Intro: Play block
Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.
Sebastian: Play block
Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. Um genauer zu sein mit dem Thema elektrifizierter Mikromobilität. Denn in der aktuellen Folge habe ich Jochen Dietermann, seines Zeichens Geschäftsführer von Streetbooster, am Start. Der ist ein wenig mit mir über Streetscooter unterhält, die... als Mikromobilitätsprodukt sozusagen eine gute Ergänzung zum E-Fahrzeug sind. Dann sind wir mal ganz ehrlich, zwei Kilometer in der Stadt muss ich nicht mit dem E-Auto zurücklegen, sondern kann mir dann eben auch einen Street-Scooter nehmen und kann da rein elektrisch trotzdem durch die Gegend gleiten, meine Einkäufe Ja, erledigen und dann wieder gemütlich nach Hause fahren. Aber wie soll das auch anders sein? Mehr erfährst du jetzt im direkten Gespräch mit Herrn Dietermann. Waren doch interessante Einblicke, die wir da bekommen haben und bin gespannt, was du davon hältst. Vorab schon mal vielen Dank fürs Zuhören. Herr Dietermann, vielen Dank, dass wir heute zusammengekommen sind, um uns ein wenig über Streetbooster und Ihre zwei E-Scooter, die Sie am Markt haben oder auf den Markt bringen, zu unterhalten. Bevor wir jetzt allerdings tiefer ins Gespräch einsteigen, können Sie sich vielleicht einfach kurz vorstellen. Und ein paar Worte auch über Streetbooster, die Ihr Unternehmen verlieren.
Jochen Dietermann: Play block
Ja, hallo Herr Henssler. Gerne, vielen Dank, dass wir hier zusammenkommen. Kurz zu meiner Person. Mein Name ist Jochen Dietermann. Ich bin schon etwas älteren Baujahrs, jetzt Mitte 50 Jahre. Jahre alt, aber natürlich entsprechend technischen Themen aufgeschlossen. Aber die Frage ist ja, was machen wir als Unternehmen? Wir kommen eigentlich aus einem ganz anderen Bereich heraus, aus dem Bereich Datacenter, Datentechnik, Blockchain-Technologie. Das ist unser ursprüngliches Zuhause.
Sebastian: Play block
Okay. Und wie kommen Sie dann von der Blockchain-Technologie hin zu E-Scootern?
Jochen Dietermann: Play block
Ja, das werden wir oft gefragt. Und das hat eigentlich einen ganz lustigen Hintergrund. Ich bin vor zweieinhalb Jahren mal hier bei uns in der Nähe durch den Baumarkt gelaufen. Und da wurde so ein E-Scooter verkauft. Den habe ich dann mal mitgenommen. Die Jungs bei uns in der Halle sind da mitverfolgt. mit einem Mordspaß rumgefahren und dann haben wir mitbekommen, okay, die werden ja bald Straßen zugelassen. Und so haben wir uns dem Thema mal gewidmet, haben uns das angesehen, was steckt denn dahinter und haben uns dem Thema genähert. Zu Beginn dachten wir, die verkaufen wir mal so nebenbei. Das hat sich allerdings dann komplett anders entwickelt und Denn ein E-Scooter wird ja in Deutschland quasi wie ein Kraftfahrzeug angesehen von Gesetzes wegen, was dazu führte, dass wir eine ISO 9000-Leitbewertung machen mussten, eine sogenannte Anfangsbewertung vom Kraftfahrtbundesamt haben, sodass wir jetzt zugelassen sind, um entsprechende E-Scooter auch in Deutschland im Markt zu platzieren mit allem, was da dran und drum hängt.
Sebastian: Play block
Okay, das heißt eigentlich mal so mit der Idee gestartet, okay, wir können da vielleicht in den Handel mit reinsteigen, können da als Zwischenhändler fungieren, einfach verkaufen und dann wurde da aber doch mehr draus, weil einfach die Anforderungen des Marktes oder von der Regierung zu hoch waren. Und dann sind sie ja davon abgekommen, nur Händler zu werden, sondern haben dann auch direkt ihren eigenen Street Scooter entwickelt.
