2020 und die Rückkehr der Plug-In-Hybride

Matthias Schmidt, Automobil-Analyst aus Berlin, gibt uns die Möglichkeit einen Blick auf die E-Auto- und Plug-In-Hybrid-Zulassungen in den ersten fünf Monaten des Jahres für den europäischen Elektroautomarkt zu werfen. Hierbei zeigt sich, dass sich die Zulassungen der beiden Segmente doch stark angenähert haben.

Bis Ende Mai bracht es der europäische Markt auf 165.870 reine E-Auto- sowie 132.203 PHEV-Zulassungen. Wie sich diese im Detail auf die einzelnen Länder aufteilen, wodurch das starke Wachstum der PHEV zustande kommt und welche Modelle an vorderster Front zu finden sind betrachten wir nachfolgend. Hör vorbei.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit der E-Mobilität in all ihren Facetten auseinandersetzen. Diese Woche steht das Jahr 2020 und die Rückkehr der Plug-in-Hybride im Mittelpunkt. Das heißt, wir wollen uns mit vielen Zahlen die ersten fünf Monate des Jahres anschauen, um eben einen Blick darauf zu werfen, wie sich die E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Zulassung im europäischen Elektroautomarkt entwickelt haben, wo die Reise hingeht, wo wir aktuell stehen, warum ein starkes Wachstum der Plug-in-Hybride erwartet wird und Und welche Modelle an vorderster Front bzw. welche Hersteller dort zu finden sind. Das Ganze wollen wir betrachten. Die Daten dazu stammen abermals von Matthias Schmidt, seines Zeichens Automobilanalyst aus Berlin. Und ich denke, wir kriegen da ganz interessante Einblicke auf den Markt und sehen auch, wohin die Reise gehen kann oder wird in 2020. Und warum Plug-in-Hybride oder auch Teilzeitstromer genannt, das Mittel der Wahl sind, um die CO2-Flottenwerte zu erreichen. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Jetzt geht's direkt rein. E-Autos machen 8,3% des gesamten europäischen Elektroautomarktes aus. Diese Zahl muss man erstmal auf sich wirken lassen. Das heißt, die magische 10%-Marke konnten Plug-in-Hybride und Elektroautos gemeinsam noch nicht knacken am europäischen Elektroautomarkt. Oder am Automarkt generell. Es zeichnet sich allerdings ein stetiges Wachstum ab, welches eben nicht nur durch die reinen Stromer, sondern eben auch durch die Teilzeitstromer getrieben ist. Hierzu sei gesagt, dass wir in den ersten fünf Monaten des Jahres, also Januar bis Mai, um die 165.000 reine E-Auto-Zulassungen hatten. Dahingegen 132.000 Plug-in-Hybride, die zugelassen wurden. Das heißt, der Unterschied ist an sich nicht so riesig. Wir sind relativ nah. Die reinen E-Autos dominieren den Markt, was sehr schön ist. Aber Es sind unterschiedliche Ausprägungen vorzufinden am Markt. Was heißt das? Für Europa gesamt habe ich ja jetzt die Zahlen schon genannt, wo man relativ gleich auf ist, bis auf knapp 33.000 Fahrzeuge eben Unterschied bei den Zulassungen. Aber in den unterschiedlichen Ländern zeigt sich halt... Dass mal Plug-in-Hybride vorne die Nase vorne haben, mal die reinen Stromer, mal ist man gleich auf. Als Beispiel habe ich mir da mal Deutschland rausgesucht, da ist man ungefähr gleich auf. Wir sprechen da von knapp 39.000 Plug-in-Hybride gegenüber ein bisschen mehr als 36.000 reinen Stromern, die in den ersten fünf Monaten des Jahres zugelassen wurden. In Frankreich hingegen zeigt sich das Bild dann eher so, dass die reinen