Feuerwehr und E-Mobilität: Fakten statt Fiktion

Dr. Rolf Erbe, Leiter für die Aus- und Fortbildung von Einsatzleitern an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie

Im heutigen Podcast hatte ich das Vergnügen, mit Dr. Rolf Erbe von der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie über die Herausforderungen und Mythen rund um E-Mobilität und deren Auswirkungen auf die Feuerwehr zu sprechen. Dr. Erbe ist zuständig für die Aus- und Fortbildung der Einsatzleiter und kennt sich bestens mit den speziellen Anforderungen aus, die moderne Technik an die Feuerwehr stellt.

Gleich zu Beginn haben wir den Mythos angesprochen, dass Elektrofahrzeuge tagelang brennen und schwer zu löschen sind. Dr. Erbe hat schnell klargestellt: „Bis heute hat es noch kein Auto gegeben, das von Deutschland bis nach Australien durchgebrannt ist. Irgendwann hört sowas mal auf.“ Für die Feuerwehr ist die Einsatztaktik bei einem brennenden Auto zunächst immer dieselbe, unabhängig vom Antrieb. Erst nach der Brandbekämpfung schaut man genauer hin, ob Flüssigkeiten, Gase oder eben Batterien zusätzliche Maßnahmen erfordern.

Ein weiteres Thema war die Sicherheit der Feuerwehrleute im Umgang mit Elektrofahrzeugen. Die Sorge vor elektrischen Gefahren wurde von Dr. Erbe entkräftet. „Das System ist ein isoliertes System, nicht geerdet. Es gibt so viel Sicherheitstechnik, dass es relativ unwahrscheinlich ist, dass eine Karosserie unter Spannung steht.“ Trotzdem räumt er ein, dass ein gewisses Restrisiko immer bleibt, betont jedoch, dass die Feuerwehr für den Ernstfall gut vorbereitet ist.

Positiv zu vermerken ist die starke Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren in Deutschland und die Entwicklung gemeinsamer Lehrunterlagen. Dies trägt dazu bei, Unsicherheiten zu reduzieren und die Einsatzkräfte besser auf den Umgang mit neuen Technologien vorzubereiten. Dr. Erbe hebt hervor, dass die Ausbildung sich stark weiterentwickelt hat und mittlerweile flächendeckend gute Fortschritte gemacht werden.

Interessant war auch die Diskussion über die Herausforderungen bei der Brandbekämpfung von Nutzfahrzeugen wie E-LKWs. Hier gibt es noch wenig praktische Erfahrungen, aber Dr. Erbe ist zuversichtlich, dass auch diese Herausforderungen gemeistert werden: „Es ist einfach nur eine größere Dimension. Die Technik und auch die Löschtaktik sind die gleichen wie bei Pkw.“

Abschließend räumte Dr. Erbe mit weiteren Mythen auf, etwa dass Elektrofahrzeuge unlöschbar seien und zehntausende Liter Wasser benötigten. Diese Fehlinformationen schüren unnötige Ängste und behindern den sachlichen Umgang mit der neuen Technik. Stattdessen plädiert er dafür, mehr über die tatsächlichen Risiken und den sicheren Umgang mit E-Mobilität aufzuklären.

Nun aber genug der Vorworte lasst uns direkt in das Gespräch einsteigen.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast. In der aktuellen Folge habe ich Dr. Rolf Erbe, Leiter für die Aus- und Fortbildung von Einsatzleitern an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie zu Gast. Wir haben uns unterhalten, wie könnte es anders sein, um das Thema Brand bei E-Autos, Feuer, wie ist der Umgang damit in der Gefahrensituation, sind sie wirklich so viel schlimmer als Verbrenner oder kann man sie gut handeln? Das ist ein bisschen längeres Gespräch mit einem Abschweif am Ende zum Thema E-Bike, was natürlich nicht minder spannend ist, wo man auch einiges mitnehmen kann. Und wie du vielleicht merkst, ich wollte schon zum Abschluss kommen, weil wir die 20-Minuten-Marke gerissen hatten, aber Dr. Rolf Erber hat da nochmal eingesetzt und das ist auch sehr wichtig gewesen, nochmal dieser Input. Von daher gehen wir direkt rein und du hörst es einfach am besten selbst an. Viel Spaß damit. Hallo Herr Erbe, vielen Dank, dass ich heute die Zeit nehme, dass wir mal ein bisschen mit dem Mythos, ja ich sag mal Feuerwehr und E-Mobilität aufräumen, weil da gibt es doch die wildesten Vermutungen immer, wenn man in die Massenmedien reinschaut. Und das ist doch alles gar nicht so schlimm, wie man immer denkt oder wie man immer liest sozusagen. Und dafür haben wir jetzt einen Experten wie Sie an der Hand, an der Seite, am Podcast-Mikrofon besser gesagt. Bevor wir da allerdings auf die Themen eintauchen, stellen Sie sich auch gerne mal unseren ZuhörerInnen selbst vor.

