Ralph Missy, E-Mobilio über die Bedeutung E-Mobilität aus Sicht des Endkunden

E-Mobilio ist ebenso wie Elektroauto-News.net der Überzeugung, dass "Elektromobilität eine große Chance zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und für den Klimaschutz ist. Da mit dem Kauf eines E-Autos sehr viele zusätzliche Aspekte individuell beachtet werden müssen, sind viele E-Auto-Interessenten jedoch oftmals überfordert." Aus diesem Grund haben sich Ralph Missy und Denis Reichel entschieden mit ihrem Unternehmen als Full-Service-Anbieter der E-Mobilität Licht ins Dunkle zu bringen.

Beide kommen von einem Hintergrund, welcher von Energieeffizienz und Automobilberatung geprägt ist, und bringen dies mit der E-Mobilität zueinander. Dies geschieht über drei Säulen auf denen man das eigene Unternehmen aufbaut. Zu einem setzt man auf ein eigenes Portal, welches mit entsprechenden Wissensartikel, News sowie Leitfäden aufwartet. Die zweite Säule ist die digitale Kaufbereitung, welche man als Herzstück des eigenen Angebots ansieht. Die dritte Säule ist die Beratung und Unterstützung im Flottengeschäft. Welches übrigens auch vom digitalen Kaufberater profitiert.

Wie dies alles im Detail geschieht, dass erfährst du aus dem gemeinsamen Gespräch mit Ralph Missy in der aktuellen Podcast-Folge. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In allen Farben, Formen und Facetten sozusagen. In der aktuellen Folge habe ich Ralph Missy am Start. der über sein Unternehmen eMobilio berichtet. Das hat er gemeinsam mit Denis Reichel, seinem Co-Gründer, vor gut zweieinhalb Jahren gegründet, auf dem Weg, die eMobilität ein Stück mehr in die Masse reinzubringen. Wie schaffen die beiden das? Durch eine digitale Kaufberatung, die quasi das Herzstück des ganzen Unternehmens ist. Diese kann genutzt werden von Privatkunden, aber auch von Flottenkunden sozusagen, die dann teilweise über 200 Fahrzeuge elektrifizieren wollen, egal ob rein elektrisch oder als Plug-in-Hybrid. Ralf zeigt uns in der aktuellen Folge ganz gut auf, worauf man achten muss, warum die digitale Kaufberatung auch für Flottenbetreiber durchaus Sinn ergibt, weil es gibt doch mit der E-Mobilität gewisse Fallstricke, die da einhergehen. Laden am Arbeitsplatz, Laden zu Hause, Förderrichtlinien, Reichweitenthema und so weiter und so fort. Als normaler Fuhrparkmanager ist man da vielleicht mit überfordert Aber Ralf und sein Team helfen dann eben dabei, besser damit umzugehen und da auch eine Lösung dafür zu finden. Ja, soviel zu der aktuellen Folge. Ich denke, am besten hörst du direkt selbst rein und erfährst einfach mehr darüber, wie E-Mobilio den Start in die E-Mobilität einfacher gestalten kann. Egal, ob du jetzt selbst Fahrer bist, als Privatkunde sozusagen oder eben doch als Dienstwagenfahrer eines Unternehmens. Oder vielleicht bist du sogar Fuhrparkmanager und bist selbst auf der Lösung, wie du dir das Einflotten von E-Autos in der eigenen Flotte einfach gestalten kannst. So oder so, definitiv interessante Eindrücke aus erster Hand von E-Mobilio mit Ralph Missy.

  3. Denis Reichel:

    Servus Ralf, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über Immobilie unterhalten und ein wenig mehr über euer Geschäftsmodell verstehen sozusagen und auch eben nachvollziehen können, wie ihr die E-Mobilität weiter nach vorne bringt. Vielleicht stellst du dich zu Beginn einfach mal selbst unseren Hörern, Hörerinnen vor.

  4. Ralph Missy:

    Sebastian, grüß dich. Danke für die Möglichkeit, im Rahmen deiner Podcast-Serie ein bisschen was auch über uns zu erzählen. Ich finde das spannend. Elektromobilität ist ein hochspannendes Thema, ist eine Riesenchance für ganz viele Bereiche, ganz viele Themen. Und wir freuen uns sehr, dass wir da schon sehr lange mit dabei sind und einen Beitrag leisten können, weil das ist unsere Mission, die Komplexität, die Elektromobilität ja doch mit sich bringt für Menschen, alle möglichen für den Endfahrer, den Kunden am Ende des Tages, genauso aber für den Autohandel, genauso für den Flottenbetreiber, dass es uns gelingt, einen Beitrag zu leisten, diese Komplexität zu reduzieren im Laufe der Zeit. Das ist unsere Mission.

  5. Denis Reichel:

    Das ist eure Mission, Ralf. Und wer bist du? Oder was macht ihr jetzt genau mit E-Mobilio? Einfach, dass du mal ein bisschen Hintergrundwissen uns mit an die Hand gibst. Was ist denn hinter E-Mobilio verbirgt und hinter dir und deinem Mitgründer Denis Reichel?