E-Autos knapp 31.000 gegenüber knapp 13.000 Teilzeitstrom an die Nase vorne haben. Das heißt, die reine E-Mobilität ist dort mehr gefragt, weil auch mehr gefördert eben. Und in Schweden dreht sich das Bild dann wieder, da haben wir dann mehr Plug-in-Hybride, die die Nase vorne haben, so knapp über 18.600 Zulassungen gegenüber 7.500 E-Auto-Zulassungen. Das heißt, es lässt sich nicht immer ganz klar festhalten, nach was für einem Verhältnis die Anteile am Markt sich eben abzeichnen. Das ist getrieben durch die einzelnen Herstellern, die natürlich in ihren eigenen Ländern aktiv sind, was die an Fahrzeugen dort anbieten. Frankreich als Beispiel haben wir den Renault Zoe als mit eines oder als das meistverkaufte E-Auto in den ersten fünf Monaten des Jahres in Europa. Die haben da natürlich ihre Präsenz und nutzen die dann gerade im eigenen Heimatland. Und das spielt halt erst mit rein, dann spielen Subventionen, Förderungen immer eine Rolle, je nachdem, was der Staat oder die jeweilige Regierung dann auch vorne sehen will, um dann nach vorne zu kommen. Aber wenn man das überhaupt irgendwie ableiten möchte, gibt es meist ein eher ausgeglichenes Bild, meist mit ganz leichten Vorteilen für die reinen Stromer am Markt. Das sieht man dann eben auch schon, wenn wir mal weggehen von den reinen Absolut, Zahlen sozusagen, sondern hin zur prozentualen Betrachtung, da zeigt sich, dass eben in ganz Europa rund 4,6% Stromer Marktanteil hatten und die Plug-in-Hybride rund 3,7% Marktanteil. In Summe kommen wir dann eben auf diese 8,3% Anteil am Gesamtmarkt. Und das waren zumindest in den ersten 5 Monaten des Jahres knapp 300.000 Fahrzeuge, welche mit Stecker geladen werden können. Also schon eine Ansage, die man da hat. Und bleiben wir jetzt mal weg von diesen absoluten Zahlen und betrachten lediglich den Anteil an Fahrzeugen mit Steckern am europäischen Markt. Also da schließen wir jetzt die reinen E-Autos als auch die Plug-in-Hybride mit ein. Dann stehen halt nicht mehr Deutschland, Frankreich und Großbritannien an der Spitze in Bezug auf ihren Anteil an Steckerfahrzeugen am jeweiligen nationalen Gesamtmarkt, sondern drei andere nordische Länder. Und das wären in diesem Fall eben Norwegen, Schweden und Finnland. Und ja, Norwegen ist der Spitzenreiter. Mit 69% der Gesamtzulassung steht man in oberster Spitze, weil genau so viel Prozent wurden zugelassen an Fahrzeugen mit Steckern. Wir erinnern uns, E-Autos und Plug-in-Hybride. Das heißt, gerade mal 31% entfallen auf Benziner und Dieselfahrzeuge in diesem Markt. Ist definitiv eine Ansage. Wenn man das Ganze nochmal ein bisschen unterteilen will, dann sieht man, dass eben reine Stromer knapp 50 Prozent oder besser gesagt 49 Prozent ausmachen und die Plug-in-Hybride 19,9 Prozent, um dann eben wieder auf diese Summe von fast 70 Prozent an Fahrzeugen mit Steckern am Markt auszumachen. Eine Verschiebung haben wir bei Schweden, da übernehmen die Teilzeitstromer mit knapp 18% die Führung gegenüber 7, noch was Prozent mit den Reihenstromern, wodurch man trotzdem in Summe auf etwas mehr als 25% kommt. Das heißt, jedes vierte Fahrzeug, was in Schweden zugelassen wurde in den ersten fünf Monaten, kann über Stecker an der Steckdose, Wallbox oder Ladestation geladen werden. Mal eben nur für Teilstücke mit 40, 50 Kilometer, wenn