Einfach E-Auto will Hürden in die E-Mobilität abbauen

Im Gespräch mit Julian Feser, Co-Gründer von Einfach E-Auto

Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir auf Elektroauto-News.net erstmals über Einfach E-Auto berichtet. Damals hieß es: "Gerade einmal elf Fragen benötigt der KI-basierte Assistent von Einfach E-Auto, um den Einstieg in die E-Mobilität so einfach wie möglich zu gestalten." Die Hürden zum Einstieg in die Elektromobilität wolle man weiterhin abbauen. Wählt aber nun einen anderen Ansatz, wie Julian Feser, einer der Gründer des Start-Ups, zu verstehen gibt.

Den Nutzer:innen sei es möglich beim eigenen E-Auto-Vergleich die Fahrzeuge nach Elektroauto spezifischen Merkmalen zu filtern, wie beispielsweise nach Wärmepumpe, Möglichkeit zum Bidirektionalen Laden, AC- und DC-Ladegeschwindigkeit, usw… Hierdurch soll es den Fahrer:innen erleichtert werden das richtige Fahrzeug zu finden. In einer Ausbaustufe wird man dazu übergehen die Möglichkeit zum Vergleich der Fahrzeuge anzubieten.

Des Weiteren habe Einfach E-Auto sein Angebot um einen Wallbox-Vergleich mit angeschlossenem Online-Shop sowie einem Ladekartenvergleich erweitert. Künftig soll dann noch ein Vergleich für die THG-Quote sowie für verschiedene Förderangebote folgen. Doch das lässt du dir am besten selbst von Julian in der aktuellen Podast-Folge erläutern.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto Newsbundet Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Julian Feser zu Gast. Der war auch schon mal im Juli letzten Jahres, also Juli 2021 hier und ist einer der Gründer des Startups Einfach E-Auto. Gemeinsam mit seinen Mitgründern möchte er die Suche nach dem richtigen E-Auto einfacher machen. Man hat ein wenig Abstand genommen vom damaligen Geschäftsmodell, auch aufgrund von Kritik, die über unsere Plattform geäußert wurde und bietet jetzt ein E-Auto, Wallbox und Ladekartenvergleich an. Also mittlerweile stellt man sich da breit auf. Weitere Themen sind in der Planung. Vergleiche stehen im Mittelpunkt. Aber gehen wir doch direkt rein ins recht kurzweilige Gespräch mit Julian Feser. Viel Spaß damit. Servus Julian, schön, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir ein Update von Einfach E-Auto erhalten. Bevor wir da allerdings einsteigen, stell dich doch gerne erstmal selbst nochmal vor und verliebe ein paar Worte über Einfach E-Auto, damit wir wissen, mit wem wir es heute zu tun haben.

  3. Julian Feser:

    Danke Sebastian, sehr gerne. Ist ja schon ein bisschen her, seit wir das letzte Mal gesprochen haben. Julian Feser, ich bin einer der Gründer von Einfach E-Auto. Das Projekt Einfach E-Auto gibt es jetzt schon seit mittlerweile ein bisschen mehr wie drei Jahren. Und seit ziemlich genau zwei Jahren bin ich Vollzeit mit dabei. Ich bin bei Einfach E-Auto für Marketing, Sales und Business Development hauptverantwortlich. Und ja, wir versuchen oder wir machen die E-Mobilität für alle einfach und digital und bieten eben nicht nur das Elektroauto, sondern alle Services rund um die E-Mobilität an. Das heißt, bei uns bekommst du nicht nur das Auto, sondern die passende Wallbox, die passende Ladekarte und die richtige Förderung und langfristig natürlich auch noch Batterie, PV, was alles eben zu diesem E-Mobilitätskosmos dazugehört.

  4. Sebastian:

    Ja, spannend. Ich sage mal, in der ersten Folge war es ja so, da hatten wir uns dann noch hauptsächlich mit der passenden E-Auto-Auswahl auseinandergesetzt. Da gab es so eine Art Konfigurator. Mittlerweile seid ihr da aber einen Schritt weitergegangen, habt das Ganze ein Stück weit geöffnet und bietet da jetzt einen richtigen E-Auto-Vergleich an. Kannst du dazu ein paar Worte verlieren, wie der Wandel sozusagen gekommen ist und wie das denn angenommen wird im Moment?

