Peter Siegert, EnBW: "E-Mobilität heißt totale Veränderung"

Im Gespräch mit Peter Siegert, Manager E-Mobility B2B EnBW

In dieser Folge spreche ich mit Peter Siegert, Manager für E-Mobility im B2B-Bereich bei EnBW. Peter ist seit 2021 für den Vertrieb von Fuhrpark- und Flottenlösungen verantwortlich und bringt über zwölf Jahre Erfahrung in der E-Mobilitätsbranche mit. EnBW, als einer der größten Energieversorger Deutschlands, treibt die Elektromobilität aktiv voran und ist mit über 5000 öffentlichen Schnellladepunkten ein zentraler Akteur in diesem Bereich.

Wir diskutieren die unterschiedlichen Ladestrategien, die EnBW für Unternehmen entwickelt hat – vom Schnellladen unterwegs bis zu kostengünstigen Lösungen am Arbeitsplatz und zu Hause. Peter erklärt, wie EnBW Unternehmen dabei unterstützt, die Total Cost of Ownership (TCO) zu optimieren und den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Partnerschaft mit der österreichischen Firma Smartrix, die umfassende Lösungen für die Ladeinfrastruktur und das Flottenmanagement bietet.

Peter teilt seine Sicht auf die Herausforderungen bei der Elektrifizierung von Flotten und betont: „Elektromobilität heißt totale Veränderung.“ Diese Umstellung bringt Unsicherheiten mit sich, doch klare Kommunikation und transparente Beratung helfen, diese zu überwinden. Wir sprechen auch über die steigenden Kosten für Ladeinfrastruktur und Strompreise, die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen. Peter erläutert, warum Preisanpassungen notwendig waren und wie EnBW weiterhin massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert.

Trotz aller Herausforderungen sieht Peter die Zukunft der Elektromobilität positiv: „Die batterieelektrische Mobilität ist der beste Weg zur Dekarbonisierung des Verkehrs.“ EnBW setzt auf langfristige Strategien, starke Partnerschaften und nachhaltige Investitionen, um eine zentrale Rolle in der Elektromobilität zu spielen.

Hört rein und erfahrt, wie Unternehmen ihre Flotten nachhaltig und effizient elektrifizieren können!

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei der neuen Folge des Elektroauto News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast. In der aktuellen Folge habe ich Peter Siegert zu Gast. Seines Zeichens Manager E-Mobility, Business to Business von der EnBW und damit eben auch für das Laden am Arbeitsplatz, zu Hause und unterwegs im Bereich der Flotten und Unternehmen unterwegs. Er hat uns tiefe Einblicke gegeben, wie man eben Ladeinfrastruktur in Flotten reinbekommt, wie die richtige Abrechnung geht, worauf man eben achten muss in diesem Umfeld, was es mit den aktuellen Tarifänderungen bei der EnBW auf sich hat, wie der Markt darauf reagiert hat, vor allem eben auch im Flottenumfeld und wo er die Entwicklung in den kommenden Jahren sieht. Und die Entwicklung ist fairerweise positiver, als man es dann doch in dem einen oder anderen Medium heutzutage mitbekommt, egal ob on oder offline. Von daher heißt es auf jeden Fall, Podcast bis zum Ende hören, um dann eben auch seinen Ausblick in die Zukunft mitzunehmen. Jetzt geht es aber erstmal rein in das Gespräch mit Peter. Viel Spaß damit. Hallo Peter, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über das Thema Ladeinfrastruktur in Flotten unterhalten. Flottenladen an sich. Bevor wir da allerdings in das Thema tiefer eintauchen, stelle ich gerne unseren ZuhörerInnen mal vor und verliere vielleicht ein paar Worte über das Unternehmen, für das du tätig bist.

  3. Peter Siegert:

    Hallo Sebastian und vielen Dank erstmal, dass ich die Gelegenheit bekomme, auch ein bisschen mich, die EnBW und auch unser Produkt vorzustellen. Mein Name ist Peter Siegert. Ich darf seit September 2021 den Vertrieb unseres Fuhrpark- und Flottenprodukts an Endkunden und Kundinnen verantworten. Selber aber auch als Key Account tätig, also in einer Doppelrolle unterwegs. Bin seit jetzt sechs Jahren im Hause EnBW und davor bei Mitsubishi Motors Deutschland und Ubitricity. Also auch E-Mobilitätsanbieter auf beiden Seiten des Kabels. Das seit knapp zwölf Jahren jetzt in der Branche. Von Haus aus Umweltingenieur und ein bisschen irgendwie fehlgeleitet, aber nicht ganz verkehrt in der E-Mobilität angekommen. Und zur EnBW, zwei, drei Sätze. Wir sind zweitgrößter Energieversorger, Energiekonzern in Deutschland. Die EnBW, es wird gerne mal EnBW gesagt, also es ist die EnBW, genau, mit den unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen man sich in der Energieerzeugung oder auch in der Im Netzbetrieb, Versorgung beschäftigt, Transnet BW, Netze BW, andere Namen aus dem Konzern. Yellow ist sicherlich auch ein Begriff, also unterschiedliche Gesellschaften, die alle 100% Töchter oder Mehr- oder Minderheitsbeteiligung des Konzerns sind und ich selber bin ganz genau verortet in der EnBW Mobility Plus AG. und CoKG und dort sind wiederum die Geschäftsfelder der Elektromobilität verortet. Wir kümmern uns um Infrastruktur und um Ladekarten.

