Vom E-SUV zum E-SUM - Opel Rocks-e im Fokus

Im Gespräch mit Jan-Philipp Kreß, International Product Communications von Opel

Opel wendet sich vom Elektro-SUV ab und fokussiert sich auf den Elektro-SUM. Den Rüsselsheimer ist es gelungen, mit dem Opel Rocks-e, ein ganz neues Fahrzeugsegment ins Leben zu rufen. SUM steht für Sustainable Urban Mobility, auf Deutsch nachhaltige städtische Mobilität. Dabei sei der Rocks-e komplett anders, komplett neu, komplett elektrisch erdacht.

Davon konnte ich mich Mitte November in Frankfurt selbst überzeugen. Mit Jan-Philipp Kreß, International Product Communications von Opel, habe ich mich über den Rocks-e und die Gedanken hinter dem kompakten Elektrofahrzeug unterhalten.

Shownotes:

Edit speaker mapping

Change displayed names for speaker IDs in this transcript.

Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge spreche ich mit Jan-Philipp Kreß von Opel über den Opel Rocks-e, einem Leicht-Elektrofahrzeug aus Rüsselsheim. Es richtet sich im Speziellen an 15- bis 18-Jährige, die zum ersten Mal mit der E-Mobilität oder generell mit der Mobilität in Bewegung kommen wollen, an Pendler als auch eben Fahrende im städtischen urbanen Umfeld. Ich hatte die Möglichkeit Mitte November bei Opel zu Gast zu sein bei einem Event in Frankfurt, wo das Pendeln quasi erfunden wurde, wenn man mal ehrlich ist. Hat man auch schon alleine an der Stadtfahrt gesehen. Der Rocks-e ist ein Leicht-Elektrofahrzeug, ist eben ab 15 schon fahrbar, bringt deswegen aber auch nur 45 kmh Geschwindigkeit auf die Straße, was aber vollkommen ausreichend ist im urbanen Pendelalltag sozusagen, aber dazu auch direkt mehr im Gespräch mit Jan-Philipp Kreß. Von daher sage ich einfach zuhören und ein bisschen mehr über den kleinen, kompakten Flitzer aus dem Hause Opel erfahren. Viel Spaß mit der aktuellen Folge. Hörer und Hörerinnen unseres Podcasts wissen, es ist Zeit für Veränderung. Zeit für echte Veränderung. Dieser Meinung ist auch Klima West, der Impact-Fonds für ein lebenswerteres Morgen. Wie Klima West zu verstehen gibt, erkennen immer mehr Anleger, Anlegerinnen, dass sie mit ihren Investments sehr wohl etwas bewirken können. Auch gegen den Klimawandel. Denn mit Klima West ist es möglich, in die Themen der Zukunft zu investieren, unter anderem in das Thema erneuerbare Energien. Dabei ist es Klima West möglich aufzuzeigen, dass man mit echtem nachweisbaren Impact Investments sozusagen für eine grünere Zukunft anlegt. Klima West ermöglicht das, deine persönlichen Werte mit den finanziellen zu verbinden. Weitere Informationen zu Klima West und den Chancen und Risiken findest du auch unter www.klimawest.de. Schau doch gerne mal dort vorbei. Servus Jan-Philipp, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, dass wir uns heute ein bisschen über den Opel Rocks-e unterhalten. Weiteren Stromer aus dem Hause Opel. Vielleicht stellst du dich selbst kurz vor und dann gehen wir direkt aufs Fahrzeug ein.

  3. Jan-Philipp Kreß:

    Genau, mein Name ist Jan-Philipp Press, ich bin bei Opel in der internationalen Produktkommunikation zuständig für die Pressevorstellung und Kommunikation all unserer Fahrzeuge und heute entsprechend für den Rocks-e.

  4. Sebastian:

    Ja, vielen Dank. Den durfte ich jetzt hier in Frankfurt schon fahren. Ihr habt euch Frankfurt aus einem ganz bestimmten Grund ausgesucht, wo wir bestimmt auch gleich drauf zu sprechen kommen. Vielleicht magst du den Rocks-e zu Beginn mal einordnen. Wo bewegt er sich denn? Weil wir reden ja hier gezielt von einem E-Fahrzeug und nicht von einem E-Auto.

