Cars & Bytes: Messe neu gedacht - auch im Umfeld der E-Mobilität

Im Gespräch mit Volker Tolksdorf, Gründer und Inhaber der Peppermint Event GmbH

Volker Tolksdorf, Gründer und Inhaber der Peppermint Event GmbH, gibt in dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast zu verstehen, wie es ihm und seinem Unternehmen gelungen ist das angestaubte Messekonzept aus der Offline- in die Online-Welt zu übertragen. Aufgrund der Covid-19 Pandemie musste sich das Team um Volker mit neuen Aufgaben beschäftigen. Die Nähe zu Kunden aus dem Automobilbereich legte dann die Basis für Cars & Bytes.

Nach der Premiere in 2021 mit 28.000 Live-Zuschauer am Live-Messetag und über 100.000 Besucher innerhalb der Messewoche selbst hat man durchaus vorzeigbares erreicht. Grenzen, welche man 2022 überschreiten möchte. Hierfür setzt die Cars & Bytes, welche am 27.04.2022 beginnt, auf zwei Live-Tage sowie insgesamt 12 Messetage für die Besucher, welche sich auf der digitalen Mobilitätsmesse bewegen.

Im Detail soll aber Volker am besten selbst erläutern, was uns auf der diesjährigen Cars & Bytes erwartet, womit wir rechnen dürfen und was man auf keinen Fall verpassen sollte. Wünsche dir viel Freude mit der aktuellen Folge!

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektro-Hotel-News.net-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema Immobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Volker Tolksdorfs zu Gast, dem es 2020 gelungen ist, gemeinsam mit seinem Team, seinem Unternehmen, das Konzept der Messe aus der Offline- in die Online-Welt rüberzuholen und das Ganze neu zu denken. Im Rahmen der Cars & Bytes digitalen Messe ist es 2021 damit gelungen, ein ganz anderes Messeerlebnis online abzubilden. In 2022, also im aktuellen Jahr, wird man das Ganze auch noch mal ein Stück weiterentwickelt haben, wird da noch weitere Schritte gegangen sein und wird jetzt an mittlerweile zwölf Messetagen die Besucher abholen, um sie in der Welt der Mobilität abzubilden. mit verschiedensten Unternehmen, Automobilherstellern, Zulieferern, Anbietern in Verbindung zu bringen und Informationen auszutauschen. Das geschieht auf eine sehr vielfältige Art und Weise, wie uns Volker im Podcast zu verstehen gibt. Von daher geht es jetzt einfach direkt rein in die Folge. Viel Spaß damit und ich bin mir sicher, nach der Folge wirst du am 27.04. auch bei der Cars & Bytes 2022 vorbeischauen. Servus, Holger. Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über Cars & Bytes unterhalten. Cars & Bytes ist eine Messe, wenn ich das mal so kurz auf den Punkt bringen kann. Wobei du uns jetzt nach deiner Kurzvorstellung, deiner Person, sicherlich noch ein wenig mehr über Cars & Bytes erzählen kannst, was 2021 das erste Mal stattgefunden hat und was 2022 wieder stattfinden wird, worauf wir uns dann auch im Verlauf des Gesprächs ein wenig konzentrieren. Also von daher stell dich gerne kurz selbst vor und vielleicht ein paar Worte zu Cars & Bytes.

  3. Volker Tolksdorf:

    Ja, das mache ich sehr gerne. Vielen Dank, Sebastian, erstmal für die nette Einladung. Genau, mein Name ist Volker Tolksdorf. Ich bin einer der zwei Gründer und Inhaber einer Veranstaltungsagentur mit dem Namen Peppermint Event. Wir haben zwei Büros in Hamburg und Hannover und bestehen insgesamt aus 27 Mitarbeitern. Wir haben in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie umfangreich transformiert und ein Thema dieser Transformation in die digitale Welt ist das Thema Cars and Bikes, ein Digital Mobility Summit, so nennen wir das Ganze, ein neues Format für die Automobilbranche in der digitalen Veranstaltungswelt.

  4. Sebastian:

    Hast du gut aufgebracht, also kurz und knapp, sehr schön. Das heißt, Cars & Bytes, ihr habt euch das dann aufgrund der Corona-Pandemie sozusagen dann überlegt, wo könnt ihr ja potenzielles Neugeschäft sozusagen machen oder was wäre ein interessantes Medium, um dann künftig eben auch Events zu veranstalten und seid dann in diesem Bereich gestartet oder was war so der Anstoß?

