Zwei Wochen mit dem Nissan Leaf 2. Generation

Test- und Fahrbericht des Nissan Leaf 2018er Modell

In dieser Folge widmen wir uns einem Thema, welches vor ein, zwei Wochen auf dem Blog das Licht der Welt erblickt hat. Wenn man es denn so sagen kann.

Und zwar geht es um meine Erfahrungen mit dem Nissan Leaf in der zweiten Generation aus dem Jahr 2018, welche ich bereits mit geschriebenen Wörtern und Fotos im Blog festgehalten habe und nun in Kurzform nochmals in dieser Podcast-Folge aufgreifen möchte.

Erfahre mehr über das E-Auto von Nissan in der zweiten Generation.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Ich bin Sebastian und freue mich, dass du bei der aktuellen Folge des elektroautonews.net Podcast eingeschaltet hast. In der heutigen Folge widmen wir uns einem Thema, welches vor ein, zwei Wochen auf dem Blog das Licht der Welt erblickt hat, wenn man das denn so sagen kann. Und zwar geht es um meine Erfahrungen mit dem Nissan Leaf in der zweiten Generation aus dem Jahr 2018, welchen ich bereits mit geschriebenen Wörtern und Fotos im Blog festgehalten habe und nun in Kurzform nochmals in dieser Podcast-Folge aufgreifen möchte. Nissan Leaf, der Ursprung von allem. Mit dem Nissan Leaf hat alles angefangen. Okay, nicht alles. Daher ist es nur nachvollziehbar, dass ich mir nach der ersten Generation des Leaf auch den Nissan Leaf 2. Generation, sprich die zweite Generation, ein wenig genauer anschauen wollte. Denn es hat sich einiges getan seit dem ersten Modell. Was genau? Davon konnte ich mich Mitte Januar selbst überzeugen. Für zwei Wochen war das E-Auto von Nissan bei uns zu Gast und durfte sich bei alltäglichen Fahrten als auch Ausfahrten am Wochenende ein wenig beweisen. Eins vorab, wie du es eventuell bereits aus meinem geschriebenen Testbericht gewohnt bist, ist auch der Test des Nissan Leaf 2. Generation vollkommen subjektiv und betrachtet das E-Fahrzeug aus meiner persönlichen Perspektive. Da er kann und wird es sicherlich auch andere Meinungen zum Fahrzeug geben, was an sich aber auch überhaupt nicht verkehrt ist. Beginnen werde ich mit meinem ersten Eindruck, gefolgt von praktischen Erkenntnissen aus dem Alltag mit dem Leaf. Dabei möchte ich vor allem auf meine Erfahrungen mit dem E-Pedal eingehen, aber auch Assistenzsysteme wie Fahrspurüberwachung und Blind Spot Warning sind ein Thema. Dann widmen wir uns auch dem Laden des Nissan Leaf und schwenken eventuell auch ein wenig ab, in das Laden von E-Autos im Allgemeinen und die Herausforderungen damit im Alltag. Und Reichweitenangst im Winter spielt dann irgendwie auch noch eine Rolle. Auch wenn das Thema zumindest in Form von hilfreichen Tipps bereits in der vorherigen Folge des Podcasts bereits aufgegriffen wurde, nun wird es eben ein wenig praktischer. Ein Blick auf die äußeren und inneren Werte des Nissan Leaf darf dann natürlich auch nicht fehlen. Und zu den technischen Daten gibt es auch noch ein paar Informationen. Kurz zusammengefasst habe ich dann noch, was der Leaf eigentlich kosten soll und wie sich der Umweltbonus in Deutschland auf den Anschaffungspreis auswirkt. Das Fazit zu zwei Wochen Leaf fahren mit Januar gibt es dann selbstverständlich ganz am Ende. Nun legen wir aber mal los. Oder was meinst du? Im Verlauf des Testberichts wirst du erfahren, dass es die Kleinigkeiten am Leaf waren, welche mich nachhaltig begeistert haben. Dies beginnt bereits beim Einsteigen ohne Schlüssel. Also fast. Denn mit dem intelligenten Schlüssel kann dieser in der Tasche bleiben, wenn man das eigene Fahrzeug öffnen möchte. Einfach die Taste am Türgriff drücken und schon öffnet sich die Verriegelung. Verschließen des E-Autos funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Nachdem