Im Gespräch mit Thorsten Burkel
Thorsten Burkel, 54 Jahre alt und seit über 17 Jahren Mitarbeiter der d.velop AG in Gescher hat im Gespräch mitElektroauto-News.net, seine persönlichen Erfahrungen als Außendienstmitarbeiter mit einem E-Fahrzeug geteilt. In rund 20 Minuten habe ich mich mit Thorsten über seine Entscheidung beim Umstieg von Verbrenner auf E-Auto, sein K.O.-Kriterium für einen Plug-In-Hybriden sowie natürlich das Thema Reichweitenangst unterhalten. Weitere Themen haben wir natürlich mit aufgegriffen.
Zum Ende des Gesprächs lässt sich festhalten: Seiner Arbeit hat das E-Auto keineswegs geschadet. Im Gegenteil; es habe Thorsten gar viele tolle Gespräche gebracht. Sowohl privat; als auch dienstlich. Was auch daran liegen mag, dass selbst 2022 es noch ein „exotisches“ Thema: „E-Auto und Außendienst“. Aber hör doch selbst rein.
Shownotes:
Intro: Play block
Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.
Sebastian: Play block
Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-Newsbuch-Net-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Thorsten Burkel zu Gast, seines Zeichens Außendienstmitarbeiter, der den Umstieg vom Verbrenner aufs E-Auto gewagt hat. Das noch in einer Zeit, in der er 65.000 bis 70.000 Kilometer im Jahr zurücklegen musste oder zurückgelegt hat. Ich bin mir sicher, dass dir das Gespräch interessante Einblicke darauf gibt, auf den Weg dahin, wie man sich entscheidet, vom Verbrenner zum E-Auto umzusteigen, warum es auch als Ausdienstler möglich ist, trotz vieler Strecke im Jahr mit einem E-Auto rein elektrisch unterwegs zu sein und welchen Vorteil das dann eben auch auf die Gespräche mit seinen Kunden hatte. Ich sag mal so Eisbrecher E-Mobilität. Aber mehr davon von Thorsten direkt. Nun ab direkt ins Gespräch. Viel Spaß beim Zuhören. Servus Thorsten, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über das Thema E-Mobilität unterhalten. Denn du bist ja besonders betroffen davon sozusagen, du bist Außendienstler, der sich vom Verbrenner verabschiedet hat und jetzt mit dem E-Auto unterwegs ist. Bevor wir da jetzt aber näher drauf eingehen, stell dich doch einfach unseren Hörer, Hörerinnen mal kurz selbst vor.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, hallo, ich bin der Thorsten Burkel, bin jetzt 54 Jahre alt, Vater von einem Sohn. Und bin im Außendienst tätig bei der Firma d.velop AG als Consultant oder wie es ja heute so schön heißt, als Technical Evangelist. Und ja, in dem Rahmen. fahre ich halt auch viel Auto.
Sebastian: Play block
Was heißt denn viel Auto? Also ich gehe mal vor Covid davon aus, wahrscheinlich ist es nämlich weniger geworden die letzten zwei Jahre, aber was bist du so üblicherweise immer gefahren?
Thorsten Burkel: Play block
Genau, vor Covid bin ich in der Regel immer so zwischen 65.000 und 70.000 Kilometern gefahren. Natürlich privat und beruflich. Und jetzt im Zeitalter der Corona-Pandemie bin ich dann so auf, ich glaube, 20.000 jetzt im Jahr runtergekommen.
Sebastian: Play block
Und dein Umstieg, oder ich hatte es ja jetzt eben in der Einleitung schon vorweggenommen, du hast dich dafür entschieden, von einem Verbrenner umzusteigen auf E-Auto im Außendienst, wo man ja immer sagt, eigentlich ist das ja so die Paradedisziplin für Diesel sozusagen. Fiel die Entscheidung mit Covid? War die Entscheidung schon vorher getroffen? Kannst du es ein wenig zeitlich einordnen?
