Mit Mitsubishi ASX unterwegs auf der „Road to 2030“

Im Gespräch mit Christian Andersen, General Manager Marketing & PR bei Mitsubishi Motors in Deutschland

Auch 2023 heißt es, kein reines Elektroauto von Mitsubishi in Sicht. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, wenn man Christian Andersen, General Manager Marketing & PR bei Mitsubishi Motors in Deutschland, Glauben schenken darf. Denn die "Road to 2030" - Mitsubishis Strategie in Richtung Elektromobilität steht. Und das nicht gerade auf instabilen Säulen, da man erneut seine Allianz-Partner Renault und Nissan an der Seite weiß, wie Christian in dieser Podcast-Folge zu verstehen gibt.

Allerdings mit mehr Schlagkraft, als in den vergangenen Jahren. „Die Renault Group und Mitsubishi Motors erwägen, auf Basis der CMF-B-Plattform von Renault Captur und Clio die nächste Generation von ASX und Colt zu entwickeln“, heißt es noch Anfang Februar in einer entsprechenden Pressemitteilung. Der ASX ist mittlerweile seit März im Handel erhältlich, sowohl als Vollhybrid, als auch als Plug-in-Hybrid. Beim Colt steht bereits fest, dass dieser ebenfalls als Vollhybrid auf die Straße kommen soll. Zu einer PHEV-Variante wird sich derzeit noch ausgeschwiegen.

Dafür erfahren wir im Gespräch mit Christian einige Details zum gemeinsamen Plan der drei Marken in puncto E-Mobilität. Also gerne reinhören. Es lohnt sich.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität auseinandersetzen. Wobei das in der aktuellen Folge nicht so ganz der Fall ist. Hier spielt eher im Plug-in-Hybrid die Hauptrolle und zwar der Mitsubishi ASX. in der PEF-Variante, Plug-in-Hybrid-Variante, den wir in Portugal Probefahren konnten, um da eben Erfahrungen zu sammeln, aber auch um ins Gespräch zu kommen mit Christian Andersen, der mit seinem Team zusammen für die PR und Marketing von Mitsubishi hier in Deutschland verantwortlich ist. Und uns hat natürlich interessiert, wie schaut deren Weg in die E-Mobilität aus? Und da hat er doch ein paar Sätze dazu verloren in dem nachfolgenden Interview. Wir gehen direkt rein ins Gespräch mit Christian. Viel Spaß damit. Hallo Christian, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über Mitsubishi unterhalten. Euren Weg zur E-Mobilität und dorthin habt ihr jetzt ja den Mitsubishi ASX auf die Straße gebracht. Ich sag mal in der Endstufe, in Anführungsstrichen als Plug-in-Hybrid. Vielleicht magst du dich einfach erstmal kurz uns so einen Hörer hervorstellen, dass wir wissen, wer auf der anderen Seite des Mikrofons sitzt. Und dann können wir ein Stück weit auch den ASX und Mitsubishi schauen.

  3. Christian Andersen:

    Ja, mache ich gerne. Also ich bin Christian Andersen. Und bin verantwortlich mit meinem Team für PR und Marketing für Mitsubishi Motors in Deutschland.

  4. Sebastian:

    Da habe ich ja direkt den richtigen Mann auf der anderen Seite des Mikros. Wir sind heute hier in Portugal und können den Mitsubishi ASX fahren. Ein neues, altes Fahrzeugmodell sozusagen von eurer Seite aus, was jetzt nochmal in vier unterschiedlichen Antriebsvarianten daherkommt. Besser gesagt in drei, aber dann unterschiedlich ausgestaltet. Vielleicht magst du ein paar Worte dazu verlieren über euer aktuelles Modell, das ihr auf den Markt gebracht habt.

  5. Christian Andersen:

    Ja, also für uns ist es ganz klasse, den ASX, der ja jetzt im März auch zu den Händlern kommt, weil ASX ist einer der erfolgreichsten Modelle. Der Vorgänger wurde in Europa 500.000 Mal verkauft, davon auch allein in Deutschland in 10 Jahren 100.000 Stück verkauft. Für uns ist es jetzt auch ganz wichtig, weil wir mit dem ASX, der ist ja 4,23 Meter, im B-SUV-Segment dann wieder vertreten sind. Und wir haben hier auch, du hast ja schon gesagt, diese unterschiedlichen Motorisierungen. Wir starten mit einem 1-Liter-Dreizylinder, dann haben wir 1,3 Liter Malt-Hybrid. Den gibt es als Handschalter, aber auch 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Und dann geht es weiter mit 1,6 Liter Hubraum. Da haben wir den Vollhybrid und auch einen Plug-in-Hybrid.