Jochen Dietermann: Play block
Ja, so genau war es. Und wir haben uns dann im Team bei uns zusammengesetzt und haben überlegt, was wollen wir eigentlich machen? Wenn wir das Thema angehen, was ist unsere Antriebsfeder, das zu tun? Sicherlich war das Thema Nachhaltigkeit da ein ganz großer Punkt. Aber auch das Thema Zuverlässigkeit und ich bin es so gewohnt aus meinem beruflichen Vorleben, dass auch das Thema Ansprechbarkeitsservice eine ganz große Rolle spielt. Und wie wir dann gemerkt haben, was so alles auf den Markt schießt, haben wir uns genau diesen Themen ganz extrem gewidmet, haben uns auch ein bisschen länger Zeit gelassen als andere. bis wir dann mit unserem ersten Modell, dem Street Booster One, auf den Markt gekommen sind.
Sebastian: Play block
Das heißt, wichtiger Punkt, das sind diese Ansprechbarkeits-Service, also vor dem Kauf, während dem Kauf und danach. Das sind so Alleinstellungsmerkmale. Aber was macht ihr noch anders, besser als andere sozusagen am Markt? Wir haben uns technisch einige Gedanken gemacht,
Jochen Dietermann: Play block
wie wir den Streetbooster aufbauen, um ihn wirklich langlebig zu gestalten. Das ist ja nicht nur die Ersatzteilverfügbarkeit, die wir schon jetzt über einen Zeitraum von sieben Jahren gewährleisten, sondern auch, wie spielen die Komponenten zusammen, wie anfällig sind sie und so weiter und so fort. Und das hat eben doch deutlich länger gedauert, hier in unserem Team die Entwicklung heranzutreiben, wie wir uns das vorher gedacht haben. Aber im Ergebnis führt das dazu, dass wir sehr, sehr geringe Reklamationsquoten haben und zufriedene Kunden.
Sebastian: Play block
Ich denke gerade, zufrieden mit Kunden ist doch das Stichwort, was man gerne hat sozusagen. Wenn man den Streetbooster One, also ich bin ihn ja auch schon Probe gefahren, das öfter jetzt beschreiben könnte, was macht ihn denn aus, dass er so langlebig ist, sage ich mal? Was ist da durchdacht? Ich sage jetzt mal, die Trittfläche war so ein Punkt, der mir aufgefallen ist, dass die einfach aus einem Stück und massiv dahergekommen ist und nicht so aus mehreren Teilen zusammengesetzt und damit auch... Ja, eher fehleranfällig oder reparaturanfällig.
Jochen Dietermann: Play block
Das ist sicherlich ein wichtiger Punkt, die Stabilität an sich, dass man nicht zu viele unnötige Schweißnähte hat, sondern dass viele Teile aus einem Guss sind. Das war ein Punkt, was wir noch haben an dem Streetbooster, ist auch ein sehr einfacher Automatik-Klappmechanismus. Da hat man nicht lange gefummelt, um das Teil aufzuklappen oder zuzuklappen. Und das führt natürlich zur angenehmen Handhabung. Wichtig ist auch noch, die Abstimmung zwischen der Elektronik, das heißt der verbaute Controller, das Ansprechverhalten für Gas und Bremse. Sie sind ja selbst mal gefahren oder mehrfach. Ich glaube, Sie können bestätigen, man kann da sowohl neben einem Fußgänger mit 3 kmh herfahren, als auch in der Höchstgeschwindigkeit prima das Niveau halten.
Sebastian: Play block
Das stimmt, das kann ich definitiv bestätigen. Wenn ich mir jetzt ein E-Scooter zulegen möchte, ich sage mal, ich stehe da vor der Auswahl verschiedener Modelle, was wären denn so die Punkte, wo Sie sagen würden, als E-Roller-Profi sozusagen, worauf ich achten muss, damit ich mir da auch was Vernünftiges zulege?