  5. Julian Feser:

    Ja, sehr gern. Startschuss dazu waren eigene Projekte. Eine Frage unserer Nutzer, aber auch das Feedback deiner User, die uns ja damals so ein bisschen als Datenkrake bezeichnet haben. Und da wollen wir natürlich direkt dagegen wirken. Und dann ist uns eben die Idee gekommen, wir haben ja die ganzen Datenbanken im Backend hinten drin. Der Algorithmus, der bei uns so funktioniert, dass er eben das passende E-Auto vorschlägt. können wir so weit öffnen, dass wir einfach einen Vergleich daraus bauen. Dann soll doch der Nutzer selbst ein bisschen rumspielen und das passende Auto finden. Und was uns eben so ein bisschen überrascht hat, dass das bisher noch wirklich niemand anbietet, auf diese E-Mobilität spezifischen Eigenschaften einzugehen. Ich sage jetzt mal so, ob eine Wärmepumpe im Auto dabei ist, ob das Auto bidirektional laden kann, was die Ladeleistung ist beim AC- beim DC-Laden. Die Filtermöglichkeiten finden Kunden bei uns im E-Auto-Vergleich. Und das hat davor eben, wie gesagt, der digitale Assistent alles im Hintergrund analysiert und vorgeschlagen. Und jetzt hat eben der Nutzer die Möglichkeit, selbst sozusagen der Algorithmus zu sein und darum zu spielen.

  6. Sebastian:

    Er scheint ja auch passender. Also ich meine, der Nutzer hat ja meistens schon so eine gewisse Richtung, in die er gehen will und bekommt dadurch ja dann auch die Möglichkeit, bei euch das relativ frei miteinander zu vergleichen. Das ist ja, soweit ich es gesehen habe, auch nicht nur so, dass ich dann ein einzelnes Fahrzeug mehr auswählen kann, sondern ich habe ja wirklich eine sehr, sehr breite Palette an Modellen, die da am Markt sind und kann über entsprechende Filter vorgehen. Kann ich auch Modelle direkt miteinander vergleichen oder seid ihr da noch dran, sowas aufzubauen?

  7. Julian Feser:

    Genau, also erstmal richtig, du findest bei uns alle Modelle, die in Deutschland verfügbar sind. Das ist so der erste Punkt. Und wir sind dran, die dann auch miteinander zu vergleichen. Also da ist unsere Technik mit dabei, dass man sich eben die auswählt. die Fahrzeuge und dann wirklich den Audi mit dem BMW am Ende vergleichen kann. Da sind wir dran. Das ist noch nicht umgesetzt, aber wird in Zukunft kommen. Das heißt, da bleibt die Spannung groß da.

  8. Sebastian:

    Ja, das ist, denke ich, auch ein spannendes Feature, gerade wenn man sich dann so zwei, drei Fahrzeuge ausgewählt hat. Vielleicht auch eben von diesen unterschiedlichen Marken, dass man dann auch sieht, okay, wie performen die jetzt im Vergleich gegeneinander?

  9. Julian Feser:

    Ja, sehr, sehr spannend. Also, weil... Ich sage ja immer, am Ende müssen die Marken ja auch untereinander konkurrieren. Es ist ja nicht mehr so, dass wenn man einmal BMW oder einmal Mercedes gefahren ist, das ist ein Leben lang. Die neuen Nutzer sind eher dabei, auch mal die Marke zu wechseln, wenn es eben besser passt, gerade bei der E-Mobilität. Und da bieten wir eben ein gutes Tool, was diese Vergleichbarkeit auf jeden Fall dem Kunden vereinfacht.

  10. Sebastian:

    Und ich sage mal, ihr macht das jetzt auch nicht aus Spaß und Freude sozusagen. Natürlich macht es euch Freude, eure Arbeit, aber ihr wollt ja dann am Ende auch Geld mitverdienen und macht das dann über die Vermittlung sozusagen potenzieller Kaufinteressenten an die Marken dann für diese gezielten Fahrzeuge oder wie geht das vonstatten?

  11. Julian Feser:

    Genau, das ist aktuell bei uns, wie wir das Geld verdienen. Das heißt, wenn der Kunde dann wirklich bei uns abschließt, kriegen wir eine Provision von den Herstellern bzw. den Händlern und da auch schon vorab gegriffen. Wir haben dann keine anderen Verträge mit Audi oder mit BMW. Das heißt, wir bekommen für jedes Auto einer Klasse dieselbe Provision am Ende, wodurch wir uns eben unsere Unabhängigkeit ganz klar absichern müssen und wollten.

  12. Sebastian:

    Das war ja, soweit ich es noch weiß, aus dem ersten Gespräch auch damals schon der Ansatz, den habt ihr jetzt auch konsequent weiterverfolgt sozusagen.

