Polestar 1 - kurz und knapp im Fokus

In dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast erhältst du aus erster Hand Eindrücke, Informationen und Details über den Polestar 1. Im Rahmen eines einwöchigen Tests über knapp 500 Kilometer, habe ich mir den Plug-In-Hybriden von Volvos Performance-Marke Polestar etwas genauer angesehen. Meine Gedanken entsprechend geordnet, Datenblätter gewälzt und mit einer frischen Tasse Tee als Stärkung, habe ich dann diese Folge für dich aufgenommen. Einfach Mal reinhören.

Ich möchte ich bei dieser Podcast-Folge mitnehmen den Polestar 1 ein wenig besser kennen zulernen, aus meiner persönlichen, subjektiven Perspektive. Sprich, es gibt zwar Fakten, technische Details, usw… zum E-Auto, aber stets mit meiner eigenen Meinung angereichert. Denn nur so bekommt man meiner Meinung nach, einen Eindruck, ob der Plug-In-Hybrid von Polestar etwas für einen selbst ist. Vorausgesetzt man bringt das notwendige Kleingeld mit. Aber auch dazu mehr in der aktuellen Podcast-Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroautonews.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität in allen möglichen Facetten, Farben, Formen, Ausprägungen auseinandersetzen. In der heutigen Folge steht der Polestar 1, ein Plug-in-Hybrid, also teilelektrifiziertes Verbrennerfahrzeug im Mittelpunkt. Und den hatten wir eben Anfang bis Mitte August zu Gast, konnten eine Woche lang Erfahrungen mit dem Teilzeitstromer von Polestar sammeln. Und die wollte ich jetzt einfach auch in der heute aktuellen Folge kurz zusammenfassen, auf den Punkt bringen, den Plug-in-Hybriden einordnen, was er für die Marke bedeutet und wo die Reise künftig hingehen wird. Steigen wir doch direkt mal ein in die heutige Folge. Wiedersehen macht Freude. Mit diesen Worten habe ich den Testbericht zum Polestar 1 begonnen. Ja, warum eigentlich? Weil ich den Polestar 1 eben schon mal gesehen habe, fahren durfte, damals nur für 20 bis 30 Minuten im Herzen Frankfurts und konnte dann im März eben erste Erfahrungen, Eindrücke mit dem Polestar 1 sammeln. Aber es hat halt eben nicht zum richtigen, tiefer gehenden Kennenlernen ausgereicht, sondern einfach nur um so einen ersten Eindruck von dem Teilzeitstromer von Polestar zu bekommen. Die Freude war daher natürlich groß, dass der Polestar 1 nochmal für einen längeren Zeitraum Anfang Mittaguss bei uns vorbeigeschaut hat, dass wir den Teilzeitstrom nochmal im Alltag betrachten konnten und eben auch sehen konnten, was die Hochleistungsmarke, die zukünftig eigentlich nur rein elektrisch unterwegs sein will, mit ihrem Erstling Teilzeitstrom abgeliefert hat. Bevor ich jetzt auf den Polestar 1 an sich eingehe, also den Plug-in-Hybriden, möchte ich kurz zur Marke ein, zwei Worte verlieren. Wie schon angekündigt, handelt es sich dabei um eine eigenständige elektrifizierte Hochleistungsmarke, welche am Markt Fuß fassen will. Unterstützung erfährt das Unternehmen dabei von Volvo Cars und dessen Mutterkonzern, der Geely Holding, weil es eben auch dort mit eingeordnet ist. Polestar war schon immer quasi die Performance-Marke von Volvo, wurde jetzt im Oktober 2017, haben wir das erste Mal darüber berichtet, dann eigenständig gestellt, bringt mit dem Polestar 1 das einzig teilelektrifizierte Fahrzeug auf die Straße, den auch nur limitiert mit 1500 Stück, über die nächsten drei Jahre verteilt und danach werden nur noch vollelektrische Fahrzeuge folgen. Das