Valbella Resort: Wo Gastfreundschaft grünt.

Im Gespräch mit Thomas Vogt, Hoteldirektor Valbella Resort

In dieser Podcast-Folge tauche ich mit Thomas Vogt tief in die Welt des Valbella Resorts ein. Thomas Vogt, der seit 23 Jahren Gastgeber des Resorts ist, spricht über die Entwicklung des Hotels, das von 45 Zimmern auf eine beeindruckende Größe von 25.000 Quadratmetern gewachsen ist. Trotz der Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, hat das Resort in den letzten Jahren erheblich investiert, insbesondere in den Bereich Nachhaltigkeit.

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Energieeffizienz. Das Valbella Resort hat in den letzten Jahren dreieinhalb Millionen in Energetik investiert, einschließlich der Installation von PV-Panels. Herr Vogt betont die Bedeutung von Energieeinsparungen und wie das Resort fast 20 % seiner Energie selbst produziert.

Aber nicht nur Energie steht im Fokus. Das Resort legt großen Wert auf regionale Wertschöpfung, indem es eng mit lokalen Bauern zusammenarbeitet und regionale Produkte bezieht. Thomas spricht auch über die Herausforderungen im Umgang mit Mitarbeitern in Zeiten des Fachkräftemangels und wie das Resort durch den Bau eines Mitarbeiterhotels reagiert hat.

Ein weiteres Highlight ist die Diskussion über E-Mobilität. Das Valbella Resort hat in zahlreiche 22-KW-Ladestationen investiert, um den wachsenden Bedarf an Elektrofahrzeugen gerecht zu werden. Thomas Vogt spricht über die Herausforderungen und Vorteile dieser Investition und wie sie zur Gesamtstrategie des Resorts in Bezug auf Nachhaltigkeit beiträgt.

Diese Podcast-Folge bietet einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Chancen, die mit dem Betrieb eines großen Resorts in der heutigen Zeit einhergehen.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns um das Thema E-Mobilität unterhalten. In der aktuellen Folge habe ich Thomas Vogt vom Valbella Resort zu Gast. Der Hoteldirektor lässt uns oder gibt uns Einblicke in Bezug auf Nachhaltigkeit und Elektromobilität in seinem Hotel und offenbart uns auch, warum man ein EQE für seine Gäste sozusagen kostenfrei zur Verfügung anbietet und 22 KW Lader vorhält. Wir gehen rein, direkt ins Gespräch mit Thomas Vogt. Hallo Herr Vogt, vielen Dank, dass ich heute die Zeit nehme, dass wir uns ein wenig über das Valbella Resort unterhalten und ich sage mal die Themen Nachhaltigkeit, E-Mobilität, die uns natürlich hier am meisten mit beschäftigt haben. Bevor wir da allerdings tiefer in das Thema eintauchen, stellen Sie sich doch gerne selbst mal kurz vor und verlieren Sie auch gerne ein paar Worte über das Valbella Resort, das unsere ZuhörerInnen auch ein Bild davon bekommen, worum es denn überhaupt geht oder worum es sich denn überhaupt handelt.

  3. Thomas Vogt:

    Ja, hallo aus Valbella. Mein Name ist Thomas Vogt. Ich bin der Gastgeber von Valbella Resort mit meiner Frau, selbstverständlich. 23 Jahren, also wir glänzen eigentlich nicht mehr. Wir glänzen aber mit dem Produkt. Wir konnten die letzten Jahre viel investieren, sehr viel investieren. Letztes Jahr, ich sage jetzt mal unglücklicherweise, war es letztes Jahr, Corona-bedingt war Bauen letztes Jahr nicht unbedingt lustig. Es war ein steiniger Weg, aber das Resultat ist umso schöner.

  4. Sebastian:

    Definitiv. Und das Waldbeller-Ressort ist ja auch ein Rückzugsort. Hier so gefühlt für mich im Tal irgendwo ein Stück weit mit drin, was ja auch gewachsen ist in den letzten 23 Jahren. Ihr habt ja nicht mit der Größe hier angefangen. Vielleicht können Sie auch den Weg dorthin skizzieren, wo ihr angefangen habt, wie ihr jetzt hergekommen seid, dass wir einfach so einen Überblick darüber bekommen und das Ganze ein Stück weit eingeordnet bekommen.