Jochen Dietermann: Play block
Ja, Qualität natürlich, haben wir schon angesprochen. Aber wenn ich einen Anrufer habe, der fragt, was würden Sie mir denn empfehlen, dann frage ich zuerst zwei, drei Dinge ab. Den Einsatzzweck, will ihn jemand für wirklich die letzte Meile haben, nimmt er ihn mit dem Auto oder wie Sie eben geschildert haben, dass er im ÖPNV mitgenommen wird. oder will jemand da größere Touren mitmachen, dann spielt natürlich die Rolle das Körpergewicht desjenigen, der draufsteht. Steht da eine Dame mit 50 Kilo drauf oder ein etwas schwergewichtigerer Herr mit 110 oder 120? Das sind ganz entscheidende Kriterien für die Auswahl eines Gerätes.
Sebastian: Play block
Okay, das heißt, klar, da muss ich dann drüber nachdenken, aber das ist ja auch schon mal gut, dass das dann so von euch abgeklopft wird sozusagen. Wenn ich mich jetzt entschieden habe, dass ich mir den Streetbooster One oder auch dann das Nachfolgermodell, den Two, zulegen werde, was habe ich dann in puncto Straßenzulassung und Versicherung darauf zu achten? Wie helft ihr da den Kunden weiter oder dem künftigen Fahrer? Worauf muss er da achten?
Jochen Dietermann: Play block
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir sehen im Markt leider noch relativ viele E-Scooter, die auch ohne Straßenzulassung angeboten werden. Die Leute kaufen ihn und stellen dann irgendwann später fest, ups, ich darf ja eigentlich gar nicht damit fahren. Also der Tipp an jeden, vorher genau prüfen, ist ein E-Scooter straßenzugelassen? Besitzt er die gültige ABE dafür? Und dann geht es mit dem Gerät zur Versicherung. Bei der Versicherung an sich bietet heute fast jede Versicherung an, den Schutz. Aber das ist so aufgebaut, wie man es früher von der Moped-Versicherung her kannte. Es gibt sogenannte Saison-Kennzeichen. Die laufen immer vom Zeitraum her bis zum 28. Februar des Folgejahres und dann laufen sie automatisch aus. Das heißt, man muss aufpassen, dass man da nicht in die Falle gerät und dann nachher keine Versicherung mehr hat am 1. März und dann entsprechend zur Kasse gebeten wird. Bei der Versicherung an sich gibt es einen wichtigen Punkt, wo man darauf achten muss. Man hat hier eine unter 23-Regel eingeführt. Das heißt, beim Abschluss der Versicherung wird muss man angeben, ob Fahrer unter 23 Jahre Alter mit dem Scooter fahren. Weil dann wird es ein bisschen teurer, die Versicherung. Aber unterm Strich macht das nicht viel aus. Die Versicherung kostet unter 40 Euro im Jahr, selbst 14-Jährige da mitfahren.
Sebastian: Play block
Okay, das ist ja alles noch endgültig sozusagen. Aber das heißt, wichtigster Punkt eigentlich, ich muss schon bei der Auswahl darauf achten, dass diese Straßenzulassung gegeben ist, weil sonst im schlimmsten Fall gibt das Bußgeld dann von der Polizei, wenn die mich damit erwischen, sozusagen.
Jochen Dietermann: Play block
Ja, ja, das ist ganz klar ein Verstoß gegen das Versicherungspflichtgesetz. was dann auf die Leute zukommt. Vielleicht noch eins zur Versicherung. Auch im Bereich der E-Scooter gibt es die Möglichkeit, eine Teilkaskoversicherung abzuschließen, die vorwiegend natürlich dann den Diebstahlschutz beinhaltet.
Sebastian: Play block
Okay, aber ich sage mal, für 40 Euro wäre ich ja dann voll kaskoversichert, auch mit Diebstahlschutz. Und wenn ich das auf ein Jahr raufrechne, ist das ja auch noch händelbar sozusagen.
Jochen Dietermann: Play block
Ja, 40 Euro ist die Haftpflichtversicherung. Die Vollkasko, die kostet nochmal 20 oder 30 Euro mehr. Also die Teilkasko.
