KIA e-Soul, lange Lieferzeiten und Möglichkeiten für KIA

Nachdem wir erste Eindrücke mit dem KIA e-Soul sammeln durften, eine kurze Testfahrt absolviert und uns mit Rekuperation und Drive-Modi auseinandergesetzt haben, teilen wir diese Erfahrungen gerne mit dir.

Des Weiteren gehen wir auf die aktuellen Lieferzeiten von KIAs E-Fahrzeugen ein. Neun bis zwölf Monate sind keine Seltenheit. Aber es gibt Gründe und es liegt nicht daran, dass KIA nicht liefern mag. Überlegungen, was man künftig besser machen kann, gibt's natürlich auch.

All dies erfährst du in der aktuellen Folge unseres Podcasts. Einschalten und zuhören.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Willkommen bei Folge 20 des Elektroauto-News.net Podcasts. Ja, Jubiläum. Kleines zumindest. 19 Ausgaben des Elektroauto-News-Podcasts haben wir also schon hinter uns. 19 Sonntage, an denen wöchentlich eben eine neue Folge erschienen ist. Und wenn es nach mir geht, wären es bestimmt noch 19, 38 oder was weiß ich wie viele Folgen mehr. Zu berichten gibt es ja einiges. So auch diese Woche. Um genau zu sein, war ich Anfang der Woche bei Kia in Frankfurt unterwegs und hatte die Möglichkeit den Kia e-Soul, der Nachfolger des Kia Soul e.V. zu testen. Der e-Soul wird als reines Elektroauto in Europa auf die Straße kommen und soll eigentlich Mitte des Jahres eben auch in Deutschland langsam Fuß fassen. Gibt da noch ein bisschen die Problematik mit den Lieferzeiten, worauf ich auch im Podcast noch eingehen will. Und auch auf die Gedankenspiele, die Kia aktuell hat, um diesen Lieferzeiten entgegenzuwirken, beziehungsweise was man denn eben vorhat. Hat ja auch ein bisschen für Furore gesorgt, nicht nur bei uns im Portal, sondern auch in anderen Foren. Auch das wird ein Thema des Podcasts sein. Zunächst möchte ich aber erstmal auf meine Eindrücke mit dem Kia eSoul eingehen. Ein bisschen über meine Erfahrungen sprechen mit gut einer Stunde Fahrt, die ich zurückgelegt hatte mit ihm. Und ein kleines Fazit dazu ziehen. Ich hoffe aber, dass wir den eSoul auch nochmal zu einem größeren Test- und Fahrbericht für längere Zeit nach Hause bekommen. Dann lasst uns doch direkt eintauchen in die Erfahrung mit dem Kia eSoul, den ich in Frankfurt kennenlernen durfte. Und nicht nur der Isol war vor Ort in Frankfurt der Zentrale von Kia, sondern auch der Enero. Leider war die Zeit aber ein knappes Gut und konnte daher nur eines der zwei Elektrofahrzeuge genauer ansehen und habe mich für den Isol entschieden, da er doch das markantere, auffälligere E-Auto ist, über das meiner Meinung nach auch noch nicht so viel berichtet wurde. In gut einer Stunde Fahrtzeit, die ich mit dem ESOL verbringen durfte, zusammen mit Philipp Körner, anderer Journalist, der eben auch vor Ort war und mit dem ich mir das Fahrzeug geteilt habe, konnten erste Eindrücke gesammelt werden, aber natürlich nichts extrem Aussagefähiges, dafür fehlte einfach die Zeit. Aber zumindest auf die Erfahrung, die ich gemacht habe in der Zeit und auch die Eindrücke, ein kleines Fazit möchte ich jetzt eingehen. Die Isola an sich präsentiert sich in Europa, wie schon gesagt, als vollkommenes Elektroauto und wird mit... zwei Elektromotoren auf die Straße kommen. Und zwar gibt es eben die Variante mit 100 kW, also 136 PS und die größere Variante mit 150 kW, 204 PS, welche wir auch fahren durften. Die größere Variante bringt es in gerade einmal 7,9 Sekunden von 0 auf 100. Die 100 kW Variante in gut 9,9 Sekunden, wenn man das denn ausreizen möchte. Haben wir tatsächlich auch mal ausversucht, versucht auf der Autobahn. Natürlich nicht von 0 auf 100, sondern von 80 hoch beschleunigt dann. Und man muss schon sagen, es ist ordentlich Zug dahinter, gerade wenn man den Sportmodus schaltet. In der Stadt an sich haben wir mit den verschiedenen Modi gespielt, Eco