  5. Volker Tolksdorf:

    Also der Anstoß war der, dass wir gemerkt haben, durch viele Produktionen seit April 2020, dass die digitale Veranstaltungswelt tatsächlich nicht nur ein fauler Kompromiss ist, weil man in Präsenz nichts machen kann, sondern wirklich tolle Möglichkeiten bietet. Und wir betreuen seit ganz, ganz vielen Jahren schon viele Kunden im Automotive-Bereich. Und wir sind dann motiviert gewesen dadurch, dass natürlich gerade in 2020 alle Messen und damit auch die Automobilmessen und Ausstellungen ausgefallen sind bzw. ausfallen mussten. Und dass natürlich zur Hochzeit des Lockdowns sogar die Autohäuser ja auch geschlossen waren. Und da wir viele Kunden in diesem Bereich haben, und ich sowieso grundsätzlich mich extrem für das Thema Automobil interessiere, habe ich mir dann überlegt, wir drehen den Spieß einfach mal um. Wir entwickeln jetzt mal ein Konzept mit einer Kommunikationsplattform. Und mit diesem Konzept gehen wir dann auf unsere Kunden in der Automobilbranche zu, um denen letztendlich auch während der Pandemie und auch während des Lockdowns und darüber hinaus eine Kommunikationsmöglichkeit zu bieten.

  6. Sebastian:

    Das heißt, ihr habt euch dann quasi im kleinen Stübchen bei euch in einem oder in beiden Büros dann Gedanken darüber gemacht, was ihr denn anbieten könnt euren Kunden sozusagen und was sind da eure Kunden? Du hast jetzt gesagt, die kommen aus dem Automotivbereich, hast jetzt auch schon Autohäuser erwähnt. Sind es aber auch, ich sage mal, die größeren Automarken an sich oder ist es eher Zulieferer dann auch? Wie lässt sich das ein wenig clustern, dass wir einfach ein Verständnis dafür bekommen, wer denn euer Zielkunde in Anführungsstrichen damals war bei der ersten Überlegung?

  7. Volker Tolksdorf:

    Ja, also es ist tatsächlich sehr breit gefächert. Wir haben von Beginn an, wollten wir einen spannenden Mix bieten aus ganz, ganz vielen Themen. Sicherlich die Sachen, die noch aktuell sind oder in den letzten Jahren waren, halt klassischerweise natürlich auch für die die das Automobil auch sehr emotional sehen, die es irgendwie individualisieren wollen und vielleicht auch den einen oder anderen Oldtimer haben. Wir wollen aber gerne sehr umfangreich alle Leute ansprechen, die sich dafür interessieren. Und somit haben wir einen Mix aus diesen alten Themen und natürlich den neuen Themen wie Wasserstoff und ganz besonderen Part hat natürlich auch dann das Thema Elektromobilität mit eingenommen. weil das sind einfach die Themen, die natürlich überall aktuell diskutiert werden. Und wir wollten das auch auf eine sehr hochwertige Art und Weise wirklich Themen mal besprechen, vielleicht auch mit der einen oder anderen Stammtischparole mal aufräumen. Genau, und wir hatten dann entsprechend im Rahmen unserer Partnerakquise sind dann ganz, ganz viele tolle Partner wirklich aus allen Bereichen dazu gekommen. Also es sind Autohäuser bzw. Autohausgruppen, es sind die OEMs selber dazu gekommen, Es sind Zulieferer wie große Firmen wie ZF Aftermarket, das ist mein Hauptpartner. Aber auch jetzt, und das ist jetzt spannend in der Entwicklung zu sehen, für dieses Jahr auch ganz viele ganz aktuelle Themen, also auch Ladeinfrastrukturanbieter und ganz viele Softwareanbieter. Also es gibt so viele neue Themen. Also es ist breit gemischt und ich glaube, es ist für jeden, der mal reinschaut, ist was dabei.

  8. Sebastian:

    Du hast jetzt schon gesagt, ihr seid jetzt schon in der Planung, Umsetzung, konkret tatsächlich für 2022. Also, sage ich mal, die Premiere scheint geglückt letztes Jahr.

