Im Gespräch mit Marco Kollmeier, Benteler Automotive über Zulieferer im Umbruch

Vice President der Business Unit Electro-Mobility bei Benteler über den Wandel der Mobilität

Nicht nur bei den großen Automobiler muss man sich Gedanken über das Thema E-Mobilität machen. Auch für die Zulieferer der Autoindustrie ist dies ein wichtiges Thema. Denn die ganze Branche befindet sich Umbruch. In alten Mustern zu denken und zu wirken erscheint da nicht mehr als korrekte Lösung. Im Interview mit dem Handelsblatt (Paywall) hat Ralf Göttel, Chef des österreichischen Autozulieferers Benteler, bereits im März 2018, einen Einblick auf die Pläne für die Zukunft und elektrische Autos gegeben.

Schon 2017 sei man hierfür einen wichtigen Schritt gegangen, in dem man die Business Unit Electro-Mobility bei BENTELER Automotive ins Leben gerufen hat. Dort blickt man ganz genau auf die eigenen E-Mobilitätstechnologien, die Transformationen der Branche und wohin sich der Markt für Zulieferer entwickelt. Im Gespräch mit Marco Kollmeier, Vice President der Business Unit Electro-Mobility bei BENTELER Automotive, konnte ich in einem äußerst informativen Gespräch mehr über die aktuellen Entwicklungen bei Benteler erfahren, wie man die Bedeutung der E-Mobilität sieht und welche Lösungen man dem Markt schon heute anbieten kann.

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität in allen Formen und Facetten auseinandersetzen. In der aktuellen Folge werde ich ein Gespräch mit Marco Kollmeier, Vice President der Business Unit Elektro-Mobility bei Benteler Automotiv führen. Benteler ist ein großer bekannter Zulieferer, der eben Anfang 2019 gemeinsam mit Bosch das Rolling Chassis, eine modulare und skalierbare Plattformlösung für E-Fahrzeuge entwickelt und vorgestellt hat. Genauer gesagt war die eben von Ende September bis Anfang Oktober auf der Messe Auto Beijing in China zu sehen im vergangenen Jahr. Und ja, es gibt auch erste Abschlüsse, wo denn diese Plattformlösung zum Einsatz kommen soll oder eingesetzt wird. Und Herr Kollmeier hat mir einfach die Möglichkeit gegeben, ein wenig mehr über den Automobilzulieferer, der sich ja auch in einem Umbruch befindet, quasi in dem Wandel weg vom Verbrenner hin zur E-Mobilität, hin zum batteriebetriebenen E-Auto, hat er uns gegeben und das war doch sehr interessant. Vor allem, weil er nachhaltig aufzuzeigen vermag, dass man eben nicht erst auf Veränderungen im Markt reagieren will und da quasi vor den Kopf gestoßen wird, wenn dann die Kunden kommen, die eigenen und sagen, wir wollen eine Lösung haben. Nee, im Gegenteil, Benteler hat sich so positioniert, hat gesagt, wir nehmen Geld in die Hand, wir investieren da Manpower, wir investieren da Geld. Geld, Zeit, alles rein und stellen unseren Kunden, egal ob es jetzt bekannte Automobilhersteller sind, die schon seit Jahren, Jahrzehnten am Markt sind oder aufkommende Startups, eine Lösung zur Verfügung, mit denen sie ihre eigenen E-Autos auf die Straße bringen können. Die können dann natürlich zum einen die Plattform komplett nutzen, sie können aber auch nur einzelne Module davon nutzen. um eben ihre eigenen Konzepte, Serienfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Und das hat der Vice President eben der Business Unit Elektromobility doch ganz gut zu verstehen gegeben. Ja, mehr Worte muss ich glaube ich dazu nicht verlieren. Freue mich, wenn du zuhörst. Wir gehen direkt ins Interview. Vielen Dank, Herr Kollmeier, dass wir uns ein wenig zum Thema E-Mobilität bei Bendela, insbesondere eurem Rolling Chassis, welches gemeinsam mit Bosch entwickelt wurde, austauschen. Bevor wir jetzt jedoch da in das Thema einsteigen, wäre es nett, wenn Sie sich unseren Zuhörern kurz vorstellen und aufzeigen, welche Funktionen Sie bei Bendela innehalten.

  3. Marco Kollmeier:

    Ja, sehr gerne. Mein Name ist Marco Kollmeier. Ich bin gelernter Wirtschaftsingenieur und hatte seit 15 Jahren dann in verschiedenen Positionen bei unserem Geschäftsbereich Motor- und Abgasentwicklung. Und jetzt seit knapp vier Jahren leite ich als Vizepräsident die Business Unit E-Mobility. Die Business Unit bei uns ist eine global arbeitende Geschäftseinheit, die auch Gewinn- und Verlustverantwortung ist. In der E-Mobility haben wir heute rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir arbeiten aber so, dass wir sehr projektbezogen sind. Das heißt, in Kundenprojekten sammeln wir sehr schnell in einer Form des Projekthauses mal eben noch 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Unternehmen ein, um so dann doch in einer sehr Mann- und Frau-starken Zahl Projekte bedienen zu können. Wendler hat... mit E-Mobility beschäftigt. Das heißt, wir haben schon sehr lange Komponenten für E-Fahrzeuge geliefert. Und seit 2017 haben wir diese neue Business Unit E-Mobility gegründet, mit dem Ziel, das Ganze zu fokussieren und ein Full-System-Supplier zu werden. Also ein Zulieferer, der ganzheitlich große Systeme für E-Mobility anbietet.