  3. Dr. Rolf Erbe:

    Ich freue mich auch sehr, dass wir über dieses Thema reden. Mein Name ist Rolf Erbe. Ich bin bei der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie in Berlin hier tätig und bin zuständig für die Aus- und Fortbildung unserer Einsatzleiter und Einsatzleiterinnen, die durch die Aus- und Fortbildung bei uns durchgehen müssen und vor allem auch durch die Spezialthemen durchgehen. Und da sind wir ja dann schon eigentlich direkt dabei. Und zu diesem Thema sind wir als Feuerwehr natürlich gekommen, dadurch, dass Technik immer weiterentwickelt wird und wir auch mit der Technik mitgehen müssen. Und ich habe mich dann auch ganz speziell mit dieser Thematik schon seit Längerem beschäftigt.

  4. Sebastian:

    Die Thematik, die Sie jetzt eben meinen, sind dann auch tatsächlich E-Autos, weil die dann doch in einem Brandfall anders anzugehen sind, als der klassische Verbrenner der Fall ist.

  5. Dr. Rolf Erbe:

    Ja, die Thematik meinte ich ja, dass wir sind ja beim Thema jetzt Elektromobilität. Und das ist so, wir vergleichen das immer so ähnlich wie damals mit der Einführung der Airbags. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir so Anfang, Mitte der 90er Jahre ja auch die Airbags entdeckt haben. Und das meine ich jetzt wirklich so, wie sich das anhört. Denn die Feuerwehren laufen immer so ein bisschen auf der Entwicklung hinterher. Wir merken ja erst dann, dass es Technik gibt, wenn es Probleme mit der Technik gibt. Und daher freuen wir uns ja, wenn wir vorher schon auch von der Industrie so ein bisschen abgeholt und mitgenommen werden. Und mit der Airbag-Technik war es dann genauso. Bei Einsätzen fiel uns auf, da ist irgendwie so ein Luftsack. Wird denn der vielleicht gefährlich? Gefährlich, wenn der auslöst nach einem Unfall? Und ja, die Automobilindustrie hat damals auch gesagt, nein, machen sich da gar keine Gedanken. Aber dann kamen Negativschlagzeilen und seitdem gab es dann auch eine gute Zusammenarbeit, auch eine Aus- und Fortbildung. Und man hat immer gedacht, das wird eine große Gefahr auch für Einsatzkräfte. Und was sehen wir heute? Die Airbags und auch der Umgang mit der Technik, das ist eine Selbstverständlichkeit. Natürlich passiert auch mal was, wenn Technik versagt, aber grundsätzlich stellt es kein Problem mehr dar. Und so ähnlich sieht es mit der Elektromobilität auch aus. Es gab da auch eine gewisse Unsicherheit, weil eben Aus- und Fortbildung, die Aufklärung fehlte. Und dann kommt dazu, dass auch in den sozialen Medien viel erzählt wird, leider auch viel Falsches, viele Fake News. Und Einsatzkräfte, für die das dann neu ist, die werden natürlich auch verunsichert. Und so ähnlich sieht es jetzt auch aus. Wir sind relativ gut jetzt informiert. Es gibt eine Reihe an Aus- und Fortbildungen. Es gibt auch die Feuerwehrschulen in Deutschland, die sich zusammengetan haben, haben eine gemeinsame Lehrunterlage entwickelt, damit man auch vom Gleichen spricht, die gleichen Lehraussagen macht. Und da sind wir jetzt schon große Schritte weitergekommen.

  6. Sebastian:

    Das hört sich auf jeden Fall sehr, sehr gut an, vor allem, dass das dann ja eben auch übergreifend ist sozusagen und dass man davon ausgehen kann, dass dann über kurz oder lang hoffentlich alle Feuerwehren auf dem Stand sind und diese Angst auch ein Stück weit verschwindet. Da fängt ja dann quasi schon mal von außen der Druck auf die Feuerwehrleute sozusagen an, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, weil man ja dementsprechend wahrscheinlich auch seinen Respekt, Angst in Anführungsstrichen davor hat, das Thema anzugehen, wenn dann eben die Rede von Fahrzeugen ist, die eben Tage bis Wochen lang dann noch am Brennen sind.

  7. Dr. Rolf Erbe:

    Na, das ist so ein Mythos. Ich sage dann immer gerne, bis heute hat es noch kein Auto gegeben, was hier von Deutschland bis nach Australien durchgebrannt ist. Irgendwann hört sowas mal auf. Klar, irgendwann hört jeder Brand auf. Aber so ein... Höllenfeuer, wie das so beschrieben wird, ist das aber gar nicht. Das Interessante ist vielleicht auch wirklich für alle, so mal zu verstehen, wie lehren wir als Feuerwehren den Umgang mit brennenden Autos? Wenn ein Auto brennt, ist die Einsatztaktik für Feuerwehreinsatzkräfte beim Eintreffen immer gleich, egal welcher Antrieb. Die Einsatztaktik ist gleich. Wir löschen jedes Auto gleich. Ja, klar. Wenn Insider sagen, wir müssen gucken, wenn Flüssigkeiten austreten, wenn Gas austritt, muss man die Löschtaktik ein wenig anpassen und auch das geeignete Löschmittel nehmen. Aber erstmal, und das wäre auch schlimm, wenn es da große Unterschiede gäbe, brennt ein Auto, haben wir immer die gleiche Taktik. Und danach, wenn wir das Auto gelöscht haben, dann schauen wir, was wir für einen Antrieb haben. Und da kann es eben sein, wir haben Flüssigkeiten, Wir haben Gase oder eben wir haben die Batterie. Und das muss danach noch beachtet werden.