  9. Volker Tolksdorf:

    Ja, tatsächlich, glücklicherweise schon. Wir haben uns auch wirklich richtig reingekniet und ich hatte von Anfang an die Vorstellung, das soll nicht, ich sage mal, der Charakter eines One-Hit-Wonders werden, sondern wir wollen das gerne wirklich etablieren. Wir wollen das mit einer großen Ernsthaftigkeit betreiben, weil diese digitale Veranstaltungswelt auch in einer Zeit nach Corona, die wir hoffentlich natürlich bald mal wieder haben werden, trotzdem in vielen Bereichen Bestand hat. Genau. Und es war tatsächlich so, dass wir auch durch, glaube ich, ganz ordentliches Marketing, das ist uns ganz gut geglückt, und durch tolle Partner wir diesen Tag, den Live-Tag und die Messe-Tage, glaube ich, als erfolgreich abbuchen können. Und konkret hatten wir am Live-Tag 28.000 Einzelzuseher und über die Messezeitung haben wir es geschafft, nach zehn Tagen die 100.000 zu knacken. Und das war für uns das erste Mal tatsächlich etwas, wo ich sage, das war erfolgreich, genau.

  10. Sebastian:

    Jetzt hast du schon erzählt, ihr unterscheidet zwischen einem Live-Tag oder hattet das 2021 und Messetagen. Wie ist das jetzt 2022, dass wir mal ins konkrete Jahr jetzt übergehen, wie es denn dieses Jahr sein wird? Habt ihr da auch einen oder mehrere Live-Tage wieder? Was erwartet da sozusagen die Zuschauer, Gäste dann sozusagen bei eurem digitalen Event? Vielleicht, dass du dazu erstmal ein paar Worte verlierst.

  11. Volker Tolksdorf:

    Ja, sehr gerne. Also grundsätzlich unterscheidet oder unterteilt sich die Veranstaltung in drei Bereiche. Wir haben Panel Discussions zu unterschiedlichsten Themen. Wir haben Workshops, die wir live auch ausspielen ins Internet, die natürlich dann on demand verbleiben. Bei diesen Workshops haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich selbst, ihre Dienstleistung und oder Produkte und das Ganze im Interview mit einem Moderator zu präsentieren und wir haben eine Exhibition, also eine Messe. Wir haben zwei Live-Tage, das ist also quasi verdoppelt worden zum letzten Jahr. Das liegt daran, weil wir gemerkt haben und auch auf Wunsch unserer Partner, dass wir an der einen oder anderen Stelle die Zielgruppe dann ein bisschen splitten wollen, thematisch. Das heißt, wir haben einen Tag am 29.04., da sind wir im Fokus sehr auf dem Thema B2B, also all das, was wirklich Business-Kunden relevant ist. Und am 30.04. werden wir diese ganzen Themen, also die Panel-Discussions und die Workshops eher auf den Konsumentenbereich fokussieren, wobei sich das natürlich in der Tat schon oftmals auch vermischt. Das heißt, der Privat- der aus privater Motivation an sowas teilnimmt, ist dann vielleicht doch derjenige, der ganz oft auch bei einem Hersteller arbeitet oder in einem Autohaus oder, oder, oder. Genau, und dann haben wir insgesamt zwölf Messetage. Die gesamte digitale Plattform eröffnen wir schon am 27.04. Dann bekommen die Konsumenten und die User schon die Möglichkeit, auf die Plattform zu gehen, sich schon mal alles anzugucken, sich eine persönliche Agenda zusammenzustellen. Und der komplette Messebereich ist dann über die Live-Tage hinweg bis zum 9. Mai eröffnet. geöffnet.