wir von einem Plug-in-Hybriden reden, oder dann eben auch über größere Entfernungen, wenn wir über reine E-Autos reden. In Finnland ein ähnliches Bild, prozentual gesehen ein bisschen weniger sozusagen. Da haben wir 12,6% Plug-in-Hybride-Zulassung gegenüber 3,1% reinen E-Autos. Also auch hier ist ein deutlicher Vorteil der sogenannten Teilzeitstromer zu sehen, aber halt trotzdem 15,7% Anteil Fahrzeuge mit Stecker am Gesamtmarkt. Das ist schon eine Aussage und ich denke, so muss man das auch betrachten. Also man sieht diese Entwicklung, es wächst deutlich. sowohl nur leicht elektrifizierte Fahrzeuge als auch die rein elektrifizierten am Markt. Was man natürlich immer wieder bedenken muss bei solchen rein prozentualen Angaben, man kann das nicht eins zu eins ins Verhältnis setzen mit einem deutschen, französischen oder großbritannischen, äh, britischen Markt, weil wir natürlich eine andere Grundlage an absoluten Zahlen haben. Der deutsche Pkw-Markt ist natürlich um vielfaches höher als der norwegische, deswegen ist da ein eins zu eins Vergleich einfach auch nicht zu sehen. Aber betrachten wir das Ganze nochmal prozentual, nehmen uns da die drei führenden Länder in ihrem Volumen vor, das sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien. dann kommt man darauf, dass in den drei Märkten maximal gerade fast jedes vierte Auto mit Stecker ausgeliefert wird. Also auch ein bisschen was um die 24 Prozent, wo wir da landen. Demgegenüber steht dann beispielsweise Schweden als zweitplatzierter, prozentual gesehen. Und da ist über jedes oder jedes vierte Auto ist da definitiv ein Fahrzeug mit Stecker. Also immer eine Frage der Betrachtungsweise, wie ich die Zahlen angehe und wie ich das Ganze auch sehe. Aber man sieht eben, Fahrzeuge mit Stecker kriegen eine höhere Aufmerksamkeit mittlerweile am Markt, was ja eine schöne Entwicklung ist für uns definitiv. Und eins ist auch klar, das waren jetzt viele Zahlen, die ich dir da in den Kopf gesprochen habe oder geworfen habe. Aber keine Sorge, ich verlinke in den Shownotes dann später auch nochmal den Artikel dazu. Da steht das auch alles nochmal ausführlich mit absoluten Zahlen auf die letzte Kommastelle gefühlt. Und dann kannst du das auch nochmal in Ruhe nachlesen. Es geht im Endeffekt eigentlich auch nur um die Entwicklung, um aufzuzeigen. A. E-Autos dominieren noch über den Plug-in-Hybriden. B. Der Markt wächst in Gänze. C. Je nach Betrachtung, ob ich absolut oder prozentual betrachte, stehen verschiedene Länder an der Spitze. Das einfach nur so als Kurzzusammenfassung. Was jetzt auch interessant ist, ist die Frage, welche Hersteller zeichnen sich für die Plug-in-Hybride bzw. E-Auto-Zulassung verantwortlich. Darauf möchte ich jetzt nachfolgend eingehen. Nämlich zuvor haben wir eben die einzelnen Länder betrachtet und ihre Bedeutung für den europäischen Elektroautomarkt. Jetzt wollen wir das Ganze mal von der Herstellerseite her aufrollen. Und da zeigt sich aber nicht so eine ganz deutlich ausgewogene Tendenz von Plug-in-Hybriden gegenüber Stromer. Da variiert es sehr stark, je nach Hersteller, den wir betrachten. Nehmen wir als Beispiel an vorderster Front, das ist der VW-Konzern, da haben wir eben Volkswagen, Audi, Porsche, Skoda, Seat mit drin, die auf über 37.000 reine E-Autos kamen, gegenüber 