Mazda: Sieht die Zukunft vielfältig. Es gibt nicht den einen Antrieb!

Im Gespräch mit Jochen Münzinger, Direktor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mazda Deutschland

Im Rahmen der ersten europäischen Pressefahrt des Mazda CX-60 e-Skyactiv Plug-In-Hybrid konnte ich mich mit Jochen Münzinger, Direktor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mazda Deutschland, über die Pläne des Automobilherstellers für die Zukunft austauschen.

In der Welt der Elektromobilität gilt der japanische Automobilhersteller Mazda als Nachzügler und „muss“ aufholen, um mit den Marktbegleiter mithalten zu können. Wobei müssen ein ziemlich starkes Wort ist. Insbesondere dann, wenn man sich wie Mazda für die Vielfältigkeit im Antrieb entscheidet, wie Münzinger im gemeinsamen Gespräch ausführt.

Für Mazda sei die aktuelle Zeit, mit all ihren Herausforderungen eine disruptive Zeit, welche den Wandel beschleunige. Aber eben nicht nur in eine Richtung. Es gilt den für den jeweiligen Markt sinnvollen ökologischen Antrieb zu finden. Dies spiegelt sich in der Multi-Solution-Strategie der Marke wider.

Eben darüber habe ich mich mit Herr Münzinger unterhalten. Sind aber auch auf den Mazda CX-60-e Skyactive Plug-In-Hybrid eingegangen. Als Plug-in Hybridantrieb ist der Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV ein wichtiger Teil der Mazda Multi-Solution-Strategie für eine nachhaltige Mobilität. Diese folgt dem Prinzip, dass es für unterschiedliche Anwendungen eine jeweils passende Antriebslösung gibt. Doch das lässt du dir am besten selbst von Herr Münzinger in der aktuellen Podast-Folge erläutern.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um das Thema E-Mobilität geht. Wie du merkst, ist es eine Folge, die nicht im ursprünglichen Veröffentlichungskalender, sprich jeden Sonntag um 8 Uhr, am Start ist, sondern schon dieses Mal zur Mitte der Woche. Liegt einfach daran, dass das Thema recht aktuell ist und ich euch das nicht so lange vorenthalten wollte oder will. Ich war im Gespräch mit Jochen Münzinger, seines Zeichens Direktor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mazda Deutschland und wir haben uns über die Zukunft von Mazda unterhalten, wie man diese sieht und warum man eben nicht nur auf den einen E-Antrieb in dem Fall setzt, sondern breit gestreut Verbrenner, Hybride, Plug-in-Hybride und natürlich auch Elektroantrieb als Mittel der Wahl für den Weg in die Zukunft zieht. Haben dabei auch noch den Mazda CX-60 e-Skyactiv Skyactiv Plug-in Hybrid verbalisiert oder mit ins Gespräch mit aufgenommen. Den konnte ich zumindest mal für einen kurzen Zeitraum testfahren. Hab da auch ein paar Eindrücke dann dazu gesammelt und niedergeschrieben, findest du wie gewohnt im Artikel zur heutigen Folge. Von daher jetzt erstmal viel Spaß mit dem Gespräch mit Jochen Münzinger von Mazda. Hallo Jochen Münzinger, vielen Dank, dass ich heute die Zeit nehme, dass wir uns ein wenig über Mazda Deutschland oder Mazda generell und die Strategie in Bezug auf die E-Mobilität unterhalten. Hatte ja heute das Vergnügen, den CX-60 e-Skyactiv Skyactiv Plug-in Hybrid zu fahren, der auch Teil eurer Strategie ist. Vielleicht stellen Sie sich zu Beginn ganz kurz selbst vor, was Sie bei Mazda machen und dann tauchen wir ein wenig ein ins Gespräch.

  3. Jochen Münzinger:

    Mein Name ist Jochen Münzinger, ich bin bei Mazda Motors Deutschland zuständig. für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und bin schon über 15 Jahre bei Mazda in der Funktion. Ich komme eigentlich aus dem Ingenieursbereich, habe Maschinen- und Fahrzeugtechnik studiert und bin dann aber im PR-Bereich gelandet. Und ja, in der Tat ist natürlich jetzt gerade eine spannende Zeit für uns auch, in dieser Zeit der doch recht teilweise disruptiven Veränderungen im Mobilitätssektor als Automobilhersteller hier in Europa eben Marktplayer zu sein und sich auch dieser Herausforderung zu stellen. Spannende Zeiten, macht Spaß.