  4. Sebastian:

    Okay, das hört sich schon mal sehr interessant an. Das waren auch so die Infos, die ich vorab für mich zusammentragen konnte. Das heißt, ihr fokussiert euch da auch tatsächlich dann seit 2017 verstärkt auf den Bereich E-Mobility und wollt da eben auch wie in anderen Bereichen einen Unterschied machen, quasi durch die Lösung, die ihr entwickelt.

  5. Marco Kollmeier:

    Der E-Mobilität... gibt es sehr viele Spin-offs, sehr viele neue Unternehmen. Auch bei vielen Zulieferern fokussiert man sich auf diesen Bereich, weil das Thema E-Mobilität strukturell schon ein wenig anders ist als das, was wir aus der Automobilbranche kennen. Und um sich diesen neuen Herausforderungen und neuen Kunden zu stellen, ist es wichtig, dass man sich auch organisatorisch stellt in diese Richtung.

  6. Sebastian:

    Und das habt ihr ja eindeutig eben durch diese Sparte gemacht, sage ich mal, durch diese Fokussierung da vor vier Jahren, wo ihr gesagt habt, das stellt ihr eben in den Fokus für euch, für euer Unternehmen. Jetzt ist es so, ich habe gesehen auf der Webseite, dass ihr da auch eure Schwerpunkte eben gerade im Bereich der Plattform setzt sozusagen. Und ihr habt euch ja dann daraufhin oder Bosch hat sich daraufhin mit euch auch in eine Partnerschaft begeben, wo ihr gemeinsam eben an einem Rolling Jazzy arbeitet sozusagen. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen und wo liegt denn da der Fokus für euch, für Bosch und wie geht ihr da weiter vor?

  7. Marco Kollmeier:

    Also wir haben mit dem Start der Business Unit 2017 an Plattformlösungen gearbeitet. Wie ich eben schon sagte, es geht um Systemlösungen. Eine Plattformlösung ist eine sehr komplette Lösung und wir haben auch hier eine ganz klare Partnerstrategie gehabt. Da wir ja nicht alle Produkte selber haben, zum Beispiel hat der Wendler nicht die Batterie und wir machen auch keine Elektromotoren. Wir sind ja seit über 140 Jahren bekannt, dass wir metallverarbeitend sind, dass wir Kompetenzen im Bereich Fahrwerk haben, Crashmanagement, Batterietrain. Und dies haben wir dann zusammengefasst. Also es war immer klar, dass wir die Plattformstrategie so schön, wie man neudeutsch sagt, shared economy-artig umsetzen. Und das heißt, Der Bosch und der Wendler haben sich hier sehr gut vom Portfolio ergänzt. Der Wendler hat eigentlich alle mechanischen Produkte und übernimmt auch die mechanische und die Systemintegration all dieser Systeme, also Fahrwerk, also jedenfalls den Batteriekasten, die Batterie selber. Wir bauen alles ein. Der Bosch hat ein sehr großes Portfolio an allen elektrischen Komponenten, Steuereinheiten und Er ist ein Experte in der sogenannten funktionalen Integration. Das heißt also die Programmierung dieser ganzen Elektronik. Das heißt, der Bosch kann die Plattform fahrend machen. Und in diesem Zusammenhang sind wir auch weiterhin in der Diskussion mit neuen Partnerschaften. Ein weiterer Partner ist ja unser Partner Vibra Acoustics. der sehr hohe Expertise im Bereich Schwingungsdämpfung hat. Das nennt sich im Automotivbereich Noise Vibration Harshness, also NVH. Hier geht es darum, Vibrationen aus dem E-Motor zu reduzieren über die Gummilagerung. Und das ist keine leichte Aufgabe, weil so ein Elektromotor, der dreht sich mit 16.000 bis 20.000 Umdrehungen, Und da können Sie sich vorstellen, dass das am Fahrzeug ziemliche Vibrationen erzeugt. Zum Beispiel diese Herausforderung hat man bei Verbrennern in der Form nicht. Da hat man andere Herausforderungen vom Verbrennungsmotor. Aber hier ist dieses Thema NVH ein ganz elementares. Und dann haben wir auch unseren Partner Pininfarina, mit dem wir in der Lage sind, aus der Plattform eine entsprechende Karosserie zu zu entwickeln, sodass wir die Unterhälfte und die Oberhälfte mehr effizient und schnittstellenoptimiert zusammenbauen.

