Alpine A290: Sportlicher E-Hatchback für neues Zeitalter

Im Gespräch mit Max Müller, Brand Director Alpine

In unserer neuesten Podcast-Episode tauchen wir tief in die Welt von Alpine ein und werfen einen exklusiven Blick auf die neue Alpine A290, die mit ihrer Kombination aus Elektromobilität und sportlicher Performance eine neue Ära für die Marke einläutet. Wir sprechen mit Max Müller, Brand Director von Alpine Germany über die ambitionierten Pläne und die Strategie hinter diesem urbanen Performance-Stromer.

Erfahrt aus erster Hand, wie Alpine die Motorsport-DNA in den Alltag integriert und eine jüngere, urbane Zielgruppe anspricht. Wir diskutieren die technischen Details, die einzigartigen Designmerkmale und die zukünftigen Modelle, die bis 2030 auf den Markt kommen sollen. Lasst euch die spannenden Einblicke nicht entgehen, wie Alpine mit der A290 und weiteren Modellen den Weg in die Elektromobilität beschreitet.

Hört rein und seid gespannt auf exklusive Interviews und tiefgehende Analysen rund um die brandneue Alpine A290 und die Zukunft der Marke!

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast. In der aktuellen Folge ist Max Müller, seines Zeichens Brand Director Alpine Germany, zu Gast. Wir haben uns unterhalten über die Alpine A290, die vorgestellt wurde und die die Performance-Marke von Renault eben in das Zeitalter der E-Mobilität einführen soll. Dabei ist die Alpine A290 nur der Startaufschlag für die Marke. Sechs weitere Modelle sollen in den nächsten sieben Jahren folgen. Und damit möchte man eben auch eine neue Zielgruppe erschließen. Im Gespräch mit Max sind wir ein Stück weit näher drauf eingegangen, haben ein paar Worte über das Modell verloren. Mehr Infos und Input gibt es in dem Artikel zur Folge, der natürlich in den Show Notes verlinkt ist. Wir gehen jetzt erstmal direkt rein ins Gespräch mit Max. Viel Spaß damit! Servus Max, vielen Dank, dass wir uns heute ein Stück weit austauschen können über die Alpine A290, wie ich eben lernen durfte, die weibliche Form. Euer erstes Elektroauto, was jetzt eben Ende 2024 auf die Straße kommt. Bevor wir da allerdings auf das Fahrzeug eingehen, kannst du dich vielleicht gerne unseren ZuhörerInnen mal selbst vorstellen, wer du bist, was du bei Alpine machst und dann gehen wir ein Stück weit näher auf das Unternehmen und auf euer erstes E-Auto ein.

  3. Max Müller:

    Großartig, vielen Dank erstmal auch. Ja, danke, dass wir uns heute hier treffen und über unser fantastisches neues Produkt sprechen können. Du hast angeteasert. Mein Name ist Max, Max Müller. Ich bin der Markendirektor für Alpine in Deutschland auf dem deutschen Markt. Wie bin ich zu Alpine gekommen? Ja, ich habe mein Studium 2010 beendet. Ich fange also mal ganz weit hinten an. Damals in Leeds, England studiert. Tatsächlich komme ich aus dem Eventmanagement ursächlicherweise und habe danach auch in Hamburg in mehreren Event- und Incentive-Agenturen gearbeitet und hatte da erst einen Kontakt auch zum Motorsport. Mich hat es immer in die Automobilindustrie getrieben. Danach einmal Blut gelegt. Ja, da war kein Bremsen mehr. 2016 bin ich tatsächlich zu Renault gekommen damals und habe im Außendienst verschiedene Positionen gemacht, habe dann einen Schlenker gemacht über eine Zentralfunktion in der Händler-Netzentwicklung und dann hatte ich das Glück, dass Luca De Meo den Renolution-Plan vorgestellt hat. in dem Zusammenhang die Marken feiner aufgestellt hat, neue Markenarchitektur und dass Alpine auch eigene Teams bekommen hat, bis rein in die Ländergesellschaften. Das heißt, 2022 habe ich als One-Man-Show in Deutschland angefangen und seitdem baue ich das Team auf, habe ein fantastisches Team für eine fantastische Marke und du hast es angedeutet, wir stehen jetzt kurz davor, in die neue Ära zu starten.

  4. Sebastian:

    Das ist ja auch spannend, dann so eine neue Ära von Grund auf quasi mit begleiten zu dürfen. Alpine, für die ZuhörerInnen, die vielleicht noch nichts von euch gehört haben, wofür steht, stand die Marke in der Vergangenheit, wo wollt ihr künftig hin?