Thorsten Burkel: Play block
Ja, also das E-Auto habe ich bekommen noch vor Covid und die Entscheidung, ein E-Auto zu nehmen, noch mal weit vor Covid. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber das Auto ist jetzt zwei Jahre alt, also habe zu Anfang Corona noch im Februar das Auto bekommen und ein halbes Jahr, drei, vier Jahre vorher halt bestellt. Also die Entscheidung, möchte ich jetzt elektrisch fahren oder nicht, ist halt schon ohne diese Corona-Geschichte entstanden und dadurch auch nicht beeinflusst gewesen.
Sebastian: Play block
Und wie hast du dir die Entscheidung herbeigeführt oder wie ist es für dich gekommen, dass du überhaupt gesagt hast, ich ziehe ein E-Auto in Betracht, sozusagen damit unterwegs zu sein?
Thorsten Burkel: Play block
Ja, ich bin eigentlich so ein Mensch, der gerne auch mal die ausgetretenen Pfade verlässt und auch mal schaut, was gibt es links und rechts neben dem, was man so täglich tut. Und in dem Rahmen hatte ich halt geguckt und mal geschaut, was gibt es jetzt für alternative Antriebsformen. Und da war ja eben Gas, Autos, das gibt es ja auch schon länger. Und diese ganze Elektrik kam ja gerade so ein bisschen hoch, sage ich jetzt mal, also für mich zumindest, meiner Wahrnehmung. Und da war dann halt so die Entscheidung, Mast jetzt Hybrid oder eben komplett E-Auto zu treffen. Ja, für mich waren einfach so die Entfernungen einfach wichtig und eigentlich auch entscheidungsherbeiführend sozusagen. Und wie gesagt, also warum E-Auto oder überhaupt E-Antrieb, das kam aus der Situation heraus, mal was Neues zu tun. Sicherlich auch so ein bisschen der Gedanke, Nachhaltigkeit und energiesparend oder überhaupt nicht mehr so viel Ausstoß von CO2 usw.,
Sebastian: Play block
Und du hast jetzt eben auch schon gesagt, du bist geschwankt zwischen der Entscheidung Hybrid, wahrscheinlich Plug-in-Hybrid oder komplette E-Auto. Warum ist dann die Entscheidung bei dir aufs E-Auto gefallen und von was für Entfernungen hast du jetzt gesprochen? Also was sind so deine typischen Strecken gewesen sozusagen, die du jetzt auch in einem E-Auto zurücklegst?
Thorsten Burkel: Play block
Genau, das war eigentlich auch so die erste Frage, die ich mir selber gestellt habe. Wo fährst du eigentlich sowohl privat als auch beruflich immer hin und Beruflich war es halt so, dass das Headquarter sozusagen von meinem Haus 150 Kilometer entfernt ist und die nächste Office-Gelegenheit bei uns 50 Kilometer entfernt war. Und der erste Anspruch war für mich, dass ich zumindest elektrisch ins Office fahren könnte, also die 50 Kilometer fahren könnte. Und Zu der Zeit gab es ja noch gar keinen Hybriden, der überhaupt irgendwie mal 50 Kilometer elektrisch fahren konnte. Und da war dann eigentlich relativ schnell der Hybrid eigentlich raus, weil ich mir auch gesagt habe, nee, wenn du das machst, dann willst du auch wirklich elektrisch fahren. Und beruflich, Quatsch, privat, ja gut, da hat man natürlich die typischen Entfernungen, wenn man einkaufen fährt oder mal die Schwiegereltern besucht. Das hätte man noch alles mit dem Hybriden schaffen können, aber hauptsächlich sitze ich in dem Auto und fahre halt beruflich rum, zumindest war es zu dem Zeitpunkt so.