  8. Sebastian:

    Ja, dann erstmal vielen Dank für den Überblick. Das hört sich sehr interessant an. Also für mich lässt sich zusammenfassen, der Zusammenschluss da von euch und Bosch derzeit und vielleicht auch künftigen Firmen konzentriert sich darauf, dass jedes Unternehmen seine eigenen Stärken mit einbringt. Die Erfahrungen, die man eben in den letzten Jahren, Jahrzehnten gesammelt hat und die dann eben bestmöglich miteinander vereint, um da eine Plattform zu gestalten, anzubieten am Markt, die eben, ich sag mal, bestmöglich alles abdecken kann.

  9. Marco Kollmeier:

    Wir wollen uns ergänzen. Wir suchen Partner, mit denen wir keine Wettbewerbsproblematik haben, also wo wir natürlich geringste bis gar keine Überschneidungen haben. Und bei allen Partnern, mit denen wir heute unterwegs sind, ist es eine hundertprozentig gute Ergänzung. Und somit können wir fast 100 Prozent eines Fahrzeugs entwicklungstechnisch abbilden vom Know-how und auch fertigungstechnisch. Und wenn ein Kunde ein Auto will, dann kann er all diese Partner letztendlich nominieren. Er muss es natürlich nicht, aber er kann und hat dann einen relativ guten Zugang zu einer sehr effizienten Plattform und zu einem sehr effizienten Zulieferermarkt.

  10. Sebastian:

    Ja, das hört sich sehr interessant an. Jetzt wollte ich bloß nochmal die Frage aufgreifen. Diese Plattform, ist denn das, wovon wir sprechen, wenn wir Rolling Chassis hören? Also wenn wir von dieser Entwicklung da hören, die ihr jetzt bekannt gemacht habt in den letzten Wochen sozusagen, verbirgt sich da dann eigentlich diese Plattform aus dem Verbund der Unternehmen dahinter?

  11. Marco Kollmeier:

    Genau, also was momentan ein bisschen in der Presse ist, das ist unser Rolling Chassis. Das ist so die höchste Form der Systemintegration. Vom Prinzip, Sie können dann einen Sitz draufstellen, das haben wir auch gemacht, und dann können Sie damit fahren. Wenn man heute von Plattform spricht, spricht man nicht direkt von Rolling Chassis. Also eine Plattform ist ein Antriebsstrahl, mit einem Fahrwerkstrang, den man in ein Fahrzeug einbauen kann. Das ist also ein Vorderachsmodul, ein Hinterachsmodul mit einem Motor, einer Lenkung und ein sogenanntes Batteriepack, also einen kompletten Batteriekasten, der anschlussfertig ist. Und das kann man integrieren. Diese Plattform integrieren wir zu einem Honigschassi. Und wenn einer kein Rolling Chassis will, weil er zum Beispiel eine selbsttragende Karosserie hat, dann kann er die Module der Plattform natürlich dort auch integrieren.

  12. Sebastian:

    Okay. Ja, ich denke, das hat es ganz gut erläutert und hat das Ganze auch nochmal ein bisschen auseinandergezogen, weil es ja doch immer Hand in Hand irgendwo geht. Oder war zumindest für mich auch so im ersten Augenblick, dass das doch irgendwo deckungsgleich war. Aber man sieht doch ganz gut in Ihrer Erläuterung, dass da ein gewisser Unterschied vorhanden ist. Ich wollte noch darauf hinaus, ihr habt ja gesagt, ihr baut ja auch diese Plattformlösung auf, zusammen mit Bosch, die ja modular und skalierbar sein soll, also nicht nur für ein Typ Fahrzeug, das da hinterher rauskommen kann, sondern für verschiedene in unterschiedlichsten Ausbaustufen sozusagen. wo man verschiedenen Hersteller den Einstieg in die E-Mobilität ermöglichen, erleichtern will sozusagen, weil sie halt nicht eine eigene Plattform aufbauen müssen, sondern so nach dem VW-MEB-Plattform-Prinzip, die das ja auch, ich sag mal, Konkurrenz oder Mitherstellern zur Verfügung stellen gegen eine gewisse Lizenzgebühr, wollt ihr da den Einstieg erleichtern. Jetzt, wenn ich das richtig mitbekommen habe, legt ihr da aktuell zunächst den Fokus auf den chinesischen Markt. Ist das so und wenn ja, warum?

