Kurzschluss #2 Tesla Laderekord & Batteriezellfertigung - BMW gibt Strom - Opel E-Astra

Kurzschluss. So lautet der Name unserer kurzen, knappen Podcast-Folgen, welche interessante Themen aus der vorangegangenen Woche nochmals aufgreifen und eben kurz und knapp präsentieren.

In der zweiten Kurzschluss-Folge hier auf Elektroauto-News.net widmen wir uns Tesla, BMW sowie dem elektrifizierten Opel Astra aus Rüsselsheim. Auf ein Skript im klassischen Sinne verzichte ich für diese Folgen. Habe dir aber die entsprechenden Links in die Shownotes gepackt.

Nun heißt es nur noch: Einschalten und zuhören.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroauto-news.net-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es darum geht, dass wir uns rund um die Themen E-Mobilität, Elektroautos und alternative Antriebe unterhalten und ich dir ein bisschen was erkläre oder aufzeige, was du in der vergangenen Woche getan hast. Das Ganze geschieht unter dem Motto Kurzschluss, mittlerweile die zweite Folge mit dem knackigen Titel Kurzschluss, der einfach nur verdeutlichen soll, dass wir uns kurz und knapp mit den wichtigsten, interessantesten News der vergangenen Woche auseinandersetzen, diese nochmals aufgreifen und eben stark komprimiert hier in dem Podcast vorstellen. Beschränken werde ich mich dabei, wie immer auf drei bis vier Themen, die maximal in dieser Podcast-Folge behandelt werden, einfach nochmal thematische Schwerpunkte setzen, was ist passiert, was kann man in die nächste Woche mit reinnehmen, was hat für Aufsehen gesorgt, einfach um die Woche in sich stimmig abzuschließen. Und im Portal selbst, beziehungsweise auch in den Shownotes der jeweiligen Folge, findest du dann natürlich auch noch weiterführende Links, wo du die einzelnen Themen nochmal vertiefen kannst, nochmal im Detail drauf eingehen kannst eben und weitere Informationen vor allem findest und dich auch austauschen kannst. In Kurzschluss 2 beschäftigen wir uns mal wieder mit Tesla. BMW wird mit am Start sein in Bezug auf Beschleunigung der E-Mobilitätspläne und der elektrifizierte Opel Astra wird eine Rolle spielen, der nach Rüsselsheim kommt. Ja, soviel zum Vorgeplänkel und starten wir auch einfach durch mit Kurzschluss. Wie angekündigt Tesla. Tesla hat Anfang der Woche für Aufsehen gesorgt, indem ihm bekannt wurde, dass der erste Tesla Model 3 am Supercharger V3, also in der Version 3, geladen wurde. Und innerhalb von etwa knapp 12 Minuten wurde die Reichweite um 50% aufgeladen. Das ist definitiv eine Ansage. Dazu erinnern wir uns, Anfang März hatte Tesla eben mit dem Model 3 bekannt gegeben, hat für das Model 3 bekannt gegeben, dass der eben die höhere Ladenrate des Supercharger V3 nutzen kann. Und laut Tesla wäre es eben so, dass man gerade einmal 5 Minuten beim Model 3 LR Energie für über 120 km nachladen kann. Die Spitzenleistung der neuen Station wird mit über 1600 km Ladeleistung pro Stunde angegeben, so das damalige Versprechen. Doch, wie wir wissen, Versprechen sind schnell gegeben, schlussendlich zählt dann aber, was tatsächlich passiert und hier hat der YouTuber Degary eben sein Tesla Model 3 Long Range in gerade einmal zwölf Minuten aufgebaut. 50% seines Akkus nachgeladen. Dazu hat er auch ein Video gedreht, was wir im Portal eingebunden haben, wo du auch in den Show Notes finden wirst eben. Und er geht ein bisschen auf die Umstände drauf ein. Es war so, dass er ungefähr schon so um die 160 km gefahren ist. Die Batterie war in einem warmen Zustand und dann ist er eben an den Supercharger V3 gefahren. Es ist jetzt noch nicht ganz klar, ob die Batterievorbereitung auch aktiviert wurde. Davon sollte man allerdings ausgehen, weil es ist so, sobald man im Navi eingibt, dass man die nächste Supercharger-Station anfangen möchte, um eben