man den Blick im Innenraum hat schweifen lassen, fällt sofort auf, dass sich doch einiges verändert hat. Im großen Ganzen erkennt man durchaus auch im Inneren, dass es sich um einen Leaf handelt, aber Knöpfe, Taster und Displays haben teilweise schon neue Plätze im Cockpit gefunden. Wer bereits den ersten Leaf gefahren ist, dem fällt auch sicherlich direkt auf, dass der Schalthebel seinen Platz leicht verändert hat. Hierbei wartet dieser weiterhin mit den Gängen Parken, P, Rückwärtsgang R, Neutral N, Fahren D und dem Gang B auf. Hinter diesen Begriffen verbergen sich die verschiedenen Stellungen des Schalthebels im Nissan Leaf. Erklären sich die ersten vier Stellungen quasi von selbst, darf man bei B ein wenig raten. Und da es sicherlich nicht auf Anhieb zu erkennen ist, zumindest ging es mir so, gibt es eine kurze Erläuterung meinerseits. Bewegt man den Schalthebel in Stellung D erneut zur Seite und nach hinten, kommt man in die Stellung B. In dieser wird im Vergleich zum Fahren, also normale Stellung D, mehr regenerative Bremskraft angewendet, wenn das Gaspedal freigegeben wird. In diesem Sinne, Gang einlegen und los geht's. E-Pedal. Brems trifft auf Gaspedal. Beim Fahren des Leafs hat man ab der zweiten Generation die Möglichkeit, über einen Taster das sogenannte E-Pedal zu aktivieren oder deaktivieren. Im aktivierten Zustand erlaubt es, das Elektroauto im Alltag mit nur einem Pedal zu fahren. Mit dem E-Pedal ist es möglich, den Leaf alleine mit der Bestätigung des Gaspedals abzubremsen oder anzuhalten, bzw. das Fahrzeug an Ort und Stelle zu halten. Die Bremse hatte in den gut zwei Wochen meinen Fuß gefühlt nur zehnmal gespürt. Ansonsten habe ich davon profitiert, dass das E-Pedal den Wechsel zwischen Gas- und Bremspedal überflüssig macht. Die erste Begegnung mit dem E-Pedal hatte ich direkt nach der Entgegennahme des Fahrzeugs und Fahrt des Fahrzeugüberbringers zum Bahnhof. Und was soll man sagen? Fahren damit ist eher ungewohnt, zumindest für die ersten paar Kilometer. Hat man es dann allerdings raus und weiß, wie sich das E-Pedal verhält, möchte man es nicht mehr missen. Im Alltag äußert sich die Verwendung des E-Pedals wie folgt. Die Fahrgeschwindigkeit des Autos wird erhöht, indem man das Gaspedal wie gewohnt bestätigt. Durch Loslassen des Gaspedals wird die Fahrgeschwindigkeit verringert und das regenerative Bremsen setzt ein. Wenn man den Fuß vom Gaspedal nimmt, bremst das Fahrzeug ab und kommt ohne Bestätigung des Bremspedals gleichmäßig zum Stillstand. Nach dem Anhalten wird das Fahrzeug automatisch an Ort und Stelle gehalten, bis man wieder Gas gibt. So einfach ist das. Fahrspurüberwachung und Blind Spot Warning. Augen auf im Straßenverkehr. Kommen wir zu weiteren praktischen Helfern im Alltag. Die Fahrspurüberwachung ist ein solcher Helfer. Wie der Name vermuten lässt, überwacht dieser die Fahrspur mithilfe der Kameraeinheit, die sich oberhalb des Innenspiegels befindet. Fährt man nun mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 kmh und kommt den Spurmarkierungen sichtbar nah, wird die Warnfunktion aktiviert. Es ertönt ein akustisches Warnsignal, die Warnanzeige blinkt und das Lenkrad vibriert. Leicht. Interessant ist hierbei die Tatsache, dass das Lenkrad nur auf der Seite vibriert, welche in Gefahr läuft, sich über die Spurmarkierung zu bewegen. Es wird aber auch erkannt, wenn man bewusst die Spurmarkierung überschreiten möchte, nämlich dann, wenn der Blinker entsprechend gesetzt ist. Neben dieser Funktion hat mich aber vor allem das sogenannte Blind Spot Warning überzeugt. Ein Warnhinweissystem für den toten Winkel. Hierbei wird man als Fahrer während der Fahrt gewarnt, wenn sich Fahrzeuge auf der benachbarten Spur