Kurzschluss #9: Umweltbonus-Erhöhung - Skoda ENYAQ - Nikola Badger und EnBW tritt IONITY entgegen

Kurzschluss. Hinter diesem Titel verbirgt sich unsere kurze, knappe Podcast-Folge, welche interessante Themen aus der vorangegangenen Woche nochmals aufgreift und eben kurz und knapp präsentiert. Davon gab es auch in der letzten Januar Woche einige.

Für dich kurz zur Erläuterung: Im Mittelpunkt einer solchen Folge stehen drei bis vier Themen, welche thematisch immer mit E-Mobilität oder Elektroautos verbunden sind. Mit maximal 20 Minuten Länge einer solchen Kurzschluss-Folge bekommt du interessante Inhalte zusammengefasst präsentiert und kannst diese jederzeit nachhören.

Diese Folge spielt die Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos - umgangssprachlich Umweltbonus - eine entscheidende Rolle. Des Weiteren haben wir uns den Skoda ENYAQ ein wenig genauer angesehen. Nicht nur hinsichtlich seines Namens, sondern auch in Hinblick auf seine technischen Daten. Der Nikola Badger als Brennstoffzellen-Batterie-Pick-Up durfte ebenfalls nicht fehlen. Den Abschluss der Kurzschluss-Folge hat dann die EnBW gemacht, welche sich ein wenig gegen IONITYs-Preispolitik auflehnen. Zurecht. Oder!?

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschalten hast, wenn es rund um die Themen E-Mobilität, alternative Antriebe und das emissionslose Fahren im Alltag geht. Die Woche habe ich mir überlegt, ob ich überhaupt einen Podcast rausbringe, weil ich war doch sehr gut eingespannt die Woche über und jetzt auch am Wochenende war ich mit meiner Frau unterwegs oder bin noch unterwegs, habe dann aber auch gedacht, ja, so ganz ohne Podcast kann man die Woche auch nicht beenden oder die neue beginnen, je nachdem, wo bei euch die neue Woche anfängt oder aufhört. Und wollte natürlich auch nicht die Podcast-Serie einreißen lassen und bringe daher auch diese Woche wieder eine neue Folge an den Start. Diese Woche, wie auch schon öfters vorgekommen, kurz und knapp, eine Kurzschlussfolge hier im Blog oder hier im Portal bei uns. Es geht um drei, vier knackige Themen, die wir kurz und knapp zusammenfassen, um einfach nochmal so einen Überblick zu bekommen, was die Woche passiert ist, was uns bewegt hat in der Welt der E-Mobilität. Die Themen sind die höhere Kaufprämie, Umweltbonus, der Skoda Enyaq, Der Nikola Badger und die EnBW, die günstigere Preise als Ionity an deren eigenen Ladestationen anbietet. Das soweit zum Überblick und ich würde sagen, wir tauchen direkt ein ins erste Thema. Da beginnen wir einfach mal direkt mit dem Umweltbonus bzw. der höheren Kaufprämie, die jetzt die Woche über die Bühne gebracht wurde. Und zwar war es so, dass die EU-Kommission Wort gehalten hat und den eingereichten Umweltbonus-Förderantrag schnell durchgewunken hat. Damit steht allerdings nun auch fest, dass Käufer von E-Autos schon bald deutlich mehr Geld vom Staat bekommen. Denn die EU-Kommission gibt grünes Licht für höhere Kaufprämien, die mittlerweile mitgeteilt wurde. Das heißt, die neuen Fördersitze seien für alle Fahrzeuge anwendbar, die nach dem 4. November 2019 zugelassen worden sind. Doch was bedeutet das jetzt im Umkehrschluss? Das heißt, die angepasste Förderrichtlinie wird noch im Februar im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit in Kraft treten. Also sobald das geschehen ist, am Tag danach, ist die Umweltbonus im erhöhten Zustand sozusagen rechtsgültig und kann zur Anwendung kommen. Wie sich das dann verhält, ob ich jetzt das auf mein Fahrzeug anwenden kann, das ich eben nach dem 4. November 2019 zugelassen habe, wird sich noch zeigen müssen. Da ist man im Moment an der Ausarbeitung. Die neuen Förderrichtlinien werden sozusagen in die schlussendliche Form gebracht, wie Peter Altmaier, unser Bundeswirtschaftsminister, mitgeteilt hat. Und dann wird man sehen, was passiert. Festhalten lässt sich, dass es dann künftig mehr Geld für ein E-Auto gibt. Und zwar, wenn wir uns beim Listpreis von unter 40.000 Euro bewegen, landen wir bei 6.000 Euro anstatt 4.000 Euro Umweltbonus. Bei Plug-in-Hybriden sind es 4.500 statt 3.000 Euro. Ist es so, dass das E-Auto mit einem Listenpreis über 40.000 Euro daherkommt, soll der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, bei