Wie chargeIQ die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren zugänglich machen will

Im Gespräch mit Stephan Dengler, Co-Founder chargeIQ

Das Start-Up chargeIQ hat sich vorgenommen Elektroautos und Plug-In-Hybriden Ladeinfrastruktur ohne Barriere zugänglich zu machen. Im Detail geschieht dies dadurch, dass das Unternehmen mit der eigenen Software-Lösung Dritten den Zugang zur Ladeinfrastruktur eines Mehrfamilienhauses, von Gewerben, Stadtwerken oder Kommunen zugänglich machen kann. Nachhaltig und Profitabel, wie Stephan Dengler, Co-Founder und zuständig für Strategie, Finanzen, Marketing & Sales, im Gespräch zu verstehen gibt.

Gestartet ist chargeIQ ehemals als "Airbnb" für Wallboxen. Zu Beginn hat das Unternehmen private Wallboxen zwischen Ladestation-Besitzer und E-Autofahrer vermittelt. Im Laufe der Zeit kam es hierbei zu Problemen durch nicht fairen Umgang der Benutzer untereinander.

Zu diesem Zeitpunkt hat chargeIQ sich nach einem anderen Betätigungsfeld umgesehen. Ziel war es hierbei die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren zugänglich zu machen. Sprich, private Ladestationen, als auch die von Mehrfamilienhäuser, von Gewerben, Stadtwerken oder Kommunen sollen der "Masse" zugänglich gemacht werden.

Hierfür setzt man auf eine Online Plattform für individuelle Zugangsverwaltung, Abrechnung und Betrieb von halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur. Diese erlaubt es die eigene Ladeinfrastruktur - egal ob eine Wallbox oder mehrere - unterschiedlichen Nutzerkreisen zugänglich zu machen. Mehr dazu im Podcast mit Stephan Dengler.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich mir Stefan Dengler von dem Startup ChargeIQ zu Gast geholt, welche nicht weniger als die Ladeinfrastruktur ohne Barriere zugänglich machen wollen. Hierzu nutzen sie ein eigenes Dashboard, das sie entwickelt haben und Stadtwerke, Mehrfamilienhäuser und Gewerbe zur Verfügung stellen, anbieten eben als Startup. Service oder als Dienstleistung sozusagen, um dann die eigene Wallbox bzw. die eigenen Ladestationen auch anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Das kann dann in unterschiedlichsten Modellen sozusagen passieren. Ich kann beispielsweise meinen Mitarbeitern einen kostenfreien Zugang gewähren, kann dann Kunden, die bei mir einkaufen, die erste halbe Stunde kostenfrei geben, danach zu einem verminderten Tarif vielleicht laden und normal Parkende, die mit ihrem E-Auto vorbeischauen und einfach nur unseren Parkplatz nutzen, können zu einem normalen Tarif dann laden. All das wird gesteuert über das Dashboard von ChargeIQ. und kann das Ganze dann eben monitoren, zusammenführen und macht es dann für den Nutzer oder den Besitzer der Ladestation um einiges einfacher, dies zu verwalten. Ist natürlich insbesondere bei Stadtwerken sinnvoll, die verschiedenste Gewerbe angebunden haben und die dann auch sozusagen die Verfügbarkeit und die Erreichbarkeit der Ladestation monitoren können durch ein Ampelsystem. Im Detail soll dir das aber am besten der Stefan selbst erzählen im Gespräch, weil der ist Experte dafür, der weiß, was die eigene Software kann, das eigene Angebot und ich fand es ganz interessant, mich da mit ihm auszutauschen. Dir viel Spaß mit der aktuellen Folge. Servus Stefan, vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über euer Startup ChargeIQ unterhalten können. Bevor wir da doch zunächst auf das Unternehmen eingehen, wäre es mir recht, wenn du ein paar Worte über dich verlierst und wie du mit der E-Mobilität in Verbindung gekommen bist.

  3. Stefan Dengler:

    Ja, Sebastian, hi. Ich freue mich. Ich fange gerne mal an. Und zwar, hi, ich bin Stefan, ich bin 29, einer der Gründer von ChargerQ. Und ich bin bei uns verantwortlich für Business, Finanzen, Vertrieb und alles, was nicht in der Softwareentwicklung ist. Also alle BWLer-Themen, wie meine Kollegen sagen. Ja, wie bin ich in die E-Mobilität gekommen? Ich bin als Stuttgarter selbst bei einem großen Automobilhersteller hier gewesen und war vorab in der technischen Wettbewerbsanalyse. und hatte als alter Petrolhead eigentlich gar nicht so das ganze Thema E-Mobilität auf dem Schirm, bis ich dann diese ganzen Plug-In-Hybriden und Reihen-E-Autos kennengelernt habe und gemerkt habe, da geht ganz schön was und da wird noch ganz schön was gehen. Und da sind wir hier in der Metropolregion Umstuttgart gar nicht immer so weit voraus und habe mich da selbst ein bisschen mit dem Thema befasst und dann zufällig mein Team kennengelernt, mit dem ich dann auch gegründet habe und heute noch super gut zusammenarbeite und ganz glücklich bin.