  5. Max Müller:

    Alpine als Marke, das ist uns immer ganz besonders wichtig, ist für und ganz besonders im Motorsport geboren. Marke ist geboren worden 1955 durch Jean Redelet, der sich aus seiner Sicht das bestmögliche Sportauto gebaut hat und das dann auch als Marke gelauncht hat. Und diese Motorsport und sportliche DNA, das ist integraler Bestandteil von dem, wie wir uns selber definieren. Und das macht Alpine aus und das wird auch die zukünftigen Modelle ausmachen.

  6. Sebastian:

    Eben erstmal nur mit einem anderen Antrieb sozusagen, weg vom Verbrenner hin zum E-Auto und die Alpine A290 macht da den Anfang.

  7. Max Müller:

    Absolut, für uns markiert der Launch der A290 den Beginn in das elektrische Sportwagen-Zeitalter. Neue Ehre für uns, sonst würden wir heute glaube ich auch nicht sprechen, wenn wir uns nicht weiterentwickeln würden, auch da antriebstechnisch.

  8. Sebastian:

    Aber neben dem Antrieb, auf den wir jetzt auch gleich dann noch eingehen, entwickelt ihr euch aber auch mit eurer Zielgruppe weiter. Also da findet ja auch eine Verbreiterung sozusagen statt. Ihr wollt ein neues Zielgruppe-Absatzmarkt für euch erschließen. Kannst du das mal ein Stück weit ausholen, wo ihr da mit der Alpine A290 hingehen wollt, für was das Fahrzeug steht und damit auch dann eben die Verbindung zur Zielgruppe?

  9. Max Müller:

    Alpine klassischerweise hat immer Sportwagen gebaut. Wir haben gerade ein Modell auf dem Markt, das ist die A110 als Volllaufverbrenner. So, jetzt werden wir als Marke in der Zukunft vollelektrisch werden. Ab der 290, alles das bis kommt, wird bei uns vollelektrisch sein. Wir haben zwei Stränge, in die wir entwickeln und in der wir in der Zukunft Fahrzeuge auf den Markt bringen werden. Wir haben einmal das für uns definierte Lifestyle-Segment und einmal bleiben wir natürlich auch dem Sportwagen-Segment treu. Die A290, also Kleinwagen, B-Segment, wie man so schön sagt, neue Antriebstechnologie, wir werden als Marke jünger werden, auch das Fahrzeug wird eine jüngere Zielgruppe ansprechen, wir werden technischer werden, die Software ist wesentlich weiterentwickelt.

  10. Sebastian:

    Vielen Dank schon mal für die erste Einordnung dann von eurem, ich nenne es einfach mal urbanen Kleinwagen, kann man es glaube ich ganz gut bezeichnen, so macht es den Eindruck auf mich, trotzdem performant und auch ja markant dastehen. Vielleicht kannst du einfach mal beim Exterieur auf die offensichtlichsten Elemente eingehen, die einen Alpine ausmachen, weil ich habe heute gelernt, man erkennt einen Alpine nicht eben nur von der Performance, sondern man will es ihm auch schon ansehen, idealerweise von ein paar Metern Entfernung. Vorhin wurde mal was von 10 bis 100 Metern gesagt. Ich glaube, euren wird man tatsächlich auf 100 Meter Entfernung erkennen, dass es ein Alpine ist.

  11. Max Müller:

    Absolut. Ich denke, am allerbesten erkennt man ein Fahrzeug auf den ersten Blick vor allem im Rückspiegel an der Lichtsignatur. Alpine hat klassischerweise vier Scheinwerfer. Auch die werden wir in der A290 wiederfinden. Auch die werden wir in Zukunft in allen weiteren Modellen wiederfinden. Was uns ganz besonders gut gefällt, designtechnisch, ist, dass wir unter anderem kleine X-Elemente in den Frontscheinwerfern haben, die die Anlehnung am Ende des Tages an den Rallye-Sport sind.

  12. Sebastian:

    Eure Herkunft hier sozusagen, auch die Verbundenheit, es gibt jetzt auch vier Markenwerte, mit denen ihr auch eure künftige Ausrichtung dann von Alpine verbindet, die ja eben auch in den Bergen ein Stück weit vorzufinden ist.