Plus, Eco Mode, den normalen Modus und eben Sportmodus, den wir noch hatten, um einfach mal zu probieren, wie kommt man denn da im Stadtverkehr voran, weil gerade da würde ich so ein Auto nutzen und ich denke, da ist dann auch immer interessant, das unter Alltagsbedingungen zu testen. Und ja, zwischen Eco Plus und Eco Mode gibt es eben den reinen Unterschied, dass die Verbraucher eben noch stärker zurückgefahren werden dann tatsächlich, sprich Klimaanlage wird auf ein Minimum reduziert bzw. komplett abgeschalten und auch ansonsten fährt es eben zurück nachher. Und da ist dann auch schon so, ja, die Schwierigkeit ein bisschen, was macht man jetzt? Schaltet man alles aus, nur um ein bisschen mehr Reichweite rauszubekommen oder versucht man einfach vernünftiger zu fahren? Und ich würde mittlerweile oder ich tendiere da definitiv zum vernünftigeren Fahren oder sage einfach einmal mehr laden. Weil Klimaanlage verzichten, das mag jetzt in der Übergangszeit angebracht sein, wenn es einfach von Temperaturen her okay ist. Jetzt ist man aber im Winter oder im Sommer unterwegs, wo es dann entweder ziemlich heiß oder ziemlich kalt ist und da ohne Klimaanlage unterwegs zu sein, macht nicht so wirklich Freude. Von daher... Ja, wäre der Eco-Modus für mich im Alltag dann tatsächlich die bessere Wahl. Interessant war vor allem, und das konnten wir auch in der Stunde gut kennenlernen, die Rekuperationsstufen des Kia e-Soul. Sprich, wie stark bremst er eigentlich? Und nutzt diese Energie, um dann wieder die Batterie aufzuladen, sozusagen mit der eigenen Bremsenergie. Und hier kann man ein bisschen spielen. Und zwar hat der Kia e-Soul am Lenkrad zwei Rekuperationspedale auf der rechten und linken Seite. wo ich quasi die Rekuperationsstufen von 0, also quasi keine Rekuperation, bis 3, ziemlich starke Rekuperation schalten kann, kann aber auch den eSoul automatisch im Alltag eben das regeln lassen. Kommt eben ganz auf die Umgebung an und wie aktiv man da im Verkehr mitmachen möchte oder eben mitbestimmen möchte. Wir haben beides ausprobiert und ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde die manuelle Variante bevorzugen, einfach weil man dann individueller sich auf den Verkehr einstellen kann. Man kann ein bisschen schneller reagieren, als die Automatik macht, zumindest so vom Gefühl her. Zwischen Automatik und manueller Rekuperationsschaltung schaltet man um, indem man das rechte Pedal einfach länger zum Fahrer, also zu sich selbst hinzieht und dann sieht man im Display oberhalb des Lenkrads, okay, wir sind umgesprungen von automatisch auf manuell oder umgekehrt. Des Weiteren bietet sie die Möglichkeit, neben dem rein hohen Runterschalten der Rekuperationsstufen auch mit der Rekuperation selbst zu bremsen. Dazu zieht man einfach das linke Rekuperationspedal beim Fahren oder wenn ich eigentlich bremsen würde, zu einem hin. Und dann beginnt der ESO selbst mit zu bremsen und speist diese ganze Energie ins Fahrzeug ein, in die Batterie des Fahrzeugs ein. Ja, es hat funktioniert. Gehört ein bisschen Überwindung mit dazu, muss ich ganz ehrlich sagen. Weil nur mit einem Pedal am Lenkrad zu bremsen, ja, schon ein bisschen mutig. Aber es funktioniert. Nichtsdestotrotz, der Fuß war immer über dem Bremspedal, um einfach noch eingreifen zu können, wenn dann doch mal was passiert. Man weiß ja auch nie, wie der vorne dran dann reagiert, ob er doch mal schneller aufs Bremspedal tritt, als vielleicht zunächst angenommen wird. Und dann kann man dementsprechend ja noch reagieren. Die Drive-Modi hatte ich eben schon eingangs erwähnt. Wir haben Eco+, Eco-, Normal- und Sportmodus. Die werden über den Drive-Modi-Taster in der Mittelkonsole umgeschalten und wird dann eben auch angezeigt. Sorry, wird dann eben auch angezeigt im Display im Eco-Plus-Modus. Noch