ist natürlich eine klare Bekenntnis für die Zukunft für alternative Antriebe, die man da bei Polestar einschlagen will. Aber nicht nur daran, also nicht nur in dem reinen Fokus auf E-Antrieb, merkt man, dass die Marke ein wenig anders tickt. Auch daran, dass es eben nicht zig Ausstattungsvarianten oder Modellvariationen des Polestar 1 gibt. Ganz im Gegenteil, man beschränkt sich auf sehr wenige Auswahlmöglichkeiten. weil das Unternehmen eben seinen Plug-in-Hybriden genauso auf der Straße sehen will, wie er von den eigenen Designern und Technikern erdacht wurde. Das hat natürlich zum Vorteil, dass eine hundertprozentige Preistransparenz gegeben ist, weil wenn keine Unterschiede gemacht werden, kann der Preis natürlich auch nicht variieren. Hat auch den Vorteil, dann weitergehen, dass man, egal ob man den Polestar von zu Hause am Rechner hat, aus einem Polestar-Space oder online von unterwegs über das Smartphone bestellt, eben immer das gleiche Ergebnis sozusagen auf die Straße dann bekommt. Der Preis ist natürlich eine Sache für sich, da gehen wir nachher auch nochmal im Testbericht oder in dieser Podcast-Folge drauf ein. Aber unabhängig von der preislichen Platzierung am Markt, denkt Polestar das Prinzip des Plug-in-Hybriden einfach ein wenig anders als andere Automobilmarken. Das merkt man eben daran, dass es sich bei dem Polestar 1 nicht um Verbrenner mit einem E-Motor handelt, sondern Polestar verkauft das Ganze oder preist das Ganze am Markt an als ein Elektroauto mit Verbrennerzusatz sozusagen. Weil von Beginn an sagt man hier, eigentlich sollte mit dem Polestar 1 rein elektrisch unterwegs sein im Alltag. Sollte auch zu erreichen sein, da doch eine rein elektrische Reichweite von 124 Kilometer angegeben wird nach WLTP. Mehr als ausreichend für die täglichen Fahrten. Also zumindest wenn man gängigen Studien und Auswertungen folgen darf oder folgt. Aber natürlich kommt es da auch immer auf das eigene Fahrverhalten sozusagen an. Aber definitiv interessant, vor allem wenn man bedenkt, andere Plug-in-Hybride am Markt liefern nach WLTP 50 bis 60, vielleicht mal 70 Kilometer, die man rein elektrisch zurücklegen kann. Ist schon eine Ansage, wie Polestar eben seinen Erstlingsteilzeitstrom da sozusagen positioniert. Eingangs auch erwähnt, 1500 Exemplare des Teilzeitstromers werden auf die Straße kommen, über die nächsten drei Jahre verteilt. Die ersten 500 sind wohl schon ausverkauft, wie man gehört hat. Und Polestar setzt bewusst auf einen Plug-in-Hybriden als Erstlingsfahrzeug, einfach um sozusagen einen Wegbereiter als Technologieträger und als Bindeglied aus der alten Verbrennerwelt zur neuen E-Mobilität-Welt auf die Straße zu bringen. Und nichtsdestotrotz soll der Plug-in-Hybrid aufzeigen, was eben heute schon möglich ist. Das merkt man zum einen eben an der Reichweite, die geboten wird, als auch an den Lademöglichkeiten, als eben auch an der Ausstattung. Und ja, das weiß eben der Polestar 1 ganz gut zu vertreten. Auffällig ist natürlich nicht nur die elektrische Reichweite, mit der er punkten will, sondern eben auch die Tatsache, dass, wie eingangs erwähnt, die Anpassungsmöglichkeiten äußerst gering sind. Man kann maximal bei Lackierung Innenraum und Räder ein wenig mitreden, aber da auch nur in einem gewissen Maß. Dafür ist es eben auch so, dass der Polestar 1 immer in Vollausstattung daherkommt, egal welche Farbe der Lack jetzt sozusagen hat. ist aus meiner