Im gemeinsamen Gespräch mit Merlin Ouboter habe ich mich über deren Familien-Unternehmen Microlino, sowie das gleichnamige Elektroauto für den Stadtverkehr ausgetauscht. Gemeinsam mit seinem Bruder Olivier führt er das Unternehmen. Wim Ouboter, Vater der Beiden, unterstützt bei strategischen Fragen, hält sich aus dem Tagesgeschäft allerdings größtenteils heraus.
Das Schweizer Unternehmen möchte nachhaltig den Stadtverkehr verändern und die Art Verkehr und Transport zu denken. Wieso übergroße SUV in der Stadt, wenn man meist eh alleine fährt. Zudem findet man mit dem Microlino auch noch besser einen Parkplatz. Aber hör selbst, welche Vorteile das E-Auto mit sich bringt.
Intro: Play block
Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.
Sebastian: Play block
Ich bin Sebastian und ich freue mich, dass du auch bei der Folge 5 unseres elektrotonews.net Podcasts wieder mit am Start bist. Diese Woche unterhalten wir uns mit Merlin Ouboter von Microlino. Der Microlino ist ein knuffiges, knubbeliges E-Auto. welches vor allem für den Stadtverkehr gedacht ist. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von angestrebt 90 kmh, einer Reichweite von 125 bis 200 Kilometer, je nach ausgewählten Batteriepack, bietet das Auto eigentlich alles, was man für den Stadtverkehr benötigt. Zudem kommt es mit einem relativ günstigen Einstiegspreis von rund 12.000 Euro daher, der unter anderem dadurch zu erreichen ist, dass das Fahrzeug im Direktvertrieb vertrieben wird. Man verfolgt bei Microlino einen Tesla-Leitansatz, wie uns Merlin im Interview verrät, und spart so nicht nur Kosten im Vertrieb ein, sondern gibt diese auch direkt an den Kunden weiter. Nichtsdestotrotz kann sich der Kunde über die Webseite von Microlino über das Fahrzeug informieren, bekommt dort dementsprechend Informationen an die Hand und wird auch in einem späteren wird zu einem späteren Zeitpunkt in Microlino bei Shop-Konzepten vorfinden, als auch in selbstständigen Stores, die in den Innenstädten vorzufinden sein sollen. Was Microlino noch so alles geplant hat, das hört ihr euch am besten selbst im Interview mit mir und Merlin an. Ich denke, es ist äußerst interessant und gibt einen guten Einblick auf die aktuelle Entwicklung Microlino. Im Schweizer Unternehmen, das erst vor kurzem die Produktion seines Microlino von Italien nach Deutschland verlagert hat. Aber auch dazu habe ich mich mit Merlin unterhalten. Und nun geht's los mit dem Interview. Viel Spaß! Hi Merlin, erstmal vielen Dank fürs Interview. Kein Problem. Und wenn du magst, kannst du ja dich, euer Unternehmen Microlino oder Microlino ist es ja glaube ich, wie es richtig heißt, und das Projekt Microlino mal kurz in ein, zwei Sätzen vorstellen. Einfach, dass wir ein bisschen Überblick darüber bekommen, falls noch niemand davon gehört hat.
Merlin Ouboter: Play block
Gut, ja, also erstmals, ich bin der Merlin. und Merlin Ouboter mit Nachnamen. Ich bin CMO, also Chief of Marketing bei der Microlino AG und was wir machen ist, wir machen eigentlich ein kompaktes Elektroauto, das eine Mischung zwischen einem Motorrad und einem Auto ist. Der erinnert optisch so ein bisschen an die Kabinenrolle aus den 50er Jahren mit so ein bisschen einem modernen Touch natürlich. Und ja, das Coole daran ist eigentlich, das ist die Fronttüre. Und zwar, man steigt vorne ein, nicht auf der Seite wie bei vielen Fahrzeugen sonst. Und das ermöglicht einem eigentlich den Microlino quer zu parken. Also du kannst eigentlich gerade in den Parkplatz reinfahren und dann direkt auf den Gehsteig aussteigen.
Sebastian: Play block
Ja, das ist natürlich wunderbar, das muss ich sagen. Ich meine, das habe ich schon mit anderen E-Autos hier gesehen bei uns in Heidelberg, da sind Parkplätze auch immer eher rar. Und da stehen die Smarts dann auch einfach nur quer drin, aber da ist das Aussteigen dann natürlich eher das Problem. Das habt ihr ja dann wunderbar schon mal gelöst.
Merlin Ouboter: Play block
Genau.
Sebastian: Play block
Ja, also einerseits das Aussteigen, plus natürlich...
Merlin Ouboter: Play block
Bei den Smarts war es immer so ein bisschen ein Graubereich von der Länge her. Vor allem neu mit dem neuen Smart, der jetzt noch ein bisschen länger geworden ist, ist es jetzt eigentlich offiziell nicht mehr möglich, was schade ist. Und mit dem Microlino hast du halt eine Länge von 2,4 Metern, das ist eigentlich alles im grünen Bereich.
Sebastian: Play block
Macht das dann tatsächlich auch... gesetzlich freigegeben oder erlaubt sozusagen, keine Grauzone.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, also ich sage jetzt mal, in Deutschland einfacher als in der Schweiz. In der Schweiz haben wir eben noch eine Unterteilung mit unterschiedlichen Parkfeldern, also bezahlt, nicht bezahlt. Aber auch da in der Schweiz ist es eigentlich möglich. Also ja, auf einem normalen Parkplatz bringen wir eigentlich vom Platz her drei Microlinos drauf. Also das ist, sage ich mal, eine Ansage.