  4. Sebastian:

    gegründet habt ihr ChargeIQ und als was habt ihr euch denn, ich sag mal, was war so die Idee bei der Gründung damals und wo hat es sich jetzt vielleicht aktuell hin entwickelt?

  5. Stefan Dengler:

    Genau, und zwar gestartet haben wir, beziehungsweise mein Mitgründer, der Volker, der früher bei einem großen IT-Konzern einige E-Mobilitätsprojekte geleitet hat, unter anderem Green Emotion, da so die Basis von Hubcheck oder Nemo, das ist so ein Business-Netzwerk, das Blockchain-basiert war, indem er dort selbst die E-Mobilität kennengelernt hat. Vor sieben, acht Jahren war das. Selbst ein erstes E-Auto hatte und gemerkt hat, das ist gar nicht so leicht, das Auto überall zu laden. Er hatte zwar zu Hause einen Ladepunkt, aber öffentlich war das ganz schwierig. Hat dann 30, 40, 50 verschiedene Ladekarten dabei gehabt und gemerkt, das kann es eigentlich nicht sein. Und dann kam von ihm aus die Idee so hoch, wieso kann ich nicht einfach bei meinen Nachbarn oder bei meinen Bekannten, wo ich zu Besuch bin, laden? Und das ist dann so die Ursprungsidee gewesen. Wieso gibt es kein Airbnb für Ladesäulen? Wieso kann ich nicht bei allen möglichen anderen einfach Zugang haben und einfach und zu fairen Preisen laden? Und das hat dann meinen anderen Mitgründer, den Tim, und mich so begeistert, auch diese Frage einfach zu verstehen, warum geht es denn nicht, dass wir damit gestartet sind.

  6. Sebastian:

    Das heißt, ihr seid dann sozusagen als Wallbox-Sharer am Markt eingestiegen, so was beispielsweise Encharge aktuell macht. Die bieten ja so eine Art Marktplatz sozusagen an für Privatpersonen, die da zueinander finden, wo man die Wallbox dem anderen anbietet sozusagen, um da dann das E-Auto laden zu können. Das war so der Ursprung.

  7. Stefan Dengler:

    Genau, genau. Da hatten wir 2019 auch schon ein erstes digitales Produkt. Zum vertrauensbasierten Sharing. Das heißt, die E-Auto-Fahrer kommen zu dir, sehen deinen Zähler und haben dann einen QR-Code, den wir dir zuschicken. Und dann können sie dort einfach diesen QR-Code einscannen und werden auf so eine Payment-Seite weitergeleitet, um dann ihre Lademenge zu schätzen nach dem Ladevorgang und dann mit dem vom Anbieter angegebenen Preis den Ladevorgang zu zahlen. Das hat anfangs auch super gut funktioniert. Die Leute haben das echt, also wirklich richtig gut gemacht. Das war so dieser... ursprüngliche Kreis der E-Mobilisten und hat die ersten ein, zwei Jahre unseres Erachtens richtig gut funktioniert, bis dann immer öfter kam, ich musste halt schnell weg und dann habe ich es nicht gewusst und jetzt war das Internet nicht da und ich habe den Ladezustand vergessen, wie viel Kilowattstunden ich wirklich geladen habe, dass es, ich möchte nicht sagen missbraucht wurde, aber einfach etwas laxer ausgelegt wurde und das war bei uns der Punkt, wo wir uns überlegt haben, Das reine, vertrauensbasierte Sharing, das ging, aber das geht so langsam nicht mehr.

  8. Sebastian:

    Ja, so wie du gesagt hast, wahrscheinlich war das eben so dieser erste Kern der überzeugten E-Mobilisten, die ja die Fahrzeuge auch wirklich aus Überzeugung gekauft haben. Damals gab es ja noch weniger Auswahl von den Modellen her und da hat man sich auch bewusster noch dafür entschieden sozusagen. Und ich glaube, da gab es einfach auch noch eine wenig andere Einstellungen, so wie du ja auch aufgezeigt hast. Wenn es die Möglichkeit gibt, das System in wenig Lachse auszulegen, gibt es natürlich auch immer den einen oder anderen mit steigender Marktgröße, der das natürlich auch ausnutzt, was natürlich schade ist auf der anderen Seite. Das heißt, ihr habt dann gesagt, okay, das ist jetzt nicht mehr unbedingt das Geschäftsmodell, was ihr verfolgen wollt, sondern seid dann auch umgesattelt und habt euch einen anderen Schwerpunkt bei ChargeIQ gesucht.