Sebastian: Play block
Okay, danke für die Einordnung schon mal. Das heißt ja aber, also du hast dir ja wirklich Gedanken gemacht und auch selbst für dich schon vorab entschieden, selbst wenn Plug-in-Hybrid in Frage käme, willst du das auch elektrisch zurücklegen, weil das jetzt auch so ein typisches Beispiel dafür ist, wo ich immer so aus dem Ja, Flottenumfeld dann sozusagen höher oder auch schon mitbekommen, habe da Rückmeldung von unserer Leser, Leserin, damit viele Flotten mit Plug-in-Hybriden unterwegs sind, aber ich sage mal, das Ladekabel eigentlich nie aus dem Kofferraum rausgenommen wird sozusagen, aber für dich war von vornherein klar, wenn du elektrisch fährst, also dann auch, ja, also selbst wenn du teilelektrifiziert fährst, willst du so viel wie möglich elektrisch davon fahren.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, richtig, genau. Das war für mich eigentlich schon der Anspruch. Also wie gesagt, für mich ist ein bisschen auch dieses Adventure-Feeling gewesen, jetzt mal was Neues zu tun, was anderes zu tun. Und dann will ich das auch tun. Und dann nützt es mir nichts, wenn, wie du schon sagst, ich ein elektrisches oder ein Ladekabel im Kofferraum habe, das letzten Endes aber nie benutzt habe. Insofern war für mich tatsächlich der Anspruch, auch wirklich elektrisch zu fahren.
Sebastian: Play block
Schön, dass du das mit so einer Konsequenz verfolgst. Und wie wurde das von deinem Unternehmen, wo du arbeitest, angenommen sozusagen? War das eine Herausforderung dort für den Fuhrparkmanager, dass da jetzt ein Mitarbeiter kommt und sagt, er möchte rein elektrisch unterwegs sein? Oder war man da offen dafür?
Thorsten Burkel: Play block
Nee, da sind wir eigentlich schon immer offen gewesen für sowas. Also unser Geschäftsführer, der fährt selber elektrisch. Und jetzt mittlerweile auch... viele andere Kollegen, die auch wirklich rein elektrisch fahren. Aber zu der Zeit war ich tatsächlich mit unserem damals noch CEO der Einzige, der dann elektrisch gefahren ist. Und das war insofern jetzt keine Herausforderung für unseren Fuhrparkmanager, weil ich das in der Regel meistens dann sowieso selber mache. Also sprich, mir das Auto aussuche und dann letzten Endes nur noch die Bestellung abgebe. Insofern war das keine Herausforderung für uns. Auch das Thema an sich jetzt gar nicht. Da war man auch sehr offen, dass man gesagt hat, nee, alles klar, macht das ruhig. Wir gucken mal, wie es dann funktioniert. Und ja, also da war keine Problematik da.
Sebastian: Play block
Ich denke, da macht es auch einfacher, dass der Chef sozusagen selbst schon elektrisch unterwegs ist. Da ist ein gewisses Verständnis dann ja auch vorhanden im Unternehmen oder für die Ansprüche sozusagen, dass wir da bestimmt auch das Ganze wenig beflügelt haben.
Thorsten Burkel: Play block
Das hat sicherlich beflügelt, dass das auf jeden Fall, allerdings sind wir da eigentlich immer sehr offen für Neuerungen. Also da ist man auch in der Geschäftsführer-Ebene immer sehr offen dabei.
Sebastian: Play block
Und wie verhält sich jetzt so, also Thema Lade, Ladeinfrastruktur, das ist ja auch immer so ein Thema. Wie sagt man, das Auto wird dort geladen, wo es steht. Das ist in der Regel bei der Arbeit oder zu Hause. Hast du da auch die Möglichkeiten dann dazu, das eben sowohl daheim als auch auf der Arbeit zu laden? Oder bist du da abhängig von der öffentlichen Infrastruktur?
Thorsten Burkel: Play block
Nein, also in der Firma selber, zumindest was das Headquarter betrifft, da haben wir jetzt mittlerweile auch schon zehn Ladestationen, zehn Ladesäulen. Das ging dann auch relativ schnell, dass man gemerkt hat, Mensch, das ist jetzt keine Eintagsfliege, die E-Mobilität. Das ist etwas, was schon passieren wird, auch in der Zukunft. Und da hat man dann schnell, selbst im münsterländischen Gescher, in so einer Kleinstadt, dort schnell zehn Säulen hingebaut bei uns in der Firma.
