperation mit Ladestationsbetreibern, die auch nochmal sehr explizit Feedback bekommen zur Infrastruktur und da auch wirklich den Kunden mit einbeziehen. Und ich denke, das ist auch eine schöne Geschichte, ein schönes Zeichen, Qualität auch zu leben, indem der Kunde Teil der Qualität ist. Weil ich denke mal, einen besseren Indikator kann man eigentlich gar nicht haben, als wirklich Feedback aufzusaugen. Und trotz Wachstums- oder Wachstumsschmerzen, die auch wir haben, versuchen wir wirklich sehr nah am Kunden zu sein. Also auch wirklich zu verstehen, was sind denn die Bedarfe, wo hakt es noch. Man kann auch beispielsweise noch neue Ladestationen hinzufügen. Das ist auch mal wieder der Klassiker. Kriegen wir regelmäßig E-Mails, ja, ihr habt die und die Stationen, die fehlen noch, die finde ich in keiner App. Das heißt, auch solche Datensätze werden wir künftig erfassen und auch gerne allen, die Interesse haben, eben über die Hubcheck-Kooperation beispielsweise zur Verfügung stellen können.

  18. Sebastian:

    Das ist ja auch gut, dass ihr das sozusagen mit anbietet, dass da auch komplett neue Ladestationen erfasst werden, weil manchmal sind die vier mehr tatsächlich nicht so schnell dann, dass die gleich auf den gängigen Karten sozusagen auftauchen. Dieses nah am Kunden sein, das ist ja jetzt auch nicht nur für den Kunden für euch relevant, sondern ihr seid ja auch nicht nur, ich sage mal, Deutschland, Österreich, Schweiz unterwegs, sondern ihr wollt auch im Lokalen nah sein zueinander sozusagen und baut auch da gezielt Partnerschaften auf. Im Vorgespräch hattest du mir gesagt, dass ihr jetzt mit den Stadtwerken Pforzheim da auch zusammen geht oder zusammenarbeitet. Vielleicht magst du da noch ein paar Worte dazu verlieren.

  19. Simon Vogt:

    Ja, auch danke für den Trigger. Das ist genau, ich glaube, immer bei uns dieser Zweiklang. Natürlich, Elektromobilität findet weltweit statt. Wir haben uns jetzt mal in der Vision Europa gesetzt und sind auch in einigen Märkten. Aber auf der anderen Seite ist uns auch dieses regionale Wichtig eben auch, weil regional auch irgendwie Nachhaltigkeit bedeutet. Also das heißt, regionale Partner zu unterstützen, regionale Shops zu unterstützen und nicht nur ganz, ganz viel E-Commerce zu machen, Online-Shopping. Und wir sind seit längerem mit einigen Stadtwerken oder man sagt auch EVUs, Energieversorgung in Kooperationen, um mal vielleicht die Rheinenergie auch zu nennen, die Maingau als erste Partner unterstützt. Wir konnten jetzt die Stadtwerke Pforzheim auch gewinnen mit ihrer Autostrom-App, was uns riesig freut. Und das Interessante ist, es gibt ja ultra viele Stadtwerke in Deutschland und die alle irgendwo auch an der E-Mobilität partizipieren wollen. Und da sehen wir, dass wir auch ein ganz schönes Angebot schaffen können für dieses Stadtwerk, für das EVU, die Position im Netzgebiet zu steigern und einen schönen Mehrwert für den Nutzer zu liefern. Und vielleicht da noch ein letzter Halbsatz, war vor zwei Wochen, hatte die Möglichkeit, auf einem Innovationsworkshop zu sein, ganztägig in Köln mit 20 Stadtwerken ungefähr aus ganz Deutschland. Und war auch sehr überrascht, also sehr, sehr innovativ sind sie rangegangen, nach neuen Möglichkeiten gesucht, nach neuen Produkten, nicht nur eine Wallbox anzubieten, sondern vielleicht auch ein Sharing dazu anzubieten. Nicht nur einen Stromvertrag, sondern vielleicht auch ein schönes Bonusprogramm oder auch den lokalen Partner mit einzubinden. Also da sind wir auch, das heißt einmal auf Ebene Europa eine gute Möglichkeit, das weiterzutreiben, aber auch gerade regional und da ist noch sehr, sehr viel Potenzial tatsächlich hier in Deutschland.

  20. Sebastian:

    Das glaube ich. Aber dann ist es ja schön oder umso schöner, dass es so Startups-Unternehmen wie euch gibt, die das dann da im lokalen, regional vorantreiben und dann trotzdem das große Ganze, so wie du gesagt hast, Fokus auf Europa, dennoch im Blick behalten. Ich glaube, da hast du uns mal wieder einen ganz guten Abriss gegeben, was bei EnchargeC die letzten Wochen und Monate passiert ist. Das nehmen wir jetzt einfach mal so mit. Bin gespannt, ob unsere Hörerinnen und Hörer auch auf euer Angebot zurückgreifen und dann die eine oder andere Ladestation oder Daten dazu erfassen. Passende Links gibt es natürlich wie immer in den Shownotes. Und dir vielen Dank für deine Zeit, Simon.

  21. Simon Vogt:

    Das wäre super. Vielen, vielen Dank und auch danke in die Runde. Und ja, wir freuen uns fleißig über weiter fleißige Beteiligung an der Plattform. Vielen Dank.

  22. Sebastian:

    Bis dahin.

  23. Simon Vogt:

    Tschüss. Bis dahin.

  24. Sebastian:

    Tschüss. So schnell geht also die Zeit vorbei, wenn man angeregte Gespräche führt. Ich fand es heute wieder ultra interessant, was Simon uns für Einblicke gegeben hat, wie sich das Wallbox-Sharing bei &Charge entwickelt, wohin die Reise mit der Datenanreicherung im Bereich der E-Ladeinfrastruktur geht. Und ja auch eben diese lokalen Zusammenarbeiten, Kooperationen, die die E-Mobilität dann im Kleinen und somit auch im Großen in Summe voranbringen. Wenn dir die aktuelle Folge gefallen hat, kannst du bei uns gerne im Portal vorbeischauen. Dort gibt es wie immer weiterführende Links und Informationen. Und ansonsten freue ich mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest bei der nächsten Folge des elektroautonews.net Podcasts. Mach's gut, bis dahin, ciao.