  6. Sebastian:

    Der Plug-in-Hybrid, der uns interessiert sozusagen, der auch stark gibt, kannst du da noch einordnen, wie der von der Reichweite her ist, dass wir das auch wissen?

  7. Christian Andersen:

    Ja, also für uns ist immer ganz wichtig, Plug-in-Hybrid ist bei Mitsubishi ja eine ganz, ganz wichtige Technik. Das waren ja die ersten, wie auch 2014, den Outlander Plug-in Hybrid eingeführt haben und hatten dann letztes Jahr in 2022 mit dem Eclipse Cross Plug-in Hybrid das zweitmeistverkaufte Plug-in Hybrid Modell in Deutschland. Deswegen auch hier für uns ein wichtiges Fahrzeug. Wir haben insgesamt 49 Kilometer rein elektrische Reichweite und das vor dem Hintergrund, dass die durchschnittliche Fahrleistung eines Deutschen um die 40 Kilometer am Tag sind. Ja, das ist für uns auch, wo wir sagen, Mensch, 80 Prozent unserer Kunden sind Privatkunden und die gucken sich so ein Fahrzeug natürlich auch wirklich unter dem Aspekt an, wie ist ihr Fahrprofil. Also wo habe ich die Möglichkeit auch zu laden und wie weit komme ich denn elektrisch? Und ich glaube, in diesen Zeiten von diesen auch sehr großen Schwankungen des Preises an der Zapfsäule und zu Hause wissen sie halt, wie viel der Strom kostet, ist das auch eine prima Alternative.

  8. Sebastian:

    Definitiv, da kannst du auch mit planen. Ich bin ja auch hier ein Stück gefahren in Portugal und fand jetzt auch von der Verbraucherkammer sehr, sehr nah an die technischen Daten ran, die auch ausgewiesen hat, dass ja Schön ist tatsächlich, dass man sich nicht verlassen kann. Das ist nicht immer der Standard, sage ich mal. Das muss man ja auch dazu sagen. Je nachdem, wie man natürlich fährt.

  9. Christian Andersen:

    Wetter spielt ja alles eine Rolle dann.

  10. Sebastian:

    Aber so macht er echt einen guten Eindruck. Zum Thema Laden. Du hast jetzt gesagt, er kann so die tägliche Strecke mit einer Akkuladung abbilden. Wie kann ich ihn denn laden? Also mit was für einer Geschwindigkeit lädt er nach?

  11. Christian Andersen:

    Also er kann 3,7 Kilowatt laden. Das heißt, er braucht ungefähr dreieinhalb Stunden, bis er dann wieder vollgeladen ist.

  12. Sebastian:

    Gut, aber ich sage mal, das würde ja passen, selbst wenn man Pendel beim Arbeitgeber vielleicht laden kann.

  13. Christian Andersen:

    Wenn ich die Möglichkeit eben, was ich gerade eben auch gesagt habe, ich glaube, das ist ganz wichtig, wenn wir jetzt auch über Plug-in-Hybride reden, dass die Leute, die sich so ein Auto kaufen, die gucken schon ganz genau, wo habe ich denn wirklich auch Lademöglichkeiten, damit ich das wirklich auch ausnutzen kann. Deswegen finde ich auch Plug-in-Hybrid als Technik unheimlich wichtig. Ich habe natürlich auch keine Reichweitenangst. Weil wenn ich dann am Wochenende mal sage, okay, ich besuche jetzt meine Verwandtschaft und die sind ein paar hundert Kilometer entfernt, ja, dann ist das eben so. Dann fahre ich da einfach weiter.

  14. Sebastian:

    Das stimmt. Also was wir bei uns auch im Portal schon mitbekommen haben, dass Plug-in-Hybride auch so irgendwo der Einstieg sind in die E-Mobilität, weil ich halt eben, ich kann elektrisch fahren, gerade so diese Pendlerstrecken, wo du jetzt eben genannt hattest, kann dann aber auch, wenn ich jetzt am Wochenende ein Stück weit länger unterwegs bin, auch ohne Angst damit unterwegs sein kann, mich dann entsprechend rantasten. Ja. Das ist ja sehr schön. Ihr tastet euch jetzt auch ein Stück weit damit in die Zukunft natürlich, um da mal den schlechten Übergang zu machen. Reines E-Auto in dem Sinne ist noch nicht angekündigt. Ich habe vorhin in der Pressekonferenz schon gehört, da kommt ein Stück weit was. Aber ihr habt eure Road to 2030 in den Fokus gestellt. Vielleicht verlierst du da gerne ein paar Worte dazu.