Sebastian: Play block
Das ist ja gut, dass es dann auch so unterstützt wird und dass es dir da auch einfacher gemacht wird, wenn du unterwegs bist mit. Und wie ist es, also vielleicht gehen wir darauf auch noch kurz drauf ein. Jetzt reden wir die ganze Zeit davon, dass du rein elektrisch fährst. Was fährst du denn elektrisch? Das interessiert unsere Hörerinnen bestimmt auch.
Thorsten Burkel: Play block
Welches Auto oder wie viele Kilometer?
Sebastian: Play block
Welches Auto, genau. Kilometer kommen wir bestimmt nochmal drauf.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, genau. Ich fahre jetzt den Audi e-tron der ersten Stunde sozusagen. Das stimmt nicht ganz, aber einer der ersten e-trons. Genau, und bin jetzt eigentlich fast, ich müsste jetzt fast schon wieder bestellen, glaube ich, dass man wieder dann, weil wir alle drei Jahre ja neuen Firmwagen bekommen. Was bestellst du denn nochmal? Sorry. Nee, ich sage ja, müsste man jetzt tatsächlich neu bestellen.
Sebastian: Play block
Ja, genau, richtig. Und vor allem mit den Lieferzeiten, die ja dann aktuell jetzt auch immer eher länger als kürzer werden, wäre es wahrscheinlich tatsächlich ein guter Zeitpunkt. Und du hast für dich jetzt auch schon entschieden oder festgehalten, das nächste Auto wird auch wieder elektrisch.
Thorsten Burkel: Play block
Definitiv. Ich weiß noch nicht was, aber da bin ich mir relativ sicher, dass das wieder ein E-Auto wird, ja.
Sebastian: Play block
Jetzt hattest du vorhin gesagt, zu Eingang, du bist früher vor Covid 65.000 bis 70.000 Kilometer im Jahre gefahren, privat als auch beruflich zusammen eben. Und du bist ja auch schon vor Covid umgestiegen auf das E-Auto. Wie waren da deine Erfahrungen dann im Alltag mit dem Fahren? Ich meine, Benziner, wissen wir, kannst rein, gehst relativ schnell tanken dann. Wenn du die nächsten Kilometer runterkloppen willst, hast du das gut integrieren können in deinen beruflichen und auch privaten Alltag, das E-Auto.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, also es ist für mich insofern schon ein Umstieg gewesen, was das Reisen an sich betrifft. Was mir aber auch bewusst war, was ich insofern auch ein Stück weit aktiv herbeigeführt habe, indem man einfach bewusster fährt und sich einfach mehr Zeit nimmt fürs Fahren. Wobei ich dann aber so in der Nachbetrachtung tatsächlich überrascht war, dass ich letzten Endes tatsächlich gar nicht so viel Zeit verliere. und ich fahre grundsätzlich jetzt einfach nicht mehr so schnell, aber ich glaube, das würde ich jetzt auch mit dem Verbrenner jetzt nicht mehr tun, aber was das Integrieren in den Reisealltag betrifft, da hat das erstaunlicherweise echt gut geklappt. Ich habe natürlich so angefangen, wie man sich das vielleicht so als Einsteiger in die E-Mobilität jetzt gerade vorstellt, dass man ja fast schon die kleinste Reise oder die kleinste Fahrt, die man macht, in einer App minutiös vorplant und so weiter, um zu gucken, schaffe ich das mit dem Akku und so weiter und so fort. Das habe ich zu Anfang natürlich auch alles gemacht. Bin dann aber relativ schnell in diesen Tonus gekommen, dass ich gesagt habe, man, es gibt jetzt mittlerweile wirklich schon genug Ladesäulen. Ob ich jetzt privat oder beruflich fahre... ich fahre jetzt einfach los, steige in mein Auto ein, sage mein Auto, ich will jetzt da und da hinfahren und dann sagt er mir schon, pass auf, das schaffst du gar nicht, fahr mal da und da zum Laden hin und die Autos und die Apps sagen einem heutzutage ja schon, dass diese Ladesäule auch gerade frei ist und insofern fahre ich jetzt mittlerweile tatsächlich nochmal deutlich entspannter los. Immer noch mit einem zeitlichen Puffer, muss ich dazu sagen, aber Das hat sich eigentlich sehr gut eingegroovt sozusagen.
