Genesis GV60: Ein E-Auto, zwei Frauen, drei Meinungen - ein Podcast

Im Gespräch mit Stefanie und Annika von den Electrified Women

Stefanie und Annika, beides Mitglieder der Electrified Women e. V., haben sich die Zeit genommen, um gemeinsam mit mir einen Blick auf den Genesis EV60 zu wagen. Alle drei sind wir den Stromer von Genesis bereits Probe gefahren. Stefanie und Annika beim letztjährigen E-Cannonball - zwei Tage unter herausfordernden Bedingungen. Meine Person Mitte/ Ende Januar 2023 für zwei Wochen im urbanen Alltag.

Man hat recht schnell gemerkt, dass wir uns allesamt sympathisch sind. Beim São Paulo Lime Farbton durchaus anderer Meinung sein können. Hingegen vom Gesamtauftritt des Elektroautos durchaus überzeugt waren. Die unterschiedliche Betrachtung eines E-Autos war dabei ebenso Thema, wie der Austausch über Sinn oder Unsinn der digitalen Außenspiegel.

Spannend war aus meiner Sicht aus auch der Vergleich zwischen dem GV60 von Genesis und dem IONIQ5 von Hyundai, welchen sowohl Annika als auch Stefanie beide fahren. Dabei hat der GV60 als klarer Sieger das Feld verlassen. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Beim Laden waren die beiden vor allem von der Schnellladeleistung des Genesis GV60 überzeugt. Im Schnitt eine stabile Ladekurve, auf 192 kW Leistung nach nur 90 Sekunden sowie einem Peak von 268 kW. Nicht schlecht.

Nun aber genug der Vorworte. Hört direkt rein in die Folge. Und schaut dann noch gerne in unserem Testbericht vorbei.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer Sonderfolge des elektronischen News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche zuhörst oder diese Folge zuhörst, weil ich mich mit Annika und Stefanie über den Genesis GV60 austausche, unsere Eindrücke da zueinander bringen oder auch eben schaue, wo da Differenzen sozusagen sind in der Wahrnehmung des Stromers und habe das direkt oder packe das direkt zu unserem Testbericht natürlich mit dazu, dass du, wenn du dann eben noch weitere Informationen möchtest, in die Shownotes reinschauen kannst und Dort den Weg zum Artikel mit vielen Fotos und auch schriftlichen Eindrücken findest, um da dann eben auch dein Wissen über den Genesis GV60 zu vertiefen. Jetzt gehen wir mal direkt rein ins Gespräch mit Stefanie und Annika. Viel Spaß damit! Hi Annika, hi Steffi, schön, dass euch heute die Zeit nimmt, dass wir uns ein wenig über den Genesis GV60 austauschen. Den hatten wir alle drei sozusagen zum Testfahren schon zur Verfügung gestellt bekommen, durften da unsere Eindrücke sammeln. Und da wollen wir uns ja einfach mal ein Stück weit miteinander verständigen, was wir davon halten. Im Vorgespräch haben wir schon gemerkt, das Thema Farbe wird bestimmt zu der einen oder anderen Diskussion führen. Aber bevor wir da einsteigen, stellt euch doch gerne selbst mal vor. Vielleicht beginnen wir mit dir, Annika.

  3. Annika:

    Hi, ich bin Annika. Ich komme aus dem Rhein-Main-Gebiet in der Nähe von Mainz und fahre seit nicht ganz zwei Jahren den Hyundai Ioniq 5 mit dem Project 45 und habe über meinen Beitritt zur Immobilität dann auch die Steffi kennengelernt in unserem Verein von den Electrified Women.

  4. Sebastian:

    Sehr schön, dann gerne du jetzt, Steffi.

  5. Stefanie:

    Ja, ich bin die Steffi. Ich war ja schon mal bei dir. Ich freue mich, dass ich wieder da sein darf. Und ich komme aus einem ganz anderen Gegend. Ich komme aus der Nähe von Bremen. Wir fahren auch den Hyundai Ioniq 5 und dann haben wir noch als Zweitwagen den Hyundai Kona Electric. Und ich gehöre ja auch zu den Electrified Women und Annika und ich. haben uns als E-Cannonball-Team 21 für die Electric Five Women zusammengetan und durften dann letztes Jahr beim E-Cannonball für Robin, für den Moderator von Robin TV, den Genesis GV60, dann ein ganzes Wochenende.