Sebastian: Play block
Definitiv ist das eine Ansage, da hast du recht. Aber sehr schön. Also Platz wird auch noch gespart dazu, dass ihr Emissionen einspart. Wunderbar. Genau, richtig. Jetzt hatte ich gelesen, ihr seid damals so 2015, 2016 bei der Nürnberger Spielwarenmesse eigentlich gestartet. Mit dem ersten Microlino, mit dem Prototyp, den ihr aus China habt, einfahren lassen oder einschiffen lassen sozusagen. Und jetzt seit der mittlerweile so November 2018 habe ich gelesen, um die 10.000 Reservierungen, die es schon gibt für euer erstes Fahrzeug, ohne dass jemals jemand mitgefahren ist, zumindest jetzt so auf offiziellen Kanälen, die potenziellen Kunden. Magst du da mal ein bisschen was über den Weg erzählen? Einfach so einen kurzen Abriss, dass wir mal sehen, wie sich das entwickelt hat, weil es ja schon eine Ansage in der kurzen Zeit ist.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv. Ja, es hört sich alles immer so, wenn man die Artikel liest, immer so rosig an. Es ist aber nicht so einfach natürlich. Also wir haben wirklich einen langen Weg hinter uns mittlerweile gestartet. Ich sage jetzt mal, ganz, ganz am Anfang hat es eigentlich, als wir mal so eine Statistik gesehen haben von der Schweiz, wie viele Leute im Schnitt, was die Besetzung im Schnitt eines Autos ist, also Besetzung Personen. Und das ist eine Distanz von 35 Kilometern. Und da war uns irgendwie, fiel uns das wie Schuppen vor Augen, dass es eigentlich ja krass ist, dass heutzutage die Autos komplett zu groß sind für den Durchschnitt sozusagen. Das ist so ein bisschen der Hintergrund. Da haben wir uns aber eigentlich noch nicht groß was überlegt, was wir selber machen könnten, weil wir kommen ja eigentlich aus einem anderen Bereich. Wir kommen von den Tretrollern. Und gestartet mit der Margarina hat es dann eigentlich so, dass wir eigentlich im Fernsehen eine Dokumentation gesehen haben von einem Typ, der einen alten Kabinenroller, eine Isetta, elektrifiziert hat. Und so kam der ganze Ball ins Rollen, als wir uns gedacht haben, hey, das ist richtig cool, also wir kannten das schon so ein bisschen, also vor allem unser Vater, wir kannten es jetzt weniger, aber wir fanden es halt extrem interessant, also extrem was Sympathisches. Und haben eigentlich aufgrund von dem dann eigentlich angefangen, zusammen mit einer Universität, das Ganze technisch so ein bisschen neu zu machen und mit einem Designer das auch ein bisschen in die Moderne zu frieren. So hat das Ganze eigentlich angefangen. Wie gesagt, wir kommen überhaupt nicht aus dem Automobilbereich. Deswegen haben wir da natürlich auch ein paar Sachen gemacht, die, sag ich jetzt mal, für viele eher ein No-Go war. Also wir haben dann nach dem Abschluss der drei Bachelor-Arbeiten, haben wir direkt, wollten wir ein Prototyp bauen und haben das dann in China gemacht, haben zwei Prototypen gebaut. Normalerweise hätte man zuerst da so ein Clay-Modell gemacht und so und zuerst geschaut, ja, wie muss jetzt das genau sein? Wir sagten, hey, wir wollen ein Prototyp, mal zu zeigen, was unsere Vision ist. und das mal den Leuten vorstellen. Und eigentlich bis zu dem Zeitpunkt war es immer so ein bisschen ein PR-Gag. Sprich, ein PR-Gag für Microlino, so ein bisschen die Rollerfirma, die macht jetzt auch ein Auto. Ich meine, das schreit einfach nach Story. Und richtig, richtig ernst wurde es dann erst, als wir eigentlich in Genf 2016 waren. das erste Mal das Fahrzeug vorgestellt haben. Klar eben, Nürnberg war noch vorher die Spielwarenmesse. Da kann ich nachher noch eine Anekdote dazu erzählen, die auch recht witzig ist. Auf jeden Fall 2016 in Genf hatten wir eigentlich aus Jux, eben weil es nach wie vor noch ein PR-Gag war, eine Reservationsliste aufgeschaltet, also online. Und haben gesagt, wenn wir 500 Reservationen erreichen, dann bauen wir das Teil auch. Und die war dann innerhalb von drei bis vier Tagen voll. Und da war uns ein bisschen klar, wow, okay, das muss wirklich in die nächste Stufe gehen. Und genau, das ist so kurz zusammengefasst eigentlich die Geschichte vom Anfang. Wir haben dann nach einem Partner gesucht. der das Ganze eigentlich so ein bisschen in die Serie bringen kann, weil wir wirklich nicht aus dem technischen Bereich kommen. Wir sind stark im Marketing, im Verkauf und sind dann eigentlich auf eine Firma gestoßen aus Italien, und zwar Tazzari. Und die haben dann zusammen mit uns das Projekt und zum Serienauto gebracht. Ich weiß jetzt nicht, ob ich jetzt noch weiter darauf angehen soll.
Sebastian: Play block
Ich denke, das ist ja jetzt erstmal ganz gut für einen groben Überblick, dass wir es einfach ein bisschen vertiefen.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, weil sonst höre ich nicht mehr auf.
Sebastian: Play block
Ich höre dir auch gerne zu. Also ist ja interessant dann die Daging und so und gerade das mit der Spielwahnmesse. Ich kann mir vorstellen, auf was du abzielst, aber das hören wir uns gleich gerne nochmal an, die Anekdote. Sehr schön, aber was ich vor allem überzeugend finde, ist euer Lean-Ansatz, dass ihr gesagt habt, okay, wir machen es ein bisschen anders wie die Autoindustrie, wir fangen halt nicht mit einem Clay-Model an, sondern da gehen wir einen anderen Weg, da machen wir mal direkt den Prototypen, auch wenn wir noch nicht so wissen, wie er richtig ausschauen soll, ist ja schon mal, oder wie er ausschauen soll... Schon, aber schon mutig, sage ich mal.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, plus minus, plus minus. Also vom Design her bis wie der Prototyp dann aussah, das sind zwei Welten, definitiv. Für uns war es halt schon wie sozusagen der erste Market Research. Ohne das, ich meine, das ist, glaube ich, oftmals der Fehler, der viele Industrien, also vor allem die Automobilindustrie macht, ist, sie stellen das Fahrzeug vor und sind eigentlich schon viel zu weit. Und wenn es dann nicht auf Interesse trifft, dann ist sie... Richtig, ja.
Sebastian: Play block
Und ihr habt ja noch die Möglichkeit gehabt, dann frühzeitig zu reagieren, weil ihr ja den Prototypen dann eben schon so gezeigt habt, wie ihr es euch vorstellt. Und wenn die Kunden dann gesagt haben, anstatt das so knuffig rund zu machen, mach es lieber kantig-eckig, hättet ihr ja noch die Möglichkeit gehabt, relativ früh einzusteigen und das auch noch zu verändern dann.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv. Das muss man auch sagen. Es sind auch viele Einflüsse von Fans, von Kunden gekommen, die wir dann eigentlich direkt übernommen haben. Ich sage jetzt mal, unsere Community ist wirklich sehr, sehr wichtig für uns auch und die haben oftmals auch viel mitentschieden.
Sebastian: Play block
Das ist aber auch wunderbar. Ich meine, wenn ihr euch da nicht hinsetzen müsst und Gedanken darüber machen müsst, sondern der Input kommt erstmal von außen dann zu euch rein und ihr müsst dann im Endeffekt nur entscheiden, ob ihr es jetzt umsetzt, wie ihr es umsetzt, was ihr damit macht, ist ja auch für ein Unternehmen, denke ich mal, ein großer Vorteil dann.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv. Also klar, es gibt natürlich auch schlechte Ideen darunter, das muss man auch sagen. Aber ich sage jetzt mal oftmals, jetzt zum Beispiel so ein kleines Beispiel war so ein bisschen die Farbauswahl. Als wir uns gesagt haben, ey, was wollen die Leute überhaupt? Weil auf eine Art im Weiß, Schwarz, Silber sind so ein bisschen die normalen Autofarben und die findet man auch 80 Prozent auf der Straße. Aber wir haben dann gesagt, können wir da ein bisschen... mehr Risiko eingehen und haben da ein paar Vorschläge gemacht und haben eigentlich recht ähnlich wie wir entschieden. Also das war für uns eigentlich auch cool. Und wir sind da auch darauf eingegangen und haben noch Farben dazugenommen, die wir selber nicht ausgewählt hätten. Und ja, also ich finde das ganz cool, mit der Community zusammen zu entscheiden.
Sebastian: Play block
Ja, das hört sich auch interessant an. Vor allem finde ich auch, wie du jetzt von euren Kunden da sprichst eigentlich, das sind ja weniger Kunden, sondern Fans, Community, wie du es nennst.
Merlin Ouboter: Play block
Genau.