  5. Thomas Vogt:

    Richtig, ja, die Grösse heute von diesem Resort auf 25.000 Quadratmeter Ausdehnung ist nicht, sag mal, ist die letzten 12 Jahre so gewachsen, als ich hier begonnen habe mit meiner Frau, hatten wir 45 Zimmer, 45 Mitarbeiter, überschaubar. Guter Ort, Destination hilft uns ungemein, wir sind fast auf 1600 Meter, es ist Ski-in, Ski-out. Ja, und dann vor 12, vor 13 Jahren konnten wir, weil der Nachbar hier ein altes Haus hatte, Land kaufen, da drüben, Wellness-Turm, Wellnesshaus bauen. Das war nötig, das Haus brauchte Investitionen. Und so haben wir mit einem Schlag dann 80 Zimmer gehabt, neuen Wellness. Dann wussten wir, wir müssen jetzt hier das alte Haus sanieren, das haben wir dann auch getan. Und als wir fertig waren, auch noch die Restaurationen und die Facilitäten hier im Haupthaus umgebaut haben, kam der Nachbar auf der anderen Seite, er hätte ein Hotel, das wussten wir ja nicht mehr, wussten, dass da irgendwann mal was geht, aber das Haus ist an der Skipiste, wie gesagt, G&G auch, das ist wichtig, Spekulation war hoch, also mussten wir das kaufen. Und dann hat man mit einem Schlag nochmal 200 Betten mehr, also eine Verdreifachung seit damals. Und dann kannst du erst wieder in die Schule. Das ist nicht einfach so, dass jetzt mache ich einfach alles mal drei Mitarbeiter her und so. Die Abläufe, die Standards sind geändert und hat sich alles angepasst.

  6. Sebastian:

    Das glaube ich, dass das eine Herausforderung für sich natürlich ist. Vor allem haben wir dann auch das Thema gehabt, schlussendlich Nachhaltigkeit ist ja auch immer mehr hochgekommen in der letzten Zeit, so als Schlagwort sage ich mal. Aber da steht ja mehr dahinter als ein reines Schlagwort schlussendlich. Das muss ja gelebt werden, damit es eben auch Bestand hat und vielleicht können Sie das auch ausführen, wie euch das auch beschäftigt hat in diesen Zeiten des Wandels.

  7. Thomas Vogt:

    Sie sagen es richtig, Schlagwort. Manchmal ist es schon fast ein bisschen zu viel geschlagen. Das Wort Nachhaltigkeit ist jetzt in aller Munde. Man muss was tun, aber auch nicht zu viel. Manche Gäste sagen, jetzt habe ich es dann genügend gehört. Für uns im Valbella-Resort geht es da in erster Linie um Mitarbeiterressourcen. Und Energieressourcen, und da geht es auch direkt um das Portemonnaie. Also was tue ich und was verbrauche ich? Und eins ist klar, wir sind seit rund zwölf Jahren bei der Energieagentur der Wirtschaft, die uns beraten und helfen, wie wir in welche Richtung investieren. Energetisch natürlich extrem wichtig, gerade vom letzten Jahr, wo die Energiekosten doch auch in die Decke geschossen sind. Wir konnten mit dem letztjährigen Umbau, wir hatten ja den ganzen Sommer zu hier im Haupthaus, konnten dreieinhalb Millionen nur in die Energetik investieren. Und wenn man jetzt nochmal sagt von Nachhaltigkeit, dann spreche ich wirklich von den Energieressourcen, vom Verbrauch, von der Ware, woher sie kommt, nachhaltig, regional, saisonal, wichtig. Wir arbeiten mit den Bauern hier, 200 Meter von hier, mit der Hart Angus Viecher, die sind da hinten, die haben Sie vielleicht gesehen. Und die Mitarbeiterressourcen, das und mit dem Fachkräftemangel natürlich Thema Nummer eins ist. Ich gehe aber jetzt zurück auf die energetische Nachhaltigkeit. 3,5 Millionen investieren ist toll, ist super. Sie haben es gesehen, sie haben es erkannt. Wir haben PV-Panels am Dach, vor dem Dach, neben dem Dach. Also wirklich, ich bin gerade Fan geworden davon. Im Moment holen wir 220 Kilowatt Peak ab. Wir sind über dem Nebel, das hilft uns ungemein und trotzdem hoffen wir auf den Winter, Schnee auf dem Dach, also dann gibt es da nichts davon. Aber ich sage nochmal, investieren muss man, wenn man etwas rausholen will. Wir holen so fast 20 Prozent in Eigenproduktion, können wir so sagen.