  6. Sebastian:

    genießen. Und habt da ja dementsprechend auch ein Stück weit Strecke dann zurücklegen dürfen auf dem E-Cannonball. Ich glaube, wir hatten ja auch alle drei das gleiche Fahrzeug sozusagen zu fahren, in der ja doch nicht sehr unauffälligen Farbe Sao Paulo Leim, die für mich ein Stück weit befremdlich war, muss ich sagen. Also ich finde es einfach zu aufdringlich. Also es war ein schöner Farbfleck mal, jetzt gerade so bei den tristen grauen Tagen fällt er schon auf. Auf Dauer könnte ich mir das jetzt persönlich nicht vorstellen. Ihr zwei habt da glaube ich eine ganz andere Meinung dazu.

  7. Annika:

    Absolut unterschiedlich, glaube ich. Also zum einen, ich fand es schon ganz spannend, als das Auto zu mir gebracht wurde, stand er dann direkt neben meinem weißen Ioniq 5 und ich habe mich sehr darauf gefreut, dann mit dem gelben Auto zu fahren. Ich sehe es tatsächlich, also ich finde die Farbe sehr schön, aber ich kann das verstehen, was du meinst, weil ich habe das dann auch gemerkt, als ich von Hamburg nach Mainz wieder zurückgefahren bin vom E-Cannonball, auf der Autobahn mit dem gelben Auto. Man hat sehr viele Blicke. Ich glaube, eine Zeit lang ist das ganz nett, aber wenn man das dann immer hat, man hat immer so ein bisschen das Gefühl, auf dem Präsentierteller da mitzusitzen. Das stelle ich mir doch langfristig anstrengend vor, schwierig vor, aber schön finde ich die Farbe trotzdem.

  8. Stefanie:

    Ich finde die Farbe super. Ich finde das auch überhaupt nicht fraglich, sich auf dem Präsentierteller damit zu präsentieren. Ich finde das genau richtig. Es ist ja auch sowieso ein schönes Fahrzeug und in der Farbe fällt er richtig auf und Also ich fand das schon immer gut, mit schönen Fahrzeugen durch die Gegend zu fahren.

  9. Sebastian:

    Und ich könnte mir halt bei dem Fahrzeug auch gerade, weil es ja in Anführungsstrichen auch in diesem sportlichen Luxussegment unterwegs sein will, mit Genesis auch eher gedecktere Farben vorstellen, die da auch ganz gut mit funktionieren.

  10. Stefanie:

    Ja, aber das wäre mir tatsächlich dann wirklich zu langweilig in gedeckteren Farben bei so einem ja doch wirklich schönen Fahrzeug. Aber das sind ja die Geschmäcker, sind da total unterschiedlich und das ist auch gut so.

  11. Sebastian:

    Das auf jeden Fall. Aber kommen wir mal vielleicht zu dem ansonsten Gesamteindruck. Wie er dasteht, wie er euch vielleicht von außen gefallen hat. Habt ihr da schon den Vergleich zu anderen Genesis-Strohmann gehabt? Oder habt ihr das dann eher zu dem Ioniq dann auch, den ihr beide Fahrt gezogen? Im Gegensatz zu dem ist der Genesis GV60 ja doch um einiges rundlicher vom Erscheinungsbild sozusagen. Also kommt ja nicht so ganz kantig daher.

  12. Annika:

    Ja, ist ein kleines Knubbelchen. Also ich persönlich... Finde die Form schöner, wobei ich glaube, langfristig besser altern würde der Ioniq 5. Bei mir würde es leider daran scheitern, dass es meinem Mann nicht so gut gefällt. Ich würde tauschen, tatsächlich. Ich habe auf dem E4-Testival noch andere Genesis-Modelle gesehen und ich muss sagen, da finde ich tatsächlich den Genesis GV60 am schönsten.

  13. Stefanie:

    Ja, das geht mir ähnlich.