24.000 Plug-in-Hybride in dem Zeitraum Januar bis Mai 2020. Das heißt, mit einem guten Drittel mehr Stromer, die da abgesetzt wurden in diesem Zeitraum. Deutlich positiv oder noch größer wird dieser Unterschied bei Renault Nissan Mitsubishi, die wir da betrachten. Dort trifft auf jeden Plug-in-Hybrid kommen vier E-Autos. Das heißt in absoluten Zahlen waren wir knapp über 36.000 E-Autos, also ungefähr vergleichbar mit dem VW-Konzern. Demgegenüber steht aber nur die Hälfte von Teilzeitstrom, also 11.600. Da ist ein deutlich besseres Verhältnis von Elektroauto gegenüber Plug-in-Hybride. Das Ganze kann sich aber auch in die andere Richtung drehen. Bestes Beispiel hierfür, deutsche Hersteller BMW oder BMW Gruppe, da zählen wir jetzt eben BMW und MINI mit dazu. Die haben einen deutlichen Vorteil zugunsten der Plug-in-Hybride. Das sind über 26.000 Zulassungen, die es da eben gab und nur knapp an die 10.000 reinen E-Autos. Und ich sage mal so, diese Positionierung am Markt oder diese Absatzzahlen zeigen ja auch immer wieder auf, wie die einzelnen Hersteller wohl ihre CO2-Emissionsflottenwerte erreichen wollen. Und das ist im Fall der BMW-Gruppe eben deutlich über die Plug-in-Hybride gesteuert. Dann gibt es natürlich auch Beispiele dafür, die uns ganz andere Extreme aufzeigen. Da haben wir Tesla, die natürlich nur auf reine Stromer setzen, knapp über 28.000 im Vergleichszeitraum. Volvo hingegen hat nur Plug-in-Hybride am Start, knapp über 20.000, die dagegen zählen. Und in der Hyundai-Gruppe und bei PSA hat man auch wieder leichte Vorteile bei den Stromern gegenüber den Teilzeitstromern. Was relativ ausgeglichen ist, also da sind wir schon wieder so knapp an diesem 50-50-Verhältnis, will ich nicht sagen, weil wir doch schon ein paar mehr E-Autos an den Start bringen, aber es ist relativ ausgewogen. Rein elektrisch haben wir noch Cyc MG, die nur elektrisch unterwegs sind, knapp 2800, Ford hingegen auch wieder nur auf der Plug-in-Hybrid-Schiene, 3300 Fahrzeuge, die da zugelassen wurden. Und Jaguar Land Rover ist so ein Spezialfall, weil da kommen wir wieder fast 50-50 raus bei der Betrachtung, wobei man festhalten kann, Jaguar mit dem I-Pace rein für die Stromer verantwortlich, die Plug-in-Hybride steuert Land Rover bei. Und bei Daimler ist es so, da haben wir ein ähnliches Bild wie bei BMW, natürlich mit niedrigeren Zulassungszahlen, die Plug-in-Hybride überwiegen leicht. Also da reden wir von 12.000 Plug-in-Hybride, die auf 7.000 reine E-Autos treffen. Also Ganz so eindeutig wie bei den Länderbetrachtungen ist es da nicht, wie sich es aufteilt, aber man sieht halt, dass je nach Strategie oder je nach Modellen, die die einzelnen Marken auf die Straße bringen, die Ausprägung gesteuert ist. Sind wir eher stromlastig oder eher Teilzeitstromlastig? Mitsubishi, VW und BMW bei Plug-in-Hybrid-Modelle ganz vorne dabei. Ja, das ist so die nächste Zwischenüberschrift, weil wir sind jetzt vom Gesamtautomarkt Europas gekommen, über die Länder hin zu den Herstellern und brechen das Ganze jetzt nochmal auf die Plug-in-Hybrid-Modelle runter, die den Markt eben in den ersten fünf Monaten des Jahres bestimmt haben. Und da steht ungeschlagen an der Spitze der Mitsubishi Outlander, den wir auch übrigens schon mal zum Test hatten, Testbericht ist auch