Sicht, oder man kann es jetzt unterschiedlich werten, man könnte jetzt sagen natürlich, jetzt werden wir da beschränkt bei der Auswahl unseres Fahrzeugs, wir legen da schon ordentlich Geld, über 150.000, das mal so als Teaser vorab, auf den Tisch, damit wir den Teilzeitstrom erfahren können. Ich würde da doch schon gern mehr Auswahl haben. Ja, so ist es eben nicht gedacht, weil Polestar sieht sich selbst als Guiding Star, der Leitstern, welche eben in der Phase eines Umbruchs den Automarkt für sich prägen möchte und macht es eben auch getrieben durch eine klare Linie, eine klare Vision und dadurch auch ein klares Fahrzeugangebot, was sich dadurch äußert, dass der Polestar 1 eben auch genauso auf die Straße kommen soll, wie er erdacht wurde von seinen Designern, Technikern. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf kann man natürlich auch vollkommen nachvollziehen, warum es so wenige Einflussmöglichkeiten gibt, um den Plug-in-Hybriden da eben den eigenen Vorstellungen nach zu konfigurieren. Wobei man natürlich schon einen gewissen Einfluss hat. Kommen wir mal zu den ersten Hard Facts sozusagen. Es handelt sich um zweitürigen, viersitzigen Gran Turismo der Oberklasse. Merkt man auch schon am Preis, wenn man aufs Preisschild guckt, dass er eben zur Oberklasse gehört. Aber nicht nur preislich, sondern auch optisch und von Seiten der technischen Daten macht der Plug-in Hybrid einiges her. Die Länge bringt er auf 4,59 m bei einer Breite von 1,96 m. Wenig mehr über zwei Meter, wenn die Außenspiegel mitgezählt werden und die Höhe liegt bei 1,35. Also man steigt schon tiefer ein, man liegt tiefer auf der Straße. Das passt aber auch so zu dem Performance-Ansatz, den das Modell verfolgt. Exklusive Materialien und Designansätze sprechen ebenfalls für sich und der Radstand wird mit 2,74 Meter beziffert. Und ja, das Design werde ich jetzt auch dann nachher beim Interieur, Exterieur auch nochmal kurz aufgreifen. Man kann aber auch, wenn man sich wenig mit Autos auskennt, eine gewisse Verbindung zur Markenmutter Volvo ziehen sozusagen, weil mit ein wenig Fantasie kann man Parallelen zum Zuvor sehen. Da verweise ich jetzt auf den Testbericht einfach, da sind die Fotos mit drin. Volvo P1800, 1800S bzw. 1800E feststellen. Es handelt sich dabei um ein Fahrzeug von Volvo, welches von 1961 bis 1972 produziert wurde und eben als P1800 auf den Markt kam. Der lief in Kleinserie erst vom Band. und wurde dann später in Schweden produziert, nachdem der Anlauf eben in England erfolgte. Das S in der Modellbezeichnung steht für Schweden, das E für die Einspritzversion, welche eben in den beiden letzten Jahren, also von 1970 bis 1972, angeboten wurde. Und da empfehle ich wirklich nochmal den Artikel. Da das Foto anschaut, das P1800, sieht man Designzitate, die eben der Polestar 1 aufzugreifen weiß. kurze hintere Seitenscheibe, eine hohe Gürtellinie mit kleinen Fensterflächen, ein kurzes Heck und die im Bereich des Türgriffs unterbrochen und im weiteren Verlauf höhere angesetzte Sicke, die eben über die Seite verläuft. Also man sieht schon, Volvo hat schon so gewisse Einflüsse auf die Designer des Fahrzeugs gehabt. Das einfach aber nur mal so, um das mit auf den Weg zu geben. Interessanter ist natürlich für uns das Fahrverhalten, die Motorisierung und wie er sich im Alltag schlägt. Darauf möchte ich jetzt gerne eingehen. Der Polestar 1 bringt dann sich vier Motoren mit sich. Und zwar