Warum Batteriespeicher zum Rückgrat der Energiewende werden

In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Benito Becker, CEO von Enorin, über die Rolle von Batteriespeichern in der Energiewende. Enorin versteht sich als Infrastrukturdienstleister und setzt auf Batteriespeicher von 250 Kilowattstunden bis in den Gigawattstunden-Bereich – inklusive eigener Software, Betrieb und Vermarktung.

Im Gespräch wird schnell klar, warum Wind- und Solarenergie allein nicht ausreichen. Erzeugung und Verbrauch passen zeitlich oft nicht zusammen, klassische Grundlast fällt weg, die Volatilität im Netz steigt. Batteriespeicher werden damit zum zentralen Ausgleichsinstrument. Oder wie Benito es formuliert: „Das Kraftwerk von gestern ist der Energiespeicher von heute.“

Wir sprechen auch über die Verbindung von Speichern und Ladeinfrastruktur. Speicher können Netzanschlüsse entlasten, günstigen Strom zwischenspeichern und netzdienlich eingesetzt werden. Dieser Multi-Use-Ansatz ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit und Systemstabilität.

Kritisch blickt Benito auf das heutige Geschäftsmodell vieler Speicherprojekte. Das reine Arbitrage-Prinzip sieht er zeitlich begrenzt. Stattdessen geht es künftig um Verfügbarkeit und Infrastrukturleistung. Gleichzeitig bremsen Netzanschlüsse, Genehmigungen und fehlende Planungssicherheit den Ausbau.

Technisch setzt Enorin bewusst auf hohe Wirkungsgrade, eigene Software und Datenhoheit. Auch Themen wie Ausfallsicherheit, Versicherung, Lebensdauer und Recycling spielen eine zentrale Rolle. Der Blick nach vorn zeigt eine Plattform, über die Speicher miteinander kommunizieren und Netze intelligenter genutzt werden können.

Nun aber genug der Einordnung – lasst uns direkt in das Gespräch einsteigen.

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einem neuen Folge-Selektoren-News-Pro-Net-Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder mit am Start bist. Am Start ist auch Benito Becker, seines Zeichens Geschäftsführer von Enurin. Und mit ihm habe ich mich über das Thema Batteriespeicher unterhalten, wie Batteriespeicher dazu beitragen, unsere Stromnetze zu stabilisieren, aber vor allem zu flexibilisieren. Ein unheimlich wertvolles Asset in Zeiten des Wandels, auch des Wandels hin zur Immobilität. Wir gehen direkt rein ins Gespräch mit Benito. Viel Spaß damit. Benito, schön, dass wir jetzt hier auch mit der Kamera zusammensprechen. Und wir wollen uns ja über das Thema Energie bzw. Batteriespeicher austauschen und die Bedeutung für den Energiemarkt. Stichwort erneuerbare Energien, aber auch für die E-Mobilität. Du vertrittst das Unternehmen Enurin und auch Geschäftsführer bist. Magst du vielleicht unseren Zuschauern mal Enurin kurz kompakt vorstellen, was ihr aktuell am Markt macht? Später gehen wir auch nochmal auf eure Vision ein, wo denn die Reise hingehen soll.

  3. Benito Becker:

    Grüß dich auch von meiner Seite, Benito. Ja, also kurz und knapp, Enurin ist ein Infrastrukturdienstleister. Das heißt, wir haben aktuell den Fokus, dass wir Batteriespeicher im Markt platzieren und dazu auch die eigene Software entwickeln und den ganzen Betrieb, was drumherum nötig ist, den Kunden mit anbieten, beziehungsweise auch die Vermarktung für den Kunden mit ausführen oder mit anbieten.

  4. Sebastian:

    Batteriespeicher ist jetzt auch ein dehnbarer Begriff. Wenn wir daheim schauen, PV-Anlage ist das ja eher maximal 10 Kilowatt. Wir kennen HPC-Ladeinfrastruktur, wo 100, 200 Kilowatt dran sind und wir haben die ganz großen Geschichten Megawatt. In was für einem Bereich bewegt ihr euch?

  5. Benito Becker:

    Genau, also die kleinsten Größen, die wir jetzt realisieren, sind so bei 250 Kilowattstunden und Projekte machen wir bis in den Gigawattstundenbereich. Also die klassischen Container, die man ab und zu mal im Fernsehen oder in den Medien sieht, genau, die verbinden wir miteinander und da kommt dann wieder indirekt unsere Software wieder mit ins Spiel für die Vernetzung der Dienstleistungen, dass zum Beispiel die Ladeinfrastruktur auch davon profitieren kann.

  6. Sebastian:

    Warum brauchen wir das denn? Weil ich sage mal, für Ladeinfrastruktur im Bereich E-Mobilität bleiben, habe ich ja in der Regel wahrscheinlich meinen Stromanschluss und kann die Energie abnehmen im Pkw-Bereich. Im Vorhinein hatten wir es ja auch mal über Megawatt-Charging dann im Truck-Bereich. Ist das dann eher so das Einsatzfeld, wo man auch so eine Art Pufferspeicher mal mit ans Netz bringen muss?

  7. Benito Becker:

    Genau, es wäre ein Anwendungsfall. Die große Herausforderung ist ja, wir wollen die Strompreise an den Ladesäulen reduzieren oder günstig halten. Da ist natürlich der Einsatz, wie kann ich den Batterie speichern, der würde ja erstmal für den Dienstleister zusätzliche Kosten verursachen. dass er so eingesetzt wird, dass er für ihn auch einen zusätzlichen Mehrwert bringt. Nicht nur, dass er sagt, ich kann meinen Schnelllader damit betreiben überhaupt, weil vielleicht der Netzanschluss von der Größe nicht ausreichend ist, sondern dass er auch strategisch diesen Speicher einsetzen kann, um zum Beispiel günstigeren Strom zu Zeiten einzukaufen und den dann mehr oder weniger seinen Kunden zur Verfügung stellen kann. Das wäre zum Beispiel ein zentraler Anwendungsfall, dass man den Speicher für die Ladeinfrastruktur einsetzt und auch indirekt damit auch dann netzdienliche Leistungen machen in den Zeitfenstern, wo die Infrastruktur nicht gebraucht wird, die Ladeinfrastruktur. Zum Beispiel früh um drei Uhr Und da kann man den Speicher dann zum Beispiel nicht nur für den Einkauf nutzen, sondern auch den Strom zum Beispiel ins Stromnetz wieder abgeben, um damit das Netz zu stabilisieren. Das heißt, da ist ein Multi-Use-Ansatz, den man dann da fährt und da kann man eine gute Infrastruktur auch um den Ladepunkt sozusagen herum aufbauen.

  8. Sebastian:

    Das ist auch so ein Ansatzpunkt, den ihr dann auch vertreibt über Energin. Stellt ihr nur die Assets her, wie beispielsweise den Batteriespeicher und gebt das in den Markt und lasst das von anderen steuern oder ist das auch ein Ansatzpunkt, den ihr über eure Software dann mit unterstützt?

  9. Benito Becker:

    Genau beides. Meistens sind dabei große Nadelparks, dass da Betreiber hinten dran sind. Meistens entwickeln wir das gemeinsam, dass wir schauen, wir nehmen unsere Empfehlung ab, wie wir das machen würden, sodass es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wie man so schön sagt. Und dann sagen wir, wir betreiben den Speicher an sich, bewirtschaften den, ob das jetzt die Versicherung ist oder der Stromeinkauf, das können wir über uns machen, wenn das gewünscht ist. und der sozusagen, dass der Kunde, der Ladeinfrastruktur-Dienstleister sozusagen sein Asset, also sein Kern-USB, was er hat, also Ladeinfrastruktur anbieten, die Abrechnung dahinter und die Dienstleistung und den Kunden anbieten, sich auch rein auf seinen Fokus sozusagen konzentrieren kann und wir nehmen sozusagen hintendran vom Netzanschluss Batterie oder Stromeinkauf übernehmen wir dann für ihn.