  13. Max Müller:

    Absolut. Die Marke heißt nicht umsonst Alpine. Die Marke soll Agilität ausstrahlen. Unsere Fahrzeuge sollen die Agilität spürbar und erlebbar machen. Und genau darauf liegen wir ganz viel wert. Performance, Agilität. Man kann sich vorstellen, dass die A290 im Prinzip eine kompakte Version der A110 ist. Wir waren als Marke immer bekannt für Leichtigkeit. Elektroautos sind jetzt nicht die leichtesten Produkte verglichen mit dem Verbrenner-Konkurrenten. Das Wichtige ist aber, heute ist kein Auto mehr leicht. Alle Autos sind schwer. Das Wichtige ist für den Kunden, dass es sich in der Kurve, in den Serpentinen leicht und agil anfühlt. Und das haben unsere Ingenieure hier per Perfektion auf die Straße gebracht.

  14. Sebastian:

    Das glaube ich auch ganz arg und da spielt ja euch auch in die Karte, dass eben die Batterie, die ja auch jetzt im A290 im Boden liegt, sozusagen für den notwendigen Schwerpunkt dann sorgt.

  15. Max Müller:

    Die Batterie hat den Ingenieuren geholfen, den perfekten Schwerpunkt zu finden. Das Fahrzeug kommt auf der Ampere-Small-Plattform. Die haben wir nochmal ein bisschen verbreitert, im Gegensatz zu unserem Schwestermodell, dem Renault R5. Wir sind aber auch an anderer Stelle technisch drangegangen. Wir haben eine ganz andere Bremsanlage, die Radaufhängungen, aber auch das Dämpfungssystem viel, viel sportlicher. Und vor allem bringen wir auch im Gegensatz zum R5 die zwei größeren Motoren. Also wenn ich zur A290 gehe, greife, stehen mir Motoren mit 180 bis 220 PS zur Verfügung.

  16. Sebastian:

    Das sind dann die Motoren, die ich jetzt beispielsweise vom Megane E-Tech kenne, die dann dort mit vorzufinden sind.

  17. Max Müller:

    Genau, die haben wir nochmal leicht modifiziert, aber der Kern sind genau diese Motoren.

  18. Sebastian:

    Und im Endeffekt, du hast es eben auch schon gesagt, ihr bedient euch dem Konzernbaukasten dann auch. Der Renault R5 ist sozusagen die Basis, ihr passt das an. Kann man das ein Stück weit einordnen, wie viel Renault, wie viel Alpine am Ende vom Tag da im Fahrzeug drin ist?

  19. Max Müller:

    Bei Alpine sagen wir gerne Born Renault, Raced Alpine. Die A290 basiert auf der kleinen Schwester, dem Renault R5 und auch da wurde ins Regal gegriffen, in den Konzernbaukasten. Dadurch kann man ein fantastisches Fahrzeug zu einem am Ende attraktiven Preis auch anbieten. Am Ende des Tages sind 60% der Bauteile aber rein Alpine, die werden wir im R5 so nicht wiederfinden.

  20. Sebastian:

    Das liefert ja dann auch direkt zu dem Gesamtergebnis bei, was wir heute eben sehen konnten, was ja auch demnächst auf der Straße zu erleben ist. Ihr wollt 2024 in den Handel mit starten, drei Varianten gibt es. Gibt es schon einen Preispunkt, ab wann es losgeht, dass wir ein Gefühl dafür bekommen, wo wir die Alpine A92 einordnen können?

  21. Max Müller:

    Ja, zum Zeitpunkt der Aufnahme legen wir das Pricing gerade noch fest, aber wir können wahrscheinlich so einen groben Korridor, können wir sagen, wir werden im Einstieg irgendwo um die 38.000 Euro liegen und uns dann bei Mitte 45.000 Euro, Mitte 40.000 Euro werden wir uns ungefähr einpendeln für die Top-Fans.

  22. Sebastian:

    Okay, das ist schon mal interessant. Aber unabhängig von den drei Varianten, die ihr jetzt eben auf die Straße bringt, habt ihr auch noch ganz klaren Vorteil, was wir ja heute auch bei dem Design Workshop erleben konnten zum Zeitpunkt der Aufnahme, dass ihr ja mit Alpine Ateliers plant, wo ja auch nochmal diese Einzigartigkeit, dieser Style, dieser Lifestyle ein Stück weit vorangebracht werden kann. Kannst du dazu ein paar Worte verlieren, was denn dort an einem Fahrzeug verändert werden kann?

  23. Max Müller:

    Uns ist wichtig, dass der Kunde am Ende seine für ihn genau richtige A290 konfigurieren und auch selber mitgestalten kann. Das ist bei uns das Atelier Alpine. Hier werden wir im Laufe des Lebenszykluses immer wieder neue Farben, teilweise angelegt an unsere Heritage, zur Verfügung stellen, aber auch neue Farben entwickeln. Aber das geht bis hin zu farblichen Sitzen, Ziernähten und so weiter. Ich will noch nicht zu viel verraten, da kommt immer wieder Neues, aber die A290 wird für jeden sein Fahrzeug sein.