  8. Sebastian:

    Tell eurer Größe sozusagen das umzusetzen, wenn man von der Einordnung gehört mit den Zimmern und das ist ja auch ein wichtiges Merkmal oder wichtiger Pfeiler für euch gerade in dieser Energieabhängigkeit, die wir die letzten Jahre dann auch doch ganz stark erlebt haben oder selbst erlebt haben, gibt das ja auch ein Stück weit Sicherheit. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein Invest, der erstmal geschultert werden muss. Wie, ich sag mal, das Stichwort Nachhaltigkeit haben sie eben auch so schön gesagt, die Gäste können es teilweise nicht hören, man kann es selbst nicht mehr hören, weil es gibt ja auch, Also keine Norm dafür, nachhaltig ist ja auch immer ein Stück weit anders zu deuten. War das also eher intrinsisch aus euch heraus motiviert, da was zu unternehmen? War es der Druck über die Energiesituation oder kam das auch von außen, von den Gästen herangetragen, dieser Wunsch zu sagen, hört mal zu, ihr müsst da nachhaltiger werden, um das Schlagwort nochmal zu verwenden?

  9. Thomas Vogt:

    Ja, Sie haben es angesprochen, es kommt von allen Bereichen. Und heute überhaupt nichts zu tun, ist schwierig. Ich sage, wir haben ein kleines Beispiel. Vor fünf Jahren haben wir unsere Einweg-Finken, Sie kennen die, die Sie anziehen, wenn Sie ins Wellness gehen, haben wir abgeschafft. und klären den Gast auf, hey, bring doch deine eigenen mit. Das sind meistens ja dann keine Einwege. Also wenn sie denken, dass wir, oder ich sage ihnen jetzt, wir haben dazu mal 25'000 Pärchen verbraucht. Jetzt kann man sagen, okay, das ist Eigennutzen, ich kaufe die nicht mehr, gebe sie nicht mehr kostenlos ab und habe so Kosten gespart. Ja, natürlich, grundsätzlich ja. Die Kosten haben aber sich schon zigfach in die PV-Anlage investiert. Aber ich glaube, wir haben kein Problem damit. Vielleicht liest es nicht den Gast sofort, dass wenn er kommt und sagt, diese Schuhe könnte ich selber mitbringen. Ist eigentlich dann irgendwo auch logisch, dass dieser Verbrauch enorm ist, für zweimal anzuziehen, nachher schmeisse ich sie in den Apfelkübel. Das sind solche Beispiele, die uns in Nachhaltigkeit gehen. Aber das Wichtigste sehe ich immer noch in der Energie. Weil die Energie ist bei uns in einem Hotel, sage ich, das macht etwa 5, 6, 7 Prozent aus. Also wir verbrauchen oder wir bezahlen im Jahr etwa... halbe Million nur Energie, Wasser, Strom, Abfall zähle ich sogar noch dazu. Und da was zu investieren, ich kann sagen, ich habe jetzt PV-Panels an der Fassade und produziere eigen, aber das erste Linie ist, mal den Verbrauch zu drosseln. Hotels haben viele Möglichkeiten, weil wir doch anlageintensiv sind und da ein bisschen Feintuning zu machen, spart doch einiges.

  10. Sebastian:

    Vor allem ist es ja gefühlt ein kleiner Hebel, an dem gedreht wird, aber allein durch die Größe von eurem Hotel hat es entsprechende Auswirkungen dann natürlich. Jetzt haben sie gesagt, Energie ist natürlich der wichtigste Faktor in diesem Zusammenhang. Wasser spielt ja auch eine Rolle in einem Hotel. Also da habt ihr ja auch, denke ich, einen relativ hohen Verbrauch mit dieser Anzahl der Gäste. Wie reagiert ihr da drauf? Welchen Schritt habt ihr dort?