befinden. Wer nun der Überzeugung ist, dass man ein solches System nicht braucht, der liegt meiner Meinung nach komplett falsch. Diese Meinung kann ich mit fester Überzeugung vertreten, da mir selbst ein Unfall erspart geblieben wäre, wenn der Unfallverursacher damals über ein solches Assistenzsystem verfügt hätte. Nissan Leaf Laden. Diese Möglichkeiten gibt es. Geladen werden kann der Leaf von Nissan auf unterschiedliche Art und Weise. Am schnellsten geht es an den JADEMO Schnellladestation. Gleichstrom. Diese Form wird von Japanern häufig angeboten. Der Name drückt zugleich den Charakter aus. Auf eine Tasse Tee. Der Name soll somit die Schnelligkeit unterstreichen, mit der sich der Aufladevorgang auszeichnet. 80% der Batterie werden in 40-60 Minuten erreicht, wozu 50 kW Ladeleistung erforderlich sind. Eine Spur langsamer geht es am sogenannten Typ 2 Ladeanschluss, der meist an öffentlichen Wechselstromladensäulen oder an der heimischen Wallbox vorzufinden ist. An der Heimladestation oder an entsprechenden Ladestationen geht es von 0 auf 100% Batteriekapazität in ca. 8,5 Stunden, wobei auch hier gilt, dass die ersten 15% und die letzten 20% am meisten Zeit in Anspruch nehmen. Sollte man weder Wallbox, AC-Ladestationen oder gar Shademo Schnellladestationen in der Nähe haben, dann kann der Nissan Leaf auch an der normalen Schuko-Steckdose geladen werden. Hierzu ist allerdings ein entsprechendes EVSE-Kabel notwendig. Mit diesem geht es an der Haushaltssteckdose von 0 auf 100% Batteriekapazität in ca. 17,5 Stunden. Sicherlich nicht die ideale Lösung, aber zumindest läuft man nicht in Gefahr, ganz ohne Strom dazustehen. Praktische Ladeerfahrungen im Alltag Vergangenes Jahr hatte ich noch das große Glück, in direkter Nähe einer Plug-Serving-Ladestation zu wohnen. Dieses Jahr nach unserem Umzug nicht mehr. Selbst der Anschluss mit EVSE-Kabel war nicht möglich. Aber für alles gibt es eine Lösung. In diesem Fall war es die Nutzung der Nissan Connect EV App, um unterwegs einen Blick auf die entsprechenden Ladestationen zu werfen. Alternativ wurden noch die Plug-Serving-App als auch die EnBW Mobility Plus App bemüht. Letzterer hat auch noch eine Ladestation gefunden, an der man sogar kostenfrei laden konnte. Vorausgesetzt man war bereit für eine Nacht im Parkhaus zu bezahlen. Also doch nicht so ganz kostenfrei. Aber das ist ein anderes Thema. Kommen wir kurz auf die Nissan Connect EV App zurück, denn diese zeigt einem nicht nur an, wo man sein E-Auto laden kann, sondern gibt auch Informationen zum aktuellen Ladezustand der Batterie und der verbleibenden Reichweite an. Des Weiteren lässt sich ein Timer schalten, um das Aufladen der Batterie zu programmieren, sollte man beispielsweise von Billigstromzeiten profitieren wollen. Zudem lässt sich auch vorm Fahrantritt die Heizung oder Klimaanlage aktivieren. Eine wunderbare Sache, wenn es draußen gerade regnet oder schneit und man erst vor die Tür muss, wenn das eigene Auto vorgewärmt, abfahrbereit ist. Reichweitenangst. So ganz ohne geht es nicht. Eingangs bereits erwähnt, möchte ich zumindest kurz darauf zu sprechen kommen. Reichweitenangst oder die Angst, dass der Akku nicht reicht, um die nächste Strecke erfolgreich zu absolvieren, kennt jeder, der erstmals ein E-Auto fährt. Mittlerweile bin ich schon mehr wie ein Elektroauto gefahren und muss sagen, die Reichweitenangst ist immer wieder da. Wenn auch deutlich kleiner und schwächer ausgeprägt als bei meiner Jungfernfahrt mit dem Leaf der ersten Generation. Und dennoch ist es gerade Anfang Januar so gewesen, als ob der Akku wesentlich schneller in puncto Ladestand abgenommen hat, als es eigentlich der Fall sein sollte. Mag auch daran liegen, dass Akkus im unterkühlten