  6. Ralph Missy:

    Sehr gerne. Man muss dazu wissen, wir kommen aus 15 Jahren Beratung von zwei großen Geschäftsfeldern, die eine Rolle spielen für Elektromobilität. Nämlich auf der einen Seite haben wir 15, sowohl Dennis wie auch ich, gemeinsam 15 Jahre Beratung hinter uns. in Bezug auf OEMs und auch den Handel im Automobilgeschäft. Das heißt, sehr viele digitale Projekte in dem Augenblick gemacht, Markteinführungen gemacht für Fahrzeuge, auch Themen gemacht wie damals Händlerkommunikation, BMWi und andere Projekte. Auf der anderen Seite haben wir einen langen Track Record in Bezug auf Energieeffizienz, Energieeffizienzthemen. Beispielsweise haben wir vor acht Jahren das heute größte Portal Energieeffizienz im Gebäudebereich mal hochgezogen. Das heißt, wir machen Themen in der Art schon relativ lange und beschäftigen uns jetzt mit Elektromobilität über, also mit der Immobilie, zweieinhalb Jahre. Das heißt, eigentlich haben wir vor vier Jahren ein Projekt gestartet, wie gelingt es, Elektromobilität als Kommunikationsthema zu begreifen, also gar nicht nur technologisch. sondern wie gelingt es, diesen notwendigen Change-Prozess, diese Veränderung in den Köpfen der Verwender am Ende des Tages so zu begleiten, dass es eben möglich ist, die Elektromobilität als wichtigen Beitrag natürlich auch zum Klimaschutz nach vorne zu treiben und in einem anderen Maß zu beschleunigen, als es vielleicht in einem einfach normalen Maß und Thema möglich wäre. Und da haben Dennis und ich uns zusammengetan und haben gesagt, okay, lass uns alle Aktivitäten bündeln aus den letzten Jahren in dieses Themenfeld rein. Wie gesagt, wir sind sehr autohandelsnah, sind damit natürlich auch in Bezug auf den Autohandel sehr schnell, sehr stark gewachsen und sind heute in der Situation, dass wir sagen können, wir bespielen eigentlich drei sehr interessante Felder in der Elektromobilität aus unserer Sicht. Das heißt, auf der einen Seite, wir kommen immer aus der Denke des Fahrers, des Endkunden in Wirklichkeit. Das heißt, wir beschäftigen uns sehr intensiv damit, wie kann es gelingen, dass derjenige, der den Technologiesprung machen muss, nämlich alle Themen verstehen muss, Förderung, Stromtarif, Reichweitendiskussionen, Versicherung, Stromwechsel, den er möglicherweise ja machen muss und, und, und, dass er das begreifen kann. sich damit wohlfühlt, versteht, welchen Beitrag das für seinen persönlichen Bedarf leisten kann und wie gut das zu seinem persönlichen Lebensmodell und Bedarf eigentlich passt und dadurch einfach die dann sich anschließende Beratungsintensität zu reduzieren, sowohl jetzt im Autohandel oder eben halt, wir reden ja heute auch so ein bisschen über das Flottengeschäft, auch natürlich im Flottenbusiness.

  7. Denis Reichel:

    Vielen Dank erstmal für die Eindrücke, Ralf. Das heißt, du hast jetzt schon gut gesagt, ihr wollt denjenigen, die da eben eine Entscheidung treffen müssen, ob sie jetzt beispielsweise von Verbrenner auf E-Auto umsteigen, das Wissen mit an die Hand geben, damit sie eine vernünftige Entscheidung treffen können sozusagen. Das macht ihr unter anderem mit eurem Portal, das ihr ja auch selbst ins Leben gerufen habt, dann da eben vor zweieinhalb Jahren. Vielleicht verlierst du einfach mal darüber ein paar Worte.

  8. Ralph Missy:

    Sehr gerne. Unser Kernprodukt ist eine digitale Kaufberatung. Das ist das Herzstück von allen Aktivitäten, in denen die Immobilie GmbH unterwegs ist. Was ist eine digitale Kaufberatung? Da geht es darum, alle Komponenten vom Fahrzeug angefangen, über Ladelösungen, Heimladelösungen, Installation, Fördermittelberatung, Ökostromwechselservice, also alle Komponenten, die ich in einem 360-Grad-Bereich Immobility-Paket brauche am Ende des Tages, zusammenzubringen und das in Echtzeit zu beraten. Das heißt, wir ermitteln den Bedarf desjenigen, der gerne ein E-Moto fahren will, was passt zu seinen Lebens- oder wie sind seine Lebensgewohnheiten, wie wohnt er, wie fährt er, was macht er und matchen das mit Datenbanken, die wir aufgebaut haben im Laufe von zwei Jahren, in denen wir abgleichen können gegen den kompletten Fahrzeugbestand, gegen den kompletten Wallbox-Bestand im Markt, Alle Themen wie Installationsservice gibt es bei uns. Es gibt eine Fördermittelberatung bei uns. Es gibt eine Ökostromwechselservice bei uns. Und all das kann ich dann in Echtzeit machen, weil wir sehr stark dann glauben, dass der Kunde alle diese Themen ja an einem Ort will und eben nicht dezentral will. Und auf der anderen Seite aber eben halt auch in Echtzeit ein Ergebnis haben will. Das heißt, wer das ausprobieren will, einfach mal durchklicken. Es kommt immer sofort ein Ergebnis. Man sieht auch, wenn man anfängt, seine Kriterien zu verschieben, dann verändert sich der Match. Dann verändert sich natürlich in Echtzeit wiederum das, was wir als Empfehlung ausgeben. Das ist unser eigentliches Kernstück. Sehr intensiv entstanden, mit sehr viel Aufwand gebaut, sehr große Datenbanken dahinterliegend. Und dieses Kernprodukt bringen wir in den Markt in drei verschiedenen Ausprägungen. Nämlich auf der einen Seite, das ist das, wo uns viele herkennen, E-Mobilio.de, das ist der Marktplatz, in dem wir das herstellerneutral, themenübergreifend komplett machen. Das heißt, hier kann ich mich komplett über alle Marken, alle Produkte, die im deutschen Markt existieren, an Fahrzeug informieren. Ich finde die passende Wallbox, die kann ich sofort bestellen über den Shop. Ich finde die passende Unterwegsladetarif, den kann ich sofort bestellen. Ich kann einen einen Home-Check bestellen, ich kann einen Installationsservice sofort bestellen, ich kann eine Fördermittelberatung bestellen, ich kann Ökostromwechsel-Service sofort an diesem Ort machen. Das ist das Portal. Eins, unsere Produkte. Und dann gibt es daneben eigentlich den Haupteinsatz unseres Produkts in Wirklichkeit, nämlich als sogenannte White-Label-Lösung. Das heißt, wir nehmen unsere digitale Kaufberatung, passen die dem Look and Feel, den Bedürfnissen, Marken unseres jeweiligen Kunden an. Kunden kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen und Bereichen. Es ist viel Automobilhandel dabei, sind aber auch ganz andere Bereiche dabei, die unser Produkt heute nutzen. Und wir passen das an und das leistet dann im Grunde auf der Plattform, auf der Webseite des Kunden oder und im Beratungsgespräch, den möglicherweise ein Autohändler in seinem Showroom hat, leistet dieses Produkt dann eine vollumfängliche Elektromobilitätsberatung und hilft natürlich dem Kunden, dem Käufer, dass er in dem Augenblick, wo er eigentlich den emotionalen Trigger hat, nämlich das Fahrzeug hat, und sich für das Fahrzeug entschieden hat, alle anderen Komponenten eben auch mit ein paar Klicks ganz einfach dazu zu konfigurieren. Was heißt das in Bezug auf die Webseiten, wo wir installiert sind? Das steigert aus unserer Sicht die Kompetenz desjenigen, der unser Produkt verwendet. Auf der anderen Seite ist es für den Kunden eine extrem gute Hilfestellung, diese verschiedensten Themen und Abhängigkeiten dieser verschiedenen Themen zu begreifen und für sich zu lösen, sodass er am Ende des Tages ein Elektromobilitätspaket hat, mit dem er sich extrem wohl fühlt und dass er dann auch weiter nach vorne pusht. Dritter Bereich, in dem wir damit unterwegs sind, das ist das ganze Thema Flottengeschäft, Fleet Business, weil wir denken, das kann man jetzt aus zwei Ecken denken, wenn man Flotte denkt, das könnte man denken aus der reinen Ladeinfrastruktur, ist ein völlig richtiger Ansatz. Das kann man aber auch denken aus der Kleinteiligkeit des einzelnen Mitarbeiters raus, wenn das ein relevantes Thema ist. Und auch da setzen wir im Prinzip unsere digitale Kaufberatung ein, um wiederum genau das zu tun. Am Ende ist der Mitarbeiter in einem Unternehmen ja nichts anderes als ein unwissender Kunde, der viele Fragezeichen im Kopf hat und aber in eine E-Policy eines Unternehmens jetzt eingebunden ist. Das heißt, auch diesen Mitarbeiter müssen wir ja mitnehmen auf dieser Reise und nicht allein lassen.