  11. Thomas Vogt:

    Ja, Wasser ist nicht ganz einfach. Ich sage jetzt mal, hier in den Bergen haben wir irgendwo genügend und genügend hast du trotzdem nicht. Wenn Sie die Beschneiungsanlagen anschauen, denen fehlt ewig Wasser. Aber es kommt doch einiges auch zurück. Seit Jahren gibt es bei uns Wasserzähler. Also da gibt es keine Pauschalen mehr. Früher gab es Pauschalbeträge, die man bezahlt hat. Heute wird nach Kubik abgerechnet. Da ist eigentlich ziemlich klar. Also was tut man, um weniger Wasser zu brauchen? Ist in einem Hotel nicht ganz einfach. Überall irgendwelche wasserreduzierenden Duschen und Wasserhähne zu montieren, ist nicht überall gescheit, sage ich mal. Kommt auch nicht immer in gut an. Sie können es dann auch übertreiben. Auf der anderen Seite solche Teller zu montieren und duschen ist wiederum, wenn ich dann 20 Liter Wasser pro Minute rauslasse, ist ein anderes. Wir haben einen Hallenbäder, wir haben einen Aussenpool. Also wir brauchen per se viel Wasser. Wir haben Wäschereien gegeben. Vieles ist gegeben hier. Der Wasserverbrauch da, Da haben wir eigentlich in die Richtung eher weniger gemacht, weil ich glaube, ich wüsste nicht, wo ich jetzt da was tun könnte. Es gibt Massnahmen, aber ich glaube, die sind dann eher so klein, dass es nicht unbedingt eine grosse Wirkung erzielt. Wir haben uns auf den Strom konzentriert. Strom, wir haben hier im Haus... Und mehrere Wärmequellen. Wir haben Erdsonden. Eigentlich haben wir fast alles. Erdsonden, Luftwärmepumpen, PV. Und wir haben auch noch Heizöl. Zwei Brenner. Recht neu, fünf Jahre alt. Und als wir letztes Jahr gebaut haben, haben wir gesagt, die haben wir nicht raus. Weil fünf Jahre ist einfach noch nicht längst abgeschrieben. Die funktionieren, rekuperieren, sind gute Brenner. Aber mit den Massnahmen vom letzten Jahr, was ich aufgezählt habe, brauchen wir keinen Tropfen Heizöl im Sommer. die Sommer werden auch immer wärmer, also Luftwärmepumpen macht super Sinn, PV produziert für die Wärmepumpe, Wärmepumpe ersetzt das Heizöl, super, soweit, im Winter brauche ich Heizöl, das ist klar, weil im Winter das Land kauft auch Strom vom Ausland, aber wenn das alle tun, irgendwo hat es zu wenig, eben die Strommangellage war ja letzten Winter ein riesen Thema und dadurch auch mitunter die Preise

  12. Sebastian:

    Hoch. Es macht dann auch gerade diese Mischung, so wie Sie gesagt haben, dass man da eben auch schaut, wie greift das alles ineinander, wie Sie es eben auch ausgeführt haben. Sozusagen jetzt blicken wir mal noch auf einen anderen Punkt der Nachhaltigkeit, was wir auch gemerkt haben als eure Gäste hier im Haus. Und zwar ist es dann eben auch das Thema Nachhaltigkeit. Der regionalen Wertschöpfung, Sie haben es vorhin kurz angerissen, damit Sie eben auch mit Unternehmen zusammenarbeiten, mit den Bauern hier vor Ort. Vielleicht können Sie uns das ein Stück weit auch noch einordnen, wie Sie dann eben auch hier regional unterwegs seid und wie ihr dann eben auch dieses Hand in Hand greifen in der Region dann eben auch vorantreibt oder auch für euch nutzt.

