UrmO - Interview

Im gemeinsamen Gespräch mit Sebastian Signer habe ich mich über sein StartUp UrmO ausgetauscht, welches er gemeinsam mit seinen Mitgründern Felix Ballendat und Jakob Karbaumer ins Leben gerufen hat.

Das Münchner Start-Up hat es sich zur Aufgabe gemacht die Urbane Mobilität auf ein neues Level zu heben. Hierbei konzentriert man sich bewußt auf die "letzte Meile" im alltäglichen Verkehr. Im Interview mit Sebastian erfährst du über deren E-Floater und die Zukunftsvisionen von UrmO

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Willkommen zur vierten Folge des ElektroautoNews.net Podcasts. Ich heiße Sebastian und heiße dich willkommen. Es freut mich, dass du zuhörst, denn heute widmen wir uns wieder einem sehr interessanten Thema. Wie schon in der vergangenen Folge, habe ich auch diese Folge ein Interview geführt. Dieses Mal ein Interview mit Sebastian Signer. Von Urmo, einem E-Mobilität-Startup aus München. Anzumerken ist, dass auch hier im Mittelpunkt kein E-Auto steht, sondern ein E-Floater, der den gleichen Namen wie das Unternehmen, also Urmo, trägt. Urmo an sich steht für urbane Mobilität und denkt diese weiter. Konzeptioniert ist der E-Floater für die letzte Meile, sprich die letzten 1-3 Kilometer in der Stadt bzw. für die innerstädtische Fortbewegung. Aber auch das alles erfährst du im Interview mit Sebastian. Daher kann ich dir nur empfehlen, dranbleiben und zuhören. Hi Sebastian, vielen Dank, dass du beim Podcast-Interview hier mitmachst für Elektroauto News. Vielleicht stellst du dich einfach mal selbst vor und auch das Unternehmen, das du jetzt hier im Podcast sozusagen vertrittst.

  3. Sebastian Signer:

    Ja, gerne. Also ich bin auch der Sebastian. Hi. Ich bin einer von den drei Gründern von OMO. Und wir sind ein Startup aus München und wir haben ein neuartiges Fahrzeugkonzept entwickelt für die Überwindung der letzten Meile. Und die Besonderheit, ich nehme das gleich noch vorweg, die Besonderheit an unserem Fahrzeug ist, dass es sehr leicht ist und sehr, sehr klein. Und diese kleine Größe erreichen wir durch einen Klappmechanismus, den wir selbst entwickelt haben, wodurch man das Fahrzeug mitnehmen kann. in andere Verkehrsmittel. Das heißt, man kann es einfach perfekt mit in die U-Bahn nehmen oder man kann es im Kofferraum verstauen und hat es so immer für die letzte Meile dabei. Das ist der Hintergrund unserer Firma.

  4. Sebastian:

    Okay, sehr schön. Das heißt, du hast eben gerade gesagt, ihr seid drei Gründer. Das bist jetzt zum einen du, dann der Felix Ballendat, wenn ich das richtig weiß, und der Jakob Karbaumer noch.

  5. Sebastian Signer:

    Genau, richtig. Wir sind die drei Gründer. Der Felix ist eher zuständig für die komplette mechanische Entwicklung des Fahrzeugs. Der Jakob ist für die elektronische Entwicklung zuständig. Und ich bin der Business Guy, sagen wir immer schön. Ich bin zuständig für den gesamten Unternehmensaufbau, für den gesamten betriebswirtschaftlichen Teil. Da haben wir uns die Aufgaben sehr gut geteilt.

  6. Sebastian:

    Das hört sich ja tatsächlich sehr gut an, so von der Aufteilung her. Man redet sich genau.

  7. Sebastian Signer:

    Man redet sich nicht so viel gegenseitig rein. Man ist sowieso ja genug im Gespräch den ganzen Tag, weil es ja viele Themen gibt, auch die alle gemeinsam irgendwie beantworten müssen. Aber so hat jeder seinen abgegrenzten Arbeitsbereich, wo man sich frei entfalten kann, wo auch jeder die Verantwortung jeweils trägt. Und am Ende des Tages müssen wir nur die wichtigen Dinge gemeinsam entscheiden.

  8. Sebastian:

    Damit halt der Endweg dann oder der richtige Weg sozusagen feststeht und auch verfolgt wird dann, ne?

  9. Sebastian Signer:

    Ja, genau. Wir wollen natürlich alle auf der gleichen Seite stehen und in die richtige Richtung gehen. Deswegen verfolgen wir natürlich eine gemeinsame Vision. Wie das dann jeder in seinem eigenen Arbeitsbereich umsetzt, kontrollieren wir uns nicht gegenseitig, sondern wir arbeiten schon auf Vertrauensbasis. Das muss auch sein bei einem Start-up, dass man sich vertraut.

  10. Sebastian:

    Gut, und ihr habt ja auch ein gemeinsames Ziel, das euch verbindet. Von daher sollte das ja auch passen. Die Richtung ist ja vorgegeben. Jetzt hattest du ja schon erwähnt, ihr habt ein neuartiges Fahrzeugkonzept entwickelt, was vor allem für die letzte Meile eben gedacht ist. Wie du jetzt auch schon angedeutet hast, handelt es sich auch nicht um ein E-Auto oder sowas in die Richtung, sondern wie würdest du, also ich habe es als E-Floater kennengelernt, so stand es da. Kannst du vielleicht mal ein bisschen mehr zu dem Fahrzeugkonzept erzählen noch?

  11. Sebastian Signer:

    Ja, gerne. Der Begriff E-Floater, das ist sowas, was man in Deutschland manchmal verwendet. Wir wissen noch nicht genau, wie da der richtige Begriff ist oder wie da die richtige Bezeichnung ist in unserem Fahrzeug. Wir sagen, es ist ein, also auf Englisch wäre es ein Self-Balancing Scooter, also ein selbstbalancierender Roller. Und das ist auch das, was wir von der Technik her machen. Also es funktioniert grundsätzlich wie ein Segway. Das heißt, das Fahrzeug balanciert selbst auf zwei Reifen, die links und rechts sind, nicht wie bei einem normalen Roller vorne und hinten. Und das Fahrzeug balanciert elektronisch. Und man steht mit beiden Beinen drauf und durch Gewichtverladung nach vorne und hinten beschleunigt und bremst mit dem Fahrzeug. Das ist so dieses grundsätzliche technische Prinzip, was vom Segway bzw. von Dean Kamen, dem Erfinder des Segway, damals erfunden wurde, was auch jetzt nicht unsere Erfindung ist, sondern das ist für uns Stand der Technik, sondern was wir damit gemacht haben, Das nutzt im Übrigen auch jedes Hoverboard, diese Technologie grundsätzlich. Was wir gemacht haben eben ist, dass wir dieses Fahrzeugkonzept des Segways genommen haben und es so radikal vereinfacht haben, dass es eben leicht wird. Es wiegt jetzt nur noch 6,5 Kilo. Und dieser Klappmechanismus, der das Fahrzeug perfekt macht, um es mitzunehmen überall hin. Das sind die zwei Punkte, die es herausragend macht für uns. Und das ist eben dann diese Alltagshäufigkeit, Man kann es einfach mit in die Bahn nehmen, ohne dass man wie bei einem Klappfahrrad mit irgendwelchen kleinen Hädelchen dann hin und her und dann immer noch ein wahnsinnig sperriges und schweres Gerät hat, sondern es hat die Größe eines Aktenkoffers und das Gewicht von 6,5 Kilo kann man nah am Körper tragen und es ist auch so, dass man mal die Treppe rauf oder runter sehr, sehr einfach tragen kann.

  12. Sebastian:

    Okay, das hört sich ja schon mal sehr interessant an, gerade diesen Vergleich mit dem Powerboard. Hätte ich jetzt auch angebracht oder da hatte ich auch zuerst dran gedacht. Aber natürlich, klar, dieser Vorteil dann da, 6,5 Kilo, schön zusammenklappbar. Wurde auch relativ einfach, so wie ich jetzt schon in dem einen oder anderen Video sehen konnte. Macht es ja echt interessant für die Stadt dann hauptsächlich. Ich denke, das ist auch so das Haupteinsatzgebiet, wo ihr jetzt erstmal angedacht habt.

