Kurzschluss #4 - Tesla - CUPRA E-Konzept - E-Autoreifen Michelin - Recycling von Duesenfeld

Kurzschluss. So lautet der Name unserer kurzen, knappen Podcast-Folgen, welche interessante Themen aus der vorangegangenen Woche nochmals aufgreifen und eben kurz und knapp präsentieren.

In Kurzschluss Ausgabe #4 stand Mal wieder Tesla mit im Mittelpunkt. Dabei waren vor allem die Quartalszahlen für das 2. Quartal 2019 von Interesse, aber auch aktuelle Zeitpläne und Entwicklungen im Unternehmen. Beispielsweise soll ein neu offengelegtes Patent seinen Teil dazu beitragen Material und Kosten zu sparen. Des Weiteren war die gemeinsame Lithium-Batterie-Rohstofffabrik mit CATL, LG Chem, Volkswagen und Daimler ein Thema in der aktuellen Folge.

Seat durfte ebenfalls nicht fehlen, deren CUPA E-Konzept im Laufe der Woche für Aufsehen gesorgt hat. Hier sind wir alle schon gespannt, was uns auf der diesjährigen IAA erwartet, oder? Ansonsten gab es noch ein wenig Technik und Nachhaltigkeit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroauto-news.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast. Ja, Freitagabend, 19 Uhr, 19.30 Uhr, die Richtung dürfte es gewesen sein, als ich die ersten paar Upsets des Podcasts hier aufgenommen habe. Und gefühlte 42 Grad im Speicher, beziehungsweise Dachgeschoss, wo mein Büro ist. Ja, was soll man machen? Eine kurze, schnelle Podcastausgabe würde ich mal behaupten, weil ewig lang recherchieren, Skript schreiben, Infos zusammentragen, aufnehmen, schneiden, hochladen und so weiter, dauert dann doch einfach zu lange bei den Temperaturen. Sitzen wir auch lieber mit dem kühlen Bier draußen auf der Terrasse oder geht noch ein Eis essen? Von daher gibt es diese Woche wieder eine Kurzschlussausgabe hier im Podcast. Kommt ja auch immer ganz gut an bei euch. Für all diejenigen, die mit den Kurzschlussausgaben in unserem Podcast noch nichts zu tun hatten, das sind kurze, knappe Folgen, die nach der Einleitung ungefähr 15 bis maximal 20 Minuten gehen, sich drei, vier, fünf Themen zu Herzen nehmen, die wir anschneiden, die Woche gut auf unserem Portal angekommen sind, die für Aufmerksamkeit bei euch gesorgt haben. Oder für Aufsehen besser gesagt, gesorgt haben bei euch. Und die greife ich einfach nochmal kurz auf, fasse sie zusammen inhaltlich und packe sie in eine Kurzschlussfolge zusammen. Damit du dir nicht alles merken musst, was dann eben im Podcast vorzufinden ist oder war von der Kurzschlussfolge, gibt es die Shownotes, gibt es weiterführende Links zu den einzelnen Themen. Aber steigen wir doch einfach mal direkt mit ein. Erste Thema diese Woche Tesla, definitiv Tesla. Denn das Quartalsergebnis für das zweite Quartal 2019 wurde vorgelegt. 6,3 Milliarden Dollar Umsatz, ein Nettoverlust von 408 Millionen US-Dollar und ein Verlust pro Aktie von 2,31 Euro, der sich schon ordentlich gebessert hat gegen den Verlust im zweiten Quartal 2018, Vergleichsquartal vom Vorjahr. Da standen wir noch bei einem Verlust von 3,06 Euro. US-Dollar. Analysten sind im Vorhinein von Verlusten von 0,39 US-Dollar pro Aktie ausgegangen. Hat sich fast veracht, neunfacht. Nichtsdestotrotz gute Zahlen. Vor allem bedenkt, dass Tesla mittlerweile knapp 5 Milliarden Dollar auf der hohen Kante liegen hat, so wie man mitbekommen hat. Also an liquiden Mitteln Macht es für Tesla natürlich einfacher, die Einführung des Model 3 in China voranzutreiben, sowie die Model Y-Produktion in den USA vorzubereiten. Ja, Model 3, S und X sind die laufenden Modelle bei Tesla. Auch da wurde eben erwähnt, dass man nun anstrebt, eine nachhaltige Produktionsrate von 10.000 Model 3 pro Woche zu erreichen bis Ende 2019. Aktuell sind wir bei 7.000 Fahrzeugen nachhaltig pro Woche angelangt. Und Model S und X laufen auch immer noch mit, allerdings im Einschichtbetrieb. Im zweiten Quartal hat