  13. Thomas Vogt:

    Richtung die Waren. Das ist ein wichtiger Punkt. Wir kaufen doch auch fast, nein, mehr als eine Million Franken Ware ein. Und jetzt auf 1600 Meter, da ist es schwierig, Gemüse und Kartoffeln zu pflanzen. Also sie sind angewiesen auf Zulieferer, die halt vom Unterland kommen. Das ist so. Aber Regionalität ist in, Saisonalität sollte sein, dann gibt es ja nicht immer alles zu ihrer Zeit. Die Erdbeeren von Mexiko, ja, muss es sein, stellt man sich heute schon zunehmend die Frage. Aber da gibt es ja noch viele in die Richtung gehende Themen. Bio-Beef, Valbella, ist eine coole Sache, mit der wir schon seit fünf Jahren arbeiten. Der Bauer, 200 Meter von hier, hat die Angusviecher, die um uns herum weiden und von denen wir eigentlich das Fleisch beziehen. Super. Es ist nicht einfach. Auf 1600 Meter haben sie andere andere Weiden für diese Rindviecher und das muss man schauen, dass man dann auf die Werte kommt, die man gerne hätte. Ich kann noch schnell ein super US Angus Beef einkaufen, ja, aber man stellt sich dann die Frage, okay, was will ich am Gast bieten? Ist es regional oder ist es dann halt eben, es interessiert mich nicht, ich mache auch weitergehende Themen wie auf der anderen Seite und hole diese Viecher rein, ja.

  14. Sebastian:

    Da wird man auch wahrscheinlich einen gesunden Mittelweg anstreben müssen, wie es halt eben auch möglich ist, so wie Sie ausgeführt haben, wenn man da auch lokal ein bisschen begrenzt ist.

  15. Thomas Vogt:

    Es ist keine Geldfrage. Also die Eingussviecher von hier, die sind mindestens, wenn nicht teurer. Die Qualität ist gleich nicht sicher nicht viel besser, weil halt die Gegebenheiten schwierig sind. Aber es geht uns, ich kann es auch nicht gross bewerben. Also ich wenn sie 14 Einguss kriegen, dann haben sie 14 viele, respektiv dann mal zwei, aber das können sie gar nicht bewerben, das geht so schnell weg. Es geht darum, dass sie dieses Viech von nose to tail haben und dann einen gescheiten Küchenchef haben, der das Ganze nutzen kann. Dann macht es Sinn, aber gross an die Das ist mehr für uns. Und der Gast liest es da und dort, fragt nach, was Sache ist und geht auch schauen. Ist schon von Interesse, doch. Aber es ist mehr auch für uns, dass wir die örtlichen, regionalen Leistungsträger auch berücksichtigen können.

  16. Sebastian:

    Jetzt haben sie es ja auch richtig gesagt, das ist mehr für euch, also auch für Mitarbeiter, MitarbeiterInnen bei euch im Haus und das ist ja auch so ein Thema, wie kriegt man die mit dazu, diese Nachhaltigkeitsbemühungen, sei es jetzt Energie, sei es regionale Zusammenarbeit, sei es vielleicht auch das Wirken im eigenen Arbeitsumfeld nachhaltiger zu gestalten, wie geht ihr sowas an?

  17. Thomas Vogt:

    Mit den Mitarbeitern, ja. Also Mitarbeiter in Zeiten von Fachkräftemangel an allen Orten. Das ist nicht ganz einfach. Also wir haben per se ein Problem, dass wir die Leute nicht mehr, die Mitarbeiter nicht mehr finden. Und wir rekrutieren mittlerweile überall. Wir rekrutieren in anderen Ländern, in Schulen, wir... Die Inserate nützen schon gar nichts mehr, es hat nichts. Ich sage jetzt mal Generation Z und Y und da halte ich jetzt nicht so viel davon. Klar, die Jungen ticken ein bisschen anders. Die Demografie ist das, was uns die Leute halt aus dem Gewerbe genommen haben. Klar, die Corona-Situation war nicht förderlich, definitiv nicht. Denn grundsätzlich... Ein Hotelgewerbe hat halt die Spitzen, hat die Stresssituation, hat komische Arbeitszeiten. Die kann man nicht einfach, ich mache jetzt alles anders, geht nicht. Also Essen ist halt immer noch am Abend, ein schönes Dinner. Und der Koch sollte dann wirklich da sein. Wir können vieles tun. Das habe ich in den letzten paar Jahren erlebt. gelernt auch, wie man mit umgeht, mit den Ressourcen, wie man die Mitarbeiter pflegt, pflegen sollte. Wir hier oben haben nicht nur das Problem, dass wir die Mitarbeiter nicht nur schwierig finden, sondern wir haben auch ein Problem, dass wir den Wohnraum nicht mehr finden für die Mitarbeiter, weil auch durch Corona-Zeiten viele Wohnungen verkauft wurden und Und jetzt was tun? Nachhaltigkeit, wieder zurückzukommen, auch Mitarbeiter. Ja, wenn dann ihre Mitarbeiter alle irgendwo in den Agglomerationen wohnen müssten oder von hier nach Chur oder weiss Gott in welche Täler, damit sie irgendwo wohnen können. Aber nachher mit Autos hierher fahren müssen, ist sicher nicht förderlich. Wir hatten jetzt das Glück, dass wir mit dem Bau vom letzten Jahr ein Drei-Sterne-Hotel mit 75 Betten hinstellen konnten für unsere Mitarbeiter. Wir haben noch zur Spitze 160 Mitarbeiter. 75 Betten sind viel. Das ist ein gutes Verhältnis. Der Rest findet etwas da und dort noch. Aber das hilft enorm. Sie haben die Steuern im Tal, sie haben keinen Verkehr, sie haben eine Wertschätzung auch gegenüber den Mitarbeitern und sagen, du musst im anderen Tal, weil hier sind nur die Gäste, die bezahlen. Das ist natürlich dann schon viel besser so.