  8. Sebastian:

    Vielen Dank für die Einordnung. Und der Mythos ist natürlich bekannt. Ich habe es jetzt auch extra so ein bisschen reizend dargestellt, dass Sie darauf anspringen. Weil genau das ist ja das Thema, dass es dann immer heißt, das brennt Tage, Wochen lang. Und man hat riesen Themen mit, aber Sie haben es ja gut ausgeführt. Dennoch, ich sage mal, die Besonderheit fängt demnach ja an, wenn das Fahrzeug gelöscht ist. Wenn ihr an das Fahrzeug näher herantretet. Habe ich das jetzt so richtig verstanden? Können Sie uns da vielleicht in dem Prozess noch mal ein Stück weit mehr mitnehmen?

  9. Dr. Rolf Erbe:

    Wenn ein Fahrzeug brennt, gehen wir mit der gleichen Taktik ran. Das bedeutet, wir gehen mit einem Löschmittel und mit der kompletten persönlichen Schutzausrüstung einschließlich Atemschutz dann vor. Das schützt uns auch mit dem entsprechenden Vorgehen. Da gibt es auch Taktik, von welcher Seite man wie an so ein Fahrzeug herantritt. Das schützt uns als Feuerwehren erstmal und wir sind... ich versuche es mal zu beschreiben, ein Fahrzeug brennt, dann löschen wir erstmal den Fahrzeugbrand, das Fahrzeug an sich und das geht relativ schnell. Wir müssen dann schauen, es gibt gerade bei den Antrieben, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, Fahrzeugbrand und Antriebsbrand. Das sind zwei verschiedene Dinge. Wir können also vorfinden, dass ein Fahrzeug, das Chassis, das Fahrzeug an sich, das Auto, dass das brennt. Es gibt die Möglichkeit, dass der Antrieb, die Energiequelle, also hier zum Beispiel... Die Batterie, bei dem Thema sind wir ja heute, dass die Batterie brennt, also entweder das Fahrzeug oder die Batterie oder es brennt alles, also Fahrzeug und Batterie. Das sieht man vom Weiten erstmal nicht so eindeutig und von daher bekämpfen wir den Brand erstmal und da kommt es her, dass wir sagen, wir müssen danach nach dem Antrieb gucken. Weil die Erfahrung, die wir bisher haben und nicht nur die Berliner Feuerwehr, sondern alle Feuerwehren, dass bei Bränden von Elektrofahrzeugen ganz, ganz selten nur die Batterie brennt. Die wird eventuell beschädigt, die wird eventuell durch Thermik auch beeinflusst und dann kann es eben dazu kommen, dass die Batterie brennt, muss aber nicht sein. Ein Problem ist nur, dass die Batterie auch Stunden bis Tage danach sich noch entzünden kann. Das weiß man aus den Erfahrungen. Das sagt auch die Automobilindustrie, wenn man das aus Crash- und Brandversuchen eben herkennt. Und das ist so ein ganz kleines Problem, aber auch wirklich nur ein kleines Problem, weil wenn es später nochmal brennt, muss man einfach nur dafür sorgen, dass in der Umgebung nichts anderes steht, was auch im Brand gesetzt werden kann.

  10. Sebastian:

    Was ist für euch gefährlicher in dem Fall als Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau, wenn der Antrieb brennt? Oder ist es dann doch eher die Batterie, die beim E-Auto auch tatsächlich der Gefahrenträger dann schlussendlich ist?

  11. Dr. Rolf Erbe:

    Okay, Brände verursachen leider immer Schadstoffe und natürlich eine große Wärmeentwicklung. Das Problem ist für Feuerwehren groß, Eigentlich mehr der Rauch und die Gefahrstoffe als die Flammen selber. Weil wir können mit unseren Löschmitteln sehr, sehr schnell Flammen niederschlagen und auch dafür sorgen erstmal, dass ein Brand auch relativ schnell gelöscht ist. Im Freien eben nicht so das Problem, auch durch den Rauch. Aber wenn man in geschlossenen Räumen, Garagen, Tiefgaragen oder ähnliches ein brennendes Fahrzeug hat, dann ist mehr der Rauch das Problem als Feuer und die Flammen. Wir haben auch, muss man sagen, in den letzten Jahren, Jahrzehnten jetzt eigentlich auch schon, deutlich mehr Brandlasten durch größere Fahrzeuge, durch die SUVs und Fahrzeuge werden eben größer, größere Kunststoffanteile, auch gerade an den Karosserien und damit eben höhere Brandlasten. Es brennt länger, es brennt wärmer, unabhängig von dem Antrieb. Erstmal nur wirklich auf das Fahrzeug bezogen, gibt es schon einen Unterschied, ob ich ein Auto habe, was vor 20 Jahren gebaut wurde. Oder ein Fahrzeug heute, sehen wir ja auf der Straße, viel, viel größer, viel mehr Kunststoff. Und natürlich das, was dann brennt, da entstehen auch Schadstoffe, giftige Stoffe, ätzende Stoffe. Und da sind wir noch nicht beim Antrieb. Wir sind also nur beim Fahrzeugchassis. Der Antrieb kommt noch dazu. Und wenn wir jetzt auch mal alles insgesamt betrachten, dann ist es auch... Ja, müssen wir auch fairerweise sagen, ein benzinbetriebenes Fahrzeug, wenn wir alle Gefahren beachten, muss man auch dann mit 50, 70 bis fast 100 Liter Benzin ja auch rechnen, was ja auch auslaufen kann und brennen kann und dann natürlich ebenfalls eine Gefahr darstellt. Und da sind wir jetzt nur bei Benzin. Wir haben noch gasbetriebene Fahrzeuge, da gibt es ebenfalls Gefahren, das brennende Gas, es gibt Auch bei Versagen der Sicherheitstechnik, Explosionsgefahren und das ist eigentlich viel gefährlicher, ein Fahrzeug mit Gas oder Flüssiggas, was im Brand geraten ist, als ein Elektrofahrzeug.