  13. Sebastian Signer:

    Genau, auf jeden Fall. Also es eignet sich am besten für die Stadt. Höchstgeschwindigkeit mit 15 kmh ist jetzt nicht, wo man über Landstrecken fahren möchte, weil da ist man einfach zu langsam. Das ist für die Distanz, sagen wir, die optimale Distanz ist zwischen 1 und 3 Kilometern. Das ist da, wo das Fahrrad ist, vielleicht noch zu kurz. Und man hat das Fahrrad jetzt auch nicht unbedingt dabei in der Stadt, wenn man mit der U-Bahn fährt oder mit dem Auto. Das sind eben diese kürzeren Distanzen. Was zum Laufen, wenn man es im Alltag immer laufen muss, zu weit ist, Aber für andere Verkehrsmittel aber auch einfach zu kurz. Und für das Auto zum Beispiel macht die Strecke unter drei Kilometern auch keinen Sinn. Und da sehen wir den Einsatz weg hauptsächlich.

  14. Sebastian:

    Klar, leuchtet auch einer so. Gerade bis ich mein Auto angeschaltet und vielleicht aus der Parklücke rausgefahren habe und dann mal losgefahren bin und dann vor Ort wahrscheinlich auch wieder einen Parkplatz suchen muss, bin ich da dann tatsächlich schneller unterwegs.

  15. Sebastian Signer:

    Genau, das ist auch das Thema. Wie haben wir angefangen oder wo kommt die Idee her, so ein Fahrzeug zu entwickeln? Ist auch die Idee in der Stadt, ist einfach so, durch mehr und mehr Menschen, die in die Städte ziehen, werden die Straßen immer voller. Das sieht man ja heute auch schon in der Deutschen. Es gibt mittlerweile die Stauhauptstädte, die jährlich gerankt werden, wo die Leute im Jahr, ich glaube, der aktuelle Staurekord ist im Jahr 51 Stunden, stehen die Leute im Jahr in Stau. Ich glaube, München ist es, glaube ich, nicht mehr seit diesem Jahr. die Stauhauptstadt, sondern ich glaube, das ist jetzt Stuttgart oder Köln irgendwie. Auf jeden Fall, da sieht man ja, dass dieses Thema Stau in unserem Alltag ein sehr, sehr großes Thema oder sehr, sehr viel Platz einnimmt, eigentlich vollkommen überflüssig ist. Und dem kann man nur durch neue Artikelverkehrskonzepte oder Mobilitätskonzepte entgegenwirken. Und bei unserem Fahrzeug ist eben der Fußabdruck sehr, sehr klein. Es ist keine acht Quadratmeter groß, es ist sehr, sehr klein. und nimmt eben auch keinen Parkplatz weg. Das heißt, man sucht am Ende auch nicht, also ich wohne hier in München, ich fahre sehr, sehr ungern Auto, beziehungsweise ich fahre sehr, sehr ungern mein Auto weg, weil ich weiß, wenn ich zurück nach Hause komme, dann suche ich mich eine Stunde lang nach dem Parkplatz. Also vor meiner Haustür sowieso nicht, sondern wenn ich Glück habe, ist der Parkplatz 300 Meter von zu Hause entfernt. Wenn ich Pech habe, dann laufe ich schon auch mal 500 Meter zu meiner Wohnung und das ist halt im Alltag... diese Zeit, die einem dann einfach abgeht.

  16. Sebastian:

    Natürlich, wenn du selbst auch keine Zeit, die du irgendwie sinnvoll verbringen kannst, aber dich darüber freust, dass du dann die laufen oder mit Suchen verbringen kannst, das leuchtet schon ein dann. Tatsächlich habe ich heute gerade gehört, das sind 65 Stunden, wie man ehrlich im Stau steht. Also sprich dann gerade noch mal mehr für euch und euren Floater, damit man den dann doch eben auch dafür nutzt, gerade so München Habe ich auch schon das eine oder andere Mal mit dem Auto erleben dürfen. Ich muss sagen, auch da lieber die öffentlichen Verkehrsmittel oder dann auch so euer Fahrzeugkonzept. Das leuchtet mir auch mehr ein und würde ich dann, glaube ich, auch lieber nutzen.

  17. Sebastian Signer:

    Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sowieso ja auch in den größeren oder den großen deutschen Städten sehr, sehr gut ausgebaut. Also man hat ja im Umkreis von zwei, drei Kilometern auf jeden Fall mehrere Zugänge oder Stationen von öffentlichen Verkehrsmitteln. wenn man jetzt eben da so eine Verlängerung hat. Man möchte den Weg halt nicht zu Fuß gehen. Weil wenn ich einen Kilometer gehen muss, das ist schon wieder eine Viertelstunde bis 20 Minuten zu Fuß. Das ist im Alltag dann doch zu viel. Auch wenn das Gehen natürlich das Gesündeste wäre für uns alle, aber das ist einfach Zeit, die uns dann fehlt. Und die Pendelzeit oder die Zeit, die die Leute in der Früh und am Abend auf dem Weg zur Arbeit verbrauchen, steigt sowieso schon auch an, weil die Städte auch einfach größer werden. Da haben wir dann angefangen, uns Gedanken zu machen, das Auto ist nicht die richtige Lösung für die Zukunft. Selbst wenn es elektrifiziert ist, dann hat man nicht mehr das Problem mit der Abgasbelastung, aber trotzdem hat man das Platzproblem. Und diese Verstopfung der Straßen, das löst auch ein normales Elektroauto nicht. Und so sind wir eben auch drauf gekommen. Der Felix, mein Mitgründer, der hatte sich einen alten BMW Z3 gekauft, und hat den umgerüstet auf elektrischen Antrieb in seiner eigenen Garage.

  18. Sebastian:

    Das fand ich auch sehr interessant tatsächlich. Also Felix ist auch, wenn ich es richtig weiß, hat er auch den Maschinenbauer-Hintergrund bei euch?

  19. Sebastian Signer:

    Genau, Jakob und Felix haben beide Maschinenbauer-Hintergrund oder haben beide Maschinenbau studiert. Und der Felix hat eben schon früher auch in seiner Freizeit angefangen, mit Elektroantrieben zu tüfteln und hat eben dann auch sein eigenes Auto umgerüstet. der übrigens immer noch fährt und auch Straßenzulassungen und alles hat. Und eine Reichweite von, ich glaube, 180 Kilometern immer noch hat.

  20. Sebastian:

    Ist ein Wort.

  21. Sebastian Signer:

    Also, und das Auto ist mittlerweile sechs Jahre, also nicht sechs Jahre alt, sondern vor sechs Jahren hat er das mittlerweile umgebaut. Das heißt, das war damals eine echte Leistung.

  22. Sebastian:

    Ja, definitiv. Ich meine, da hatten wir noch nicht den Stand, dass dann jeder Automobilbauer zumindest öffentlich dann da seine Pläne schon offengelegt hat mit E-Autos oder Entwicklung.

  23. Sebastian Signer:

    Nein, damals gab es halt Tesla, die gab es damals auch schon, die hatten aber damals auch eine ähnliche Reichweite, also das war nicht so, dass die deutlich weitere Reichweite hatten. Und ich meine, der Felix hat das mit seiner eigenen, mit seiner privaten Werkstatt umgebaut. Gut ab. Und dann ist er eben in die Stadt gefahren und hat dann festgestellt, er kommt halt auch nicht richtig vom Fleck. Und Autofahren auch mit einem E-Auto in der Stadt macht keinen Spaß. Und so hat er dann angefangen darüber nachzudenken, wie Fahrzeugkonzepte ausschauen müssen, die kleiner und leichter sind, um Mobilität in der Stadt zu gewährleisten.

  24. Sebastian:

    Dann seid ihr quasi auf URMO. URMO ist der Unternehmensname eures Unternehmens.

  25. Sebastian Signer:

    Genau. URMO heißt unsere Firma und im Augenblick auch unser Produkt. URMO steht für Urbane Mobilität. Die Abkürzung für urbane Mobilität. Und steht im Moment auch für unser Produkt noch. Wir wissen aber nicht, bei Auslieferung im Oktober nächstes Jahr wollen wir ausliefern die ersten Fahrzeuge, die jetzt ja schon vorgestellt sind. Wo wir gerade eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter laufen hatten. Und auch aktuell läuft die noch auf Indiegogo. Die werden nächstes Jahr im Oktober bzw. November ausgeliefert. Und da überlegen wir dann noch, ob wir das Fahrzeug noch anders benennen sollen. Oder ob das Fahrzeug auch weiterhin Omo heißt oder Omo 1 oder One. Wir wissen es noch nicht genau, aber auf jeden Fall unsere Firma wird weiterhin so heißen, weil das Thema, was uns beschäftigt oder die Vision, die wir haben hinter dem Unternehmen ist, dass wir eine einfache urbane Mobilität anbieten wollen, die gerade die Verbindung von Verkehrsmitteln ist. Das ist unser Ziel und deswegen ist auch das Thema urbane Mobilität steht bei unserem Unternehmen im Mittelpunkt.

