Kurzschluss #11: BMW & Brennstoffzelle - Umweltbonus & Tesla Zahlen - VW ID.3 Zwischenstand

Kurzschluss. Hinter diesem Titel verbirgt sich unsere kurze, knappe Podcast-Folge, welche interessante Themen aus der vorangegangenen Woche nochmals aufgreift und eben kurz und knapp präsentiert. Davon gab es auch in der vergangenen Woche einige.

Für dich kurz zur Erläuterung: Im Mittelpunkt einer solchen Folge stehen drei bis vier Themen, welche thematisch immer mit E-Mobilität oder Elektroautos verbunden sind. Mit maximal 20 Minuten Länge einer solchen Kurzschluss-Folge bekommt du interessante Inhalte zusammengefasst präsentiert und kannst diese jederzeit nachhören. Doch was haben wir diese Woche eigentlich genau in der Folge Kurzschluss #11 betrachtet?

  • BMW und die Brennstoffzelle
  • Rückblick auf den Umweltbonus im März 2020
  • Teslas Quartalszahlen im ersten Abschnitt 2020
  • VW und die Herausforderungen beim ID.3

Aber wie immer gilt, hör am besten selbst rein!

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des elektroauto-news.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um die Themen alternative Antriebe und E-Mobilität im Alltag geht. Die heutige Folge ist wieder eine Kurzschlussfolge. Sprich, wir werden die ganz interessanten Themen der Woche kurz und knapp zusammenfassen in einer Folge, die maximal 10 bis 15 Minuten dauert und dich so über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität informieren. Kurz und knapp eben und daher eben auch eine Kurzschlussfolge. Soviel dazu. Zur Einleitung, worum geht es diese Woche? Thema ist BMW und die Brennstoffzelle, der Zwischenstand des Umweltbonus, Teslas Quartalsrückblick aufs erste Quartal 2020 und der VW ID.3 aktueller Stand und Aussicht, was wir da noch erwarten können. Wie versprochen legen wir direkt mit der Brennstoffzelle los, die Anfang der Woche wieder bei BMW für Aufsehen gesorgt hat. Wie wir alle wissen, hat sich BMW auf die Power-of-Choice-Strategie verständigt. Das heißt, man möchte sich bei den Antriebsarten relativ breit aufstellen. Nicht nur Verbrenner und Diesel, sondern auch reine E-Antriebe, Plug-in-Hybride und eben auch die Wasserstoff-Brennstoffzelle sollen in Zukunft eine wichtige Rolle für das Unternehmen spielen. Natürlich zuerst ein wenig hinten angeordnet, wird aber im Laufe der kommenden Jahre eben mehr an Bedeutung gewinnen. Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand der BMW AG, gab hier zuerst kürzlich zu verstehen, dass man überzeugt sei, dass künftig verschiedene alternative Antriebsformen nebeneinander existieren werden, dass es eben keine alleinige Lösung gibt, die sämtliche Mobilitätsanforderungen der Kunden weltweit abdeckt. Daher die Power-of-Choice-Strategie von BMW, wo man quasi jedem Kunden den richtigen Antrieb anbieten möchte. BMW selbst will das Ganze umsetzen, also den Wasserstoff-Brennstoff-Zellenantrieb umsetzen mit seiner BMW X-Familie, weil man die einfach als beste Basis dafür sieht sozusagen. Wir erinnern uns, im vergangenen Jahr bei der IAA wurde einen BMW X5 als Basis genommen und sozusagen als Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug vorgestellt. Das Ganze soll auch in einer kleinen Serie auf die Straße kommen, ab 2022 eben. Größere SUV-Modelle von BMW, wie beispielsweise der X6 und der X7, könnten eben auch mit dem Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb folgen. Fröhlich gibt allerdings auch zu verstehen, dass man das Ganze eher langfristig sieht mit dem Brennstoffzellenantrieb. Weil aktuell ist es so, dass Wasserstoff als Energieträger zunächst in hinreichender Menge mit grünem Strom erzeugt und auch natürlich zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sein muss, dass es der Brennstoffzellentechnologie für BMW überhaupt Sinn ergibt. Und das ist im Moment eben noch nicht der Fall. Es fehlt eben auch die Infrastruktur, wie beispielsweise an europäischen Flächen das Netz für