Sebastian: Play block
Und das zielt ja jetzt auch gerade darauf hin ab, du hast diesen Kabinenroller als Beispiel oder als Inspirationsquelle genannt. Auch der hat ja heutzutage noch Kultstatus und hat ja auch seine Community um sich. Also ich meine, das ist ja nicht die schlechteste Grundlage für euch jetzt mit solchen Fans zu starten.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv. Das ist so. Die Kabinenroller haben vor allem in Deutschland natürlich noch extrem viele, viele Fans. Und das merken wir auch. Ein Teil unserer Kunden sind sicher auch ehemalige Besitzer von Kabinenroller. Also das ist auch eine unserer Kundengruppen.
Sebastian: Play block
Das kann ich mir durchaus vorstellen. Mein Großvater, der hatte auch mal eine Isetta und der hat mir damals schon immer davon vorgeschwärmt. Leider ist er jetzt nicht mehr unter uns, aber das wäre bestimmt auch so ein potenzieller Kunde für euch gewesen, muss ich ganz ehrlich sagen. Das hätte ihn auch total angesprochen, das Auto.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv. Ja, also ich meine, bei Kundengruppen für uns, das ist sicher ein Teil, aber wir zielen natürlich auch ganz stark auf die junge Bevölkerung, die sich eben so ein bisschen überlegt, brauche ich wirklich ein Auto heutzutage? Und für viele ist da die Antwort eher nein, also eigentlich ja oder vielleicht von der Mutti oder so ausleihen oder so. Aber dass der Microlino eben so ein bisschen eine Mischung ist, finden eben auch viele cool und im Unterhalt auch günstig und in der Anschaffung. Und das ist auch ein großer Punkt.
Sebastian: Play block
Definitiv. Also ich muss auch sagen, mich spricht der jetzt auch sehr an. Ich bin ja so um die 30 rum. Ich muss sagen, für mich als normales Auto, für die Strecke, die ich tagtäglich fahre, vollkommen ausreichend von der Größe her. Kofferraum müsste ich mir mal noch anschauen, ob ich da Wochenendeinkäufe unterbringen kann. Aber wenn nicht, fährt man halt zweimal dann.
Merlin Ouboter: Play block
Also ich sage dir, man hat echt viel Platz. Also wirklich. Im Vergleich. Meine Mutter hat noch ein Mini-Cabrio und wir haben also mehr Platz im Kofferraum als am Mini-Cabrio. Also definitiv alltagstauglich.
Sebastian: Play block
Sehr schön. Ich meine, das muss er ja auch sein dann schlussendlich. Aber ich denke gerade so für die alltäglichen Fahrten, da ist er ja wunderbar, betet sich an dafür. Was du noch gesagt hattest, relativ preisgünstig im Einstieg. Ich hatte was von 12.000 Euro gelesen, wo der Startpreis ungefähr liegt. Ist das so? Wie schaut es da aus?
Merlin Ouboter: Play block
Wo platziert ihr den? Ja, preislich ist es nach wie vor noch der Preis, den wir kommunizieren im Moment. Wir sind noch nicht ganz am Ende von der ganzen Preisdiskussion etc. Aber das ist im Moment noch unser Richtpreis. Es wird so um den Dreh rum sein. Also die Basisversion wird so bei rund 12.000 Euro starten.
Sebastian: Play block
Ja, also das dachte ich mir, dass ihr da, ich hatte auch gelesen, dass ihr da noch in der Preisfindung ein bisschen seid, wird auch noch mit dem Wechsel der Serienfertigung zu Artega zu tun haben, weil der da jetzt ja auch nochmal auf neue Herausforderungen stoßt. Da können wir ja gleich nochmal drauf kommen, wenn das recht ist. Was mich noch interessieren würde, wenn ich jetzt die Basisversion sozusagen von so einem Microlino-Lino kaufe, was bekomme ich denn für mein Geld? Wenn du da einfach nochmal so die Fakten so ein bisschen kompakt zusammenpackst, also an Leistung, an Reichweite, an einfach mal so... Also was du sicher bekommst für das Geld, ist richtig viel Sympathie auf der Straße.
Merlin Ouboter: Play block
Das ist schon mal garantiert. Was du bekommst, eigentlich ein alltagstauglicher City-Flitzer für die Stadt mit einer Reichweite von 125 Kilometern oder 200 Kilometern. Ist ein Zweitplätzer und wie gesagt, eigentlich der Parkplatzkiller schlechthin. Also du findest wirklich überall, kannst du irgendwo noch dich dazwischen quetschen. Dann zusätzlich sonstige Facts, also Geschwindigkeit sind wir bei 90 Stundenkilometern limitiert. Und dürfen aber auch auf die Autobahn, definitiv. Ist aber natürlich das Terrain, wo man am meisten unterwegs ist, natürlich die Stadt, definitiv.
Sebastian: Play block
Du brauchst ja auch keine 90 kmh, da reichen dann noch 50 in Spitze aus, beziehungsweise bist ja eh meist mit weniger unterwegs in der Stadt.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, es war uns aber auch wichtig, dass man irgendwie die 90 hinbekommt, weil es gibt halt doch viele Leute, die dann irgendwie Überland noch fahren wollen und das war ein Punkt, den wir von vielen Kunden dann mitbekommen haben, die zum Beispiel einen Renault Twizy hatten, die sagten, ey, es einfach zu langsam, ein bisschen zu langsam und das bisschen macht es dann eben gefährlich, weil dich dann Leute überholen, die dich vielleicht nicht überholen sollten und das war so ein Punkt, den wir anschließen lassen.
Sebastian: Play block
Ja, aber das hört sich ja gut an. Das ist auch der Gedanke da, dass man dann sagt, okay, ich muss nicht am oberen Ende von der Geschwindigkeit sein, aber ich kann so zumindest flüssig im Verkehr auch außerhalb der Stadt dann so Landstraße oder so unterwegs sein eben.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, richtig.
Sebastian: Play block
Gut. Ich hatte jetzt auch gelesen, ihr vertreibt den Microlino im Direktvertrieb. So ist es angedacht zumindest.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, richtig. Ja, also wir probieren eigentlich ein bisschen... ja, ich sage jetzt mal, einen Tesla Light Model zu fahren. Und der Vorteil dabei ist sicher, wir haben viel, viel mehr Kundenkontakt. Und das war uns wirklich wichtig, weil wir halt auch mit Leuten geredet haben, bei Messen etc. Und bei vielen war so ein bisschen die Annahme, der ganze Autokauf, wie es heutzutage ist, ist eigentlich eher mühsam als lustig. Also... immer das Bauchgefühl, jetzt werde ich irgendwie noch abgezockt oder ich habe jetzt nicht den besten Deal gemacht mit den vielen Rabatten, die halt alle diese Händler machen. Und das war sicher ein Punkt, da wir uns gesagt haben, hey, da können wir einfach eine bessere Customer Experience anbieten, indem wir das einfach halt selber machen. Und ein anderer Grund, warum wir das gemacht haben, war einfach, weil... Also ganz einfach, weil wir gesagt haben, cool, wir können jetzt schon nochmal einen Händler zwischen uns haben, aber der will natürlich auch noch was verdienen und dann schlussendlich kostet das Fahrzeug mehr, ohne großen Mehrwert geschaffen zu haben und da haben wir uns gesagt, hey, wir wollen eigentlich dem Kunden einen guten Preis anbieten und so sind wir eigentlich, obwohl wir jetzt, stückzahlenmäßig natürlich kein Vergleich sind zu VW oder sonst was, können wir da ein bisschen noch mitheben, sage ich jetzt mal so, durch das, dass wir wirklich halt direkt verkaufen.
