Notwendigkeit zu Innovation: SAP's Lösung für E-Dienstwagenflotte

Im Gespräch mit Sebastian Wagner von SAP

In der aktuellen Folge unseres Podcasts habe ich Sebastian Wagner zu Gast, Senior Product Specialist bei SAP, im Umfeld Ladeinfrastruktur und dazugehöriger Managementsysteme. Mit ihm habe ich mich gemeinsam über die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte bei SAP unterhalten, mit Schwerpunkt auf Ladeinfrastruktur-Managementsysteme, die man im eigenen Haus, aus der Not heraus. Denn es wurde eine Lösung für die eigene Flotte gesucht, die immerhin 25.000 bis 27.000 Fahrzeuge umfasst, dementsprechend auch eine gewisse Größe mit sich bringt bei einer konsequenten Umstellung auf reine E-Mobilität.

Diese Ladeinfrastruktur-Managementsysteme, die man geschaffen hat, wurden jetzt in die SAP-Cloud eingebettet und stehen somit den eigenen Kund:innen zur Verfügung.Genau darüber habe ich mich mit ihm unterhalten, wo diese Software zum Einsatz kommen kann, wer sie nutzt und wo Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt werden. Die Podcast-Folge war ein erster Aufschlag mit SAP. Wir werden auch in fortführenden Teilen tiefer in das Unternehmen eintauchen. Dir vorab schon einmal vielen Dank fürs Zuhören. Und jetzt geht’s direkt rein in das Gespräch mit Sebastian. Viel Freude damit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit Themen aus der Welt der E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Sebastian Wagner zu Gast, seines Zeichens für die SAP tätig. Mit ihm habe ich mich gemeinsam über die Dienstwagenflotte, die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte bei SAP unterhalten, mit Schwerpunkt auf Ladeinfrastrukturmanagementsysteme, die man im eigenen Haus geschaffen hat, aus der Not heraus, um eben eine Lösung für die eigene Flotte zu haben. die zumindest immerhin 25.000 bis 27.000 Fahrzeuge umfasst, dementsprechend auch eine gewisse Größe mit sich bringt bei so einer Umstellung auf reine E-Mobilität. Und diese Ladeinfrastrukturmanagementsysteme, die man geschaffen hat, wurden jetzt in die Cloud eingebettet, in die SAP Cloud-Lösung und stehen somit den eigenen Kunden, Kundinnen zur Verfügung. Und genau darüber habe ich mich mit ihm unterhalten. wo diese Software zum Einsatz kommen kann, wer sie nutzt und wo Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt werden. Es war ein erster Aufschlag mit der SAP. Wir werden auch in fortführenden Teilen tiefer in das Unternehmen eintauchen. Dir vielen Dank fürs Zuhören schon mal vorab. Und jetzt geht es direkt rein in das Gespräch mit Sebastian Wagner. Viel Freude damit. Hi Sebastian, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über E-Mobilität und Ladeinfrastruktur bei SAP unterhalten. Wir wollen den Einstieg über die Dienstwagenflotte gehen, die euch ja auch dazu bewogen hat, weil es eben ein ganz großer Hebel ist für die CO2-Reduktion, sich näher mit der E-Mobilität zu beschäftigen. Bevor wir da allerdings einsteigen, weil du da auch schon deine Erfahrungen in dem Umfeld gesammelt hast, stell dich doch unseren HörerInnen gerne mal selbst vor.

  3. Sebastian Wagner:

    Hi Sebastian, vielen Dank für die Einladung und sehr gerne auch eine kurze Intro zu mir. Also ich bin jetzt seit meinem Berufseinstieg die letzten zehn Jahre in dem Bereich erneuerbare Energien und vor allem schwerpunktmäßig dezentrale Energiemanagementsysteme unterwegs und bin dadurch jetzt auch die letzten vier Jahre vermehrt mit dem Thema Elektromobilität in Berührung gekommen, weil, wie du ja selber weißt, Vor allem im Heimbereich, aber natürlich auch, sage ich jetzt mal, im gewerblichen Kontext spielt natürlich auch immer das Thema Einbettung in lokale Energiesysteme der Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle. Vor allem bei der CO2-Reduzierung werden wir heute auch noch darüber reden, wie lade ich das Auto. So neue Schlagworte kommen rein, Photovoltaik in Verknüpfung mit der Elektromobilität, habe da meinen Schwerpunkt gefunden. war für mehrere Startups tätig im Münchner und Berliner Raum und jetzt seit drei Jahren glücklich bei der SAP im Cloud-Bereich tätig und freue mich auf das Gespräch.