  13. Marco Kollmeier:

    Ja, der chinesische Markt ist natürlich ein großer Markt. Zurzeit ist das mehr als die Hälfte des Weltmarktes, der in China oder ich sage auch ganz gerne in Asien stattfindet. Das liegt natürlich daran, dass gerade in China dieses starke gesellschaftspolitische Momentum da ist und auch die staatliche Unterstützung, die ich glaube, ich will nicht sagen beispielhaft ist, aber doch sehr herausragend ist. Und China hat aufgrund seiner großen Metropolisierung natürlich auch einige Herausforderungen zu meistern. Große Umweltverschmutzung in den Städten. Und in China reden wir ja von Städten von 20 bis 30 Millionen Einwohnern. Ist ja keine Seltenheit. Und entsprechend kämpfen diese Metropolen auch mit regionaler Verschmutzung. Das zweite ist die gute Verfügbarkeit der Batterien in China. Und all dies fördert natürlich diesen Markt dort. würde ich sagen, holen wir sehr stark auf zur Zeit, weil wir auch hier dieses Momentum beginnt, nicht nur durch die gesellschaftspolitische Förderung, die wir jetzt ja seit einem Jahr sehr stark haben. Wir sehen das ja, seitdem die Immobilitätsförderquote nochmal angehoben wurde, kommen eigentlich die deutschen Hersteller mit der Produktion kaum hinterher. Man hat halt hohe Wartezeiten, bis zu zwölf Monaten wartet man auf sein E-Auto. Was ja im Prinzip erstmal eine gute Sache ist für die E-Mobilität. Und wir haben aber auch ein großes Momentum in Amerika, vorwiegend natürlich an der Westküste getrieben durch die kalifornischen Emissionsgesetze, die auch immer sehr vorreiterisch waren. Sodass man sagen kann, obwohl China oder Asien gerade über 50% des Marktes aufmachen, ist das Thema E-Mobilität in den letzten 2-3 Jahren definitiv ein globales Thema geworden. Auf verschiedenen Levels. Aber wir werden sehr schnell dort einen globalen Ansatz haben. Bzw. wir haben einen globalen Ansatz. Es wird aber noch stärker werden.

  14. Sebastian:

    Das heißt, es lässt sich festhalten, dass im Moment der erste Fokus sozusagen weiterhin auf Asien bleibt, aber man blickt eben auch schon offen nach Europa, Deutschland und eben auch Amerika, wenn ich das richtig einzuordnen vermag.

  15. Marco Kollmeier:

    Ja, wir sehen das praktisch daran, dass wir unsere Plattform in Shanghai präsentiert haben und jetzt auch in Beijing dieses Jahr. Wir haben die Plattform auch auf der IAA letztes Jahr in Frankfurt präsentiert. Und wir waren auch im Januar diesen Jahres auf der CES in Las Vegas, eigentlich die Leitmesse für neue Mobilitäten mittlerweile, und bekommen aus allen Kontinenten Kundenanfragen und Kundeninteresse, sodass wir nicht nur von China reden, aber natürlich die Nachfrage und der Bedarf ist in China noch größer.

  16. Sebastian:

    Okay, danke. Das hilft ja schon mal einzuordnen. Jetzt haben Sie gesagt, Sie kriegen auch tatsächlich aktiv viel Nachfrage danach. Das ist eigentlich eine ganz gute Überleitung zur nächsten Frage, weil ich wollte gerne wissen, wo sitzt der Fokus von euch, also von Benteler, von Bosch? Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die man sich am Markt auserkoren hat? Will man etablierte Hersteller angehen? Möchte man sich für Startups öffnen? Oder wie positioniert man sich mit der eigenen Plattformlösung?

  17. Marco Kollmeier:

    Also grundsätzlich bedienen wir natürlich beide Zielgruppen mit unserem Portfolio. Deshalb haben wir nicht nur die Plattform und das Rolling Chassis, sondern wir haben auch die Module bzw. wir haben sogar einzelne Komponenten. Wir sehen natürlich im Bereich der Plattform großes Potenzial im Bereich der Startups oder New OEMs, wie sie genannt werden. weil diese Kunden einfach nicht das Rad neu erfinden wollen. Gerade wenn sie, ich sage mal ein Beispiel, die neue Mobilität Silicon Valley, da geht es weniger um den Bau des Autos als um das autonome Fahren, um Connectivity. Es gibt mal den Begriff des Driving Designs. Das Auto wird zur Nebensache und es geht einfach um die elektronischen Features. Sodass speziell diese neuen Kunden natürlich sehr daran interessiert sind, einen Full-Service-Supplier zu haben, der ihnen die Komplexität eines Fahrzeugs optimieren kann. Und daher sind solche Plattformlösungen sehr, sehr interessant. Aber auch kleinere OEMs sind sehr interessiert an Plattformen. Und man sieht das auch gerade an einem verstärkten Kooperationsansatz. der gerade passiert. Man sieht das jetzt, dass FCA und Foxconn gerade eine Pressemeldung rausgegeben haben, dass Hyundai mit dem Plattformhersteller Canoo zusammenarbeitet und Ford zum Beispiel mit Rivian. Alles öffentliche Kooperationen. Das heißt, auch hier sieht man, dass auch traditionelle OEMs sehr hohes Interesse an Plattformen haben. sie entweder selber entwickeln oder aber auch hier über Kooperationen sich einfach beschleunigen. Und das bieten wir natürlich auch unseren Kunden an und wir haben hier auch schon gutes Feedback bekommen. Ansonsten haben unsere modularen Systemlösungen natürlich Treffen und unsere traditionellen Kunden natürlich genau da, wo wir sie immer erfolgreich unterstützt haben, Und das bleibt natürlich auch das Geschäft, sodass wir sehr, sehr flexibel sind und sehr breit aufgestellt.