verlinkt, versteht sich, der 8,8% am Gesamtmarkt ausgemacht hat, von den Plug-in-Hybriden jetzt rein betrachtet. Also 11.600 Einheiten wurden von dem zugelassen. Darauf folgt dann der Passat von VW als Teilzeitstromer. Der knapp bei der Hälfte an Zulassung liegt, 6600 Fahrzeugen und der 3er BMW komplementiert das Ganze mit 6400 zugelassenen Teilzeitstrom und eben. Einfach mal, um so das Verhältnis aufzuzeigen. Das heißt, Position 2 und 3 überwiegen Position 1 in dem Ranking nur ganz leicht. Interessant zu sehen ist auch, dass in dem Ranking Volvo mit mehreren Modellen vertreten ist. Wir erinnern uns, die glänzen aktuell auch nur durch Plug-in-Hybrid-Zulassung am europäischen Elektroautomarkt. Da ist dann der V60, S60, XC60 oder XC40 vertreten im Ranking mit unterschiedlichen Stückzahlen. Wir haben aber auch höherpreisigere Modelle im Ranking drin bei den Plug-in-Hybriden, wo man dann von ausgehen könnte, dass es wahrscheinlich Firmenfahrzeuge sind, weil die dann zumindest in Deutschland von der günstigeren Dienstwagensteuer profitieren dann eben. Da tauchen dann die E- und die C-Klasse auch von Mercedes-Benz. Aber auch die 5er-Serie von BMW ist dort mit ordentlich Stückzahl vertreten. Alles so um die 4.000 bis 4.300 Einheiten, die dort zugelassen wurden. Das heißt, neben dem eigentlichen Wachstum am Markt findet jetzt mittlerweile auch so eine gerechtere Verteilung statt. Gerade so im vergangenen Jahr oder Anfang des Jahres war noch der Mitsubishi Outlander führend mit weitem Abstand. Der hat immer noch einen ordentlichen Abstand zu den anderen Modellen. Aber das Feld dahinter verteilt sich jetzt relativ gleichmäßig. Die Sprünge sind nicht mehr ganz so stark vom ersten bis zum zehnten Platz. Man hat schon noch eine gewisse Abstufung drin, aber man nähert sich an. Und es kommen halt verschiedenste Plug-in-Hybrid-Modelle auf den Markt, die den unterschiedlichsten Ansprüchen, Preislassen gerecht werden. Und das sieht man einfach auch an diesen absoluten Zulassungszahlen, die wir da betrachtet haben. Wie gesagt, auch die Zahlen nochmal ausführlich in dem Artikel, der in den Show Notes verlinkt ist. Was auf jeden Fall festhalten lässt, Europas E-Automarkt wächst und wächst und wächst und wächst und wächst. Ja, das hatten wir auch schon vergangene Woche eben im Podcast drin, aber ich werde es eben einfach nochmal aufgreifen, weil es wichtig ist. Und zwar passiert es, weil das durch die CO2-Flottenwerte getrieben ist, die eben die Hersteller zu erfüllen haben. Und der Analyst aus Berlin, Matthias Schmidt, ging bereits eben in der Vergangenheit davon aus, dass die Automobilhersteller 2020 ihre CO2-Ziele erreichen. Das haben wir auch vergangene Woche eben in dem Podcast aufgeführt, wie das der Fall sein wird. Politik, Regierung und staatliche Unterstützung spielen da eine wichtige Rolle. Wir sind im vergangenen Jahr noch von einem starken Wachstum des E-Auto-Volumens in Europa ausgegangen. Da war die Rede von 335.000 Fahrzeugen, die auf über 700.000 Zulassungen ansteigen werden. Das hat man mittlerweile korrigiert, diese Aussage auf verschiedensten Ebenen, natürlich stark getrieben durch Corona. Erreicht werden soll das Ganze natürlich dennoch durch eben steuerliche Anreize für E-Autos und Plug-in-Hybride als auch eben entsprechende Förderungen. Und gerade