  4. Sebastian:

    Definitiv. Vor allem, weil es ja doch viele Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Viele eurer Marktbegleiter bekennen sich hauptsächlich zur batteriebetriebenen E-Mobilität, sagen auch so, Verbrenner aus ist schon beschlossen in dem Sinne. Ihr seid ja jetzt nicht so ganz eindeutig unterwegs gewesen oder sagt, ihr haltet euch da sozusagen alle Türen offen, wenn man da bei uns in die Community reinhört. Aber das wird ja auch Sinn und Verstand dahinter sein, warum ihr das macht. Vielleicht können Sie da ein paar Worte zu der aktuellen Strategie von Mazda verlieren.

  5. Jochen Münzinger:

    Ja, genau. Also Vorweggenommen, wir sind natürlich auch davon überzeugt, dass die E-Mobilität in Zukunft eine sehr, sehr wichtige Rolle in der individuellen Mobilität spielen wird und heute auch schon spielt, aber eben noch zunehmend spielen wird. Insbesondere natürlich in Europa, auch da natürlich getrieben durch die Regularien, die es von der EU gibt, mit Blick auf die Flottenverbrauchsziele in den nächsten, sage ich mal, 10 bis 15 Jahren. Stichwort 0 Gramm CO2 ab 2035 nach heutiger Rechtsauffassung nur mit Elektromobilität 100 Prozent zu erreichen. Wir sind aber dennoch der Meinung, dass es auf dem Weg dahin und eigentlich auch noch perspektivisch darüber hinaus Sinn macht, eben mehrgleisig unterwegs zu sein. Wir fassen das unter dem Dach Multi-Solution-Ansatz zusammen. Heißt, es ist eine Mischung aus rein elektrischen Antrieben, kombiniert mit hocheffizienten Verbrennungsmotoren, die natürlich zunehmend oder in naher Zukunft auch ausschließlich in irgendeiner elektrifizierten Form den Antrieb darstellen. Sei es nun ein 24 oder 48 Volt Hybridsystem, ein Vollhybridsystem oder ein Plug-in Hybridsystem. Also wir positionieren uns ganz bewusst mehrgleisig um, Kunden und für den jeweiligen Markt den bestmöglichen und den sinnvollsten, auch aus ökologischer Sicht, Antrieb herzustellen. Macht aus unserer Sicht zum Beispiel keinen Sinn, ein Elektroauto in einem Markt zu nutzen, in dem ein Großteil des Stroms aus fossilen Energiequellen erzeugt wird. Stichwort Well-to-wheel, also die Erzeugung der Elektrizität zum Fahren, muss auch berücksichtigt werden bei der CO2-Betrachtung der Fahrzeuge. In einem anderen Markt, wo überwiegend grüner Strom oder CO2-neutraler Strom erzeugt wird, sieht das natürlich anders aus. Genauso sind wir der Meinung, dass... den E-Fuels, also synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Quellen, also aus erneuerbarem Strom über den Umweg Wasserstoff gewonnen, durchaus auch einen signifikanten Beitrag leisten können in der Flotte, im Bestand, aber sicherlich auch in Zukunft. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu betreiben, die trotzdem eine Klimaneutralität erreichen können dadurch und wäre auch ein Teil von einem mehrgleisigen, technologieoffenen Ansatz, Schritt für Schritt weg von fossilen Energieträgern, sei es in der Stromerzeugung oder sei es beim Betrieb der Fahrzeuge oder wie auch immer zu kommen.

  6. Sebastian:

    Ja, sehr spannend, dass ihr euch da auch so breit aufstellt und dann die verschiedenen Antriebsstränge oder Technologielösungen dann verfolgt. Ich glaube, das hat man bei eurem ersten E-Auto ja auch ganz gut gesehen. Da habt ihr auch nicht die Batterie noch größer gedacht sozusagen, wie es möglich ist, sondern da habt ihr auch schon gesagt, okay, wir wählen die Batteriegröße, die am sinnvollsten ist für die Straße sozusagen und am ökologischsten dann schlussendlich. Das spielt ja jetzt auch wieder in die Strategie mit rein.