  26. Sebastian:

    Das heißt, ihr verschließt euch dann ja aber auch schon mal nicht anderen Konzepten, also Fahrzeugkonzepten oder auch Antriebskonzepten, die ihr vielleicht zukünftig dann noch nutzen könnt. Der Floater ist jetzt sozusagen der Startschuss da für die urbane Mobilität bei euch im Unternehmen, aber künftig könnte da natürlich auch nochmal was anderes daraus entstehen.

  27. Sebastian Signer:

    Genau, auf jeden Fall. Ist sogar unser großer Wunsch oder unser Ziel, dass wir, wenn wir den URMO jetzt fertig entwickelt haben und ausliefern, dass wir dann auch schon anfangen mit den ersten Ideen für ein neues Fahrzeugkonzept. Das muss dann nicht unbedingt selbstbalancierend sein. Wir wissen da auch noch nicht genau. Also es gibt schon verschiedene Grundsätze. Ideen natürlich haben wir alle. Aber wir haben uns jetzt im Augenblick noch nicht festgelegt. Das kommt auch so ein bisschen darauf an, wie sich das entwickelt. Im Augenblick ist ja so ein riesiger Hype um diese elektrischen Tretroller. Da wissen wir aber nicht, ob das so sinnvoll ist oder ob das so eine sinnvolle Ergänzung ist, weil es eigentlich hauptsächlich ein Ersatz für das Fahrrad ist. Diese Tretroller, das sind so mit dem elektrischen Tretroller, das kennt man ja, auch das Fahrgefühl, das ist für die Stadt, aber wahrscheinlich auch zu groß und zu schwer.

  28. Sebastian:

    Und auch zu unhandlich dann tatsächlich wieder, ne?

  29. Sebastian Signer:

    Genau, das ist also so diese Tretroller, die leichtesten wiegen um die 10 Kilo und haben immer noch, auch wenn man sie zusammenklappen kann, immer noch ein sehr, sehr unhandliches Format, ein längliches Format eben. Und das bietet jetzt nicht alle Vorteile einer intermodalen Mobilität, weil man es eben nicht so leicht mitnehmen kann. Und wenn man es jetzt im Kofferraum vom Auto verstauen will, passt es eben nicht so leicht hinein. Und deswegen sind wir uns da auch nicht so sicher. Wir haben das Thema auch schon diskutiert, ob wir vielleicht als nächstes Fahrzeug auch so einen Roller entwickeln wollen. Aber wir sind uns da eben nicht sicher, ob das wirklich das sinnvollste Fahrzeug ist.

  30. Sebastian:

    Was man dann angehen sollte, ja. Aber gut, ich meine, ihr konzentriert euch ja jetzt erstmal auf euren Urmuff. Auf den Floater, bis der dann tatsächlich im Oktober wahrscheinlich auf dem Markt ist dann hoffentlich. Und dann haben wir auch den Kopf frei für neue Projekte sozusagen.

  31. Sebastian Signer:

    Dann haben wir den Kopf frei. Also es ist nicht so, dass wir dann alles sehen und biegen lassen. So einfach geht es natürlich auch nicht. Aber zumindest haben wir dann ein Fahrzeug schon mal erfolgreich in die Serienproduktion gebracht. Wir wollen ja auch nicht selber produzieren, sondern wir wollen einen großen Partner haben. Oder wir sind im Gespräch mit großen Herstellern, die das Fahrzeug für uns produzieren lassen oder produzieren, damit wir eben nicht die Produktion dann auch noch persönlich betreuen müssen, sondern dass wir uns dann konzentrieren können auf einerseits natürlich Weiterentwicklung, aber auch gleichzeitig den Vertrieb des Fahrzeugs. Also wo kann man ihn kaufen, wie kann man ihn kaufen, Kundenservice und all diese Themen.

  32. Sebastian:

    Klar, sind ja auch alles Baustellen, die dann noch neben dem eigentlichen Fahrzeug natürlich angegangen werden müssen von euch.

  33. Sebastian Signer:

    Ja, klar, große Baustellen.

  34. Sebastian:

    Richtig, ja. Ja, aber gut, jetzt kommen wir gerade nochmal zu dem Floater von euch zurück. Und zwar hatte ich mir jetzt mal aufgeschrieben oder Gedanken dazu gemacht, wie ist denn die Vorstellung jetzt? Also ich finde die Vorstellung schon mal gut. Du kommst aus der U-Bahn raus, packst deinen Aktenkoffer großen Floater auseinander, stellst dich drauf, fährst los. Brauche ich einen Helm dafür, wenn ich damit fahre? Weil er fährt 15 Kilometer in der Spitze schnell, hast du gesagt. Oder kann ich da einfach so draufstellen? Brauche ich einen Führerschein vielleicht sogar dafür? Oder kann ich mich da einfach wie bei einem Hoverboard oder Segway dann auch tatsächlich gerade draufstellen und losfahren?

  35. Sebastian Signer:

    Also es ist so, die gesetzliche Regelung in Deutschland ist im Moment ja noch nicht final. Sondern es wird gerade an der elektrischen Kleinstfahrzeugverordnung gearbeitet, die diese Fahrzeugklasse schafft. Und zwar, da fallen ja diese elektrischen Tretroller rein und da wird auch der O-Motor dann reinfallen. Das wollen wir auch bewusst so. Wir könnten theoretisch uns auch jetzt schon zulassen mit der Mobilitätshilfeverordnung. Also so wie der Segway mit so einem Mofa-Nummernschild. Aber da möchten wir eigentlich nicht so ein Nummernschild dran haben. Weil es einfach sehr groß ist, umständlich. Und deswegen, also es ist mit dem Helm, es wird höchstwahrscheinlich keine Helmpflicht geben. Wobei das ja nicht heißt, dass man keinen Helm tragen sollte.

  36. Sebastian:

    Kann ja dann jeder wieder für sich entscheiden.

  37. Sebastian Signer:

    Genau, muss jeder für sich selber wissen, wie sicher er sich auch fühlt. 15 kmh, sage ich jetzt mal, ist keine Teufelsgeschwindigkeit. Es ist schon so, dass man im Zweifelsfall auch noch abspringen kann und die Geschwindigkeit laufen. Also das ist auch von uns, die Geschwindigkeit ist bewusst gewählt. Es ist nicht so, dass das eine technische Höchstgeschwindigkeit ist vom Fahrzeug, sondern wir haben uns überlegt, wie schnell muss die Geschwindigkeit in der Stadt wirklich sein und wo ist da die Grenze zwischen Sicherheit und schnellem Vorwärtskommen. Und da sind wir eben auf diese 15 kmh gekommen, weil am Ende des Tages wird es sowieso wahrscheinlich so sein, dass man in der Stadt von Ampel zu Ampel fährt. Und da bringen einem dann drei oder fünf kmh mehr auch nicht das Schnellere vorankommen. Sondern es erhöht einfach nur die Verletzungsgefahr und die Unfallgefahr.

  38. Sebastian:

    Ja, richtig. Aber das ist ja schon mal ein guter Ansatz von euch, dass ihr sagt, ihr macht da bewusst oder bringt bewusst diese Grenzen mit ein, um einfach dann auch irgendwelchen Kamikaze-Fahrer da dann... ein bisschen entgegenzuwirken und auch den Straßenverkehr dann sicherer zu machen, weil das ist ja, das würde jetzt auch nichts bringen, wenn dann, oder in eurer Idealvorstellung sind ja dann auch mehrere Leute mit den Floatern unterwegs und fahren damit, dann nicht nur einzelne Personen und ich denke, das wird ja auch ein bisschen schwieriger dann von dem Verkehr an sich. Fährt man die E-Floater, also euren Urmo, auf dem Gehweg oder fährt man den auch tatsächlich auf der Straße dann ganz rechts oder wie ist das denn gedacht?