  14. Sebastian:

    Den Eindruck hatte ich jetzt persönlich auch. Wir waren ja auch beim E4-Testival vor Ort und haben uns das angeschaut. Da ist durch die Farbe jetzt wieder bedingt auch der direkt ins Auge gefallen. Ich fand den auch von der Form her schon sehr gefällig. Mir persönlich wird das Runde jetzt dann auch auf Dauer. Ich bin nicht so ganz überzeugt, aber ich bin auch beim Ionic mit dem kantigen nicht so ganz zu greifen. Also ich glaube, die würden mir beide gefallen. Ich würde sie auch beide fahren, aber dann... Ja, ich sag mal, man hat ja immer den Vorteil, man sitzt ja mehr im Auto drin, als dass man es von außen anschaut. Und von innen gefällt er mir schon sehr gut, aufgeräumt auf jeden Fall. Auch wieder da mit dem Blickfang, mit dieser Crystal Spear, die wir da in der Mittelkonsole als, ich sag mal, Schalthebel oder Wahlhebel dann haben. Das ist ja auch nochmal so ein Thema, wo man sich echt Gedanken gemacht hat, wie man das Ganze dann eben auch diesem luxuriösen Premium-Touch da ein Stück weit verleiht.

  15. Stefanie:

    Ja, schöne Spielerei, wo man aber tatsächlich auch den Gedanken hat, wir Frauen zumindest alle, war gleich so die Frage, was passiert denn unter der Kugel, wenn da mal sich so ein bisschen Dreck fängt und so. Und wie schnell ist die eigentlich zerkratzt und funktioniert das auch lange? Aber das sind, glaube ich, Fragen, die stellen sich die meisten tatsächlich erstmal nicht in so einem Segment. Die finden das, glaube ich, sehr, sehr ansprechend. Und wenn man das wirklich mal vom Fahren vergleicht, also von der Bauweise vom Ioniq 5 zum Genesis GV60, dann sind die doch schon ein bisschen besser. Es ist ein besseres Fahrwerk, es ist ein bisschen besseres, strafferes Sitzen. Es ist einfach ein bisschen Schippe draufgepackt auf jeden Fall auf das Fahrzeug. Ob es dann die 20.000 Euro Unterschied wirklich ausmacht, muss dann jeder selber entscheiden.

  16. Sebastian:

    Ja, das auf jeden Fall. Also was ich halt gemerkt habe im Vergleich zu dem Ioniq 5 und auch zum EV6, die ja alle drei auf der gleichen Plattform aufbauen sozusagen, dass der Stromverbrauch jetzt wahrscheinlich auch ein Stück weit bedingt durch aktuelle Wetter dann doch nochmal eine Spur höher ausgefallen ist. War das bei euch ähnlich oder war das durch den E-Cannonball dann eh so ein Stück verzerrt sozusagen in der Wahrnehmung?

  17. Annika:

    Naja, wir hatten, also dieses Jahr, letztes Jahr war das ja schon, da war das ja so, dass es sehr darum ging, den WLTP-Wert zu bieten, was wir auch geschafft haben. Das heißt also, die Rallye selber sind wir äußerst sparsam gefahren sind. Also wir haben uns an die Straßenverkehrsordnung natürlich gehalten, sind jetzt nicht mit 60 kmh auf der Autobahn geschlichen, aber... waren schon sehr langsam unterwegs und haben versucht, viel zu segeln. Dadurch war an dem Tag selber, haben wir das ordentlich geschafft, sparsam zu fahren. Auf der Rückfahrt habe ich das dann nochmal ausgenutzt. Da habe ich gerade diesen Turbo, diesen Boost-Knopf nochmal ordentlich getestet. Da ist der Verbrauch natürlich enorm hochgegangen, aber alles in allem gut. hatte ich durchaus den Eindruck, dass ich mit dem Genesis GV60 sparsamer gefahren bin, als ich das zu Hause mit dem Ioniq 5 mache.

  18. Sebastian:

    Bei einer vergleichbaren, für dich jetzt vergleichbaren Fahrweise dann oder auch ein Stück weit unterschiedlich, jetzt gerade so auf den zweiten Tag betrachtet?

  19. Annika:

    Schwierig. Also ich fahre tatsächlich, so fahre ich auch nicht mit dem eigenen Fahrzeug, wie ich das dann mit dem Genesis gemacht habe. Vor allen Dingen dieser Boost-Knopf, den man ja drücken kann, der nochmal so... ordentlich Wumms gibt, den habe ich schon ausgereizt an dem Tag. Von daher, so hundertprozentig vergleichen kann ich es tatsächlich dann in dem Bereich nicht. Da müsste ich nochmal den Alltag ausrechnen. Den hatte ich leider nicht mit dem Auto.