  4. Sebastian:

    Da hast du uns schon mal ganz gut abgeholt und du bist ja an sich dann auch in dem Umfeld flotte Unternehmen sozusagen tätig, also jetzt gar nicht unbedingt zum Privatkunden hingerichtet, sondern tatsächlich Unternehmen und hilfst dort bei der Einführung von Ladeinfrastruktur und dabei eben auch deren Flotte zu elektrifizieren.

  5. Peter Siegert:

    Exakt. Das ist absoluter Fokus, der bei mir nicht ganz der exakt gleiche Fokus ist, den der Konzern eigentlich hat. Denn mit knapp 5,5 Millionen Strom-, Gas- und Wasserkunden in Deutschland im Privatkundenbereich haben wir hier bei den gesamten Themen, wie wir dann irgendwann mal gestartet haben mit E-Mobilität, immer eine ganz starke B2C-Brille auf. Also das Privatkundengeschäft. Ich selber verantworte ausschließlich das. das B2B-Geschäft und deswegen sind für mich alle Kunden interessant und Kundinnen, aber verantwortlich am Ende für Erfolge natürlich auch und die Betreuung unserer Firmenkunden, also ganz klassisch von 1.000 bis 10.000 Fahrzeuge, die Ladekarten, Ladeinfrastruktur benötigen und die wir im besten Falle auch zufriedenstellend auf dem Weg der Elektrifizierung seit Jahren oder zukünftig begleiten wollen, ja.

  6. Sebastian:

    Ja, genau. Magst du uns vielleicht einfach mal auf so eine Reise mitnehmen, wie man denn vonstatten geht, wie ist es denn, sprecht ihr Unternehmen an und sagt, hallo, wollt ihr denn Ladeinfrastruktur, da kommen die Unternehmen eher zu euch und sagen, EnBW ist doch ein starker Partner, die sehen wir schon eben im Privatbereich dann an den Ladesäulen auf der Autobahn beispielsweise, dass wir da einfach mal ein Gefühl dafür bekommen, wie denn sowas typischerweise abläuft.

  7. Peter Siegert:

    Das ist tatsächlich beides der Fall. Das eine, man geht natürlich direkt auch auf Kunden und Kundinnen zu und zwar über Messen. Da gibt es ganz klassische Fuhrparkmessen, die – und die spiele ich ja nun auch seit zwölf Jahren – sich jetzt auch gewandelt haben zu immer mehr Elektromobilitätsanbietern, die dort ausstellen. Das sind sieben, acht Anbieter manchmal auf der großen Messe Flotte in Düsseldorf. Es gibt aber auch noch andere regionale, kleinere Messen. Und da gehen wir proaktiv natürlich mit Stand als EnBW Mobility Plus raus und wollen da auch Kunden und Kundinnen gewinnen. Und wenn man den Job dann schon seit ein paar Jahren macht... Dann hat man ja auch ein gewisses Netzwerk auch in der Fuhrparkbranche aufgebaut, direkt zu Kunden und Kundinnen, aber auch eben zu Dienstleistern in der Branche. Also das Netzwerk, das ist, glaube ich, so mein Steckenpferd, mein persönliches. Die EnBW hat aber auch einen riesengroßen Vorteil für mich, muss ich sagen, dass sie eben durch den Bekanntheitsgrad als große Marke, als große Brand funktioniert. erstmal natürlich ein gewisses Vertrauen auch suggeriert, dass es ein Unternehmen ist, vielleicht noch ein drittes Startup, vielleicht morgen auch nicht mehr existiert am Markt, denn wir haben bereits durchaus auch Player in der E-Mobilität, die uns auch wieder verlassen mussten oder insolvent gegangen sind und unter anderem Namen dann wieder firmieren. Also durchaus ein bewegter Markt gerade. Die EnBW suggeriert hier und ich glaube, liefert auch Beständigkeit. Und hier ganz entscheidend, dadurch, dass wir das muss ich erwähnen, einfach größter Betreiber öffentlicher Schnellladeinfrastruktur sind, der Werbeblock sei gestattet mit über 5000 DC, also Schnellladepunkten in Deutschland, haben wir bundesweit eine extreme Sichtbarkeit erzeugt. Und die führt wirklich dazu, dass das mir von mehr oder weniger alleine, will ich es nicht sagen, also wir tun natürlich auch über Landingpage, Also Webseite auch ein bisschen was, dass man uns findet. Das spült einfach Anfragen rein. Das muss man ganz klar sagen. Und auch über den Privatkundenmarkt, wo die Mobility Plus App ja auch durchaus sehr bekannt ist und auch mit 20 Prozent, glaube ich, aller in Deutschland fahrenden E-Autos auch genutzt wird und das auch immer noch. Da haben wir natürlich auch Privatkunden, die Menschen sind und die sind manchmal auch im Fuhrpark und die sagen ihrem Fuhrparkleiter oder Leiterin, check doch mal die EnBW aus, ob die auch B2B-Lösungen anbieten können, weil wir heißen nicht Shell, nicht DKV, nicht Aral, wir sind hier der neue Player im Tankkartengeschäft. Also ja, es kommt von uns aus und von ganz alleine von außen, muss ich ehrlich sagen, ja.