  18. Sebastian:

    Ja, hört sich doch sehr interessant an. Jetzt habe ich zwei Folgefragen dazu, die ganz gut passen, denke ich. Ich würde mal anfangen mit dem Electric Device, das ihr ja genannt habt, wo eben aus dem Silicon Valley auch getrieben ist oder wo dann ja eher Bedarf an der Plattform besteht als ein Teil dieser digitalen Lösung sozusagen, wo die Plattform ja eher Mittel zum Zweck dann ist, um die Technik unterzubringen. Ich denke, da könnte man auch ganz gut den Sony Vision S einordnen. Das war ja auch ein Concept Car, was man im vergangenen Jahr gesehen hat. Da wurde dann auch im Nachhinein bekannt oder zumindest unserst im Nachgang bekannt, damit es ja auch auf eurer Plattform aufbaut. Ist das so? Und wenn ja, können Sie dazu ein paar Einblicke geben, wie das denn zustande gekommen ist, dass da Sony, die ja doch eigentlich in einer ganz anderen Sparte unterwegs sind, dann gesagt haben, wir nutzen jetzt eure Plattform von Bosch-Bendler, um da eben auch mal ein Fahrzeug vorzustellen.

  19. Marco Kollmeier:

    Also der Sony ist natürlich ein sehr gutes Beispiel für genau das, was ich eben sagte, diese neuen Kunden, die das Thema Mobilität ganz anders angehen und auch sehr interessant angehen, denke ich. Alle haben das Auto gesehen und das ist toll geworden. Ich hatte sogar die Gelegenheit, mich reinzusetzen und ein paar Meter damit zu drehen. Ein ganz toller Wurf vom Sony. Wir haben Sony dort unterstützt mit unserer Expertise. Der Sony Vision S ist aber nicht auf unserer Plattform aufgebaut worden. Das wird immer so ein bisschen suggeriert oder das wird interpretiert dort, der ist nicht ganz. Aber wir haben Sony als einer der elf Partner unterstützt und haben im Bereich unserer Module hier unseren Beitrag geleistet und haben zusammen mit den anderen Partnern dieses Auto aufgebaut.

  20. Sebastian:

    Ja, das hört sich gut an und auch vielen Dank für die Einordnung, dass Sie das jetzt klargestellt haben, in Anführungsstrichen, dass die Plattform eben nicht von euch kommt, aber dass ihr dann ja auch damit gezeigt habt, was Sie auch vorhin angesprochen haben, dass ihr auch als Modulkomponent einen wichtigen Einfluss dann trotzdem auf so ein fertiges Concept Car, fertiges Serienfahrzeug dann haben könntet. Jetzt würde ich auch gerne nochmal auf die Plattform an sich eingehen und zwar geht es ja darum, Sie haben jetzt auch gute Beispiele genannt, beispielsweise mit FCA und Foxconn, die sich zusammentun, Hyundai und Canoo. Das machen die Automobilhersteller natürlich auch aus dem Grund, weil sie ja Kosten sparen wollen, weil sie Zeit sparen wollen bei der Entwicklung. Und das ist ja auch ein Vorteil, den ihr mit euren Kunden mit auf den Weg geben könnt sozusagen. Ist denn das so und kann man das irgendwo quantifizieren, welche Einsparungen OEM da zeitlich als auch kostenmäßig erreichen kann? Weil für den muss es ja auch von der Seite her interessant sein, dass er da auch irgendwo so einen Benefit quasi davon hat, dass er eure Plattform einsetzt.