  9. Stefan Dengler:

    Genau. Und zwar haben wir den Sharing Service weiterentwickelt. Wir haben uns so den Markt angeschaut. Wir haben da ein Pilotprojekt im ländlichen Raum, gerade wo die Ladeinfrastruktur ziemlich schlecht ist. Und dann haben wir uns mal angeschaut, was die Leute eigentlich wirklich wollen und was auch die, ich sage mal, die Vorgaben sind. Weil als Startup bewegt man sich da ganz gerne ganz frei, aber so wirklich rechtssicher ist vieles nicht. Und da haben dann viele Leute auch so das Thema, ja, Leute, wenn es rechtssicher ist, dann bin ich dabei, aber so ganz möchte ich da noch nicht mitmachen. Und da gibt es einfach viele Themen, zum Beispiel das Thema Eichheitskonformität oder wenn eine PV-Anlage auf dem Dach ist, das Thema der Abrechnung mit dem EEG-Strom. Das ist relativ schwierig abzubilden. Und dann sind auch viele gekommen, die haben gesagt, ich möchte schon überall laden, aber das muss so einfach sein wie Sanken. Ich möchte jetzt nicht auf eine geschlossene Plattform oder ich möchte nicht extra der App oder einen extra User-Account. Ich möchte mich nirgends anmelden. Das muss einfach ganz easy gehen. Und das war dann für uns der Punkt zu sagen, gut, dieses digitale Produkt zum Sharing, das muss einfach weg vom vertrauensbasierten und zu einem kontrollierten Laden, dass man einfach sieht, okay, also ich gehe jetzt mal in die Nutzersicht. Ich habe einen Ladepunkt und wie biete ich den denn an? Und da sagen wir, okay, den tragen wir in die öffentlichen Ladeverzeichnisse an, als das eine Produkt, das öffentliche Sharing. Es gibt aber auch das private Sharing mit Freunden, Familien und Nachbarn. Dann wird der Ladepunkt nicht eingetragen. Und die Zugangsmöglichkeiten, die wir dann sehen, die sind zum einen dieses Direct Payment und zum anderen Roaming, dass ich einfach mit meinen gängigen Roaming-Ladekarten, die die großen Konzerne praktisch anbieten, auch einen direkten Zugang dazu habe. Und was wir auch gemerkt haben, viele sagen, das ist ganz toll, was ihr da macht, aber ich möchte jetzt keine so fiktive Währung. Ich möchte eigentlich schon ganz gern in harten Euros bezahlt werden. Das heißt, wir geben den Kunden eine direkte Übersicht, wie viel Umsatz sie gemacht haben, wie viel Einnahmen sie haben und zahlen das denen dann auch direkt in Euros wieder aus.

  10. Sebastian:

    Also ihr seid dann quasi Mittler zwischen, wie sagt man, E-Autofahrer, der sein Fahrzeug laden will, dem Wallbox-Besitzer, der die anbietet und der die über euer System dann eben zum einen in dieses öffentliche Sharing mit einführen kann, aber zum anderen auch in privates Sharing, wo wir nachher nochmal drauf eingehen werden, wo man dann über, wie sagt man, einen NFC-Chip oder sowas oder eine RFID-Karte entsprechend Zugang auch bekommen kann.

  11. Stefan Dengler:

    Genau, das war unser Ziel, möglichst einfach die private und halb öffentliche Ladeinfrastruktur einem jeden zugänglich zu machen. Also ohne Barrieren, ohne diese extra Accounts und mit möglichst viel Rechtssicherheit. Das heißt, wir haben einen Versicherungsschutz mit einem großen deutschen Versicherungspartner noch dabei, dass einfach die Ladevorgänge abgesichert sind und wir zeichnen alles eichrechtskonform, sofern es die Hardware kann, mit ab.

  12. Sebastian:

    Okay, und da kümmert ihr euch alles drum, das heißt, der Wallbox-Besitzer sozusagen hat eigentlich nicht mehr mit zu tun, als sich einmalig bei euch anzumelden, seine Daten zu hinterlegen, ein paar Felder wahrscheinlich auszufüllen im Formular, die ihr braucht für eure Datenbanken und dann hat er da in Anführungsstrichen seine Ruhe mit und muss nur noch am Ende des Monats, wenn denn geladen wird bei ihm, auf seinen Geldeingang warten.

  13. Stefan Dengler:

    Im Endeffekt, ja, genau. Der meldet sich mit zwei, drei Klicks seine Ladestation an und dann gibt er seine Zeiten frei, wann er praktisch die Ladestation nicht braucht und den anderen abgeben möchte und gibt seinen Preis an und das war es im Grunde schon.

  14. Sebastian:

    Jetzt sind wir da bei dem Preisthema. Gebt ihr da Richtlinien vor? Guckt ihr da von eurer Software aus drauf, dass sich das auch alles in einem humanen Rahmen bewegt? Oder wird das dann auch teilweise ausgenutzt? Ich sage jetzt gerade mal im ländlichen Raum, wo es vielleicht nicht so viele Wallboxen gibt, könnte man ja auf die Idee kommen, da gibt es keine Möglichkeiten zum Laden. Jetzt kann ich ja da mal einen Freibach mitmachen. Oder achtet ihr da auch schon wenig drauf? Ich meine, da sind wir wieder bei Lachsensystem sozusagen, die Brücke zu spannen.

  15. Stefan Dengler:

    Absolut. Also das ist Thema Angebot und Nachfrage. Wenn es ganz wenig Ladepunkte gibt, dann könnte das den Ladestationsbesitzer schon motivieren, einen gestrandeten E-Auto-Fahrer ein bisschen stärker zur Kasse zu bitten. Aber das haben wir, ich möchte nicht sagen unter Kontrolle, aber da haben wir ein Auge drauf und auch eine Cap, wo einfach ein Maximalpreis dann definiert wird.