  5. Jan-Philipp Kreß:

    Wir sprechen beim Rocks-e wie richtig gesagt nicht von einem Auto, sondern von einem Fahrzeug. Der Rocks-e bewegt sich nicht in einem Wettbewerbsumfeld mit Autos, sondern mit anderen Mobilitätsalternativen, beispielsweise ein E-Bike oder ein E-Scooter. Und in diesem Wettbewerbsumfeld ist der Rocks-e positioniert als super günstiges Einstiegsmodell für eine sehr junge Zielgruppe ab 15 Jahren, aber auch für eine ältere Zielgruppe, die mobil bleiben möchte. die eine fahrbare Möglichkeit haben möchte, in einer Stadt, in einer Großstadt, aber auch auf einem Dorf und mobil zu bleiben. Und da ist der Rocks eh die perfekte Mobilitätsalternative zu einem E-Bike. Fast derselbe Preis, deutlich weniger Ausstattung, Möglichkeiten, Sicherheit, ganz wichtig. Und das ist der Anspruch, den wir mit dem Rocks-e haben. Demokratisierung von Mobilität für jeden zugänglich ab 15 Jahren.

  6. Sebastian:

    Okay. Das heißt aber, ihr legt euch ja nicht nur auf diese Zielgruppe 15- bis 18-Jährige fest, wie du ja auch schon gesagt hast, sondern gerade hier Frankfurt, gutes Beispiel dafür, es richtet sich auch an Pendler, die mit dem Fahrzeug dann auch hier in der Stadt trotz Parkplatzmangel einen Parkplatz finden können.

  7. Jan-Philipp Kreß:

    Ich kann zum Beispiel mal drei mögliche Nutzer vorstellen. Der eine ist der 15-Jährige, wohnt in einer Kleinstadt, möchte mobil sein oder wohnt in einer Großstadt und möchte mobil sein und darf mit dem AM-Führerschein ab 15 Jahren den Roxy fahren. Bei maximal 45 kmh und entsprechend klassifiziert als Leichtkraftfahrzeug. Eine zweite mögliche Nutzungsgruppe wäre ein Händler, der sonst jeden Tag mit dem Auto nach Frankfurt fährt. Er findet eine Möglichkeit, mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren, braucht keinen Parkplatz in Frankfurt, möchte aber beispielsweise von seiner Arbeitsstelle aus mobil bleiben. Rocks E ist nur 2,40 Meter lang, kann vor jede Agentur geparkt werden, vor jede Bank. Er findet viel leichter einen Parkplatz, es passen zwei in eine Parklücke rein und kann damit dann mobil in der Stadt als Mobilitätsalternative genutzt werden. Eine dritte Möglichkeit wäre aber auch eine ältere Person, die immer noch mobil sein möchte, aber vielleicht kein Auto mehr fahren möchte oder ein Ehepaar. keine zwei Autos braucht, aber noch ein zweites Fahrzeug, um mobil zu bleiben, für Wocheneinkäufe, für Ausflüge zu Freunden in Nachbardörfer, Nachbarstädten und all das ist dann mit dem Rocks-e ermöglicht.

  8. Sebastian:

    Das hatten wir vorhin auch schon, du hast jetzt auch gut aufgegriffen, Fahrzeug, mit dem man auch Wocheneinkäufe machen kann oder einkaufen gehen kann zumindest. Das heißt, ich kriege da ja locker mal einen Wasserkasten und auch noch ein bisschen mehr. Vielleicht machst du was zu dem Thema Stauraum in dem Fahrzeug. Wir haben einen Zweisitzer, haben aber trotzdem noch einen

  9. Jan-Philipp Kreß:

    Wir geben den Steuer mit 63 Litern an. Das klingt wenig im Vergleich zu einem Auto mit einem wie auch immer gearteten Kofferraum. Man muss sich aber überlegen, was 63 Liter bedeuten. Das ist beispielsweise ein Koffer, der ohne Probleme reinpasst. Das ist eine riesen Tasche. Das sind drei, vier Wasserkästen ohne Probleme. Das ist also mehr als ein normaler Wocheneinkauf bei den meisten Menschen. Passen ohne Probleme in den Rocks-e und gleichzeitig ist er aber noch sicher. Und wenn man jetzt wieder die Einordnung vornimmt, dass es eine Alternative zu einem E-Bike, zu einem E-Scooter ist, Würde nie funktionieren. Man kann nicht in einem E-Scooter einen Wasserkasten draufstellen oder ein E-Bike vorne drauf. Im Rocks-e ist das ohne Probleme möglich.