  39. Sebastian Signer:

    Den wird man auf dem Fahrradweg fahren dürfen. Auf dem Fahrradweg, okay. Also es wird, wie gesagt, so wie die Tretroller wird er behandelt, das heißt auf dem Fahrradweg und wo kein Fahrradweg ist, am rechten Fahrbahnrand. Okay. Man wird auch Beleuchtung haben, das heißt man wird dann auch gesehen, das ist jetzt auch auf der Straße kein Himmelsfahrtskommando, aber es ist natürlich auf dem Fahrradweg, ist es vom Geschwindigkeitsbereich die richtige Beleuchtung. Der richtige Bereich, weil 15 kmh ist eine Geschwindigkeit, die man auf einem Fahrrad fährt. Schnellere Fahrradfahrer fahren natürlich deutlich schneller als 15, ist auch klar. Wobei die dann auch auf die Straße ausweichen, teilweise bei ihnen, wenn es zu langsam vorwärts geht. Und jetzt würde ich aber gerne, also du hast gerade eben ja noch gesagt, wie soll das funktionieren, wenn du aus der U-Bahn kommst, mit dem Romo. Es ist so, das Fahrzeug ist so konzipiert, dass man es einhändig bedienen kann. Das heißt, Man kann es in einer Hand tragen, man kann es mit einer Hand ausklappen und dann kann man sich draufstellen und kann freihändig losfahren. Es ist nicht so, dass man eben mit vielen, was ich gerade eben gesagt habe, mit Schnappern und auf und zu und dann wird das Klappen kompliziert, sondern man hebt einfach den Dirft hoch und dadurch klappt sich das Fahrzeug auch zusammen. Und runter ist genauso einfach, man stellt ihn hin und zieht ihn mit einer Hand auf. Und dadurch aktiviert sich das Fahrzeug auch sofort wieder. Und damit ist auch gewährleistet, wenn man in der Früh unterwegs ist oder überhaupt, wenn man in der Stadt unterwegs ist, man hat im Zweifelsfall immer irgendwas in der Hand. ein Telefon oder Einkäufe und selbst wenn es nur ein Kaffeebecher ist. Und deswegen war das für uns auch sehr wichtig, dass es so einfach wie möglich zu bedienen ist, damit man eben, wenn man aus der U-Bahn kommt oder wenn man die Treppen rauf geht, es auch mit einer Hand bedienen kann.

  40. Sebastian:

    Definitiv ein großer Pluspunkt, weil, so wie du sagst, in der Stadt hast du immer irgendwas in der Hand. Und wenn ich dich richtig verstanden habe, reicht es dann auch tatsächlich aus, wenn ich es auf dem Boden stelle, ausklappe, ist es angeschaltet und ich kann mich draufstellen und losfahren.

  41. Sebastian Signer:

    Genau, das ist die Idee. Es aktiviert sich automatisch, du kannst draufsteigen und kannst sofort losfahren und musst dann sonst im Endeffekt nichts mehr machen.

  42. Sebastian:

    Okay, das hört sich ja gut an. Wie ist das denn von der Gewichtsbegrenzung her? Du hast gesagt, dass der Floater an sich, der URMO, der bringt 6,5 Kilo mit sich. Mit wie viel Kilo kann ich mich denn maximal auf den Floater draufstellen?

  43. Sebastian Signer:

    Der URMO wird zugelassen bis 120 Kilo sein. Bis 120 Kilo, okay.

  44. Sebastian:

    Ja. Schön. Und von der Fahrzeit her, oder es gibt ja, glaube ich, die Reichweite pro Akkuladung in Kilometer an 20 Kilometer, habe ich, glaube ich, gelesen.

  45. Sebastian Signer:

    Stimmt das? Ja, genau. Das ist ein relativ realistischer Nutzzyklus. Also es ist jetzt nicht im Labor bei uns gemessen, sondern es ist tatsächlich auch ein städtischer Zyklus. Das heißt, mit Anfahren und Bremsen. bergauf und bergab, wobei das Fahrzeug sowieso rekuperiert beim Bremsen. Muss es sowieso ja, weil es ja elektrisch bremst. Das heißt, die Energie beim Bremsen muss irgendwo hin und die können wir zurück in den Akku speisen. Und so schaffen wir diese 20 Kilometer auch realistisch. Das ist jetzt in Fahrzeit, je nach Geschwindigkeit, man fährt ja nicht immer die Höchstgeschwindigkeit, ist es ungefähr ein Viertel bis eineinhalb Stunden, sage ich mal. eineinhalb Stunden ist realistisch, bis der Akku leer ist, wenn ich in der Stadt fahre. Wobei das dann eben diese maximale Reichweite, 20 Kilometer, würde ich jetzt auch nicht empfehlen, die an einem Stück zu fahren, weil es einfach langweilig wird auf die Dauer. Wenn ich eine Strecke von 20 Kilometern zurücklegen will, dann gibt es bessere Verkehrsmittel als unsere Fahrzeuge.

  46. Sebastian:

    Richtig, ich meine, so wie du ja vorhin gesagt hast, ihr seid so für die Entfernung 1 bis 3 Kilometer dann konzipiert, auch mal 5 Kilometer gehen damit dann, aber wenn es dann drüber hinaus geht, greife ich dann halt doch zum E-Roller oder zum Fahrrad vielleicht oder wahrscheinlich sogar zum Auto manchmal, je nachdem, wo ich bin. In München jetzt wahrscheinlich eher weniger, aber bei uns auf dem Land wäre das schon eher der Fall.

  47. Sebastian Signer:

    Ja, guter Land.

  48. Sebastian:

    Richtig. Gibt es eine maximale Steigung, die man mit dem Uhrmotor zurücklegen kann? Seid ihr da irgendwie begrenzt oder kriegt ihr in der Stadt da fast alles hin?

  49. Sebastian Signer:

    Also in der Stadt kriegen wir alles hin. Es ist trotzdem begrenzt nach 15 Grad. Äh, nicht 15 Grad, Entschuldigung, 15%. Okay. 15 Prozent Steigung sind ungefähr 8,5 Grad, 8,7 Grad, so was sind 15 Prozent Steigung. Da gibt es aber in deutschen Städten, also wir haben das hier bei uns, die Tiefgarageneinfahrt, die meisten Tiefgasen oder steile Tiefgarageneinfahrten sind 15 Prozent. Das ist auch unser Testbereich. Also da testen wir auch. Und es ist so, natürlich schafft er auch mehr Steigung. Wir müssen nur garantieren können, dass wir das maximale Gewicht bei der Bergabfahrt auch wirklich bremsen können, ohne zu überhitzen. Und deswegen haben wir da auch eine Grenze quasi eingeführt, dass man maximal schafft. Also wir müssen eben die Sicherheit jederzeit gewährleisten können.

  50. Sebastian:

    Klar. Ja, aber das ist ja jetzt auch greifbar so, wenn du sagst, Tiefgaragen, Einfahrt, da kann ja, denke ich, auch jeder was mit anfangen mit dem Vergleich. Dann 15 Prozent ist natürlich erstmal eine Zahl, die im Raum steht. Aber hast du jetzt schön bildlich dargestellt dann und ist ja dann auch tatsächlich gerade in Städten wahrscheinlich so das Maximum, was man dann mal vielleicht zurücklegen oder hochfahren muss dann oder runter.

  51. Sebastian Signer:

    Genau, das ist wahrscheinlich auch das Maximum, was die Leute fahren, weil man fährt ja auch mal im Tiefgarage und Ein- und Ausfahrt fährt man tatsächlich ja auch mal im Alltag rauf und runter. Das ist ja dann das auch, was der Urmuhl wirklich schaffen muss. Also wenn ich mein Auto irgendwo in der Tiefgarage parke, dann möchte ich vielleicht mit dem Omo ja auch gleich losfahren aus der Tiefgarage. Und deswegen ist es auch gut, dass wir das eben schaffen, die Tiefgaragenrampe dann rauszufahren.

  52. Sebastian:

    Klar. Also das ist ja echt schon mal gut durchdacht. Muss man ja mal anmerken noch.

  53. Sebastian Signer:

    Vielen Dank.

  54. Sebastian:

    Kommt ja nicht von ungefähr, denke ich mal. Von daher ist das schön. Aber darf man trotzdem anmerken.