  9. Denis Reichel:

    Okay, das hört sich ja schon mal sehr interessant an, dass ihr da so breit auch aufgestellt seid sozusagen. Jetzt hast du diese drei Ausprägungen genannt. Ihr habt einmal eben eure Webseite E-Mobilio, wo ihr ohne Einschränkung alle Marken unterbringt sozusagen. Bei den White-Label-Lösungen für eure Kunden, sage ich mal, ist es dann aber auch schon möglich, dass die dann eben dementsprechend auch speziell für die jeweiligen Autohäuser beispielsweise eingeschränkt werden sozusagen? Weil ich möchte jetzt beispielsweise als Audi-Händler nicht unbedingt da dann BMW-Fahrzeuge oder sowas mit drin haben. Oder wie frei ist der Kunde oder der Endkunde da in der Gestaltung dieser White Label-Lösung?

  10. Ralph Missy:

    Da sprichst du was sehr Richtiges an. Es ist natürlich genau der Gedanke von White Label, das ist komplett konfigurierbar. Das heißt, sowohl auf Markenseite, also beispielsweise, wenn das jetzt ein Automobilhändler oder große Handelsgruppen, wir haben, ich muss dazu sagen, wir haben 18 der Top 100 Autohandelskunden heute schon in der Kundenstruktur innerhalb von dreieinhalb Monaten, die das Produkt überhaupt noch auf dem Markt ist. Dann ist es natürlich so, da sind Mehrmarkenhändler dabei, große Gruppen, 40, 50 Standorte, die mit Mehrmarken organisiert sind, aber die dann trotzdem natürlich nur ihre Marken wollen. Also konkurrieren wir das Produkt auf diese fünf, sechs Marken, die dieser Händler beispielsweise hat. Beispielsweise kann man sich anschauen bei Senger, bei Hahn. bei der AHG, BHG, bei allen möglichen Partnern. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Autohändler oder Handelsgruppen, wie zum Beispiel die Beresa, großer Mercedes-Händler, die aktuell Mercedes vertreten, Mercedes und Smart vertreten. Passen wir es an auf den Bedarf. Das Gleiche können wir in Bezug auf die Wallboxen. Wir können natürlich Wallbox-Themen berücksichtigen, die von OEM-Seite kommen in dem Augenblick. Und genau das Gleiche passiert beim Installationsservice, bei der Beratung, bei allen anderen Themen. Das heißt, wir passen das Produkt um den Kunden rum an. Das heißt, es ist natürlich in gewisser Weise ein Standardprodukt, aber es ist in Wirklichkeit so stark anpassbar, dass es nicht nur Look and Feel, sondern auch in Bezug auf die Ausstattung der einzelnen, wir nennen das Verticals, diese einzelnen Bereiche, dass es auch da angepasst werden kann, sodass es am Ende das perfekte Beratungswerkzeug ist für den jeweiligen Partner. Wenn es jetzt ein Partner aber ist, der zum Beispiel aus einer ganz anderen Denke kommt, Beispiel Versicherung, Beispiel Immobilie, andere Themen, der würde ja vielleicht gar nicht die Fahrzeuge so stark einschränken wollen, der will das aber vielleicht in Bezug auf andere Themen wie die Wallboxen, können wir das genauso leisten. Gleiches machen wir natürlich, wenn wir unsere digitale Kaufberatung, unseren Assistenten im Prinzip, wenn man so will, wenn wir das als Mitarbeiterportal im Flottengeschäft installieren, das heißt, in dem Augenblick, wenn bei Flotte Wenn wir uns einfach mal ein bisschen vielleicht mit Flotte beschäftigen. Wenn wir sehen, es gibt ja auf der einen Seite 65 Prozent der Flottenbetreiber wollen in den nächsten zwei Jahren Richtung Elektromobilität gehen. Wieso wollen die das? Kosten, Image, Nachhaltigkeit. Ganz wichtige Themen, die natürlich die Unternehmen treiben. Jetzt kommen aber zum ganzen Thema, so wie es beim Endkunden auch ist, zusätzlich zum Thema Fahrzeug und Tankkarte, die es historisch in dem Bereich gibt und Versicherung, kommen jetzt alle möglichen Themenfelder dazu. Die Komplexität steigt, genauso wie sie beim Endkunden steigt. Wie lade ich zu Hause? Wie lade ich unterwegs? Oder wie lade ich am Arbeitsplatz? Das heißt, es kommen alle möglichen Themen dazu, wenn der Mitarbeiter zu Hause laden soll, wenn das nicht nur reine Poolfahrzeuge sind, die ich dezidiert am Standort lade. Das alles muss ich analysieren. Ich muss verstehen, in dem Augenblick, welche Art von Fahrzeug passt eigentlich. Es hat eine hohe Analysephase. Welche Fahrzeuge eignen sich? Wie ist auch mein Hochlauf in Bezug auf die zu erwartenden nächsten Jahre? Und das muss ich einplanen. Ich muss mich damit beschäftigen, wenn Leute zu Hause laden wollen. Wie laden die denn eigentlich? Welche Möglichkeiten habe ich dann? Stichwort Wallbox-Ausstattung. Wie gehe ich damit um? Laden am Arbeitsplatz ist für