  21. Marco Kollmeier:

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt und das ist auch einer der wesentlichen Vorteile einer Plattform. Also unsere Plattform ist modular aufgebaut und skalierbar. Was heißt das? Skalierbar heißt, dass ich ohne große Änderungen verschiedene Fahrzeugsegmente habe, ein Sedan, ein Coupé entsprechend der Größe. Dies können wir heute tun, indem wir mit unserem Unterbodenansatz relativ einfach hier diese Fahrzeuggrößen abbilden können. Das ist auch gerade beim Elektroauto sehr relevant, weil der Radstand wird heute dominiert durch die Batteriegröße. Das heißt, ich muss eigentlich sehr flexibel sein, weil jeder Hersteller auch seine Strategie hat, wie viel Reichweite er haben möchte, sprich wie viel Batteriekapazität er ins Auto möchte und dadurch ist eine Flexibilität im Radstand, weil da ja nun mal die Batterie sitzt zwischen den Rädern, ist sehr wichtig. Und selbst bei verschiedenen Modellen kann das der, bei einer gleichen Modellsparte kann das der der Zweck sein. Wir können mit unserer Plattform damit Größen abbilden von der Kompaktklasse bis in die Oberklasse, also von dem sogenannten B- bis F-Segment, also von der Golfklasse bis hin zur S-Klasse, um mal so ganz populäre Fahrzeuge zu nennen. Das andere ist die Modularität. Modularität muss man sich vorstellen wie ein Baukasten. dass man verschiedene Komponenten relativ schnell adaptieren kann, ohne jedes Mal eine komplette Neuentwicklung jeder einzelnen Komponente umzusetzen. Und damit können wir, mal als Beispiel, unser modulares Elektro-Chassis-Modul, können wir dieses Modul in unterschiedlichen Fahrzeugen einsetzen. Mit dieser Modularität und Eskalierbarkeit spare ich erstmal ganz viel Entwicklungszeit und damit auch Kosten. Also Engineering-Kosten. Wir sind heute in der Lage, mit unserer Plattform die Entwicklungszeit um bis zu einem Jahr zu verkürzen. Und dann respektive auch die Entwicklungskosten von einem Jahr entwickelt zu sein. Und das sind enorme Einspareffekte bezüglich der Skalierung von der späteren Produktion her. haben wir natürlich auch große Vorteile, weil mit der Modularität und einer Art Gleichteileverwendung schaffen wir es sogar, nicht nur bei einem Kunden, sondern auch kundenübergreifende Skalierungseffekte abzubilden, weil wir gewisse Bauteile auch für mehrere Kunden produzieren können. Das heißt, ich komme auf größere Stückzahlen und größere Stückzahlen umlegen kann. Und das sind die Skalierungseffekte, die dann Bauteile günstiger machen. Das ist ganz besonders wichtig in der E-Mobilität, weil wir hier ja immer diesen Wettbewerb haben, ein E-Auto muss genauso viel kosten wie ein Verbrennungsfahrzeug heute. Dieser Vergleich wird immer angetreten. Das ist natürlich sehr schwer, weil wir alle wissen, dass die Batterie noch unheimlich teuer ist. Und der Batteriepreis ist ja gemacht. Zum einen. Und zum anderen haben wir heute noch Stückzahlen im E-Auto-Bereich, die natürlich noch nicht da sind, wo die bekannten Verbrennerfahrzeuge sind. Heute die besten oder meistverkauften E-Autos, die sind mittlerweile über 100.000 Fahrzeuge pro Jahr gequetscht. Das ist noch weit entfernt von anderen Volumina. Und ganz viele Fahrzeuge erreichen nicht mal das Produktionsvolumen von 50.000 Stück pro Jahr. Und wenn sie nur 50.000 Stück pro Jahr produzieren, dann können sie Skalierungseffekte selber gar nicht erzeugen, weil das einfach zu wenig ist. Und dann ist es ganz wichtig, dass Sie von vornherein hier modular gearbeitet haben und nicht komplett customised, wie wir sagen. Also eine 100% eigene Lösung mit 100% eigener Entwicklung und 100% eigenen Bauteilen. Das ist kommerziell sehr schwer umzusetzen und in der Regel hat man dann einen sehr hohen Verkauf.

  22. Sebastian:

    Klar, leuchtet von der Logik schon mal ganz klar ein. Jetzt ist ja die Frage die, ihr bietet jetzt eurem Kunden quasi den Vorteil, ersparten ja Entwicklungszeiten, ja entsprechende Entwicklungskosten dann auch. Wie verdient ihr euer Geld damit mit der Plattform? Wird es quasi lizenziert für den jeweiligen Kunden oder verdient ihr durch Folgeaufträge, beispielsweise durch die Module, die ja dann notwendig sind, die ihr verkauft? die ihr dann eben für diese Fahrzeuge zur Verfügung stellt? Oder ist es ein Mix aus den beiden?

  23. Marco Kollmeier:

    Unsere Plattform ist natürlich erstmal ein Ermöglicher, weil ich starte nicht vom weißen Blatt Papier als Kunde, sondern ich kann direkt auf einer vorentwickelten, vorintegrierten und auch teilweise vorvalidierten, also getesteten Lösung aufbauen. Und weil wir dieses haben, sprechen wir natürlich auch eine neue Kundengruppe an, beziehungsweise lösen auch Herausforderungen beim Kunden. Und wenn Sie ein Lösungsmacher sind und ein Ermöglicher, dann haben Sie auch gute Möglichkeiten, den Markt zu entwickeln. Und auf dieser Basis sehen wir natürlich hohes Potenzial in dem Verkauf und in der Entwicklung dieser Plattform. Und das Vorgehen Also wir sind eigentlich in eine sogenannte Market-Push-Rolle gestiegen und haben gesagt, jetzt ist es da. Wir haben nicht gewartet, bis jemand nach der Plattform fragt, sondern wir haben sie entwickelt und bieten sie jetzt im Markt an.

  24. Sebastian:

    Okay, aber es ist dann schon so, ihr bietet die an, ihr verdient dann quasi in Form von Lizenz oder ist ja auch egal, wie das dann abgerechnet wird, erstmal an der Plattform und habt dann aber auch die Möglichkeit, als Unternehmen durch einzelne Module auch nochmal euch zusätzliche Aufträge für die Zukunft zu sichern.

  25. Marco Kollmeier:

    Ja, also es ist so, dass wir die Plattform in verschiedenen Schritten anbieten. Der Kunde kann bei uns heute das Engineering seines Fahrzeugs auf der Plattform mit uns umsetzen. Er kann bei uns die Prototypen bestellen. Er kann uns auch beauftragen für die Serienentwicklung, muss dies nicht zwangsläufig tun. Oder, Sie haben es eben angesprochen, er kann auch eine Lizenz erwerben an der Plattform, wo er dann diese Plattform selber produziert. Und das alles ist ein sehr flexibles Geschäftsmodell.