die Besonderheit, die Geschwindigkeit wird in der Tat auf 90 kmh begrenzt und die Verbraucher auf Minimum zurückgefahren. Die Diskussion, wann das denn Sinn ergibt, hatten wir eben auch schon. Also wie gesagt, für mich wäre der Eco-Modus da der gute Kompromiss dazwischen, zwischen Energie sparen und trotzdem noch Fahrfreude oder Freude am Fahrzeug zu haben. Und wie gesagt, dann lieber einmal mehr laden. Über Reichweite und Verbrauch des ISO im Alltag konnte ich dann leider keine Aussage, welche Informationen dann mitteilen, weil wir einfach nur eine Stunde mit dem Fahrzeug unterwegs waren, haben es dann eben zu 70 Prozent in der Landschaft oder Ja, über Land getestet sozusagen, waren ein bisschen in der Stadt unterwegs, auf der Autobahn teil und haben halt eben eher mit dem Fahrzeug rumgespielt und geschaut, was es überhaupt kann. Haben hauptsächlich auf die Rekuperationsstufen geachtet, das Spiel mit den Pedalen am Lenkrad. Daher gibt es da keine aussagefähige Kraft. Aussagefähige Informationen zum Verbrauch von Kia wird angegeben mit einer kombinierten Reichweite von 452 km bei einem Durchschnittsverbrauch von 15,7 kWh pro 100 km und im sogenannten City-Zyklus bringt er sogar auf 648 km. eben zu unterscheiden von den unterschiedlichen Batteriekapazitäten. Wir haben ja zwei Motorisierungen, 100 kW, 150 kW und es gibt eben auch zwei Akkus. Und beim kleineren Akku ist es eben so, der kommt zusammen mit dem 100 kW Motor, bringt man es auf eine kombinierte Reichweite von 276 km im Zyklus 407 km. Geladen werden kann der Kia e-Soul über einen serienmäßigen Schnellladeanschluss, CCS-Stecker. Und an der 100 kW-Station bringt es dieser dann von 0 auf 80 Prozent in gerade mal 54 Minuten. Also qualifiziert den Kia e-Soul dann auch für längere Fahrten, meiner Meinung nach. Wenn man dann eben auch einfach mal eine Pause einlegen kann, macht einen kurzen Stopp, trinkt vielleicht einen Kaffee, e-Soul währenddessen an den CCS-Stecker gesteckt und dann kann es auch schon wieder weitergehen. Also ein guter Kompromiss, muss ich sagen. Und auch, gerade wenn man dann länger unterwegs ist in der Stadt, Kurzstrecken, wo die meisten ja doch unterwegs sind, reicht der ja vollkommen aus. Kann man zwei, drei Tage am Stück fahren und ist dann trotzdem noch zufrieden mit, denke ich mal. Ja. Optisch bietet der Kia eSoul auch einiges, über das markante Auftreten müssen wir glaube ich nicht sprechen, der weiß einfach aufzufallen, schon rein vom Äußeren her. Es gibt den eSoul in 14 Farbvarianten aktuell, 7 einfarbige Lackierungen und 7 Zweifarbenkombinationen, wo sich das Dach einfach und die Außenspiegel nochmal in der Kontrastfarbe vom restlichen Korpus abheben. Wir hatten eine einfarbige Variante, gefällt mir persönlich auch besser als die zweifarbige Variante, aber ist schlussendlich einfach rein subjektiv, muss man ganz ehrlich sagen. Und auch so die Optik vom Kia e-Zone ist ja ein bisschen gewöhnungsbedürftig, kann man sagen, ist man kann darauf drehen, damit hat man auch bewusst gepunktet. Dafür gab es auch für die erste Edition oder erste Generation das Soul EV, damals noch Soul ohne E-Antrieb. In der ersten Generation gab es auch den Red Dot Award in 2009, zu Recht. Und mit der neuen Generation, dritte Generation mittlerweile, die rein als E-Auto bei uns in Europa auf den Markt kommt, setzt man da eben nochmal ein ganz anderes Statement. Schaut nochmal eine Spur moderner aus, macht einfach nochmal was mehr her auf der Straße. Und ich muss ganz ehrlich sagen, umso öfter man ihn sich anschaut, umso eher kann man sich damit anfreunden. Also wirklich mit jedem Blick mehr drauf, macht es mehr Spaß, dieses Auto. Der E-Soul an sich wird zu einem Einstiegspreis von 33.990 Euro erhältlich sein in der 100kW-Version in der Basisausführung Edition 7. Die 150kW-Variante