  16. Sebastian:

    Ja gut, ich denke, das ist auch vernünftig. Das Thema hatten wir nämlich auch mit Simon von Encharge in einem der letzten Podcasts, die dann eben auch gemerkt hatten, dass da die Preise dann doch teilweise auch stark nach oben gegangen sind, um eben sowas auszunutzen, was ja bei dem Gedanken der E-Mobilität oder zumindest diesen der Kerngruppe da sozusagen eigentlich nicht zugegen ist, sondern man will das ja gemeinsam nach vorne treiben und dann sollte das ja auch für beide Seiten natürlich fair ablaufen. Zum einen, dass der Ladende einen fairen Preis bezahlt, aber auch der Wallbox-Unbieter einen fairen Preis dann erhält.

  17. Stefan Dengler:

    Absolut, sehen wir ganz genau so und das wird auch von unseren Kunden ganz gut angenommen. Wenn wir mit denen darüber sprechen, dann sagen die ja, das stimmt, das Also das Einverständnis von denen haben die auch, wenn die dann woanders auch zu einem fairen Preis laden können, wenn man das denen mal vor Augen hält, dann stoßen wir da auch absolut auf Einverständnis.

  18. Sebastian:

    Das hört sich gut an. Du hattest mit dem Vorgespräch gesagt, dass ihr zum einen natürlich so dieses Angebot für den Wallbox-Besitzer dann eben habt. Aber soweit ich verstanden habe, das größere Geschäft für euch oder auch der größere Fokus dann noch, wenn man das so nennen mag, liegt dann halt eben auch auf Stadtwerken, Gewerben, Mehrfamilienhäusern oder Besitzer mit mehreren Wallboxen kann ja auch vielleicht vorkommen sozusagen, die das dann auch richtig über eure Software, euer Dashboard verwalten möchten. Wenn ich das so richtig verstanden habe. Vielleicht kannst du das auch noch ein bisschen ausführen, was ihr denn genau für diese Personen, Firmen macht, die da eben ein höheres Ladeangebot sozusagen mitbringen.

  19. Stefan Dengler:

    Genau, das würde ich so als bisschen die Weiterentwicklung unseres Business-Modells nennen. Wir haben einfach gemerkt, das Sharing allein kommt sehr gut an, das wollen die Nutzer. Aber Stand heute, damit nachhaltig auch was zu verdienen, das ist noch ganz schwierig. Und dann haben wir uns einfach angeschaut, was sind denn unsere Kompetenzen, was können wir wirklich gut? Und welche Nutzer, also die Nutzergruppen sind von den Mehrfamilienhausabrechnungen, also die Mehrfamilienhäuser bis zu den Dienstwagen, die abgerechnet werden müssen, bis zu verschiedenen Gewerbebetrieben. Was wollen die denn? Was haben die eigentlich für Probleme? Und das deckt sich, das war das Interessante, das deckt sich da ganz stark, das Thema Zugänglichkeit und Abrechnung. Und da haben wir gemerkt, dass unsere Software, es im Grunde diesen verschiedenen Benutzerrollen ganz einfach macht, also Benutzerrollen, die nenne ich mal Stadtwerke, Privatpersonen, Hausverwalter, Gewerbebetriebe oder Elektriker, diese ganzen Konfigurationen vorzunehmen. Das heißt, ich nehme jetzt einfach mal einen Gewerbebetrieb, der sagt zum Beispiel, mein Ladepunkt, der muss verschiedenen Nutzergruppen zur Verfügung stehen. Ich möchte da zum einen meine Flotte laden, die soll am besten kostenfrei laden. Dann kommen meine Mitarbeiter, die einen haben Dienstwagen, die gehen dann auf Kostenstelle, die anderen dürfen mit ihrem Privatwagen laden, die sollen dann auch was zahlen, aber jetzt keinen besonders hohen Preis, einfach einen ganz fairen Preis, dann kommen meine Kunden und Gäste, die haben vielleicht so eine Kondition, dass sie die erste halbe Stunde gratis laden, vielleicht wollen die auch komplett gratis laden, vielleicht laden die zum halben Preis und das bis hin zu, ich sag mal, fremden Parkern, die dann einfach einen marktüblichen Preis zahlen und Das ist so genau das Thema, dass wir sagen, die Zugänglichkeit können wir schaffen. Zum einen über die Kundenkarte, über den Mitarbeiterausweis, über eine Roamingkarte oder beispielsweise über so ein Direct Payment. Und damit, also mit diesen Produkten, mit der Software, die wir aufgebaut haben, konnten wir bisher einigen Gewerbebetrieben schon ganz gute Lösungen zur Verfügung stellen, um zu sagen, genau damit könnt ihr eure Bedürfnisse eigentlich abdecken.

  20. Sebastian:

    Das heißt, um das jetzt mal in die Praxis zu überführen sozusagen, wenn ich jetzt ein Bäcker bin, der zwei, drei Parkplätze vor der Tür hat, einer davon mit einer Ladestation ausgestattet, habe ich eben die Möglichkeit zum einen zu sagen, okay, mein Bäckermeister, der morgens um vier kommt, der kann da laden bis laden oder der kommt ja nachts eher, sage ich mal, der kann da erstmal umsonst laden, dann hat er das Auto wegzufahren, dann meine Kunden, die kurz da sind, können es mal dran stöpseln. Wobei der Ernst Becker natürlich nicht das beste Beispiel ist, da ist er hoffentlich schneller bedient sozusagen, aber ich sage mal, so könnte man das dann quasi aufbauen, ausgerichtet an das jeweilige Gewerbe dann, dass das da seine Schwerpunkte setzen kann, wer kann wie Für was für einen Preisladen sozusagen.