  12. Sebastian:

    Vielen Dank schon mal für die Fakten. Das heißt eigentlich, ihr seid dann so eine Mischung aus Fachbesuchermesse tatsächlich und dann eben normalen Publikumsverkehr, so wie es die IAA ja auch gehandhabt hat sozusagen, wo man am ersten oder zweiten Tag dann immer eher die Fachbesucher oder die Presse vor Ort hatte und das macht ihr quasi mit eurer Business-to-Business-Discussion, wo ihr da am ersten Live-Tag habt und am zweiten Live-Tag holt ihr dann nochmal ein wenig thematischer

  13. Volker Tolksdorf:

    Genau, richtig. Also das ist tatsächlich so ein bisschen unterteilt, weil ich glaube ja auch, dass Interesse halt auch unterschiedlich ist. Am ersten Tag geht es dann wirklich sehr professionell um diese Themen wie Flottenbetreiber, wir haben große Ladeinfrastrukturentwickler dabei, die natürlich dann irgendwo gucken, wie kann ich Kontakte im Businessbereich knüpfen, wie können Unternehmen zum Beispiel, Mensch, ich möchte gerne in meinem Büro, in meiner Geschäftsimmobilie zum Beispiel eine Ladeinfrastruktur für meine Mitarbeiter schaffen, ich möchte gerne für meine Mitarbeiter vielleicht Ich möchte meine Flotte elektrifizieren und da soll der Austausch stattfinden und am zweiten Tag gehen wir dann tatsächlich eher so ins, ich sage mal, eher kleiner in das Produkt selbst hinein. Da bekommen dann unsere User dann die Möglichkeit, wirklich aktuelle Angebote vielleicht, die vorliegen, sich anzuschauen, das eine oder andere Fahrzeug oder auch in den Austausch zu gehen. Wo bekomme ich denn jetzt eine schöne Wallbox her? Wo unterscheiden sich die Sachen denn? Oder wie ist denn das jetzt aktuell mit Förderung? Wer kann mir wo helfen? Und so weiter. Das heißt, wir haben da schon die Unterscheidung getroffen. Genau.

  14. Sebastian:

    Okay, das macht sehr gut. Da kann man sich ja dementsprechend vorab schon mal informieren. Aber nichtsdestotrotz gibt es ja weiterhin die Möglichkeit, zwölf Tage dann digital über eure Messe zu flanieren, sich da auch immer dementsprechend schlau zu machen. Und wenn ich das dann mache, so als Nutzer dann, ist das für mich statisch? Ist das einfach, dass ich mich da durchklicke und dann kriege ich da ein bisschen Text angezeigt und lese dann vielleicht auf einer anderen Art und Weise von einer gestalteten Webseite? Oder wie kann ich mir das Erlebnis an sich vorstellen? Kannst du das mal versuchen, in Worte zu fassen vielleicht?