so Hauptmärkte, die auch ordentlich Volumen dahinter haben, wie wir jetzt erfahren haben, wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien, werden das Ganze treiben, einfach weil man schon die eigene Wirtschaft am Laufen halten lassen will. Und dadurch werden E-Auto- als auch Plug-in-Hybrid-Absätze weiter wachsen. Und die Plug-in-Hybride werden auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Erreichung der durchschnittlichen CO2-Flottenziele für die Automobilhersteller spielen. Weil die sind natürlich daran interessiert, so lange wie möglich profitabel zu bleiben und das können sie eher mit einem Teilzeitstromer, aktuell zumindest, aufgrund auch der Akkupreise, gegenüber einem reinen E-Auto. Zur Erinnerung, die Zahlen werden wahrscheinlich nicht mehr ganz stimmen, aber da haben wir die Ausgangsbasis dafür. Daimler hat letzten November bekannt gegeben, dass die CO2-Ziele 2020 eben mit 50.000 Plug-in-Hybriden erreicht werden sollen. Für 2021 geht man sogar von 150.000 Plug-in-Hybriden aus, die man auf die Straße bringen will. Die entsprechende Basis sei bereits gelegt. Es kommen neue Modelle immer wieder mit einer Teilelektrifizierung daher. Nicht nur bei Mercedes, auch bei VW, Audi, BMW. Plug-in-Hybride sind eigentlich immer mitzusehen oder eine gewisse Form der Elektrifizierung, egal welcher Hersteller das ist. Und auch diese 50.000 Plug-in-Hybride stehen bei VW im Raum. Die hatte damals Jürgen Stackmann, Leiter Marketing und Vertrieb der Marke VW, in den Raum gestellt. Und auch bei den Franzosen drüben spielen Plug-in-Hybride eine große Rolle. PSA beispielsweise, also PSA-Gruppe, prognostizierte, dass die Gesamtzulassung der Plug-in-Hybride steigt. In den 30 europäischen Märkten bis 2025 die E-Auto-Zulassung übertreffen werden, ist aktuell noch nicht der Fall, aber PSA geht davon aus, dass wir 2025 um die 1,93 Millionen Plug-in-Hybride auf der Straße sehen gegenüber 1,57 Millionen reinen E-Autos. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie die Reise weitergeht. Wir gehen davon aus, dass sowohl die Hersteller als auch natürlich die Regierung das entsprechend treiben und nach vorne bringen, egal ob es jetzt Teilzeitstromer oder reine Stromer sind, die wir da sehen. Es ist interessant, wie neue und unterschiedliche Modelle in den beiden Segmenten dazu führen können, dass eine Verschiebung stattfindet, dass es sich angleicht und dass nicht mehr einzelne Modelle wie beispielsweise der Outlander jetzt bei den Plug-in-Hybriden ganz vorne stehen. sondern dass man sich da im Markt einen gewissen Ausgleich schafft. Ich denke, das war jetzt mal wieder ein wertvoller Einblick, den wir da hatten und warum Plug-in-Hybride eben 2020 immer noch eine entscheidende Rolle spielen. Ich hoffe, dir hat die aktuelle Folge gefallen, würde mich freuen, wenn du nächste Woche wieder einschaltest und empfehle dir auf jeden Fall aufgrund der Vielzahl von Zahlen in den Shownotes vorbeizuschauen, weil dort findest du den Artikel verlinkt mit ausführlichen Informationen, auch nochmal mit weiteren Artikeln, die ich daraus verlinkt habe, wo du dich über die einzelnen Themen schlau machen kannst. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest beim Podcast von elektroauto-news.net. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.