  10. Sebastian:

    Vielen Dank, dass du es nochmal rausgekehrt hast. Du hattest jetzt auch schon erwähnt, 45 kmh Spitzengeschwindigkeit, weil eben E-Fahrzeug ab 15 Jahren, klar. Zum Thema Reichweite, was gibt dir da an? Wie weit kommt man mit dem Rocks-e?

  11. Jan-Philipp Kreß:

    Die Reichweite sind mit der 5,5 Kilowatt-Batterie 75 Kilometer. Klingt erstmal wenig, man muss aber auch da wieder den Anspruch sich vor Augen halten, den wir damit haben. Es geht um die Stadt, es geht um einen Radius, den ein normaler Mensch maximal hat in der Stadt. Heute die Strecke, das waren 13 Kilometer. Und selbst das ist schon eine Strecke, die die meisten gar nicht an einem Tag zurücklegen. Und genau da ist der Rocks A, der... Der Anspruch liegt genau hier, nämlich eine Alternative bieten für ein E-Bike, das sind wenige Kilometer, die die Menschen pendeln und daher auch die 75 Kilometer Reichweite mit den 45 kmh. Und vielleicht auch da nochmal eine kurze Einordnung zu den 45 kmh. Auch da habe ich am Anfang viel gehört, es ist so langsam, das Verkehrshindernis. Ich glaube nicht, dass heute in Frankfurt hier einmal das Gefühl aufkam, Verkehrshindernis zu sein. Weil zum Beispiel in Mainz ist mittlerweile 30 in der gesamten Stadt vorgeschrieben. In Frankfurt wird das auch bald kommen. Dann ist man sogar eher zu schnell unterwegs mit 45. Und die 45 sind auch die Voraussetzung, um als Leichtkraftfahrzeug klassifiziert zu werden. Und nur damit ist der Führerschein ab 15 erlaubt, beziehungsweise das Fahren ab 15 erlaubt.

  12. Sebastian:

    Vielen Dank nochmal für die Einordnung. Und so wie du sagst, das kann ich nur widerspiegeln von meiner Fahrt eben gerade selbst. Man fühlt sich nicht als Verkehrshindernis, im Gegenteil. Gerade an der Ampel 2-Spur hängt man dann den Verbrenner auch wieder ab, weil E-Motor, direkte Ansprache, klar.

  13. Jan-Philipp Kreß:

    Ja, und zu dem E-Motor. Wir geben ihn mit 6 kW Nennleistung an. Das bedeutet, er kann dauerhaft 6 kW fahren. Das ist notwendig für die Leichtkraftfahrzeugklassifizierung. Wieder dieses L6e ist da der Fachausdruck für die Möglichkeit ab 15 zu fahren. Aber die Maximalleistungen sind 9 kW bzw. ungefähr 12 PS. Das ermöglicht einen viel besseren Ampelstart, ermöglicht auch mal ein kurzes Überholmanöver, besseres Einsortieren, um auch ein sicheres Fahrgefühl zu haben. Aber dauerhaft eben 6 kW, 30 Minuten lang, das ist so der technische Hintergrund dafür.

  14. Sebastian:

    70 Kilometer Reichweite, 5,5 Kilowattstunden Batterie. Irgendwann geht dir auch klar, was für Lademöglichkeiten bietet ihr mit dem Rocks-e an?

  15. Jan-Philipp Kreß:

    Das Besondere am Rocks-e ist, das Ladekabel ist fest verbaut mit einem normalen Schuko-Stecker. Das bedeutet, an jeder Haushaltssteckdose kann überall, jederzeit geladen werden. Man muss keine Wallbox zu Hause installieren, man ist nicht darauf angewiesen, dass in der Nähe ein Fast-Charger vorhanden ist. Sondern wir sind da komplett frei. Theoretisch kann jeder mit einer Garage oder mit einem normalen Steckdosen-Steckplatz zu Hause das Fahrzeug laden. Aber natürlich bieten wir auch einen Adapter an. Also das Fahrzeug ist nicht auf Steckdosen beschränkt. Mit dem Adapter kann an jedem Fastcharger, an jeder Wallbox geladen werden. Aber eben auch zu Hause, dann mit entsprechend den 1,6 Kilowatt, ca. 3 Stunden bis er vollgeladen ist. Auch das klingt wieder lang, aber wer schläft kürzer als 3 Stunden? Man ist zu Hause, die 75 Kilometer werden normalerweise nie leer gefahren. Super praktisch.