sind zwei Liter Vierzylinder mit Turbolader und Kompressor verbaut, der eine Leistung von 227 kW bzw. 309 PS bringt. Dessen Antrieb wirkt auf die Vorderachse und vertritt sozusagen die Verbrennerfraktion in dem Debütfahrzeug von Polestar. Des Weiteren gibt es noch zwei E-Motoren mit je 85 kW und 116 PS Leistung und je 240 Nm Drehmoment. Die befinden sich auf der Hinterachse. Und dann kommt noch der vierte Motor, das ist ein elektrischer Indy-Kurbelwelle-integrierter Startergenerator mit 50 kW, 68 PS mit ins Spiel. Und hierdurch bringt das eben der Plug-in-Hybrid von Polestar auf eine kombinierte Leistung von 448 kW bzw. 609 PS bei 1000 Nm Drehmoment, die eben auch dazu beitragen, dass das Fahrzeug von 0 auf 100 in gerade mal 4,2 Sekunden sprinten kann. Wobei man sagen muss, Höchstgeschwindigkeit ist dann bei 250 kmh abgeriegelt. Die rein elektrische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 kmh. Vier Fahrmodi stehen beim Polestar 1 zur Auswahl. Vorausgesetzt die Batterie ist voll, dann kann man einmal Allrad auswählen, Pure, Hybrid und Sport. Wobei Pure dann für rein elektrisches Fahren steht. Auf die Fahrmodi gehe ich auch gleich nochmal ein. Ich möchte aber zuerst mal auf das Ansprechverhalten eingehen im Hybridmodus, der eigentlich so standardmäßig eigentlich immer gewählt wird oder auch von uns gefahren wurde. Selbst da ist das Ansprechverhalten der Motoren schon äußerst stark. Also wenn ich nur leicht aufs Gasstrompedal trete... hat er einen spürbaren Drang nach vorne. Im Sportmodus geschieht das Ganze gefühlt noch schneller, ohne spürbare Verzögerung im Vorwärtstrieb und das Fahrzeug beschleunigt gefühlt durchweg linear. Das heißt, selbst bei Sprints von 170 auf 220 kmh, die ich auf der Autobahn damit mal versucht hatte, was eben einfach Ja, bei so einem Fahrzeugreiz war der Vorwärtstrang ohne spürbaren Leistungsabfall zu spüren. Die Straßenlage des Plug-in-Hybriden konnte man durchaus als satt beschreiben, wobei man allerdings auch merkt, dass der Schwerpunkt des Fahrzeugs eher hecklastig ist. Also vor allem dort, wo der hochbauende Akku hinter den Rücksitzen vorzufinden ist. Und hier merkt man, da muss man aber schon ein bisschen besser darauf achten, bei den unterschiedlichen Fahrmodi auch ein leicht geändertes Fahrverhalten, wie der Polestar 1 eben auf der Straße unterwegs ist. Alles in allem muss ich aber sagen, dass der Polestar 1 als Plug-in-Hybrid sehr gut zu navigieren ist, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Ich habe da immer so die Problematik oder immer im Kopf das Problem damit, dass ich denke, ja, der hat eine ziemlich hohe Motorisierung, 610 PS. Wenn ich da leicht aufs Gaspedal, Strompedal trete, macht der einen Satz nach vorne. Ist eben nicht so, weil man kann ihn auch bei niedrigen Geschwindigkeiten wohldosiert navigieren. Das durfte ich eben erfahren, als ich aus einer zugeparkten Parklücke hinaus musste. Das Fahrzeug ist ja jetzt nicht gerade klein und man will damit auch nirgendwo hängenbleiben und da musste man halt schon sachte raus ausparken. Da hat zum einen eben geholfen, dass die Motoren nicht gleich von 0 auf 100 da vorwärts brechen, wenn man leicht aufs Gaspedal tritt, als auch die 360-Grad-Kameraansicht, die man aus der Vogelperspektive in der Mittelkonsole angezeigt bekommt. Wenn man dann noch möchte, kann man eine der vier Kameras auswählen, also entweder die zweiseitige Vorwärts- oder Rückwärtskamera