  4. Sebastian:

    Ich mich auch und wir hatten ja gesagt oder im Vorgespräch kam eben die Rede drauf, dass SAP so ungefähr um die 25.000 bis 27.000 Autos in der Flotte hat. Also schon eine Ansage, muss man ganz klar sagen und damit aber auch ein großer Hebel, um CO2 zu reduzieren. Das habt ihr meines Wissens nach auch relativ früh erkannt und habt daraus eure Rückschlüsse auch gezogen. Ich sage jetzt mal Stichwort SAP Lab in France.

  5. Sebastian Wagner:

    Genau, also wir hatten so circa, nagel mich nicht fest, aber müssen jetzt zehn Jahre sein, angefangen eben in Frankreich. in der Umgebung der SAP Labs, wie sich das generell bei uns nennt, damit angefangen, wie kann ich eine Dienstwagenflotte vollelektrisch betreiben. Auch mit den Sachen, die du natürlich erwähnt hast, was damit einhergeht, dann auch im Reporting CO2-Reduzierung feststellen. Also wirklich Tracking und Analytics. In dieser Richtung, aber natürlich haben wir uns zwangsläufig dann auch mit dem Thema Ladeinfrastruktur auseinandergesetzt, ja, weil wie du weißt, mit dem Elektroauto ändert sich ja auch ein bisschen so diese Sichtweise auf das Tanken, sage ich immer, ja, mit dem Laden am Arbeitsplatz, Laden zu Hause oder das Laden unterwegs, ja, und haben dann, wie du es ja erwähnt hast, auch in Frankreich damit angefangen, Prototypen im Bereich Ladestationsmanagementsystem zu bauen. haben dann die Ladepunkte am Arbeitsplatz und auch teilweise zu Hause bei den Mitarbeitern mit unserer Software betrieben. Natürlich auch mit dem ganzen Thema, was damit einhergeht, Erstattung von Tankkosten, Ladekosten und vielleicht letzter Satz noch dazu, bevor wir da tiefer reingehen, auch immer schon die Verknüpfung zu den Erneuerbaren gesucht. Also wir haben mal in Frankreich gerne in Sofia Antipolis oder auch in den anderen Standorten vorbeifährt, der wird sehen, wir haben dort natürlich auch überall Photovoltaik auf den Dächern und versuchen dann natürlich auch mit der Arbeitskurve die Sonnenkurve zu verknüpfen. Und spannendes Feld, ja. Und mit den Prototypen sind wir jetzt natürlich auch in die Standardentwicklung reingegangen, wo wir halt wahrscheinlich noch auch drüber reden würden.

  6. Sebastian:

    Genau, also man kann schon sagen, von sich aus, ihr seid oder ihr habt begonnen mit dieser Entwicklung, dieses Prototypen. Ladestationmanagementsystem sozusagen aus eigener, aus eigenem Antrieb heraus, weil ihr gesehen habt, okay, ihr müsst auf, oder ihr stellt auf E-Autos um, das auch konsequent und müsst natürlich das Ganze auch ein Stück weit handeln. Gutes Stichwort war ja deinerseits alleine schon Erstattung, Ladekosten, Abrechnung im Personalwesen.

  7. Sebastian Wagner:

    Genau und wir hatten natürlich auch unmittelbar den Bedarf gesehen, du weißt es, mit Software, die sich verknüpft zu Ladestationen, ist es halt auch immer gut getan, wenn man dann vor Ort, wie in den Labs, also Labor, sagt ja schon der Name, dann auch die Hardware physisch testen kann und natürlich auch ein Auto sozusagen, das dahinter hängt. um dann wirklich auch die Durchgängigkeit der Daten sozusagen sicherzustellen. Das heißt, wir haben auch, würde ich sagen, zumindest alle gängigen Hersteller von Wallboxen schon mal am Stecker gehabt, sage ich immer. Und natürlich auch, Stichwort Open Charge Point Protokoll, dann auch das Protokoll hinter dem Laden. Dann natürlich auch immer die Blickwinkel von unseren Kunden im Auge, dass natürlich auch die Verknüpfung der Ladestation mit einem Ladestationsmanagement-System dann möglichst schmerzfrei, sage ich immer, auch vonstatten geht. Das heißt, wenn ich dann so eine Wallbox installiere, dann sollte sie sich auch möglichst, sage ich jetzt immer, komplikationsfrei mit dem Ladestationsmanagement-System verbinden, wie unser Router zu Hause. Ja, dann stelle ich hin, mache ihn an und funktioniert. und deswegen hatten wir da echt auch sehr viele Erfahrungen gemacht, kennst du ja selber, wir sind jetzt zwar im Ausstieg der Elektromobilität, aber es ist ja ein wachsender, schnell wachsender Markt, testen, bestmögliche Ladeerlebnisse für unsere Kunden gewährleisten, zusammen mit dem Hardwarelieferanten, machen wir jetzt auch in einem Zertifizierungsprogramm, viele Hersteller sind auch zertifiziert bereits, Und ist eine coole Sache, sage ich. Und bleibt auch im Dialog mit dem Hardwarehersteller.