Zustand nicht optimal arbeiten. Dies wirkt sich durchaus auf die Reichweite aus. Weithöher ist allerdings der Einfluss der Heizung auf die Reichweite des eigenen E-Autos. Durfte ich selbst merken. Heizung angeschalten, direkt 20 km weniger Reichweite. Wer dem entgehen will, der heizt sein E-Fahrzeug entweder vor, wenn es an der Ladestation lädt, oder lässt die Heizung aus und setzt nur auf Lenkrad und Sitzheizung. Funktioniert auch wunderbar, aber aufgepasst, die Scheiben könnten beschlagen. So oder so, die Reichweitenangst nimmt nach ein paar Kilometer Fahrt wieder spürbar ab, wenn man ein entsprechendes Gefühl für das Fahrzeug bekommt und weiß, dass es manchmal sinnvoller ist, einfach mit dem Verkehr zu fließen, als durch ständiges Stromgeben den Akku zu belasten. Ein Blick auf das Exterieur und Interieur des Nissan Leaf. Nachdem nun also die ersten Eindrücke aus meiner zweiwöchigen Testfahrt mit dem Leaf festgehalten wurden, möchte ich natürlich auch auf dessen innere und äußere Werte eingehen. Auch wenn viele Dinge bereits in einem der vorherigen Abschnitte des Podcasts aufgegriffen wurden. Äußere Werte des Leaf Fangen wir doch beim ersten äußeren Eindruck an. Außer das zusätzliche E auf dem Nummernschild sowie das fehlende Abgasrohr lässt auf den ersten Blick nichts vermuten, dass es sich beim Liefern um ein E-Auto und keinen Verbrenner handelt. Vorausgesetzt man achtet nicht zu stark auf die dezenten Logos im Seiten- und Heckbereich des Fahrzeugs. Mag auch daran liegen, dass man mit der zweiten Generation des Leaf vom knubbeligen, verspielten Design abgekommen ist, welches die erste Generation noch vorzuweisen hatte. Wir erinnern uns, beim ersten Leaf ragten die Frontscheinwerfer bis unter die Motorhaube und wirkten aufgesetzt. Dafür weist die nun neue, platzierte C-Säule in der zweiten Generation des Leaf beinahe an den BMW i3 zu erinnern. Also zumindest ein wenig. Aber auch in puncto Größe unterscheidet man sich von der vorherigen Generation. So zeigt sich der neue Leaf noch eine Spur größer. In puncto Länge hat man knapp 5 cm zugelegt und bringt es auf 4490 mm Länge, wobei die Breite ebenfalls um 18 cm auf 1788 mm gewachsen ist. Lediglich in der Höhe hat Nissan ein wenig eingespart und bringt das beim Leaf der zweiten Generation nur noch auf 1530-1540mm. An der Front des Fahrzeugs gibt es den nicht vorhandenen Kühlergrill zu bestaunen. Ein halbdurchsichtiges Panel ersetzt diesen, welches bei direkter Lichteinstrahlung eine bläuliche, schimmernde Warmstruktur zum Vorschein kommen lässt. E-Mobilität lässt grüßen, wie man auch an der darüber befindlichen Ladeklappe erkennen kann. Für AC-Ladevorgänge ist hinter der Ladeklappe ein Typ-2-Anschluss verbaut. Für das Gleichstromladen befindet sich unter der Ladeklappe ab Akzent der Ausstattung ein CHAdeMO-Anschluss. Für die weiteren optischen Details und Feinheiten des Leaf im Außenbereich möchte ich nun allerdings auf den Testbericht im Blog verweisen. Link gibt es in den Shownotes, da ich doch dort ein wenig ausführlicher auf die Ausstattungsmerkmale eingehen konnte. Diese hier herunterzurattern ist sicherlich nicht ganz gänzlich zielführend. Zudem gibt es im Blog natürlich entsprechende Fotos, wo du das Ganze auch nochmal visuell erfassen kannst, wie er sich denn nun präsentiert, der Leaf der zweiten Generation. Innere Werte des Nissan Leaf. Wie man es bereits von der ersten Generation des Leaf kennt, bildet das Cockpit die Schaltzentrale des E-Autos. Es lässt sich zudem eine gewisse Ähnlichkeit von der ersten zur zweiten Generation nicht verleugnen, auch wenn der eine oder andere Knopf, Knauf oder Schalter an anderer Stelle vorzufinden ist. Aber auch beim Leaf der 2018er Generation nimmt das