man 14.500 Fahrzeuge dieser beiden Modelle produziert und die Auslieferungen gegenüber dem ersten Quartal sind auf 17.722 Fahrzeuge gestiegen. was eben damit zusammenhing, dass man vor allem den Altbestand an Fahrzeugen auf den Markt gebracht hatte. Da gab es beispielsweise ja die Aktion mit dem Unlimited Supercharger. Nutzen wieder für die älteren Tesla Model S und X, die zum Verkauf standen, einfach um es ein bisschen attraktiver am Markt zu machen. Für das Model Y steht fest, dass man im Zeitplan ist, kann vor Model 3... bestehende Fertigungsdesigns übernehmen von der Produktionsanlage, dadurch Kosten sparen und hoffentlich auch schnell auf die Straße bringen. Die Gigafactory 3 in China ist auch auf gutem Kurs, nimmt weiter Gestalt an und vor allem das Hauptgebäude, wo die Produktion von Model 3 und Y stattfinden wird, steht kurz vor der Fertigstellung. Andere Strukturen des Komplexes, wie beispielsweise ein Umspannwerk, nimmt auch langsam Gestalt an. Und was noch die interessanteste Aussage in dem Zusammenhang war, man hält sich weiterhin an die Prognose von 360.000 bis 400.000 Fahrzeuge, die man dieses Jahr auf die Straße bringen möchte. Ist eine ordentliche Ansage, aber das letzte Quartal hat gezeigt, die Richtung scheint die richtige zu sein. Ja, Tesla geht aber noch ein bisschen weiter. Es wurde ein Patent die Woche offengelegt, was eine neue Verkabelungsarchitektur aufgezeigt hat, die wohl bei Model Y und folgenden Modellen zum Einsatz kommen soll. Im Endeffekt geht es darum, in Fahrzeugen, egal ob Verbrenner oder Elektroauto, sind Kabelstränge untergebracht. Ziemlich viele. Also in einem Model S waren beispielsweise 3 Kilometer Kabelbäume enthalten. 3 Kilometer Kabel, die sich einfach durch das Model S ziehen. Beim Model 3 konnte man es schon auf 1,5 Kilometer Länge reduzieren. Und ab dem Model Y will man es auf nur noch ein paar hundert Meter heruntergefahren haben. Das spart halt natürlich einiges an Zeit, an Kosten vor allem für die Kabel und macht das Ganze auch noch ein bisschen einfacher. Soll eben durch eine neue Architektur hervorgehen. erreicht werden, die Musk da verfolgt mit seinem Team. Ist aber auch schon so ausgelegt, dass wohl das Ganze mit Robotern leichter umgesetzt werden kann, dass der Mensch an sich gar nicht mehr so gebraucht wird, was dann auch die Fertigung wohl wieder günstiger macht, wenn das denn so funktioniert, wie man es sich vornimmt. Jetzt auch nochmal Tesla, aber da bringen wir gleich den Umschwung dann noch mit rein zu einem anderen Thema. Es ging um eine Lithium-Batterie-Rohstofffabrik, die in Indonesien entstehen soll. Die dortige Regierung macht sich wohl ziemlich für E-Mobilität stark, will Steuern senken, will Befreiung von Einführzöllen einführen und möchte einfach E-Mobilität ins Land bringen. Das soll wohl Tesla auf den Plan gerufen haben, die da eben so eine Batterie Rohstofffabrik eröffnen wollen. KTL, LG und andere Firmen seien eben auch noch mit dran interessiert, um da eben wichtige Rohstoffe für die eigenen Batterien herzustellen oder zu bergen oder herzubekommen schlussendlich. Einen Tag später wurde dann schon klar, okay, es ist wohl gar nicht so, dass Tesla alleine da eine Batterie-Rohstofffabrik aufzieht. Nee, Tesla macht das gemeinsam mit KTL, LG Chem, Daimler und Volkswagen. Also ein komplettes E-Mobilität-Konsortium, ein Zusammenschluss von mehreren Firmen, die dort sich eben niederlassen, so die Kosten eben senken, weil wird ja jetzt schon allein durch fünf Unternehmen geteilt, vielleicht kommen ja noch welche mit dazu und profitieren dann eben davon, von der Offenheit der indonesischen Regierung. Spruchreif ist das wohl alles noch nicht. Das wurde bisher von keiner Seite kommentiert. Und ja, daher müssen wir das Ganze einfach mal ein bisschen beobachten. Das machen wir auf jeden Fall bei