sich betrachtet komplex genug, aber eigentlich ein in sich gekapseltes Thema ein Stück weit. Laden unterwegs eben auch lösbar. Und wenn wir uns jetzt damit beschäftigen und mal davon ausgehen, wir haben so einen klassischen Firmenkunden, so wie wir das haben. kommt oft bei uns über den Autohandel. Also wir sind oft Partner in dem Augenblick, dass eine große Autohandelsorganisation sagt, hier, wir haben einen Fleet-Kunden, macht ihr doch bitte die ganze Elektromobilitätsberatung und Durchführung des ganzen Projekts in dem Augenblick. Dann analysieren wir zuerst immer und schauen, okay, ist das Thema Laden zu Hause ein relevanter Aspekt? Beispiel, Ich habe einen Pharmakunden oder irgendein Unternehmen, 200, 300 Außendienstfahrzeuge, die Leute laden auch alle zu Hause. Gerade natürlich durch Corona ein großes Thema geworden. In dem Augenblick habe ich ja mit dem Endkunden oder mit dem einzelnen Mitarbeiter wieder einen Endkunden, so wie wir ihn immer haben, der im Grunde sich fragt, was kann ich tun? Wie passt das in meine Situation zu Hause? Welche Wallbox passt zu mir? Und in dem Augenblick gehen wir her und passen unsere digitale Qualität Beratung an, auf die Wallbox Policy, auf die Car Policy dieses Unternehmens. dass eben nur die Wallboxen im Produkt sind, die wir auch wollen oder die der Kunde auch will, die auch vielleicht zu der Technologie passen, die man verwendet. Parallel die Fahrzeuge, die halt in dem Augenblick gewollt sind in der Car Policy und nutzen das Produkt als Mitarbeiterportal im Look and Feel des jeweiligen Unternehmens. Und darüber konfiguriert der Mitarbeiter in Wirklichkeit dann, welches Fahrzeug er haben will, welche Wallbox er sich dazu bestellt. Da kann man hinterlegen, wie die Einzelnen auch auf der finanziellen Seite, wie der Auslagenersatz eigentlich stattfindet, ob wir da eine pauschale Regelung haben, ob wir eine Kilowattstundengenaueregelung haben, all das lässt sich dann natürlich definieren über die Produkte, die man entsprechend auswählt. Und so binden wir das ein. Und dann hat der Mitarbeiter eine Chance, auf seinem Intranet, so ist das klassischerweise dann, auf dem Unternehmensintranet all das auszuwählen. Und für den Flottenmanager, darum geht es uns ja im Wesentlichen, ist das eine immense Reduzierung der Komplexität, der ja ohnehin schon eine Menge zusätzliche Themen hat in dem Augenblick. kann er eigentlich sagen, okay, dieses ganze kleinteilige Laden zu Hause beim Mitarbeiter ist für sich ein sehr gut gelöstes Thema. Wir bieten darüber hinaus natürlich alle anderen Komponenten an. Das heißt, sowohl die Analysephase, habe ich gerade schon sehr viel dazu gesagt, wir machen natürlich genau das Gleiche, alles, was Umsetzung am Firmenstandort, alle Themen, die da relevant sind, bedienen wir natürlich sowohl beratungsseitig wie auch hardwareseitig. Und am Ende des Tages erfolgt, leisten wir oder bieten wir natürlich auch ein Abrechnungssystem, ein Backend-System an, das entsprechend technologieoffen ist, dass sich das für diesen Anwendungsfall eignet. Und in das klinken wir dann unser Mitarbeiterportal mit ein, sodass wir dieses ganze Thema auch flotte, vollumfänglich denken. Wieder so ein bisschen aus der Endkundenbrille oder aus der kleinteiligeren Brille gedacht, aber das ist oft der ganz hohe Engpass in dem Bereich. Und auch dafür passt die digitale Kaufberatung, ist das perfekte Produkt dafür, um das schnell und einfach integrieren zu können.

  11. Denis Reichel:

    Ja, sehr eindrucksvoll. Also hast ja auch vor allem gut aufgezeigt, diese Problematik der Flottenmanager, der dann bei so einem Prozess auch im Fokus steht und den vorantreiben muss. Das ist ja eh schon kein leichtes Unterfangen, so eine Flotte aufzubauen und unter Dach und Fach zu bringen sozusagen. Jetzt kommt noch das Spezialthema E-Mobilität mit dazu, wo wir ja alle wissen, die sich mit dem Thema beschäftigen. wie kleinteilig, um deine Worte da zu verwenden, das ganze Thema dann eben auch sein kann. Jetzt mal noch die Frage, du hast es ja gut umschrieben, gerade dieses Laden zu Hause. Unterstützt ihr dann auch den Flottenmanager beziehungsweise das Unternehmen dabei, wenn es dann um Förderanträge geht? Wenn wir jetzt mal beispielsweise Umweltbonus sagen, helft ihr da auch aktiv mit dabei oder gibt zumindest eine Anleitung dafür, wie ich als Flottenmanager das dann auch ohne große Hindernisse, Probleme durchbekommen kann dann sozusagen?