  8. Sebastian:

    Das ist ja aber schön, wenn man dann so einen Mix hat und dann eben nicht nur harten Vertrieb machen muss, sondern ich sage mal dann auch einfach reagieren kann auf Anfragen. Du hast jetzt eben auch schon gesagt, 5000 DC-Stationen oder Ladestationen, die eben sichtbar sind für den Markt, für die E-AutofahrerInnen dann sozusagen. Ist ein DC dann auch immer die ideale Lösung für Unternehmen und Flotten oder bietet ihr da eben auch unterschiedliche Ansätze an? Also vielleicht ist das ja auch der Einstieg, um dann eben mal zu sagen, wir gehen da mal in diesen Prozess rein und schauen, wie eine EnBW quasi betrachtet, wie man eine Flotte elektrifizieren kann.

  9. Peter Siegert:

    Ganz klar in der Substitution quasi von Verbrenner zu E-Auto. Wir müssen glaube ich heute nicht über weniger PKWs sprechen, die wir brauchen auf Straßen und in Städten. Aber das, was elektrifiziert werden soll und werden wird, das lädt unterwegs doch ziemlich klar und deutlich auf dem Weg zum Kunden und Kundinnen oder in den Urlaub schnell und noch schneller ab. Am liebsten. Und das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Denn das ist diese Transformation, die meine Kunden und Kundinnen auch gehen müssen. Die Tankkarte ins Auto gelegt, ganz salopp gesagt, mit einer entsprechenden Sammelabrechnung, war tanken früher. Da hast du Verträge abgeschlossen und hast einen Tankkartenanbieter mit einer maximalen Netzabdeckung. Mehr der Fokus auf Autobahnen oder mehr der Fokus auf ländlicher Raum, wo du dich gerade bewegst, was ist für dich wichtig. Und das ist komplett anders, weil das Laden findet eben nicht nur unterwegs statt, sondern viel günstiger, muss man ja ganz klar sagen, über den Strom, den man bezieht von seinem x-beliebigen Lieferanten in seiner eigenen Liegenschaft oder sogar noch besser, vielleicht über eigen erzeugten Strom, den man dann in seine eigene Flotte an seinem Firmenstandort anlädt. Und darüber hinaus der Baustein auch, den wir ja mit anbieten, das Laden zu Hause. Denn auch das ist natürlich günstiger, den eigenen Strom zu Hause bei seinen Dienstwagenberechtigten ins Dienstfahrzeug zu laden und dafür dann natürlich eine Einzelerstattung wieder, eine Refundierung zu erhalten. Aber auch dieser Strom ist günstiger, als wenn man ihn öffentlich lädt. Im besten Fall. Also es ist eben ein Mix aus Laden unterwegs, am Laden am Arbeitsplatz und Laden zu Hause. Und da versuchen wir, Deine Frage war ja auch, wie gehen wir da rein? Wir versuchen natürlich die Kunden auch dementsprechend abzufragen und bei den Kunden auch den Bedarf, Bestand, Bedarf, Ausbaustufen etc.

  10. Sebastian:

    auch abzufragen. Das sind dann die Fakten, die man abfragt und auch abtastet sozusagen, mit denen man dann natürlich auch Schritte vorangehen kann, kann dann eine Empfehlung aussprechen, was er wahrscheinlich auch macht. Ist dann in diesem Zeitpunkt oder zu dem Zeitpunkt, wenn das an euch herangetragen wird, ihr macht erste Bestandsaufnahme, dann auch ein Stück weit noch die emotionale Überzeugung ein Thema, weil ich sage mal, diese Lagerverbrenner E-Auto gibt es ja immer noch, die wird es auch in Betrieben geben und dann ist vielleicht der Fuhrparkleiter, der jetzt auf dich zukommt und sagt, wir wollen E-Auto. Eher gewillt als der Elektriker vor Ort, mit dem ihr da auch sprechen müsst. Also habt ihr da eben quasi nur die Komponente der harten Fakten, die da zu legen oder müsst ihr eben auch in diese vermittelnde Funktion ein Stück weit eingreifen?

  11. Peter Siegert:

    Also es lässt sich natürlich nicht ganz vermeiden, dass es Fuhrparkleiter gibt. weniger Leiterinnen gibt, die auch noch sehr arg am Verbrenner hängen. Das war alles ganz stark eine sehr, sehr, muss man klar sagen, männergetriebene Branche und Welt. Das sehe ich jetzt seit zwölf Jahren über dieses stetige, über die Fuhrparkmessen wandern, dass es auch immer noch natürlich einen hohen Männeranteil hat. Ich will jetzt auch gar nicht in irgendeine Richtung gehen da thematisch, aber es hat sich auch ein Stück weit verjüngt. In der Entscheider-Ebene im Fuhrpark, im Einkauf. Es ist nicht immer nur der Fuhrpark der Entscheider, das ist manchmal auch der Einkauf, an den der Fuhrpark mit angedockt ist. Also es verjüngt sich und es durchmischt sich und das ist auch gut so. Und das heißt, wir haben auch immer mehr Entscheiderinnen und da hängt man nicht so fest. Vielleicht wie auch ein Mensch wie ich. Ich werde in zehn Tagen 50. Also ich bin natürlich mit Verbrenner aufgewachsen. Ich hätte im besten Falle, wenn ich meinem Vater besser zugehört hätte, auch noch alles selber schrauben können am Auto, weil mein Vater konnte das noch. Also man kann das auch verstehen, dass Menschen an dem hängen. Dass sie gewohnt sind. Und das heißt jetzt gerade Veränderung. E-Mobilität heißt totale Veränderung. Weil das alles neu ist. Weil du nicht weißt, war ich das jetzt richtig? Und was brauche ich alles dafür? Und wie wird das abgerechnet? Und wie kriege ich die Daten am Ende des Tages? Weil die muss ich reporten. Und das wird auch noch härter, das Reporten. Also das ist sicherlich ganz so... so einfach nicht, hier immer nur auf der fachlichen Ebene zu bleiben, sondern der springt da manchmal auch ein bisschen was Emotionales entgegen, aber diejenigen, die mit uns ins Gespräch geschickt werden oder proaktiv mit uns sprechen, die haben eine gewisse Verantwortung und eine gewisse Aufgabe und die wird getrieben von HR, die wird getrieben von Nachhaltigkeit, die wird getrieben von der EU, die einfach dazu führen wird, mit CSRD um das Schlagwort hier mal in den Raum zu schmeißen, das spätestens ab 2025 es gar keinen Weg mehr zurückgehen kann, sondern eigentlich nur immer in noch mehr Elektrifizierung aufgrund der Nachhaltigkeitsreports, die du dann auch liefern musst und Strafen, die du vermeiden möchtest.