und hat dann noch eine Einzelkameraansicht, wo man dann eben auch sieht... Ja, wie navigiere ich am besten raus? Das einfach so mal zu dem Fahrzeug an sich oder wie es denn im Alltag da unterwegs ist. Die vier Fahrmodi nochmal kurz aufgegriffen. Allradantrieb, hatte ich gesagt, das ist der AWD-Modus. Da findet eine angepasste Verteilung des Drehmoments auf Vorder- und Hinterachse statt. Das verbessert die Fortbewegung, Stabilität und Traktion, zum Beispiel bei Straßenglätte oder beim Abschleppen. Der Modus ist auch immer verfügbar, unabhängig vom Ladestand der Batterie. Und man muss aber dazu sagen, dass dann eben auch Verbrennungsmotoren und E-Motoren parallel laufen, wodurch eben auch der Kraftstoffverbrauch steigt. Der Pure-Modus, das ist der vollelektrische Modus, da findet der Antrieb rein über die Hinterachse statt, weil wir erinnern uns, dort sitzen die zwei E-Motoren. Und der ist natürlich nur möglich, wenn wir eine volle Batterie haben, beziehungsweise die Batterie ausreichend geladen ist. Dann haben wir den Hybrid-Modus, der das Beste aus beiden Welten sozusagen mit sich bringt. Da berechnet die Steuerung des Polestar 1 immer die passende Kombination aus Leistung, Verbrauch und Komfort und setzt je nachdem eben den E- oder den Verbrennungsmotor ein. Entweder separat oder parallel. Und natürlich auch... je nach Ladezustand der Batterie. Wenn die ausreichend geladen ist, fährt der Polestar 1 dann auch mal eine längere Strecke rein im E-Betrieb, gerade in der Stadt, wenn man dann nicht viel Tempo braucht oder eh in niedrigeren Geschwindigkeiten unterwegs ist, schaltet er bevorzugt eben in den E-Antrieb. Power, da gibt es auch die kombinierte Leistung aus Verbrennungsmotor und E-Motor. Der wird allerdings nicht viel Rücksicht auf Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch genommen, denn dann geht es um Power. Dann zeigt er seine sportliche Seite, will nach vorne brechen und präsentiert sich dann eben auch als Performance-Plug-in-Hybrid, der er denn ist. Der Plug-in-Hybrid an sich von Polestar soll im Bio-Fahrmodus, also rein elektrisch, 143 km Innenstadt und Vorort bzw. 124 km Innenstadt, Vorort, Landstraße und Autobahn zurücklegen können nach dem WLTP-Zyklus. Das ist eben so die Vorgabe, die man da mit sich bringt von Seiten Polestar. Wir sind den Plug-in-Hybriden ja über reine Stadtfahrten, über Überland bis hin zu Autobahnfahrten alles gefahren. Haben so knapp 500 Kilometer, wenig mehr, zurückgelegt mit ihm unter, ich sag mal in Anführungsstrichen, normalen Begebenheiten. Wir haben ihn also auch mal ordentlich beschleunigt auf der Autobahn, sind in der Stadt aber gesittet gefahren, haben uns in der Regel also tatsächlich immer an die Geschwindigkeiten gehalten und haben bevorzugt den Hybrid-Modus gewählt. Also tatsächlich den Modus, in dem das Fahrzeug selbst entscheiden kann, wann E-Motor oder Verbrennermotor bzw. die Kombination aus beiden. In Summe sind wir damit um die 80 Kilometer rein elektrisch gefahren. Also knapp 40 Kilometer unter den Vorgaben, 44 Kilometer. Mag aber eben auch daran liegen, dass wir es nicht immer nach besten Bedingungen sozusagen gefahren sind. Und es wäre bestimmt noch der eine oder andere Kilometer mehr drin gewesen, rein elektrisch, wenn man sich oder wenn ich mich in puncto Geschwindigkeit noch ein wenig achtsamer, zurückhaltender verhalten hätte. Aber da reizt das Fahrzeug dann doch zu sehr, dass man dann eben