  12. Ralph Missy:

    Absolut. Wir leisten den kompletten Prozess. Wir leisten sowohl in der ersten Phase das komplette Thema Bedarfsanalyse und Konzeption, sprich die ganze Beschäftigung damit, welches Fahrzeug, welche Fahrzeugtypen sind überhaupt relevant, wie sind die einzelnen Nutzungsprofile, wie ist die Eignungsbeurteilung, die Hochlaufplanung, wie gerade gesagt. Das heißt, das analysieren wir für den Kunden gemeinsam mit Reichweitenanalysen, GPS-Tracking und allem, was dazugehört. Auf der anderen Seite setzen wir dann darauf auf und analysieren das ganze Thema Laden am Firmenstandort, sprich welches Ladekonzept brauche ich eigentlich am Firmenstandort, was für eine Hardware, welches Lastmanagement brauche ich da, wie ist Das Energieprofil am jeweiligen Firmenstandort, um das wieder auswerten zu können, das heißt die ganze Beratungsleistung, die es hier braucht, leisten wir natürlich bis zur Auswahl und Empfehlung der entsprechenden Ladeinfrastruktur, sprich Wallboxen oder Ladesysteme, die ich am Standort dann brauche. Und dann eben auch dieses Thema, wie gerade schon gesagt, Laden zu Hause, wenn das relevant ist, klinken wir unsere Kaufberatung oder unseren digitalen Kaufassistenten, Beratungsassistenten ein in ein Mitarbeiterportal. Das leistet das alles. Und dann verschränken wir das im Normalfall, weil es geht ja dann immer auch darum, wie erstatte ich jetzt am Ende des Tages die Stromkosten, gerade wenn ich Laden zu Hause habe. Wie erstatte ich die Stromkosten? Es gibt Kunden, die machen das nach wie vor in einer pauschalen Erstattung. Beraten wir natürlich auch, wie ist der monatliche Auslagenersatz etc. Aber es gibt immer mehr Kunden, die sagen, nee, das will ich nicht pauschal machen, sondern ich will zwei Sachen eigentlich gleich tun. Zum einen, ich will den Mitarbeiter gleich mitnehmen in den Stromwechsel, weil ich will ja einen Ökostromtarif haben, um die Förderung da zu optimieren. Auf der anderen Seite, ich brauche ein kilowattgenaues Abrechnungssystem, Dann beraten wir natürlich wieder, ob ich das über einen zertifizierten Energiezähler mache oder ob ich das über einen eichrechtskonformen Energiezähler mache, was das für eine Auswirkung hat in die entsprechenden Produkte rein, weil darum geht es ja in Wirklichkeit nur. Und dann setzen wir in den Hintergrund ein Abrechnungssystem. Wir haben ein offenes Backend-System. Was heißt offen? Es ist aus unserer Sicht wichtig, so Themen mitzubedenken wie Mitarbeiterfluktuation beispielsweise. Das heißt, es ist ja eine Sache, so ein System heute auf dem Papier zu entwerfen und zu planen, aber ein Unternehmen ist dynamisch. Das heißt, Mitarbeiter kommen, Mitarbeiter gehen. Da kommen Mitarbeiter, die dann vielleicht schon eine Wallbox haben von einem anderen Arbeitgeber. Gerade wenn wir mal ein bisschen in die Zukunft schauen, wird das so sein. Dann muss ich natürlich in der Lage sein, auch diese Mitarbeiter oder diese Wallbox dieses Mitarbeiters in mein Abrechnungssystem zu integrieren. Das heißt, ich brauche ein offenes Abrechnungssystem, das das ermöglicht. Und um dann auch sicherzustellen, dass ich nicht mit einem Mitarbeiter in eine Diskussion komme und dem eigentlich sagen muss, sag mal, danke schön, dass du schon eine Wallbox hast, aber eigentlich musst du die jetzt wegschmeißen, weil wir setzen hier auf einen anderen Hersteller. Das heißt, da planen wir von vornherein voraus, beraten auch sehr stark, so wie eben gerade dieses Thema, wieso ist es wichtig, dass das ganze Thema ein offenes System ist, welche Standards brauche ich natürlich für Kommunikation der Systeme untereinander etc. Und die ganze Beratung führen wir durch, dann führen wir die ganze Elektrifizierung an sich durch, also sprich das ganze Thema Umsetzung der Ladelösungen am Firmenstandort oder auch auch Umsetzung der Ladelösungen beim Mitarbeiter zu Hause. Mit allen Förderaspekten, da hast du völlig recht, sowohl auf Seite des Unternehmens, es gibt ja ganz andere Förderansätze, als es jetzt auf Mitarbeiterseite beispielsweise durch die KfW-Förderung wäre. Das heißt, wir beraten, was ist das optimale Förderpaket für diesen Kunden und dann kümmern wir uns in der dritten Phase um den Betrieb insgesamt. dieser ganzen Ladeinfrastruktur, sprich, wenn das Backend aufgesetzt ist, Stichwort Abrechnungssysteme und, und, und, die dann im Prinzip ganz automatisiert natürlich in den Prozess einlaufen. Weil nur so ist es aus unserer Sicht möglich, dass das im Flottengeschäft oder für den Fleet Manager beherrschbar bleibt, weil der hat ja ohnehin noch ganz andere Themen außenrum, der muss sich um Versicherungsthemen kümmern. Der muss seine Car Policy, seine Wallbox Policy überhaupt erstmal aufsetzen. Der hat alle möglichen Rechtsfragen zu klären. Der hat steuerliche Aspekte, die es früher so nicht gab, zu klären. Und last but not least natürlich das ganze Thema auch seine Kollegen, seine Mitarbeiter, das ganze Thema Personal sauber mitzunehmen, weil wir wissen ja auch, das ist bei dir in deinen anderen Podcasts auch oft ein Thema, Sebastian, Elektromobilität ist ja ein Thema, das nicht nur Befürworter hat. Es gibt ja auch Leute, die das Thema so an sich nicht mögen oder Ängste davor haben. Das ist ja klassisch eine Mythen-Diskussion, ganz häufig, die da geführt werden muss. Und auch dabei unterstützen wir natürlich mit dem entsprechenden Content und dem entsprechenden Material.