  12. Sebastian:

    Das, was auch immer so ein Stück weit vergessen wird, deswegen auch vielen Dank dafür die Einordnung, gerade auch nochmal mit dem austretenden Benzindiesel, was dann ja auch eben entzündet werden kann. Jetzt haben wir ja, oder haben Sie ja schon eingeordnet, der Rauch ist eigentlich eher das Schädliche für die Feuerwehr vor Ort dann sozusagen, wo Schaden verursachen kann, als jetzt Feuer oder Flammen, weil das einfacher zu beherrschen ist. Jetzt kommt aber beim E-Auto ja auch noch der Akku mit ins Spiel, also wir sind da ja im Hochvoltbereich auch unterwegs. Wie geht er mit der Herausforderung um?

  13. Dr. Rolf Erbe:

    Genau auf dieses Thema, denke ich, werden alle warten, um nicht zu sagen, brennen, um beim Thema zu bleiben. Was ist jetzt eigentlich mit dieser Batterie? Denn da hört und sieht man ja in den Medien eine ganze Menge, wenn so eine Batterie brennt. Wenn eine Batterie, da gibt es unterschiedliche Größen auch, bei Hybridfahrzeugen gibt es kleine Batterien, bei reinen Elektrofahrzeugen gibt es größere Batterien. die können durch verschiedene Einflüsse, also nicht nur durch Unfälle, also mechanische Beschädigung, durch thermische Beschädigung, es gibt auch technische Defekte, es gibt Überladung, es gibt Tiefentladung, es gibt Alterungsprozesse und alles das kann sich auf eine Batterie auswirken, sodass es da zu einem Prozess innerhalb der Batterie kommt, dass einzelne Module, wie wir so sagen, reagieren und dann ausgasen. Das bedeutet wiederum, Wir haben nicht einen Brand, sondern wir haben nur eine Rauchentwicklung. Dieser Rauch, der dann da entsteht, muss man auch deutlich so sagen, ist hochgiftig. Was da herauskommt, sieht eigentlich immer ganz nett aus. Das ist so heller Rauch, manchmal so ein bisschen dunkel, weil so Graphit mit bei sein kann. Aber erst mal ein heller Rauch. Und wenn man das schon mal erlebt hat, der riecht auch so ein bisschen süßlich. Der riecht gar nicht gefährlich. Aber wie gesagt, alle... viele chemische Prozesse, wie jetzt hier auch die Verbrennung erzeugt, eben Schadstoffe, also auch dieser Rauch, wenn er noch keine Flammen mit sich bringt, aber der ist auch giftig, daran muss man auch denken und insbesondere, wenn es in der Garage irgendwo passiert und auch im Kleinen, wir sind jetzt bei vier Rädern, sowas geht natürlich auch bei zwei Rädern mit den Akkus, zum Beispiel von E-Bikes, das ist im Prinzip genau das Gleiche, das ist auch dann entsprechend giftig und Auch Brandgefahren sind auch bei. Also wir sind jetzt beim Ausgasen. Nur Gas, was entsteht. Und das kann ein Modul betreffen. Also mehrere Batterien werden zu Modulen zusammengestellt und mehrere Module ergeben dann wieder eine Batterie im Ganzen, dieses ganze Batteriepack. Das kann sein, dass sich das fortsetzt von einem Modul zum nächsten. Das ist dieses thermische Durchgehen. Und wenn ausreichend Gase, brennbare Gase da sind, können die sich entzünden und dann kommt es zum Brand einer Batterie. Damit eine Batterie nicht explodiert, gibt es sogenannte Druckentlastungsöffnung. Man möchte ja, dass das Gas dann auch entweicht und wenn es dann brennt, das sieht so ein bisschen aus wie so eine Stichflamme. die in der Regel dann seitlich unter einem Fahrzeug hervorkommt. Also erstmal raucht es, dann entzündet sich das vielleicht und so wäre auch ein reiner Batteriebrand, den wir vorfinden würden. Das Auto ist vollkommen intakt und unter dem Fahrzeug entstehen Rauchgase, die sich entzünden und dann brennt die Batterie. Wenn die Feuerwehr dann rechtzeitig da ist, kann man dafür sorgen, dass eben das Fahrzeug nicht weiter von dem Brand betroffen ist. Dann wird das Fahrzeug gekühlt. Wir setzen angemessen Wasser ein. Also man braucht auch nicht sehr viel Wasser. Und dann gibt es die Möglichkeit, dass man versucht, Wasser in die Batterie hineinzubringen. Und das ist nicht ganz so einfach, weil die Batterie ist ja wie... Wie in einem Tresor, die ist ja abgekapselt, damit sie nicht beschädigt wird. Deswegen ist es nicht so einfach. Und man hat feststellen müssen, auch in einem Forschungsprojekt, was veröffentlicht wurde, dass viel Wasser, also auch die Kühlversuche von außen, gar nicht viel bringen. Aber mit der richtigen Taktik schafft man es, Wasser in die Batterie reinzubringen und dann ist auch vorbei mit der Reaktion, die es dann auch beendet. Mittlerweile gibt es auch Löschhilfen, die uns ermöglichen, Wasser in die Batterie hineinzubringen und auch entsprechende andere Taktiken, um uns das Ganze ein bisschen zu vereinfachen.