  12. Sebastian:

    Da sind wir jetzt an dem Punkt, ich sage mal, ihr habt jetzt Überzeugungsarbeit geleistet, habt ein kompetitives Angebot abgeliefert. Wie geht es dann weiter?

  13. Peter Siegert:

    Es ist ganz unterschiedlich, weil wir differenzieren hier nach Kunden. und Kundinnen, die ja wirklich nur mit uns, in Anführungsstrichen, nur mit uns das Produkt oder den Bausteinladen unterwegs nutzen wollen. Das ist ja das Grundprodukt erstmal der EnBW, dass wir über das öffentliche eigene Netz plus die gesamten Roaming-Partnerschaften, die wir geschlossen haben, Offer to All, dass wir ja hier auch ein sehr, sehr großer Provider in Deutschland sind. Wir haben mehr als 600.000 Ladepunkte und kratzen an der nächsten Zahl gerade so knapp dran. Für den Podcast hat es nicht mehr gereicht, aber wir haben deutlich mehr als 600.000 Ladepunkte und darf sagen, dass wir nur noch in 100.000 Ladepunkt-Schritten kommunizieren. Und demzufolge ist der Baustein Laden unterwegs sehr, sehr relevant und davon gibt es eben sehr, sehr viele Kunden, die auch mit uns nur unterwegs laden. Das heißt, wir sind ja wie ein Tankkartenanbieter und bieten eben die Ladekarte oder den Zugang zur App auf Sammelrechnung an. Das muss man anders behandeln, als dann der Moment, wo es in Richtung 240 oder 360 Grad, wie wir das nennen, geht. Nämlich, es geht um die Infrastruktur. Hier führen wir prozessual, um da nochmal ein bisschen tiefer reinzugehen, in der Regel die Erstgespräche aus der EnBW heraus. Wir haben uns aber im September 2021 an einem ebenfalls recht bekannten Player aus Österreich beteiligt, nämlich der Firma Smartrix. Genauer gesagt sind wir seitdem im Flottenprodukt mit Smartrix in Kooperation, haben uns dann noch kurz danach an der Smartrix beteiligt und haben parallel ja noch das Joint Venture mit Smartrix in Österreich im Aufbau ebenfalls von Schnellladeinfrastruktur dort. Und was ist die Smartrix? Smartrix ist ein vollumfänglicher Anbieter wie eigentlich auch die EnBW in Deutschland, in Österreich, mehrheitlich zugehörig zu Verbund, der Verbund AG dort. größter zusammenhängender Energieversorger Österreichs und uns als Minderheitsbeteiligung. Und die Smartrix ist ein CPO. Das heißt, sie haben ein eigenes Backend entwickelt, das heißt Jarvis. Und das haben wir gematcht mit unseren Ladekarten. Das heißt, die Ladeinfrastruktur an einem Firmenstandort eines Kunden, der mit uns unterwegs lädt, wird von der Smartrix im besten Falle elektrifiziert, aufgebaut, Tiefbau, Elektroinstallation etc. Aber vor allem betrieben. Und der Backend-Betrieb erfolgt durch Smart Rigs, inklusive auf Kundenwunsch der Fulfillment-Leistungen. Auch zu Hause. Das heißt, alles, was dann vom EMP auf Deutsch dem Mobilitätsdienstleister, dem Provider abgeht, dem E-Mobility Provider, was da im Flottengeschäft abgeht, nämlich in dem Moment, wo es um die Hardware geht und wie sie an die Wand und in den Boden kommt und vor allem wie sie betrieben wird. Das macht Smartrix. Das sind eben genau dann zwei Kanäle, die wir auch vertrieblich gehen. Entweder bleibt es bei uns im Hause mit Karte oder wie geschildert geht weiter. Und das führt dann einfach zu Verknüpfungen mit dem dortigen Vertrieb, mit dem wir sehr, sehr eng zusammenarbeiten.

  14. Sebastian:

    die jetzt zu 20% am Markt genutzt wird. Die Zahl hast du in den Raum geworfen. Hast aber auch noch dazu gesagt, und den Beisatz finde ich gut, immer noch. Weil, ich sage mal, es hat sich auch ein bisschen was verändert bei euren Tarifen, was ja nicht so unbedingt auf Gegenliebe in der E-Mobilitätsszene gestoßen ist, was aber einigermaßen nachvollziehbar war. Vielleicht magst du das für uns, für die ZuhörerInnen mal ein Stück weit einordnen, was für einen Schritt ihr da gegangen seid in jüngster Vergangenheit.