  10. Sebastian:

    Wenn wir jetzt ein Stück weit rauszoomen, wir haben jetzt eher so die technische Seite, wer macht was, wie wird was getan sozusagen. Wenn wir da einen Schritt zurückgehen, warum sind Batteriespeicher sinnvoll und notwendig, gerade im Wandel der Energie, also wenn wir uns immer mehr in Richtung erneuerbare Energien hinbewegen?

  11. Benito Becker:

    Genau, was in den Medien in den letzten Monaten hoch und runter ging, ist die Flexibilisierung. Das heißt, wir brauchen um erneuerbare Energien, ob das Wind ist oder PV ist oder auch andere Arten wie Wasserstoff, was ja sehr häufig im Gespräch ist, kommen wir um die Batterien Speicher nicht drum herum, weil wir die, wo Leute hier so Verfügung haben in Deutschland oder weltweit, Und wir haben immer weniger Basiskraftwerke, nenne ich das mal, wie Kohlekraftwerk, Gaskraftwerk oder auch Atomkraftwerke, die wir ja nicht mehr haben. Das heißt, wir haben Schwankungen im Stromnetz dadurch und die wollen wir sinnvoll nutzen. Also wir wollen, wenn zu viel da ist, die Energie ja nicht verbrennen. Und wenn zu wenig da ist, wollen wir sie ja möglichst wenig von außen zukaufen, sodass wir auch da sozusagen die Stabilität und Planbarkeit schaffen. Und dafür sind die Speicher ein ideales Instrument geworden, weil sie in den letzten Jahren von den Preisen massiv gefallen sind und das Verständnis, also wie funktionieren Batteriespeicher, Wie kann man sie einsetzen? Auch die Software dahinter, die sich in den letzten Jahren so viel bewegt hat, dass man sagen kann, der Speicher ist eigentlich das Kraftwerk. Das Kohlekraftwerk von gestern ist der Energiespeicher von heute. Das Spannende ist, dass wir keinen großen zentralen Netzanschluss mehr brauchen. Sondern man kann, sicherlich machen wir auch Projekte, wo das sinnvoll ist. Aber das Schöne ist, man kann es auch sehr dezentral lassen. Das heißt, die Familie, die zu Hause ihren Heimspeicher hat, kann genauso eine Infrastruktur teilnehmen, wenn das gewünscht ist, wie ein kleinerer Speicher, der vielleicht in der Gemeinde hinten am Sportplatz steht. Und das ist halt das Spannende. Und das ist halt so zu sagen, dass man sagt, man kann dezentral da, wo Verfügbarkeiten sind noch oder wo Netze nicht so ausgenutzt werden, kann man Batteriespeicher setzen, um genau diese Netzschwankungen auszugleichen.

  12. Sebastian:

    Das heißt aber, der Trugschluss, es reicht einfach aus, immer mehr PV oder Windkraft in den Markt zu werfen, um eben Erneuerbare verfügbar zu machen. Das reicht eben nicht aus, sondern wir brauchen Batteriespeicher, Energiespeicher, um eine Stabilität auch da abzubilden.

  13. Benito Becker:

    Absolut, ja. Vor fünf Jahren hatte ich das, oder vor über fünf Jahren hatte ich das schon mal angesprochen. Da war ich mit großen Windpark- oder PV-Parkbetreibern zugange. Da war das Da war aufgrund der hohen EEG-Vergütung noch das Interesse nicht da. Man hat den Markt sozusagen noch nicht gesehen. Und durch die Verschiebung jetzt, dass die EEG wegfällt und wir sehen die Schwankungen im Markt beeinflussen massiv den Strompreis. Das ist ja auch sozusagen die große Diskussion. Also wir brauchen Industriestrompreis, was ja aktuell in den letzten paar Tagen auch durch die Medien ging. Viele Kunden beschweren sich, wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist gefährdet. Das ist halt, weil wir keine Planbarkeit kriegen, weil wir eine hohe Volatilität in den Strommarkt kriegen und natürlich auch die Netzkosten, die natürlich auch auf den Preis indirekt aufschlagen, weil die ja prozentual teilweise aufgeschlagen werden, wie die Mehrwertsteuer. Dann haben wir die festen Bestandteile noch. Der Speicher gibt uns die Möglichkeit, dass wir... den günstigen Strom, den wir durch Wind, Wasser und BV haben, auch zu den Zeiten abgefangen werden können, zwischengespeichert werden kann und zu diesen Zeiten, wo wir das nicht haben oder wo der Strompreis hoch ist, diese günstige Energie, die zwischengespeichert ist, wieder abgeben können. Und das würde uns für Deutschland einen riesigen Wettbewerbsvorteil bringen, wo wir auch deutlich den Strompreis stabilisieren, aber auch nach unten bewegen können, das, was wir auch brauchen. Da kommen wir um die Batteriespeicher nicht drum herum.

  14. Sebastian:

    Dann haben wir aber auch die Thematik, dass eine gewisse Abhängigkeit von beiden da ist. Erneuerbare Energien funktionieren nur vernünftig, wenn wir die Batteriespeicher haben. Batteriespeicher brauchen natürlich die Erneuerbaren, um dann eben auch entsprechend mit dem Strom arbeiten zu können. Ist man da auf gleicher Ebene gerade unterwegs? Ausbauerneuerbare zu Batteriespeicher, gibt es da einen gewissen Verzug? Und wenn ja, in welche Richtung?

  15. Benito Becker:

    Dass wir Wind und PV noch brauchen, ist außer Frage. Aktuell ist es so, dass wir schneller Wind und PV ausbauen oder ins Netz bringen. als Batteriespeicherprojekte, ob das jetzt die Co-Location, also grünen Stromspeicher sind, die sozusagen neben Windparks oder PV-Parks stehen oder auch die für sich allein stehen, also Stand-Alone sozusagen, Graustromspeicher, wie sie auch genannt werden. Da sind wir deutlich im Defizit. Wir schaffen dieses Jahr 2025 nicht die Ziele, die wir angedacht haben von der Bundesnetzagentur. weil natürlich die Herausforderung der Netzbetreiber aktuell die größte ist, weil sie die nicht in ihre Netzplanung so einplanen können, dass sie für diese planbar sind. Und deswegen haben wir auch sozusagen in den letzten Monaten, ich sage mal seit dem Sommer eigentlich, im Juni, Juli, massiv eigentlich mehr Ablehnung als Zusagen. Und das ist das auch, was unsere Aussage, die wir Ende letzten Jahres getroffen haben, dass wir eigentlich Die ganzen Netzanfragen, die aktuell passieren, da gehen ja verschiedene Zahlen rum, wie viel Gigawatt da aktuell sind. Ob das jetzt 200 Gigawatt sind, mehr oder weniger. Aber wo wir von unserer Seite, von Inurin-Seiten sehen, dass knapp 95 Prozent so nie umgesetzt werden, weil auch Doppelanfragen sehr häufig an einem Netzanschlusspunkt da sind. Das Problem, wir haben aktuell... eine hohe Unsicherheit in den Planungskriterien und das hemmt sozusagen den Ausbau, also wir haben so einen großen Defizit aufgrund von Planungsunsicherheiten, das Zwischennetz Planungs-, also von Bauämtern und auch das Verständnis, wie Batteriespeicher betrieben werden, auch wenn das so trivial klingt, ist im Markt noch wenig vorhanden. Und das erhöht natürlich das Risiko, wie betrachte ich einen Speicher, auch für die Banken, die das finanzieren möchten oder wollen, oder den Netzbetreiber, wie er das Verständnis hat. Das heißt, wir haben eher eine Ablehnung, als dass man einen Konsens schafft, dass man miteinander kommuniziert.