eher doch mal aufs Gas-Strompedal tritt. Von Haus aus wird der Verbrauchswert von 1,3 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Kann man in der Regel so nicht erreichen, außer der Akku ist komplett voll. Man verhält sich nach bestem Wissen und Gewissen und bringt ihn dann eben nach vorne sozusagen. Nichtsdestotrotz müssen wir sagen, dass der Plug-in Hybrid trotz sportlicher Fahrweise auf einen Verbrauch von nur 8,9 Liter pro 100 Kilometer kam. unter der Voraussetzung, dass wir eher mit dem Verbrenner unterwegs waren, wenn der Akku leer war. Und da muss man dann sagen, für ein Fahrzeug solcher Größe, Leergewicht und Antriebsleistung ist es natürlich durchaus vorzeigbar. Zumindest aus unserer Sicht. Wenn der Akku mal leer ist, dann kann man den natürlich laden. Da bietet der Polestar 1 die Möglichkeit, dass man einen Wechselstrom AC mit bis zu 11 Kilowatt lädt oder mit Gleichstrom, also das ist ja für einen Plug-in-Hybriden auch ein Novum, dass man den bis 50 Kilowatt Leistung laden kann. Und dann kommt man dementsprechend eben auch schneller wieder von der Ladestation weg und auf die Straße. An der Haushaltssteckdose kriegt man den natürlich auch von 0 auf 100%. Da braucht man knapp 15 Stunden. Bei Wechselstrom, also 11 Kilowatt an der Wallbox daheim beispielsweise von 0 auf 80 in 2 Stunden 30 knapp. Und am 50 kW-Schnellladestation in 45 Minuten von 0 auf 80%. Also das ist durchaus eine Ansage, auch wenn man mal mit dem Polestar 1 dann eben unterwegs ist, einen Tagesausflug oder sowas macht. kann man dann auch tatsächlich mal längere Strecken rein elektrisch zurücklegen, wenn man einfach mal eine kurze Kaffeepause einlegt, ein Stück die Beine sich vertritt und dann kann man da auch gleich wieder mit fast vollem Akku weiterfahren. Das ist schon eine Ansage. Nachdem wir uns also jetzt über das Fahrverhalten im Alltag und das Ladeverhalten unterhalten haben, gehen wir auch nochmal kurz auf das Thema Design ein, was ja auch eine wichtige Rolle bei so einem Vorreiter spielt von der Marke. Der Polestar 1 Ja, unterstreicht den Pure Progressive Performance Ansatz der Marke. Das heißt also schon, ja, progressives nach vorne drängen mit Leistung, die man da auf die Straße bringen will. Über die Maße hatten wir ja schon ein paar Worte verloren. Auch über die eher dezente Auswahl bei Lackierung. Da ist es so, dass eben fünf Metallic-Lackierungen zur Auswahl stehen, die auch eher gedeckte Farben sind. Gegen Auspreis kann man die Farben dann eben auch matt sozusagen auf sein Plug-in-Hybriden bringen. Und muss aber dabei halt bedenken, dass man dann einen erhöhten Pflegeaufwand hat, weil der Lack dann natürlich idealerweise eher von Hand gewaschen werden sollte. Wobei ich das bei so einem Fahrzeug eh immer machen würde in der Preisklasse. Man hat auch noch geringfügigen Einfluss auf die weitere Details des Fahrzeuges. Ob diese beispielsweise in Chrom oder eher in einem glänzenden Schwarz abgebildet werden sollen. Bei den Rädern stehen drei verschiedene 21 Zoll Reifen bzw. Felgen zur Auswahl. Wobei man aus meiner Sicht, egal für welche der drei Varianten man sich entscheidet, an sich nichts falsch macht. Und da ist man damit auch schon am Ende des Konfigurators sozusagen angekommen. Eben schlank und minimalistisch wie das Fahrzeug selbst. Auffällig beim Erscheinungsbild des Polestar 1 in seiner Vollausstattung ist die flache Silhouette, der breite Kühlergrill, die