Sebastian: Play block
Okay, dann reden wir also, sage ich mal, von 60 bis 70 Euro in Summe. Ist ja auch noch in Ordnung, sage ich mal. Wenn ich es ins Verhältnis setze zu der Anschaffung von so einem Street-Scooter, Street-Booster, ist es ja schon empfehlenswert, sozusagen, das dann mit abzuschließen. Ja. Und jetzt die Frage, wir haben ja, wenn wir gerade in dem Bereich Mikromobilität uns bewegen, dann haben wir E-Scooter, E-Bikes oder auch E-Kleinwagen, die noch nicht als Kfz durchgehen. Warum kommen aus Ihrer Sicht E-Scooter jetzt immer mehr auf den Markt oder warum werden die immer mehr Akzeptanz dann auch erfahren?
Jochen Dietermann: Play block
Vielleicht vorneweg, ein E-Scooter ist jetzt nicht unbedingt substituierend für ein E-Bike oder ein Kleinwagen, aber er hat durchaus seine Vorteile. Schauen wir uns mal so kleine Erledigungen in der Stadt an. Ich wohne vielleicht ein bisschen außerhalb und will nur mal die Brötchen holen, bis man das Fahrrad aus der Garage geschoben hat und sich da drauf geschwungen hat oder sich sogar ins Auto gesetzt hat. In der Zeit habe ich die halbe Strecke schon mit dem E-Scooter gemacht, um die Kleinigkeiten zu erledigen. Er ist also wirklich ideal für solche Einsatzzwecke. Also nochmal, das E-Bike... hat natürlich seine Berechtigung für vernünftige Touren, für lange Touren. Dafür ist kein E-Scooter wirklich geeignet. Aber was ich persönlich häufig mache, ich habe immer einen E-Scooter, natürlich, wir haben ja ganz viele, im Auto. Und wenn wir irgendwo in die Stadt fahren, dann parkt man außerhalb, meinetwegen beim Stadion, auf dem Parkplatz, der sogar kostenfrei ist. Dann fahren wir mit dem E-Scooter in die Stadt und man sieht erstaunlicherweise viel mehr Ecken einer Stadt, wenn man sich auf dem E-Scooter bewegt. Was man alles so erkunden kann, das hätte man zu Fuß niemals gemacht vorher.
Sebastian: Play block
Das stimmt. Das habe ich auch selbst schon so erfahren und muss sagen, man nimmt dann wirklich auch die Umgebung nochmal anders wahr. Und ich denke, da sind wir auch wieder an dem Punkt Einsatzzweck, wo Sie vorhin gesagt hatten, schon als Kriterium dafür, was es denn sein soll für ein E-Scooter. dass ich mir einfach vorher Gedanken darüber mache, wo fahre ich damit, wie setze ich ihn dann ein. Ist es denn so aus Ihrer Sicht, dass man den sowohl in der Stadt als auch auf dem Dorf oder auf dem Land einsetzen kann oder sagen Sie, ein E-Scooter ergibt an sich nur Sinn in der Stadt?
Jochen Dietermann: Play block
Nein, ist durchaus überall sinnvoll, weil so ein kleiner Tandemerladen ist ja überall geblieben, hoffentlich. Aber wir wollen den E-Scooter auch nicht nur als, sag ich mal, Fortbewegungsmittel mit Zweckbindung sehen, sondern er hat natürlich auch einen gewissen Fun-Effekt. Das Fahren damit macht wirklich Spaß. Und insbesondere, wenn man es dann vielleicht in einer kleinen Truppe macht, dann ist der Spaß garantiert mit dem E-Scooter. Von daher, wie beim E-Bike, er wird ja auch genutzt, um ein bisschen Spaß damit zu haben und vielleicht mal rauszukommen in die Natur oder mal einen schönen Fahrradweg entlang zu fahren. Also nicht nur die reine Zweckbindung.
Sebastian: Play block
Ja, ich denke, das habe ich auch schon gemerkt. Ich bin den jetzt gerade im Sommer noch gefahren, so im Juni, auch dann einfach mal ein bisschen Strecke zurückzulegen, ein bisschen was zu sehen sozusagen. Und das macht dann schon Spaß, ja, da bis zu 25 kmh, was sie erfahren dürfen, dann das Land 20 vorbeizuziehen sehen.
