Vom Verbrenner zum Elektroauto - Das ist möglich

Diese Folge des Elektroauto-News.net Podcast beschäftigt sich damit was alles möglich ist in der Welt der E-Mobilität. Um genau zu sein, welche Möglichkeiten gibt es, um aus einem Verbrenner ein Elektroauto zu machen.

Von Umbauten unter 10.000 Euro ist dabei ebenso die Rede wie von Verbrenner, welche über sechs Jahre Planungszeit mit sich bringen, um zum Elektroauto umgebaut zu werden. Grenzen scheint nur die eigene Fantasie, als auch der eigene Geldbeutel zu setzen.

Aber am besten hörst du einfach rein und erfährst selbst, was beim Umbau vom Verbrenner zum Elektroauto möglich ist.

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Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast. Diesmal beschäftigen wir uns mit dem Umbau vom Verbrenner zum Elektroauto. Was ist möglich? Was wird schon gemacht? Und warum sollte man es überhaupt machen? Einen kurzen Überblick gibt es darüber. Wir haben es schon öfters im Portal bei uns gehabt. Und jetzt fasse ich einfach nochmal die wichtigsten Inhalte in der Podcast-Folge zusammen. Ich wünsche dir viel Spaß damit. Gleich geht's los. Elektroauto News meldet sich gleich wieder zurück nach einer kurzen Werbung. führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie bietet Mahler attraktive Aufgaben. Die duale Konzernstrategie des Unternehmens verfolgt unter anderem die Elektromobilität voranzutreiben, bestehendes Verbessern und zukünftiges Positivgestalten. Dafür steht Mahler als Arbeitgeber. Ob für Pkw, Nutzfahrzeuge, E-Bikes oder E-Scooter, bei Mahler hast du die Möglichkeit, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Überzeuge dich selbst auf www.jobs.male.com. So, da sind wir auch schon wieder zurück in der aktuellen Folge und beschäftigen uns mit dem Thema Verbrenner zum Elektrofahrzeug. Ist definitiv möglich, hat man auch schon des Öfteren gesehen bei uns im Portal. Da waren es dann aber explizit Fahrzeuge, die im höherpreisigen Segment unterwegs waren. Vor allem Oldtimer, die dann umgebaut wurden, aufbereitet wurden und eben einen alternativen Antrieb, in dem Fall einen E-Motor, verpasst bekommen haben. Aber auch im Einstiegssegment sowie im mittleren Segment gibt es Lösungen dafür. Und da möchte ich einfach mal einen Überblick geben. Bei greencarreports.com, dem Porsche-Portal aus Amerika, gab es auch vor kurzem die Umfrage, sind Elektroauto-Umbauten überhaupt relevant heutzutage? Und da gab es unter anderem eben die Aussage, ja, für Liebhaber von alten Fahrzeugen definitiv eine schöne Sache, weil gerade vielleicht die Silhouette von einem Fahrzeug, die einem gut gefällt, gibt es ja nicht mehr unbedingt mit einem E-Antrieb. Und wenn man halt das Beste aus beiden Welten will, bleibt ja nichts anderes übrig, als eben den Umbau anzugehen. Die Problematik ist halt da, kostet viel Geld, man muss was reininvestieren und muss halt auch bereit sein, das zu bezahlen. Und da scheinen sich halt die Geister. Schlussendlich haben aber auch andere Interesse dran, eben auch ihr kleines, normales Verbrennerfahrzeug, Diesel, umzubauen. Sei es jetzt ein Citroën C1, ein Peugeot, ein 107, ein Fiat 500 oder ein Renault Twingo. Was es eben alles gibt. Auch sowas will man umbauen. Nicht vielleicht nur den größten Porsche dann oder einen riesen Audi, der umgebaut werden soll oder gar einen Oldtimer. Es soll für jede Klasse was geben und es gibt es auch. Beginnen wir einfach mal