  55. Sebastian Signer:

    Wir haben uns einige Gedanken gemacht. Wir haben nicht einfach das nächste Fahrzeug entwickelt. Wir haben tatsächlich und Szenarien aus dem Alltag überlegt, was macht Sinn, was macht weniger Sinn. Gerade weil bei uns das Gewicht ja auch so im Mittelpunkt steht. Weil jedes Gramm mehr, oder nicht jedes Gramm, aber jeder 100 Gramm mehr ist einfach ein großes Hindernis oder eine Hürde für die Leute. Und deswegen haben wir natürlich geschaut, was können wir alles weglassen. Was ist wirklich so die Mindesthürde oder die Mindestanforderung, die wir brauchen? Was reicht aus für die Stadt, damit die Leute auch zufrieden sind damit? Und so haben wir uns dann dem Ganzen genähert und haben auch wirklich so lange gesagt, was können wir alles weglassen. was brauchen wir alles nicht und dann am Ende das Gewicht und die Alltagstauglichkeit damit so gut wie möglich zu haben.

  56. Sebastian:

    Ja, aber das ist doch sehr schön, dass ihr da tatsächlich an den tatsächlichen alltäglichen Gegebenheiten sozusagen entlangentwickelt habt und dann nicht irgendwie so ins stille Kämmerlein und dann, naja, man könnte mal und braucht man vielleicht nicht, sondern tatsächlich die Konzentration auf das Wesentliche und auch dann tatsächlich für einen Einsatzzweck und nicht diese eierlegende Bollmilchsau, die es dann da auch immer mal wieder gibt oder die da erdacht wird, aber dann doch nicht so ganz zielführend ist.

  57. Sebastian Signer:

    Das wäre natürlich cool, wenn wir die Eier legen wollen, wenn wir die auch hätten.

  58. Sebastian:

    Definitiv.

  59. Sebastian Signer:

    Aber ich bin mir auch sicher, die gibt es einfach nicht. Nee, das glaube ich auch nicht. Es gibt nirgendwo das perfekte Produkt, was jeden einzelnen Fall abdeckt, sondern es gibt einzelne Anwendungsbereiche und in denen kann man sehr, sehr gut sein. Und das schließt aber dann automatisch aus, dass man in anderen Anwendungsbereichen genauso gut ist.

  60. Sebastian:

    Ja, aber ich meine, da gehört ja auch schon mal ein bisschen was mit dazu oder das auch so zu verstehen und dann auch tatsächlich zu vertreten und sich auf seine Nische festzulegen. Ist ja aber auch gar nicht verkehrt, da macht man es lieber in der gescheit und überzeugt dadurch auf voller Linie, anstatt da alles ein bisschen anzureißen und dann aber auch kein tragfähiges Konzept oder Fahrzeug dann tatsächlich vorweisen zu können. Ja. Ja, zum Floater an sich hätte ich mal noch die Frage. Und zwar 20 Kilometer Reichweite, haben wir gesagt, so ein Viertelstundenfahrt dann eben, wenn ich es denn am Stück fahren würde. Wie lade ich den denn auf? Oder kann ich den, wenn ich in die Firma komme, stöpsel ich den dann wie mein Handy einfach an die Steckdose ran? Oder wie habt ihr euch das gedacht? Beziehungsweise wie ist das denn?

  61. Sebastian Signer:

    Das ist vollkommen richtig. Es funktioniert an der normalen Steckdose und zwar mit einem einfachen Ladegerät, was es für jeden Laptop auch gibt. Also vom Aussehen her, das hat natürlich speziellen Ladestecker, aber so vom Aussehen her ist es wie ein normales Laptop-Ladekabel, was du an der Haushaltsstelle so gelässt. Das heißt, du kannst zu Hause bei dir ein Ladegerät haben und im Büro oder nimmst es jedes Mal mit und kannst es dann unterm Schreibtisch, kannst es dir hinstellen, weil du nimmst ja wie gesagt keinen Platz weg und steckst ihn dann ein an deinem Ladegerät und ist innerhalb von zwei Stunden, wenn er wirklich komplett leer ist, innerhalb von zwei Stunden wieder aufgeladen.

  62. Sebastian:

    Okay, jetzt habe ich noch gelesen, ihr habt auch einen Schnelllader oder mit Schnelllader geht es auf 80% in so 45 Minuten. Stört sich denn da eine Ladestation ran oder was verstehe ich da?

  63. Sebastian Signer:

    Selbes Prinzip. Das Ladegerät ist vom Ausbau genau gleich. Dieser schwarze Kasten, also der Trafo ist ein bisschen größer, weil mehr Strom natürlich da durchfließen muss, beziehungsweise mehr Leistung. Aber grundsätzlich schaut es genau gleich aus. Also es ist kein anderes Prinzip. Also als Kunde sehe ich da keinen Unterschied, außer dass es eben viel schneller geht.

  64. Sebastian:

    Okay, aber ist es dann für den Akku an sich auf lange Sicht schädlicher, wenn der immer schnell geladen wird? Oder wie habt ihr euch das vorgestellt? Ist es da besser, eher mit dem normalen zu laden oder abwechselnd? Dann kann das Schnellladegerät auch langsam laden?

  65. Sebastian Signer:

    Das Schnellladegerät kann nicht langsam laden, weil einfach die Leistung fest voll gegeben ist. Das lädt natürlich am Ende deutlich langsamer. Also wenn es über 80% geht, dann wird es langsamer und langsamer, weil der Akku es sonst nicht aushält. Aber man kann jetzt nicht einstellen, wie der Ladevorgang funktioniert. Es ist natürlich so, rein technisch, wenn man immer den Schnelllader funktioniert, dann altert der Akku ein bisschen schneller. Das ist jetzt kein Prinzip, das bei unserem Fahrzeug nur so ist, sondern das ist einfach grundsätzlich so.

  66. Sebastian:

    Das ist ja allgemein so richtig.

  67. Sebastian Signer:

    Genau. Und deswegen würden wir da empfehlen, zumindest eine gute Mischung bei den Ladevorgängen. Wobei es natürlich auch so ist, man braucht ja nicht immer den Schnelllader. Also es ist ja nicht so, dass man immer die Not hat, dass innerhalb von 30 Stunden die Leistung oder die die Akkukapazität wieder auf 80 Prozent zu haben. Und deswegen empfiehlt sich es. Aber wenn man jetzt zwischen 20 und 80 Prozent lädt, macht es für den Akku eigentlich nichts aus. Egal welches Ladegerät, auch wenn man ständig den Schnelllader verwendet. Erst eben diese Randbereiche, wenn der Akku dann sehr voll ist, zwischen 18 und 100 Prozent, da macht es dann den Unterschied, ob man den normalen Lader, den Standardlader oder den Schnelllader verwendet.

  68. Sebastian:

    Okay. Ja, aber so wie du ja gesagt hast, das wird mir eh nicht ständig brauchen, weil du kommst ja jetzt nicht rein, stürzt es an, willst gleich wieder losfahren und das am besten dann fünf Tage die Woche hintereinander. Da kannst du ja das dann tatsächlich in Ruhe angehen. Das heißt aber, die Akkuladegeräte vertreibt ihr dann auch nochmal zusätzlich. Eins ist wahrscheinlich beim Auslieferungspaket mit dabei und dann könnte ich aber auch nach Bedarf noch so einen Schnelllader mit dazu kaufen oder auch noch ein zweites normales Ladegerät.

  69. Sebastian Signer:

    Genau richtig. Also es gibt den Standard-Ladegerät, ist dabei beim Fahrzeug, ist im Lieferumfang enthalten und man kann bei uns im Onlineshop sich auch einzeln die Ladegeräte, sowohl das Standard-Ladegerät als auch den Schnelllader dazukaufen. Ich kenne das von meinem Letztoff, ich habe zu Hause ein Ladekabel und im Büro ein Ladekabel, weil ich habe halt keine Lust, das ständig mitzuschleppen und ein Ladekabel kostet nicht die Welt. Und ich denke, dass da auch viele Kunden es einfach genauso machen werden. Wobei das ja auch eher so ein Sicherheitsbedenken ist, weil wenn man sich jetzt überlegt, ich fahre am Tag... weiß ich nicht, zwei Kilometer in mein Büro hin und zwei Kilometer zurück, dann würde es theoretisch ja ausreichen, wenn ich einmal in der Woche mein Fahrzeug lade. Aber natürlich wird es, wenn die meisten Kunden trotzdem gerne ihr Fahrzeug immer vollgeladen haben. Das heißt einfach standardmäßig, wenn sie abends nach Hause kommen, stecken sie an die Ladedose, Steckdose, damit es am nächsten Tag einfach wieder voll ist. Fürs Gefühl einfach nur.