  15. Peter Siegert:

    Ja, man muss halt auch... Also totales Verständnis für Kunden und Kundinnen, die einfach sich auch einer gewissen Tarifstruktur, einer gewissen Preisstruktur gewöhnt hatten. Und wenn es dann unter Umständen, weil es hat schon auch was mit dem Ladeverhalten natürlich zu tun, teurer wird oder gerade auch im Ausland natürlich auch durch jetzt eben die Preisstufen, die eingeführt worden sind, auch teurer wird. dann ist das nie schön. Das steht außer Frage und da führe ich dann natürlich auch auf einer sicherlich anderen Ebene als vielleicht manchmal bei Social Media etwas emotionaler geführt, auch mit meinen Kunden und Kundinnen auch die Gespräche seitdem. seit der Ankündigung auch der Tarifumstellung. Warum waren wir dazu gezwungen? Wir konnten schlichtweg nicht mehr Preise bei CPOs, wo wir draufzahlen, covern. Wir haben das getan bis zum 5.6. Wir haben die Differenz dadurch, dass wir deutlich weniger vom Kunden genommen haben, als wir an den jeweiligen Betreiber haben zahlen müssen, haben wir gecovert. Das haben wir über Jahre getan. Ich will da nicht irgendwie in eine Angriffsposition hineingehen, dass darüber auch quasi niemand gesprochen hat, sondern es ist einfach Fakt, es wird teurer. Also nicht schön. Das steht mal außer Frage. Ich glaube, was da so ein bisschen untergeht, ist, dass wir natürlich ein Ziel haben. Wir wollen... unser Netz aufbauen und ein Stück weit führt die Karte, die App der EnBW auch zu unserer Infrastruktur hin. All die Features, die wir hier auch jetzt gerade vorgestern eingeführt haben, wie den neuen Filter, dass man sich nach Preis oder Entfernung die umliegendsten Ladepunkte aussuchen kann, hat ja alles ein Ziel. Wir wollen Und sind der günstigste an unserer eigenen Infrastruktur. Aber ja, wir wollen natürlich auch, dass man überall laden kann. Aber nein, wir können es eben nicht mehr die Zeche selber zahlen. Mal salopp gesagt, sprich, wir können es nicht mehr covern. Und deswegen sind bei uns Reißstufen entstanden, in die dann die ganzen Betreiber hineingerutscht sind. Also das heißt, wir haben nicht mehr einen Einheitspreis, der sehr, sehr schön war und sehr kalkulierbar war. Und da kannst du mir glauben, dass es vor allem gerade in der Flotte extrem häufig um TCO, auf Deutsch Total Cost of Ownership, geht. Sondern es geht ganz einfach um Planbarkeit. Und je größer die Flotte ist, auch Festabnahmemengen bei Kraftstoffliter hast, dann kannst du damit planen. Und Verbrenner kann man sowieso planen, weil man historisch weiß, mit welcher Laufleistung ein Auto so verbraucht. Das hat eben auch alles neu und da war der Preis bisher sicherlich sehr nice, aber das ist de facto einfach für uns nicht mehr möglich und ich glaube, je offener und ehrlicher wir mit dem Kunden darüber sprechen, was kannst du bei deinem Ladeverhalten oder in deiner Flotte beim Ladeverhalten optimieren. Dafür bauen wir dir ja zu 90 Prozent, wirst du doch wahrscheinlich in Deutschland laden, die entsprechende Infrastruktur dazu auch auf. Und das tun wir definitiv wie kein Zweiter. Also der Zweite ist sehr, sehr weit hinter uns. Deswegen haben wir diese Notwendigkeit, eben hier nicht mehr den Markt zu sponsern, sondern tatsächlich, das sind die ehrlichen Preise. Das, was da jetzt steht und was die Kunden jetzt zahlen, so sehr es wehtut und so sehr sie sich beschweren, ich habe kurz vor unserem Termin gerade wieder in LinkedIn auch noch einen Post gesehen, wo jemand schreibt, 84 Cent bei Aldi Süd, kann das sein? Ihr macht den Markt kaputt. Das lesen wir ja, das kann man aber nicht jetzt unter den Tisch kehren oder unter den Teppich kehren, aber das sind die echten Preise, die anderen CPOs und das ist jetzt schwierig, weil es schon wieder nach Fingerpointing klingt und Schuldzuweisungen, aber das sind die ehrlichen Preise und die geben wir jetzt einfach nur weiter.

  16. Sebastian:

    Das ist ja auch nachvollziehbar, wenn du da aus der Seele kommst oder wenn du dich ein Stück weit mehr mit beschäftigst, aber wenn du jetzt gerade diese E-Auto-Neulinge sozusagen abholen willst, die sich zum ersten Mal mit beschäftigen, die sehen jetzt hier bei uns in der Stadt, bestes Beispiel dafür, du hast eine AC-Ladestation von Stadtwerken. Da kostet die Kilowattstunde, ich habe eben gerade nochmal geschaut, 79 Cent. Wir haben einen BW-Lader, 50 kW, gleiche Stadt, 10 Minuten länger für mich der Weg, zahle ich in meinem Tarif 48, 49 Cent bei euch. Von der Logik her, ich kenne mich mit aus, klar, aber jeder andere, der da neu ist, sagt dann, ich lade langsam, belaste da nichts sozusagen, warum zahle ich den 30 Cent die Kilowattstunde mehr? Also das sind ja die Schwierigkeiten, die man dann auch erstmal erklären muss oder wo ihr ja auch wahrscheinlich getroffen seid davon.