Sebastian: Play block
Die Idee ist eigentlich, warum Tesla Light?
Merlin Ouboter: Play block
Also wir wollen sicher nicht in jeder Stadt irgendwo einen riesen Flagship-Store haben, Aber wir werden uns so ein bisschen die Hotspots aussuchen und planen eigentlich coole Shop-Konzepte, auch zusammen mit Microlino. Also man wird sicher auch den einen oder anderen Tretroller dann dort sehen. Und ja, auch so ein bisschen Shop-in-Shop-Konzepte und so, also eigentlich recht flexibel. Und natürlich ganz wichtig, das darf ich eigentlich nicht vergessen, bei uns läuft vieles eigentlich auch online ab. Sprich, ich sage jetzt mal, die ganze Konfiguration etc. war auch so ein Punkt, wo wir uns gesagt haben, hey, wir leben heutzutage 2018, jetzt dann bald 2019. Aber trotzdem, der Autokauf ist so richtig altbacken. Das heißt, wenn man schon selber mal so einen Konfigurator ausprobiert hat von einem Autohersteller, merkt man, dass es einfach nicht wirklich viel Spaß macht. Und da haben wir uns eigentlich so ein bisschen zu Herzen gelegt, dass wir gesagt haben, hey, lass uns dann den ganzen Autokauf auch online irgendwie spaßig zu machen und realisierbar zu machen. Das heißt, bei uns wird wirklich viel online stattfinden. Was wir stationär natürlich oder was wir online nicht anbieten können, ist natürlich Probefahrten und deswegen auch der Grund, warum wir unsere eigenen Shops planen.
Sebastian: Play block
Okay, das hört sich echt mal sehr gut an, also gerade der Ansatz. das selber machen, dass ihr näher am Kunden dran seid, dass ihr transparenter zum Kunden seid und vor allem diese Rabattschlacht, weil das ist für mich, wir mussten auch wieder ein Auto kaufen, vor zwei Jahren war es knapp, da bist du erstmal reingekommen und dann siehst du den Listenpreis und dann, ah ja, da können wir 40% machen, dann nochmal da 10% und dass wir da nicht noch mit mehr Geld rausgegangen sind, als wir reingekommen sind, war gerade alles. Ja, da fühlt man sich als Kunde ein bisschen veräppelt, das stimmt schon. Von daher finde ich das äußerst sympathisch, wenn ihr da einen anderen Weg geht.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, definitiv. Ich sage auch immer, das Unangenehmste ist, ein gutes Beispiel finde ich immer Black Friday. Wenn man sich nicht so gut auskennt, kauft man sich irgendwas, das war bei mir mal der Fall, eine Woche vor Black Friday eine neue Jacke und dann bei Black Friday war sie irgendwie 60% heruntergesetzt und ich dachte mir so, wow. wie blöd bin ich eigentlich? Und das ist halt so ein bisschen, da fühlt man sich scheiße. Und das Gefühl ist halt extrem negativ, oder? Und da hast du immer das Gefühl, oh nee, ich mache nicht den besten Deal, etc. Und bei uns ist es einfach so, ey, der Preis ist der Preis. Wir machen keine Schweinereien, keine Aktionen, nix. Das ist einfach der Preis. Wenn du es nicht haben willst, okay. Wenn du es haben willst, gut. That's what you get.
Sebastian: Play block
Nee, aber das ist auch äußerst fair, dieser Ansatz. Ich muss sagen, das sollte man beibehalten, definitiv. Also jetzt nicht nur bei eurem Auto, sondern generell könnten sich da auch andere Unternehmer eine Scheibe davon abschneiden, dass man einfach klar, transparent mit dem Kunden umgeht, so wie man ja auch selbst behandelt werden will normalerweise. Weil, ich sag mal, jetzt kauft er das Auto bei euch, bei Nerke ist es auch ärgerlich, 60%, wenn ich jetzt beim Auto auf einmal 20, 25% günstiger bin, eine Woche später, also ich würde das Auto nehmen, würde beim Händler mal direkt in den Shop reinfahren, glaube ich, also das geht gar nicht.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, zur Verteidigung muss ich sagen, bei vielen ist es halt historisch gewachsen. Wir kommen von den Tretrollen, bei Microlino gibt es uns schon ein bisschen länger, also seit ein bisschen mehr als 20 Jahren. Und da haben wir halt auch noch ein bisschen mehr so das Distributionsmodell. Und da ist man halt so gewachsen. Und bei uns, jetzt bei MyCorrina, war es eigentlich die Möglichkeit, wirklich auf einem weißen Papier anzufangen und zu sagen, hey, wie muss es heutzutage aussehen? Und das ist natürlich schon ein Riesenvorteil.
Sebastian: Play block
Klar, also gerade, dass ihr euch da so ein bisschen austoben könnt und dann für euch selbst die Grenzen setzt oder nicht in ein enges Korsett dann eingeschnürt seid, dem ihr euch unterordnen müsst, das sehe ich auch als Riesenvorteil. Ich bin auch gespannt auf euren Konfigurator. Ich muss jetzt ehrlich sagen, ist der schon online in der Version, wie du gesagt hast? Nee, noch nicht.
Merlin Ouboter: Play block
Nee, im Moment haben wir immer noch eine bedürftige Webseite. Die neue Webseite, die kommt, die wird richtig, richtig gut. Also da verspreche ich wirklich nicht zu wenig und die müsste eigentlich Anfang nächstes Jahr online gehen.
Sebastian: Play block
Da sind wir mal gespannt drauf. Also ich bin jetzt auch schon gespannt, wie dieser Konfigurator ausschaut, weil ich kenne die anderen natürlich, das probiert man immer mal wieder aus, was die denn so anbieten und im Endeffekt ist es eine schönere Checkliste, die man abhaken muss, mit zig Feldern, die dann nochmal erklären, was verbirgt sich dahinter, was ist denn da jetzt alles mit dabei. Von daher bin ich mal gespannt, wie ihr euren Konfigurator dann da...
Merlin Ouboter: Play block
Ja, definitiv extrem vereinfacht, was so Optionspakete etc. anbelangt. Also das ist ja oftmals sowas, dass man hat gar keine Ahnung, was man da eigentlich kauft irgendwie oder was das überhaupt ist. Und da haben wir wirklich das extrem vereinfacht und so ein bisschen auch spielerisch, also dass man ein bisschen wirklich sich das Auto selber zusammenstellen kann, weil es soll ja schlussendlich auch was Persönliches sein und das ist auch so ein Punkt, Wo ich selber, also wir selber ein persönliches Erlebnis hatten. Und zwar kauften wir einen Bus von Peugeot, so einen Peugeot Traveller. Und gutes Auto, wirklich. Wir haben es uns dann auch online konfiguriert und wollten dann das Auto haben, so wie wir das konfiguriert haben. Und der Händler meinte dann, ja, das habe ich jetzt gerade nicht am Lager, aber ich hätte es ein bisschen anders. Und das ist halt ein bisschen schade. Klar kann man sich darauf einstellen, war da auch ein Firmenwagen, aber irgendwie ist es ein Schade, weil du freust dich dann ja auf das, was du konfiguriert hast und nicht irgendwas anderes. Und das ist so ein bisschen das, was wir halt anbieten können.