  21. Stefan Dengler:

    Genau, ganz genau. Und um da noch mehr den Sharing-Charakter einzubringen, haben wir gedacht, okay, jetzt haben wir tagsüber zu den Ladenzeiten diese verschiedenen Nutzer, aber wir wollen ja nicht, dass nachts der Ladepunkt leer steht. Und daher haben wir für die Stadtwerke ein Produkt entwickelt, das genau dieses Sharing lebt. Also wir bieten den Gewerbebetrieben tagsüber die Möglichkeit, diesen verschiedenen Nutzergruppen den Zugang zu geben. Aber nach Ladenschluss wechselt der Betriebsmodus, dann kommen die Stadtwerke ins Spiel und dann wird dieser halböffentliche Ladepunkt praktisch ein öffentlicher Ladepunkt, sodass die Stadtwerke ein Netz an Ladepunkten sehen. Das sind verschiedene Vorteile für die. Die müssen zum einen weniger öffentliche Ladeinfrastruktur installieren, die einfach mal ganz grob über den Daumen das Vierfache kostet. Die haben selbst weniger öffentlichen Parkraum, den sie abgeben müssen und können ihren Gewerbekunden eine sehr attraktive Möglichkeit bieten, das Geschäft, ich sage im Sinne von Ladeinfrastruktur, auszuweiten.

  22. Sebastian:

    Das hört sich doch gut an. Da war jetzt das Beispiel mit dem Bäcker natürlich nicht so gewollt oder gekonnt, wenn die Stadtwerke das über Nacht dann übernehmen sozusagen. Aber leuchtet ja ein. Also gutes System. Das heißt aber... Gesteuert wird das Ganze von dem Besitzer der Ladestation über euer Dashboard dann und er kann all diese Einstellungen dann dort direkt vornehmen und kann da auch diese Nutzergruppe sozusagen eingruppieren und entsprechend zuteilen.

  23. Stefan Dengler:

    Genau, hier kommt so der, ich sag mal, der Vorteil von unserem System zum Tragen. Und zwar diese verschiedenen Benutzerrollen. Die Stadtwerke haben mit dem Gewerbebetrieb zum Beispiel, da kann man zum Beispiel einen Bäcker auflassen, auch wenn der um 4 Uhr morgens auf hat. Der hat vielleicht um 4 Uhr Nachmittag schon wieder zu. Also da haben die meisten Bäcker zu, glaube ich. Dann können die mit denen praktisch ausmachen, gut, von 4 Uhr bis 4 Uhr betreibt ihr den Punkt und von 4 Uhr nachmittags bis 4 Uhr morgens betreiben wir den Punkt. Und genau hier sind die Sorry, ich habe gerade einen Anschluss verloren.

  24. Sebastian:

    Kein Problem. Wir hatten jetzt gerade gesagt, dass eben die Stadtwerke das mit dem Gewerbe dann auch je nach Gewerbe immer individuell sozusagen abstimmen kann.

  25. Stefan Dengler:

    Genau, das ist der Vorteil unserer Software, wo wir sagen, diese verschiedenen Benutzerrollen kommen hier zum Tragen. Das heißt, auf die Ladeinfrastruktur haben mehrere Nutzer einen Zugriff. Die Stadtwerke sehen beispielsweise diese Öffnungszeiten, die sehen Live-Daten, die sehen Auslastungsdaten. der Gewerbebetrieb an sich, der sagt dann, gut, ich habe diese verschiedenen Nutzergruppen zu diesen Konditionen, aber wir können jetzt auch noch anderen, zum Beispiel einem Elektriker, einen Zugriff geben, dass der einfach, das nennen wir das Elektriker-Dashboard, dass der einfach sieht, ich habe hier in meiner Übersicht alle verschiedenen Ladeinfrastrukturparks oder Installationen. Und ich werde sofort informiert, wenn irgendwo was stimmt. Das ist so ein ganz einfaches Ampelsystem, das dann von grün-gelb auf rot springt oder blau, wenn es gerade im Ladevorgang ist. Und dann wird der praktisch sofort informiert, wenn etwas nicht stimmt, sodass er seinen Kunden informieren kann, bevor es dem Kunde selbst auffällt.

  26. Sebastian:

    Also quasi dieses Monitoring vom Zustand der Ladestation oder der Wallbox dann eben, wird dann ausgelagert und der Elektriker sieht dann in der Regel schon vorher, bevor der Kunde dann sozusagen mal vielleicht durch Zufall drauf guckt, kriegt der da schon durch euer Ampelsystem in Hinweis, Achtung, da muss was gemacht werden und man kann vielleicht dem Wallbox-Betreiber dann schon sagen, ja, ist uns schon aufgefallen, der Elektriker ist schon unterwegs oder trifft in einer halben Stunde bei euch ein.