des E-Soul Edition 7 kostet 37.790 Euro. Wobei beide Versionen im Preis in Begriffen die 7 Jahre Kia-Hersteller-Garantie eben haben, die auch die Batterie eben mit einschließt. Interessant wird es dann eben beim Einstiegsmodell bleiben, zieht man den Umweltbonus von derzeit nur 4.000 Euro ab, landet man eben knapp unter 30.000 Euro für den eSoul, der dann eigentlich schon ein ganz vernünftiges Auto ist, muss man sagen. Also zumindest aus meiner Sicht. Wir sind die voll ausgestattete Variante mit 150 kW gefahren, das ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer, macht auch einiges her. Kann man jetzt streiten, ob man das Geld dann für dieses Fahrzeug ausgeben würde? Für mich wäre es definitiv eine Option, muss ich sagen. Es gibt bestimmt auch genügend Alternativen, aber es gibt Alternativen am Markt, die wir uns auch nochmal anschauen werden. Aber es ist ein schickes Auto, macht einiges her. Gibt es insgesamt in drei Ausstattungslinien. Ausstattung Spirit, das ist die Endausstattung, also die höchste Ausstattung. Vision ist so das Mittel mit drin und Edition 7 ist die Einstiegsvariante. Ja, soviel erstmal zum Kia e-Soul. Die ersten Eindrücke. Ich hoffe, du hast ein bisschen was erfahren. Optik des Fahrzeugs habe ich betont. Ich bin auf die Rekuperationsstufen eingegangen, die unterschiedlichen Drive-Modi, was für mich das Fahrzeug eben ausmacht. Und ich muss sagen, ein bisschen Blut geleckt habe ich schon und würde mich darüber freuen, wenn wir einen Testwagen demnächst mal bekommen. Das wir dann auch ausführlicher mit mehr Fotos und Eindrücken dann eben auch berichten können, auch auf deine Fragen eingehen können. Wenn du jetzt schon Fragen hast, kannst du mir dann natürlich eine E-Mail schreiben oder einen Kommentar unter den Podcast in die Podcast-Folge schreiben. Ich werde es bestmöglich beantworten. Und ja, jetzt würde ich sagen, gucken wir uns mal die Lieferzeit des Fahrzeugs noch an, weil das ist ja auch so ein Thema für sich. Und zwar ist es eben so, dass Kia und auch andere Automobilhersteller in der Diskussion stehen, oder es steht ja in der Diskussion, wie schaut es aus mit Lieferzeiten, wann kriegen wir unser E-Auto. Weil jeder kennt es, wenn ich heute was bestelle in einem Onlineshop oder so, dann würde ich es am liebsten morgen haben. Ist jetzt ein bisschen schwierig bei E-Autos, gerade bei Kia, die schiffen die ja dann auch ein. Das allein sechs bis acht Wochen in Anspruch nimmt. Haben aber aktuell eben auch die Problematik, auch gerade beim eNero, dass sie die Batterie nicht beibekommen. Das heißt, die Nachfrage ist so groß, dass... Ja, richtig überlegt werden muss von Kia selbst und auch den jeweiligen Vertriebsgesellschaften, wo bringen wir welche oder welche Anzahl an Autos unter. Im Moment reicht es eben gerade dazu aus, die Händler hier in Deutschland auszustatten, dass sie genügend Exemplare haben, um die Fahrzeuge eben auch erlebbar zu machen, greifbar zu machen für etwaige Käufer. Aber so richtig ausliefern kann man noch nichts. Ist beim Ineos der Fall, wird auch beim Kia Iso leider nicht anders sein. In diesem Zusammenhang konnte ich mit Steffen Koss, dem Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, sprechen während dem Presse-Event. Und weil ich eben die Tage zuvor schon ein paar E-Mails erhalten hatte und auch Kommentare bei unserem Portal bekommen, ob wir das Ganze nicht mal hinterfragen können, was es denn damit auf sich hat mit den Lieferzeiten. Und ja, es würden ja Bestellungen gelöscht werden und Liefertermine verschoben, ohne dass was mitgeteilt wird. Und für mich ist das ja dann nicht ganz so greifbar. Und deswegen dachte ich mir, gut, wenn du schon die Möglichkeit hast, das anzusprechen, machen wir das mal. Gesagt, getan. Und Herr Kost war da auch sehr offen. Ja, natürlich liefern