  26. Sebastian:

    Okay, das leuchtet ein. Jetzt ist es ja so, ihr habt eine Plattform jetzt entwickelt, die hat einen Stand X heute. Wenn ich jetzt als Kunde zu euch komme und sage, ich interessiere mich für die Plattform, ich lizenziere die, profitiert der Kunde dann auch von zukünftigen Entwicklungen? Also ist er dann trotzdem da bei euch mit an Bord oder ist er immer auf diesem Stand X zum Tag des Abschlusses dann festgenagelt?

  27. Marco Kollmeier:

    Er profitiert in der Form, als dass er natürlich, wenn er sein Folgefahrzeug aufbaut, auch von unseren Weiterentwicklungen profitiert. Das kann er sehr gerne tun. Jetzt sind wir natürlich nach dreieinhalb Jahren Plattformentwicklung noch nicht in einer Generation XXX. Wir haben jetzt unsere Plattform 2.0 in den Markt gebracht. Das ist die Plattform, die ready for serious application ist, wie wir so sagen, also fertig für die Fahrzeugentwicklung. Wie wir zukünftig mit neuen Entwicklungsstätten umgehen, das wollen wir mal sehen. Es ist nicht so wie in der Software, dass wir so alle sechs bis zwölf Monate dann eine Plattform 3.0, 4.0, so schnell lebe ich oder so schnell sind die Entdeckungsstände dann auch in der Automobilindustrie.

  28. Sebastian:

    Klar. Ich meine, Modellpflegen kommen ja auch alle sechs bis sieben Jahre erst. Da wird es ja überhaupt keinen Sinn ergeben, dann zu sagen, okay, wir bringen da jetzt jedes halbe Jahr oder alle anderthalb Jahre eine neue Plattform raus. Vor allem, weil da ja auch ein wesentlich höherer Invest als jetzt beispielsweise bei der Softwarethematik eben auch von Seiten Bosch Spendler zu tätigen wäre dann, um diese Plattform auch auf das neue Level sozusagen zu heben.

  29. Marco Kollmeier:

    worauf wir aber zum Beispiel sehr achten, wenn man das ganze Thema Upgrade zum Beispiel sieht. Wo wir darauf achten ist, und das ist speziell der Batterietechnologie gezollt, dass wir relativ schnell einen neuen Stand der Batterietechnik integrieren können. Das heißt, durch die Modularität kann ich heute als Kunde meinen 2019er Batteriepack in drei, vier Jahren durch einen 2023er Batteriepack ersetzen. Indem wir dann diese neuen Batterien, und es geht ja darum, dass die Batterietechnologie sich auch sehr gut und sehr schnell entwickelt, kann er dann sein Auto upgraden, beziehungsweise in einer Modellpflege dies tun. Es gibt schon solche Beispiele, wo ein Hersteller das Auto gleich gelassen hat und immer eine neue Batterie anbietet. Und das haben wir schon berücksichtigt, dass der Kunde nicht sieben Jahre lang jetzt mit einer Batterietechnik 2.19 arbeiten muss, sondern ohne viel Aufwand hier das wichtige Upgrade fahren kann.

  30. Sebastian:

    Das leuchtet auch vollkommen ein. Sie haben es ja vorhin selbst gut eingeordnet, dass die Batterie ja tatsächlich der Kostentreiber Nummer 1 beim E-Auto ist und dementsprechend ja auch für den Hersteller die wichtigste Stellschraube, um da künftig eben agieren zu können, sowohl leistungsreichweitenmäßig als auch preisbereit. kostenmäßig dann und dann ist es ja nur nachvollziehbar, dass ihr mit eurer Plattform da eben euch auch dementsprechend breit aufstellt und die Möglichkeit bietet, das eben einfließen zu lassen. Das wird ja auch der Hintergedanke gewesen sein.

  31. Marco Kollmeier:

    Genau, der Kunde soll ja nicht nach drei Jahren eine komplett neue Batteriesystementwicklung losziehen. Das ist zum einen zeittechnisch vom Engineering gar nicht umsetzbar und macht auch er auf einem modularen Batteriebaukasten aufsetzt und gemeinsam mit uns dann eine neue Batterie integriert, die State-of-the-Art ist, dann geht das relativ schnell und er kann diese Modellpflege mit uns umsetzen. Weil die Schnittstellen des Batteriekastens die gleichen bleiben, also definiert sind. Er kann praktisch diesen Batteriekasten dann swappen, nennt man das. Also alter Batteriekasten raus, neuer Batteriekasten rein.

  32. Sebastian:

    Ja, hört sich interessant an. Von meiner Seite aus waren das mal so alle Fragen, die ich jetzt zu Benteler, Bosch, der Plattform, dem Rolling Chassis hatte. Mich würde jetzt natürlich interessieren, was ist jetzt so im nächsten Jahr, anderthalb, zwei Jahren geplant von eurer Seite aus mit der Plattform? Seid ihr jetzt eher auf der Vermarktungsebene unterwegs? Forscht ihr parallel? Arbeitet ihr parallel weiter dran? Oder wie geht es denn da vonstatten bei euch, bei Benteler?