  27. Stefan Dengler:

    Genau, genau. Das ganze Wartungs- und Service-Thema, dann beim Elektriker liegt also weg von dieser Einmalinstallation und dann bin ich weg, sondern ich installiere und dann kümmere ich mich auch nachhaltig um diesen Ladepunkt, wo wir halt merken, dass da die anderen Städte, gerade die Stadtwerke und die Gewerbebetriebe ganz dankbar sind, weil die dieses ganze Betriebsthema, die Gewerbetriebe oder dieses Wartungs- und Servicethema gar nicht bei sich haben wollen. Und so teilen wir diese notwendigen Posten relativ, denke ich schon, intelligent an die Ja, betreffenden Nutzer dann auch.

  28. Sebastian:

    Das heißt aber auch, ihr stellt quasi dieses Dashboard zur Verfügung an euren Kunden des Stadtwerks sozusagen. Und die sind dann aber wiederum im direkten Gespräch mit dem jeweiligen Gewerben sozusagen. Das können ja natürlich in einer Stadt dann auch mehrere sein. Da seid ihr aber raus quasi. Euer Ansprechpartner ist dann nur das Stadtwerk. Die nutzen dann quasi eure Lösung, um dann weitere Gewerbe aktiv dann auch reinzuholen und in dieses Netz zu integrieren.

  29. Stefan Dengler:

    Ganz genau. Wir haben praktisch die Software, die die Stadtwerke für den Betrieb, diese halböffentlichen oder auch privaten Ladeinfrastruktur brauchen. Die sagen dann, gut, wir haben Gewerbebetriebe, wir schalten euch praktisch frei. Also auf dem Dashboard, um einfach zu denen den Zugang dazu geben. Und wie viele Gewerbebetriebe oder wie genau die Konditionen und die Ausrichtung sind, das obliegt dann alles im Stadtwerk.

  30. Sebastian:

    Okay, das heißt aber auch, wenn wir jetzt bei dem Thema sind, okay, wir binden da verschiedenste Gewerbe mit ein, dann gehe ich jetzt nicht davon aus, dass die alle die gleiche Wallbox von einem ähnlichen Anbieter haben. Oder wie ist das da? Seid ihr da auch unabhängig von den Herstellern der verschiedenen Wallboxen, die einzubinden? Oder gibt es da gewisse Einschränkungen, die man da schon beachten muss im Vorhinein?

  31. Stefan Dengler:

    Genau, da sind wir komplett herstellunabhängig. Es gibt einen bestimmten Protokollstandard, den wir brauchen, aber den haben praktisch alle gängigen Wallboxen. Und wenn der vorhanden ist, was uns bisher immer so begegnet ist, dann sind wir komplett einsatzfähig. Also wir sind da an keine spezielle Hardware gebeten, außer halt im Fall, wenn das Stadtwerk wirklich öffentlich teilen will und eichrechtskonform sein muss, dann muss die Eichrechtskonformität seitens der Hardware halt auch gegeben sein.

  32. Sebastian:

    Okay, aber das hört sich doch gut an. Dann seidet ihr ja auch tatsächlich offen für eine entsprechend hohe Skalierung, was ja dann auch wieder der überzeugende Faktor hin zu den Stadtwerken sein wird, weil die profitieren ja davon, wenn sich möglichst viele Gewerbe mit ihren eigenen Wallboxen da quasi in euer System integrieren.

  33. Stefan Dengler:

    Ganz genau, genau. Das ist auch, was die Stadtwerke dann zurückgeben. Diese Herstellerunabhängigkeit, das ist, was sie halt auch wollen.

  34. Sebastian:

    Und jetzt kommen wir weg von den Stadtwerken vielleicht so hin zu Mehrfamilienhäusern. Das hast du ja auch gesagt im Vorgespräch, noch vorhin kurz angeteasert. Das ist ja auch so ein Thema, wo ihr eingesetzt werden könnt. Klar, jetzt sagen wir jetzt so ein Mehrfamilienhaus, 16 Wohnungen oder so, aber nur zwei Wallboxen in der Garage. Dann kann man ja sagen, okay, unsere Hausbewohner, die können zum Stromeinkaufspreis laden, haben dann ihre eigene Nutzergruppe. Und wenn die halt Freunde zu Besuch haben, ich sage mal, von außerhalb kommen oder nicht mit der Wohnungseigentümergemeinschaft direkt zu tun haben. Die laden halt zu einem leicht erhöhten Preis, um das Ganze dann auch irgendwie wieder zu, ein wenig zu verdienen sozusagen oder instand zu halten. Das könnte man damit ja auch umsetzen.

  35. Stefan Dengler:

    Genau, und das ist auch wieder so dieser Sharing-Aspekt, von dem wir kommen, wo wir einfach sagen, ein Ladepunkt, der steht auch hier in einem geschlossenen Nutzerkreis, einfach unterschiedlichen Akteuren zur Verfügung, seien es jetzt unterschiedliche Bewohner, die sich den einfach teilen, wo wir dann sagen, gut, wir sehen hier anhand der RFID-Karten oder der Roaming-Karten oder anderer Dinge, dass die verschiedene Abrechnungen haben oder anhand eines Direct Payments, dass man einfach sagt, jetzt kommen Freunde, Bekannte vorbei, die den Ladepunkt einfach nur temporär nutzen möchten und dann eine Direktzahlung an den jeweiligen Verwalter praktisch leisten.