auch sein Tesla Model 3 S oder X aufzuladen, aktiviert er diese intelligente Batterievorbereitung. Das heißt, die Batterie wird erwärmt, um sicherzustellen, dass die optimale Ladetemperatur eben erreicht ist. Laut Tesla sollen allein dadurch, also durch diese intelligente Batterievorbereitung, die durchschnittliche Ladezeit für Besitzer um bis zu 25% reduziert werden. Und da Daggeri geplant hatte, den Ladevorgang zu filmen, kann man eben auch davon ausgehen, dass er sich Gedanken dazu gemacht hat, das eingegeben hat im Navi und daraufhin das angefahren ist. Im Video selbst sieht man eben, dass das Model 3 Long Range bei einem niedrigen Ladezustand von 2% eingesteckt wurde. Dann schaltet es relativ schnell auf die vollen 250 kW Ladeleistung und in 11 Minuten und 29 Sekunden hat man es über 50% gepackt. Eine typische Ladesitzung, die bei 10% angeschlossen wird, ist fast genauso schnell und erhöht die Reichweite um 50% in etwa 12,5 Minuten. Beim Supercharger V3 kann man somit festhalten, dass nach dem Einstecken des Ladekabels bei 2% Ladezustand die Leistung sehr schnell angestiegen ist und die vollen 250 kW bei um die 5% erreicht wurden und bis kurz vor 22% auf voller Leistung geblieben ist. Die Wiederherstellung dieser anfänglichen 20% der Reichweite bei bis zu 250 kW dauerte gerade mal 4 Minuten und 24 Sekunden aus dem Stand heraus. Zum Vergleich, das ist an sich mehr Reichweite auf der Autobahn, als der Audi e-tron in über 10 Minuten Ladezeit bewältigen kann. Am Supercharger Frau 3 kann der Tesla in nur 20 Minuten eine Reichweite von 311 Kilometern nachladen. Typischerweise weit über zweieinhalb Stunden Autobahnfahrt, die das dann eben wieder entspricht, die man zurücklegen kann. Und wenn man jetzt bedenkt, dass diese 20 Minuten eigentlich nur die Dauer von einer normalen Pause ist, die man eben auch mal einlegt, dann gerade so nach zweieinhalb, drei Stunden Fahrt, wenn man vielleicht auch noch Kinder mit an Bord hat, ist das doch durchaus eine Ansage, wie schnell man das eigene Fahrzeug laden kann. Ja, soviel zur Ladeleistung des Model 3 am Supercharger V3. Tesla ist aber nochmal die Woche aufgetaucht und zwar mit der Info, man arbeitet in einem geheimen Batterielabor an eigenen Batteriezellen, bereitet eine eigene Batteriezellenfertigung vor, um sich eben ein bisschen unabhängiger von Panasonic und auch etwaigen anderen Lieferanten zu machen. Die Infos beziehen sich auf einen Artikel von CNBC aus den USA und die Infos stammen daher von Mitarbeitern, die eben Teil dieses Labor waren bzw. auch damit zu tun hatten. Jetzt ist die eine Sache nur so, ganz geheim ist eben diese Batteriezellenfertigung oder Entwicklung eben nicht, weil es war bekannt, dass Tesla im zweiten Stockwerk der Fremont-Niederlassung ein solches Labor hat, was ja auch ganz normal ist, da man eben immer forscht, entwickelt und auch auf den nächsten Stand damit kommen will. Interessanter ist dann eben eher, dass es aus diesem vermeintlich kleinen Labor zu einer größeren Niederlassung gebracht wurde, wo man sich jetzt eben auch auf den Prototypenbau stärker konzentrieren möchte, neue Geräte und Prozesse entwickeln, erarbeiten, umsetzen möchte, was dann eben auch dazu führen könnte, dass Tesla selbst zählend in größerer Stückzahl herstellen wird in Zukunft, damit vielleicht auch eigene Batterien und somit unabhängig von Panasonic wird. Aber aktueller Stand ist eben immer noch, Tesla und Panasonic machen zusammen eine starke Sache, haben die Batterien von Anfang an zusammen entwickelt, hergestellt, immer wieder verfeinert und liefert auch seit 2012 überzeugende Ergebnisse damit, gerade in puncto Effizienz und Reichweite. Bei großen E-Autos und SUV ist Tesla einfach führend damit. Zudem kommt auch immer wieder die Aussage aus der Industrie, aus