vielleicht mit Transition One, das französische Startup, was sich eben zur Aufgabe gemacht hat, insbesondere Dieselfahrzeuge zu E-Autos umzubauen. Und das Ganze soll zudem für relativ kleines Geld in Anführungsstrichen geschehen, für unter 8.500 Euro wäre so ein Umbau zu haben. Und ja, das kann man festhalten, für 8.500 Euro wird man kein Wunder erwarten. Und es wird wahrscheinlich nicht der schönste Umbau und sauberste sein, aber es erfüllt eben seinen Anspruch. Und zwar das Auto, in der er voll elektrisch fährt. Das heißt, man hat ein E-Auto mit Akku, E-Motor sowie einen vernetzten Dashboard-Monitor am Start, von wo aus man eben die wichtigsten Infos angezeigt bekommt. Interessant ist eben, jetzt gerade in Bezug auf Transition One, dass Das Ganghebel und das Getriebe weiterhin zum Einsatz kommen, beziehungsweise müssen halt nicht verschwinden, um Platz zu machen. Allerdings verschwindet der herkömmliche Tank, denn dort werden dann die Akkupacks untergebracht und ein weiterer wird im Motorraum untergebracht, wo man nämlich auch weniger Platz braucht, dadurch, dass eben... weil der E-Motor ja kompakter und kleiner ist als der normale Verbrennermotor. Und Transition One hat das auch schon bewiesen mit einem Twingo vom Baujahr 2009 von Renault, der umgebaut wurde zu einem E-Auto mit 180 Kilometer Reichweite. Und ja, so richtig viel ist halt noch nicht bekannt dazu, außer dass die Batterien von einem Tesla oder von einem Händler stammt, der Tesla-Ersatzteile verkauft. Und das Ganze wird eben in Frankreich als Retrofitting sozusagen beschrieben. Und beschreibt dann eben, wie alte Verbrenner umgebaut werden können zu Elektroautos. Die Problematik ist hier dann eher weniger der Umbau an sich, als dann so Geschichten wie die rechtlichen Hürden, die da eben dem entgegenstehen. So Zulassungen dafür zu bekommen für ein Elektroauto, was ursprünglich mal ein Diesel war, ist halt so eine Sache. Gibt es leider noch keine Generalfreigabe dafür. Aber es war eben ganz interessant auch zu sehen oder zu erfahren, dass der Gründer von Transition One zu verstehen gab, dass er nicht niegelnahere neue E-Autos verkauft an Leute, die es sich eh nicht leisten können für 20.000 Euro und noch mehr. Nee, er versucht eine Lösung zu finden, ein Fahrzeug anzubieten, was eben auch für kleines Geld zu haben ist. Er selbst nimmt mittlerweile mehrere Vorbestellungen entgegen, auch für so Umbauten, gerade in dem Bereich der kleinen Fahrzeuge, kleinen Verbrennerfahrzeuge zu E-Autos hin und sammelt auch fleißig Geld ein. Aktuell stehen glaube ich 6 Millionen Euro im Raum, die er einsammeln will, um eine Fabrik aufzubauen, in der er pro Jahr dann bis zu 4000 Fahrzeuge umrüsten will. Und das für einen relativ überschaubaren Eurobetrag dann. Und damit könnte man halt auch die E-Autos in der Masse ankommen lassen, vorausgesetzt die Sicherheitsbedingungen oder Anforderungen werden dann eben auch erfüllt. Aber bei so relativ kleinen Fahrzeugen, Verbrenner, Dieselfahrzeugen, die umgebaut werden auf E-Autos, ist natürlich nicht Schluss. Es geht auch immer noch eine Nummer größer. Das beweist beispielsweise das amerikanische Startup Polycap. Die haben sich mit Edge Motors zusammengetan, haben sich eine Karosserie des Audi S5 Serienfahrzeugs vorgenommen und im Ganzen einfach mal einen E-Antrieb von einem Tesla Model S einverleibt. Und ja, das Besondere, es wurde eben nicht nur der E-Antriebsstrang, das Tesla Model