Sebastian: Play block
Ne, so wie du sagst, du gibst ja die Mühe, du beschäftigst dich mit, du erschaffst ja sozusagen dein Unikat, auch wenn es das Auto vielleicht dann trotzdem mal noch woanders gibt, aber es soll ja dein Auto sein. Du bezahlst ja auch eine Menge Geld dafür. Und dann soll das ja eigentlich auch deinen Wünschen entsprechen. Von daher finde ich es ja auch schön, dass ihr dann genau das auch liefert, was ihr denn da versprecht, wo wir wieder bei der Transparenz sind, die ihr ja auch dann tatsächlich so komplett durchzieht dann.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, ja, das gehört wirklich dazu.
Sebastian: Play block
Das ist sehr schön. Auch dieser Tesla-Light-Ansatz mit den Stores oder Shop-in-Shop finde ich ganz gut. muss ich sagen. Das ist ja auch schön und man braucht es auch gar nicht immer so ein eigenes Auto. Gerade mit Tesla haben wir in Mannheim sind die in einem Engelhorn mit drin, in der untersten Enttasche. Da haben sie einfach nur zwei Modelle mit drinstehen, Supercharger und dann zwei PCs. Ich meine, mehr brauchst du gar nicht. Du willst das Auto sehen, du willst dich vielleicht mal reinsetzen. Wenn du dann noch einen einfachen Konfigurator neben dran stehen hast, vielleicht noch jemand, der dir ein bisschen was dazu erklären kann.
Merlin Ouboter: Play block
Wunderbar. Genau. Definitiv, ja. Also das ist wirklich, denke ich, auch die Zukunft des Automobilverkaufs. Definitiv. Auch wenn es um Location geht. Also ich sage mal, im Tesla Store hast du halt eher zentraler. als irgendwie die großen Autohäuser, wo irgendwo weg sind. Und ja, die Hürde, da wirklich hinzugehen, das machst du wirklich nur, wenn du jetzt ein Auto kaufen willst. Und sonst halt in der Innenstadt bist du irgendwie im Flanieren und so und siehst, ah, das Tesla-Store, komm, ich schaue mir mal das Model 3 an oder so. Und das ist halt viel einfacher, oder? Und das macht halt schon einen riesen Unterschied.
Sebastian: Play block
Sehr gut, das sind die Einstiegshürde definitiv schon mal für potenzielle Kunden dann. Ihr habt es ja dann eh noch mal besser. Anstatt 1 Tesla 3 stehen dann halt 3 Microlino auf dem Platz.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, das macht es für uns noch einfacher.
Sebastian: Play block
Das ist echt schön. Und eure Autos sind ja jetzt auch nicht diejenigen, wo ich sage, okay, die willst du auch gar nicht in der Stadt sehen. Es ist ja ein Blickfang, auch wenn sowas im Store drin steht. Jetzt nicht in einer weißen Variante, sondern vielleicht diese blau-weiße Variante, die man da bei euch schon gesehen hat. Einfach so ein bisschen mit Farbe dann. Das ist ja auch ein wunderbarer Blickfang für den Store selbst.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, richtig.
Sebastian: Play block
Ne, sehr schön. Sorry. Jetzt hatte ich mir noch aufgeschrieben, oder hatte es irgendwo mal aufgefasst, dass ihr auch noch an einer weiteren Version schon plant, oder die sei mal in Planung gewesen, welche man ohne Führerschein fahren kann. Wisst ihr noch, in der Planung kommt sowas? Ja.
Merlin Ouboter: Play block
Im Moment können wir da dazu leider nicht viel sagen. Ich kann dir aber so weit sagen, dass wir noch einiges in petto haben. Also wird sicher noch einiges kommen. Aber dazu später dann mehr. Also da könnt ihr euch eigentlich überraschen lassen. Es gibt noch coole Sachen, die da kommen.
Sebastian: Play block
Dann weißt du auf jeden Fall, Merlin, dass du zum zweiten Interview irgendwann mal antanzen darfst, ne?
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, ja, da bin ich gerne dabei.
Sebastian: Play block
Das freut mich, sehr schön. Jetzt haben wir den Vertrieb so in Deutschland, Schweiz, Österreich dann eben angerissen, wo ihr dann selbst übernehmen wollt hauptsächlich, wenn es jetzt ins Ausland geht, EU-Ausland, wollt ihr das Ganze mit einem Franchise-Konzept irgendwie abbilden, auch die Fertigung oder magst du dazu mal ein paar Worte auch noch verlieren?
Merlin Ouboter: Play block
In Europa wollen wir das eigentlich alles selber organisieren. Für uns war aber klar, dass wenn es außerhalb Europa geht, dann wäre so ein Lizenzsystem eigentlich eine schlechte Idee. Und zwar werden wir da sicher verschiedene Spielen fahren. Also einerseits... werden wir probieren, ich sage jetzt mal, in Ländern wie Amerika, China, Indien etc. probieren eigentlich eine Produktions- oder Assembly-Lizenz zu verkaufen. Da gibt es eigentlich zwei Schienen. Einerseits, dass man eigentlich... das TKD macht, also wirklich das Auto sozusagen in Einzelteilen dorthin verfrachtet und die machen dann nur noch den Zusammenbau oder es findet wirklich vor Ort eigentlich mit einer ähnlichen eigenen Supply Chain eigentlich eine Produktion statt. Und das sind so ein bisschen die zwei Wege, die wir jetzt im Moment suchen. Das ist zur Produktion. Dazu gehört natürlich zur Lizenz natürlich auch unsere Brand, unser Verkaufskonzept, wie das genau funktioniert. Und dasselbe gilt auch für die Website. Also der Verkauf kann man dann auch über dieselbe Webseite sozusagen abwickeln. Also das ist wirklich so ein... All-in-one-Paket Plug & Play. Da kann eigentlich jeder, der natürlich das nötige Kleingeld hat, sich eigentlich eine eigene Core-Brand vorstellen.
Sebastian: Play block
Aber dann auch unter Microlino an sich geplant?
Merlin Ouboter: Play block
Oh, ganz klar. Ganz klar. Also die Brand kommt mit. Also habe ich vielleicht falsch ausgedrückt. Das ist eigentlich ein Muss. Es wird nicht so sein, dass man irgendwie einen Microlino sieht, der dann irgendwie anders gebrandet ist. Also das ist ein No-Go. Das ist unter der gleichen Brand.
Sebastian: Play block
Okay. Nee, weil das war jetzt nicht so ganz klar. Deswegen habe ich gerade nochmal nachgehakt.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, ja.
Sebastian: Play block
Sorry. Nee, kein Problem. Ist, denke ich, bloß wichtig. Nicht, dass man hier im Microlino fährt und drüben ist es dann XYZ in China oder so. Wäre nicht so in eurem Sinne.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, ja.
Sebastian: Play block
Nee, schön. Also auch der Ansatz, dass ihr euch da schon europaweit sozusagen oder auch weltweit aufstellt und Gedanken darüber macht, zeigt ja schon mal viel von eurer Vision, wo es dann hingehen soll schlussendlich.
Merlin Ouboter: Play block
Ja genau, es ist auch wirklich extrem, wie viele Anfragen wir bekommen von überall auf der Welt für Lizenz, Produktion etc. Und das Coole daran ist eigentlich, also wir wollen das wirklich so ein bisschen fördern auch, weil ich sage jetzt mal, wir haben die offiziellen Zahlen noch nicht, wie viel das kosten sollte. Es ist natürlich dann auch länderabhängig. Aber ich sage mal, ab einem einstelligen Millionenbetrag fängt es eigentlich an. Also es ist nicht exorbitant eigentlich.