  70. Sebastian:

    Da sind wir da ja zumindest mal direkt beim E-Auto auch wieder gleich, weil da hat man ja auch immer dieses Reichweitenangst, Weil die Reichweitenangst, was ich zumindest bisher immer so kennengelernt habe, das muss ja auch am besten oder im Idealfall immer mit 100 Prozent dastehen, abends gleich wieder in die Steckdose oder in die Schnellladebox dran, damit man morgens ja wieder mit voller Kapazität losfahren kann, auch wenn man nur fünf Kilometer fährt.

  71. Sebastian Signer:

    Ja, genau das Thema mit der Reichweitenangst, das kennen wir auch im Elektroauto eben. Das trifft aber bei uns genauso zu auch. Diese 20 Kilometer Reichweite ist so eine Distanz, die wird niemand bemerken. ausfahren im Alltag. Und trotzdem haben wir diese Reichweite oder müssen wir die Reichweite so machen, weil die Leute eben Angst haben, dass die Reichweite sonst nicht mehr ausreichend ist. Dass die sonst zwischendrin einfach das Fahrzeug stehen bleibt und sie nicht weiterfahren können und sie es dann tragen müssen. Was natürlich dann eigentlich vollkommen unbegründet ist, ist aber eben das Problem ja auch mit den Elektroautos. Weswegen die Akzeptanz von Elektroautos ja auch noch nicht so hoch ist, wie sie sein könnte.

  72. Sebastian:

    Richtig, ja. Das ist halt tatsächlich noch ein Problem, aber ist ja gut, wenn es dann auch im Hinblick darauf eben abgebildet ist. Wie sehe ich denn als Nutzer, was ich denn noch an Restreichweite sozusagen zur Verfügung habe? Sind da LED-Lampen dann auf dem Floater drauf, wo ich dann sehe, okay, jetzt komme ich in die letzten 20, 30 Prozent rein?

  73. Sebastian Signer:

    Genau, also an zwei Stellen wird es angezeigt. Einerseits fungieren die Lichtleisten gut. Die während der Fahrt in Rot und Weiß leuchten, formulieren als Akku-Anzeige. Das heißt, wenn ich den hochhebe, dann zeigt es mir automatisch den Akkustand an. Und gleichzeitig wird es auch eine App zum Fahrzeug dazugeben, die auch den aktuellen Ladestand anzeigen wird. Das heißt, entweder ich schaue auf mein Telefon oder wenn ich das Fahrzeug sowieso hochhebe zwischendrin, dann sehe ich auch, wie voll der Akku noch ist.

  74. Sebastian:

    Okay, und was habt ihr mit der App an sich noch geplant, außer dass die dann den Ladezustand eben anzeigt? Wird man dann auch so sehen, okay, ich bin jetzt die letzten drei Wochen 50 Kilometer mitgefahren in Summe. Ist das auch so ein bisschen statistikmäßig dann für die Fahrer?

  75. Sebastian Signer:

    Genau. Einerseits natürlich Statistiken werden für den Fahrer sichtbar sein, damit er auch so ein bisschen sein eigenes Mobilitätsverhalten nachvollziehen kann, sage ich jetzt mal. Dann wird man das Licht auch steuern können. Also man kann die Lichtleiste komplett individualisieren, wie man es möchte. Und was die App auch machen kann, ist Software-Updates aufs Fahrzeug spielen. Das ist für den Nutzer dann auch sehr wichtig und für uns genauso. Das heißt, der Nutzer ist dann mit seinem Handy über Bluetooth-Schnittstelle mit dem Fahrzeug verbunden und spielt dann über... über den Handy oder WLAN-Zugang seines Handys durch Update unserer Firmware auf das Fahrzeug auf und hat deswegen auch immer die Garantie, die aktuellste Firmware auf dem Fahrzeug drauf zu haben.

  76. Sebastian:

    Okay, das ist ja auch durchaus ein Vorteil. Das ist ja auch wieder, wenn ich jetzt wieder an E-Autos denke, ist es ja wieder Tesla das typische Beispiel dafür, die das ja auch dann immer mal wieder machen, wo sie Software dann eben drauf aufspielen können auf ihre Fahrzeuge, dann im Nachhinein nach denen, die schon ausgeliefert und beim Kunden vielleicht schon ein Jahr oder so im Einsatz sind. Das ist ja Sehr dankbar, das Thema.

  77. Sebastian Signer:

    Ist auch für den Kunden der Vorteil, weil er kann sich selber raussuchen, ob er es aufspielen möchte oder nicht. Also es wird weder heimlich noch wird er gezwungen. Aber es ist natürlich von Vorteil, weil er muss nicht zum Service oder muss nirgendwo hin, sondern er verbindet sich einfach, lädt das Update runter und spielt es dann über seine Bluetooth-Verbindung, hat also die volle Kontrolle über das, was er da macht und hat also seinen Nutzvorteil.

  78. Sebastian:

    Das ist ja gut. Also definitiv jetzt gerade noch zu dem Thema Service hast du eben kurz angerissen. Gibt es denn die Notwendigkeit, dass man dann in einem gewissen Turnus dann zum Service vorbeischaut oder das selbst dann irgendwann mal überprüft? Oder sagst du eigentlich einmal gekauft, Software-Updates und dann sollte das unter normalen Umständen auch ausreichen?

  79. Sebastian Signer:

    Grundsätzlich gibt es keinen regelmäßigen Service, den der Nutzer machen muss. Von unserer Seite ist es so, dass das Fahrzeug jetzt ist. Es gibt da keine klassischen Verschleißteile. Das Einzige, was verschleißen kann und wird, sind die Reifen. Das Profil wird abfahren. Das Gute ist aber für den Nutzer, das sind Standard-Fahrradreifen, 14 Zoll. Das heißt, die kann der Nutzer sich entweder selbst kaufen oder natürlich auch bei uns dann nachbestellen und kann er dann sich entweder selbst wechseln. Es ist auch so gedacht, dass die Reifen vom Nutzer gewechselt werden können. mit sehr, sehr geringem Aufwand. Das heißt, da braucht man nur einen Inbusschlüssel in der richtigen Größe. Und dann, wenn das Fahrzeug, das Einzige, wo wir dann tatsächlich den Service auch brauchen, ist, wenn der Akku an seine Kapazitätsgrenze kommt, beziehungsweise dann die Ladezyklen schon so häufig sind, dass der Akku nachlässt, da müsste dann der Nutzer zum Service auch tatsächlich und den Akku austauschen lassen. Weil es ist so, dass wir das so verbaut haben, dass das nicht vom Nutzer selbst zu wechseln ist und deswegen braucht er dann da einen Service. Aber das ist so, dass der Akku mindestens 800 Ladezyklen aushält und dann immer noch 80% der ursprünglichen Leistung hat. Das heißt, 800 Ladezyklen, wenn man davon ausgeht, dass der Nutzer jedes Mal 15 Kilometer fährt pro Akkuladung, wahrscheinlich wird er weniger, aber dann, weiß ich nicht, sagen wir mal 12 oder 15 Kilometer, weil 12 Kilometer, wenn es 9600 Kilometer dir gefahren ist, dann mit Das ist also schon sehr, sehr viel.

  80. Sebastian:

    Das muss er erstmal zurücklegen, richtig?

  81. Sebastian Signer:

    Genau. Das muss man als Strecke erstmal zurücklegen. Auch die Ladezyklen muss man erstmal hinlegen. Und dann ist auch der Service. Der Nutzer weiß dann sehr genau, wofür das Fahrzeug braucht und gibt es dann sicher auch gerne für Service.

  82. Sebastian:

    Natürlich. Das denke ich auch. Wenn du mal so eine Entfernung zurückgelegt hast, dann weißt du auch, dass du das nutzt und gerne nutzt. Und dann gibt es das natürlich auch gerne bei euch in Service. Jetzt würde ich gerne nochmal kurz auf die Reifen. Du hast gesagt, 14 Zoll, normale Fahrradreifen, die eben draufkommen. Kann ich da dann auch mit dem Profil spielen oder ist es da notwendig, dass ich da mit einem gewissen Profil dann auch unterwegs bin? Oder könnte ich mir da jetzt auch Mountainbike ein bisschen grobstolliger drauf machen? Muss man ja auch mal fragen. Ich kann ja vielleicht auch mal im Gelände mitfahren.