Jochen Dietermann: Play block
Halt, halt, ich ver... Kurzer Einwand, es sind 20 kmh, genau, nicht 25... Da haben sich die Herrschaften ja lange Gedanken drüber gemacht und haben dann diese Elektro-Kleinstfahrzeuge-Verordnung geboren. Schlimmes Wort, wie so Besetzer manchmal sind. Und da haben wir Deutschen alles ganz genau geregelt über einen E-Scooter.
Sebastian: Play block
So wie ich das gehört dann. Aber gut, ich meine, ist ja auch sinnvoll. Gibt es denn eine Helmpflicht für E-Scooter oder darf man die ohne fahren?
Jochen Dietermann: Play block
Es gibt keine Helmpflicht. Wir empfehlen es sicherlich, mit einem Helm zu fahren. Man darf nicht unterschätzen, wenn man da irgendwo mit relativ kleinen Reifen unterwegs ist und es kommt mal ein Schlagloch. Das kann dann schon mal böse ausgehen. Also Helmpflicht gibt es keine. Insgesamt gibt es auch hier und da ein paar seltsame Vorschriften über die Helmpflicht. zu nutzenden Wege. Wenn ein Fahrradweg da ist, muss man ihn nutzen. Auf dem Gehweg darf man nicht. Und dann muss man selbst, wenn man mit 14 Jahren dann vom Gehweg runter muss, auf die Hauptstraße. Und die Autos, die fahren ja, wo 50 ist, nicht alle 50, sondern vielleicht sogar mal 60 oder 70 und dann an so einem E-Scooter vorbeirauschen. Das ist schon nicht ganz der Urne.
Sebastian: Play block
Nee, das stimmt. Vor allem, wenn man derjenige ist, der auf diesem Street-Scooter oder Street-Booster dann steht. Da haben Sie recht. Jetzt haben wir uns ja wenig allgemein darüber unterhalten. Über den Street-Booster One hatten Sie auch schon ein paar Worte verloren. Wie geht es denn für euch weiter? Habt ihr denn schon was in den Startlöchern? Kommt da jetzt was Neues sozusagen noch von euch?
Jochen Dietermann: Play block
Es kommt in der Tat was Neues. Das haben wir schon Ja, ein bisschen früh angekündigt eigentlich schon im letzten Jahr, aber wie das manchmal mit so Entwicklungen ist, das dauert dann doch ein bisschen länger und auch beim Streetbooster 2, den wir jetzt vor 14 Tagen gelauncht haben, sind viele neue Entwicklungen eingeflossen und deshalb ist der Streetbooster 2 ein Modell geworden, was den One nicht ersetzt bei uns, aber im Markt ganz sicher seinen Platz finden wird.
Sebastian: Play block
Ja, wo sind denn die Unterschiede zum One? Also was kann er besser, was macht er anders, wie tritt er anders auf sozusagen? Können Sie das mal kurz erläutern?
Jochen Dietermann: Play block
Ja, die wesentlichen Unterschiede sind relativ einfach erklärt. Der Streetbooster One wiegt 13,5 Kilo, ist also der Ideale zum Mitnehmen im Auto oder im ÖPNV. Der Streetbooster Two kommt auf 20 Kilo, hat aber dafür größere Reifen, nämlich 10 Zoll Luftbereifung. Der Streetbooster Two hat einen stärkeren Motor. Mit 450 Watt kommt man da fast überall mit drauf und Ein ganz wichtiger Punkt, wir haben im Streetbooster 2 einen Wechselakku verbaut. Das heißt, den kann man herausnehmen aus der Bodengruppe, relativ einfach sogar. Und man kann wie beim E-Bike dann den Akku einfach mitnehmen und kann ihn meinetwegen in der Wohnung laden, ohne jetzt den ganzen Scooter tragen zu müssen.
Sebastian: Play block
Das ist doch ein gutes Argument, weil 20 Kilo wollte ich jetzt auch nicht jedes Mal in den zweiten Stock dann hier hochschleppen. Dann kann man den Scooter dann doch unten stehen lassen, nimmt einfach den Akku mit hoch und am nächsten Morgen den vollgeladenen Akku quasi wieder mit runter.