Sebastian: Play block
Vielen Dank für die Erfahrung schon mal. Du sagst jetzt, du fährst bewusster, du nimmst dir mehr Zeit fürs Fahren, auch mit diesem zeitlichen Puffer natürlich klar für Herausforderungen, die vielleicht dann doch mal an der einen oder anderen Ladestation auf sich warten lassen sozusagen. Aber es hört sich auch für mich so an, als ob es generell einfach ein entspannteres Fahren ist und eine andere, positivere Qualität vom Fahren.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, definitiv. Das ist für mich so. Wie gesagt, im Endeffekt die Entscheidung, ein E-Auto zu fahren, ist für mich eigentlich einhergegangen mit der Entscheidung, insgesamt ruhiger zu reisen. Man kennt ja dieses klassische Bild, oder der eine oder andere wird es vor Augen haben, der Außendienste, der jetzt von einem Termin zum nächsten hetzt, was sicherlich auch manchmal so war früher. Aber im Endeffekt eigentlich nur aus der Persönlichkeit heraus getrieben, weil man das einfach macht und nicht, weil man es machen muss. Ich mache es jetzt mittlerweile anders, fahre insgesamt langsamer und ruhiger. Aber wie gesagt, man muss sich dann trotzdem natürlich mal eine halbe Stunde mehr Zeit nehmen zum Fahren. Aber im Endeffekt ist das Reisen für mich ruhiger geworden, einfacher geworden.
Sebastian: Play block
Und vor allem, wenn du dann auch entspannter beim Kunden ankommst sozusagen, ist das ja auch nochmal für die dortige Verhandlung oder für die dortigen Gespräche wahrscheinlich von Vorteil sozusagen.
Thorsten Burkel: Play block
Richtig, richtig, genau.
Sebastian: Play block
Wenn man dann nicht diesen gehetzten Eindruck dann sozusagen hinterlässt und der Kunde das Gefühl hat, oh, jetzt ist mal einer von vielen an dem Tag sozusagen, die abgeklappert werden, sondern man merkt, der Außendienstler sozusagen kommt relativ entspannt dann auch vor Ort an.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, und vor allem auch das Weiterreisen dann. Das ist ja auch oftmals, da merkt man das dann vielleicht als Außendienstleister, Dienstlehrer nochmal selber mehr, wenn man dann zum Ende des Termins auf die Uhr guckt und sagt, Mensch, jetzt muss ich mal irgendwie, ich muss jetzt auch echt los und hin und her. Selbst wenn man dann gerade in einem Verhandlungsgespräch ist, wo man vielleicht nochmal 10 oder 20 Minuten bräuchte. Das ist dann vielleicht mal die nächste positive Geschichte dazu.
Sebastian: Play block
Und so deine Erfahrung generell dann, wenn du unterwegs bist mit dem E-Auto, mit dem Laden, hast du gesagt, du verlässt dich da mittlerweile auf die Apps, auf die Programme sozusagen, Software, die im eigenen Fahrzeug ist. Die Erfahrungen damit sind gut oder hattest du da auch schon vielleicht gerade zu Beginn Herausforderungen mit, dass du dann auch mal vor Ladestationen standest, die zwar im System vorhanden waren, aber dann tatsächlich nicht angefahren werden konnten? Oder gab es da Probleme, sage ich mal, mit dem E-Auto im Alltag, die sich dann das eine oder andere Mal doch gezeigt haben?