  8. Sebastian:

    Kann ja an sich auch nur gemeinsam funktionieren, so wie du eben ja schon selbst ausgeführt hast. Wir sind ja in einem sehr schnell, sehr stark wachsenden Markt. Wir waren beide auf der Power to Drive Mitte Juni unterwegs, haben da glaube ich gesehen, was der Markt bereithält und müssen daraus eben auch die richtigen Schritte anziehen, so wie ihr das auch macht. Das heißt aber für mich nur nochmal, oder für diejenigen, die das jetzt auch so wie ich zum ersten Mal hören von dem SAP Lob in France, ihr habt dann tatsächlich dort vor Ort mehrere Ladestationen immer mal wieder installiert, die ihr angeschlossen an euer Ladestation-Management-System und testet dann auch mit physisch vor Ort, also mit E-Fahrzeugen, die dort stehen, eben diesen ganzen Prozess.

  9. Sebastian Wagner:

    Also es war so eine stetige Lessons-Learned-Veranstaltung, sage ich immer, mittlerweile. Ich will mich jetzt nicht ganz aus dem Fenster lehnen, aber sollte die französische Dienstwagenflotte fast voll elektrisch laufen und natürlich gehen wir auch in den anderen Länderorganisationen voran, Deutschland, Österreich, global eben auf Elektromobilität umzustellen. Und jetzt, warum ich dann immer auch von dir zum Beispiel gefragt werde, das Ladestationsmanagementsystem ist halt ein bisschen so das Bindeglied. Weil viele Fahrzeuge werden halt mal am Arbeitsplatz oder zu Hause beim Mitarbeiter geladen. Natürlich öffentliches Laden, ich war jetzt auch gerade mit der Familie hier in Italien, spielt auch beim Laden, sage ich jetzt mal, unterwegs eine Rolle. Aber natürlich Arbeitsplatz und Zuhause laden ist schon sehr ausgeprägt, muss man sagen.

  10. Sebastian:

    Ja, das sagen ja auch die meisten Studien oder Bewertungen, die es gibt, dass ungefähr 80% der Ladevorgänge tatsächlich dann eben auch daheim oder am Arbeitsplatz stattfinden. Von daher ist es ja auch sinnvoll, dorthin zu entwickeln, wo man die größere Masse sozusagen erreicht. Jetzt habt ihr dieses Ladestation-Management-System ja auch für eure eigenen Anforderungen entwickelt. Das ist jetzt meinem Verständnis nach auch schon im Produktiveinsatz sozusagen.

  11. Sebastian Wagner:

    Ganz einfach kann sich der Zuhörer vorstellen, was haben wir gemacht. Wir haben den Prototypen sozusagen einmal geklont und machen jetzt ein Standard-Cloud-Produkt heraus. Das Ganze läuft auf der Cloud-Plattform der SAP, also ist wie gesagt eine reine Cloud-Anwendung, Business-Technology-Plattform und kommt sowohl jetzt produktiv bei unseren Kunden zum Einsatz, also kann man sich jetzt auch den Dienstwagenbetreiber XY vorstellen, Aber natürlich auch Betriebsführer von Ladeinfrastruktur, also der CPO, auf Neudeutsch sage ich immer, ist natürlich auch ein Anwendungsgebiet und eine Kundengruppe, die sich jetzt gerade auch neu erschließt. Thema Betrieb von Ladeinfrastruktur dann bei Drittanbietern. Das heißt, der CPO kann dann wiederum beim Endkunden auch mit unserer Ladesoftware-as-a-Service-Dienstleistungen beziehen und relativ einfach wirklich über ein Lizenzmodell, das wirklich Ladestecker-basiert ist, eben auch Subskriptionen bei uns kaufen und dann sein Servicegeschäft machen.