S, in die Karosserie des Audi S5 eingebaut, sondern auch noch das Quattro-System, das der S5 von Haus aus mit sich bringt, beibehalten. Und Polycap konnte auch erzählen, dass der ursprüngliche Verbrenner gemeinsam mit den Tesla-Teilen kommunizieren kann. Wodurch äußert sich das? Dadurch, dass der S5 jetzt über einen 10 Zoll Touchscreen im Fahrzeugcockpit verfügt, welches eben dort integriert ist und sowohl Audi als auch Tesla-Teile, Komponenten anspricht und entsprechend die Steuerung zulässt. Das ist bestimmt nicht die einfachste Anpassung, die man da macht, das ist schon eine ganze Stufe höher, kostet natürlich auch eine Stange mehr Geld, wenn man ganz ehrlich ist. Aber man bewegt sich natürlich auch in einem Bereich von einem Audi S5, Tesla Model S und nicht mehr bei einem Peugeot 107 oder sowas kleineren. Aber zeigt eben auch auf, Grenzen sind sowohl wohl keine gesetzt, wenn man einen Verbrenner zum Elektroauto umbauen will. Im Fall des Audi S5, der dann eben mit den Tesla Model S Teilen betrieben wird oder mittlerweile fährt, ist man so vorgegangen, dass man die Batterien nicht im Boden des Fahrzeugs untergebracht hat, sondern das Akkupack von Tesla Model S in 16 Module aufgeteilt hat und eben dort gestapelt hat, wo das deutsche Coupé zuvor seinen Rücksitz hatte. Dabei musste eben das Startup auch dafür sorgen, dass das Wärmemanagement beibehalten wird, dass die Akkus auch auf Dauer ihre Leistung bringen und auch die entsprechende Reichweite ermöglichen, die eben von so einem Fahrzeug dann auch erwartet wird. Und das scheint geklappt zu haben. Den Link dazu zu dem Beitrag und auch vor allem zu dem Video dazu, was sehr unterhaltsam und lehrreich war, packe ich euch in die Shownotes. Und ja, jetzt gehen wir noch eine Stufe weiter. Jetzt kämpfen wir uns langsam vor von den Kleinwagen über Mittel- bis Oberklasse bis zu Sportwagen bzw. Premiumwagen. Und da der Porsche Boxster als E-Auto. Ja, wie? Den gibt es doch gar nicht. Porsche 3 kann doch das erste vollelektrische E-Auto sein. Wird es auch sein. Nichtsdestotrotz hat ein Teenager aus den USA einen 2000er Porsche Boxster gemeinsam mit seinem Vater umgebaut. Das heißt, die haben sich ein halbes Jahr lang Zeit genommen, um den ehemaligen Verbrenner umzubauen. um daraus eben ein reines E-Auto zu schaffen. Gekostet hat das Ganze ungefähr 13.000 US-Dollar, ein halbes Jahr lang Zeit und einiges an Kenntnis in Bezug auf Hardware und Software. Man hat mal alles selbst gemacht. So hat der Teenager gemeinsam mit seinem Vater in einem speziell gefertigten Gehäuse Nissan Leaf Batteriezellen untergebracht und diese im Hohlraum des Motorraums des Porsche Boxster montiert. Und dort sitzt dieses Gehäuse in einem speziellen angefertigten Stahlrahmen, der wiederum mit der Motorhalterung verschweißt ist. Einfach, dass die notwendige Sicherheit gewährleistet ist und die Batteriezellen nicht irgendwo kreuz und quer im Fahrzeug rumfahren. Dann hat der Teenager aus den USA, der übrigens Isaac Kelly heißt, vier Mikrocomputer programmiert, um den Motor zu steuern, die Ladung zu regeln und den Akkupark zu überwachen. Laut Aussage von Kelly kommt der Porsche Boxster als E-Auto auf eine Reichweite von etwa 100 Kilometer und kann dank einem 400 Volt System an den Standard Elektroautoladestation geladen werden. Der Sprint von 0 auf 100 geht in gut 6 Sekunden. Und ja, ist ein recht überzeugendes Ergebnis für einen Privatumbau von einem Boxster