  16. Sebastian:

    Und was wäre die Stellschraube, um das zu verändern? Weil es wird ja nicht nur die eine Stelle geben, sonst hätte man ja wahrscheinlich schon was getan, sondern es wird ja an vielen verschiedenen kleinen Hebeln dann zu rücken sein.

  17. Benito Becker:

    Genau, also ein wichtiger Punkt aus unserer Sicht ist, wie Batteriespeicher vermarktet werden. Aktuell ist es sehr stark, dass man auf den DR-Headmark geht, also günstig einkaufen, teuer verkaufen und dann habe ich eine Differenz dazwischen und das ist mein Verdienst.

  18. Sebastian:

    Aus der Sicht von Enurin jetzt oder aus jemand, der Batteriespeicher verkauft?

  19. Benito Becker:

    Das ist ein Mechanismus, der eigentlich ja nicht den Strompreis reduziert. Wir machen zwar schön Verfügbarkeiten her, aber das primäre Ziel ist ja, dass ich eigentlich einen großen Speicher Split nutze zwischen Ein- und Verkauf. Das heißt, das ist ja auch das Risiko, was die Banken bewerten, dass man sagt, okay, was ist, wenn dieser zu klein wird, dass wir zum Beispiel nur 2, 3, 4 Cent haben und nicht mehr teilweise 10 oder 12 Cent zwischen Tag- und Nachtpreis. Dann funktioniert das Geschäftsmodell nicht mehr. Das heißt, es muss ein planbares Geschäftsmodell dahinter kreiert werden. Das ist auch die Aufgabe, die Endurin aktuell da einnimmt, dass wir Investoren und Banken neue Vertriebsmöglichkeiten oder Vermarktungsmöglichkeiten von Speichern anbieten. Und dann ist natürlich eine Basis von Bauämtern, wie können Batterien-Speicher geplant werden. Es gibt aktuell zu viele verschiedene Leitfähen, je nachdem aus welchen wirtschaftlichen Gesichtspunkten man das betrachtet. Das wäre auch nochmal sinnvoll, dass man sozusagen eine Basis schafft für Planbarkeit, dass man sagt, wie muss dieser Standort entwickelt werden? Also es ist ja ein Infrastrukturprojekt und wie muss das sozusagen planerisch dargestellt werden, dass es eine Planungssicherheit auch gibt und dadurch auch eine Investitionssicherheit gibt. Und dann natürlich auch mit den Netzbetreibern. die generelle Ablehnung hilft uns ja eigentlich weiter, schadet ja eher dem Wirtschaftsstandort, sondern wie kann man mit Netzbetreibern in den Kontext gehen und sagen, was brauchst du, was können wir leisten und dann schaut man, wo ist der wirtschaftliche Punkt für beide Seiten, dass der Netzbetreiber Mehrwert hat, aber auch der Investor oder wir als Planer und auch Investoren von Endorin und das wird viel zu wenig gemacht, es wird noch zu sehr sozusagen auf auf die E-Formulare sozusagen geschickt und dann geht es eigentlich unter in der Bürokratie sozusagen und es wird weniger, zu wenig miteinander geredet. Also der größte Punkt ist, mehr miteinander reden und Geschäftsmodelle entwickeln, die nachhaltig sind im Sinne der der Allgemeinheit, also niedrige Energiepreise und vielleicht auch Speicher sozusagen nicht in die Vermarktung der Börse zu bringen, sondern direkt an Kunden zu bringen, direkt ans Netz zu bringen, sodass der Profit auch ganz klar für jeden ersichtlicher ist und auch planbarer wird.

  20. Sebastian:

    Wenn wir jetzt beim Thema Geschäftsmodelle sind, habe ich ja derzeit die Abitrage von günstig einkaufen, teurer verkaufen, weil ich ja eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit diesem Strom handele, wenn die Auslastung vorhanden ist und weil ich natürlich auch nur einen begrenzten Speichervolumen von Energie habe aktuell, mit dem ich handeln kann. Wenn ich das jetzt aber weiter überlege, umso mehr Batteriespeicher ich habe, umso umso weniger knapp ist ja der Markt sozusagen. Das heißt, werden wir irgendwann an eine Stufe kommen, wo sich Batteriespeicher dann auch nicht mehr unbedingt wirtschaftlich rechnen, wenn man eine gewisse Größe erreicht hat, Zielmarke, die da eben vorgegeben ist.

  21. Benito Becker:

    Ja, wird es auch so kommen. Also das Geschäftsmodell, wie es jetzt ist, sehen wir in den nächsten vier bis sieben Jahren, wo es noch existieren kann. Je nachdem, wie die rechtlichen Rahmen, auch EU-Rahmenbedingungen sich noch verändern werden und wie schnell Gesetze umgesetzt werden. Aber das ist so, wo wir als Enurin sagen, in den nächsten vier bis sieben Jahren ist der Markt noch da, wo man gutes Geld verdienen kann für alle Parteien. Aber der Markt wird weggehen, weil wenn wir unter 2 Cent oder 2,5 Cent sind, dann ist ein Batteriespeicher überhaupt nicht mehr wirtschaftlich. Das heißt, er ist auch kein Permobile und hat natürlich auch gewisse Investkosten. Das heißt, darum ist es auch, was wir gerade gesagt haben, ist sozusagen, man muss neue Geschäftsmodelle entwickeln und eine wichtige Größe ist immer, wie überall, Verfügbarkeiten. Das heißt, Energie muss verfügbar sein, zu jeder Zeit, zum bestmöglichen Preis. so wie wir es in vielen anderen Sachen auch haben, in unserer Gesellschaft. Das heißt, ich bezahle ja zum Beispiel meinen Internetanschluss nach Leistung und nicht mehr nach Kapazität. Also das heißt, ich habe einen 1 MW-Anschluss oder einen 200 Megabit-Anschluss zu Hause. Danach richtet sich sozusagen mein Grundpreis. Das heißt, ich zahle Verfügbarkeit, dass ich so jederzeit am besten möglich 200 Megabyte zur Verfügung habe. Und ob ich da eine Gigabyte darüber jage oder ein MB darüber jage, spielt keine Rolle, ich sah einen festen Preis. Und so wird auch aus unserer Sicht oder aus meiner Sicht der Markt sich verschieben in den nächsten drei, vier Jahre, dass ich sage, ich mache Pauschalen, dass ich sage, ich kriege meine Verfügbarkeit honoriert sozusagen und dann greift ein Energieversorger zum Beispiel oder ein Erzeuger, zum Beispiel Windparkbetreiber, BVH-Parkbetreiber, greift sozusagen auf meine zur Verfügung gestellte Infrastruktur zu und nutzt die und ich kann die dann und kriege daraus monetär Eine Marge. Und je effektiver ein System aufgebaut ist, desto höher ist meine Marge. Deswegen ist auch unser Ziel, dass wir Projekte so betrachten, dass die schon diese Infrastruktur für morgen bieten, dass ich sage, okay, ich bin nicht einkaufen, teuer verkaufen. weil das ist ein absehbarer Markt, der nicht mehr da ist, weil irgendwann ist die Sahne oben abgeschöpft, sondern wir müssen Produkte entwickeln, die sozusagen langfristig für alle mehr Nutzen hat, weil sonst haben wir auf einmal viele Totgeborenen an Batteriespeichern in ganz Deutschland rumstehen, weil die einfach nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könnten. Das wäre natürlich ein Worst Case, weil wir natürlich den ganzen Netzausbau für teurer Geld ja sozusagen aktuell erarbeiten.