  14. Sebastian:

    Vielen Dank hier schon mal für die Ausführung, dass man das Ganze ein Stück weit mehr ergreifen kann. Was mich natürlich jetzt interessieren würde, wie ist denn das mit der Elektrizität dann aus dem Akku heraus? Ist das ein Thema? Seid ihr da geschützt durch eure persönliche Schutzausrüstung, dass das nicht übertritt? Oder ist es überhaupt kein Thema jetzt, also rein aus Leihensicht wieder hier gesprochen oder gefragt, besser gesagt?

  15. Dr. Rolf Erbe:

    Ja, das Thema Elektrizität und Elektrogefahr. Das kommt natürlich auch immer hoch und verunsichert viele. Wir haben Spannungen, die sind zwischen 400 und 600 Volt. Das geht bei Nutzfahrzeugen bis fast 1000 Volt hoch. Aber wer sich so ein bisschen erinnert... An auch die Schule, da wissen wir, dass wir auch mit zigtausenden von Volt schon in Verbindung gekommen sind, ohne dass uns irgendwas passiert dabei. Das Problem ist nicht die Spannung, sondern die Stromstärke. Leider haben wir dann eine doch sehr große Leistung in diesen Batterien, wo auch eine große Stromstärke erzeugt werden kann. Ich möchte nur so die Angst vor großen Spannungen nehmen. Wir brauchen eine Menge Bedingungen, damit es für den Menschen gefährlich wird. Es gibt da gefährliche Körperströme, die entstehen können. Dazu brauche ich aber ein Potenzial. Das heißt, ich muss zwei verschiedene Pole berühren. Und das System, was wir in so einem Elektroauto haben, ist ein isoliertes System. Das bedeutet nicht geerdet. Wenn ich jetzt also, wie der Spatz auf der Hochspannungsleitung, eine Leitung anfassen würde, was erstmal relativ unwahrscheinlich ist, die Leitungen sind geschützt, die sind doppelt isoliert, sie sind überwacht, das ganze System ist noch an sich überwacht, also es ist so viel Sicherheitstechnik verbaut, dass es relativ unwahrscheinlich ist, Aber wenn ich natürlich schon sage, relativ unwahrscheinlich, muss man ehrlicherweise sagen, nie ausgeschlossen. Aber ich muss so viele Fehler konstruieren, dass jetzt da irgendwas frei liegt, was ich dann auch noch aktiv berühre. Kann passieren. Aber wenn ich eben nur eine Phase davon berühre, da habe ich ja noch kein Spannungspotenzial. Wieder Spatz auf der Hochspannungsleitung, passiert mir nichts. Jetzt muss ich weitere Fehler konstruieren und es muss auch so sein, dass die Technik versagt hat, die automatische Abschaltung, die Überwachung und und und. Also wenn ich jetzt zwei Pole der Batterie berühren würde, die absolut geschützt sind, dann kann es zu einem gefährlichen Stromschlag kommen. Aber das muss ich wirklich manipulieren. Ich muss aktiv da irgendwas dran machen. Dass eine Karosserie unter Spannung steht, ist fast ausgeschlossen. Man muss immer sagen, ganz ehrlich, ein Restrisiko gibt es immer irgendwo. Aber das Fahrzeug und die Batterie ist nicht geerdet. Wie gesagt, ich muss dann zwei Pole irgendwo berühren. Und so kann man überall lesen, auch bei der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, die dazu auch eine Information herausgegeben hat, da steht auch genau das drin, so viel Sicherheit ist verbaut, das isolierte System, was nicht geerdet ist. Für Ersthelfer gibt es also keine Gefahr. Man muss nämlich auch sagen, sonst hätten ja die Leute Angst, jemanden aus dem Auto zu retten. Diese Angst braucht man nicht haben. Wenn die Feuerwehr jedoch arbeitet, wir eventuell mit Rettungsgeräten vorgehen, mit Rettungsscheren und so, dann brauchen wir eben die entsprechenden Kenntnisse. und müssen natürlich aufpassen, dass wir nicht solche Fehler provozieren, die dann zu einer Gefahr führen können.