Sebastian: Play block
Okay, also auch noch, ich sage mal, in Anführungsstrichen überschaubar dann für so einen Investor, wenn er sagt, ich will da ernsthaft mit was einsteigen.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, ja. Genau, das ist das Ziel. Es ist auch das Ziel, wir wollen nicht irgendwie komplett Cash Art haben und einfach mal richtig viel Kohle machen, sondern es geht mehr darum, dass es eigentlich auch eine partnerschaftliche Beziehung ist. Wir wollen ja eigentlich den Microlino auch in anderen Ländern erfolgreich sehen und deswegen muss man denen auch Platz geben und denen die Möglichkeiten geben sozusagen, dass zu einem anständigen Preis und nicht eine Abzockung.
Sebastian: Play block
Ja, ich denke, das ist auch ein vernünftiger Ansatz, dass es da nicht nur ums schnelle Geld geht und das merkt man oder bekommt man zumindest so durch eure Kommunikation, denke ich, ganz gut schon mit, wie ihr das macht. Und auch du bestätigst ja jetzt nochmal dann, dass ihr eher auf längerfristige Beziehungen aus seid, dass ihr halt nicht nur fair zu euren Kunden seid und transparent in Sachen Preis und Leistung, sondern auch eben mit euren Partnern.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, das ist ein Punkt. Ich meine, man muss natürlich auch sehen, wir sind im Vergleich zu vielen anderen Startups im Automobilsektor, haben wir halt auch den Vorteil, dass wir halt eigentlich zu 100% selbstfinanziert sind. Während halt viele anderen, ich nehme es denen nicht übel, also ich meine, wir haben einfach das Glück, dass das so funktioniert, Investoren drin, die halt teilweise viel verlangen, die einen so ein bisschen zwingen, irgendwelche Facts oder Statements zu machen, die vielleicht nicht wirklich logisch oder nachvollziehbar sind. Und da sind wir halt flexibel. Das ist eine Riesenstärke im Moment.
Sebastian: Play block
Ja, definitiv. Also ich meine gerade, jetzt passt ja der Einstieg wunderbar, wenn du schon sagst, ihr seid eigenfinanziert. Ihr seid ja auch von der Familie komplett mit drin, so wie du ja vorhin schon, bevor wir aufgenommen haben, gesagt hattest. Bei euch ist ja die komplette Familie mit dabei, dann... Vater, dein Bruder, deine Mutter ist mit drin, du hast einen Job. Magst du mal da noch kurz anreisen, wer was macht ungefähr, dass man da einfach auch mal einen Überblick hat?
Merlin Ouboter: Play block
Ja, also definitiv ist es eigentlich wirklich ein klassisches Familienunternehmen, kann man so sagen. Es sind alle involviert. Im Moment ist es so, also mein Vater, der Wim, der hat ja 1996, hat der Microlino gegründet. Und ich und mein Bruder sind dann eigentlich immer so, natürlich ganz am Anfang waren wir so ein bisschen die Versuchskaninchen der neuen Produkte und waren somit eigentlich schon seit wir sehr, sehr, sehr klein waren eigentlich immer mit dabei. Und das ist sozusagen, sag ich jetzt mal, das Erfolgsrezept von unserem Vater, also das hat er einfach mehr gemacht, dass er uns auch als wir klein waren immer einfach ernst genommen hat und unsere Meinung auch richtig und die mit einbezogen hat. Und das hat eigentlich in uns so ein bisschen auch der Unternehmergeist geweckt, sage ich jetzt mal so. Und ja, also das ist sicher sehr spannend. Und im Moment sieht es so aus, dass ich und mein Bruder Oliver, wir machen eigentlich zusammen die Geschäftsleitung von Und unser Vater ist natürlich auch immer noch extrem mit dabei, vor allem strategisch und bei den sehr wichtigen Entscheidungen. Ich sage aber so, das Simple Daily Business, da hält er sich eigentlich ziemlich raus sozusagen. Unsere Mutter, die macht eigentlich extrem viel Finanzen, also sie ist eigentlich der Big, Big Boss von allen. Sie schaut, dass am Ende des Jahres die Bücher aufgehen und ja, somit ist sie eigentlich der Big Boss.
Sebastian: Play block
Ja, so wie das in Familien eben ist, ne? Genau, richtig. Ja, das ist ja schön, wenn das so familiär dann auch ist und wenn ihr damit auch klarkommt. Und ich denke, das ist ja auch eine ganz andere Beziehung, wenn man mit seinem Bruder oder mit seinem Vater dann zusammenarbeiten kann, als wenn das jetzt ein x-beliebiger Kollege ist. Natürlich sind da auch mal die Diskussionen wahrscheinlich ein bisschen intensiver, aber man ist halt auch näher zusammen an der eigenen Vision dran, denke ich mir.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, auf jeden Fall. Das spielt wirklich eine Rolle. Ich muss aber ehrlich gesagt sagen, dass ich gar nichts anderes kenne. Also wirklich, ich bin so aufgewachsen und wir sind schon wirklich, wie gesagt, als wir klein waren, während dem Abendessen wurde über das Geschäft gesprochen. Und da kommt man halt schon, als man sehr, sehr klein ist, extrem viel mit. und kann auch mitentscheiden oder mitdiskutieren. Und das macht es halt extrem interessant. Und auf eine andere Art ist es natürlich auch intensiv, weil es ist halt nicht 8 to 5, sondern es hört wie halt nicht auf, wenn man das Büro verlässt. Aber das gehört natürlich auch dazu, das ist auch Passion. Man verfolgt auch in der Freizeit, verfolgt man das Projekt etc. Es ist wie... Das ist kein Job, sondern eben, wie gesagt, eine Passion, ein Hobby, ja, das gehört alles zusammen.
Sebastian: Play block
Ja, aber das ist ja schön, wenn man so einen Job gefunden hat oder so eine Passion und kann die zu seinem Job machen. Ich denke, das ist auch viel wert und das merkt man auch am Schluss endlich am Produkt dann, dass ihr da mit Leidenschaft einfach auch dahinter steht und dass das nicht nur eine Design-Skizze ist, die den Massenmarkt trifft und man verdient Geld mit, sondern ihr macht was, wo ihr mit eurem Herzen auch dafür einsteht.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, definitiv. Also ich finde es schön, wenn das anderen Leuten so gut auffällt. Aber das könnte ich genauso unterschreiben.