  15. Volker Tolksdorf:

    Sehr gerne. Also wir haben ganz, ganz viel Engagement jetzt in das Thema Motion Design und 3D-Erlebnis bei unserer Messe gelegt und das wirklich mit sehr viel Augenmerk. Wir wollten es aber auch nicht übertreiben, was das Thema Gamification angeht. Hintergrund ist, es gibt ja immer ganz viele Personen, die technisch sehr versiert sind und die möchtest du natürlich ein bisschen reizen, dass es für die anspruchsvoll ist. Aber dann gibt es auch diejenigen, für die das Thema eher nicht so spannend ist oder die vielleicht mit der IT nicht so zu Hause sind. Und da müssen wir es trotzdem so haben, dass es intuitiv alles bedienbar ist. Aber wir hatten zwei große Themen, die wir letztendlich behandeln müssen und auch behandeln wollten. Und das ist zum einen natürlich die Interaktion. Grundsätzlich leben ja Messen davon, dass man in den Austausch kommt, dass man auf Messeständen sich über Produkte und Dienstleistungen austauscht. Und das war ganz, ganz wichtig, dass wir das hier auch in der digitalen Welt hinbekommen. Und da hat unser Entwicklerteam ganze Arbeit geleistet. Und da gibt es wirklich die Möglichkeit, nicht nur, dass derjenige, der auf den Messestand kommt und sich dort umsieht, entsprechend Kontakt aufnehmen kann. Nein, wir können das mittlerweile auch genau andersrum machen, dass der Standbetreuer, der im Backend sitzt, dann entsprechend sehen kann, wer ist da, wer ist schon wie lange da, für was interessiert er sich und man kann tatsächlich selber dann seitens des Standbetreibers die Verbindung aufbauen. Das ist jetzt wirklich toll. Das haben so Techniker toll gelöst. Man kann dort auch direkt in einen Video einsteigen, ohne dass beide Parteien irgendwie Teams oder Webex oder Zoom oder Ähnliches haben müssen. Das ist alles im System integriert. Und wir haben dann darüber hinaus, bevor ich gleich vielleicht ein bisschen zu dem komme, was man erleben kann, natürlich das Thema, es soll optisch schon ansprechend sein. Und da sind wir halt tatsächlich auf Auf dem 3D-Thema, das ist wirklich extrem realitätsnah, was man dort erleben kann, damit es auch einfach optisch schon nach einer wirklichen Messe aussieht. Das heißt, man kann sich dort wirklich frei bewegen, immer mit der Maus natürlich, nicht mit den Pfeiltasten, das wäre zu viel Gamification, aber mit der Maustaste kann man in den Messestand springen, man kann von Stand zu Stand springen. Das funktioniert tatsächlich sehr gut. Und um das Erlebnis wirklich maximal hoch zu haben, haben wir sämtliche Medien, die man sich halt in der digitalen Welt vorstellen kann. Wir haben Videos, die dort automatisch ablaufen. Wir haben Präsentationen, wir haben PDFs, wir haben sämtliche Themen. Und das ist alles auf einer und derselben Plattform miteinander verbunden. Und wir haben für einen ganz hohen Erlebnisfaktor auch 3D-Modelle von Fahrzeugen, von Ladesäulen zum Beispiel. die man anklicken kann. Man kann sich zum Beispiel in ein Fahrzeug hineinsetzen, wie sieht das Ganze von innen aus und als neuestes Tool, das finde ich besonders spannend, haben die Mitarbeiter unserer Programmierer eine Konfigurator mit installiert, das heißt, ich habe dort ein Fahrzeug, ich kann mir da andere Felgen drauf machen, ich kann das Fahrzeug tiefer legen, wenn ich das gerne möchte, ich kann die Farben wechseln und ich habe dann die Möglichkeit, dass ich dann zum Beispiel direkt in die Konfiguration des Partners komme, mir das Ganze dann vielleicht sogar ein Angebot auswirft oder ich dann auf die Partnerseite komme und dieses Fahrzeug quasi bestellen könnte. So weit geht das mittlerweile.

  16. Sebastian:

    Das hört sich ja echt sehr spannend an, was für Möglichkeiten es da einfach auch mittlerweile gibt. Vor allem jetzt, so wie du sagst, ich kann mich da hinsetzen oder virtuell reinsetzen in das Fahrzeug, kann mir das zu Recht konfigurieren und bekomme dann im besten Fall ein Angebot für mein Wunschauto in dem Moment, wie ich es mir eben zusammengebaut habe. Also besser geht es ja eigentlich nicht und auch für den Austausch quasi zwischen den Parteien, Unternehmen als auch Besucher vor Ort ist ja eine ziemlich niedrige Hürde für beide Seiten, sozusagen da in Kontakt oder Austausch miteinander zu gehen.

  17. Volker Tolksdorf:

    Genau, das wollen wir halt auch schaffen. Wir wollen das, man nennt das ja glaube ich irgendwie im Fachjargon irgendwie niedrigschwellig, wir wollen das wirklich anbieten. einfach halten, dass man es auch wirklich versteht, dass man auf diese Seite kommt oder auf diesen Messestand sich bewegen kann und das wirklich intuitiv versteht. Aber wir wollen natürlich, und das zeichnet sich aus, wir wollen in die Kommunikation einsteigen. Und hier soll es für beide Seiten halt ganz einfach möglich sein, in den Austausch einzusteigen. Und das ist gerade jetzt so dieses Bidirektionale. Das heißt, dass auch der Messestandbetreiber, quasi der Aussteller einsteigt, proaktiv auf den entsprechenden Besucher zugehen kann, das ist tatsächlich in dieser Form sehr, sehr neu. Wir haben darüber hinaus, das fällt mir gerade noch ein, ein Tool, noch installiert oder gebaut. Das nennt sich bei uns Live Guided Tour. Und hier haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, in diesem von mir angesprochenen Videocall die Steuerung zu übernehmen und den Zuseher dann mit über den Messestand zu nehmen und ihn zu bestimmten Punkten zu leiten. Und das geht mittlerweile so weit, dass wir zum Beispiel einen virtuellen Prospektständer haben. dann drückt der Messestandbetreiber auf Download und lädt sich automatisch auch auf den Rechner oder auf das Tablet des Messestandbesuchers herunter. Andersrum geht es genauso, wenn der Messestandbesucher irgendetwas nicht ganz genau erklären kann und sagt, Mensch, das habe ich da und da gesehen, dann kann er die Steuerung übernehmen und kann dann entsprechend den Aussteller mit an diesen Punkt nehmen und dann kann man direkt das in der Situation besprechen. Also die Möglichkeiten sind da in der digitalen Welt wirklich sehr, sehr umfangreich und das wollen wir natürlich auch ausnutzen.