  36. Sebastian:

    Und jetzt ist es ja so, ich könnte ja jetzt auch als Parkender dort, der dort in dem Haus wohnt, einen Dienstwagen fahren, der elektrisch ist oder teilelektrisch, also Plug-in-Hybrid, kann eure Software das Ganze dann da auch abrechnen, also dass ich für meinen Arbeitgeber am Ende des Monats auch entsprechende Abrechnung vorweisen kann, okay, so und so habe ich geladen zu dem Tarif, dass er mir dann das Geld eben entsprechend auch erstatten kann.

  37. Stefan Dengler:

    Genau, also da kann man auch diese, ich sage mal, privat geteilten Leitestationen, kann man auch unterschiedlichen Nutzergruppen den Zugang gewähren. Und der Dienstwagenfahrer, vielleicht kommt er mit der Roamingkarte, vielleicht hält er einfach seinen Mitarbeiterausweis vor. Das wird dann bei dem Dashboard auch gesondert abgerechnet, sodass der Arbeitgeber am Monats- oder Quartals- oder von mir aus auch Jahresende einfach eine Übersicht hat, wie viel wurde denn hier geladen, im Grunde genau mit diesem Dienstwagen. Also dass diese verschiedenen Nutzerrollen hier auch wieder zum Tragen kommen.

  38. Sebastian:

    Okay, das hört sich doch interessant an. Vor allem nimmt es ja dann doch auch einiges an Verwaltungsaufwand für den E-Autofahrer raus, der das jetzt im Namen seiner Firma fahren darf sozusagen oder kann und macht es doch um einiges einfacher, als wenn man sich da mit Zettel und Stift selbst hinsetzen muss und da irgendwas zusammensuchen darf.

  39. Stefan Dengler:

    Absolut, genau das soll das Ziel sein, was wir auch von ganz vielen Hausverwaltungen gehört haben. Da heißt es einfach, ja, ich möchte möglichst wenig Aufwand haben und ich möchte nicht jeden Monat durch die Tiefgarage laufen und Zählerstände ablesen oder selbst die ganzen Einzelabrechnungen irgendwie auseinanderrechnen und wieder zusammenrechnen, sodass unsere Software das ganz transparent den jeweiligen Stakeholdern weitergibt.

  40. Sebastian:

    Und wie ist das jetzt in so einem Mehrfamilienhaus? Jetzt bleiben wir mal bei den 16 Wohnungen vielleicht mit zwei Ladestationen. Lohnt sich da eure Software schon dafür? Und wie ist das denn auch preislich? Kannst du uns da eine grobe Hausnummer geben? Weil ich sage mal, wenn da ein gewisser Kostenbetrag dagegensteht, der ja monatlich erstmal für eure Software gebracht werden muss, ist ja fraglich, inwiefern sich das oder ab wann sich das rechnet. Kannst du uns das mal ein wenig einordnen?

  41. Stefan Dengler:

    Ja, also da haben wir auch bei den vielen Privatnutzern gesehen, dass eine monatliche Zahlungsbereitschaft ganz, ganz schwierig ist. Und dass da wirklich sehr attraktive Preismodelle her wollen, weil viele sagen, allein für eine Abrechnung, da bin ich jetzt nicht bereit, wirklich viel oder auch monatlich Geld zu zahlen. Wir sind ehrlich gesagt gerade noch auf der Preisfindung. Also wir haben einige Pilotprojekte laufen, auch mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen. Da sind geteilte Ladestationen dabei, da sind aber auch Tiefgaragen. Die haben überall ihren Ladepunkt, wo dann praktisch weniger Aufwand dabei ist. Da sind aber auch dann Projekte dabei, wo zum Beispiel eine PV-Anlage draufsteht. Und dann kommt das Thema EEG-Strom, also nach EEG abzurechnender Strom ins Spiel. Und dann steigt die Komplexität. Und da sehe ich Stand heute verschiedene Abrechnungsmodelle. Wie genau die sind, das kann ich dir ganz ehrlich noch nicht sagen. Da sind wir gerade auch noch auf der Preisfindung.

  42. Sebastian:

    Okay, das heißt aber, ich sage mal, umso komplexer die ganze Geschichte wird, umso teurer wahrscheinlich, um das mal einfach auszudrücken. Und dann wird es wahrscheinlich auch so mit steigender Anzahl an Ladepunkten, wo ihr dann ja quasi weniger Zuordnungsaufwand oder so habt, wird es dann auch für die Masse wieder ein Stück günstiger dann, um das mal so knapp zusammenzufassen.

  43. Stefan Dengler:

    Ja, das könnte man so sehen. Aber wie gesagt, das sind die Gegebenheiten halt auch ganz unterschiedlich. Also gerade mit der Skalierbarkeit des Systems, wenn viele sagen, gut, wir haben einen Ladepunkt, den teilen wir uns. Bei reinen E-Autos, da reicht es wenig. Also ich lade mein Auto alle zwei Wochen, das reicht mir ganz locker aus. Wenn ich ein Plug-in Hybrid habe, den muss ich praktisch jeden Tag laden, damit es wirklich lohnt. Und wenn der dann abends die Ladesäule, ich möchte sagen, blockiert, aber besetzt, Dann sind die anderen Bewohner, die langsam in die E-Mobilität, auch mit Plug-In starten, wahrscheinlich nicht ganz so glücklich, wenn sie keine Lademöglichkeit haben. Aber zurück zu deiner Frage. Da gibt es so viele Parameter und so viele verschiedene Anfragen. Also das ist auch für uns super spannend zu sehen, was hingeht.