Sebastian: Play block
Definitiv. Das ist doch sehr schön. Jetzt seid ihr ja von Familie zu Familie, würde ich mal kommen. Und zwar, du hattest anfangs erwähnt, dass der Investor Tazzeria ja mit drin war bei euch. Oder als Investor mit eingestiegen, sollte auch die Serienfertigung übernehmen. Hatte jetzt gelesen, der wurde dann auch wahrscheinlich so wie ihr ein bisschen überrascht von dem Ansturm an Reservierungen auch, dass es dann doch zu viel Veränderung vielleicht für ihn war. Da wirst du ja gleich was sagen können. Und jetzt seid ihr zu Atega, einem deutschen Fertiger, gewechselt, der ja auch eine eigene Produktionsstraße dafür aufbaut, Mitarbeiter einstellt und mit dem ihr jetzt zusammen in die Serienfertigung geht. Wenn du magst, kannst du mal ein paar Worte dazu verlieren.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, also Es ist richtig. Am Anfang waren wir da zusammen mit Tazari und es war eigentlich ein Joint Venture, also 50-50. Wir haben 50% der Anteile an Tazari übergeben und zusammen sozusagen die Entwicklung finanziert. Für uns war das der perfekte Partner eigentlich für den Beginn, als es um die Entwicklung ging. Bei uns war aber dann schon auch ein bisschen klar, je länger wir mit ihm zusammengearbeitet haben, dass die Produktion, sag ich jetzt mal, nicht das Steckenpferd von Tazari ist. Also sie sind gut in der Entwicklung, aber Produktion selber von den Stückzahlen, die wir dann eigentlich geplant haben, hat der natürlich, klar war er dabei, aber wir wussten so ein bisschen, hm. Könnte schwierig werden. Und ja, so sind wir eigentlich dann auch zu Artega gestoßen und haben jetzt eigentlich einen neuen Partner gefunden. Also sprich, Tazari hat eigentlich die Produktionsrechte an Artega verkauft und somit sind sie unser neuer Partner für die Produktion. Und eben, also Artega kennen sich ja einige Leute, von einem Sportwagen, von einem Artega GT. Der Besitzer von Artega, der Klaus Freers, ist aber auch Besitzer von Paragon und Voltabox. Das sind zwei börsenkotierte Automobilzulieferer. Paragon macht Sensoren und Kinematikteile etc. für die Automobilindustrie. Und mit Voltabox spezialisieren sie sich auf Batterielösungen für Gabelstapler, E-Bikes etc., Und das sind halt für uns auch wieder eigentlich zwei spannende Partner, die extrem viele Synergien ergeben können. Und ja, das war natürlich auch mitentscheidend ein Grund, warum wir dann uns entschieden haben, das mit Arteca zu verfolgen oder die Produktion schlussendlich.
Sebastian: Play block
Okay, also ich denke, das ist ja definitiv flüssig, die Erklärung. Und auch, dass ihr dann für euch erkannt habt oder auch Tazari, dass das zwar für den Einstieg ideal war, für beide Seiten, sich da zu entwickeln, den Microlino Lino fortzuentwickeln und dann aber auch bewusst zu sagen, okay, das passt halt leider nicht mehr so ganz zusammen, wenn wir in Serie mit den großen Stückzahlen gehen und dass ihr da jetzt das Glück habt, so einen Partner zu finden, der dann auch noch mit seinen Tochterfirmen oder Subunternehmen da eben sein Teil dazu beitragen kann, ist ja für euch wunderbar dann schlussendlich und auch für den Kunden, der ja dann auch noch mehr aus einer Hand bekommt sozusagen.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, definitiv. Also es ist wirklich wichtig für uns. Natürlich auch, was auch mitspielt, ist, dass halt Klaus ist halt auch wie wir einfach mit vollem Herzblut dabei und ist nicht irgendeine Firma, die von irgendeinem CEO geführt wird, sondern er ist der Eigentümer. Und das macht halt einen Unterschied. Und das merken wir auch jeden Tag. Und ein anderer Punkt ist sicher auch, ich sage jetzt mal für unsere vielen deutschen Fans, also die Reaktion war natürlich durchgehend positiv. Deutsche Werksarbeit ist kein Fremdwort in Deutschland und das fanden auch viele cool und werden hier sicher auch ein qualitativ gutes Produkt auf den Markt bringen können.
Sebastian: Play block
Definitiv. Also das war auch die Rückmeldung, die ich so von meinen Lesern oder von Kommentaren dann eben auch bekommen habe und per Mail, dass sie das eigentlich alle schon gefeiert haben, dass sie jetzt gesagt haben, okay, wir kommen von Italien nach Deutschland, gründen erstmal außen vor, aber so wie du sagst, man verbindet es dann doch mit deutscher Wertarbeit oder deutscher Qualität. Und das von einem Schweizer Unternehmen, dann noch sage ich mal, das ist ja eigentlich perfekt. Schweizer Uhren stehen ja schon für Qualität. Jetzt der Microlinie, das sehe ich auch irgendwo. Das passt ja vom Gesamtbild her einfach wunderbar und auch so von der Geschichte dann Jetzt für euch dann von der Entwicklung wird wahrscheinlich auch nicht wieder ein reines Zuckerschlecken gewesen sein, so wie du es vorhin in der Einleitung schon gesagt hast. Da wird auch der ein oder andere Schweißtropfen geflossen sein. Aber es ist ja wunderbar, dass ihr jetzt den Weg gegangen seid und da eine Lösung für euch gefunden habt, den Microlino jetzt sozusagen schon in der Fertigung dann nach Deutschland zu bringen und nicht erst als fertiges Produkt.
Merlin Ouboter: Play block
Ja, definitiv. Also ich sage für viele, teilweise ist es halt einfach immer, was wir zeigen, ist so ein bisschen die Oberfläche, aber es steckt halt eigentlich auch extrem viel Arbeit dahinter. Und ja, jetzt gerade mit Artega zusammen, ich meine, wir waren da schon seit Monaten dran und waren da ein bisschen gebunden mit Kommunikationen. Und eben als wir das kommuniziert haben, gab es dann auch Kommentare wie, ja gut, jetzt habt ihr wieder ein halbes Jahr Verzögerung etc., weil wir natürlich davon ausgegangen waren, dass es erst jetzt anfängt. Aber im Hintergrund wurde eigentlich schon alles vorbereitet und das ist dann wie nur die Spitze des Eisbergs, ist dann die Kommunikation nach außen.
Sebastian: Play block
Klar. Ich meine, das ist ja keine Entscheidung, die von heute auf morgen mal getroffen wird. Sollte vollkommen klar sein.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, ja.
Sebastian: Play block
So wie ich gelesen habe, wird sich ja auch nicht großartig was an eurer Terminschiene dann verschieben.
Merlin Ouboter: Play block
Nee, also Termin nach wie vor noch. Der Verkaufsstart eigentlich in der Schweiz ist im Frühling 2019 geplant und in Deutschland dann ab Mitte 2019.
Sebastian: Play block
Und Auslieferung dann ein Jahr später, oder?
Merlin Ouboter: Play block
Ne, also das ist Verkaufsstadt.
Sebastian: Play block
Achso, Verkaufsstadt ist Auslieferung.
Merlin Ouboter: Play block
Genau, Verkaufsstadt. Genau, Verkaufsstadt, also das geht Hand in Hand sozusagen. Wir werden jetzt im ersten Jahr wahrscheinlich rund 1500 Fahrzeuge produzieren. Das ist noch nicht sehr, sehr viel, das wissen wir. Aber das hat auch ein paar Gründe, dass wir einfach halt... gesund wachsen wollen und wirklich auch unsere Verkaufsprozesse optimieren wollen. Und dann eigentlich im Jahr 2020 wollen wir dann wirklich Gas geben. Also da sind dann sicher so, ich sag jetzt mal, zwischen 5.000 bis 8.000 Fahrzeuge pro Jahr liegen drin.