  18. Sebastian:

    Auf jeden Fall, vor allem wenn ihr die Möglichkeiten habt. Wie muss ich es mir jetzt vorstellen? Bei klassischen Messen gibt es ja dann auch sogenannte Öffnungszeiten, die wird es ja wahrscheinlich bei euch dann aber auch irgendwo geben, weil es wird ja nicht 24 Stunden am Tag der Kundenbetreuung sozusagen vorhanden sein.

  19. Volker Tolksdorf:

    Genau, also was wir tatsächlich machen ist, oder unsere Partner, unsere Aussteller machen, dass sie natürlich während der Live-Tage vor Ort sind. Und das wird so sein, dass der Freitag und der Samstag, wir werden um 11 Uhr starten und dann wird das Ganze bis 18 Uhr geöffnet sein. Darüber hinaus ist es aber so, dass am Ende auch jeder unserer Partner das quasi selber entscheiden kann. Das heißt... Er kann sich auch punktuell online stellen und sieht, dann ist es jemand auf meinem Messestand und er kann direkt auch in den Tagen darauf mit ihm in den Austausch gehen. Macht er das nicht, ist zwar diese Videocall-Möglichkeit logischerweise nicht da, aber er kann trotzdem nichts verlieren, weil natürlich die Kunden jederzeit die Möglichkeit haben, schriftlich entsprechend per Chat oder wie auch immer dann in die Kommunikation einzusteigen. Aber wir überlassen das tatsächlich unseren Kunden selbst und mit welchem personellen Aufwand man das Ganze auch entsprechend bestücken will. Aber da wir natürlich ganz viel Korrespondenz haben zwischen der Live-Veranstaltung, wo wir auch immer wieder auf die Exhibition hinweisen, wird es so sein, dass unsere Partner auf jeden Fall an diesen zwei Tagen tagsüber das Ganze geöffnet haben.

  20. Sebastian:

    Gut, da wird ja wahrscheinlich auch erwartungsgemäß der größte Traffic bei euch wahrscheinlich auf der Seite unterwegs sein. Allein schon von dem Angebot, wo du ja angeschnitten hast, Panel Discussions, Workshops dann sozusagen. Da ist ja der Antrag wahrscheinlich zu erwarten groß.

  21. Volker Tolksdorf:

    Definitiv. Das wird an den Tagen so sein und das werden auch natürlich in der Bewerbung sind. Das ist das natürlich, weil es ein ganz elementarer Baustein sind, diese zwei Live-Tage, die wir natürlich auch in der Bewerbung fokussieren. Und da macht es natürlich tatsächlich auch Sinn, alles besetzt zu haben. Denn wir wollen zum Beispiel bei den Workshops, in denen dann entsprechend auf die Produkte nochmal hingewiesen wird, in einem 30-Minuten-Slot in etwa zusammenarbeiten. dann nochmal auf den Messestand verleitet oder rübergeleitet werden, dass man da nochmal weitere Informationen mit, die wesentlich tiefer gehen. Und deswegen macht das tatsächlich so Sinn. Und es wird dann, und das hat das letzte Jahr schon gezeigt, an diesen zwei Tagen dann sicherlich der meiste Traffic geschehen.

  22. Sebastian:

    Und wenn ich jetzt auf so eine Messe gehe normalerweise, da gibt es ja unterschiedliche Arten davon. Bei manchen zahle ich Eintritt, bei manchen nicht. Wie verhält sich das für mich, wenn ich da als Besucher Interesse hätte, jetzt eben an den Live-Tagen oder auch an den normalen Messetagen vorbeizuschauen? Ist das mit einer Eintrittsgebühr für mich verbunden oder finanziert ihr euch jetzt über die Unternehmen, die dann dort ausstellen sozusagen?