  13. Julian Feser:

    Genau, den haben wir konsequent weiterverfolgt und da vielleicht noch als Zutrag, letztes Mal hatten wir leider kein Polster und kein Tesla mit im Sortiment, die wurden ja zwar angezeigt. Aber da, die haben wir jetzt auch mit drinnen und haben direkt die Möglichkeit, konkrete Angebote unseren Kunden da zu machen.

  14. Sebastian:

    Sehr spannend. Vor allem merkt man ja auch, dass dann der Markenzuspruch sozusagen steigt, euer Angebot auch von der Seite aus angenommen wird, von den Herstellern, Marken. Und dass da ja auch Interesse an eurem Modell sozusagen besteht und nicht nur bei den E-Auto-Fahrer, Fahrerinnen, die es da eben schlau machen wollen.

  15. Julian Feser:

    Ja, auf jeden Fall. Also weil der Autohändler am Ende, der da dran sitzt, Der bekommt ja von uns, sage ich mal, einen kaufwilligen, vorinformierten Kunden, der eigentlich ja wirklich dabei ist, das Auto jetzt eben maximal noch im Preis zu vergleichen und dann aber abzuschließen. Und er hat einfach nicht mehr diesen großen Aufwand, erst eben nochmal alles rund ums E-Fahrzeug, ums Laden, um eine Wallbox zu... zu erläutern, sondern das haben wir im ersten Schritt schon gemacht und betreuen ihn eben danach, nach dem Auto eben noch weiter. Das heißt, er hat eigentlich wirklich nur noch, er muss eigentlich nur verkaufen aktuell, ja.

  16. Sebastian:

    Sollte ein einfacher Job sein. Du hast jetzt gesagt, ihr betreut den E-Auto-Fahrer, Fahrerin dann nach dem potenziellen Kauf sozusagen noch weiter. Da kommen wir jetzt mal auf die Wallboxen und Ladekarten zu sprechen. Da habt ihr ja auch entsprechende Vergleiche aufgebaut. Vielleicht magst du dazu ein paar Worte verlieren.

  17. Julian Feser:

    Sehr gerne, ja. Also, wie du schon gesagt hast, neben E-Auto werden einfach eine Wallbox benötigt, um zu Hause zu laden, wenn es beim Arbeitgeber eben nicht geht, und die Ladekarte, um unterwegs zu laden. Und da sind ja unglaublich viele Hersteller am Markt, es sind unglaublich verschiedene Variationen möglich und die Anforderungen der Kunden sind ja unglaublich. extremst unterschiedlich, ob ich jetzt mit dem Arbeitgeber abrechnen will, ob ich eine PV-Anlage integrieren möchte oder ob ich bidirektional laden möchte. Das sind ja so die typischen Fragen, die man sich da stellt. Und wenn man gar nicht aus der Branche kommt oder sich damit befasst hat, gibt jetzt eben unser Warbox-Vergleich die Möglichkeit, anhand von einem einfachen Filter das passende Produkt zu finden.

  18. Sebastian:

    Und ihr habt ja, ich sage mal, nicht nur die Filtermöglichkeiten dort, sondern auch im Ladekartenvergleich habt ihr, soweit ich es vorhin gesehen habe, eigentlich alle gängigen Anbieter im Moment auch wieder in Deutschland am Start und vergleicht die auch hinsichtlich Ladepreisen und Grundgebühr.

  19. Julian Feser:

    Genau, richtig. Und wir geben zusätzlich noch einen ersten Hinweis. Bei uns heißt es eben Zuhause-Lader, Alltagslader, Schnelllader. Also einfach das Nutzungsprofil von der Karte, weil es entscheidet sich natürlich schon am Ende, ob ich einen gewissen Grundpreis zahle oder wie hoch mein DC-Preis ist. Am Ende, wenn ich da dann zweimal die Woche immer mein Auto volllade an der DC-Säule, sollte der ja relativ gering sein. Im Gegensatz, wenn ich nur zu Hause lade, dann brauche ich vielleicht, wäre keine Grundgebühr besser, dafür ein bisschen höherer Arbeitspreis beim AC-Preis.

  20. Sebastian:

    Ich denke, das ist tatsächlich ein sehr spannender Ansatz, dass ihr da den Interessenten sozusagen nochmal ein wenig Arbeit abnehmt, weil das sind ja auch so Dinge, wo man nicht dran denkt. Da sieht man dann vielleicht den günstigen AC-Ladepreis oder DC-Ladepreis, denkt aber gar nicht dran, dass man vielleicht wirklich nur eine oder alle zwei Wochen mal laden muss, weil man entsprechend wenig Strecke hat, zahlt dann aber hohe Grundgebühr dafür. Da ist es ja echt ein guter Weg, mit diesen drei Auswahlmöglichkeiten oder Hinweismöglichkeiten nochmal fortzufiltern.