  7. Jochen Münzinger:

    Ganz genau. Also beim MX-30, das ist war ein wesentlicher Aspekt bei der Auswahl der Batteriegröße, dass wir den sogenannten Lifecycle Assessment Ansatz gewählt haben bei dem Fahrzeug, also auch die Produktion des Fahrzeugs uns mal angeschaut haben, wie viel CO2 entsteht denn bei der Produktion und die Größe der CO2-Emissionen der Produktion eines Elektrofahrzeugs kommen eben aus der Batterieherstellung und je größer die Batterie ist, desto größer ist dieser CO2-Rucksack, den das produziert. Elektroauto sozusagen vom Tag 1 tragen muss und da kann man natürlich mit unterschiedlichen Annahmen rangehen, wie viel CO2 entsteht, je Kilogramm CO2 entsteht, je Kilowattstunde. Fakt ist aber aus heutiger Sicht ist es so, dass es irgendwo immer einen signifikanten CO2-Ausstoß gibt bei der Produktion von Batteriezellen, gerade in den Gegenden, wo zum Beispiel der Strom, der für die Produktion dieser Zellen genutzt wird, nicht aus erneuerbaren Quellen stammt oder größtenteils nicht aus erneuerbaren Quellen stammt. Lange Rede, kurzer Sinn, wir halten das für einen sinnvollen Ansatz und von daher haben wir die Batteriegröße auch bewusst etwas kleiner gewählt, um eben, sagen wir mal, die Effizienz oder die Gesamt-CO2-Bilanz des Elektrofahrzeuges einfach günstiger darzustellen als bei einem Fahrzeug mit einer deutlich größeren Batterie. Und der MX-30 ist aus unserer Sicht auch bewusst nicht so positioniert als Auto für die Langstrecke, sondern eher für den täglichen Mobilitätsbedarf gedacht. Da kommt er mit seinen 200 Kilometern Reichweite, kann man da ja bei den durchschnittlichen geringeren Fahrleistungen, die man da hat, auch bequem nähere Tage fahren, ohne unbedingt jeden Tag nachladen zu müssen.

  8. Sebastian:

    Das stimmt. Also ich hatte ihn selbst mal für zwei Wochen und muss sagen, mir hat er zum Pendeln vollkommen ausgereicht und auch mit der Hingabe, dass ich nicht jeden Tag oder jeden Zweiten an der Ladestation sozusagen war. Ich denke, das ist auch der Ansatz, der dann aber grundsätzlich wahrscheinlich von euch verfolgt wird über die ganzen Antriebstechnologien hin. Ihr werdet jetzt auch bei einem Plug-in-Hybrid arbeiten. Wahrscheinlich die Batterie dementsprechend auch wählen, damit die sich in einem Feld bewegt, wo man diese tägliche Anforderung sozusagen noch erfüllen kann. Dann vielleicht beim Arbeitgeber oder daheim dann laden, um dann eben auch davon zu profitieren und da auch dann nicht übermäßig rauszugehen. Ich meine, da sehen wir auch bei Marktbegleitern teilweise schon Batterien, die weit über 100 Kilometer rein elektrisch zur Verfügung stellen, hat dann aber natürlich ein ganz anderes Preisschild am Ende auch für den Kunden.

  9. Jochen Münzinger:

    Ja klar, also die Batteriegröße beim Plug-in-Hybrid, die Auswahl der Batteriekapazität oder Größe hat natürlich ein Stück weit mit Regulation zu tun. Hier sind wir jetzt zum Beispiel mit dem CX-60 Plug-in-Hybrid mit 63 Kilometer WLTP-Reichweite. Nach momentanem Stand, gut, die Förderung läuft jetzt eh Ende des Jahres aus im grünen Bereich, aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine Frage des Gewichts des Fahrzeugs, des Packages der Batterie. Es ist uns ja auch gelungen, die Batterie im Gegensatz zu manch anderem PH-Fahrzeug nicht irgendwie im Kofferraum oder teilweise im Kofferraum zu platzieren, sondern sie befindet sich komplett im Fahrzeugunterboden, also genau zwischen den Achsen, auch da von der Gewichtsverteilung her sehr gut positioniert und Ja, natürlich ist das Fahrzeug damit eigentlich auch in der Lage mit den 63. Und wenn man jetzt viel Stadtverkehr fährt, wird es sogar wahrscheinlich in der Praxis ein bisschen näher sein nach WLTP. Das Stadtzyklus sind sogar knapp 70 Kilometer, die man dann rein elektrisch fahren kann. Reicht natürlich für viele täglichen Pendelfahrten aus. Und über den zweiphasigen AC... kann ich das Fahrzeug in einer 11 kW Rollbox dann mit 7,2 kW auch in gut zwei Stunden wieder von 0 auf 100 vollladen. Also würde wahrscheinlich auch reichen, in vielen Fällen einfach die tägliche Pendelei, das tägliche Commuting rein elektrisch zu machen, auch mit einer 17,8 kWh Batterie dann eben möglich.