zum E-Auto. Kann sich sehen lassen. Wird sicherlich nicht mit dem neuen Taycan mithalten können, aber muss es ja auch gar nicht. War ja bestimmt auch nicht der Anspruch, aber ein schönes Projekt für Vater und Sohn. Und wenn wir schon bei Porsche sind, kommen wir auch zurück, oder kommen wir hin zu einem weiteren Umbau, zu einem Porsche 911er Cabrio Elektro, was erst vor kurzem gesichtet wurde. Ein treuer Leser von uns, Markus, hat mich darüber informiert und hat mich auch auf die Idee von dem Podcast dann eben gebracht, dass wir mal darüber berichten, was denn heute alles möglich ist, vom Verbrenner zum E-Auto hin. Er hat nämlich diesen angesprochenen Porsche 911 Cabrio Electro vor den Stadtwerken in Bad Reichenhall gesehen und hat den Besitzer einfach mal direkt darauf angesprochen, was er damit auf sich hat. Ja, was hat es damit auf sich? Es handelt sich auch wieder hier um Spezialumbau von dem Fahrzeug, was von der Firma aus Ismaning in der Nähe von München eben ausgeführt wurde. War laut Aussage des Fahrers sechs Jahre in Planung, wurde im Dezember 2018 dann tatsächlich umgesetzt. Der Porsche an sich wird gesteuert durch einen Steuerteil von der australischen Firma Scott. Hat einen Heckmotor und speichert seine Energie in Akkus von Tesla. Insgesamt sollen 10 Stück oder 10 Module verbaut sein davon, die es auf eine Reichweite von 250 bis 300 Kilometer bringen. Bei rund 51 Kilowattstunden Akkukapazität. Im Winterbetrieb bewegt man sich eher so an der 200 Kilometer Grenze. Aber es ist eine ganz ordentliche Leistung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sowas dann auch wieder im Privatumbau oder in Auftrag gegeben funktionieren kann. Also was können wir jetzt bei der Podcast-Folge festhalten? Festhalten können wir definitiv, alles ist möglich. Alles ist aber auch irgendwo eine Frage des Geldes. Sprich, ich kann meinen Kleinwagen umbauen für relativ kleines Geld, kriege dann auch eine Lösung, die funktioniert, die aber bestimmt nicht so überzeugend ist, wie wenn ich meinen Audi S5 umbaue, da Teile vom Tesla Model S reinpacke. Und habt da auf einmal eine Power-Bestie. Ein Verbrenner, der vorher schon ordentlich Leistung auf die Straße gebracht hat, bringt nun einfach nochmal mehr Leistung auf die Straße und verbindet quasi das Beste aus beiden Welten. Und dann haben wir auch nochmal die Sportwagen, die natürlich nochmal in einer ganz anderen Klasse oder in einer anderen Liga mitspielen. wo es dann wirklich darauf ankommt, dass man da eben auch dementsprechend Herzblut reinsteckt und das auch mit einer Ausdauer dann umsetzt, das Ganze, da muss man hinterher sein. Sechs Jahre Planungszeit für den Umbau von einem Porsche Cabrio 911 ist eine Ansage, was man dann natürlich auch irgendwo wollen muss. So oder so finde ich es ganz interessant, einfach mal zu sehen, was denn heutzutage möglich ist, wenn man sich damit beschäftigt. Ich bin gespannt, ob dir auch Beispiele einfallen von Umbauten, Veränderungen vom Verbrenner hin zum Elektroauto und freue mich einfach über Hinweise per Mail oder per Kommentar unter dem dazugehörigen Beitrag im Portal. Dort findest du auch nochmal die Links zu den einzelnen Fahrzeugen, die ich jetzt hier in der Folge erwähnt habe. Dann bleibt eben auch nicht mehr viel zu sagen. Also, dass ich dir eine schöne Zeit wünsche. Bis zur nächsten Podcast-Folge. Würde mich freuen, wenn du wieder einschaltest. Also, mach's gut. Bis dahin. Ciao.