  83. Sebastian Signer:

    Ja, die Frage haben wir schon öfter gehört. Grundsätzlich kann natürlich jeder mit dem Profil spielen, wie er möchte. Es ist aber so, dass wir Schutzbleche haben, die wir auch brauchen, damit, wenn man durchs Wasser fährt, das Wasser nicht unkontrolliert aufs Bein spritzt oder durch die Gegend. Und da ist natürlich nur ein gewisser Abstand.

  84. Sebastian:

    Okay, die begrenzen das dann ein bisschen.

  85. Sebastian Signer:

    Genau, die wird es dann begrenzen. Das heißt, es wird von uns Empfehlungen geben an Reifen. Natürlich verbauen wir selbst ein Reifen, aber es wird dann auch Empfehlungen geben, welche Reifen passend sind. Und da ist es dann natürlich gut, wenn der Nutzer sich danach richtet. Grundsätzlich bleibt es natürlich jedem selber überlassen. Da hat mich auch schon mal jemand gefragt, ob er Spike-Reifen aufziehen könnte, weil er würde dann gerne auch im Winter bei Eis fahren und das ist natürlich, ich meine, Spikes stehen halt dann nochmal ein Stück mehr ab. Und gerade bei Spikes ist natürlich auch die Gefahr, dass man sich da verhakt und dann irgendwie unter dem Radkasten eingezogen wird, unter das Schutzblech gezogen wird. Richtig, ja. Wir müssen diesen Abstand in einem gewissen Maß halten, um da die Unfallgefahr auch zu reduzieren, dass man sich da nicht mit dem Finger einklemmen kann. Und natürlich diese Unfallgefahr, wenn wir zum Beispiel zwei greifen, würde wieder deutlich größer werden.

  86. Sebastian:

    Klar, das muss man ja nicht herausfordern. Ja. Aber gut, dann war ich ja nicht der Einzige, der so ein bisschen die Idee dafür hatte. Das ist ja auch schön.

  87. Sebastian Signer:

    Nein, nein, also wie gesagt, wir haben schon sehr, sehr viele Fragen von sehr vielen unterschiedlichen Menschen. Und es ist für uns ja auch immer spannend, weil auch manche Sachen kommen wir auch selber nicht. Also gut, ich meine, Mountainbike-Reifen haben wir selber schon mal drüber nachgedacht. Aber Spikes, ja. Hätten wir jetzt auch noch nicht drüber nachgedacht. Ist aber natürlich auch ein spannendes Thema. Und wenn es jetzt im Winter mal richtig kalt wird und auch gefriert draußen, dann sind wir auch gespannt, wie da die Tests auf Eis werden.

  88. Sebastian:

    Klar, das wird ja dann noch mal was anderes sein, als dann im Sommer irgendwo durch die Gegend zu fahren.

  89. Sebastian Signer:

    Das ist aber auch wie mit dem Fahrrad. Ein Fahrrad im Winter ist auch gefährlicher. Es ist halt einfach Rutschweg auf Eis. Dessen muss man sich einfach bewusst sein, wenn man im Winter fährt.

  90. Sebastian:

    Da hast du recht. Ich würde gerne mal noch kurz zur App zurückkommen. Und zwar hast du gesagt, klar, man kann die Lichtleiste individualisieren. Ich kann meinen Akkuladestand sehen und kann auch Software-Updates einspielen. Nutzt ihr für euch auch die App, um eine Verbindung zum Fahrzeug zu bekommen und so auch Auswertungen zu fahren? Wo werden unsere Fahrzeuge eingesetzt? Was haben die an Kilometer zurückgelegt? Also dass ihr quasi mit den Daten der Nutzer dann auch lernt für zukünftige Fahrzeuge oder Entwicklung?

  91. Sebastian Signer:

    Das haben wir jetzt so nicht vorgesehen bis jetzt. Wobei das natürlich für uns auch spannend wäre, zu sehen, wie wird das Fahrzeug wirklich genutzt? Auf welchen Strecken wird es gefahren? Weil es ist so, grundsätzlich das Fahrzeug speichert natürlich die Daten. Ja. Und über das Handy, über das Mobiltelefon vom Nutzer werden wir auch mit dem Fahrzeug verbunden. Aber wir würden, wenn dann, natürlich die Daten anonym auswerten. Also es ist jetzt nicht so, dass da irgendjemand Angst haben muss, dass wir ihn verfolgen, sondern wenn, dann werden wir anonymisierte Nutzerprofile anlegen, an denen wir sehen, okay, wie ist denn tatsächlich die Reichweite? Ist es so, dass die Leute 20 Kilometer brauchen oder ist die durchschnittliche Fahrstrecke vielleicht 1,2 Kilometer nur lang? Und wir könnten da ein deutliches Gewicht zum Beispiel reduzieren, weil der Akku oder die Akkus natürlich sehr, sehr schwer sind. Auch dasselbe mit der Geschwindigkeit. Das ist ja auch die Frage. Fahren die Leute wirklich 15 kmh oder fahren die meisten Leute 10 oder 11 kmh, weil es ihnen zu schnell wird? Könnte man wieder kleinere Motoren zum Beispiel verbauen? Das sind lauter so Themen, die für uns natürlich dann auch für die Entwicklung des nächsten Fahrzeugs interessant werden, weil wir dann echte Marktdaten bekommen und nicht von irgendwelchen Umfragen, sondern echte Nutzerdaten.

  92. Sebastian:

    Richtig, also deswegen auch die Frage von mir, weil ich da auch tatsächlich einen Mehrwert für euch als Unternehmen dann sehe. Ihr müsst euch nicht ins Kämmerlein setzen mit Marktdaten oder Umfragedaten, dann Arbeiten, die dann doch ein bisschen am Ziel vorbeischießen oder gar nicht dafür gedacht sind. sondern ihr kriegt ja quasi die Grundlage dann für das nächste Produkt oder zumindest für die Ausgestaltung des nächsten Produkts dann direkt an die Hand von euren Nutzern.

  93. Sebastian Signer:

    Genau, und das ist dann eben auch sehr direkt. Und unsere Nutzer oder unsere Kunden sind natürlich auch die, die wir dann auch zufriedenstellen wollen und für die wir vielleicht auch das nächste Fahrzeug entwickeln. Weil vielleicht wird das nächste Fahrzeug ja nicht für die letzte Meile, sondern für die vorletzte Meile und wird deswegen auch die Ergänzung zum Momo. Also da sind wir eben offen auch.

  94. Sebastian:

    Das ist ja gut, aber wenn ihr das denn machen würdet, ich habe es ja zu verstanden, ihr fangt damit zumindest jetzt mal nicht an, aber dann würde das natürlich auch klar dem Nutzer signalisiert werden und er würde natürlich auch darauf hingewiesen, jetzt gerade in Zeiten von DSGVGO oder wie dieser ganze Spaß da heißt, damit er dann eben auch die Daten zur Verfügung stellt, aber eben anonymisiert und nicht so, dass ich weiß, okay, hier Hans-Peter Schmidt ist jetzt schon zum fünften Mal die Woche da, Anstatt ins Fitnessstudio gegangen, ist er zur Kneipe gefahren mit dem Urmo oder so.

  95. Sebastian Signer:

    Gut, sowas könnten wir so gar nicht auslesen. Das wäre schön. Also GTS-Daten könnten wir gar nicht auslesen. Das Fahrzeug hat ja kein GTS-Modul, deswegen können wir es nicht verfolgen. Wollen wir auch gar nicht, das ist ja überhaupt nicht unser Interesse. Was wir verfolgen oder was das Fahrzeug speichert, ist Geschwindigkeitsdaten, Strecke, also welche Distanzen werden zurückgelegt. eventuell auch noch die Steigerung weg, die gefahren wird. Aber man kann jetzt nicht zurückschließen, wo irgendjemand wohnt oder wo jemand arbeitet, weil das auch für uns vollkommen uninteressant ist. Und es tatsächlich in Zeiten von Datenschutz ist natürlich auch wichtig, also der Nutzer weiß jederzeit, was mit seinen Daten passiert und kann auch frei entscheiden, ob er uns die Daten zur Verfügung stellt oder nicht. Natürlich freuen wir uns, wenn Nutzer sagen, wir dürfen sehen, wie viele Strecken er fährt und mit welchen Geschwindigkeiten und so. Aber ich kann genauso gut auch verstehen, wenn jemand sagt, nein, ich möchte es nicht. Ich möchte einfach nur mein Ding fahren.