Infotainmentsystem Nissan Connect EV eine entscheidende Position ein. Dieses bietet Zugriff auf die Menüeinstellungen, Radio, Navigationssystem und Telefon. Bereitet zudem auch noch übersichtlich Informationen zum aktuellen Fahrstil, Ladestand der Batterie und so weiter auf. Untergebracht ist das Infotainmentsystem im Multimediasystem des Fahrzeugs, welches sich durch ein 7 Zoll Farbdisplay mit Touchscreen steuern lässt. Das System ist seinerseits multimedial aufgebaut und lässt beispielsweise den Anschluss per CarPlay von Apple oder Android Auto von Google zu. Des Weiteren kann das eigene Smartphone auch ganz simpel per Bluetooth angeschlossen werden. Hat mich bei meinen Fahrten übrigens oft begeistert. Einmal verbunden, funktioniert die Kopplung von Smartphone und Nissan Leaf einwandfrei. Zudem erkennt das Fahrzeug, an welcher Stelle beispielsweise der letztgehörte Podcast gestoppt wurde und startet von dort aus erneut die Wiedergabe. So wird das Bose Premium Soundsystem mit sieben Lautsprechern mit Subwoofer. Für sich betrachtet eine Kleinigkeit, welche in Summe aber durchaus den Unterschied ausmachen könnte. Das Navi kommt sprachgesteuert daher und verfügt über RDS-TMC-Meldungen, um entsprechend Staus aus dem Weg zu gehen. Über den Touchscreen bekommt man ebenfalls die Bilder der sogenannten 360-Grad-Rundumsicht angezeigt, welche im Zusammenspiel mit den Parksensoren vorne und hinten gewährleisten, dass man ohne Kratzer das E-Fahrzeug in der gewünschten Parklücke abstellen kann. Links neben dem Lenkrad befinden sich zahlreiche Knöpfe, welche beispielsweise die Anzeige im Display oberhalb dem Lenkrad bedienen. Diese regeln aber auch, dass das E-Auto keine Töne beim Fahren unterhalb von 30 kmh von sich gibt, das Stromkabel beim Laden verriegelt wird, als auch die Zeitschaltuhr zum Laden nicht berücksichtigt wird bei hinterlegten Ladeintervallen. In der von mir gefahrenen Tecna-Version wurden Alcantara-Ledersitze in schwarz mit blauen Nähten verbaut, welche im Zusammenspiel mit der Sitzheizung Anfang Januar eine wahre Wonne waren. Die Sitzheizung gibt es dank verbautem Winterpaket allerdings nicht nur für Fahrer und Beifahrer, sondern auch für die hintere Sitzreihe. Allerdings darf sich nur der Fahrer des Leaf über warme Hände erfreuen, beheizbarem Lenkrad sei Dank. Technische Daten des Leaf im Schnelldurchlauf Für den gut zweiwächigen Test des E-Autos von Nissan stand uns die Tecna-Variante mit 110 kW, was 150 PS entspricht, zur Verfügung. Diese kam mit einem 40 kW Akku daher. Der Akku kommt mit 192 Batteriemodulen ausgestattet daher, die nach WLTP-Zyklus 270 bis 285 km im kombinierten Zustand reichen sollen. Für ein E-Auto sicherlich nicht ausschlaggebend, aber dennoch ein interessantes Detail. In 7,9 Sekunden geht es von 0 auf 100 kmh. Bei 144 kmh Höchstgeschwindigkeit ist dann allerdings auch Schluss, da der Leaf dann abgeriegelt wird. Ein paar der technischen Details des Leafs habe ich in den vorherigen Punkten bereits vorweg gegriffen. Gerade die 360° Rundumansicht, das Winterpaket, als auch das durchdachte Nissan Connect EV System mit der zugehöriger App darf man nicht unerwähnt lassen. Letztere konnte ich aufgrund ständiger Störungen unseres Mobilfunknetzes leider nicht richtig testen. So soll es aber möglich sein, wie bereits erwähnt, wenn die App einmal mit dem Leaf verbunden wurde, unter anderem die Klimaanlage zu steuern, als auch Informationen zum Ladevorgang zu erhalten. Für die weiteren technischen Details möchte ich nun allerdings erneut auf den Testbericht im Blog verweisen, habe ich diese dort doch ausführlicher aufgeführt, damit du es quasi in Ruhe nochmal nachlesen kannst, mit welchen technischen Details der Leaf aufzuwarten weiß. Nissan