morgen alle Fahrzeuge aus, geht einfach nicht. Er selbst hat aber auch zu verstehen gegeben, wenn er heute 10.000 Fahrzeuge auf den Hof gestellt kriegen würde, ihm könnte nichts Besseres geschehen, weil die werden in kürzester Zeit weg. Die Nachfrage ist definitiv da. sieht man auch daran, dass es ihm leid tut oder Kia leid tut, dass sie nicht schneller liefern können wie gedacht oder wie es eigentlich der Plan war. Liegt eben aber auch daran, dass sie die Batterien nicht ranbekommen in der Stückzahl, wie sie sie brauchen. Betrachten wir mal allein Deutschland, hier hat man aktuell mit 1500 eNiro und 1500 eSoul im Jahr 2019 geplant. Aktuell weiß man eben nicht, wann man wie, wie viel liefern kann. Ein exakter Liefertermin ist sehr schwierig vorherzusagen. Momentan steht eben die Aussage im Raum 9 bis 12 Monate. Kommt eben ganz drauf an, wie man es bekommt. Und natürlich kann man jetzt sagen, okay, man ist von der Menge an Bestellungen überrascht, wie kann das denn sein? Es gab Newsletter dazu, wo Interessensbekundungen abgefragt wurden. Es gab Vorverkauf. Wie kann das kommen, dass man da überrascht ist? Ja, jetzt stellt man sich einfach mal vor, dass in den ersten sechs bis acht Wochen nach Verkauf statt des eNiro allein 1.100 Vorbestellungen schon eingegangen sind. Das heißt, in zwei Monaten ist schon mal... mehr als zwei Drittel an Vorbestellungen eingegangen, die man fürs Kanser erwartet hat. Beim eSoul wird es wahrscheinlich nicht anders sein. Das ist dann noch verbunden mit der Tatsache, dass der eSoul und Inero nicht nur in Deutschland auf den Markt kommen, sondern weltweit ausgerollt werden nach und nach. Und dort auch eine starke Nachfrage ist, gerade Norwegen wird er wahrscheinlich wieder ein guter Vorreiter sein. Kann man das dann schon nachvollziehen, dass die Lieferzeiten lange werden? Dem spielt dann eben noch ein, dass es nur einen begrenzten Pool an Fahrzeugen gibt. Mit dem gilt es dann auch auszuhalten und zu entscheiden, wo bringe ich jetzt die Fahrzeuge auf die Straße, welche Käufer stehe ich zufrieden und wie mache ich das. Und da hat dann selbst die deutsche Vertriebsgesellschaft leider auch nur geringen Einfluss drauf, weil das natürlich auf globaler Ebene auch entschieden wird. Und ja, es ist eigentlich eher ein Thema der Batteriekapazität, beziehungsweise der Batteriehersteller da, zeitnah Batterien ranzubringen, damit die Fahrzeuge gefertigt werden können. Weil Herr Kost hat selbst gesagt, wenn wir dann genügend Batteriekapazitäten extern dazubekommen, glaubt er nicht, sondern weiß er, dass man in der Lage ist, Fahrzeuge zu bauen und die fertigzustellen, um eben auch die Lieferzeiten einhalten zu können. Von daher ist es eben eine Problematik, die man da eher weniger selbst im Griff hat. Aber er hat eben nochmal darauf hingewiesen, es ist kein arglist böser Wille oder Täuschung dahinter. Das Einzige, was eben tatsächlich schiefgegangen wäre, dass man nicht so viele Autos bekommt, wie ursprünglich geplant war. Und das weiß man inzwischen, musste man auch schmerzlich erfahren, weil eben natürlich auch Stornierungen für Bestellungen eingegangen sind, Kunden verärgert sind und man da das Ganze erstmal aufarbeiten musste. Aber man kommuniziert das oft, man sagt auch, okay, wir haben die Lieferzeiten, die Händler werden unterrichtet, die als Bindeglied zwischen Kunde und Vertriebsgesellschaft und Kia eben agieren. Und da wird mit offenen Karten gespielt, weil natürlich möchte Kia Fahrzeuge verkaufen, dass denen ihr Umsatz gewinnt, damit bezahlen sie ihre Mitarbeiter. Und warum sollte man das künstlich verknappen? Deswegen können wir da einfach nur hoffen, dass der Kia rechtzeitig an mehr Batteriekapazität kommt. Jetzt sind wir natürlich bei dem Thema, was kann Kia aktiv dazu machen oder dazu beitragen, dass die