  15. Christian Andersen:

    Also wir haben ja, das ist ja auch ein Auto aus unserer Allianz mit Nissan und Renault, dieses Fahrzeug. Wir werden dieses Jahr auch noch ein zweites Fahrzeug aus dieser Allianz rausbringen. Das wird für uns dann der Colt sein, natürlich auch ganz wichtig. Colt, natürlich vorher gab es schon sechs Generationen, quasi die siebte Generation. Und da ist es für uns auch ganz wichtig, dass wir sagen, das eine sind jetzt die konkreten Produkte, über die wir heute schon reden können. Aber auch in der Zukunft der Allianz und die Zukunft Allianz, du hast es gesagt, Road to 2030, das heißt zum einen eine Investition von 35 Milliarden Euro, die wir in die Hand nehmen als Allianz, um... in die Technologie tiefer reinzugehen, um da etwas mehr zu erforschen. Themengebiete, natürlich Feststoffbatterie, alternative Antriebe, vernetztes Fahren etc. Also wirklich, wie sieht die zukünftige Mobilität aus? In Produkten sieht das so aus, dass wir bis 2030 30 rein elektrische Fahrzeuge entwickeln. in der Allianz auf den Markt bringen werden. Davon werden dann einige, da werden wir uns natürlich genau angucken, welche Fahrzeuge für uns in Europa und auch in Deutschland von Interesse sind.

  16. Sebastian:

    Sehr spannend. Der Colt, soweit ich das mitbekommen habe, der wird ja auch als Vollhybrid dann in der Endstufe sozusagen kommen. Also da wird kein Plug-in-Hybrid davon geben. Und davon versprecht ihr euch ja auch relativ viel. Auch, glaube ich, beim ASX wird das ja auch die Antriebsvariante sein, wo ihr aktuell davon ausgeht, dass der größte Absatz stattfinden wird.

  17. Christian Andersen:

    Also ein Satz dazu, wie wir beim Colt, was alles beim Colt an Motorisierung rauskommt, das kann ich heute noch gar nicht sagen. Das weiß ich noch nicht. Aber ja, also wir gehen davon aus von dem ASX, dass wir hier, wenn wir das mal aufteilen, wir sagen 40 Prozent, der größte Anteil wird der Vollhybrid sein. Wir gehen davon aus, dass wir von dem Mild-Hybrid 40 Prozent haben, von den beiden unterschiedlichen Antrieben mit manuell und dem Doppelkupplungsgetriebe. Und dann jeweils 10 Prozent das Einstiegsmodell und der Plug-in-Hybrid.

  18. Sebastian:

    Und erklärt er euch dann auch, es wird wahrscheinlich auch durch den Wegfall der Förderung teilweise sein? Oder geht er davon aus, dass es deswegen so kommt? Das ist ja auch bei Marktbegleitern nicht unüblich im Moment.

  19. Christian Andersen:

    Also im Moment, da machen wir uns nichts vor. Natürlich wird es erstmal rückgängig sein, wo die Förderung jetzt abgefallen ist. Aber nochmals, 80% unserer Kunden sind Privatkunden. Die gucken sich eben ganz genau an, ob das Auto und der Motor zum Fahrprofil passen. Deswegen gehen wir jetzt mal von 10% aus und dann sehen wir am Ende des Jahres, wie hoch der Anteil dann wirklich gewesen ist.

  20. Sebastian:

    Wenn es mehr wird, wäre ja auch nicht schlimm. Nö. Von daher vielen Dank für das Interview, für die Einblicke und freue mich dann demnächst noch mehr von euch zu erfahren.

  21. Christian Andersen:

    Gerne Sebastian, vielen Dank.

  22. Sebastian:

    Wie du sicherlich gemerkt hast, hat die Audioqualität wieder ein Stück weit darunter gelitten, dass wir vor Ort aufgenommen haben. Wir arbeiten dran, wir versuchen da Lösungen zu finden, aber da gibt es leider nicht immer die ideale Lösung dann vor Ort dafür. Von daher sind mir die Inhalte wichtiger, die wir euch transportieren können, in dem Fall von Mitsubishi und deren Road to 2030, also auf dem Weg zur E-Mobilität, gemeinsam mit den Allianz-Partnern Renault und Nissan. Ich hoffe, dir hat die Folge auch gefallen. Wenn das der Fall ist, dann schalt doch gerne wieder kommende Woche ein, wenn es eine neue Folge des Elektroautonius.net Podcasts gibt. Bis dahin, mach's gut, lass es dir gut gehen. Ciao.