Sebastian: Play block
Okay, das ist ja auch vernünftig, dass ihr sagt, ihr wollt ja jetzt nicht gleich da die Masse rausschießen, sondern auch wachsen. Ich denke, die Produktion muss ja auch noch fein justiert werden dann schlussendlich und das macht man halt bei 1500 Stück einfacher, als wenn ich gleich mit voller Stückzahl loslege.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, das spielt auch eine Rolle und ich denke auch, wir werden auch dann die ersten Feedbacks mit anbeziehen können. Also es wird so ein bisschen... Ja, es wird sicher Running Changes geben, dass wir das Fahrzeug wirklich verbessern, on the go, on the go, weil schlussendlich wollen wir da nicht warten, bis man da eine neue Version macht, sondern das wird einfach ein bisschen laufend integriert werden, definitiv.
Sebastian: Play block
Also finde ich auch einen schöneren Ansatz, weil da musst du nicht erst sieben Jahre auf die Modellpflege warten, bis man Spacelift dann kommt von einem Fahrzeug, sondern du kannst zeitnah auch als Käufer davon profitieren und hast da auch nicht wieder die Angst davon, verpasse ich jetzt was, kaufe ich dieses Jahr das Auto, warte ich nächstes oder nächstes Jahr noch auf die neue Version drauf, sondern kriege eigentlich zeitnah dann immer ein Modell, wo auch der Stand der Zeit ist.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, was wir am Anfang anbieten werden, ist eigentlich sozusagen eine limitierte Auflage, also wirklich für die Hardcore-Fans, wir nennen die dann auch Pioneer-Series. Und die Idee dahinter ist eigentlich, dass die ist limitiert und wird dann eigentlich auch nummeriert sein. Also jedes Fahrzeug hat seine eigene Nummer, die innen und außen ersichtlich ist und hat so ein bisschen kleine Features, die dann die normale Serie nicht haben wird. Aber das wird dann noch später mehr dazu dann.
Sebastian: Play block
Okay, der hört sich aber auch schon mal gut an, muss ich sagen. Da bin ich schon gespannt, was da kommt und wie sich diese Limited Edition dann auch auszeichnet. Nee, aber schöner Ansatz. Ja, von meiner Seite aus wärst du es jetzt tatsächlich schon mal. Hast du einen guten Überblick gegeben. Bevor wir jetzt die Zuhörer entlassen, würde ich noch mal kurz auf die Anekdote zurückkommen. Oh, du hast sie gar nicht vergessen. Ich denke, die ist definitiv erzählenswert und auch so ein schöner... Ja, Schlussstrechner, Schlussende.
Merlin Ouboter: Play block
also aus China, und mussten den natürlich irgendwie in die Schweiz holen. Und einerseits war das ein riesen, riesen Aufwand, das kann man sich gar nicht vorstellen, weil es nicht möglich ist, mit Batterie, Zertifikaten, die fehlen, etc., etc. Das war eine riesen Herkulesaufgabe und da waren wir wirklich extrem unter Zeitdruck. Hatten es dann schlussendlich geschafft, das Fahrzeug eigentlich per Luftfracht in die Schweiz zu befördern, weil eben die erste Messe war so die Spielzeugmesse, also die Spielwarenmesse in Nürnberg. Das war 2016 und da kam also der Macorino geflogen aus China und mit mehreren Zwischenstops in der Türkei etc. und alles und kam dann in der Schweiz am Zürcher Flughafen an Und wir waren natürlich alle extrem begeistert und wollten ihn unbedingt sehen. Und dann bekamen wir ein Telefon vom Flughafen und die uns dann gesagt haben, ja, sie haben ein bisschen schlechte Nachrichten. Und die schlechte Nachricht war dann, dass das Fahrzeug einen Unfall hatte und zwar ist es vom Gabelstapler gefallen. Und wir haben uns dann gedacht, ja gut, schauen wir es uns mal an. Ja, weil der fiel wirklich aufs Dach und hat eigentlich so ein bisschen das ganze Fahrzeug zerquetscht. Wir waren da natürlich, ja wir hatten da... Lachendes und ein weinendes Auge natürlich. Wir haben uns dann aber trotzdem entschlossen, das Fahrzeug auszustellen an der Spielwarenmesse, obwohl es ein klein wenig beschädigt war, weil wir uns gesagt haben, jetzt haben wir so lange auf das hingearbeitet und jetzt das einfach nicht zu zeigen, das wäre irgendwie auch feige. Und deswegen haben wir es ausgestellt und haben einfach beim Schaden, hatten wir so einen kleinen Zettel hin mit einer kleinen Notiz, die sagt, ja, shit happens mit der kleinen Story, was passiert ist. Und haben ihn ausgestellt. Und wir waren dann wirklich positiv überrascht, wie viele Leute das richtig cool fanden, dass sie gesagt haben, hey, wir finden das so richtig toll, dass ihr ihn trotzdem zeigt etc. Auch die Presseleute, die das richtig lustig fanden und einfach sympathisch fanden, weil normalerweise... würde man das ja dann nicht zeigen und irgendeine billige Ausrede finden. Und wir haben gesagt, hey, weißt du was, komm, lass uns den trotzdem zeigen. Und das ist so eine Story, die so ein bisschen die Ups und Downs auch beschreibt, die wir hatten, definitiv.
Sebastian: Play block
Definitiv, da hast du recht. Also ich musste echt schmunzeln, wo ich das erste Mal davon gelesen habe. Aber spiegelt für mich einfach auch das Bild jetzt wieder, wo ich von dir oder von eurem Unternehmen in dem Interview bekommen habe, ihr seid einfach transparent, ihr seid klar, ihr geht auch offen mit Fehlern dann um sozusagen, auch wenn ihr dafür jetzt nichts konntet. Und das ist ja auch schön, wenn man da schon signalisiert bekommt, man hat da nicht nur einen Partner, sondern man hat ja auch den Community-Beauftragten, der dann auch die Fahrzeuge irgendwo zur Verfügung stellt, der offenbar nicht mit einem umgeht. Das ist ja echt wunderbar. Genau. Also von meiner Seite aus wäre es das, Merlin. Vielen Dank für das Interview nochmal. Super, danke vielmals.
Merlin Ouboter: Play block
Definitiv, machen wir. Ja eben, eine Frage muss sich ja ein bisschen unbeantwortet lassen. Da können wir definitiv nochmals nachhaken.
Sebastian: Play block
Da kannst du sicher sein, dass die noch auf den Tisch kommt. Das ist gut, super.
Merlin Ouboter: Play block
Perfekt.
Sebastian: Play block
Dann mach's gut.
Merlin Ouboter: Play block
Danke vielmals, hat mich gefreut.
Sebastian: Play block
Tschüss. Ciao. Das war also auch schon das Interview mit Merlin Abota von MicroLino. Ich denke, es war äußerst interessant, ein bisschen mehr über das E-Auto von MicroLino zu erfahren, die Pläne, die Vision des Unternehmens und wie sich das Ganze entwickeln soll. Natürlich behalten wir es auch weiterhin im Auge und werden in einem späteren Podcast, wie versprochen, nochmal darauf zurückkommen, wie sich das Ganze denn nun entwickelt hat. Nun würde es mich natürlich nur freuen, wenn du eine Bewertung bei den Podcastportalen hinterlässt, wo du diesen Podcast gehört hast. Einfach aus dem Grund, damit auch andere E-Mobilitätsinteressierte darauf aufmerksam werden. Vielen Dank im Voraus. Ich wünsche dir eine schöne Woche. Bis zur nächsten Folge. Mach's gut. Ciao.