  16. Sebastian:

    Definitiv. Zur preislichen Einordnung. Du hast gesagt, der ist relativ günstig in dem Umfeld, wo er sich bewegt bzw. wo er sich einsortiert. Magst du mal da den Startpreis nennen?

  17. Jan-Philipp Kreß:

    Der Rocks-e beginnt bei 7.990 Euro. Das heißt, wir sind da unter 8.000 Euro. Und da muss man auch wieder die Einordnung vornehmen. Ein gutes E-Bike heutzutage ist man schnell bei 5.000, 6.000 Euro. E-Mopeds, E-Vespa zum Beispiel, fast derselbe Preis sogar. Wettbewerber sind deutlich drüber und dann aber nicht elektrisch, wie wir es sind, sondern teilweise mit Dieselmotoren. Und das ist genau die Einordnung, die man vornehmen muss. Da beginnen die 8.000 Euro. Und dann gibt es die Techno-Version und die Club-Version für 8790 Euro. Und dann in quasi Vollausstattung, also mit farblichen Akzenten außen, mit Radkörpern im X-Design, die sehr, sehr cool aussehen und das Fahrzeug wirklich individuell machen mit diesem Techno-Gelb. Ich glaube, das kannst du bestätigen jetzt nach dem Sehen, der ist wirklich auffällig, sieht sehr, sehr cool aus. Für Leute, die es nicht ganz so expressionistisch mögen, gibt es das auch in einem Grau, was ein bisschen edler aussieht, ein bisschen schicker. Man fällt auf damit. Man hat alles, was man braucht. Er ist sehr sicher. Wir haben standardmäßig das Glasdach für die super coole Aussicht, gerade wenn man durch Frankfurt fährt. Definitiv. Ich habe das noch mit keinem anderen Fahrzeug so gesehen. Es sind Spiegel. Kein E-Bike hat Spiegel im Stahlrohr-Gitarrahmen. Ganz, ganz wichtig. Man hat hydraulische Scheibenbremsen. All das für einen Preis, wie gesagt, vergleichbar mit einem sehr guten E-Bike. Viel mehr Sicherheit, Wetterschutz, Mobilitätsalternative für jeden.

  18. Sebastian:

    Definitiv, also sehr gut zusammengefasst von deiner Seite aus. Vielleicht magst du gerade zum Abschluss noch sagen, ihr habt ja mit dem Rocks-e auch ein neues Segment sozusagen im Fahrzeugbereich gegründet. Wie nennt ihr das, wie ist es eingeordnet?

  19. Jan-Philipp Kreß:

    Wir nennen das Segment Sustainable Urban Mobility oder SUMM. Das heißt, es geht eigentlich um eine nachhaltige Mobilitätsalternative, in dem Fall urban, also für die Stadt. Wie gesagt, wir sehen noch deutlich mehr Möglichkeiten, das Fahrzeug einzusetzen. Ja, neues Konzept gerade, wenn wir wieder hier in Frankfurt sind, Frankfurt Pendlerhauptstadt Nummer 1, es muss ein nachhaltiges Mobilitätskonzept im urbanen Umfeld geben. ÖPNV hat Nachteile, Fahrrad hat im Regen Nachteile, Lastenfahrräder, all das ist hier kombiniert und wie gesagt zu einem attraktiven Einstiegspreis, voll elektrisch, ausreichend, Farbe ab 15%. All das in den Rocks E integriert, das ist unser Ansatz.

  20. Sebastian:

    Dann vielen Dank für das Gespräch und deine Zeit und die Eindrücke über den Rocks E von Opel.

  21. Jan-Philipp Kreß:

    Perfekt, vielen Dank, gerne.

  22. Sebastian:

    Das war sie also, die aktuelle Folge des elektroauto-news.net Podcast. Ich freue mich, dass du zugehört hast und wie du unweigerlich mitbekommen hast, war es ein bisschen laut im Hintergrund, lag einfach damit zusammen, dass wir in der Event-Location aufgenommen haben und es keine anderen Möglichkeiten gab. Ich hoffe, die Inhalte sind dennoch gut bei dir angekommen und du konntest einiges über den Rocks-e von Opel mitnehmen. Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest. Mach's gut, bis dahin, ciao.