lief in der zweiten Generation. Preis und Förderung durch den Umweltbonus. Jetzt geht es aber erstmal ans Eingemachte. Schließlich wollen wir auch wissen, was uns der Nissan Leaf kostet und wie hoch der Umweltbonus in Abzug gebracht werden kann. Der Nissan Leaf in der zweiten Generation, in der Ausstattungsvariante Tecna, kommt auf einen Listenpreis von 39.850 Euro. Das Testfahrzeug hatte zudem noch die Zwei-Farben-Lackierung für 1.050 Euro als Upgrade erfahren. Somit kommt das Fahrzeug auf einen Gesamtpreis von 40.900 Euro. Hiervon wird dann noch der Nissan Elektro Bonus 2380 Euro sowie der staatliche Umweltbonus 2000 Euro in Abzug gebracht, womit man bei einem endgültigen Preis von 630.520 Euro landet. Mit diesem Preis und dieser Ausstattung kann man den Leaf durchaus als konkurrenzfähig zu manchem Verbrenner ansehen. Der aktuelle Kaufpreis des Golf 8 GTI oder des Golf 8 GTI TDI GTD jeweils 2019er Modell beträgt identische 35.780 Euro bis 38.750 Euro, jeweils in den Basisausstattungen, die nicht so vollständig daherkommen wie die beim Leaf. Hinzu kommen die Einsparungen in Betrieb an Betriebskosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Verschleißteilen, TÜV-Gebühren, Versicherungen, Steuern usw. Man kann also festhalten, wenn man ein wenig genauer hinschaut, ist auch ein E-Auto heute schon absolut im Kostenvorteil. Zwei Wochen Leaf fahren. Ein Fazit. Zwei Wochen elektrisch fahren. Zwei Wochen Nissan Leaf fahren. Zwei Wochen, die einfach viel zu schnell vorbei waren. Viel anders lässt sich dieses Gefühl nicht beschreiben. So ungewohnt es immer wieder ist, rein elektrisch zu fahren, so schön ist es jedes Mal. Auch wenn man mit den Herausforderungen wie Reichweitenangst im Winter, fehlenden Ladestationen und ähnlichem zu kämpfen hat. Aber zurück zum Thema. Der Leaf in der 2018er Version. Optisch hat sich einiges getan. Nissan ist mit dieser Generation des Leaf beim Auto angekommen. Bei einem Auto, welches sich im Alltag sehen lassen kann, ohne negativ aufzufallen und optisch eben nicht mehr so stark hervorsticht, wie es eben beim Vorgänger noch der Fall war. Und auch ansonsten wusste der Leaf zu überzeugen. Insbesondere das E-Pedal hat es mir angetan. Fahren mit einem Pedal, welches Gas geben und bremsen übernimmt, definitiv eine feine Sache. Auch wenn man ein bisschen Übung braucht, zumindest wenn man es erstmal damit zu tun hat. Auch Assistenzsysteme wie die 360° Sicht oder das direkte Ansprechverhalten an der Ampel stehen hoch im Kurs. Die Reichweite war zwar nicht ganz wie angegeben zu erreichen, mag aber nicht nur am E-Auto selber, sondern auch am Wetter, dem Fahrer und den Gegebenheiten vor Ort. Bei uns gibt es viele Berge, die gelegen haben. So oder so, einsteigen würde ich in den Nissan Leaf der zweiten Generation definitiv wieder. Solltest du nun noch Fragen zum Leaf der zweiten Generation oder auch zum Nissan Leaf der ersten Generation haben, kannst du mir die gerne per E-Mail oder auch als Kommentar im Blog zukommen lassen. Ich werde dann natürlich versuchen, diese bestmöglich zu beantworten, entweder für alle auf dem Blog oder auch dir dann eben direkt. Jetzt bleibt noch nicht mehr viel zu sagen, außer vielen Dank, dass du zugehört hast, hier so im ersten gesprochenen Testbericht für ein Elektroauto auf elektroautonews.net. Und ich würde mich einfach freuen, wenn es dir gefallen hat, dass du unseren Podcast bewertest. Im besten Fall positiv natürlich, damit noch viele E-Mobilitätsinteressierte in den Genuss kommen, den Podcast auch in den kommenden Folgen zu hören. Im Voraus vielen Dank, dass du mir zugehört hast für deine Bewertung und auch, dass du hoffentlich nächsten Sonntag wieder einschaltest. Bis dahin, mach's gut. Ciao.