  18. Sebastian:

    Und das ist ja auch etwas, was man wahrnimmt als Mitarbeiter und auch schätzt, wenn man diese Unterstützung abseits von dem Gehalt bekommt, sondern eben auch die Möglichkeit hat, relativ nah vor Ort zu sein, zur Arbeitsstätte. Das macht es auch einfacher. Vielleicht schwenkt mir, weil Sie das Thema Auto eben auch aufgegriffen haben, jetzt mal zum Thema E-Mobilität noch rüber, was wir ja auch gesehen haben, als wir hier bei euch in die Tiefgarage gefahren sind. Ich musste mich nicht mit anderen Gästen um die Ladestation schlagen sozusagen. Da gab es ja dann doch einige und auch nicht gerade, ich sage mal nur die 11 kW Lader, sondern 22 kW Lader, wenn ich es richtig gesehen habe. Und schon ein breites Angebot. Wie ist das bei euch ins Laufen gekommen? Also wurde das auch von außen angestoßen? Haben sie das selbst irgendwie auch wieder von innen, weil sie selbst E-Auto fahren oder sich mit beschäftigt haben? Also wo kam das her, dass ihr da auch gleich so massiv aufgebaut habt? Ja.

  19. Thomas Vogt:

    Also, ich denke mir so, ich bin bald einer der Letzten, der hier eine Ladestation gebaut hat, der Hotels. Ich habe lange zugewartet. Ich kann mich erinnern, schon vor zehn Jahren wurde das in unserem Verein angestoßen und gesagt, du kannst Ladesäulen kaufen. Teilweise wurden sie geschenkt. Und ich habe damit zugewartet. Die letzten Jahre, meine Gäste... Die fuhren in die Garagen und haben eingesteckt an der 220 Volt Steckdose. Ging ja alles. Ging alles, weil die Gäste sind resident. Also die sind hier ein paar Tage. Das ist nicht wichtig, dass ich in ein paar Stunden das Auto geladen habe. Das war mal das Thema, dass ich eigentlich da keinen Druck hatte. Der Druck kam aber mit dem Volumen, das langsam zunimmt, und die Last, die sie da verteilen, es ging eigentlich nur darum, damit ein Management dahinter ist und die Last anständig verteilt. Klar, heute kostet es was. Früher haben wir das geschenkt. Aber ich sage jetzt mal, es ist nicht dramatisch viel. Und ja, wenn das Haus voll ist, habe ich irgendwo 360 Gäste. Ich habe jetzt Tiefgaragen mit 120 Plätzen. Da war es naheliegend, dass wir nicht nur zwei Säulen bauen. Die Tendenz nimmt an Elektrofahrzeugen zu. Kann man Definitiv so sagen. Im Winter natürlich, weil die Garagen dann noch mehr belegt sind, Tendenz aufwärts, klar. Jetzt haben wir viele Säulen, ja, wir haben es angesprochen, ich musste dann nicht gleich weg. Also wenn ich geladen habe, kann ich auch stehen bleiben. Das ist ein bisschen eine angenehmere Art. Du kannst laden und dann bleibst du stehen, wie es ist. Die Schwierigkeit sehe ich an solchen Sachen eher noch, also an diesen Säulen, die Zahlungsmodalität ist nicht immer ganz einfach. Es ist halt immer noch so ein Wildwuchs. Ich sehe es ein bisschen wie... Die Ladekabel der Handys in der Vergangenheit, die sollte ja ein bisschen besser werden. Also man hat alle Möglichkeiten und alle Karten und Apps und Scannen und da ist der Gast teilweise noch ein bisschen verwirrt. Ich merke, ich sehe auch, dass die Gäste, ein grosser Teil der Gäste, die mit E-Fahrzeugen anreist, logischerweise die Technik eher noch neu ist, ich weiss noch nicht genau, wie es geht, wie lade ich jetzt, teilweise auch ein bisschen nervös dastehen, zum einen, ich habe jetzt eine Ladesäule, aber wie lade ich jetzt, das ist noch ein bisschen kompliziert. Da hoffe ich schon, dass das eher ein bisschen einheitlicher wird in den nächsten Jahren, damit auch der Gast diesbezüglich vielleicht ein besseres Feeling hat. Aber ja, wir haben 22 Kilowatt-Ladestationen, ich glaube 24 an der Zahl, in allen Häusern verteilt. Und wenn Sie laden, können Sie stehen bleiben. Und wenn es soweit ist, erledigt.