prägende Gürtellinie als auch das Kuppeldach, das da eben auffällt. Beim Dach auch gleich noch ein durchgängiges Glasdach verbaut, wo vor allem die Beifahrer und Mitfahrer davon profitieren. Der Fahrer an sich guckt ja dann doch nicht so oft nach oben. Der Fahrer wirft aber definitiv das öftere Blick in die Rück- oder Seitenspiegel Und da muss ich sagen, da ist auch ein sehr minimalistischer und unaufdringlicher Ansatz gewählt worden, indem man eben auf randlose Spiegel setzt. Und das ist ein Designansatz, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Und auch dieses minimalistische, schlichte, aber ebenso gut verarbeitete Vorgehen von Polestar setzt sich im Interieur fort. Auch da hat man eher den Ansatz verfolgt, weniger ist mehr. Es lässt sich aber auch die Einflüsse von Volvo nicht verleugnen. So findet man in der Mittelkonsole einen großen Touchscreen mit Optionen für Spotify, Satellitennavigation, Radio, USB-Anschlüsse, Temperatur und weitere bekannte Funktionen, die man eben in so einem Auto erwartet. In Bezug auf Knöpfe, Schalter und Co. hält sich Polestar auf das Wesentliche begrenzt, eben auch um wieder dieses minimalistische sozusagen zu verfolgen. Man muss anmerken, die Innenausstattung war komplett in schwarz gehalten, also fast. Die Sicherheitsgurte präsentierten sich in dem Farbton schwedisches Gold, was eben daherkam, dass der Polestar 1 von uns noch mit dem Performance-Pack ausgestattet war, welches sich im Äußeren dann auch noch an den Bremssättel und Ventilkappen auch durch dieses schwedische Gold geäußert hat. Und ja, dass er seine elektrifizierte Seite nicht verleugnen kann, merkt man dann spätestens, wenn man den doch eher kleinen Kofferraum öffnet. 126 Liter können da maximal untergebracht werden. Umlegen der Sitze entfällt leider nicht. Warum? Weil dort der Akku sichtbar verbaut ist. Durch eine Glasscheibe getrennt vom Kofferraum kann man eben einen Blick auf die orangefarbene Verkabelung des elektrischen Antriebs werfen. Nachts ist die sogar noch hinterleuchtet, also nochmal so ein ganz besonderer Blickfang. Und ja, kann man jetzt drüber diskutieren, das passt meiner Meinung nach wunderbar zu den Plug-in-Hybriden und auch zu dem Auftreten, was man mit dem Polestar 1 verfolgt, dass da große Urlaubsreisen oder Wochenendeinkäufe da nicht mit drin sind mit dem Fahrzeug, ist auch klar. Aber ist auch in Ordnung, ich glaube, dafür ist das Fahrzeug auch gar nicht gedacht. Ja, grundsätzlich muss man sagen, wenn wir jetzt schon bei dem Thema 2 plus 2 Sitzer sind, als sich der Teilzeitstromer da von Polestar positioniert, Man kriegt zwei Personen vorne rein. Definitiv, ich bin 1,85m, 1,86m groß. Ich passe gut rein. Ich würde dann aber behaupten, dass hinter mich... Kein Erwachsener zumindest mehr passt. Zwei Kids kriegt man noch auf die Rückbank rein, wenn sie Beine ein wenig anziehen. Aber zu viert eher schwierig. Ist bestimmt zu schaffen, aber dann nicht für längere Fahrten, sondern maximal so eine halbe Stunde. Und dann heißt es aber auch austreten, Beine vertreten und wahrscheinlich Fahrer wechseln. Weil auf lange Sicht kann man das leider nicht mitmachen. Das muss man einfach berücksichtigen. Der Plug-in-Hybrid an sich könnte rein theoretisch ja vom Umweltbonus gefördert werden, ist allerdings nicht der Fall, weil er deutlich über der Fördergrenze sozusagen liegt. Also profitiert nicht von den 6.750 Euro Förderung, die es aktuell für Plug-in-Hybride