  13. Denis Reichel:

    Also kurz zusammengefasst, tatsächlich ein vollkommener Full-Service-Anbieter in dem Bereich der E-Mobilität, der das dann gerade im flotten Bereich um einiges einfacher dann macht für den Endkunden. Jetzt aber da auch die Frage, ab wann ist ein Kunde oder ab wann ist das Angebot von E-Mobilio für einen Kunden? Kunden sozusagen relevant. Ich sage mal, wenn ich jetzt nur fünf Außendienste habe, die ich mit einem Fahrzeug versorgen muss, würde ich jetzt persönlich, glaube ich, nicht diesen Aufwand da betreiben, mit einer Weitlebenlösung, die dann auch damit reinzubringen. Da gibt es ja vielleicht auch irgendwie ein Hybrid dann sozusagen, dass man sagt, man kann ja trotzdem euren Kaufberater nutzen und kommt da irgendwie zusammen. Oder hast du da gewisse Größen, sage ich mal, die du uns aufzeigen kannst, ab wann denn der Aufwand wert ist sozusagen, dieses euer Full-Service-Angebot zu nutzen?

  14. Ralph Missy:

    Also klassisch, du hast schon recht, wenn das sehr kleinteilig ist, kann man das mit bestehenden Systemen sehr gut erfüllen. Dann würde ich auch keine komplette Struktur aufsetzen jetzt bei fünf Fahrzeugen, wobei wir das auch haben. Wir haben auch Kundenprojekte, die so sind. Aber so eine klassische Größe ist eigentlich alles, wo auch Lastmanagement-Themen anfangen zu greifen, so 15 Fahrzeuge und größer. Und dann ist auch die Frage, wie viele Firmenstandorte hast du, wie oft sind diese Mitarbeiter am Standort und sowas alles. Aber da wird es dann spannend. Der klassische Kunde für uns hat so im Schnitt 200 Firmenfahrzeuge, ist so der klassische Schnitt. muss man natürlich immer sehen, das werden natürlich keine 200 E-Autos, bei keinem Unternehmen, oder bei fast keinem Unternehmen. Wenn wir jetzt mal in die mobile Pflege gehen, da werden das wahrscheinlich lauter E-Autos, weil du über städtische Fahrstrecken und Kurzstrecken redest. Aber wenn du im klassischen Außendienstbereich unterwegs bist, ist natürlich Teil der Analyse auch zu sagen, welcher Fahrzeugtyp, also ist das am Ende ein reines E-Auto, ist da ein Plug-in geeigneter vielleicht oder ist da vielleicht gar kein E-Auto geeignet, wenn man sich mal ehrlich ist. Auch diese Analyse, das heißt aus dem Pool von 200, 200, 300 Fahrzeugen, die so ein Unternehmen hat, wirst du nie oder in wenigsten Fällen sehen, dass daraus 100% E-Autos werden. Zumindest jetzt noch nicht. Das ist hoffentlich ein Thema und sicher ein Thema, das auch kommen wird. Aber Stand heute wäre das nicht. Aber das ist so die Größenordnung, wo alle Themen relevant werden, wo auch für den Flottenmanager, so ab 100 Fahrzeuge wird für den Flottenmanager die Komplexität in Wirklichkeit ohne Systeme unbeherrschbar. Und in dem Augenblick hat er auf der einen Seite einen extrem hohen Beratungsbedarf. auf der anderen Seite natürlich hinten raus ein Systembedarf. Und da ist es, finde ich, geschickt, sich mit Partnern zusammenzutun. Das baut ja aktuell auch keiner wirklich für sich selber auf. Das wäre auch verrückt. Aber ich will dir vielleicht noch so ein Beispiel sagen, um die Analyse zu verstehen. Ich habe das vorher so mit einem Nebensatz gesagt, Stichwort GPS-Tracking. Es spielt natürlich, wenn du aus der Flotte kommst und du hattest früher Fahrzeuge und Tankkarten, spielt dir die ganze Reichweite Diskussion und auch wo lädt denn der Mitarbeiter praktisch keine Rolle. Weil tanken ist überall verfügbar gewesen. Du musstest über die Profile der Mitarbeiter in Wirklichkeit wenig wissen. Und Das spielt natürlich eine ganz andere Rolle, wenn du Elektromobilität denkst. Das heißt, wir machen zum Beispiel in der Eignungsbeurteilung immer auch eine Phase, in der wir mit GPS-Tracking arbeiten und uns einfach die dezidierten Profile anschauen, wie fährt denn der einzelne Mitarbeiter tatsächlich, um danach beurteilen zu können, Was für ein Fahrzeugangebot ist hier eigentlich das Richtige? Geht natürlich auch teilweise in der Markenauswahl drum. Aber welcher Fahrzeugtyp ist möglicherweise für den Kunden richtig? Das heißt, du hast Beurteilungsschritte, die hattest du vor Elektromobilität einfach gar nicht. Die Frage hat sich nicht gestellt. Da bist du halt einfach häufiger oder weniger häufig zum Tanken gegangen, aus Sicht des Flottenmanagers.

  15. Denis Reichel:

    Ja, also läuft auf jeden Fall ein und ich denke, das ist gerade so ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf und der Ansatz da mit GPS-Tracking, zumindest für diese Auswertungsphase, erscheint ja also vollkommen sinnvoll, weil ich sage mal, welcher klassische Fuhrparkmanager würde denn da jetzt unbedingt auf die Idee kommen zu sagen, okay, wir installieren da jetzt mal für ein paar Wochen GPS-Tracking drin, um dann einfach auch tatsächlich das reale Fahrprofil abzugreifen sozusagen.