  96. Sebastian:

    Wie gesagt, die Frage war jetzt einfach, denke ich, nur berechtigt, weil gerade mit den Datenskandalen, die da immer wieder aufkommen, kann man es mal ansprechen, aber ich Auch da sieht man jetzt wieder, ihr habt euch Gedanken drüber gemacht, wie ihr es macht, wie ihr es aufziehen könnt, die ganze Geschichte eben. Und eben auch so, damit es keinem zum Nachteil gelegt wird dann eben. Genau. Jetzt hast du gesagt, ab Oktober 2019 werden die ersten Floater-Urmos von euch ausgeliefert. Wenn dich jetzt Interesse hält, mir so einen zuzulegen, wie komme ich da am besten dran?

  97. Sebastian Signer:

    Also, zwei Möglichkeiten. Entweder du wartest, bis nächstes Jahr im Oktober, Und bestellst ihn dann direkt und bekommst ihn dann auch geliefert, zeitnah. Oder du hast jetzt schon die Möglichkeit, auf Indiegogo zu gehen. Beziehungsweise über unsere Website auf Indiegogo zu gehen. Das ist eine Crowdfunding-Plattform. Und da kannst du das Fahrzeug vorbestellen, jetzt schon. Und bekommst natürlich dann da einen sehr attraktiven Preisvorteil, weil du das Fahrzeug jetzt schon bezahlst. Also es ist eine klassische Vorbestellung, das heißt, du bezahlst ihn jetzt und bekommst ihn ja nächstes Jahr als einer der ersten ausgeliefert und hast dann eben auch noch dazu den Preisverteil. Also das Fahrzeug wird später im Handel 1.999 Euro kosten und jetzt im Augenblick auf Indiegogo bieten wir das Fahrzeug für 1.399 Euro an. Das heißt, du sparst dir 600 Euro, wenn du es jetzt schon bestellst und bezahlst. Das hat für dich den Vorteil, du sparst Geld. Für uns hat es den Vorteil, wir wissen sicher, dass die Fahrzeuge verkauft sind. Das heißt, wir können damit die Produktion der ersten Fahrzeuge bezahlen. Und so glauben wir, das ist eine Win-Win-Situation für alle.

  98. Sebastian:

    Definitiv. Also gerade, wenn ich fast 30 Prozent von meinem Preis dann spare, von dem späteren Fahrzeug, und ihr habt eben eine Grundlage für die Fertigung, wo dann auch eine gewisse Stückzahl dann natürlich zusammenkommt, damit ihr einen attraktiven Preis anbieten könnt, ist es tatsächlich eine Win-Win-Situation. Du hattest jetzt vorhin auch gesagt, oder jetzt hast du Indiegogo als zweite Crowdfunding-Kampagne erwähnt. Kickstarter habt ihr schon hinter euch gebracht.

  99. Sebastian Signer:

    Bitte? Jetzt habe ich da kurz nicht verstanden, Entschuldigung.

  100. Sebastian:

    Kein Problem. Ich hatte gesagt, Indiegogo ist die zweite Crowdfunding-Kampagne, die ihr habt. Kickstarter habt ihr schon hinter euch gebracht. War die denn erfolgreich? Wie ist die denn verlaufen?

  101. Sebastian Signer:

    Also die Kickstarter-Kampagne, die war sehr, sehr erfolgreich für uns. Da haben wir schon die ersten 120 Fahrzeuge verkauft und haben da 160.000 Euro schon eingesammelt. Und das ist für uns natürlich ein wahnsinnig großer Erfolg, weil das der erste echte Markttest von uns war, wo Kunden das Fahrzeug vorbestellen konnten. Das hat uns also sehr gefreut, dass es die Leute dann auch genutzt haben. Und das Indiegogo ist jetzt... Im Endeffekt nur die Verlängerung der Kampagne. Also es ist genau dieselbe Kampagne, nur dass bei Kickstarter eben die Zeit da beschränkt auch ist. Und bei Indiegogo wird, die Zeit ist auch beschränkt, also das wird es nur noch bis Ende dieses Jahres geben, die Indiegogo-Kampagne. Aber es ist eben jetzt nicht mehr dieses, dass man ein Mindestziel auch erreichen muss, so wie bei Kickstarter, sondern es funktioniert einfach so, das wird zu der Kickstarter-Summe dazu gezählt.

  102. Sebastian:

    Okay. Das heißt, auch wenn ich da jetzt meinen Fahrzeug sozusagen kaufe oder vorbestelle, dann kriege ich es auf jeden Fall, weil die Grundlage ist mit Kickstarter gelegt worden, damit die Fahrzeuge produziert werden können. Indiegogo kommt jetzt für euch on top und wo ich auch als Nutzer oder als möglicher Kunde die Chance habe, mir den guten oder besseren Preis zu sichern.

  103. Sebastian Signer:

    Genau. Für uns war es einfach nur, wir wollten die Kampagne einfach noch ein bisschen verlängern, weil wir gesehen haben, dass viele Kunden noch auf uns zugekommen sind. Und aus Kundensicht ist eben die Möglichkeit, auch noch von den günstigen Angeboten zu profitieren. Weil es eben die Kickstarter-Kampagne nur 30 Tage gelaufen ist und da wollten wir doch die Chance auch bieten, das doch eine längere Zeit zur Verfügung zu stellen. Gerade weil es eben nicht alle Leute in 30 Tagen sehen, das Angebot. Und das war dann quasi die Verlängerung.

  104. Sebastian:

    Also von meiner Seite aus wäre es das jetzt tatsächlich auch mit dem Interview. Ich würde mir aber gerne offenhalten, dass wir vielleicht einfach zu einem späteren Zeitpunkt in 2019 dann, wenn wir vielleicht mal die ersten Uhrmus ausgeliefert haben, einfach nochmal telefonieren oder Interview führen, um dann zu sehen, wo es denn hingeht, die Reise für euch.

  105. Sebastian Signer:

    Sehr, sehr gerne. Also du bist immer willkommen, kannst uns anrufen jederzeit oder schreiben. Und natürlich auch, wenn dann die ersten Fahrzeuge aus unserer Produktion da sind, darfst du auch gerne mal vorbeikommen zum Probefahren.

  106. Sebastian:

    Ich würde es sehr gerne wahrnehmen und dann auch darüber berichten natürlich, dass man das auch noch teilen kann und noch ein bisschen greifbarer machen kann.

  107. Sebastian Signer:

    Genau, das ist auch ein bisschen Follow-up, damit die Leute auch sehen, was damit passiert. Genau, richtig.

  108. Sebastian:

    Schön, Sebastian. Dann vielen Dank für das Interview.

  109. Sebastian Signer:

    Ja, vielen Dank dir.

  110. Sebastian:

    Und wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt, würde ich sagen.

  111. Sebastian Signer:

    Super.

  112. Sebastian:

    Somit hätten wir auch Interview Nummer 2 für den elektrotenews.net Podcast hinter uns gebracht. Der Eindruck von Sebastian und seinem Startup Urmo oder von der Gemeinschaft Startup Urmo war doch äußerst interessant, vor allem wenn man erkennt, wie weitläufig E-Mobilität doch gedacht werden kann. Rein fernab, das rein E-Busses, E-Autos oder E-Flugzeugs, dass es auch kleine greifbare Lösungen für vergleichbar günstiges Geld gibt, was wohl eben doch auch schon eine Anhängerschar hat. Ich bin gespannt auf deine Meinung zum Podcast. Würde mich freuen, wenn du eine positive Bewertung hinterlässt, insofern dir der Podcasting gefallen hat. Und auch über Kritik per Mail oder auch Nachricht über die bekannten sozialen Netzwerke würde ich mich freuen. Einfach, dass der Podcast noch besser werden kann und einen breiteren, tieferen Einblick in die E-Mobilität bieten kann. Ich freue mich, auch wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist und verbleibe bis dahin. Mach's gut. Ciao.