gibt. Stattdessen werden für den Polestar 1 mit Vollausstattung zuzüglich Überführungskosten ab 152.000 Euro 67 fällig. Wenn man mit matten Lack nimmt, werden dann eben 156.941 Euro fällig. Das ist definitiv eine Ansage für so ein Fahrzeug. Aber es ist eben auch nur einer von 1.500, der je auf die Straße kommen wird. Es ist der einzige... Plug-in-Hybrid des Unternehmens, der Marke, der je auf die Straße kommen wird und ist ein Wegbereiter in eine neue Welt des elektrifizierten Antriebs. Das muss man alles mit berücksichtigen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Polestar 1 auf lange Sicht schon zum Sammlerstück wird. Allein von den technischen Daten her, als auch von dem Design, welches verfolgt wird, welches sehr wertig daherkommt und von daher, der Preis ist bestimmt gerechtfertigt. Für einen Alltagswagen, muss man ganz ehrlich sagen. Kann man von träumen, ist es aber einfach nicht. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Freude gemacht, den Polestar 1 mal eine Woche zu Gast zu haben. Viele Fahrten, Touren zurückzulegen. Auf einmal standen auch alle Freunde und Verwandte vor der Tür und wollten weniger rumkutschiert werden. Kann man nachvollziehen bei so einem Fahrzeug, welches mit brachialer Power nach vorne brechen will. Und man muss da auch einfach anmerken, das ist schon Plug-in-Hybrid. Allerdings neigt man schon dazu, mehr Gas oder Tempo zu geben oder auch nicht so ganz Sprit, Kraftstoff, Energie sparen zu fahren, wie es denn der Fall sein sollte. Einfach dadurch, dass der Polestar 1 so viel Spaß macht zu fahren durch seine Lage auf der Straße, durch die Beschleunigung. Und nichtsdestotrotz kann man immer noch sagen, der grüne Gedanke dahinter greift. Also man merkt ja, ich habe ja vorhin über den Verbrauch gesprochen. Man kann damit schon spritsparend, energiesparend fahren, wenn man denn möchte. Man muss eben nur darauf achten. Durch die schnellen Ladezeiten, den großen Akku und dadurch auch die hohe elektrische Reichweite kann man auch eine Alternative zum reinen E-Auto auf die Straße bringen, wenn man dann überschaubare Strecken fährt. Wie gesagt, wir haben die 80 Kilometer geschafft, ohne uns da jetzt zu stark einzugrenzen. Wenn man dann noch ein bisschen belächtiger fährt, schafft man da auch noch mehr von der Strecke her. Ich muss natürlich aber auch sagen, für den Otto-Normal-Verbraucher wird der Polestar 1 nicht leistbar sein. Da gibt es andere Fahrzeuge am Markt, die den Massenmarkt sozusagen ansprechen. Aber als Wegbereiter in eine neue Zukunft für Polestar, als Vorgänger, Wegbereiter für den Polestar 2, das vollelektrische E-Fahrzeug von Polestar, welches jetzt auch schon demnächst auf den Markt kommt, ist es definitiv eine Option, eine Ansage und wird auch seine Liebhaber haben. Ich persönlich freue mich natürlich, dass du auch den Testbericht jetzt angehört hast, dass du so die Eindrücke mitgenommen hast, die ich gesammelt habe. Ich empfehle dir auf jeden Fall, schau in dem Artikel, in dem Testbericht vorbei, schau dir die Fotos an, lass es ein bisschen auf dich wirken, die technischen Daten, auch den Vergleich zu dem Volvo, den ich erwähnt hatte in puncto Design. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören. Freut mich immer wieder, dass du einschaltest und freue mich umso mehr, wenn du auch nächste Woche wieder zuhörst, wenn es wieder um die Welt der E-Mobilität geht. Mach's gut, bis dahin. Ciao.