  10. Sebastian:

    Ja, das ist auch sehr spannend und vor allem das ist ja auch wieder der Punkt, wo dann der Fahrer, Fahrerin dann eher gefordert ist zu sagen, entscheide ich für das richtige Auto sozusagen, weil diese eierlegende Wollmilchsau, die da alle irgendwo erwarten, günstige Krisenreichweite wird es einfach nicht geben, sondern muss man sagen und gerade wenn man kürzere oder überschaubare Wege hat, die eben innerhalb dieser 63 Kilometer WTP-Reichweite liegen, Kann man ja dann auch mit den von Ihnen genannten Fakten das, glaube ich, ganz gut über die Bühne bringen. Der CX-60 Skyactiv Plug-in Hybrid, den konnten wir jetzt heute das erste Mal fahren. Wann erwarten wir den auf der Straße? Wann wird der auf die Straße kommen hier in Deutschland?

  11. Jochen Münzinger:

    Der ist im Prinzip jetzt aktuell gerade schon, die ersten Kundenautos sind ausgeliefert. Seit jetzt letzter Woche ist es losgegangen. Das Fahrzeug konnte ja schon seit März bestellt werden. Wir haben... einen sehr erfolgreichen Vorverkauf gehabt mit gut 5.000 Kundenverträgen, Kaufverträgen, die wir schreiben konnten, die Händler schreiben konnten. Das Positive ist, diese bis Ende Juni bestellten Autos kommen auch alle dieses Jahr noch in die Auslieferung. Also die Fahrzeuge werden auch in der Lage sein, dass die Kunden dann eben entsprechend den BAFA-Förderantrag für die Trucking-Hybrid-Förderung noch stellen können, weil da ist ja das Zulassungsdatum wichtig und nicht das Kaufdatum, wie wir wissen. Darüber hinaus haben wir aber jetzt für die Kunden, die jetzt seit Juli bestellen, das läuft noch bis zum 30. September, noch eine Aktion draußen für Leasing-Verträge für die Homura und Takumi-Variante mit zwei Optionspaketen. Würden wir oder übernimmt Mazda diesen Umweltbonus bisher zu brutto 7.100 Euro? ein paar 70 Euro, ich habe es nicht genau im Kopf, etwas mehr als 7.170 Euro, wird quasi von Mazda übernommen unter diesen genannten Bedingungen, sodass die Kunden da auch eine Planungssicherheit haben, die jetzt noch bis zum 30. September ein Fahrzeug bestellen, dass sie dann da keinen finanziellen Nachteil durchhaben.

  12. Sebastian:

    Ja, schöne Sache und wie gesagt, mal hebt euch auch wieder ab von den Marktbegleitern, sichert dann wahrscheinlich auch einen gewissen Marktanteil dann sozusagen. Die Auslieferung von den Fahrzeugen ist dann im ersten, zweiten Quartal nächsten Jahres zu erwarten, oder?

  13. Jochen Münzinger:

    Die kommen dann irgendwann, je nach Bestelldatum, erstes und zweites Quartal 2023 in die Auslieferung.

  14. Sebastian:

    Wie ist es generell? Kommuniziert Mazda, wie sich die Anteile am Absatz auf die verschiedenen Antriebstechnologien verändern? Der aufteilt im Moment schon. Gibt es da Aussagen dazu? Also sieht man einen Wandel vom Verbrenner hin zum Plug-in-Hybrid, zum E-Antrieb sozusagen?