Wasserstofftankstellen oder an Wasserstofftankstellen, wo man die Fahrzeuge auch laden kann. Das ist eben so noch nicht vorhanden. Und auch hier wird man eben voranbrechen müssen, um dann eben auch entsprechend erste Fahrzeuge auf die Straße bringen zu können. Nichtsdestotrotz gibt BMW bereits nach dem ersten Quartal 2020 einen Ausblick auf die Details zum BMW i-Hydrogen-Next-Antrieb, also das ist der Brennstoffzellenantrieb von BMW. Und gibt eben zu verstehen, dass das System eine Leistung von bis zu 125 Kilowatt, also 170 PS elektrische Energie erzeugt, die eben aus einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft gewonnen wird. Das gab es so Jürgen Guldner, der Leiter der BMW Group Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie und Fahrzeugprojekte zu verstehen. Im Fahrzeug selbst, wo diese Technologie eben zum Einsatz kommen soll, sind 2 700 Bartanks untergebracht, die zusammen 6 Kilogramm Wasserstoff fassen. Wie ich mal gelernt habe, pro 100 Kilometer kann man ungefähr mit einem Kilo Wasserstoff rechnen. Also das Fahrzeug wird dann in der Lage sein, ungefähr 600 Kilometer rein elektrisch mit der Hilfe von Brennstoffzellen zurückzulegen. Vorausgesetzt, es ändert sich da nicht was an der Effizienz vom Verbrauch quasi des gespeicherten Wasserstoffs. Des Weiteren ist es eben auch so, dass BMW bei seinen Wasserstofffahrzeugen sich auch vorstellen kann, noch einen E-Antrieb mit reinzubringen, also batteriebetriebenen E-Antrieb sozusagen mit einer Leistungspuffer-Batterie, wie das Ganze bezeichnet wurde, die oberhalb der E-Maschine positioniert ist, wodurch man beim Überholen oder Beschleunigen für zusätzliche Dynamik sorgen kann. Da ist dann die Systemleistung, wird da angegeben mit 275 kW bzw. 374 PS angegeben. Will man so mit dem BMW X5 erstmalig umsetzen in der kleinen Serie ab 2022? Das einfach mal so zur Einordnung, was man denn vorhat, was man sich denn verspricht von dieser Power of Choice, von der Offenheit für verschiedene Antriebsarten. BMW selbst ist da natürlich auch selbst aktiv und treibt das Ganze voran. Gerade mit Toyota ist man seit 2013 zugange, entwickelt verschiedenste Elemente, Produkte, Komponenten, um eben die Brennstoffzellentechnologie in den eigenen Fahrzeugen voranzubringen. Betätigt sich allerdings auch oder geht auch Engagements nach im Rahmen von Forschungsprojekten, wie beispielsweise dem aktuellen Bryson-Projekt. Das heißt, ist die Abkürzung für bauraumeffiziente Hydrogenspeicher optimierter Nutzbarkeit. Ganz einfach ausgedrückt, man möchte neuartige Wasserstoffdruckspeicher entwickeln, die so konzipiert sein sollen, damit sie sich universell in die Fahrzeugarchitektur integrieren lassen. Projektziel ist die Entwicklung von Tankbehältern in Flachbauweise. um eben zum einen flexibler beim Aufbau der jeweiligen Fahrzeuge zu sein, zum anderen natürlich auch, um die Herstellkosten längerfristig zu senken und die Fahrzeuge damit auch attraktiver Markt zu machen. Soviel zu BMW und der Brennstoffzelle. Jetzt kommen noch die Umweltbonusanträge bis Ende März 2020. Das war auch ganz interessant zu sehen. Wir haben ja mitbekommen, dass die Fördersätze für die Kaufprämie erhöht wurden. Sprich, es gibt Mehr Geld fürs E-Auto, wenn man es ernst zulegt, vom Staat, vom Hersteller? Und das Ganze wird auch fleißig genutzt, wie man sehen muss. Woran haben wir das gesehen? Im März 2020 sind alleine 12.365 neue Anträge für den Umweltbonus gestellt worden. Meines Wissens nach so viele wie schon lange nicht mehr, um ganz ehrlich zu sein. Im Oktober 2019 waren wir knapp über 10.000 gestellte Anträge. Und das ist doch ein schönes Zeichen für die E-Mobilität. Man muss allerdings auch anmerken, vergleicht das mit dem Oktober 2019, damals hatten wir 7738 Anträge für reine E-Autos, jetzt haben wir 7898 Anträge für reine E-Autos im März 2020. Das heißt, die Verschiebung hat nicht dort in dem Bereich stattgefunden, sondern tatsächlich eher bei den Plug-in-Hybriden. Damals Oktober 2367 Anträge, aktuell 4464 Anträge. Das heißt, Plug-in-Hybride waren am Markt stärker gefragt oder es wurden zumindest mehr Anträge dafür gestellt. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, das Interesse an elektrifizierten Fahrzeugen sowie sowohl rein batteriebetriebenen Fahrzeugen als auch Plug-in-Hybriden ist stark gestiegen. Dabei zeichnet sich immer noch das gleiche Bild ab, dass tatsächlich mehr Unternehmen Die Förderung nachfragen als Privatpersonen, Vereine oder kommunale Betriebe, als auch Stiftungen und Körperschaften. Es ist tatsächlich schon stark durch Unternehmen geprägt, die knapp 57 Prozent der gestellten Anträge ausmachen eben. Mag auch damit zusammenhängen, dass man eben bei Unternehmen nicht nur vom Umweltbonus profitiert als Antragsteller, sondern natürlich auch die Menschen, die dann diese Fahrzeuge im Unternehmen als Dienstwagen fahren, von geringeren oder von einer geringeren Dienstwagenregelung profitieren. Und das ist schon eine Ansage. Zusammenfassend kann man nochmal kurz aufgreifen, was denn so die drei beliebtesten Modelle sind, die aktuell zumindest am stärksten vom Umweltbonus betroffen sind. Das ist der Renault Zoe als reines E-Auto, BMW i3, i3s auf Rang 2 und auf Rang 3 folgt mit dem Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybriden eben auch der erste teilelektrifizierte Auto, das stark vom Umweltbonus in Anspruch genommen wird. Besonders stark oder viele Anträge werden gestellt aus Baden-Württemberg. Bayern ist mit vorne dabei. Dann kommt erst mal länger nichts. Dann folgt Hessen, Niedersachsen, die doch stark mit dabei sind. Und dann trifft sich alles eher so in dem hinteren Bereich, in Anführungsstrichen, wo dann doch auch Bremen, Saarland, Sachsen, Thüringen mit nicht ganz so vielen Umweltbonusanträgen vertreten sind. Und was man natürlich nicht vergessen sollte, ist Nordrhein-Westfalen, die einfach kompletter Vorreiter sind bei der Anzahl gestellter Umweltbonusanträge, die schon über 51.000 Anträge eben vorzuweisen haben. Ist eine Ansage. Also man sieht auch anhand von solchen Statistiken, E-Mobilität kommt oder ist im Alltag angekommen und wird hoffentlich noch weiter ankommen. Wenn es jetzt auch schon um das Interesse an E-Autos geht, was wir eben abgeleitet haben, an der Anzahl gestellter Umweltbonusanträge, darf ein Unternehmen natürlich nicht fehlen bei der ganzen Betrachtung und das ist einfach Tesla, die natürlich nicht nur in Deutschland einen steigenden Absatz verzeichnen konnten für ihre Modelle, insbesondere das Model 3 natürlich, sondern eigentlich Europa gar weltweit. Und das hat sich auch gezeigt, als Tesla diese Woche dann noch die Quartalszahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt haben. Man dachte ja oder ist zunächst davon ausgegangen, dass Tesla selbst auch unter den Folgen vom Coronavirus deutlich oder mehr leidet, hat sich aber alles andere als richtig herausgestellt. Denn Tesla konnte einen neuen Rekord im ersten Quartal eines Jahres hinlegen. Tesla brachte es auf über 102.000 produzierte E-Autos und 88.400 Fahrzeuge, die tatsächlich ausgeliefert wurden. Und das ist definitiv eine Ansage, weil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, also im ersten Quartal 2019, konnte man rund 25.400 Fahrzeuge mehr ausliefern. Damals kam man nämlich auf rund 63.000 E-Autos, die von Tesla ausgeliefert wurden. Was jetzt auch noch interessant ist im Zusammenhang damit, weil Coronavirus wirkt sich natürlich auf die Fertigung aus, Fertigung abgeschaltet, zurückgefahren, es werden weniger Fahrzeuge vom Band fahren. Denkt man ja, dass es sich auch bei Tesla dementsprechend stark bemerkbar macht. Um das Ganze einzuordnen, im letzten Quartal 2019, also im vierten Quartal, wurden um die 105.000 Fahrzeuge gefertigt. Jetzt im ersten Quartal um die 102.000. Also man ist in Anführungsstrichen nur 3.000 Fahrzeuge entfernt von der Bestmarke