  22. Sebastian:

    Das heißt aber auch im Endeffekt, ich als Investor, wenn ich mir jetzt einen Batteriespeicher anschaffen wollen würde, sollte eben auch drauf schauen, damit ich nicht nur kurzfristig hier zwischen Ein- und Verkauf das Geld verdiene, sondern wie du sagst, dann auch über dieses Mietmodell, was dann irgendwann kommt, wo eben jemand herkommt und sagt, okay, hier, ich möchte einen Batteriespeicher nutzen, möchte Energie kurz zwischenspeichern und dann weiterschieben.

  23. Benito Becker:

    Genau, deswegen sind auch die Standorte wichtig, ne? Das ist bei uns auch mal ein Kriterium. Wir machen eine Standortanalyse. Also wie gut ist der Standort ausgebaut? Das heißt, we dispatch, also ich sage mal, wir haben ja Abregelung. Das heißt, wenn zu viel Sonne da ist, zu viel Wind da ist, dann sind die Netze ja voll. Und dann werden gewisse Anlagen an diesen Kabel sozusagen abgeregelt, dass das sozusagen nicht kaputt geht. Und Standorten, wo viele Abregelungen sind, weil viele Erzeugungsanlagen sind, Da muss man auch mal schauen, ist da sinnvoll, einen Speicher einzusetzen, weil er ja diesen Druck rausnehmen kann sozusagen. Oder ist es nicht sinnvoll, weil ich auch zu wenig Stunden habe, um diese Energie auch wieder abzugeben. Wenn zum Beispiel viel Wind und PV an einer Leitung hängen. Das heißt, die Standortanalyse, also den Standort zu bewerten, ist ein wichtiges Kriterium, um eine Wirtschaftlichkeit darzustellen.

  24. Sebastian:

    Das heißt also, ich nehme hier auch die Frage, was sind die größten Fehler, die man eben bei so einer Projektierung, Umsetzung von so einem Projekt hat, ist dann tatsächlich auch, ich sage mal, wie bei jeder Immobilie, Lage, Lage, Lage wird da auch so eines der Schlagwörter sein, was eben umgesetzt werden oder bedacht werden muss.

  25. Benito Becker:

    Genau, also Bis jetzt war es Hauptsache Netzanschlusspunkt kriegen, weil das rar geworden ist. Aber für uns ist es eigentlich seit Anfang des Jahres machen wir oder generell seit der Gründung ist eigentlich immer unsere Philosophie, wir gucken uns die Standorte an und machen das jetzt schon. Also Lage, wie du gesagt hast, dann ist es das Vertriebsmodell, also wie welchen Mehrwert, also wie kann ich den Kunden ein sauberes Rundumpaket abholen, dass es auch wirtschaftlich in drei Jahren noch ist, dass der Standort, weil die Komplexität bei Batteriespeichern ist, der Kunde hat eine ganz andere Herausforderung. Wenn man das mal ganz einfach darstellt, ich habe einen PV-Park, den baue ich, ich habe einen Dreckvermarkter, der nimmt mir den Strom ab und der Strom, der an der Börse ist, dafür kriege ich vergütet. Dann kriege ich Ende des Monats sozusagen mein Geld, ich weiß, was ich erzeugt habe und was der Börsenpreis war. Bei Batteriespeicher ist es nicht ganz so einfach, sage ich mal. Ich habe auch einen Batteriespeicher, habe auch einen Vermarkter, habe auch eine Börse, aber ich habe nicht nur eine Richtung, sozusagen. Ich brauche ja sozusagen den Splitter. Ich sage, ich kaufe, verkaufe und muss ja darüber die Differenz haben. Dann ist natürlich wichtig, wie ist der Wirkungsgrad der Gesamtanlage. Das ist ein wichtiger Schlüssel. Je schlechter der ist, desto mehr schmilzt mein Eis der Rendite sozusagen. Und dann ist es natürlich wichtig, wie ist der Speicher dafür ausgelegt, dass er auch noch andere Vertriebsmodelle machen kann, sozusagen, dass er parallel fahren kann zwischen Börsenpreis und vielleicht einer, ein PPA, den ich einem Kunden gebe, also dass ich einen Speicher mit einem PPA versehe und sage, ich kann dir diese Infrastruktur für so und so viel Geld im Monat oder im Jahr zur Verfügung stellen und kann das sozusagen einen Multi-Use-Ansatz als Graustromspeicher oder Grundstromspeicher einsetzen, ne, das wird in Zukunft immer mehr werden, ne, Viele Geschäftsmodelle sind sozusagen gerade am Keim, weil auch gewisse Regulatorien von der EU oder von der Bundesagentur oder vom Bund jetzt in den nächsten Monaten, Jahren umgesetzt werden. Und da werden Speicher einen zusätzlichen Schub bekommen können, wenn sie richtig eingesetzt werden.

  26. Sebastian:

    Du hast eben auch PPA als Schlagwort reingeworfen. Für diejenigen, die damit nichts anfangen können, was kann ich mir darunter vorstellen?

  27. Benito Becker:

    Ganz einfach gesagt, du baust zum Beispiel eine PV-Anlage und wir beide vereinbaren unter uns einen Preis. Zum Beispiel, du kriegst 10 Cent die Kilowattstunde und dann machen wir einen Laufzeitvertrag, zum Beispiel 10 Jahre. Das ist ein PPA, das heißt, ich mache eine Vereinbarung zwischen dem Errichter und dem Abnehmer sozusagen.

  28. Sebastian:

    Dann hast du noch das schöne Stichwort oder Schlagwort Wirkungsgrad reingeworfen. Jetzt hat man ja die Vorstellung, die romantische wahrscheinlich, ich lade mein Smartphone bis zu 100%. Mir stehen am nächsten Tag 100% Leistung zur Verfügung von der Energie. Wenn wir jetzt auf so einen Batteriespeicher blicken, nur weil ich 100% reingebe, heißt das ja nicht, dass ich automatisch wieder 100% rausnehmen kann, oder?

  29. Benito Becker:

    So ist es, ja. Das ist auch eines der größten Drucks und auch eins, wo wir sehen, dass im Markt Die Wirtschaftlichkeit, also der Investor erwartet ja eine gewisse Rendite, dass die sehr häufig, also zu über 90 Prozent nie erfüllt wird, weil die Komponenten untereinander nicht abgestimmt sind und auch nicht der Vertriebsart, also wie wird der Speicher eingesetzt. Ähnlich wie ein Auto, wenn ich auf der Formel 1 Rennstrecke fahre, fahre ich nicht mehr in Golf 2 durch, sondern ich passe mal in ein passendes Auto, das ich mithalten kann. Und so muss man es auch ganz grob tatsächlich beim Speicher sehen. Für was setzt sich der Speicher ein und welche Komponenten wähle ich aus? Weil wir sehen viele Anlagen, die laufen mit einem Wirkungsgrad um die 75%. Das heißt, wenn ich eine Kilowattstunde reinstecke, kommen 0,75 Kilowattstunden nur raus. Das heißt, 25% geht einfach verloren. Aufgrund von Wandlungen, weil es kein Permobile ist, ne? Und das ist natürlich extrem, ne? Und also ich sag mal, wenn wir Richtung 80, 85, 87 Prozent Wirkungsgrad kommen, dann ist es wirklich eine sehr gute Anlage. Viel weiter drüber schafft man es auch technisch gar nicht, ne? Also selbst wenn man sagt, die ganzen technischen Angaben mit 98 Prozent Wechselrichter, Wirkungsgrad und sowas, ne? Das ist immer nur theoretisch. Das bezieht sich auch nur auf die Wechselrichterleistung. Sondern ich habe eine ganze Prozesskette an Komponenten, die ich da hinstelle. Wie wenn man es zu Hause vergleicht. Ich habe den Wechselrichter, den Batteriespeicher. Dann habe ich zwei verschiedene Einheiten. Der Strom kommt von der PV-Anlage rein. Batteriespeicher. Dann geht auch der Batteriespeicher wieder raus. Das heißt, je länger der Weg ist, desto mehr Energie muss ich aufwenden. Wie beim Marathon. Ob ich 100 Meter laufe oder 10 Kilometer laufe, brauche ich mehr Energie. Und so ganz grob kann man das sagen. Je länger der Prozess dahinter ist, je schlechter die Komponenten auch sind dahinter, desto höher sind auch meine Verluste. Das heißt, dadurch kann eine Rendite komplett in die Hose gehen. Wenn ich zum Beispiel nur 7%, 8% Rendite einplane, und habe auch 25% Verlust, dann brauche ich kein Mathe-Genie sein, dass da nicht so viel hängen bleibt mehr.