Plug-in-Hybriden bei 4.000 Euro. Auch wurde die Decklung sozusagen ein wenig erhöht, die E-Autos bis zu einem netten Listenpreis von 60.000 Euro eingeschlossen hat, sind wir mittlerweile bei 65.000 Euro gelandet. Also bis zu dieser Summe greift der Umweltbonus ab. Also praktisch gesagt, 65.000 Euro kostet unser E-Auto, kriegen wir 5.000 Euro Umweltbonus drauf, landen bei 60.000. So der Stand der Dinge. Beschäftigt hat uns diese Woche dann noch Skoda, die mitgeteilt haben, dass der erste E-SUV vom Unternehmen nicht nur auf Basis des MEB-Baukasts von VW aufgebaut wird, was ja soweit schon bekannt war, sondern es gibt jetzt auch einen offiziellen Namen dafür und zwar ist es der Skoda Enyaq. Ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen, ansonsten verbessert mich gerne. Und der begründet eben auch Neubeginn für Skoda nicht nur in Form des Antriebs, mit dem er daherkommt, sondern eben auch in der Namensgebung. Das E zu Beginn des Enyaq steht für die E-Mobilität oder das als Hinweis darauf zu verstehen. Das Q am Ende von Enyaq. ist in Verbindung zu bringen mit der Namensgebung der SUVs von Skoda. 2020 soll der Enyaq bereits auf die Straße kommen oder zumindest vorgestellt werden noch. Und ja, man darf einiges erwarten, denke ich mal. Nochmal kurz zum Namen. Enyaq leitet sich von dem irischen Wort Enya ab. Dies bedeutet so viel wie Quelle des Lebens. Und hat eben unterschiedliche Bedeutungen oder bringt unterschiedliche Bedeutungen mit ein, die Skoda damit versinnbildlichen will. Quasi das neue Leben im Begriff auf die E-Mobilität, die man voranbringen will. Das kann jeder, denke ich, für sich selbst ein bisschen einordnen oder was sich die Marketingleute dahinter gedacht haben. Ich finde es einen sehr passenden Namen. der sowohl Zukunft als auch Vergangenheit in sich aufgreift und es geschickt miteinander verbindet und ja, ist doch der richtige Anfang meiner Meinung nach für so ein SUV, der daherkommen soll. Erste Fakten gibt es auch, zwei E-Motoren sollen antreiben mit einer Gesamtleistung von 225 kW, das sind 306 PS, von 0 auf 100 in 5,9 Sekunden, maximal 180 kmh Geschwindigkeit, eine Reichweite von bis zu 500 km nach WLTP-Zyklus, wobei er auch schnell laden kann, das heißt innerhalb von 30 Minuten landen wir von 10 auf 80%. Wir sind gespannt, wie er ausschaut, wenn er auf die Straße kommt. Wir werden darüber berichten und freuen uns, dass das Kind einen Namen hat, der Skoda Enyaq. Ein weiteres Kind hat diese Woche seinen Namen bekommen, wenn wir es so sagen wollen, und zwar von Nikola Motor. Die haben mir einen elektrischen Pickup-Truck vorgestellt, den Nikola Badger, der eine geschätzte Reichweite von 965 Kilometer auf die Straße bringt. Er gilt wohl als fortschrittlichster E-Pickup und er soll so konzipiert worden sein, dass er es mit jedem E- oder Benzin-Pickup seiner Klasse aufnehmen kann, beziehungsweise diese übertreffen wird. Ja, der Badger ist einfach ein Arbeitstier, nicht anders kann man es sagen. Spitzenleistung von 906 PS und eine Dauerleistung von 455 PS verspricht er. Daneben soll er auch noch mit allerlei Extras ausgestattet sein, wie beispielsweise eine 15 Kilowatt Steckdose für Werkzeug, Licht und Kompressoren, was eben neben der Leistung zu einem reinen Arbeitstier auf der Baustelle oder auch im freien Gelände macht. Es gibt auch eine Ansage von Nikola, dass sie sagen, okay, unser Badger, der kann auch was leisten. Das heißt, mit vollbeladenem Anhänger und einem kombinierten Fahrzeuggewicht von 8165 Kilo soll er aus dem Stand heraus eine Steigerung von 30 Prozent bewältigen können. Ist definitiv eine Ansage und wird dadurch unterstrichen, dass Trevor Milton, der CEO von Nikola, zu verstehen gibt, dass er schon seit einigen Jahren an diesem Pickup oder an dem Pickup-Programm arbeitet und Und dass es eben ein E-Auto wünscht, was den ganzen Arbeitsalltag bewältigen kann, ohne dass ihm die Energie ausgeht. Und das hat man jetzt wohl scheinbar mit dem Badger geschafft. Und es ist wohl so, dass es neben der rein vollelektrischen Variante auch noch eine mit der Brennstoffzellentechnologie Variante gibt. Das heißt, wir haben sowohl eine Brennstoffzelle verbaut oder Brennstoffzellentechnologie