  17. Peter Siegert:

    100 Prozent. Und woher soll Otto Normal und die allermeisten davon, und das merkst du ja auch, wenn du wieder auf neue Flotten triffst und dahinter stecken wieder neue Menschen, die das erste Mal in ihrem Leben ins E-Auto kommen. Also wir, die das vielleicht schon einfach sehr lange und manchmal auch zu lange machen, verlieren, also wir zwei jetzt nicht. Ich habe sehr, sehr viel Bodenhaftung und das denke ich bei dir auch mit den vielen Gesprächen, die du führst. Aber das kann man manchmal kriegen, wenn man in seiner E-Mobilitäts- Bubble ist und gar nicht mehr so richtig merkt, dass es da draußen noch die allermeisten Menschen gibt, die noch nie in ihrem Leben ein E-Auto gefahren sind und die genau kommen jetzt hier rein und das andere Thema war ja noch, dass man mit Kreditkarte nicht laden kann. Okay, könnte man auch nochmal aufreißen, das Thema. Ist in der Flotte überhaupt nicht relevant, wenn wir da bleiben wollen. Aber nein, das Schwierige ist tatsächlich, das ist ja auch nicht bekannt, dass wir ja teilweise wiederum bei den Stadtwerken für AC selber viel mehr zahlen müssen als an eine Lego, Aral oder Shell. Also die Strombelieferung bei AC ist ja nochmal ungleich höher. Als bei DC. Und wie kannst du das erklären? Ja, der belastet vermeintlich nicht das Netz, aber der Strom muss genauso irgendwie planbar, also alles was planbar ist, ist dem Netzbetreiber sowieso erstmal eigentlich egal, weil er weiß, okay, da ist ein Trafo und da muss ich 630 kW, kVA einfach dauerhaft da hinführen und dann habe ich die da eingeplant. Das ist viel sicherer als die zehnte Wallbox in einem Straßenzug. in einem Dorf im ländlichen Raum. Also das ist planbar, das ist sicher. Da ist dann AC eigentlich auch egal, egal ob AC oder DC, wollte ich sagen, das ist planbar für Netzbetreiber. Also ich tue da nichts Besseres damit, bloß weil ich AC lade, dem Netz an dieser Stelle. Aber erklärbar ist es der breiten Masse de facto nicht, dass wir... ein Stück weit irgendwo mit Player, aktiver, sehr agiler Player sind und mit auch beteiligt sind an der Situation, dass die Preise ins Uferlose gestiegen sind an den Ladestationen und wir eben aufgrund der gezwungenermaßen Wirtschaftlichkeit unseres Produkts auch eben diese Differenz nicht mehr übernehmen können. Schlichtweg ist das das und das ist schwierig zu erklären.

  18. Sebastian:

    Was ja aber vollkommen, ich habe es verstanden, es leuchtet ja auch vollkommen ein. Ich meine, du kannst ja, am Ende vom Tag muss ein Unternehmen Gewinner wirtschaften, damit es eben auch Bestand hat am Markt, sonst seid ihr einer von den Playern, die du vorhin eben benannt oder zumindest angerissen hast, die sich ja aussortieren.

  19. Peter Siegert:

    Zumindest auf der Hardware-Seite haben wir da ja leider ein paar Abgänge oder Umwidmungen. Das wird auch dabei bleiben. Ich glaube auch, dass da werden noch ein paar, ich will hier überhaupt nichts mutmaßen, aber ich glaube durch die Senke, durch die wir da gerade gehen, auch mindestens im Privatkundenbereich, Auch die ist nur eine Momentaufnahme sicherlich, aber durch die wird nicht jeder durchgehen können, weil es einfach nicht auf Dauer diese hohen Investitionen leisten kann, die es braucht, um durch diese vermeintlich sehr, sehr lange Durststrecke auch durchzugehen, ja.

  20. Sebastian:

    Wir waren da auch ein bisschen verwöhnt davon und ich meine, es ist einfach Betriebswirtschaft am Ende vom Tag, da muss ein Plus dastehen, weil ein Minus kannst du bei selbst der höchsten Fundingrunde auch nur entsprechenden Zeitraum da mitnehmen, gerade in dem Hardware-Bereich.

  21. Peter Siegert:

    Wir sind ganz krass und direkt gesagt eben keine Wohlfahrt, sondern wir sind ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen, das sogar bis in jede Phase ihrer Gesellschaften in den Unternehmen wirtschaftlich agieren muss, bis zu einem gewissen Moment oder so. Eben auch bis zu einem gewissen Punkt, dass das auch nicht tun darf, deswegen investieren wir, das darf man übrigens an der Stelle nicht ganz vergessen, in Summe gesichert kommunizierte 1,3 Milliarden Euro in den Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, halten uns aus Deutschlandnetz oder anderen Themen heraus und versuchen auch, in der Regel immer wieder, eigentlich immer, im kompletten Eigeninvest diese Standorte dann auch aufzubauen und zu stemmen, weil wir mittlerweile mit so viel GUs und mit so viel Leistung davor im Vertrieb, Kollegen von mir und Kolleginnen, da einfach so eine Drehzahl mittlerweile erzielen können, dass quasi ein Standort pro Tag wo Werktag in Betrieb geht, circa ein Standort und da sind wir einfach jetzt so schnell und diese Investitionen darf man, sage ich jetzt einfach nur oder mit der großen Bitte, dass man das da draußen nicht ganz vergisst, dass wir hier sicherlich, nicht Monopol, aber ein ganz, ganz großer, relevanter Player im Aufbau, der in unseren Augen zumindest relevanten Schnellladeinfrastruktur sind, ja.