  20. Sebastian:

    Da würde ich gerne auch nochmal eingreifen. Gerade diese Zahlungsmodalität oder der Ablauf bei euch fand ich jetzt persönlich sehr angenehm, tatsächlich. Weil Sie ja einfach mit dem WLAN vor Ort verbinden, reingehen, QR-Code scannen und dann bin ich direkt dort, kann meine Kreditkarte eingeben. Ich fand auch die 38 Cent pro Kilowattstunde, die ich jetzt gezahlt habe, Recht fair, muss ich sagen, weil wir haben ja auch andere Hotels besucht, da wird teilweise mit Pauschalen gearbeitet, wo ich dann sage, wenn ich halt mit 80% Restakku rankomme und nur die letzten 10 Kilowatt zahle, aber das Hotel hat 50 Kilowattstunden für die Pauschale als Grundlage genommen, Fühlt sich das vom Preis her nicht fair für mich an, deswegen finde ich das gut, dass ihr da von der Kilowattstunde einfach fair abrechnet, weil ich zahle dann auch nur das, was ich lade, nicht mit irgendeiner Pauschale, also kein Vorteil für mich, kein Vorteil für das Hotel, sondern einfach eine faire, transparente Abrechnung.

  21. Thomas Vogt:

    Mit was verlangt man ist noch... Da habe ich mich natürlich vorgänglich auch ziemlich schlau gemacht. Ich hatte schon andere Preise, aber es geht im Moment rauf und runter. Wir haben heute auch Stromlieferverträge für die nächsten zwei Jahre, die gut sind, sage ich mal, okay sind. Vielleicht ein bisschen unter dem Mittel in der Schweiz, was man so bezahlen muss. Aber eben das Tolle ist natürlich, also wir sind heute schon fast ein bisschen... Schweizerisch sagt man pünktlich schiessen. Wir schauen, dass wir die Autos, die Fahrzeuge dahin verschieben, wo wir Überlast haben, sprich zu viel Produktion von der PV, damit wir es in die Fahrzeuge lassen. Wir haben keine Batterien, also wir speichern nichts, die Last ist so gross, dass wir eigentlich alles verbrauchen können. Und da gucken wir ein bisschen, in welche Richtung das geht. Wir haben drei Anlagen, wo wir die Autos laden. Abschliessend kommt der Gast an und steckt ein. Und wenn Sie sagen, es war jetzt recht angenehm, die Zahlungsmodalität, der Preis. Ja, ich war schon bei null Rappen. Ich dachte, wieso brauche ich das? Ich könnte ja jetzt sagen, das ist toll. Aber jetzt sind wir bei 38 Cent. Und ich glaube, da kommen wir soweit gut durch.