News und von Analytikern, dass Tesla eben in puncto Batterie führend ist, sowohl von Reichweite, Effizienz als auch Kosten. Sprich, für das gleiche Geld gibt es einfach bei Tesla nichts. Mehr. Gut, für die Zukunft wird bei Tesla eben auch noch eine Rolle spielen, dass man ja das Startup Maxwell erworben hat. Maxwell konzentriert sich ja auch ganz stark auf das Thema Batterie, hat da zig Patente angemeldet in den USA und die werden ja jetzt auch bei Tesla Verwendung finden. Die werden da irgendwie mit einfließen in die Entwicklung. Weiß man nicht, ob das dann zu Panasonic mit übergeht, ob die da raus was verwenden oder ob Tesla einfach sagt, okay, wir nehmen die Maxwell-Technologie als Basis. Vereinen das mit dem, was wir selbst schon erforscht und hergestellt ausgedacht haben und bauen daraus unsere eigenen Batterien für die kommenden Tesla-Modelle eben. Ich denke, das wird auf jeden Fall ein Punkt sein, den man verfolgen muss, wo man einfach schauen wird, okay, inwieweit integriert Tesla noch andere Prozesse, Zukaufteile bisher stärker in die eigenen Prozesse oder bringt es in die eigene Hand, damit man einfach unabhängiger von anderen Firmen wird. Und das hat das Unternehmen in der Vergangenheit schon gut gezeigt und jetzt wird man eben sehen, wie es weitergeht. Bis Ende des Jahres soll es dazu noch eine Pressekonferenz geben, wo Tesla dann eben auch zum Thema Batterie nochmal deutlicher Stellung bezieht, wie gemacht werden soll künftig. Ich denke, da heißt es einfach abwarten und Tee trinken und dann sind wir gespannt, was Elon Musk uns da aufzeigen wird. Kommen wir mal weg von Tesla hin zu BMW. BMW hat die Woche auch ein bisschen aufgefahren. Bekanntermaßen standen einige Modellpflegen bei BMW an im Bereich Plug-in-Hybride, die jetzt in den kommenden Jahren auf die Straße kommen sollen. Aber man hat eben auch bekannt gegeben, dass man die Markteinführung von E-Autos beschleunigen wird. Die Rede ist davon, dass man nun bis 2023 um die 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben möchte und nicht erst 2025, wie es eigentlich mal geplant war. Sprich, zwei Jahre schneller dreht man jetzt schon das Rad und möchte eben auch E-Autos schnell auf die Straße bekommen. Des Weiteren hat der Vorstandschef Harald Krüger das Ziel ausgegeben, den Absatz von elektrifizierten Automodellen, da sind wir aber wieder bei E-Autos und Plug-in-Hybriden, jedes Jahr um mindestens 30% zu steigern. Von Seiten BMW wurde diese Aussage im Rahmen der Next-Gen-Veranstaltung, bei der der BMW Vision M Next, gibt es übrigens auch gar nicht im Portal zu sehen, und das BMW Motorrad Vision DZ Roadster seine Weltpremiere feierte, kommentiert. Und Krüger hat gesagt, wir drücken beim Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität aufs Tempo und machen unser Unternehmen fit für die Zukunft. In den vergangenen zwei Jahren haben wir konsequent zahlreiche Entscheidungen getroffen, die wir jetzt auf die Straße bringen. Bis 2021 werden wir den Absatz elektrifizierter Fahrzeuge gegenüber 2019 bereits verdoppeln. was verdoppelt man, weil E-Autos klar, BMW i3 hat man schon auf der Straße, setzt sich auch gut ab, fährt sich auch wunderbar, wie ich selbst schon erfahren durfte, aber so richtig gibt es eben noch keine weiteren E-Autos auf der Straße. Die kommen jetzt erst in den kommenden Jahren, von daher darf man davon ausgehen, Krüger geht stark davon aus, dass wahrscheinlich Plug-in-Hybride erstmal den Hauptteil des Absatzes E-Mobile werden es unterstützen, kommen Stück für Stück nach und übernehmen dann hoffentlich die Führung auch dabei, aber das wird man sehen müssen. Was allerdings auch interessant war in diesem Zusammenhang ist eben, dass nachhaltige Mobilität nachhaltig erzeugt werden sollte, laut Krüger. Das ist ein