  21. Julian Feser:

    Auf jeden Fall, ja. Und das ist in den Kundengesprächen, die wir geführt haben, war das so, dann plötzlich mal die Idee und gesagt, getan, wie es in so einem Startup eben ist, einfach mal schnell umgesetzt. Und ja, da haben wir auch bisher den größten Zuspruch gefunden.

  22. Sebastian:

    Das kann ich mir gut vorstellen. Aber damit ist ja auch noch nicht Schluss bei euch. Ihr pflegt, sage ich mal, die Datenbanken im Hintergrund weiter, verfeinert die ganze Geschichte. Im Vorgespräch hast du mir aber auch schon gesagt, dass ihr jetzt schon wieder das nächste Thema habt, was ihr auch angehen möchtet oder angehen werdet. Vielleicht magst du dazu ein paar Worte noch verlieren.

  23. Julian Feser:

    Ja, genau. Also als nächstes großes Projekt, ähnlich aufgebaut wie die Vergleiche, wird es auf jeden Fall einen THG-Quoten-Vergleich geben von uns, wo wir auch wieder alle Anbieter gegeneinander konkurrieren lassen. Und dem Kunden am Ende die Möglichkeit geben, die passende auszusuchen. Aber auch Förderung wird auf jeden Fall noch kommen. Damit wir einfach den Assistenten öffnen für alle, die eben wissen möchten. Oder ein bisschen selber damit rumspielen. Weil aktuell ist es soweit. Also wenn der Assistent genutzt wird, hat man diese ganzen Möglichkeiten. Und die Vergleiche sollen einfach nochmal die Transparenz, sag ich mal, nochmal mehr widerspiegeln.

  24. Sebastian:

    Ja, ich denke, das macht auch den Unterschied aus und gerade diese Vergleichsmöglichkeit über unterschiedliche Themen, die man ja alle hat und ihr habt ja da schönen Ablauf auch in der ganzen Geschichte. E-Auto-Kauf, du brauchst eine Wallbox, du brauchst eine Ladekarte, du kannst dir eine THG-Quote dafür sichern und wenn du, ich sage mal, als Unternehmen wahrscheinlich eher unterwegs bist, kannst du dir beim Autokauf oder Wallbox-Kauf auch noch entsprechende Förderung holen. Also schon tatsächlich so den gesamten Markt dann irgendwo abgedeckt.

  25. Julian Feser:

    Genau richtig. Das ist ja genau unser Ansatzpunkt, dass wir die E-Mobilität ganzheitlich betrachten als Ökosystem, was es am Ende ist. Und bei uns auf der Plattform bekommst du eben alle Produkte rund um die E-Mobilität und musst dich nicht mehr selber damit auseinandersetzen, immer zum Autohaus zu rennen oder zum Energieversorger einen eigenen Elektriker zu besorgen. Sondern bei uns kriegst du alles aus einer Hand, einfach und digital.

  26. Sebastian:

    Ja, hört sich doch gut an. Dann von daher, würde ich sagen, haben wir ein schönes Gespräch gehabt. Wir haben ein gutes Update von dir mit auf den Weg bekommen und tauschen uns bestimmt demnächst mal wieder aus, wenn dann eben auch THG-Quotenvergleich und auch Förderprogramm mit am Start ist, um zu sehen, wie es denn bei euch von den Usern angenommen wird.

  27. Julian Feser:

    Sehr gerne, Sebastian. Ich freue mich drauf. Immer gute Gespräche mit dir.

  28. Sebastian:

    Vielen Dank. Mach's gut, Julian. Ciao.

  29. Julian Feser:

    Alles gut, Sebastian. Servus.

  30. Sebastian:

    Das war es also auch schon mal wieder mit der aktuellen Folge des Elektronischen News.net Podcast. Kürzere Folge, nichtsdestotrotz nicht weniger interessanter Inhalt, wie ich finde. War ein interessanter Einblick hinter die Kulissen von einfach E-Auto von oder mit Julian Feser, einem der Crewgründer des Unternehmens. Und ich bin gespannt, was wir da in Zukunft dann tatsächlich noch zu Gesicht von den Jungs und Mädels bekommen. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest beim Elektronischen News.net Podcast. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.