Thorsten Burkel: Play block
Ja, also jetzt blauäugig zu sagen, das ist jetzt alles doch viel, viel besser, als man das so in den Medien hört, das wäre jetzt eher blauäugig. Wir standen schon einige Male vor einer Ladesäule, wo die nicht funktionierte oder man wurde zu einer Ladesäule gebracht, die noch gar nicht in Betrieb war oder sowas. Also da ist mir jetzt in zwei Jahren vielleicht mal weiß nicht, vielleicht fünf, sechs Mal passiert, aber daraus habe ich im Prinzip gelernt, dass ich auch vielleicht fünf Minuten vorher mal anhalten kann und laden kann oder eine halbe Stunde vorher laden kann oder wie auch immer. Also sprich, das Auto sagt mir, ich soll jetzt in 100 Kilometer laden und ich sehe aber 20 Kilometer vorher eine Ladesäule, die frei ist, dann fahre ich halt da einfach ran und nehme die.
Sebastian: Play block
Sprich, du denkst da einfach nochmal noch eine Spur mit sozusagen von dir aus und sagst, gut, wenn es die Möglichkeit vorher gibt, dann muss ich nicht bis auf den letzten Drücker warten, bis ich wieder Energie in meinen Akku reinbekomme, sondern ich lade dann eben, wo es auch möglich ist, auf den Weg dorthin.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, genau.
Sebastian: Play block
Der hört sich vernünftig an. Und so von deinem Umfeld her, wirst du von Kunden darauf angesprochen, ist das ein Thema oder wird das mittlerweile da auch gar nicht mehr so wahrgenommen?
Thorsten Burkel: Play block
Doch, das ist nach wie vor noch ein Thema und ist eigentlich immer auch ein guter Gesprächseinstieg, oftmals sogar bei Kunden. Wenn man dann sagt, Mensch, ich bin jetzt relativ entspannt angekommen, habe sogar noch eine Ladesäule gefunden, da wird natürlich schnell gefragt, wieso Ladesäule? Fahren Sie ja einen Hybriden oder so? Dann geht auch immer die Diskussion beim Kunden so ein bisschen auf persönlicher Ebene los. Es wird wahrgenommen und es wird auch tatsächlich oftmals positiv wahrgenommen, ja.
Sebastian: Play block
Das ist ja schön, vor allem du hast dann schon mal das Eisbrechen, hast du damit dann schon relativ simpel gelöst sozusagen und hast diesen ersten Kontakt mit deinem Kunden, was ja den Gesprächseinstieg dann auch für eine Verhandlung oder für einen Austausch dann einfacher macht.
Thorsten Burkel: Play block
Richtig, genau, genau.
Sebastian: Play block
Ja, schön. Also vielen Dank für deine Eindrücke, Thorsten. Fand ich sehr interessant, da mal aus der Praxis sozusagen ein bisschen was mit auf den Weg zu bekommen. Wird auch für unsere Hörerinnen, denke ich, interessant sein, dass man auch bei 65.000 bis 70.000 Kilometer im Jahr durchaus mit einem E-Auto unterwegs sein kann, wenn man sich eben darauf einstellt.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, richtig. Das ist heute echt kein Problem mehr.
Sebastian: Play block
Ja, dann vielen Dank für deine Zeit, Thorsten.
Thorsten Burkel: Play block
Ja, gerne.
Sebastian: Play block
Bis dahin.
Thorsten Burkel: Play block
Bis dann. Ciao.
Sebastian: Play block
Tschüss. Das war es also mal wieder mit der aktuellen Folge des elektroautonews.net Podcast. Ich freue mich, dass du zugehört hast, dass du ein bisschen was aus dem Alltag von Thorsten mitnehmen konntest, sozusagen mit dem E-Auto im Außendienst unterwegs und freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn es weitere News aus der Welt der E-Mobilität, Elektroautos und elektrifizierten Fahrzeugen gibt. Mach's gut, bis dahin, ciao.