  16. Sebastian:

    Das beruhigt mich jetzt aber als sozusagen potenzieller Ersthelfer in so einer Situation, das jetzt auch mal ganz klar ausgesprochen zu wissen und das mit diesem Mythos auch mal aufgeräumt wird, dass da an sich in der Regel natürlich in 99,9 Prozent der Fälle nichts passieren kann, außer man leitet das eben so künstlich her, wie Sie es jetzt eben auch ganz deutlich ausgeführt haben sozusagen. In dem Zusammenhang würde mich natürlich noch interessieren, mit was für Mythen habt ihr denn besonders im Zusammenhang mit E-Mobilität zu kämpfen, die sich einfach komplett falsch herausstellen, wenn man eben die Erfahrung hat, die ihr auch im Alltag habt, die ihr aus eurer Ausbildung mitnehmt?

  17. Dr. Rolf Erbe:

    Ja, leider werden Bilder von brennenden Fahrzeugen immer wieder genutzt, um, ich sage auch mal so, richtig Stimmung zu machen. Von Gegnern von der Elektromobilität aus ideologischen Gründen werden dann Absichtlich Falschinformationen gestreut. Wir finden immer wieder Bilder in den sozialen Medien von explodierenden Fahrzeugen. wo dann drunter steht, seht euch das an, das ist unsere Zukunft, ihr habt ja ein explodierendes Elektrofahrzeug. Wenn man das mal recherchiert, also einen Faktencheck dann mal macht, also mit entsprechender Einsatzerfahrung erkennt man das auch meistens schon, was das ist. So häufig sind das tatsächlich Druckersbehälter, die dann irgendwo explodieren nach irgendwelchen Havarien, nach Auffahrunfällen. Da gibt es mehrere solche Videos, die existieren und von Ereignissen, die schon länger her sind, die aber immer wieder hochkommen und dann fälschlicherweise eben so kommentiert werden. Und Menschen, die sich damit eben nicht weiter beschäftigen, die glauben das dann auch und sehen dann da, zehn Explosionen hintereinander und wenn dann einer runterschreibt, schaut mal, das ist ein Elektroauto und das ist so ein Teufelszeug, dann glauben das viele Menschen. Und das ist das Schlimme, diese Fake News und ja, wie sagt man immer so schön, im Netz glaubt man immer der ersten Meinung und ein, zwei, drei Leute bestätigen das dann auch und so entsteht dann teilweise so eine Blase von Tausenden, die das teilen und dann eben die Ängste schwören. Das scheint wohl dem einen oder anderen Spaß zu machen. Also diese Fake News, das ist ein ganz großes Problem. Und das war auch zu Anfang so, dass, wo die Einsatzkräfte alle noch nicht so geschult sind und da muss man sagen, wir haben eine Million Einsatzkräfte der Feuerwehr in Deutschland, die meisten freiwillige Feuerwehr und die müssen wir alle mit Aus- und Fortbildung erreichen und das dauert nun mal eine ganze Weile. Aber wie gesagt, da sind wir schon weiter. Das ist also eins, diese Fake News, das ist so eins der Hauptprobleme und die Unsicherheit der Menschen dazu.

  18. Sebastian:

    Das klickt sich natürlich immer aus Mediensicht ganz gut, deswegen wird das da auch gerne gespielt in den Medien, die das verwenden. Das ist natürlich komplett unnötig und deswegen bin ich sehr dankbar dafür, dass wir das jetzt mal von einem Experten sozusagen ein Stück weit aufgeklärt bekommen oder ganz deutlich eingeordnet bekommen, was da Stand der Dinge ist. Für mich natürlich jetzt auch noch interessant, wir haben jetzt über PKW, sie haben E-Bikes kurz angeschnitten. Aber jetzt kommen ja dann auch noch immer vermehrt Nutzfahrzeuge, E-Lkw auf die Straße. Gibt es da nochmal Besonderheiten für euch? Beschäftigt ihr euch mit dem Thema oder ist das eigentlich in Anführungsstrichen das gleiche Problem mit einem größeren Batterie- oder Energiespeicher?