uns im Portal. Vorbeischauen, dann kriegst du es auf jeden Fall auch mit. Aber ich denke, das ist der richtige Weg, dass wir hier nicht fünf Unternehmen haben, die alle ihre eigene Suppe kochen, sondern einfach vielleicht auch gemeinsam dann Dinge bewegen, dadurch ja auch die Umwelt ein bisschen schonen, indem man nicht fünf verschiedene Fabriken hochziehen muss, die ja alle ihren ihre Emissionen verursachen, sondern das Ganze eben bündelt, dann trotzdem eine größere Fabrik natürlich hinstellt, aber schlussendlich nicht ganz so umweltschädlich ist. Wird zumindest auch dem grünen Gedanken hinter der E-Mobilität irgendwo gerecht werden. Jetzt kommen wir aber endgültig weg von Tesla und landen bei Seat. Seat hat auch im Laufe der Woche ein neues Cupra-Elektrokonzept angekündigt. Muss so schön heiß, Coupé trifft auf SUV. Vorgestellt werden soll der im Rahmen der IAA 2019, also in Frankfurt diesen Jahres. Und vermittelt eben, wie sich Seat Cupra, die Performance-Marke von Seat, eben die automobile Zukunft vorstellt. Auf jeden Fall steht fest mit einem fortschrittlichen Antrieb, wie es bekannt gegeben wurde, und der ist eben voll elektrisch. Cupra selbst beschreibt das Konzept als ein Fahrzeug, bei dem die Silhouette eines viertürigen Coupés mit dem selbstbewussten Auftritt eines großen SUVs daherkommt. Voll elektrisch und mit einer Straßenzulassung im Gegensatz zum Cupra E-Racer, den es jetzt auch schon als voll elektrisches Fahrzeug gibt. Viel zu sehen gab es noch nicht. Erste Teaser-Fotos bei uns im Portal habe ich euch reingepackt in die Shownotes. Einfach mal vorbeischauen. Kann man sich mal anschauen. Ja, jetzt haben wir noch zwei Technikthemen, die mich persönlich sehr interessiert haben und die auch meiner Meinung nach zumindest eines davon ein bisschen zu kurz gekommen ist bei euch von Laserzahlen. Wo ich denke, das verdient einfach mehr Aufmerksamkeit, weil man auch mal ein bisschen über die Grenzen von dem reinen Auto wegdenken muss. Und zwar geht es um Reifen im ersten Thema. Michelin hat da einen Einblick hinter die Kulissen zugelassen. Die haben uns eben Papier zur Verfügung gestellt, wo man sich so typische Fragen zur E-Mobilität gestellt hat. Wo geht es hin? Welche Herausforderungen sind da für unsere Reifen? Was müssen Elektroautoreifen anderes können als beispielsweise Verbrennerreifen? Und worauf muss man achten? Die Reichweitenangst der E-Autofahrer spielt eine Rolle. Sprich, die Reifen müssen so ausgelegt sein, damit sie einen möglichst geringen aerodynamischen Luftwiderstand mit sich bringen können. Damit eben auch das Fahrzeug durch die Reifen auch längere Reichweite hat, was den Fahrern eben entgegenkommt. Auch spielt es eine wichtige Rolle, dass die Reifen das Mehrgewicht der Fahrzeuge aushalten können, weil solche Fahrzeuge wiegen eben durch die Batteriegröße bedingt. Einiges mehr als ein Verbrenner und das muss natürlich erstmal geschultert werden. Von Vorteil ist natürlich, dass die meisten E-Autos dann doch auf eigenständigen Plattformen aufgebaut sind, also nicht nur auf einer Verbrennerbasis, der einen anderen Antrieb bekommen hat. Und da kann man sich dann auch frühzeitig eben drauf einrichten oder ausrichten und dann die Reifen dementsprechend auch aufstellen. Aber nichtsdestotrotz gibt es ein paar Unterschiede und zwar einer, der ganz eingängig ist und den wohl auch jeder nachvollziehen kann, der schon mal E-Auto gefahren ist. E-Autos fahren macht Spaß, weil sie leise sind, weil du hörst kaum noch was, der Motor brummt nicht, du fährst einfach gemütlich vor dich hin, aber wenn du eine gewisse Geschwindigkeit erreichst, kommen doch Geräusche und das sind die Abrollgeräusche der Reifen. Die lassen sich einfach nicht vermeiden, weil irgendwie muss sich das Fahrzeug ja nach vorne bewegen. Und deswegen spielt auch bei Michelin die