  24. Sebastian:

    Und das wird ja aber auch was sein, was für die kommenden Modelle aus eurer Dream Garage dann mit übernommen werden kann oder wo ja auch verwendet wird wahrscheinlich.

  25. Max Müller:

    Absolut, das Konzept Atelier Alpine werden wir immer weiter ausbauen, das ist klare Strategie von uns.

  26. Sebastian:

    Was ja auch besonders ist, was wir gesehen haben, wir sind in Paris, wo der Workshop stattfindet. Ich als Außenstehender konnte eine ziemliche Nähe, Verbundenheit zu Frankreich feststellen. Also es ist wirklich ein Stolz auch bei den Entwicklern, bei den Technikern vor Ort vorhanden für dieses Fahrzeug, weil eben in Paris, in Frankreich entstanden und auch ein Großteil der Teile stammt hierher. Kannst du das ein Stück weit einordnen? Wo wird das Fahrzeug gefertigt? Wo kommen die schwerpunktmäßigen Bauteile her? Sind die tatsächlich alle aus Frankreich?

  27. Max Müller:

    Die wichtigsten Bauteile kommen tatsächlich aus Frankreich. Das ist einer unserer Markenwerte. Dieses French Savoir-Faire, das französische Know-how, ist neben dem Thema Performance und Eigenität für uns ein ganz wichtiges. Das sind unsere Wurzeln. Wir sind in den französischen Alpen groß geworden, haben da die ersten Erfolge gefeiert. Und Wir haben hier viele, viele gute Ingenieure und wir arbeiten tatsächlich auch nur mit den Besten zusammen. Als Beispiel haben wir eine Kooperation mit Michelin und seit mehreren Jahren entwickeln wir schon die Reifen, die perfekt zugeschnitten sind für die A290 und auch ein entsprechendes Label tragen, um die Performance bestmöglich auf die Straße zu bringen. Und während wir gerade aufnehmen, sitzen wir in so einem kleinen... Showcase Room von DVLA, was unser Partner im Audiobereich sind. Hier reden wir nicht einfach nur über Lautsprecher, wir reden tatsächlich über einen Algorithmus, der perfekt berechnet, wie für mich persönlich das Klangerlebnis am besten im Auto ist und das muss man einfach erlebt haben.

  28. Sebastian:

    Das stimmt, das konnten wir auch die Minuten zuvor schon wahrnehmen und das ist wirklich ein ganz anderer Klang, wo ich dann auch immer sage, gut, Algorithmus, KI, das sind ja die Schlagworte der heutigen Zeit, aber da zumindest stimmt das Ergebnis, egal wie es erreicht wird.

  29. Max Müller:

    Das Ergebnis ist fantastisch.

  30. Sebastian:

    Das stimmt. Ja, dann vielen Dank, Max, dass wir so einen ersten Einblick auf die A290 von Alpine bekommen haben. Ich bin mir sicher, wir werden die auch irgendwann zeitnah auf der Strecke erleben, dass man auch dieses Fahrgefühl dann mal bekommt. Weil ich glaube, gerade auf der Plattform, wie man aufbaut in diesem kompakten Segment, wird er wahrscheinlich schon eine sehr gute Figur abgeben.

  31. Max Müller:

    Das absolut, mit absoluter Sicherheit. Und ja, es ist immer schwer, ein Fahrzeug, einen Zuhörer vorzustellen, was man noch nicht optisch vor Augen hat. Aber jeder ist natürlich herzlich eingeladen, zu einem unserer Alpine-Handelspartner zu gehen und das Fahrzeug einfach mal zu erleben. Denn Alpine ist eine Marke, die muss man erleben.

  32. Sebastian:

    Vielen Dank für deine Zeit.

  33. Max Müller:

    Vielen Dank auch, hat mich gefreut.

  34. Sebastian:

    War doch eine recht interessante Folge. Wir haben erste Eindrücke, Einblicke von Alpine bekommen auf die Alpine A290, die eben jetzt an den Start geht und die den Weg bereitet in Richtung E-Mobilität. Ich hoffe, du konntest da nichts mitnehmen. Wie schon eingangs erwähnt, mehr Informationen gibt es im Artikel zur Folge in den Show Notes verlinkt. Und ich würde mich natürlich freuen, wenn du bei der nächsten Podcast-Folge wieder zuschaltest. Mach's gut, bis dahin, ciao.