in 2019. ist eine Ansage dafür, wie man sich mittlerweile positioniert hat, wo die Reise hingehen soll. Jetzt ist das Model Y noch im ersten Quartal auf die Straße gekommen, fährt auch langsam hoch. Giga Shanghai nimmt ihren Betrieb auf. Giga Berlin wird irgendwann im nächsten Jahr folgen. Tesla legt Stück für Stück Eine gesunde Basis für eine erhoffentlich erfolgreiche Zukunft, auch so als Vorreiter im Bereich der E-Mobilität. Und zwar schön zu sehen, dass die Zahlen nicht eingebrochen sind, sondern dass sie äußerst stabil und gar eher viel positiver waren, als man zunächst angenommen hat. Zum Ende der heutigen Kurzschlussfolge kommen wir dann nochmal weg von Tesla, gehen nochmal nach Deutschland, um genauso zu sein zum VW-Konzern. Da war wieder der VW ID.3, das erste E-Auto auf der MEB-Plattform von VW, Gesprächsthema Nummer 1 die Tage. Einfach, weil es wieder um die Softwareprobleme ging. Wo es darum ging, dass man extrem weit entfernt von der Markttreife sei, dass man Termine nicht einhalten könne und dass im großen Ganzen der ID.3 eigentlich ein Reinfall sei. Aber das wollen wir einfach nicht so stehen lassen, kann man auch nicht so stehen lassen. Es gibt wohl schon Probleme bei der ganzen Geschichte, aber bei welchem Fahrzeug, gerade wenn es so ein komplett neu gedachtes oder erdachtes Fahrzeug ist, ist das nicht der Fall. VW reagiert entsprechend drauf, hat nicht alles dementiert, gibt aber zu verstehen, dass man dran sei, die ersten VW ID.3 vom Band laufen zu lassen oder laufen ja auch bereits vom Band und die gehen in die Hände der Mitarbeiter, einfach um auch eine weitreichende Qualitätssicherung im Alltag sicherzustellen. Sprich, damit das Fahrzeug dann auch im Alltag so funktioniert, wie es erdacht war. Es wird natürlich auch so sein, das hat VW auch zu verstehen gegeben, dass man digitale Funktionen zur Markteinführung in den kommenden Monaten regelmäßig und schrittweise ergänzt und erweitert. Quasi die Over-the-Air-Updates, die man von Tesla bereits kennt, werden auch bei dem MEB-Stromer Einzug halten und wird eben versuchen, einen möglichst hohen Qualitätsstandard bereits zu Beginn der Auslieferung beizubehalten, den aber weiter zu steigern. Das hat die oberste Priorität. Und ja, ich denke, der Ansatz ist ganz vernünftig, noch Salma auf dem Plan oder im Plan, Sommer 2020 anzupeilen, beizubehalten für die Auslieferung der ersten Tranche, also der ersten 30.000 First Editions. MEB-Stromer, weitere sollen dann im Spätsommer folgen. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Corona wird dann natürlich eine entsprechende Rolle oder entscheidende Rolle auch dabei spielen, inwiefern die Fertigung dann auch wieder zeitnah aufgenommen werden kann. Die Softwareprobleme sollte man hoffentlich bis dahin in den Griff bekommen, wenn der Stromer auf die Straße kommt. Wir drücken die Daumen und sind gespannt, das erste Mal drin zu sitzen und dann auch den ID.3 über die Straße zu jagen und eigene Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Kurz und knapp waren es dann auch wieder knapp 14,5 Minuten, die wir jetzt hier zusammen verbracht haben. Ich hoffe, du konntest einiges mitnehmen an interessanten Neuigkeiten aus der Welt der E-Mobilität. Ich habe dir versucht, die interessantesten Themen zusammenzusuchen, kurz und prägnant auch zusammenzufassen. Weiterführende Informationen findest du in den Shownotes zur aktuellen Folge, dort kannst du dich eben auch interessieren. noch tiefer in die Themen einlesen. Ansonsten kann ich dir auch einfach nur empfehlen, dass du bei unserem Portal vorbeischaust, dich über aktuelle Entwicklungen der E-Mobilität informierst und somit immer am Puls der Zeit bist. Dir nochmal vielen Dank fürs Zuhören. Ich würde mich freuen, wenn du nächste Woche wieder einschaltest, wenn es rund um die Themen E-Mobilität und alternative Antriebe im Alltag geht. Vielen Dank, bis dahin. Bleib vor allem gesund. Mach's gut. Ciao.