Fahrzeuge schneller auf den Markt kommen. Jetzt hat man eben noch den einen Faktor, an dem man drehen kann, und das ist die Fahrzeugfertigung. Die findet eben aktuell hier nicht in Europa statt, sondern die Fahrzeuge werden eingeschifft, dauert sechs bis acht Wochen, bis die dann eben über Schiffweg hier bei uns sind. Von daher könnte man sich auch vorstellen, oder kann man zumindest vorstellen, zu dem Thema auf, ob man denn nicht sagt, okay, man bringt oder baut eine Fertigung hier vor Ort in Europa auf. Nicht für Batterieengpässe, aber eben für die Elektroautos an sich, dass die hier zu Ende montiert werden, dass man sich zumindest diese sechs bis acht Wochen Schiffstransport oder Überführung dann eben einspart. Wird natürlich auch ein Thema sein, was nicht von heute auf morgen geht, so eine Elektroautofertigung werden wir nicht gerade innerhalb von einem halben Jahr, Jahr aufbauen, wenn man nicht Tesla heißt und die Gigafactory 3 mit richtig Druck vorantreibt, wofür dann aber auch dementsprechend Kleingeld notwendig ist. Aber zumindest auf lange Sicht und für Folgemodelle könnte es eine Lösung sein, dass man sagt, okay, man stellt eben auch die E-Autos in Europa her, fügt die hier zusammen und profitiert dann eben auch von kleineren Transportwegen innerhalb Europas vom Kunden hin zum Kunden. von der Fertigung bis hin zum Endkunden hat dann eben auch die Möglichkeit gerade mit Batterie zu liefern wie vielleicht LG Chemical und SK Innovation die Batterieproduktion derzeit in Ungarn, Tschechien und der Slowakei prüfen beziehungsweise auch schon aufbauen zusammenzuarbeiten um dann eben sowohl die Batteriebereitstellung zu optimieren als auch eben die Hochzeit von Batterie und Auto oder Fahrzeug um dann eben schnellstmöglich zum Kunden zu liefern. Hört sich nach einem Plan an, wird bestimmt auch weiterverfolgt und wird schlussendlich dann eben ein Rechenbeispiel sein, wo man dann sagen kann, okay, das wird sich rentieren oder nicht. Aber Kia ist meines Eindrucks nach gewillt, was daran zu ändern. Die haben Bock und Interesse daran, ihre Fahrzeuge zu verkaufen, was auch schöne Fahrzeuge sind, so wie ich es bisher kennenlernen durfte. Und da wird es bestimmt auch noch einiges bewegen in nächster Zeit. Also wir gucken auf jeden Fall für euch drauf. Nicht nur auf die Lieferzeit von Kia, auch bei anderen Automobilherstellern ist es eben so, dass sich das Ganze ein bisschen verzögert. Aber wir haben das im Blickbericht in unserem Portal drüber. Und wir würden uns natürlich freuen, wenn die Lieferzeiten deutlich nach unten gehen, die E-Autos schneller auf die Straße kommen und damit E-Mobilität auch noch schneller Fuß fassen kann. Nichts anderes soll das Ziel sein. Und das wird uns bestimmt, oder es wird bestimmt auch gelingen. Ja, das war es ja auch mit der heutigen Folge des elektroautonews.net Podcasts. In einem Rutsch aufgenommen, wie du vielleicht gemerkt hast, deswegen mit ein paar Hassplänen drin und Füllwörtern, wie es so schön heißt. Aber ich denke, das ist auch ganz normal und ich versuche es einfach auch ein bisschen freier zu machen. Das kam ganz gut an beim letzten Podcast über den Renault Zoe, den Testbericht. Und ich bin jetzt einfach gespannt, wie die Folge bei dir ankommt. Wenn du Fragen zu dem Thema hast, schreib mir eine Mail, schreib unter unserem Podcast im Blog, im Portal oder mach dich irgendwie anders bemerkbar, das kriegst du schon hin. Ansonsten würde ich mich natürlich freuen, wenn du noch eine Bewertung bei dem Podcast-Anbieter deiner Wahl hinterlässt, iTunes, Spotify oder wo auch immer du unseren Podcast hörst. und wäre dir sehr dankbar, wenn du somit die E-Mobilität noch ein bisschen in die Welt hinausträgst und deinen Teil dazu beiträgst, uns zu unterstützen. Vielen Dank und bis zur nächsten Woche. Mach's gut. Ciao.