  23. Volker Tolksdorf:

    Genau, letzteres. Also wir finanzieren das Thema über die Aussteller. Für den User selber ist es komplett frei. Das hat verschiedene Gründe. Ich glaube, dass ein Eintrittsticket gerade bei diesen Themen auch für Konsumenten eher problematisch ist, egal wie günstig das auch ist. weil du hast dann natürlich auch ein aufwendiges, irgendwo ein Anmeldungsprozedere, es müssen dann irgendwelche Daten hinterlegt werden, es muss irgendeine Bezahlaktion, muss geschehen und wir haben uns von Anfang an dafür ausgesprochen, dass wir das gratis machen wollen. Und das hat einfach auch den Grund, wir wollen gerade jetzt in der Etablierungsphase natürlich auch möglichst vielen Personen den Zugang zur Veranstaltung überhaupt ermöglichen. Und ich könnte mir halt vorstellen, egal ob es jetzt 4 Euro, 5 Euro, 10 Euro, wie viel auch immer kosten wird, dass man einfach schon dann Leute abschränkt, die gar nicht so richtig wissen, Mensch, was erwartet mich da einfach und ist es mir das jetzt wert, da jetzt Geld für auszugeben? Das ist ja schon eine Gefahr, dass man dann eher sagt, nee, ach, lass mal lieber sein. Und so wollen wir einfach auch ganz viele von unserer Leistung begeistern, indem sie einfach davon gehört haben, ich gucke mir das mal schnell an und das dann hoffentlich gut finden und sagen, Mensch, das finde ich ja richtig, richtig spannend. Und aus dem Grund ist das an der Stelle kostenfrei.

  24. Sebastian:

    Das hört sich vernünftig an. Ich denke, da nehmt ihr eine wichtige Einstiegshürde weg und macht es dann auch einfacher. Und vor allem ist es ja auch für die Unternehmen wahrscheinlich wesentlich interessanter, mehr Besucher dann dort vor Ort zu haben, weil ich sage mal so, da wird die Gleichung ja doch passen. Umso mehr Besucher, umso mehr Möglichkeiten für qualifizierten Austausch dann idealerweise.

  25. Volker Tolksdorf:

    Ja, genau. Das denke ich halt auch. dass umso mehr dort sich bewegen, umso interessanter und umso mehr wird einfach nach der normalen Verteilung ja auch für jeden einzelnen Partner dann am Ende des Tages in Kommunikation ankommen. Und darum wollen wir das so handhaben. Und wir haben ja, und das ist wieder der nächste Vorteil der digitalen Welt, wir können das halt skalieren im Prinzip, wie wir wollen und aus dem Grund aber weitergehen. Und ich finde das schön, dass du das auch so siehst, dass wir da eine richtige Entscheidung getroffen haben. Also ich sehe das auch so.

  26. Sebastian:

    Im Vorgespräch hattest du mir jetzt noch erzählt, Gamification habt ihr mit aufgenommen, macht das ja auch teilweise bewusst. Du hast jetzt vorhin gesagt, man kann es mit der Maus durchsteuern, aber wenn ich mich noch richtig erinnere, besteht ja auch die Möglichkeit, dass ich mit meinem Smartphone unterwegs sein kann.

  27. Volker Tolksdorf:

    Genau richtig. Also das Thema Gamification, das ist so, dass wir das an der Stelle, es soll eher so ein bisschen, und das trifft das Wort, das dann auch richtig so ein bisschen auch im spielerischen Umgang schon sein. Wir wollen es aber nicht übertreiben. Es gibt auch an der einen oder anderen Stelle ja diese Themen, wo man dann mit den Maustasten oder mit WASD zum Beispiel sich durchklicken muss, wo man dann vielleicht auch ein Avatar hat, wo man so einen Fernseher selber auf dem Kopf hat, wo sein Bild drin ist. Das wollen wir alles nicht machen. Das soll halt alles mit sogenannten Sprungmarken sehr, sehr einfach funktionieren. Genau. Und damit wir, und das ist heute natürlich das Thema, damit wir auf Endgeräten funktionieren, plattformübergreifend, muss es halt auch auf einem mobilen Endgerät funktionieren. Und dort wäre es entsprechend dann über die Touch-Funktionen. Dass es halt auch auf einem Tablet oder auf einem Smartphone einwandfrei funktioniert. Deswegen darf man da diese Punkte auch mit den Bewegungen nicht übertreiben, weil das ist dann irgendwann mal sehr schnell schon auch nervig und so hat man einfach nur so Klickpunkte und kann sich darüber dann entsprechend bewegen.