  44. Sebastian:

    Okay, aber ab was für einer Ladestation Menge oder Anzahl wäre denn euer System sozusagen gedacht? Lohnt sich das denn schon bei ein oder zwei Ladepunkten jetzt im Hinblick darauf, okay, das teilt sich eine größere Eigentümergemeinschaft oder Mietergemeinschaft? Oder ist es dann eher sinnvoll zu sagen, wir brauchen mehr Ladepunkte, damit sich das...

  45. Stefan Dengler:

    Wir schauen, wie es sinnvoll ist, wenn ein Ladepunkt der richtige Beginn ist, dann fangen wir mit einem an und dann wird der geteilt und dann heißt es, okay, das reicht gar nicht, wir brauchen drei Ladepunkte. Und dann wachsen wir praktisch mit den Bedürfnissen mit. Dann kommt zum Beispiel eine PV-Anlage nach, dann kannst du dieses Modul zur PV-Anlagenverwaltung nachbuchen. Dann kommt einer mit einem Dienstwagen, dann ist praktisch diese Sonderabrechnung genauso abbildbar. Und da sagen wir, das darf jetzt nicht anhand der Größe scheitern, also dass wir nur die großen Projekte nehmen. Da sollen kleine WEGs, kleine Mehrfamilienhäuser genauso einen Zugang zur E-Mobilität bekommen wie die ganz großen Anlagen.

  46. Sebastian:

    Okay, das klingt überzeugend und passt auch ganz gut zu deiner Aussage von vorhin, die du ja getroffen hast. Ihr wollt die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren für jeden zugänglich machen. Und das ist ja ein schönes Zeichen, dass es dann tatsächlich auch schon ab einer Ladestation geschehen kann und nicht erst, wenn ich eine gewisse Anzahl sozusagen an den Start bringe dafür.

  47. Stefan Dengler:

    Genau, mit einer Datenstation fängt alles an.

  48. Sebastian:

    Genau, irgendwo muss man ja mal beginnen sozusagen. Du hattest jetzt, ihr habt schon verschiedene Anfragen, habt auch schon erste Projekte damit. Wie geht es jetzt bei euch, ich sage mal so im nächsten halben Jahr, Jahr weiter? Was habt ihr euch da vorgenommen?

  49. Stefan Dengler:

    Im nächsten Jahr, also so weit blicke ich gerade noch gar nicht, so im nächsten halben Jahr. bei uns so die Roadmap, dass wir momentan mit weiteren Stadtwerken verschiedene Pilotprojekte abschließen, einfach um zu zeigen, wie flexibel das System ist und dass es stabil ist. Also wir haben da die unterschiedlichsten Anfragen von, wie gesagt, Mehrfamilienhaus-Themen bis zu kleinen Gewerbeparks bis hin zu einzelnen, wo da einfach der Friseur oder der Bioladen von nebenan sagt, ich starte mit einem Ladepunkt. Und das frisst intern schon ganz genug Ressourcen, diese ganzen Fälle, ich sage mal, ordentlich abzubilden. Also unser Fokus an die Stadtwerke, ein richtiges Produkt aufzubauen, ist so der der nächsten sechs Monate.

  50. Sebastian:

    Okay, dann sage ich mal von meiner Seite aus vielen Dank für die Einblicke, Stefan. War sehr interessant, wo es mit Charge IQ, wo er herkommt, wo es hingeht, wo er aktuell steht und würde gerne vorschlagen, dass wir uns vielleicht einfach in einem halben, dreiviertel Jahr nochmal unterhalten, wenn ihr dann schon die nächsten Schritte gegangen seid und auch noch mehr praktische Erfahrungen sozusagen machen konntet und ich denke, dann wäre ein Austausch nochmal ganz interessant.

  51. Stefan Dengler:

    Genau, super. Sebastian, vielen Dank für die Zeit und ich denke, wir hören uns in dem Zeitraum wieder.

  52. Sebastian:

    Auf jeden Fall. Mach's gut. Bis dahin.

  53. Stefan Dengler:

    Bis dahin.

  54. Sebastian:

    Das war es dann ja auch schon wieder mit der aktuellen Folge von elektroauto-news.net. Ich danke dir nochmal fürs Zuhören. Hat mich gefreut, dass du eingeschaltet hast und würde mich natürlich freuen, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn die nächste Folge unseres Podcasts online geht. Wenn du uns noch was Gutes tun möchtest, teile doch einfach die aktuelle Folge über iTunes, Spotify und Co. mit anderen Interessenten der E-Mobilität. Die werden es bestimmt darüber freuen. Wir freuen uns, wenn du uns eine positive Kritik zurücklässt. Vielen Dank. Bis dahin. Mach's gut. Ciao.