  22. Sebastian:

    Ich glaube, das kann man auch ganz klar festhalten. Jetzt haben wir natürlich trotzdem dann so die Flotte im Endeffekt, zu wer da vielleicht nochmal zurückkommen wollen. Ihr bietet da also auch sozusagen die Rundum-Sorglos-Lösung an, entweder fürs Unterwegsladen oder dann eben mit Smartrix zusammen im Unternehmen oder daheim mit entsprechender Abrechnung sozusagen. Was sind denn aus deiner Sicht, mit deinen Erfahrungen da aktuell die größten, Hürden, die überschritten werden müssen oder verringert werden müssen, damit E-Mobilität in Flotten noch schneller Fuß fassen kann.

  23. Peter Siegert:

    Bist du ein Unternehmen, das Eigentümer ist in seiner Liegenschaft oder nicht? Bist du Mieter, bist du Eigentümer? Das verändert schon mal einiges. Bist du unter Umständen auch nur mit anderen zusammen in einer Mischimmobilie mit vielen Mietern, einer, der irgendwo vier Stellplätze hat? Oder hast du wirklich deine eigene Liegenschaft, hast da zehn Stück davon in Deutschland und baust die sukzessive auf. Das sind schon so mal die ersten Unterschiede, Mieteigentumsverhältnisse. Dann ist natürlich ganz eklatant wichtig, was für Leistungen existieren denn am Standort. Wir treffen einfach sehr, sehr oft, gefühlt immer eigentlich auf Bestandsimmobilien. die ganz gewiss nicht auf das Laden im Unternehmen ausgerichtet waren, was ihren Netzanschluss anbelangt. Hast du da noch die Möglichkeit der Netzerhöhung? Also kannst du den Netzanschluss noch erhöhen? Musst du eventuell schon frühzeitig, was richtig wehtut und auch die gesamten Projekte auch verzögert, noch einen Trafo mit einkalkulieren? Wir sind bei über einem Jahr Lieferzeiten bei kundenspezifischen Trafos. Also, ich will nicht hier drohen und will hier nicht irgendwie sagen, dass das immer der Fall ist, aber das sind Fragen, die hier auch gestellt werden müssen, die kommen mit rein. Und dann ist es eine Investition natürlich eines Unternehmens. wie auch immer es gerade wirtschaftlich steht, in eine zum Teil vielleicht noch ungewisse elektromobile Zukunft. Wir haben noch so viele Störfeuer von links und rechts. Wenn wir eigentlich nur nach China gucken würden, dann würden wir ziemlich genau wissen, was eigentlich passiert und was passieren wird. Aber das tun wir dann noch nicht, weil wir noch sehr, sehr viel festhalten. Und dann halten wir halt auch noch daran fest, dass wir noch nicht ganz sicher sind, ob es nicht doch noch Wasserstoff oder vielleicht noch irgendwelche E-Fuels werden. Das sind auch Störfeuer. Und da muss dann ein Unternehmen ganz klipp und klar sagen, okay, nein, wir entscheiden uns dafür. Und das kannst du nicht einfach nur aus dem Fuhrpark heraus tun. Das muss bis in die Geschäftsebene entschieden werden. Ja, wir wollen. Wir wollen elektrifizieren. Und dann müssen wir auch Geld in die Hand nehmen. Das ist übrigens nicht nur... am Ladepunkt für die eigene Flotte. Sondern jetzt kommt ein ganz entscheidender Punkt, wir können das ja auch über das Backend abbilden, auch für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit privat angeschafften E-Fahrzeugen. Auch dafür muss es und gibt es natürlich auch eine Abrechnungslösung, die durchaus attraktiv ist, weil das muss attraktiver sein, in der Firma zu laden als zu Hause oder unterwegs. Sonst macht es gar keinen Sinn. Und das musst du dann natürlich kalkulatorisch in der Anzahl der Ladepunkte mit einplanen. Wen lasse ich denn da dran laden an den Ladepunkten? Neben dem, dass ich Leistung genug habe. Und das ist nicht immer der Fall. Und dann gibt es, und da möchte ich auf jeden Fall sensibilisieren, für ein durchaus auch Aufteilen von Leistungen. Eben nicht nur alles in die Immobilie packen, sondern so ein bisschen outsourcen, nenne ich es manchmal. Source doch mal ein bisschen Leistung aus und da, wo es geht, bei den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu Hause. A, geht das in Summe gedacht auch nicht immer alles nur in den Tag hinein, sondern auch gerne mal in den Abend und in die Nacht. Homeoffice, wie ich gerade ausgeschlossen habe. Aber verteile doch Lasten, die über deine Flotte entstehen und nimm nicht alles irgendwie ins Unternehmen rein, sondern dort, wo es geht, wo die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Weg auch mitgehen wollen, weil diese Fragen, die müssen wir ja stellvertretend für den Fuhrparkleiter, der ja in erster Linie der Kunde für den Dienstwagenfahrer ist. Und Dienstwagenfahrer, ich bin selbst einer, sind manchmal auch sehr verwöhnt. Die wollen natürlich alles auch vergoldet haben und jetzt greift man dann noch zu Hause in meine eigene Liegenschaft noch, in der Garage noch Und meine Frau will auch noch mitreden und die will vielleicht auch noch laden, sprich mit ihrem zweiten Auto. Ich glaube, das ist nämlich der Fall bei uns zu Hause. Also sprich, du hast da durchaus zig verschiedene Gespräche auf Ebenen zu führen, bis mal eine Wallbox bei Peter Siegert zu Hause in der Garage hängt oder salopp jetzt gesagt, um das Beispiel zu folgen, bei der EnBW in irgendeiner Liegenschaft dann eben an der Garage. an der Wand oder in der Tiefgarage hängt. Und das sind die riesigen und wirklich mannigfaltigen Herausforderungen in der Elektrifizierung nur der Liegenschaften. Und da haben wir noch nicht über die Autos gesprochen und die Konditionen für die Fahrzeuge bei unterschiedlichen Leasinganbietern.