verbaut, als auch eine Batterie, wo Energie gespeichert wird. Und dadurch wird es eben möglich sein, das Beste aus beiden Welten sozusagen wieder miteinander zu verwenden oder zu nutzen im Alltag. Nicht so ganz klar geworden ist, was Nikola gemeint hat mit, es kann das Beste aus beiden Welten nutzen. Es ist aber aus unserer Sicht wohl so zu verstehen, dass der Batch auch ohne Zugang zu Wasserstoff für eine gewisse Strecke mit der Energie aus der verbauten Batterie fahren kann. Und nur aus dieser gemeinsamen Kombination wird man auch wahrscheinlich an diese 965 Kilometer Reichweite rankommen. Weil das rein batterieelektrisch zu bewegen, braucht man doch eine ordentliche Batterie dafür. Aber sind wir gespannt, wir beobachten es. Die ersten Fotos schauen auf jeden Fall mal sehr ansprechend aus, auch die ersten technischen Daten. Nun gilt es aber auch hier zu liefern. Zum Ende der Kurzschlussfolge, die wir echt sehr kurz und knapp heute halten, aber es passt auch ganz gut zum Titel davon, geht es um die EnBW. Die haben nämlich herausgebracht, die Info, dass man sich der neuen Preisstruktur von Ionity nicht anschließen wird. Das heißt, man bietet auch weiterhin einen günstigeren Tarif an für Nicht-Kunden der Ionity-Station, wenn man dann auf EnBW setzt. Wir erinnern uns, Ionity hat vor kurzem für einen Teil seiner Kunden die Kilowattstunde oder den Preis dafür auf 79 Cent angehoben, was schon sportlich ist, wenn man so sagen kann. Ist klar, dass man nicht umsonst laden kann, aber Ja, irgendwo scheinen sich die Geister und 79 Cent aktuell für Kilowattstunde ist für die E-Mobilität einfach zu teuer. Das hat für ordentlich Trubel gesorgt, für ordentlich Aufsehen, auch bei uns im Portal und Die EnBW ist da wohl auch nicht so ganz der Meinung, dass das der richtige Weg ist, um da Fortschritte zu machen für die E-Mobilität, um da nach vorne zu kommen. Man ist zwar der Meinung, dass es nicht als dauerhaftes Subventionsprogramm angesehen werden kann, aber man sollte trotzdem unbedingt kundenfreundlich agieren. Und daher hat man sich eben auch entschieden, trotz der aktuellen Preispolitik des Ladestationbetreibers Ionity, die EnBW Mobility Plus Tarif bis auf weiteres nicht anzupassen. Und die schließen eben auch die Ionity Station ein. Das heißt, wenn E-Autofahrer ohne Vertragsbeziehung mit einem Elektroauto bei Ionity laden, zahlen diese normalerweise 79 Cent pro Kilowattstunde. Wenn sie aber hingegen den EnBW Mobility Plus Standardtarif ohne Grundgebühren nutzen, zahlt man bis auf Weiteres eben nur 49 Cent pro Kilowattstunde. 30 Cent Unterschied, durchaus eine Ansage. Wie man das intern handhabt zwischen Ionity und EnBW wird nicht kundgetan, aber man zeigt sich eben nicht so ganz überzeugt davon, was Ionity oder welchen Weg man da eingeschlagen hat. Man wird das schon miteinander geregelt haben, aber... Wir als Fahrer dürfen uns einfach darüber freuen, dass wir da günstiger laden sozusagen, wenn wir über EnBW statt Eier und Tier an deren Station laden. Das war es nun auch schon mit Kurzschluss 9. Die neunte Folge in diesem kurzen, knackigen Format, in dem wir die wichtigsten Informationen der Woche auf einen Blick oder auf einmal anhören sozusagen, mit auf den Weg geben. Ich hoffe, du hast wenig Neues erfahren, konntest zumindest ein bisschen Wissen auch vertiefen, vielleicht bei Themen, die dich schon beschäftigt haben die Woche und würde mich einfach freuen, wenn du nächste Woche wieder reinhörst, wenn wir dann ein ganz interessantes Fahrzeug, denke ich, betrachten, weil ich bin morgen mit Kia unterwegs und schaue mir den XC als Plug-in-Hybriden an. Morgen ist in dem Fall Montag oder der Montag, nachdem du diese Folge idealerweise gleich am ersten Tag der Veröffentlichung gehört hast. Und er will dann ein bisschen über meine Erfahrungen sprechen mit dem Exit, wie er sich schlägt. Vielleicht kriege ich noch den einen oder anderen O-Ton mit dazu. Und dann schauen wir einfach, was der bringt. Heute war es kurz und knapp. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Ich würde mich freuen, wenn du nächste Woche wieder einschaltest und mir eine positive Bewertung bei iTunes hinterlässt. Vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Ciao.