  12. Sebastian:

    Und das passiert aber nicht unter einem White Label sozusagen, sondern ihr seid da auch klar sichtlich als SAP.

  13. Sebastian Wagner:

    Bei den Cloud-Produkten, ohne da jetzt so tief einzusteigen, White Label ist natürlich immer auch eine Frage von der Größe des Projektes. Es kommt auch immer ein bisschen darauf an, Sebastian, was der Endanwendungsfall ist. Viele Kunden sagen, hey, ich lagere das aus an den Drittanbindern wie den Chargepoint Operator. Ich brauche nicht Zugang auf das System haben. Ich zahle eine monatliche Servicegebühr. Ja, mach. Es gibt natürlich welche, die sagen, hey, unser Facility Management hätte gerne Zugriff darauf, weil wenn es einen Störfall gibt, ist halt der Hausmeister sozusagen der, der am nächsten am Sicherungskasten sitzt, sage ich immer. Von daher gibt es da unterschiedliche Kundenausprägungen. Natürlich versuchen wir, bei Cloud-Produkten möglichst schnell zu releasen. Also wir releasen jetzt wirklich zwei wöchentlich für unsere Kunden. Die Kunden können natürlich auch unsere Roadmap beeinflussen mit ihren Anforderungen, die sie haben. Und von daher hängt es dann immer ein bisschen ab von der Größe des Kundenprojektes. Aber natürlich sind da alle Ausprägungen denkbar. Wir sind ein Softwarehaus.

  14. Sebastian:

    Und als Softwarehaus zieht ihr ja auch den großen Vorteil, dass ihr eben in dieser SAP-Umgebung, in der SAP Cloud unterwegs seid. Wenn ich jetzt mal überlege, ich setze das in einem Unternehmen ein, ich habe früher selbst für eine kleinere Flotte sozusagen die Oberhand gehabt oder die Oberhand darauf. Wir haben mit SAP schon gearbeitet, sprich ich habe ja eigentlich all die Vorteile, weil durch die Tiefenintegration im System drin ist ja auch so ein Thema wie Personalabrechnung oder Abrechnung der E-Autos aufs Personal auch einfacher oder sehe ich das falsch?

  15. Sebastian Wagner:

    Ich sage immer gerne vorweg, weil ich mache immer ungern dann eine Werbeveranstaltung für SAP. Wir haben offene APIs, also Schnittstellen. Wenn der Kunde die Daten anderweitig verarbeiten will, sei es in einem ERP- oder CRM-System, dann steht das offen. Also alle Ladedaten, die am Ladecontroller anfallen, die gehören auch dem Kunden oder kriegt er. Aber du hast es schon so indirekt ein bisschen angesprochen, wo wir halt versuchen, ein bisschen unsere Wettbewerbsfähigkeit zu betonen. Die Konkurrenz ist ja auch groß, sage ich jetzt mal, ist genau in diese SAP-Prozesse zu integrieren, sei es jetzt. im klassischen ERP, also wie kommt der Laden am Arbeitsplatz, Ladevorgang wieder zurück zum Mitarbeiter, sei es finanziell und auch in der Buchungslogik oder beispielsweise, ich sage jetzt nur eine Ausprägung, im Retail, wie kann ich so eine komplette Customer Journey dann auch eingänglich machen aus Sicht eines Retailers und das beginnt ja ganz vorne, wir beide, Sebastian, wollen zum Supermarkt fahren, wir brauchen Ladestecker, Wir brauchen eine Ladekarte. Also jetzt mal ganz hoch angesprochen, da versuchen wir halt dann immer auch unseren Wert beim Kunden und bei unseren Bestandskunden zu heben.

  16. Sebastian:

    Und der Retail-Kunde, das ist auch so ein typischer Endkunde für euch, an dem ihr eure Ladelösung oder eure Ladestationsmanagementslösung dann eben auch weiterbringt? Oder was sind so die Kunden-CPOs, habe ich jetzt schon verstanden, die auch teilweise darauf setzen, dass du uns da ein Stück weit abholst?