  20. Sebastian:

    Ja, aber auch schön zu sehen von eurer Seite aus, dass du gesagt hast, man schafft das auch, ohne sich da jetzt komplett einzuschränken, natürlich sparsam zu fahren, dann auch die WLTP-Werte zu unterbieten. Also das heißt, er kann ja zumindest mal das erreichen, was er auf dem Papier dann auch verspricht.

  21. Stefanie:

    Auf jeden Fall. Also ich glaube, wir sind so mit unter 16 Kilowattstunden gefahren. Es hat die ganze Zeit wahnsinnig geregnet. Und wir sind schon so unsere 100 auf der Autobahn gefahren und ordentlich 50 in der Ortschaft. Also wir haben es nicht übertrieben mit dem langsamen Fahren und von dafür fand ich den Verbrauch wirklich gut.

  22. Sebastian:

    Das kann man, denke ich, auf jeden Fall so unterschreiben. Jetzt haben wir ja auch, ich sag mal, der CW-Wert wird ja auch geformt oder besser dargestellt, in Anführungsstrichen, durch die digitalen Außenspiegel. Weil Seitenspiegel, mit denen ihr ja daherkommt, den habt ihr ja auch dran gehabt bei euch. Das war für mich persönlich jetzt äußerst gewöhnungsbedürftig. Ich fand es jetzt schon besser im Vergleich zum E-Tron, dass die zumindest mal auf der gleichen Höhe saßen wie die Außenspiegel, wo du auch normalerweise hinschaust, aber natürlich guckst du so ein Stück weit vorgelagert dann da drauf. Wie habt ihr das wahrgenommen? War das für euch auch gewöhnungsbedürftig? Habt ihr euch damit zurechtgefunden?

  23. Annika:

    Also ich habe mich unheimlich schnell dran gewöhnt. Ich fand es dann tatsächlich sogar wieder den Rückschritt schwierig. Also ich glaube, das ist halt einfach generell immer so, wenn das an einer anderen Stelle ist, dann musst du dich halt erstmal umgewöhnen. Und das, ich weiß nicht, also ich habe das nach zwei Stunden auf der Autobahn, war das kein Problem mehr.

  24. Stefanie:

    Ging mir ähnlich. Ich hatte das eigentlich auch nach zweimal hingucken, hatte ich das sofort eigentlich den Blick dahin verinnerlicht. Ich finde, die sind gut positioniert, die Monitore im Genesis. Ich kenne das auch aus dem e-tron, das ist mir auch schwerer gefallen. Also ich... Fand die Umstellung sehr, sehr schnell. Wir haben auch darauf geachtet. Es wurde uns gesagt, bei Regen funktioniert das nicht so gut. Wir hatten ja Gott sei Dank sehr viel Starkregen dann am Samstag und es hat immer noch wunderbar funktioniert mit den Kameraspiegeln.

  25. Sebastian:

    Also Regen hatte ich jetzt bei mir nicht, während ich einen Testfahrten hatte, aber ich habe es gemerkt, wenn wir abends unterwegs waren damit und dann versucht haben, seitwärts rückwärts einzuparken, dass es dann schon ein bisschen schwieriger war, sei es jetzt gewöhnungsbedürftig oder einfach so von der, ja es war schon sehr dunkel, dass man da nicht so sonderlich viel davon gesehen hat, wo ich dann schon meine Probleme ein Stück weit mit hatte.

  26. Stefanie:

    Das stimmt, im Dunkeln war es schwierig, das stimmt.

  27. Sebastian:

    Aber ansonsten finde ich auch, dass man da echt schon ein vernünftiges Fahrzeug hingestellt hat. Habt ihr Ladeerfahrungen mitsammeln können, sozusagen, dass ihr da auch mal mit rausgefahren seid, Schnelllader oder wie ist das vonstattengegangen bei eurem E-Cannonball?