  24. Sebastian:

    Das hast du ganz gut auf den Punkt gebracht. Jetzt würde mich natürlich zum Ende hin noch interessieren, du bist wahrscheinlich dennoch positiv gestimmt, dass E-Mobilität sich durchsetzen wird, auch wenn es jetzt durch dieses Tal ein Stück weit durchgeht und das eine oder andere Steuerfeuer links oder rechts dann brennt.

  25. Peter Siegert:

    Also auf lange Sicht hin sehe ich einfach die batterieelektrische Mobilität als die, die mit weitem Abstand der Dekarbonisierung des Sektors Verkehrs dient, die wie kein anderer Also Mobilität, Wärme und Strom sind einfach koppelbar über das E-Auto. Auch die Bidirektionalität, es ist ein eigenes Fass, was man damit jetzt aufmachen würde, ist ein eigenes Fass. ein Game Changer. Das weiß ich einfach über meine Vergangenheit bei Mitsubishi schon seit 2014. Das wird ein Game Changer sein, der allerdings wieder neue Herausforderungen bringt, wie das alles abgerechnet und steuerlich Geldwerte vorteilt, bei Dienstfahrzeugen mit eingeplant und kalkuliert werden darf. Aber mal alles außen vor, wir schaffen das. Definitiv alles, weil wir es müssen. Und jetzt in der Flotte in Deutschland, in Europa, kommt ab 2025 für alle verpflichtend härtere und überhaupt Vorgaben, die CSRD heißen. Also wir haben Nachhaltigkeitsreports als Unternehmen zu liefern und dazu zählt eben auch der Part Flotte Fuhrpark mit dazu und das ist übrigens ein sehr hoher Emissions- oder Emittent, ein Emissionsträger und deswegen steht es außer Frage, dass für mich und für uns auch, dass E-Mobilität erfolgreicher werden wird und dass es im Moment nur durch eine Senke gehen muss. Ich spüre keine Senke im Flottengeschäft. Überhaupt keine Senke. Definitiv nicht. Es geht nur vorwärts. Und das ist auch wirklich nur eine Momentaufnahme. Denn global gesehen sehen wir hier auf lange Sicht nichts anderes als batterieelektrische Fahrzeuge. Und das ein kleiner Blick eben nochmal in andere Kontinente in den chinesischen Markt. Ich glaube, da ist vielen noch nicht so bewusst, mit welchem Markt macht diese Marken die aus dem Nichts zum Teil sprießen, plus die, die man sowieso schon kennt, auch auf den europäischen Markt schwemmen und kommen. Ich will keine Werbung machen für irgendeine Marke oder für einen Markt, aber das ist alles mittlerweile auf Level und das kann was. Und das wird einfach sicherlich auch nochmal einen Beitrag dazu leisten, dass wir auch die Flotte weiter elektrifizieren und überhaupt auch Deutschland. Und auch die Privatkunden werden das tun.

  26. Sebastian:

    Vielen lieben Dank für diese tollen Schlussworte von dir, Peter. Ich bin mir ganz sicher, das war nicht der letzte Podcast, den wir miteinander hatten, weil ich könnte gefühlt jetzt noch eine Stunde mit dir sprechen. Aber wir müssen auch für die ZuhörerInnen daran denken. Ich würde sagen, wir schließen den Themenblock hier ab und machen demnächst mal wieder einen auf. Vielen Dank für deine Zeit.

  27. Peter Siegert:

    Ganz lieben Dank, Sebastian.

  28. Sebastian:

    Was für eine spannende Folge, man konnte doch einiges mitnehmen, ich habe mich im Nachhinein mit Peter auch noch ein Stück weit mehr unterhalten und ich bin mir sicher, er wird wieder zurückkommen hier in den Elektroauto-News.net-Podcast, um sich über das Thema Ladeinfrastruktur mit mir nochmal ein Stück weit mehr auszutauschen, denn es war ultra interessant, was er uns ja an Wissensnachricht hier mit auf den Weg gegeben hat, was man lernen konnte. Das hat mir einfach Freude bereitet und das hast du auch drin gemerkt, dass die Podcast-Folge doch ein Stück weit länger war als die üblichen Folgen. Ich hoffe, das hat dir genauso gut gefallen, wie es bei mir der Fall war. Hinterlass uns gerne positive Bewertungen bei iTunes, Spotify und Co., damit wir eben auch weiter ausgespielt werden, wenn es um die Welt der E-Mobilität geht. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Bis zur kommenden Folge. Mach's gut. Ciao.