  19. Dr. Rolf Erbe:

    Ich gehe nochmal darauf ein, auf die Frage davor. Und zwar nicht nur die Fake News. Es heißt ja auch, Elektrofahrzeuge sind unlöschbar. Feuerwehren brauchen Elektrofahrzeuge. Zehntausende Liter Wasser, um so ein Fahrzeug zu löschen. Und die Fahrzeuge müssen in Containern unter Wasser gesetzt, versenkt werden und müssen tagelang beobachtet werden. Das liest man auch heute noch. Das stimmt so allerdings nicht. Es gibt sicherlich immer mal irgendwelche Ausnahmefälle, aber grundsätzlich ist das falsch. Die Feuerwehren können, und das muss man ganz klar und deutlich sagen, Personen, also nach einem Unfall Personen aus einem Fahrzeug retten, unabhängig davon, was das für ein Antrieb ist. Wir retten auch Leute, Insassen aus Elektrofahrzeugen. Wir können Elektrofahrzeuge löschen. Ja, es kann sein, dass man etwas mehr Wasser braucht. Ganz klar, wenn die Batterie längere Zeit reagiert und auch noch brennt, was längere Zeit dauern kann, dann braucht man natürlich etwas mehr Wasser. Aber was die Feuerwehren eben können, ist Wasser irgendwo hinbringen. Wenn ein großer LKW brennt, der Wald brennt, dann braucht man auch viel Wasser. Das ist deswegen überhaupt kein Problem. Bekannt ist es, dass Batterien auch Tage nach einem Ereignis noch mal brennen können oder anfangen können zu brennen. Deswegen kommen solche Fahrzeuge auf sogenannte Quarantäneplätze. Da wissen aber die Bergeunternehmen Bescheid und können damit umgehen. Also ein Platz, wo ringsherum nichts anderes ist. in Brand gesetzt werden kann oder eine Umhausung oder auch einen Container, sodass ein Fahrzeug isoliert steht und es ist auch eine Möglichkeit natürlich des Kühlens und Flutens von einer Batterie, dass man die Batterie unter Wasser setzt, aber das heißt nicht, ein Fahrzeug in einen Container verbringen und dann bis zur Dachkante entsprechend Wasser reinlassen, sondern eben natürlich nur bis die Batterie erreicht wird, also in Höhe der Schweller in etwa. Und die Feuerwehren müssen dann auch nicht, wie es manchmal heißt, 72 Stunden so ein Auto beobachten. Das ist nicht der Fall. Das machen Bergeunternehmen dann, die so ein Fahrzeug irgendwo abstellen.

  20. Sebastian:

    Ja, vielen Dank, dass Sie das nochmal eingeordnet haben oder da auch nochmal nachgegangen sind. Nichtsdestotrotz würde ich dann auch nochmal an der Frage mit dem E-Lkw mich festhalten. Wie sind die Erfahrungen damit? Wie bereitet ihr euch darauf vor?

  21. Dr. Rolf Erbe:

    Mit Nutzfahrzeugen haben wir noch ganz wenige Erfahrungen und das ist da, wie ich es eingangs auch schon erwähnt habe, Feuerwehren lernen aus Einsatzerfahrungen. Weil sehr viele Havarie-Situationen, die kann man manchmal nicht voraussehen. Einiges schon, aber nicht alles. Sodass wir auch viele Veranstaltungen machen, wo wir aus der Praxis für die Praxis berichten. Und bei Elektrofahrzeugen gibt es jetzt schon einige Erfahrungen. Mit Nutzfahrzeugen gibt es noch ganz wenige Erfahrungen. Wir haben Busse, wir haben LKWs. Bei den Bussen zum Beispiel sind die Batterien oben auf dem Dach. Das ist schon eher ein Problem, die zu erreichen. Nutzfahrzeuge, LKW, da gibt es ganz interessante Entwicklungen, ganz große Batterieblocks, die auch getauscht werden, eins zu eins. Also kommen schon neue Anforderungen auf die Feuerwehr zu. Wir haben klar bei größeren Batteriekapazitäten auch höhere Brandlasten. Aber LKWs, Nutzfahrzeuge, die haben wir jetzt nicht zu Hunderten in irgendwelchen Parkhäusern stehen, sodass es immer so Einzelfälle sein werden. Wir sind dabei, uns da auch fortzubilden, ganz klar. Aber da fehlen uns auch noch die Erfahrungen. Es ist einfach nur eine größere Dimension. Die Technik und auch die Löschtaktik, die ist gleich. Genauso wie bei Pkw. Nur, dass es eben keine Container gibt. Aber wir haben ja auch schon gehört, das Versenken von Autos ist auch nicht die Norm, um so ein Fahrzeug zu löschen. Das ist so ein Ausnahmefall überhaupt. Also mit LKWs kann man noch nicht viel sagen. Wir schauen mal, was das bringt. Interessant ist dann natürlich auch für die Feuerwehren die Ladetechnik, die ja auch dann zusätzliche Gefahren bringt, wo ja auch Defekte sein können. Auch darauf müssen wir uns dann einstellen.

  22. Sebastian:

    Und das macht ihr ja so, wie ich das einschätze und wie ihr es ja auch schon bei PKW gemacht habt, da jetzt auch aus der Praxis lernt und das dann wahrscheinlich auch im Nutzfahrzeugbereich machen werdet. Auf jeden Fall haben wir jetzt in der halben Stunde doch einiges mitnehmen dürfen. Der eine oder andere Mythos wurde aus dem Weg geräumt, was mich persönlich sehr freut. Und ich bin mir sicher, dass wir entsprechende Aufmerksamkeit bei uns im Portal bekommen. Vielen Dank für Ihre Zeit und die Einblicke, Herr Erbe.

  23. Dr. Rolf Erbe:

    Darf ich noch zwei, drei Sätze sagen, die Sie vielleicht verwenden können?