  28. Sebastian:

    Das hört sich gut an. Sollten unsere Hörerinnen jetzt Interesse daran gefunden haben und mal bei der Cars & Bytes 2022 vorbeischauen wollen, wo machen sie sich am besten schlau darüber und wie komme ich dann am 27.04., wo die Messe ja beginnt, idealerweise aufs Messegelände sozusagen?

  29. Volker Tolksdorf:

    Genau, das ist ganz einfach. Wir haben eine entsprechende Homepage, beziehungsweise dann Landingpage, das ist www.castandbytes.de in einem Wort ausgeschrieben. Die wird jetzt in den nächsten Tagen aktualisiert und mit dem weiteren Content versehen. Man hat auch dort die Möglichkeit, sich bereits jetzt für einen Newsletter einzutragen und dann immer up-to-date zu bleiben. Und auf dieser Seite, die wird dann am 27. quasi live geschaltet. Dort haben wir dann die entsprechenden Punkte, die komplette Agenda, die man sich zusammenstellen kann, entsprechende Möglichkeiten in die Panels, dann zwei Tage später einzusteigen, auf die Exhibition zu kommen. Das ist aber alles sehr selbsterklärend und alles über ein und dieselbe Domain und Internetseite abgebildet.

  30. Sebastian:

    Sehr schön, also auch da wieder sehr einfacher Zugang sozusagen.

  31. Volker Tolksdorf:

    Das hoffe ich, ja. So ist zumindest der Plan. Eigentlich sollte es so klappen. Man ist natürlich immer so ein bisschen in der Versuchung, dann auch ganz viele Features und Tools einzubauen, weil es irgendwo natürlich die... digitale Welt da viele Möglichkeiten bietet, aber wir wollen es wirklich so machen, es muss einfach einfach sein und es muss Spaß machen und das kennen wir ja vielleicht ja alle, wenn man manchmal solche Themen im Internet hat, wo es nicht so selbsterklärend ist, dann ist es oftmals schon so, dass man sagt, das ist mir jetzt vielleicht ein bisschen, weiß ich nicht, zu anstrengend sogar vielleicht, deswegen wollen wir es ganz einfach handhaben und ich bin da sehr guter Dinge, dass da meine Jungs und Mädels aus den Programmierteams das so hinbekommen, dass es wirklich für jeden ganz leicht verständlich ist.

  32. Sebastian:

    Hört sich auf jeden Fall danach an. Wir werden ja mehr wissen dann, wenn wir am 27. Live bei euch vorbeischauen und das mal selbst betrachten sozusagen, was ich mir auf jeden Fall nicht nehmen lasse. Und ja, ich bin mal gespannt, wie es dieses Jahr läuft. Vielleicht können wir uns im Nachgang ja nochmal austauschen. Vielen Dank für die Einblicke, Volker, in die digitale Messe und wie man sowas dann doch auch nochmal neu erfinden kann.

  33. Volker Tolksdorf:

    Ja, vielen Dank. Ich hoffe, dass du einen guten Eindruck bekommen hast und bist natürlich herzlich eingeladen. Und dann natürlich alle Zuhörer aus deiner Community. Ich würde mich da freuen. Dann über ganz, ganz viel Teilnahme. Und sehr gerne unterhalten wir uns dann im Nachhinein, wie es denn tatsächlich gelaufen ist.

  34. Sebastian:

    Sehr gerne. Mach's gut. Bis dahin. Tschüss.

  35. Volker Tolksdorf:

    Dankeschön. Ciao.

  36. Sebastian:

    Das war es also auch schon mal wieder mit der aktuellen Folge des elektronischen News.net Podcast. Es freut mich sehr, dass du zugehört hast, wieder hoffentlich einiges gelernt hast aus der Welt der E-Mobilität, auch wenn es da heute nicht so sehr in die Tiefe ging, aber um einfach auch mal aufzuzeigen, wie man messen, neu denken kann und auch damit neue Wege gehen kann. Mach's gut, bis zur nächsten Folge. Ciao.