  30. Sebastian:

    Dann kommt das Ergebnis von alleine raus. Das heißt aber auch, das ist auch der Punkt, wo ihr ansetzt entsprechend und sagt, okay, wir geben uns besonders viel Mühe bei der Auswahl der verschiedenen Komponenten, um eben diesen Wirkungskrat so hoch wie möglich zu halten und auch mit der Programmierung der eigenen Software, um da eben auch nochmal Friktion rauszunehmen.

  31. Benito Becker:

    Genau, ja, also... Das ist auch ein unserer Kernmerkmale, dass wir sagen, wir gucken nicht, wer der billigste Hersteller ist, der uns am schnellsten und billigsten die Ware liefern kann, sondern wir gehen echt in sehr intensiven Austausch. Das heißt, unsere Software soll schon von der Basis her verankert sein. Das heißt, nicht irgendein Gateway, was dazwischen ist und der Hersteller kriegt aus mir die Daten und wir greifen über Ortenregister sozusagen die Informationen ab. sondern wir sind schon sozusagen in der Software des Herstellers mit verankert. Und wir haben die Hoheit, das ist auch eins unserer USP, dass wir Datenschutzgrundverordnung einhalten und dass wir Server hier in Deutschland betreiben. Das heißt, die Informationen kriegt nicht erst der Hersteller, die kriegen wir erst. Die werden sozusagen hier in Deutschland bei uns bei Enurin verankert. Und dann kriegt erst der Hersteller, das heißt, der Hersteller kriegt nur die Information, kann es aber nicht mehr zurückspiegeln. Das heißt, der Hersteller hat nicht mehr die Hoheit über den Speicher. Das heißt, wenn er Updates fahren will, prüfen wir die von der Qualität und spielen sie erst dann ein, wenn wir sagen, die kriegt unser Endorin-Siegel obendrauf, dass es für gut ist. Das heißt, es gibt auch den Kunden die Sicherheit, dass der Hersteller aus der Ferne nicht einfach sagen kann, ich mache einfach mal den Speicher aus und ätschi bätschi, was ja sehr häufig auch in aktuellen Diskussionen immer wieder aufkommt, was ist, wenn der böse Chinese uns den Button drückt und dann habe ich keine Hoheit mehr, wir arbeiten auch mit Chinesen zusammen, da kommen wir auch nicht drum rum, das ist auch absolut okay, es geht nur darum, wie geht man damit um und das ist uns wichtig, dass wir einen sehr engen Austausch gehen, Und es gibt genügend Unternehmen, die sagen, wir gehen das gerne mit ein. Also wir müssen nicht die Hoheit haben, wenn ihr die Information braucht. Und das ist auch der Mehrwert, weil wir sehr tief in der Informationstiefe drin sind vom Speicher, können wir den Kunden natürlich auch mal ganz andere Services und Dienstleistungen anbieten, wie die meisten Marktbegleiter.

  32. Sebastian:

    Dass das schlussendlich auch relevant wird, wenn wir jetzt eben von diesem klassischen Kauf-Verkauf dann uns weiterentwickeln müssen.

  33. Benito Becker:

    Genau, ja. Also wir verstehen besser die Batterietechnologie, auch die Dekreation, also wie altert die Batterie. Jeder kennt es ja vom Smartphone nach drei Jahren. Das ist nicht mehr so gut, obwohl die Batterien, die wir jetzt heutzutage einsetzen, wesentlich stabiler sind. Also unsere Produkte sind eigentlich ausgelegt für 15 Jahre. Nach 10 Jahren haben die ungefähr 80% Restkapazität bei 2 Zyklen am Tag. Das heißt, so ungefähr 7500 Zyklen fahren die in 10 Jahren. Und das ist natürlich ein wichtiges Kriterium, wo wir sagen können, das Produkt muss so ausgelegt sein, dass es auch in dem Marktumfeld passt. Ich werde keine Autobatterie reinbauen, wenn ich einen stationären Speicher haben möchte, der 15 Jahre betrieben werden möchte. Und das ist für uns ein wichtiges Kriterium, um den Kunden auch abzuholen und auch dahin zu beraten.

  34. Sebastian:

    Und wir haben ja bei der ganzen Systematik, das hattest du mir im Vorfeld ja auch schon erklärt, das Thema Versicherung spielt ja auch noch eine Rolle dabei, weil im schlimmsten Fall brennt dir so ein Batteriespeicher immer ab aus irgendeinem Grund, kann ja aber auch einfach nur ein Modul kaputt gehen, was ausgetauscht werden muss, wo der vermeintliche Aufwand erstmal geringer ist, aber schon entsprechend auch einen Schaden geben kann. Wie wird sowas bei euch berücksichtigt? Berücksichtigt ihr sowas?

  35. Benito Becker:

    Ja, das ist eines der wichtigsten Themen und wo wir auch schon sehr lange dran sind. Ein großer Punkt ist zum Beispiel, es ist viel Technik drin, es kann immer mal ein Modul kaputt gehen oder wird wahrscheinlich auch mal kaputt gehen, muss man auch ehrlich sagen. Dann ist die Frage, der Hersteller schickt dir ein neues Modul zu, meinetwegen nach 14 Tagen oder nach 5 Tagen. Aber das ist ja meistens nicht die Kosten, sondern die Kosten ist, Wenn der ganze Speicher steht als Beispiel oder das Drumherum kostet auf einmal 50.000 Euro. Das heißt, wer zahlt mir den Ausfall? Und da haben wir gemeinsam mit dem größten Rückversicherer der Welt ein Paket geschnürt, dass wir sagen können, wir können den Kunden so abholen. Das heißt, die Rate, die er vielleicht für die Finanzierung hat, die ist auf jeden Fall immer gedeckt. Und er kann so sagen, auf jeden Fall sicher sein, dass seine Rendite nicht kaputt geht, weil er so hohe Nebenkosten hat, vielleicht für die Instandhaltung, die nicht über die Garantie des Herstellers abgedeckt ist. Das kann ja auch haarig sein, dass da Technik mit Leidenschaft gegangen ist. Vandalismus darf man auch nicht unterschätzen. Wie bei den Ladesäulen ist ja das Thema in den letzten Monaten war ja die Kabel klauern. Oder die Display waren sie auch mal eine Zeit lang, wo die Displays da kratzt, kaputt gemacht worden sind. Und so ähnlich ist es auch bei den Batteriespeichern. Das heißt, wir möchten das einzelne Produkt, den einzelnen Batteriespeicher so absichern, dass der Kunde oder der Investor oder die Bank eine hohe Sicherheit hat, dass während der Betriebslaufzeit die Kosten planbar bleiben, überschaubar bleiben. Und das ist natürlich ein wichtiges Kriterium, was man am Anfang schon betrachten muss. Das heißt, welchen Hersteller wähle ich aus? Wie ist der Service dahinter? Und wie ist denn auch die Servicekette nach der Installation? Also nicht nach mit der Sinnflut. Wenn die Sintflut kommt, dann ist es eh so spät, sondern so seine Sicherheit reinbringt, dass keine Sintflut nach der Installation entsteht.