  28. Stefanie:

    Da hatten wir mehrere Ladeerfahrungen. Wir hatten eine ganz schlechte Ladeerfahrung, wir hatten auch eine gute Ladeerfahrung. Wir hatten beim E-Cannonball ja eine Challenge an einem Ionity-Lader angefangen. die Ladegeschwindigkeit einzuschätzen, wenn der Ladevorgang gestartet ist nach 90 Sekunden. Welche Ladegeschwindigkeit hat er? Wir haben die Batteriekonditionierung benutzt. Wir haben den Ionity-Lader eingegeben in die Navigation. Wir haben mit Genesis telefoniert und uns wurden gesagt, der wird bei 192 kW sein. Und dann kamen wir an und mussten alle anderthalb Stunden auf unsere Challenge warten. Und wir haben uns tatsächlich nicht auf eine Erfahrung, die wir einen Tag vorher gemacht hatten, also mit einem SOC von 38 Prozent und einem kalten Akku, zeigt dann nach 90 Sekunden tatsächlich nur 72 kW an. Das war sehr enttäuschend an dem Tag, aber eigentlich hätten wir es wissen müssen, haben wir aber nicht. Und haben es auf dem Rückweg dann aber mit einer vernünftigen Strecke gemacht, auch mit Batteriekonditionierung eingegebenen Ionity-Lader und hatten dann nach den 90 Sekunden tatsächlich die 192 kW und ganz schnell bis auf 268 kW hoch. Eine super Ladekurve. Also das kann der Hyundai-Kia-Genesis-Konzern ganz gut.

  29. Sebastian:

    Ja, hört sich so an. Und ich sage mal, für die erste Ladeerfahrung konnte der dann auch sozusagen nichts, wenn er da tatsächlich anderthalb Stunden warten musste. Da bringt er die ganze Batterievorkonditionierung an, fahren mit Navi dann ja auch nichts mehr.

  30. Stefanie:

    Genau. Also so gesehen ist es da sowieso mal die Frage, Batteriekonditionierung sind, ich gehe mal so vier Kilowattstunden, die da weggehen. Lohnt es sich? Komme ich dann auch wirklich gleich an die Ladeinfrastruktur oder muss ich dann da noch warten? Das ist auch noch so eine kleine Baustelle, aber sie funktioniert, die Batteriekonditionierung.

  31. Sebastian:

    Und die ist ja im Vergleich zu anderen E-Autos auch relativ einfach auswählbar sozusagen. So war zumindest mein Eindruck. Ich hatte den MG Marble vor einiger Zeit zu Gast sozusagen. Da bist du erstmal fünf Menü-Unterpunkte durchgegangen, bis du mal hingekommen bist, um das anzuklicken. Und dann finde ich es auch immer extrem schwierig, wenn du das als Fahrer vorgeben musst. Wann fängst du damit an, das fortzukonditionieren? Reichen da fünf Minuten vorher? Musst du schon gefühlt eine Viertelstunde vorher draufdrücken? Also das sind ja auch so Erfahrungen, gerade wenn du neu in diesem Antriebssegment unterwegs bist, ist das ja auch nochmal so eine Aufgabe, die dich da ein Stück weit fordern kann.

  32. Stefanie:

    Ja, das sollte das Auto schon möglichst selber machen. Also noch müssen wir halt bei allen anderen Fahrzeugen zumindest die Ladeinfrastruktur händisch eingeben. Dann hoffe ich und denke ich auch, dass dann auch so vorkonditioniert, dass es passend für die Ladesäule ist. Wenn das alles noch viel mehr automatisiert wäre, wie bei einem anderen großen Hersteller, wäre das natürlich ein Schritt nach vorne, ganz klar. In der Mobilität muss idiotensicher werden, bevor es richtig zum Durchbruch kommt.

  33. Sebastian:

    Das ist definitiv eine schöne Headline, da hast du vollkommen recht, weil sobald du da immer wieder alles einzeln erklären erläutern musst, das sind dann ja die Knackpunkte, wo die Leute dann ja auch, ich sag mal, durchaus nachvollziehbar aussteigen oder keine Lust mehr drauf haben, wenn sie sich dann da mehr mit beschäftigen müssen, als einfach nur reinsetzen, losfahren und dann über das Navi dann auch dementsprechend steuern lassen.

  34. Stefanie:

    Ja, kann man verzweifeln.