  17. Sebastian Wagner:

    Vorrangig sind es wirklich jetzt schwerpunktmäßig, wenn ich jetzt eine Auswertung machen würde, die Betreiber. Dadurch, dass das Thema eben noch im Wachsen ist. Es gibt jetzt schon einen größeren oder größere Retailer, die natürlich auch eigene Kompetenzzentren mittlerweile haben für das Thema Elektromobilität und dann auch versuchen natürlich hier über eigene Software-Ressourcen das auszuprägen. Aber schwerpunktmäßig sind die Betreiber dann letztlich die, die auch dann die Verknüpfung ins Retailgeschäft schaffen müssen. Und deswegen ist Retail bei uns eine interessante Zielgruppe. Wir legen jetzt gerade los mit den ersten auch Pilotkunden in dem Bereich, haben jetzt auch in Waldorf im Headquarter einen Smartstore, also das muss man sich vorstellen, das ist der Supermarkt der Zukunft. und das auch mit dem Thema Ladeinfrastruktur verknüpft. Also das heißt, wie kommt dann auch aus der Kundenerlebnissicht des Retailers der Ladevorgang dann beim Endkunden, das heißt der, der in den Supermarkt mit dem Elektrofahrzeug fährt, dann auch rüber als eingängiger Prozess genommen. Und da ist es dann eher, sorry, letzter Satz, eher vorne im CRM, also wirklich im Kundenmanagement-System gewichtiger als hinten im ERP-System. Natürlich letztlich, das weißt du ja auch Sebastian, du hast es ja erwähnt, in dem Bereich gearbeitet, Wir kommen oder über die Verbuchungslogik und über, sage ich jetzt mal, die Verrechnungsvorschriften kann sich ja keiner hinwegsetzen, von daher irgendwann kommt es hinten auch wieder im ERP an und da ist sozusagen ein sehr großes Feld aktuell und kämpfen uns da so gut wie es geht voran.

  18. Sebastian:

    Ja, ich denke da, so wie du ja auch schon eingangs gesagt hast, da werden ja auch immer wieder neue Herausforderungen auf euch zukommen durch verändertes Marktumfeld sozusagen, auch gegebenenfalls mit Regularien, die da greifen oder neu gestaltet werden. Das heißt aber jetzt, um kurz auf diesen Smart Store einzugehen, der ja als Blaupause dann auch ein Stück weit wieder dient, um das Ganze kennenzulernen. Ihr blickt dann dort aber auch schon auf die CRM-Sicht. Wie kann ich meine Kunden dann ein Stück weit binden? Wie kriegt mein Retail-Kunde eben nicht nur die Abrechnung sauber hin, sondern wie können wir das auch entsprechend tief integrieren, damit er seine Kundenbindung hat?

  19. Sebastian Wagner:

    Also es geht dann wirklich Richtung Kundenbindung letztlich. Also wie kann ich die Ladeinfrastruktur sozusagen benutzen als Kundengewindungs- und Kundenbindungsinstrument, also eher ganz vorne. Und das geht dann los bei der App. Ich finde die Ladestation, buche meinen Ladeplatz und kann dann beispielsweise auch mit meiner XY Retail Kundenkarte bezahlen und mich authentifizieren. Ich habe jetzt neulich, letzte Woche war es, einen interessanten Artikel. in der Zeitung gelesen, irgendwie das unbekannte Auto möchte am Supermarkt abgeholt werden, das liest man jetzt auch mehr, wenn die Karten dann, wenn die Ladepunkte des Retailers halt im Roaming hängen, kann halt auch der Roaming-Fahrer kommen, der nicht in den Supermarkt geht und vielleicht dann ins Geschäft daneben, ja, man munkelt, ja, also da ist ja auch noch viel Luft nach oben, also Stichwort auch nochmal wachsender Markt, da ist wirklich sehr viel Luft für Innovation zusammen mit dem Kunden und also Prägung von marktfähigen Neuentwicklungen auch gerade für uns drin und das macht auch sehr viel Spaß.

  20. Sebastian:

    Das glaube ich und das geht ja auch wieder einher mit dem zweiwöchentlichen Rhythmus, den du ja vorhin genannt hast, dass ihr schon relativ schnell auch Neuheiten dann da updated rausbringt sozusagen und auch mit dem Markt wachst.