  36. Sebastian:

    Betriebslaufzeit als Stichwort. Du hast jetzt gesagt, 15 Jahre rechnet ihr, nach 10 Jahren 80 Prozent der Kapazität, die noch zur Verfügung stehen. Nach was für einem Zeitraum, grob über den Daumen gepeilt, rechnet sich für mich so ein Invest in so einen Batteriespeicher? Gibt es da, also warum ist es gerade, warum ist gerade so viel Bewegung, warum ist der Markt da auch gerade so heiß?

  37. Benito Becker:

    Also die Kommunikation, die wir reingehen, hängt natürlich immer, äh, Man muss mal schauen, sozusagen. Aber wenn ich ein gutes Produkt habe und eine Finanzierung hinten dran habe, was ja die meisten haben, dann kann man sagen, zwischen vier und sieben Jahre habe ich das Produkt bezahlt und habe aber schon ab dem ersten Monat in einem positiven Cashflow. Das heißt, ich muss nicht aus vier bis sieben Jahren warten, bis ich dann mal was verdiene, sondern ich habe im ersten Monat eigentlich schon einen positiven Cashflow. Und in vier bis sieben Jahren hat der Speicher sich bezahlt gemacht. Und dann kann ich denen sozusagen drei oder acht Jahre, wenn ich 15 Jahre betrachte, dann auch nochmal Geld verdienen. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Komponenten auswählen, dass die auch für diese Lebensdauer, für diese Lebenszeit ausgelegt sind.

  38. Sebastian:

    Nach sieben Jahren habe ich mein Geld verdient. Vorhin hast du gesagt, der Markt, wie er aktuell ist, wird noch so viel bis sieben Jahre funktionieren. Gehe ich dann am Ende mit einem Butterbrot raus oder kann ich mir da doch ein bisschen mehr leisten zum Essen, wenn wir jetzt diese An- und Verkaufsphase überstanden haben?

  39. Benito Becker:

    Ja, ich sage mal, auch während der Phase, wenn wir Worst Case nehmen nach sieben Jahren, macht es gar keinen Spaß mehr, so einen Speicher zu betreiben. Hat der Kunde auf jeden Fall schon mal eine Rendite, die über zehn Prozent ist, wo er mitrechnen kann. Und das ist schon sehr attraktiv, gerade weil der Immobilienbereich aktuell schwer einschätzbar ist für viele. Die hohen Zinsen belasten ja auch viele Bereiche, auch in der Wirtschaft. Das heißt, Liquiditäten oder Kapital, was da ist, wo kann ich das platzieren? Die Börse ist sehr schwankend. Man sieht es ja an gewissen Firmen oder auch der Bitcoin, der stark gefallen ist, wo viele ja auch in den letzten Jahren vielleicht auch investiert haben. Und dann gibt es natürlich, wenn ich sage, Energie ist schon immer... seit über 100 Jahren ein relevantes Thema. Also wenn ich Wasser und Strom habe, dann bin ich sozusagen ein Puls der Gesellschaft, weil ohne die funktioniert keine Ladeinfrastruktur und funktioniert auch nicht unser Wohlstand auf der ganzen Welt, den wir haben. Und das ist halt der Spannende in den Energiespeichermarkt. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Energieerzeugung, dass theoretisch eine Privatperson an einen Netzverknüpfungspunkt kommt, nicht nur als Erzeuger, sondern ich kann nicht nur Strom abgeben, sondern ich kann Strom abgeben mit dem Speicher und aufnehmen. Also ich bin eigentlich mehr als ein Kraftwerksbetreiber, sondern ich bin Infrastruktur-Dienstleister eigentlich als Investor. Und das ist natürlich ein super spannender Bereich, wo ich sage, wir haben die Wärmewende, die Wärmepumpen, wo kommt der Strom daher? Das ist immer das große Thema. Wo soll der ganze Strom herkommen? Der Strom ist schon da, er ist bloß nicht verfügbar. Das ist halt das, was in der Diskussion sehr häufig untergeht. Wir müssen den Strom verfügbar machen. Verfügbarkeit ist gleichzusetzen eigentlich mit Flexibilität. Und das kann aktuell wirtschaftlich nur der Batteriespeicher machen, kein Wasserstoff oder ähnliches. Wasserstoff funktioniert nur, wenn man nicht Negativwerte habe oder Strom nicht abregeln würde, also keinen wirtschaftlichen Mehrwert bringen würde, weil einfach der Wirkungsgrad auf dem Niveau eines Diesels ist, ne? Und ich auch immer die Batterie hinten dran brauche, weil die Batterie ist die Konstante bei Wasserstoff, dass ich konstant zum Beispiel 5 kW abgeben kann. Und das ist halt das Spannende und die Technologie von Batterien, zum Beispiel das Brand angesprochen. ist auch nicht mehr das Thema. Also ich sage mal, die wenigsten werden erleben, dass da von den tausenden Containern, die es schon gibt in Deutschland, dass da ständig irgendeiner abbrennt. Deswegen ist ja auch die Auswahl immer das super Wichtige. Welche Technologie setze ich für etwas ein? Darum auch der Vergleich vorhin mit dem Golf auf der Formel 1 Rennstrecke. Der werde ich nie machen, der wird nach drei Runden fertig sein mit dem Getriebe, wo die anderen mich überholen. Deswegen muss ich sagen, anschauen, für was setze ich ein, denn auch das passende Equipment sozusagen dafür nutzen.

  40. Sebastian:

    Die Thematik haben wir ja gerade im E-Auto-Sektor dann auch immer mit der Brandthematik, was ja de facto auch nach zig Studien gar nicht mehr der Fall ist, vor allem wenn man es gegen Verbrenner und Diesel vergleicht. Aber natürlich kommt es immer wieder hoch. Für mich jetzt noch eine Frage. Nach 15 Jahren ist er dann sozusagen verbraucht und hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Wie geht es dann weiter? Plant ihr auch schon mit diesen Schritten, Stichwort Recycling,

  41. Benito Becker:

    Das ist auch eine Kriterium von unseren Zulieferern, also mit dem wir aktuell die Speicher entwickeln für Deutschland oder für den deutschen Markt mit der Software. Das ist auch einer der wenigen Hersteller weltweit, der den ganzen Recyclingprozess schon komplett durchlebt, also schon einige Werke hat. wird auch in Europa da weiter vorangehen, dass die sozusagen die ganzen Batterien, die da sind, komplett gezeigern können. Was heißt komplett? So ungefähr aktuell 90 Prozent können sie davon wiederverwerten. Das ist ja das Schöne an den Batterien, dass Energie nicht verloren geht. Eine Batteriezelle an sich verliert nie an Energiedichte. Das ist das Schöne, das heißt, durch modernere Technologien kann ich eine Zelle, die 15 Jahre alt ist, wenn ich die zu 90% recycle, kann ich daraus eine Batterie machen, die vielleicht in 15 Jahren fünfmal so viel Energiedichte hat mit denselben Komponenten und das ist das super Spannende und das ist eine Technologie, die derzeit alternativlos ist. Weil ich mit dem Brenner nicht geschafft habe, in 100 Jahren, dass er fünfmal so hohe Energiedichte hat. Oder fünfmal so einen hohen Wirkungsgrad, wenn man so will. Und das ist halt das Spannende, dass wir eigentlich in der Entwicklung, in der Evolution der Batterietechnologie eigentlich gerade erst mal gestartet sind. Das heißt, der Sekundenzeiger ist gerade erst mal losgelaufen. Und wir haben eigentlich noch so welche Sprünge Wir sind ja auch viel in der Zellforschungsentwicklung mit verschiedenen Anbietern weltweit in Austausch. Wenn wir sehen, was da eigentlich in den nächsten drei, fünf oder sieben Jahren auf uns zukommt, dann können wir eigentlich stolz sein, dass wir die Batterietechnologie haben und dass die uns eigentlich die Energiezukunft und die Energieflexibilität eigentlich sichert. Besser als Abhängigkeiten wie von Erdöl oder Erdgas, wo wir nicht wissen, wo ist das nächste Bohrloch und wer gibt uns den Preis vor.