Akustik eine wichtige Rolle. Und da geht es eben darum, wie kriegen wir unsere Reifen leiser? Da muss man sich eben auch Gedanken dazu machen. Wie schafft man sowas? Durch Inlays, durch andere Profilgestaltungen, ein anderer Materialmix. Das sind alles so Themen. Und das habe ich eben im Portal bei uns nochmal aufgegriffen die Woche. Kann ich nur empfehlen, den Beitrag. Weil es gibt dann doch mal Einblicke, die man sonst so nicht bekommt. Und zum Schluss habe ich jetzt noch ein deutsches Unternehmen, was ich auch noch erwähnen will. Düsenfeld. Hat nichts mit Daniel Düsentrieber so zu tun. Auch wenn man doch ein ganz interessantes Recycling-Konzept eben für Air-Auto-Batterien entwickelt hat. Und zwar recycelt man bei Düsenfeld Lithium-Ionen-Akkus. An sich nichts Neues. Neues allerdings, dass man die eben auch dort recyceln kann, wo sie gesammelt werden. Das heißt, man kann sich den Transport von gefährlichen Lithium-Ionen-Zellen einsparen und kann einfach die Fahrzeugbatterien dort recyceln, wo sie eben eh schon vorliegen. Damit wird eine 96-prozentige Recyclingquote der Materialien auch erreicht mit dem Verfahren von Düsenfeld. VW peilt derzeit eine 97%ige Recyclingrate an, hat sie aber noch nicht, Düsenfeld kann es tatsächlich umsetzen. Das heißt, Materialien wie Grafite, Elektrolyt, Mangan, Kupfer, Aluminium, Lithium, Nickel und Kobalt können zu einem großen Teil wiederverwendet werden. Wenn man diese recycelten Materialien dann in neue Lithium-Ionen-Zellen einbringt, kann man den CO2-Fußabdruck von diesen neuen Lithium-Ionen-Zellen um bis zu 40% reduzieren. Das ist auch definitiv eine Ansage, also auch ein Thema, wo man sich mit beschäftigen muss. Und interessant ist eben auch die Tatsache, dass Düsenfeldrecycling keine Energie sofort zur Erhitzung und Schmelzung der Batterien benötigt. So verbraucht man nach eigener Aussage 70% weniger Energie, um die gleiche Menge Lithium-Ionen-Batterien zu verarbeiten. Und ja, allein dieser Ansatz sorgt dann eben auch mit dazu oder trägt seinen Teil mit dazu bei, dass das Düsenfeldrecycling eine äußerst positive CO2-Bilanz vorweisen kann. Wie das dann im Detail funktioniert, habe ich euch im Portal auch ein Video noch mit dazu eingebunden, wo einfach dieser ganze Prozess mal aufgegriffen wird, wo Düsenfeld selbst wenig darüber berichtet. wie denn simples, nachhaltiges Recycling funktionieren kann, was nicht unbedingt viel teurer ist, dafür umso mehr ergiebiger und vor allem für die Natur schonender. Sollte man sich auf jeden Fall mal anschauen. So oder so war es das jetzt auch schon wieder mit der vierten Ausgabe Kurzschluss hier bei elektroautonews.net im Podcast. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Das war ein interessanter Einblick für dich. Einfach nochmal so die wichtigsten News der Woche kurz und knapp zusammengefasst zu bekommen. Ich fand, es waren einige interessante Dinge dabei, auch wenn eingangs ein bisschen Tesla-lastig, aber die haben halt einfach die Woche die News bestimmt. Von daher gehört es mit dazu. Die verbindet man auch immer noch am ehesten mit E-Mobilität. Und deswegen haben die ihren Platz hier auch im Kurzschluss verdient. Solltest du noch Fragen haben zur E-Mobilität, zu E-Autos und so weiter und so fort, schreib mir eine Mail, schreib mir eine Nachricht auf Facebook, bei Instagram oder direkt hier unter dem Beitrag bei unserem Portal und wir werden unser Bestes geben, deine Frage zufriedenstellend zu beantworten, vielleicht auch einfach in einer der nächsten Podcast-Folgen aufzugreifen. Jetzt sind wir auch schon bei knapp 14 Minuten angekommen. Und damit kann ich dich guten Gewissens im hoffentlich sonnigen Sonntag entlassen oder wann auch immer du den Podcast hörst, die aktuelle Folge. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Mach's gut. Ciao, bis zum nächsten Mal.