  21. Sebastian Wagner:

    Für die Zuhörer vielleicht nochmal, wir haben jetzt relativ viel Entwicklungskapazität natürlich verwenden müssen, weil du kannst dir vorstellen, wie mache ich aus einem Prototypen aus Frankreich jetzt eine weltweit lauffähige Cloud-Lösung mit, wenn ich nur mal an Browser-Sprachen denke und Sprachen bis hin zu unterschiedlichen Schriften, bis hin zu unterschiedlichen Security- und Compliance-Vorschriften, da muss man schon die einen oder anderen Bretter bohren. Das hat uns natürlich auch bei den wie ich es immer sage, coolen Features zurückgeworfen, aber viele der großen Kunden legen halt sehr viel Wert bei uns und ich sage jetzt mal, als Cloud-Standardprodukt kann ich ja gar nicht unter diesen Qualitätsstandards releasen, weil es gar nicht durchgehen würde, Thema Security und so weiter. Wenn dann jemand schreit und was passiert, dann kann dann auch immer ziemlich viel schief gehen, sage ich jetzt mal, weil wir alle wollen ja auch nicht, jetzt hier irgendwie nachvollziehbar getrackt werden, wann haben die Sebastians wo geladen, also von daher versuchen wir halt wirklich, also nicht versuchen, müssen wir die Sicherheitsstandards halt einhalten und das hat natürlich erstmal viel Zeit gekostet, aber Wir haben langen Atem und kommen jetzt mit vollem Speed zurück, sage ich jetzt mal.

  22. Sebastian:

    Das hört sich ja sehr gut an. Jetzt noch, du hast die coolen Features angesprochen, jetzt wollen wir zumindest mal so einen Ausblick drauf haben, was man darunter verstehen kann, was vielleicht dann noch auf die Straße gebracht wird von euch.

  23. Sebastian Wagner:

    Genau, also was wir jetzt an coolen Features planen, ist natürlich in das Thema Richtung Tarif und Billing Management, also Wer die SAP jetzt nicht so gut kennt, aber was wir können, wir können wirklich hochvoluminöse Tarife abrechnen mit großen Transaktionsdaten und schielen jetzt schon auch dann eher Richtung E-Mobilität Service Provider nach. Also für den Endkunden, was meine ich, ich hole mir eine Ladekarte, zahle eine Einmalgebühr von 9 Euro, habe dann transaktionsbasierte Kilowattstunden-Tarife und jetzt kommen ja auch immer mehr die Blockiergebühren, sage ich jetzt mal, oder solche Strafgebühren, weil die Ladepunkte, ich habe es jetzt selber wieder in Italien gesehen, es wird jetzt langsam knapp am Laden. Und was wir alle nicht wollen, ist unnötig belegte Lader. Wie geht es meistens über finanzielle Anreize, das heißt dann Blockiergebühren und was auch immer dahinter kommt, sowas können wir sehr gut anpacken und zielen da natürlich auch sehr groß drauf. in den Energieversorgerbereich rein, weil diese Prozesse, da sind wir schwerpunktmäßig unterwegs und da finde ich es halt dann auch, wo wir als SAP den Impact haben können und auch den Markt vielleicht auch nochmal mitbestimmen und revolutionieren können.

  24. Sebastian:

    Sehr, sehr spannend. Vielen Dank für die Einblicke, Sebastian. Das nehmen wir jetzt erstmal alles so mit. Wir haben ja schon ausgemacht, dass wir uns in Waldorf dann mal vor Ort sehen und da das Ganze vielleicht nochmal ein Stück weit vertiefen und ich schaue, was an Fragen aufkommt, die werde ich dir dann dort stellen.

  25. Sebastian Wagner:

    Immer gerne, Sebastian. Du bist immer in Waldorf oder in München willkommen und ich freue mich auf den gemeinsamen Weg, den wir ja weiterhin beschreiten werden.

  26. Sebastian:

    Auf jeden Fall. Bis dahin. Mach's gut.

  27. Sebastian Wagner:

    Danke dir. Ciao.

  28. Sebastian:

    Das war sie mal wieder, eine Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich hoffe, du konntest einiges aus der aktuellen Folge mitnehmen. Hast ein Stück weit was gelernt über das Ladestationen-Infrastruktur-Management-System von SAP, von dem wir in Zukunft nochmals hören werden. Und bin mir sicher, dass die Welt der E-Mobilität um den Player bereichert wurde, der Veränderungen mit einbringen kann. Aber dazu werden wir uns im Detail in kommender Folge noch mal näher mit beschäftigen. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis zur nächsten Woche. Ciao.