  22. Sebastian:

    Ich finde das auch richtig, dass man Preis dran hängt, dass es eben nicht kostenfrei ist, weil es hat ja auch einen Wert und der Wert spiegelt sich ja auch wo wieder und auf der anderen Seite ist man ja hier jetzt auch nicht in einem, ich sage mal in einer Absteige unterwegs, sondern wir sind ja hier auch schon in einem besseren Hotel und dann finde ich das auch richtig, dass man das wertschätzt, sowohl von Gast als auch von Hotelseite und findet den Preis gut. Gerade wenn ich jetzt bei uns, ich habe jetzt die deutschen Preise AC, DC Lader im Vergleich, bin ich da deutlich unterhalb von den AC Lader Preisen, die ich jetzt bei uns im Ort hätte. Also für mich ist das sogar eher noch günstig und ich müsste ja auch, wenn ich jetzt mit dem Verbrenner unterwegs bin, meinen Sprit an der Tankstelle zahlen. Also ich kann das schon nachvollziehen und natürlich gibt es wahrscheinlich auf der anderen Seite dennoch Gäste, die halt auch, ich würde gerne kostenlos laden und kostenfrei, aber die gibt es immer.

  23. Thomas Vogt:

    Ich sehe es so ein bisschen wie WLAN. Vor Jahren, als das aufkam, musste man meistens, heute gibt es das vielleicht noch vereinzelt, musste man was bezahlen. Aber in der Tendenz heute ist es kostenlos. Da ist es genau umgekehrt, oder? Also eigentlich konnte man überall die E-Autos irgendwo einstecken. Irgendwo fand man immer eine Steckdose. Und Zeit hatte man dann. Und heute kostet es was. Das ist genau der umgekehrte Weg. Aber ja, Energie, ich glaube, es ist normal. Und das sollte auch so sein. Früher haben mir Gäste gesagt, ich komme mit meinem Diesel und sehe, dass hier Elektrofahrzeuge kostenlos laden. Ist das fair? Nein. Denke ich, ja, also ist es fair, jetzt habe ich es geschenkt, jetzt verlange ich was, dann muss es nicht mehr gleich sein, muss ich das selber wissen.

  24. Sebastian:

    Das ist auch ein Punkt, da wird man es nie allen recht machen können, das muss man ja auch schlussendlich nicht. Ihr bietet auch ein EQE, wenn ich es gesehen habe, in Partnerschaft mit einem Autohaus an und dass Gäste fahren können, also ihr tragt die E-Mobilität auch ein Stück weit voraus.

  25. Thomas Vogt:

    Das ist ein cooles Fahrzeug, ich sehe das, das ist für die Gäste, die können das nutzen, kostenlos nutzen, wir laden es auf und einfach mal zum, das gibt doch immer noch einige Gäste, die E-Autos, auch sehr skeptisch, ich sehe auch, da gibt es so ein bisschen zweigeteilt, nee, E geht gar nicht, oder eben dann doch mal einen Test machen. Ich habe da schon Gäste reingekriegt, die sagen E-Autos nie im Leben. Und die kamen mit einem coolen Smile raus. Das Feeling ist gut und die Qualität und auch das Standard, damit zu fahren, ist schon etwas anderes. Ich habe auch kein eigenes. Ich fahre diesen EQE ab und zu. Super, also begeistert.

  26. Sebastian:

    Wir hatten jetzt auch gerade im Sommer für zwei Wochen bei uns zu Gast zum Testfahren. Tolles Auto und so wie Sie sagen, es ist auch eine schöne Möglichkeit, an Gäste heranzuführen, denen die Möglichkeit zu geben, sich damit auseinanderzusetzen und vielleicht macht man zumindest einen positiven Hintergedanken, dann noch geht man mit auf den Brückweg dann sozusagen. Ja, also von meiner Seite aus vielen Dank, Herr Vogt, dass wir hier so ein bisschen den Eindruck bekommen haben vom Valbella Resort im Hinblick auf Nachhaltigkeitsbemühungen, die ihr schon umgesetzt habt, die ihr umsetzen werdet und auch in Bezug auf E-Mobilität. Vielen Dank für Ihre Zeit.

  27. Thomas Vogt:

    Sehr gerne, danke, Hensel.

  28. Sebastian:

    Das war sie also auch mal wieder, eine ElektroautoNews.net Podcast-Folge. Ich hoffe, du konntest einiges mitnehmen, wieso E-Mobilität eben auch den Hotelalltag bestimmen kann, wie man neue Kunden damit gewinnt oder zumindest die bestehenden Kunden zufriedenstellt. Ich freue mich jetzt schon, wenn du kommenden Sonntag wieder einschaltest. wenn wir wieder bei den regulären, das eher ein Podcast unterwegs sind. Mach's gut, bis dahin, ciao.