  33. Marco Kollmeier:

    Ja, natürlich entwickeln wir immer weiter. Das heißt, neben der Vermarktung natürlich der Plattform jetzt, die wir auch stark vorantreiben, entwickeln wir natürlich auch weiter. Das heißt, wir werden die Plattform auch immer weiter optimieren, was ein ganz normaler Prozess ist in der Automobilwirtschaft. Und wir werden unser Portfolio auch erweitern, um weitere Plattformen Wenn man nur mal an den sogenannten Last Mile oder Cargo-Bereich denkt, also kleine Zuliefererfahrzeuge zum Beispiel, die sehr wichtig sind, gerade in Großstädten, wenn man bedenkt, dass vielleicht in gar nicht so weiter Ferne Verbrennungsfahrzeuge gar nicht mehr in die Innenstädte dürfen. Und wenn dann alle Paketlieferungen, alle Nahrungslieferungen Und auch hier denken wir an eine Plattformlösung zum Beispiel. Was wir auch haben, und da arbeiten wir auch schon mit Kunden zusammen, sind Plattformen für einen Peoplemover. Also für Peoplemover, die Fahrzeuge, die teilautonom oder vollautonom fahren können. Ein Markt, der sich stark entwickeln wird. Also auch hier sind wir unterwegs, da sind wir am Entwickeln. Es ist aber so, dass wir diese Produkte noch nicht...

  34. Sebastian:

    Das hört sich auch interessant an, vor allem die Tatsache, dass ihr euch ja breiter aufstellt, dass ihr eben nicht nur in diesem B- bis F-Klassensegment unterwegs bleiben wollt, sondern eben auch jetzt diesen Nutzfahrzeugbereich, Last Mile, als auch People Mover, als zukünftigen Wachstumsbereich in den Städten dann. Da sieht man ja schon, dass ihr auch wieder dem Ruf eures Unternehmens gerecht werdet, dann einen Unterschied zu machen mit euren Lösungen und eben nicht nur das aktuelle Problem oder Herausforderung zu sehen, sondern auch schon auf künftige Herausforderungen im Markt zu blicken und zu reagieren.

  35. Marco Kollmeier:

    In der E-Mobilität redet man immer weniger von Fahrzeugen, sondern wir reden wirklich von Mobilität. Also wie komme ich von A nach B? Wie kommt eine Ware von A nach B? Und auch mit den neuen Kunden, wie wir es eben gesagt haben, rückt bei einigen Kunden das Auto in den Hintergrund. Und hierfür müssen wir auch Lösungen für die Zukunft haben. Also nicht das Auto, das ich besitze, ist noch der Motivationsbruch, sondern wirklich die Mobilität. Und das ist ein ganz anderer Denkansatz auch in der Entwicklung. Und auch das... zollen wir Rechnungen in unseren Ansätzen und in unserer Lösung.

  36. Sebastian:

    Ja, also ich glaube, das kam auch ganz gut rüber. Von daher nochmal vielen Dank für das informative Gespräch, Herr Kollmeier. Den Einblick hinter die Kulissen und vor allem den Blick auf eure Plattform und die aktuelle Entwicklung. Dir erstmal vielen Dank fürs Zuhören bei dieser doch sehr interessanten Folge mit Marco Kollmeier, der ja doch äußerst eindrucksvolle Einblicke gegeben hat in die Entwicklung, was denn bei Benteler da aktuell passiert, wie man sich aufstellt, was man mit der Plattform vorhat, welche Plattformen denn noch kommen sollen. Und ich denke, bis in der letzten halben Stunde hat man doch einiges gelernt, was denn da so passieren kann in der Welt der E-Mobilität, auch bei Zulieferern. Nicht immer nur auf Herstellerebene, sondern eben auch der Ebene darunter, sage ich mal, die mindestens genauso wichtig ist, dass die Fahrzeuge auch tatsächlich auf die Straße kommen. Für die Audioqualität muss ich natürlich nochmal den Verweis bringen auf Covid-19 und die Tatsache, dass man im Moment nicht so gut reisen kann, von daher übers Telefon aufgenommen. Wir haben das Beste draus gemacht, auch wenn die Qualität ab und an wenig hakt, muss ich sagen, die Inhalte sind das, was zählt, was ja auch bei euch immer wieder ankommt. Als Zuhörer, die da Wert eher drauf legen, was ja auch richtig ist. Und die haben definitiv gepasst, denke ich. Wir konnten viel lernen in den vergangenen 30 Minuten. Und ja, auch in der nächsten Woche wirst du wieder einiges lernen können über die E-Mobilität, E-Autos und Entwicklung der Technologien in diesem Bereich. Vielen Dank fürs Zuhören in der heutigen Folge. Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder einschaltest. Ja, mach's gut. Bis dahin. Ciao.