  42. Sebastian:

    Wenn wir jetzt eben darauf schauen, ich sag mal, hört sich erstmal alles gut an, leuchtet mir auch vollkommen ein. Vor allem, weil ich ja auch vorher nochmal ein bisschen tiefere Einführung von dir bekommen habe. Dennoch gibt es ja wahrscheinlich auch Risiken. Und wenn wir auf diese Risiken blicken, wie würdest du sie benennen und welche Risiken werden aus deiner Sicht aktuell überschätzt und welche werden aktuell unterschätzt?

  43. Benito Becker:

    Eigentlich kann man es grob zusammenfassen. Das war eigentlich die Der Zusammenhang, den wir in Deutschland haben, also das ganze Energienetz, wenn man sich Deutschland als Bild mal vorstellt, dass wir eigentlich ein Inseldenken haben. Das heißt, jeder Netzbetreiber betreibt seine eigene Infrastruktur. Davon haben wir knapp 870 in Deutschland. Das heißt, die Digitalisierung in der Energieinfrastruktur ist eines der größten Herausforderungen. Das heißt, wir wollen ja Verfügbarkeit machen. Das heißt, die ganzen Speicher, die wir in Deutschland aufbauen, kommunizieren gar nicht miteinander. Das heißt, der Speicher, der in München steht, weiß nicht, was der Speicher in Hamburg macht. Und wenn der Speicher in Hamburg gute Erfahrungen gemacht hat, weil er viel Wind hat, und diese Software wird nicht dem Speicher in München zur Verfügung gestellt. Das heißt, wenn Netze ausgelastet sind, interessiert den Speicher in München und den Speicher in Hamburg wahrscheinlich aktuell auch nicht. Das heißt, wir gucken auf der Börse, ist ja gut günstig. Das heißt, wir nutzen das höchste Gut, was wir haben, sind die Stromnetze. Und wir schaffen es aktuell noch nicht, die Stromnetze zu flexibilisieren. Der Stromspeicher soll die Flexibilisierung machen. Aber wir haben eine riesige, keine Speicherkapazität, also eine Leitung kann nicht speichern, aber wir haben einen gewissen Durchmesser, wenn man sich das Bild nicht vorstellt. Und über den Tag als Beispiel wird nur 50% dieses Querschnittes genutzt. Und wir machen uns das nicht so gut, dass wir sagen, wenn wir verschiedene Speicher in einer Kette, so ein Beispiel, wenn man eine Perlenkette nimmt, ne? Und ich sage, jetzt nehme ich fünf Perlen raus und dann habe ich eine Lücke dazwischen und das muss man sich vorstellen, jetzt habe ich so viel Strom da, jetzt kommunizieren die nicht mehr. Aber wenn ich weiß, okay, jetzt ist ein Engpass da, jetzt nehme ich lieber Strom auf oder ich mache gar nichts, ich halte mich auch immer passiv, kann manchmal auch sinnvoll sein, einfach mal ruhig so sein. Und dann kann man sagen, das macht Spaß. Und wenn ich sage, okay, jetzt mache ich die Perlen wieder da, das heißt, oh, ich habe Kapazität wieder da. Und dann kann ich sagen, ich kann die Netze dafür nutzen, um von Speicher A zu Speicher B Energie zu transportieren, weil Speicher A und Speicher B wissen, dass die Netze aktuell Kapazitäten frei haben. Das wird nicht gemacht und das ist eins der Hauptentwicklungspunkte, was wir mit der Siro-Plattform machen, dass wir alle Speicher von uns kommunizieren in Echtzeit. Und jede Erfahrung, die wir machen, so wie wir uns beide austauschen, so kommunizieren auch die Speicher. Deswegen ist eine Plattform, das ist auch ähnlich wie beim Hemdsystem, was man zu Hause hat, Ich optimiere mein Haus wunderbar, aber weiß gar nicht, was draußen auf der Straße los ist. Und dann frage ich mich, warum nach fünf Jahren die Netznebenkosten sozusagen immer weiter steigen, weil ich trotzdem, der Netzbetreiber mir trotzdem zu jeder Zeit diese Leistung, die anliegt bei mir zu Hause, zur Verfügung stellen muss. Und dadurch treibt sich auf der anderen Seite die Stromkosten hoch und ich optimiere mich zu Tode sozusagen. Und wenn ich aber beides in Einklang bringe, also Netz zum Verbrauch, dann kann ich das kommunikativ machen, kommunikativ gestalten und kann natürlich extrem nicht nur die Netzkosten reduzieren, sondern auch deutlich den Netzausbau reduzieren, weil ich dann einfach intelligenter das Netz nutzen kann. Und das wird aktuell noch zu wenig gemacht, weil die Übertragung des Netzbetreibers, die Hochspannungsmassen, die man sieht, der plant für sich, der kleine Netzbetreiber, der vor Ort ist, die Stadtwerke, die planen für sich, weil jeder sozusagen seine Scheuklappen hat, nicht im negativen Sinne, sozusagen sein Tagesgeschäft hat, aber nicht über den Tellerrand hinausguckt, was hat der andere eigentlich für Schmerzen, was kann ich ihm Gutes tun, ne? Und das ist ähnlich wie die IMSIS-Zähler ausrollen, also die kleinen Zähler, die wir zu Hause im Keller haben sollten und wir gerade nicht mal knapp an den 2% da rumnuckeln. Und das ist ja auch ein wichtiges Kriterium, dass wir neue Vertriebsmethoden nicht nur ansetzen, sondern auch Strom günstiger für jeden zu verfügbar machen und dass sich auch eine Wärmepumpe oder ein E-Auto deutlich wirtschaftlicher betreiben lassen können. Und das ist eigentlich was wir im Kleinen häufig hören und manchmal auch nicht mehr hören können. ist eigentlich im Großen sehr ähnlich, natürlich mit einer anderen Komplexität. Und wir versuchen eigentlich diese Kette sozusagen von den letzten Verbrauchern, ich als Privatperson zum Beispiel, bis hin zum Erzeuger oder zum Industriekunde, dekommunikativ zu machen in Echtzeit.

  44. Sebastian:

    Das heißt aber, das könnt ihr auch nur umsetzen, wenn eure Plattform dementsprechend skaliert, sprich mehr Batteriespeicher von euch, euren Kunden im Netz zu haben, um eben auch eine kritische Masse zu erreichen, um dann eben auch genügend Informationen für das Netz zur Verfügung stellen zu können.

  45. Benito Becker:

    Genau, ja. Also da entwickeln wir auch eigene Hardware dazu, dass wir Drittanbietern zur Verfügung stellen können. Also wir wollen jetzt nicht sagen, nur unsere Produkte sind gut und funktionieren, sondern wir wollen auch alle mitnehmen, so sagen. Das heißt, es wird dann im Laufe des nächsten Jahres ein Hemdsystem von uns rauskommen, was genau die Kriterien erfüllt, die wir gerade gesagt haben. Also kommunikativ mit anderen kommuniziert, aber auch alles das macht, was man heute von einem klassischen Hemdsystem erwartet. Ob das jetzt Netzentgeltreduzierung durch Paragraf 14, also reduzierte Netzentgelte, dass ich weniger Nebenkosten habe, sozusagen auf meinen Strom, bis hin, dass mein Speicher in die Vermarktung gehen kann, bis hin, dass ich flexible Stromtarife mit meinen Nachbarn, wenn ich will, teilen kann. Genau, und da haben wir jetzt schon die Basis geschaffen in den letzten Monaten, Jahren und werden das dann sozusagen in die Skalierung bringen, wie du angesprochen hast, dass wir, ich nenne es mal Daten bekommen, dass wir die Daten für alle zur Verfügung stellen können. Wir sind sozusagen eine Kommunikationsplattform, wenn man so will. Viele geben uns Informationen und wir teilen die dementsprechend zu. Und die Erfahrung, die jeder gemacht hat, teilen wir auch mit. Es ist eine gute Erfahrung gewesen. Es ist nicht so eine gute Erfahrung gewesen, das Auto jetzt zu laden. Und die stehen aber allen dann zur Verfügung. Und dann denke ich, das ist relativ einmalig, was so in den Markt eigentlich alternativlos ist.