  16. Ralph Missy:

    Richtig. Und das geht natürlich am Standort, am Unternehmensstandort ist das oft ein übersichtlicheres Thema, weil da reden wir ganz oft über 1, 2, 3, 4, 5 Unternehmensstandorte. Da geht es natürlich um eine Analyse, wie viele Fahrzeuge werden hier laden, wie lange stehen die, in welcher Frequenz sind die da im Einsatz und, und, und. Das muss man auch alles analysieren, um dann zu wissen, was ist eigentlich die richtige Ladeinfrastruktur für den Standort. Aber das ist aus unserer Sicht in Wirklichkeit ein in sich gekapseltes Thema und gut analysierbar, gut beratbar. Da spielen dann eben diese ganzen Themen, wie gehe ich mit Lastmanagement um, wie ist mein Gesamtenergiebedarf, habe ich möglicherweise nicht nur Energieverbraucher am Unternehmensstandort, Beispiel, ich habe eine Kantine oder ich habe große Maschinen, die anlaufen, wo sind meine Lastspitzen oder wie ist überhaupt mein Energieprofil. Ich habe möglicherweise ja auch Energieerzeuger, ich habe vielleicht Photovoltaik am Firmenstandort, was da mit reinfließen muss in diese Betrachtung. Das spielt am Standort eine ganz große Rolle. Wie gehe ich mit dem Gesamtenergiemanagement des Standorts eigentlich um und Und dann eben last but not least, wie gerade schon ausführlich beschrieben, wenn wir das dann jetzt wieder weiterdenken in die 200 Mitarbeiter, die dann alle zu Hause sind, die natürlich auch alle gar nicht zu Hause laden können, weil ja nicht jeder Mensch hat die Chance, einen eigenen Ladepunkt, eine eigene Wallbox irgendwie zu installieren. Das heißt, auch das muss man natürlich wieder sehen, analysieren und dann eben halt analysieren, Wenn die Menschen die Chance haben zu laden, erstens, was passt da wirklich ganz genau? Welches Produkt passt für die zu ihren jeweiligen Anforderungen zu Hause? Der eine hat eine Photovoltaik auf dem Dach, der andere nicht. Der eine steht in der Duplex, der andere hat einen Carport. Der Dritte hat eine ganz normale Garage neben dem Haus. Völlig unterschiedliche Situationen, die ich berücksichtigen muss und einfließen lassen muss. Und was wir natürlich leisten und anbieten, weil wir es ja ohnehin im Kernprodukt leisten, ist natürlich auch das ganze Thema Installationsservice und, und, und, weil der Mitarbeiter natürlich auch eine Installation der Wallbox am Ende des Tages braucht und eine Fördermittelberatung braucht, weil das natürlich auch abgewickelt werden muss. Und das leisten wir im Zuge unseres normalen Businesses schon und da natürlich ganz genauso.

  17. Denis Reichel:

    Ja, vielen Dank erstmal für die Einblicke. Wie ist denn das, wenn wir sagen, ihr habt jetzt neun Kunde, 200 Fahrzeuge ungefähr, um da bei dem Beispiel zu bleiben, mit was für einem zeitlichen Aufwand kann denn der Kunde rechnen sozusagen, bis wir da von Beginn bis zur Umsetzungsphase oder Umsetzungsbeginn dann sozusagen starten können? Reden wir da von ein paar Monaten oder gehen wir da schon in die Jahre rein? Also kannst du uns das noch ein bisschen greifbarer machen?

  18. Ralph Missy:

    Das hängt sehr stark am jeweiligen Kunden, am jeweiligen Unternehmen. Weil du hast Unternehmen, die sind in dem eigenen Prozess schon relativ weit unterwegs. Und du hast Unternehmen, die sind ganz am Anfang ihrer persönlichen Elektromobilitätsstrategie, weil sie möglicherweise unternehmensstrategisch entschieden haben, einfach in Bezug auf Imagekomponenten oder Green Policy oder solche Themen, Nachhaltigkeitsdiskussionen, dass es für das Unternehmen extrem wichtig ist, sehr schnell in Elektromobilität reinzugehen. Das ist zurzeit viel der Fall bei vielen unserer Kunden. Und das prallt natürlich dann beim Flottenmanager auf. Jetzt muss man sehen, ein Flottenmanager hat ja heute auch schon genug auf dem Tisch. Also es ist ja nicht so, dass der unendlich Zeit gehabt hätte heute. Das heißt, es ist ja heute auch ein vollbeschäftigter Mensch oder eine vollbeschäftigte Abteilung, je nach Unternehmensgröße. Und jetzt kommen diese ganzen Zusatzthemen. Und da erleben wir oft, dass die Analysephase öffnet viele Augen, weil wir machen immer sehr schnell eine sehr, sehr fundierte Analysephase-Beratung Und erleben dann oft, dass die Flottenmanager sich auf einmal mit Fragen konfrontiert sehen, die ihnen so noch gar nicht richtig klar waren. Beispiel auch der Mitarbeiter-Change, der da passiert, den man vielleicht auch begleiten sollte, auch Randthemen, die damit zu tun haben. Und daran entscheidet sich sehr stark, in welcher Geschwindigkeit es möglich ist, ein solches Projekt umzusetzen. Theoretisch ist es möglich, das in zwei, drei Monaten umzusetzen. Das ist theoretisch möglich. In der Realität geht es oft ein bisschen langsamer, weil eigentlich immer ein Thema entsteht, Es geht für das Unternehmen ja immer, neben eben möglicherweise Nachhaltigkeitsdiskussionen, es geht ja immer auch um eine Kostendiskussion. Die Aufgabe eines flotten Betreibers, eines Fleet Managers, ist ja sehr stark auch das Thema Kostenoptimierung aus Unternehmenssicht. So, jetzt muss ich natürlich Obacht geben, wenn ich jetzt beispielsweise sehr stark Richtung Plugins gehe am Ende des Tages, dann schieße ich eigentlich so ein bisschen gegen die Kostenoptimierung, wenn ich Pech habe. weil die Leute sehr überwiegend mit klassischen Verbrennungskraftstoffen fahren werden. Und damit natürlich durch das höhere Gewicht des Fahrzeugs, durch die zusätzliche Batterie, die drin ist, normalerweise der Verbrauch sogar steigt. Normalerweise ist das kontraproduktiv. Das heißt, das muss man hochgenau analysieren. Und in dieser Phase, wenn wir das diskutieren am Anfang, Das hat oft auch eine unternehmensstrategische Komponente, die dann eine Rolle spielt. Das heißt, es braucht wieder Zeit im Unternehmen, um zu verstehen, wo sind die jeweiligen dezidierten Ziele, die tatsächlich erreicht werden sollen damit, mit diesem ganz schnell mal ausgesprochenen Wort Elektromobilität. Und das braucht dann ein bisschen, bis wir dann in die wirkliche Umsetzung kommen. ist meistens das Leistbarste in Wirklichkeit, dann ist es ja auch so, die Fahrzeuge sind ja rollierend. Also sprich, ein Unternehmen, das heute 200, 300 Fahrzeuge hat, hat ja nicht 200, 300 Fahrzeuge am Stück und auf einmal, die sie umwandeln wollen oder die ersetzt werden wollen. Verbrenner sollen ersetzt werden durch E-Autos oder Elektroautos. Sondern es ist ja ein sukzessiver Prozess. Und das ist meistens gut, um am Anfang die Leute mitzunehmen, die ohnehin Befürworter eher von Elektromobilität sind, und dann die anderen in Ruhe danach nachzuziehen und dann in Ruhe danach mitzunehmen. Und so hast du alles zwischen, um deine Frage zu beantworten, ich wollte es nur ein bisschen ausführlich erklären, so hast du alles zwischen drei Monaten und einem Jahr an Projektbedarf, Zeitbedarf fürs Projekt.