Ziel, was definitiv unterstützenswert ist. Und er gab eben auch zu verstehen, dass BMW ab dem Jahr 2020 für die eigenen Standorte weltweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen einzukaufen gedenkt. Damit möchte man eben auch aufzeigen, dass man die eigene gesellschaftliche Verantwortung wahrnehme in all ihren Facetten. Und das ist auch der Ansatz, der irgendwo richtig ist, dass man sagt, wenn wir schon emissionsfrei fahren, dann versuchen wir auch emissionsfrei die Fahrzeuge herzustellen. Und einer der ersten Schritte dabei ist eben halt auch grünen Strom sozusagen zu verwenden für die Produktion. Zu einer rein grünen Produktion gehört dann natürlich noch mehr, aber das werden die Folgeschritte sein. Ich denke, hier ist es auch einfach wichtig zu sehen, es bewegt sich was, es werden Schritte nach vorne gemacht, wo man sich drauf verpflichtet und die man auch relativ einfach umsetzen kann, auch wenn es ein bisschen Gewöhnung natürlich ist. Ansonsten stand ja die Woche der Besuch im Kanzleramt an, beim Automobilgipfel, kurz da auch noch auf BMW. Im Gegensatz zu VW beispielsweise haben sie sich eben nicht nur rein zum E-Auto bekannt, sondern haben gesagt, okay, Technologieoffenheit und Ausbau der Ladeinfrastruktur sind wichtig. Wir müssen da mehrere Wege parallel begehen, um dann eben zu einem späteren Zeitpunkt die beste Lösung für alle zu finden. Das zum Thema BMW. Ganz am Ende gibt es noch eine ganz kurze Meldung, weil so richtig viel Infos sind noch nicht bekannt, aber der Opel Astra kommt zurück nach Rüsselsheim. Wurde die Woche bekannt und wie im Paceplan versprochen von der Group PSA soll dem hessischen Werk investiert werden. Zeigt sich eben dadurch, dass der Astra wieder zurückkommt. Die Besonderheit daran, er wird auch elektrifiziert werden, liegt eben daran oder ist dadurch begründet, dass die nächste Generation des Astras auf der EMP2-Plattform, der Crew PSA, passiert. Diese Plattform bildet eben die Basis für die nächste Generation von Plug-in-Hybriden für SUV, CUV, Midrange- und High-End-Fahrzeugen, kann aber eben auch für reine E-Fahrzeuge verwendet werden. Wie der Astra dann schlussendlich im Hof oder auf der Straße steht, wird man sehen, aber zumindest sagt man auch, man bekennt sich zum einen zu dem deutschen Fertigungsstandort. Und auch zur Elektrifizierung der Marke und geht damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, nachdem erst kürzlich die vollelektrische Version des Opel Corsa quasi das Pardon zum Peugeot E208 angekündigt wurde. Das war es auch schon mit der heutigen Kurzschlussausgabe. Ich hoffe, diese drei, vier News, die du jetzt mit auf den Weg bekommen hast, in knapp 15 Minuten, haben dir nochmal kurz und knapp die Woche zusammengefasst. Du kannst ein bisschen was mit die nächste Woche reinnehmen, nochmal drüber nachdenken. Gerne auch mit den Links aus den Shownotes oder aus dem Portal vertiefen die News. Wenn du Fragen hast, Kommentar genügt oder auch eine E-Mail. Ich werde mein Bestmögliches tun, um die zu beantworten. Ich freue mich aber auch wie immer über Kritik, Anregungen und so weiter. was man besser machen kann, was man im Podcast behandeln kann, was auftauchen sollte, was dich einfach interessiert an der E-Mobilität. Und sage einfach vielen Dank dafür, dass du auch diese Woche wieder dazugehört hast. Das ist mir echt eine Freude. Und würde mich auch darüber freuen, wenn du bei iTunes, Spotify und Co. oder wo du irgendeinen Podcast hörst, eine Bewertung hinterlässt. Offen und ehrlich, so wie dir der Podcast eben gefällt. Einfach, dass wir die E-Mobilität und Elektroautos noch ein bisschen in die Masse reinbekommen. Und wenn es nur über einen Podcast ist. Nun bleibt mir nicht mehr viel zu sagen. Also ciao, mach's gut. Bis zur nächsten Woche.