  35. Sebastian:

    Aber da tragt ihr ja auch euren Teil mit eurem Verein sozusagen bei. Da hatten wir es ja schon mal beide drüber, Steffi, dass ihr da ja auch Aufklärungsarbeit betreibt und das ja auch aus verschiedensten Gesichtspunkten, auch vor allem aus Sicht der Frau sozusagen mit den Thematiken. Du hast vorhin das schöne Beispiel mit der Crystal Sphere gebracht. Was passiert, wie zerträglich darunter funktioniert, also die Funktionsweise ist ja auch so ein Thema tatsächlich, wenn es das immer umdreht, ist irgendwann eine mechanische Störung vielleicht da, die dann das Fahrzeug auch unnutzbar macht. Das sind ja so Punkte, die sind mir jetzt noch gar nicht aufgefallen, leuchten mir aber vollkommen ein, wo ihr das beide ausgesprochen habt.

  36. Stefanie:

    Ja, ist interessant, wie man das irgendwie so mit anderen Augen dann betrachtet, nicht zuerst auf die Technik, sondern wie gesagt immer zuerst auf die Funktionalität. Ja, tatsächlich.

  37. Annika:

    Also tatsächlich habe ich vor allem bei dieser Kugel immer gedacht, naja, die sieht ja jetzt schön aus, aber immer dann, wenn ich das Auto fahre und nutze... sehe ich sie ja gar nicht. Also eigentlich ist die Fallschrung da drin. Eigentlich müsste die rauskommen, der schöne Teil der Kugel müsste dann rauskommen, wenn ich tatsächlich auch im Auto sitze und fahre.

  38. Sebastian:

    Das ist ein gutes Argument tatsächlich. Bei mir war es so, meine bessere Hälfte hat das auch von außen schon gesehen, ist dann rein und dann, oh, was ist denn das da Tolles, was macht das? Dann hat es sich umgedreht und dann kam eben auch so die Ernüchterung, oh, jetzt ist es ja weg. Also von daher, ich glaube, da geht es nicht nur dir so mit den Gedanken.

  39. Annika:

    Ja, die Ästhetik, die darf gar nur beim Fahren da sein und nicht beim Stehen.

  40. Sebastian:

    Definitiv. Ihr schaut ja aber auch die Fahrzeuge, so hat das Steffi damals in der anderen Podcast-Folge gesagt, auch in Bezug auf das Handling im Alltag an. Da ist jetzt für mich das Thema, war ja auch bei euch so, Kofferraum und Ladevolumen, Ladeplatz sozusagen. Wie habt ihr das denn für euch eingeordnet? Bietet da der Genesis GV60 genügend Platz oder hätte man da ruhig noch ein bisschen mehr machen können?

  41. Annika:

    Ich glaube, der ist ja relativ vergleichbar mit dem Ioniq 5. Und man muss dazu sagen, ich habe drei Kinder, die noch sehr viel mitfahren. Ich habe einen Hund, ich habe einen sehr großen Ehemann. Gut, der sitzt jetzt nicht gerade im Kofferraum, aber zumindest der Hund. Und da ist Luft nach oben auf jeden Fall. Also wir haben das mittlerweile so geregelt, beispielsweise wenn wir in den Urlaub fahren, nehmen wir keine Koffer mit, sondern ich habe so große Plastiktaschen gekauft, die man vakuumieren kann, dass einfach das Gepäck in den Kofferraum passt. Ansonsten würden wir sehr an unsere Grenzen stoßen und das ist beim GV60 das Gleiche. Also ich glaube, da ist sogar der Wenn ich mich recht erinnere, war der Kofferraum sogar nochmal einen Tacken kleiner. Also für die Großfamilie wird es ein bisschen enger.

  42. Sebastian:

    Gut, aber ich sage mal so, ihr habt ja jetzt auch schon Lösungen gefunden, wie man es dann angehen kann. Da braucht man natürlich auch so ein Stück weit immer diesen Erfindungsreichtum, nenne ich es mal. Aber das haben wir, glaube ich, eher als E-Mobilisten der ersten oder zweiten Stunde mit am Start. Gerade Herausforderungen in Ladestationen, die ja jetzt auch glücklicherweise immer wieder besser werden. Da muss man ja bloß die richtige Idee haben, die du jetzt ja auch hier mit unseren Hörerinnen geteilt hast, um dann da eben vielleicht dann doch nochmal den ein oder anderen Liter mehr Ladevolumen rauszukitzeln.