  19. Denis Reichel:

    Okay, vielen Dank für die Einordnung. Jetzt hatten wir es ja vorab in dem Vorgespräch schon darüber, dass wir in Covid-Zeiten sozusagen ja doch viel auf Videomeetings und so weiter ausweichen mussten, um da auch neue Geschäfte oder Unterstützung kennenzulernen, jetzt beispielsweise auch euer Angebot. Aber du hattest jetzt erwähnt, ihr bietet jetzt auf der IAA Angebote. 2021 in München auch die Möglichkeit an, dass man euch da vor Ort mal kennenlernt und mehr Eindrücke bekommt. Magst du dazu vielleicht ein paar Worte verlieren, wo man euch da findet oder wann, dass da einfach vielleicht auch interessierte Zuhörer die Möglichkeit haben, auf Immobilien zuzukommen?

  20. Ralph Missy:

    Ja, sehr gerne. Man muss dazu sagen, wenn ich das ein bisschen aushole, ich bin 35 Jahre selbstständig, das heißt, ich komme aus einem Bereich, in dem man sich sehr stark auch persönlich getroffen hat. Jetzt sind neue Kommunikationsmittel extrem förderlich für alles, was wir tun. Das ist alles wunderbar. Aber ich selber freue mich tatsächlich auch auf die IAA, weil wir erleben sehr stark aus unserem Kundenumfeld, die ganze Branche wird da sein. Also sprich, alles, was rund um Mobilität sich dreht. wird vor Ort sein, das heißt viel Zeit für spannende Gespräche. Wo sind wir? Wir sind dauerhaft auf der IAA, die komplette IAA mit einem eigenen Messestand. Wir sind in der B2B-Area, wo ist jetzt die wieder? Die Messe wird ja so organisiert, dass auf der einen Seite alle eher sehr Consumer-lastigen Themen finden, eigentlich in München, wir sind ja auch aus München, finden in München statt. Am Odeonsplatz wird Mercedes sein, bei Siemens Hauptverwaltung am Wittelsbacher Platz ist, glaube ich, Audi und Porsche. Also die ganzen OEMs sind eigentlich dezentral, irgendwo in der Stadt verteilt, auf der Theresienwiese auch teilweise hier Mobilitätsthemen sind, zum Beispiel auch hier im Werksviertel, wo wir jetzt selber sitzen mit unserem Unternehmen. Aber die kompletten B2B-Themen finden in den Messehallen statt. und sind offen die komplette Woche für den klassischen Firmen, für die klassische Firma oder Firmenkunden, unsere B2B-Kunden, die komplette Woche. Und für den interessierten Endkunden natürlich auch sehr gerne, weil wir sind natürlich auch mit dem Portal da, auch sehr gerne. Der hat wiederum in die Hallen, glaube ich, Zugang am Wochenende, in den Besuchertagen. Ich glaube, die nennen sich oder hießen früher immer Besuchertage. Wahrscheinlich haben die auch ein neues Wort genannt. Aber hießen früher Besuchertage. Das heißt, Wahnsinnig gerne da vorbeikommen, die E-Mobilio GmbH besuchen, Gespräche führen. Wir sind mit relativ vielen Leuten vor Ort. Das heißt, da gibt es die Chance, sowohl auf der einen Seite aus dem Autohandel über das ganze Thema White-Label-Lösung für den Autohandel zu reden, andere Firmen auch sehr gerne. Dann natürlich auch Flottenkunden, die mit uns darüber reden wollen, welchen Beitrag leistet die E-Mobilio vielleicht anders, als es andere Unternehmen tun für das Thema Flottengeschäft.

  21. Denis Reichel:

    Ja, vielen Dank auch da nochmal für den Ausblick sozusagen. Ich hoffe, dass der ein oder andere Zuhörer, Zuhörerin bei euch dann vorbeischaut und vielleicht habt ihr also die Möglichkeit, einen neuen Kunden zu gewinnen oder zumindest jemanden auf dem Weg in die E-Mobilität weiter zu begleiten.

  22. Ralph Missy:

    Sehr, sehr gerne. Wir freuen uns sehr darauf. Ich glaube persönlich sehr stark daran, dass Elektromobilität eine Riesenchance ist und ein Riesengewinn auch für diesen Planeten ist. Und damit tun wir alles dafür, das Thema voranzutreiben. Und wie gesagt, die IAA ist ein guter Meetingpoint dafür.

  23. Denis Reichel:

    Schöne Schlussworte. Vielen Dank dafür, Ralf.

  24. Ralph Missy:

    Bis dahin. Danke, Sebastian. Danke dir. Tschüss.

  25. Denis Reichel:

    Tschüss.