  46. Sebastian:

    Und wenn wir da sprechen von HEMS, sind ja diese Home Energy Management Systeme, für diejenigen, die noch nichts davon gehört haben, Wird so ein Ansatz der Offenheit dann auch für die Batteriespeicher kommen, die großen Batteriespeicher? Weil da hat man ja gefühlt den größeren Hebel dann.

  47. Benito Becker:

    Genau, ja. Also bildlich gesprochen ist sozusagen das kleine Energiemanagementsystem, sozusagen was bei einem zu Hause ist, ist genau dieselbe Hardware tatsächlich, die wir in den Großspeicher einsetzen. Deswegen entwickeln wir die auch selbst bei uns im Haus, auch hier in Deutschland und werden die auch hier produzieren, hier in Deutschland. Und wie ich schon mal zwischendurch gesagt habe, wir werden auch hier in Deutschland die Server betreiben, auch die schon ausgelegt sind für netzkritische Infrastruktur. Und das wollen wir jedem zur Verfügung machen. Das heißt, ob einer jetzt ein Produkt von einem anderen Hersteller hat, egal, zum Beispiel Frohnews oder SMA oder wer auch immer, dass wir die auch kompatibel machen damit, dass wir die optimieren können und auch die Informationen eventuell auch zur Verfügung stellen können, dass er sagen kann, ich kann mehr mit meinem Speicher machen als Beispiel, dass ich an der Börse trainen kann oder ähnliches. Die Frage ist immer, ist es für den Kunden sinnvoll, das zu machen? Hat er tatsächlich einen Mehrwert, weil wir, wie wir vorhin gesagt haben, der Speicher hat auch Verluste vom Wirkungsgrad. Das ist halt, was wir für den Kunden abnehmen wollen. Also wir wollen den Kunden nicht sagen, nur weil es jetzt zehn Möglichkeiten gibt, musst du jetzt zehn Möglichkeiten nutzen. Nutze von den zehn Möglichkeiten Vierer effizient, das heißt, hast du einen größeren Mehrwert als alle zu nutzen und machst da eigentlich das schöne Produkt, was du hast, eigentlich selbst kaputt, in dem du eigentlich gar keine Wirtschaftlichkeit mehr darstellen kannst, weil einfach die Verluste da sind oder dir kein Mehrwert mehr bringt. Und das ist eigentlich unsere Software für dich sozusagen lösen, dass du sagst, ich habe immer dieses Optimale und die macht das schon für mich und ich muss nicht manuell irgendwas machen, sondern ich kann einfach meinen Tag leben und ich kriege eigentlich Aufgaben abgenommen, ist sozusagen mein Assistent, mein persönlicher Assistent fürs Energiemanagement zu Hause oder aber auch für unterwegs, das ist ja das Entscheidende. Wir wollen ja aus dem Haus raus, wir leben ja nicht 24 Stunden, 365 Tage im Gebäude, sondern manche fahren eventuell noch zur Arbeit oder in den Urlaub oder besucht mal die Oma und dann muss ich vielleicht mit meinem E-Auto unterwegs laden, ne. Und dann nehme ich meinen Tarif, den ich zu Hause habe, in die Hosentasche und nehme den unterwegs mit. Also das heißt, wenn ich öffentlich lade, lade ich mit meinem Tarif plus halt die Infrastruktur, die vor Ort ist, wo dann nochmal ein paar Cent oben drauf kommt, nehme ich dann mit. Und das ist halt ein super spannendes Thema, was wir aktuell schon umsetzen.

  48. Sebastian:

    Hört sich, also ich weiß von unserem Vorgespräch, was ja auch ein bisschen länger ging, dass wir da echt extrem weit in die Tiefe gehen können. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Überblick bekommen. Wenn wir jetzt, vielleicht als letzte Frage, wenn du in zehn Jahren zurückblickst auf die Energiewende, wie sie aktuell stattfindet und euren Teil, den ihr als Enogen beitragen konntet, was würdest du dann für dich, für euch als Erfolg verzeichnen? Also was habt ihr dazu beigetragen?

  49. Benito Becker:

    Um ganz einfach zu sagen, die Komplexität, die der Energiemarkt hat oder die Herausforderung, die der Energiemarkt bringt, auch mit den sozialen Herausforderungen der Gesellschaft, dass wir da eigentlich mehr gegeneinander statt miteinander gestalten und machen, dass wir eigentlich eine Plattform geschaffen haben, wo wir sagen, wir haben die Komplexität rausgenommen und haben einen Mehrwert, für alle in der Gesellschaft gebracht. Ob das der Industriekunde ist, der Privatkunde, der viel Geld verdient, der am Ende des Monats mehr auf den Geldbeutel gucken muss. Das ist eigentlich unsere Intention, dass wir ein Energiedienstleister sind, der Komplexität für den Kunden rausnimmt und eine Plattform schafft, wo der Kunde einen Mehrwert, Sicherheit hat. Also ein Sicherheitsgefühl bekommen, dass wir der richtige Anbieter mit Endurin sind oder sich Endurin ausgesucht hat und sagen, das ist mein Buddy, der mir an der Seite steht und der für mich das schon macht. Also einfach ein zuverlässiger, transparenter Partner sind, der Energiedienstleistungen, Energieinfrastruktur für den Kunden übernimmt. Ganz Deutschland. Und das ist halt der Unterschied, dass wir nicht ein regionaler Versorger sind. Wir arbeiten zwar mit regionalen Versorgern auch zusammen, solange sie da mitmachen wollen. Und ich denke mal, das ist unser USP, dass wir sagen, wir sind offen, ehrlich, transparent, schaffen eine Plattform, wo jeder sich andocken kann. Jedes Unternehmen kann sich andocken, kann mit davon partizipieren. Wir schießen keinen aus und sagen, nur du darfst das. Nur unsere Produkte gehen, was ja sehr häufig passiert. dass man sagt, ich kapsel mich ab und das wollen wir eigentlich nicht. Das heißt, wir sind offen für, nicht für alle, aber wir sind offen für jeden, dass wir ins Gespräch gehen können, dass wir den mit einbinden können und dass wir für alle eine transparente, ehrliche und nachhaltige Gesellschaft für morgen gestalten.

  50. Sebastian:

    Vielen lieben Dank, dass du es so schön auf den Punkt gebracht hast. Danke für deine Zeit und den Blick hinter die Kulissen von Enorin.

  51. Benito Becker:

    Danke.

  52. Sebastian:

    Das war heute nun mal eine etwas längere Folge mit Benito, aber sicherlich nicht uninteressant, wie ich finde. Man konnte doch einiges mitnehmen und auch so wenig zwischen den Zeilen lernen. Und man hat, glaube ich, ganz gut gemerkt, was erneuerbare Energien mit E-Mobilität zu tun haben, warum wir das eine brauchen, wenn wir das andere nicht sein lassen wollen. Dir vielen Dank fürs Zuhören, für deine Zeit und mach's gut. Bis zum nächsten Mal. Ciao.