  43. Annika:

    Ja, wobei ich ja sagen muss, also tatsächlich, mich stört das nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass jemand, der eben so ein Premium-Fahrzeug kauft, der möchte auch dann nicht unbedingt mit den Plastiktaschen in den Urlaub fahren. Ja. Ja, aber gut, ich meine, das ist, wie gesagt, wir sind fünf Leute, nicht jeder braucht dann so viel Gepäck, wie wir das brauchen. Alles in allem ist da genug Platz und vor allen Dingen ist es vom Sitzen her sehr komfortabel. Also da ist ordentlich Platz, die Kinder geraten nach dem Vater, die haben hinten gut Beinfreiheit und das auch im Gepäck. GV60, wobei mein Mann schon tatsächlich gesagt hat, also er stößt dann mit seinen zwei Metern oben so ein bisschen an. Das ist bei dem Ioniq nicht.

  44. Stefanie:

    Aber wenn wir schon von den Sitzen reden, da muss ich noch was zu sagen. Wir hatten tatsächlich auch mal hinten drin welche Sitzen. Bei Genesis GV60, da haben sie irgendeine ganz komische Naht in den hinteren Sitzreihen verbaut, die wirklich unangenehm war. Wenn man das vor allem mit dem Ioniq 5 dann mal vergleicht bei dem Premium-Segment, Da war ich mir echt nicht ganz sicher, ob es daran lag, dass es so ein Vorführwagen war oder ob das geplant ist von Genesis. Bequem ist anders hin.

  45. Sebastian:

    Das wäre ja was, was man hoffentlich dann auch beheben kann, sozusagen. Vielleicht zumindest in der zweiten Generation oder bei der Modellpflege, dass man das mit aufnimmt. Ich saß jetzt nicht hinten, oder ich saß nur mal kurz hinten drin, da ist mir das tatsächlich nicht aufgefallen. Ich fand bloß, ich bin jetzt 1,85m, vorne habe ich auch genügend Platz gehabt, hinten wäre es mir dann auf Dauer, glaube ich, schon ein Stück weit zu eng geworden. Aber ansonsten ist es schon ein schöner, also es ist ja auch ein kompakter... Elektro-Crossover, so bezeichnet er sich ja selbst. Also von daher muss man da auch gewisse Einschränkungen dann sozusagen mit hinnehmen.

  46. Stefanie:

    Also fahrtechnisch habe ich mich auch im Genesis ein bisschen wohler gefühlt als im Ioniq 5. Ich fand den auch wirklich kompakter. Ich fühle mich in dem total wohler vom Fahren her. Der Ioniq 5 ist mir persönlich aber auch ein bisschen zu groß. Ich fahre meinen Kona lieber. Ich finde gerade eben dieses Kompakte deutlich besser.

  47. Sebastian:

    Bei dir auch so, Annika?

  48. Annika:

    Ich habe als Führerschein neulich mit einem Mercedes-Benz gestartet. Ich habe damit nicht das Problem. Generell finde ich einfach, Fahrzeuggröße aus einem anderen Aspekt, sollten wir die Fahrzeuge kleiner gestalten. Die stehen auf der Straße rum, da muss nicht jedes Mal so ein Schiff dann gleich da stehen. Ja, aber vom Fahrkomfort her, ja, der ist sportlicher auf jeden Fall dann. der Genesis.

  49. Sebastian:

    Ja, sehr schön. Ich glaube, da haben wir einen ganz guten Rundumschlag auf den Genesis GV60 bekommen hier im Gespräch mit euch beiden, Annika und Steffi. Vielen Dank für eure Zeit, für eure Einblicke, Eindrücke vor allem und freue mich, wenn wir uns vielleicht in Zukunft dann nochmal zu dem einen oder anderen Fahrzeug austauschen können. Macht's gut.

  50. Stefanie:

    Sehr gerne. Dankeschön. Tschüss.

  51. Sebastian:

    Das war doch jetzt durchaus mal eine besondere Folge hier bei dektrauter-news.net, wo wir uns eben über den Genesis GV60 ausgetauscht haben, verschiedene Ansichten miteinander geteilt haben und eben geschaut haben, wie werden die Ansprüche von dem E-Fahrzeug erfüllt. Wenn du öfter sowas hören willst, hinterlass uns eine positive Bewertung bei iTunes, würde uns freuen, damit wir eben die Welt der E-Mobilität in die Welt an sich nochmal ein Stück weit hinaustragen können. Danke dir!