  24. Sebastian:

    Die können Sie gerne noch mit reinbringen. Da freuen wir uns natürlich.

  25. Dr. Rolf Erbe:

    Wir haben eben auch von LKWs gesprochen, von großen Dimensionen. Das, was wir aktuell sehen und leider erkennen müssen, ist, dass die kleinere Dimension viel größere Probleme macht. Kleinere Dimensionen heißt Elektroroller, Elektrofahrräder. Die Wohnungsbrände nehmen deutlich zu. Es gibt aber noch keine Statistik. Das wird eine Weile dauern, bis die Sachversicherer da eine verlässliche Statistik zu rausgeben. Aber wir sehen das auch in den Schlagzeilen, auch im Austausch mit anderen Feuerwehren und anderen Ländern. In Amerika zum Beispiel, wo alles in der Dimension größer ist, da gab es... Auch eine Veröffentlichung aus New York, dass die eine Zunahme von Wohnungsbränden haben. Leider auch sehr viele Tote durch diese Wohnungsbrände. Wo kommt das her? Man möchte ja über Nacht zum Beispiel vom E-Bike den Akku laden, nimmt den mit in die Wohnung. Wo lädt man sowas? Naja, in der Regel da, wo es nicht so stört. Das bedeutet irgendwo im Flurbereich. Was ist der Flurbereich? Der Flurbereich ist vielleicht mein einziger Rettungsweg, zum Beispiel im Hochhaus. Und man weiß, dass Batterien eben durch Alterungsprozesse, durch mechanische Beschädigungen und gerade solche Batterien von E-Bikes, die fallen schon mal runter oder von Elektrorollern, wenn die mechanisch auch schon mal beansprucht werden. So kann es also zu Defekten kommen und dann sollte man wissen, wie man sich verhält und da muss man ohne Angst machen zu wollen leider ganz eindeutig sagen, wenn so eine Batterie anfängt zu reagieren, nur die Gase schon sind schädlich, aber sie brennen ziemlich schnell und Es kommt innerhalb von Sekunden zu einer sehr, sehr großen Freisetzung von Energie und alles, was ringsherum steht, ist in Brand gesetzt. Also in Sekunden brennt das Zimmer und die Umgebung, wenn so eine Batterie tatsächlich reagiert und thermisch durchgeht. Und dann muss man wissen, wie man sich verhält. Im Erdgeschoss in der Wohnung kein Problem, Türen zu machen, auf der anderen Seite rausgehend. Aber man muss eben Vorsorge treffen, wenn das eben in einer Wohnung ist, im Hochhaus, dass man so eine Batterie nicht unbeaufsichtigt lädt und dass man sie immer im Fluchtweg frei hält. Dafür gibt es schon eine ganze Reihe Informationen von Versicherern, von den Unfallversicherungsträgern und auch von den Feuerwehren, wie auch auf der Homepage der Berliner Feuerwehr, wo man sowas nachlesen kann, was man präventiv machen kann.

  26. Sebastian:

    Vielen Dank, dass Sie das noch mit auf den Weg gegeben haben. Ich glaube, das Thema kennt man auch. Ich kenne das auch bei uns aus der Familie natürlich und habe da auch schon darauf hingewiesen, weil mir das eben auch bekannt war aus dem Bereich. Aber ist natürlich nicht so eingängig wie dann die brennenden Fahrzeuge in den Medien. Schade, dass das dann nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt, wie es denn auch eigentlich notwendig wäre, weil ich glaube, das E-Bike-Thema betrifft zumindest aktuell noch mehr Menschen als das E-Auto-Thema.

  27. Dr. Rolf Erbe:

    Aber um es nochmal zu sagen, es Es ist sicherlich eine Gefahr. Aber auch hier darf man keine Ängste schüren. Wir müssen nur mit der Technik lernen, richtig umzugehen. Und man muss sich eben auf sowas vorbereiten. Und damit hätte man dann schon eine ganze Menge gemacht. Aber eben die Menschen müssen informiert sein. Und deswegen ist es gut, dass man so ein Thema auch mal aufgreift und wie hier auch an dieser Stelle mal darüber redet.

  28. Sebastian:

    Und dafür sind wir sehr dankbar. Vielen Dank, dass Sie hier waren, Herr Erbe.

  29. Dr. Rolf Erbe:

    Ja, ich danke auch.

  30. Sebastian:

    Aus meiner Sicht heute eine ganz spannende Folge und auch mal mit einem wenig anderen Schwerpunkt mal wieder. Aber deswegen ja nicht minder interessant natürlich. Man konnte einiges mitnehmen, selbst wenn man kein E-Auto fährt, sondern nur E-Bike sozusagen. Nichtsdestotrotz haben wir schon im Nachgang nochmal besprochen, der Dr. Rolf Erber und ich. dass wir eine Fortsetzung der Folge anstreben werden. Wenn ihr also gezielt Fragen zum Thema Feuerwehr und E-Mobilität habt, lasst mir die gerne per E-Mail oder auch als Kommentar unter dem Artikel zukommen, damit wir diese eben Dr. Rolf erbestellen können bei der nächsten Ausgabe. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.