  15. Jochen Münzinger:

    Also mit dem Verkauf des MX-30, mit dem sind wir eigentlich sehr zufrieden gewesen im letzten Jahr. Dieses Jahr hatten wir ein bisschen Verfügbarkeitsprobleme. Wir hatten noch einen Produktionsupdate. Das Fahrzeug hat ja jetzt seit April Produktionen. Einen dreiphasigen AC-Charger, also die Normalladeleistung einer Wechselstromladestation geht halt hoch auf 11 kW, was natürlich auch nochmal ein Vorteil ist. Und auch die... Bei der DC-Schnellladeleistung haben wir noch ein bisschen optimiert, dass es noch ein bisschen fünf bis zehn Minuten schneller geht. Dadurch hatten wir aber mehrere Monate Produktionsstopp, auch aufgrund von Teileverfügbarkeiten. sodass der Anteil in diesem Jahr etwas geringer ausfällt. Aber wir sind ausverkauft mit MX-30. Also Kunden, die jetzt ein MX-30 bestellen, die bekommen das Auto auch erst im nächsten Jahr. Das ist sicher. Die Verfügbarkeit hat uns da so ein bisschen Probleme gemacht beim MX-30. Sonst haben wir ja schon bei den, wo wir sehr zufrieden sind, wir haben ja seit diesem Jahr den Mazda 2 Hybrid im Programm, neben dem normalen Mazda 2, der auch sehr erfolgreich angelaufen ist. Wir haben ja sonst auch bei vielen Fahrzeugen, Mazda 3, CX-30 und auch Mazda 2, bei fast allen, eigentlich nahezu allen Motorisierungen, mit einer Ausnahme bei Mazda 2, dieses M-Hybrid-System serienmäßig an Bord, also eine kleine Elektrifizierung des Verbrenners, gilt offiziell ja auch als alternative Antriebsquelle, aber ist natürlich nicht zu vergleichen mit einem Vollhybrid oder Plug-in-Hybrid. Und wie gesagt, CX-60 Ist sehr erfolgreich, jetzt ausschließlich das Plug-in-Hybrid hier im Moment erstmal verfügbar. Diese neue 63er Dieselmotorisierung mit dem M-Hybrid-Boost-System, die folgt im kommenden Jahr. Und wir werden auch beim CX-5, ist ja im Moment das einzige Fahrzeug, wo es noch keine Elektrifizierung des Verbrenners gibt, das im nächsten Jahr da werden wir auch quasi nachlegen und da auch dieses Mazda M-Hybrid-System einführen. Bei den Benziner-Modellen zumindest.

  16. Sebastian:

    Okay, jetzt haben wir viel Hybrid, Plug-in-Hybrid gehört. Gibt es Pläne, die ihr schon kommuniziert für reine E-Autos, die nach dem MX-30 folgen?

  17. Jochen Münzinger:

    Ja, also es ist ganz klare Strategie. Also wir haben einmal die heutige Plattform, die wir nutzen, zum Beispiel für den MX-30, die ist ja auch vergleichbar oder die gleiche Plattform, wie sie im Mazda 3 und CX-30 genutzt wird. Die ist also sowohl für elektrifizierte Verbrenner als auch für reinen Elektroantrieb ausgelegt. Da wird es Derivate noch geben bis 2025 auf dieser Plattform und ab 2025 werden wir dann eine komplett neue EV-Scalable-Architecture genannte Plattform launchen, die ausschließlich für Elektroantrieb geeignet ist und auf dieser Plattform wird es dann bis 2030 oder bis etwas früher sogar global fünf neue reine Elektrofahrzeuge von Mazda geben, unterschiedlicher Größe, unterschiedlicher Art, weil diese Plattform eben skalierbar ist in Dimensionen und damit können wir dann verschiedene reine Elektrofahrzeuge launchen, die eben auf einer eigenständigen Architektur basieren.

  18. Sebastian:

    Ja, vielen Dank, war sehr interessant, Herr Minzinger, für den Einblick hinter die Kulissen von Mazda, eure Pläne dann. Und da steht uns ja doch einiges bevor bis 2030 und danach, darüber hinaus wahrscheinlich auch noch.

  19. Jochen Münzinger:

    Genau, gerne.

  20. Sebastian:

    Vielen Dank. Kurz und schmerzlos war es sozusagen. Also waren definitiv interessante Einblicke in die Strategie oder auf die Strategie von Mazda für deren Zukunft. wo man eben auf diesen Multi-Solution-Ansatzstrategie setzt, wo auch E-Autos eine entsprechende Rolle spielen werden, aber eben auch nur in Begleitung zu höchsteffizienten Verbrenner- und Plug-in-Hybriden, wie Jochen Münzinger von Mazda ausgeführt hat. Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen, so Mitte der Woche. Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche, je nachdem wann du natürlich den Podcast hörst und freue mich, wenn du bei der kommenden Folge am Sonntag wieder einschaltest. Mach's gut, bis dahin, ciao.