Jochen Dietermann: Play block
Genau so ist es. Wir verwenden im Akku übrigens die neuesten 21700er Zellen von LG. Die sind bei uns verbaut. Natürlich mit einem BMS, einem Batterie-Management-System, das vor diesen Entladungen und Überladungen und solchen Sachen schützt. Und die 21 700er Zellen haben eben durch ihre höhere Leistungsdichte auch den großen Vorteil, dass man so wirklich fast bis zum Ende durchfahren kann, ohne dass man Leistungsverlust erlebt.
Sebastian: Play block
Das ja auch wieder für die Langlebigkeit des Systems spricht sozusagen. So ist es. Und wir hatten jetzt im Vorgespräch schon ein paar Worte darüber verloren, da hatten wir auch aufgezeigt, ihr bietet jetzt die Streetbooster nicht nur Endkunden sozusagen an, sondern habt da auch schon Ideen, wie man den, ich sag mal, noch ein wenig mehr in die breite Masse reinbringen kann. Können Sie dazu einen Ausblick geben und ein paar Worte verlieren?
Jochen Dietermann: Play block
Ja, der Streetbooster 2 ist der ideale Scooter, um ihn auch in Verleihsysteme hinein zu integrieren. Wir sind in der Entwicklung eines eigenen, wir nennen es ein Mikroverleihsystem, was stationsgebunden ist. Das heißt, man kann es mit unterschiedlichsten Freischaltmöglichkeiten, kann man den Streetbooster dann entsprechend nutzen, sei es über eine App, sei es über eine Chipkarte, einen RFID-Transponder, was auch immer. Da haben wir eine ganz offene Plattform, die wir am Schaffen sind, sodass man beispielsweise jetzt an einer Fahrradverleihstation einen E-Scooter sich ausleihen kann, kann eine Tour damit machen und gibt ihn an eine andere Station zurück. Also wichtig bei unserem System oder entscheidend ist immer stationsgebunden sein, Die Fahrzeuge stehen nicht irgendwo in der Landschaft rum, sondern sie können vom Nutzer nur wieder abgemeldet werden, wenn sie an einer Station zurückgegeben werden. Viele Einsatzgebiete dafür sind auch in Kleinstädten zu sehen. die ja durchaus das Problem haben, dass sie ihre Attraktivität in vielen Bereichen steigern müssen. Und so eine Station am Bahnhof in der Innenstadt oder noch irgendwo an der Sehenswürdigkeit würden natürlich auch insgesamt aufwerten.
Sebastian: Play block
Definitiv. Und vor allem, wie Sie gesagt haben, auch der Gedanke, das über eine Station dann abzubilden, dass Sie halt einfach nicht irgendwelche Wege sozusagen blockieren, sondern man auch die Möglichkeit hat, die an einem fest definierten Platz dann wieder abzugeben, macht es ja auch attraktiv.
Jochen Dietermann: Play block
So genau. Wir haben jetzt schon, sage ich mal, testweise ein paar Verleihsysteme am Laufen und das funktioniert hervorragend bei denen und es wird sehr gut angenommen vor allen Dingen. Weil es klar ist, es ist in Kleinstädten was Neues. In einer Kleinstadt mit, keine Ahnung, 20.000 Einwohnern findet man heute keine E-Scooter oder nur sehr wenige und schon gar nicht jemand von den großen Verleihern, die ja zum Teil Hunderte von Millionen Euro eingesammelt haben, um dieses Thema aufzubauen.
Sebastian: Play block
Klar. Nee, das leuchtet nicht. Dann haben wir, glaube ich, einen ganz guten Überblick bekommen über das Fieldbooster und auch so, wo euer Weg hingeht künftig. Und ich möchte mich daher erstmal bei Ihnen bedanken, Herr Dietermann, für die interessanten Einblicke.
Jochen Dietermann: Play block
Ja, gerne, Herr Henssler.
Sebastian: Play block
Dann hören wir uns demnächst mal wieder und unterhalten uns dann vielleicht darüber, wie euer Verleihsystem in der Praxis angekommen ist.
Jochen Dietermann: Play block
Das machen wir. Alles Gute. Vielen Dank.