Mobileeee oder Elektro-Carsharing weiter gedacht

Im Gespräch mit Ilker Yilmaz, Chief Operating Officer bei Mobileeee

In der aktuellen Folge des Elektroauto-News.net Podcast haben wir Ilker Yilmaz zu Gast, der für Mobileeee als Chief Operating Officer tätig ist. Mobileeee ist ein Carsharing-Unternehmen, das Carsharing ein Stück weit anders denkt und E-Autos in die Flotte, in die Kommunen, in die Städten reinbringt. Dort aber nicht nur den Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellt, sondern auch der Öffentlichkeit Ferner trägt das Unternehmen auch seinen Teil zum Ausbau der Ladeinfrastruktur bei.

In zwei unterschiedlichen Konzepten - Ankermiete und Kernnutzung - bietet das Unternehmen für unterschiedliche Ansprüche individuelle Lösungen an. Dabei gilt es im Detail darauf zu blicken, welche für den eigenen Einsatzzweck die richtige ist. Um darüber mehr zu erfahren sowie generell über Mobileeee, haben wir Ilker darum gebeten, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Gesagt, getan. Wir gehen direkt rein in's Gespräch. Viel Freude damit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Hey du, herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Ilker Yilmaz zu Gast, der für Mobileeee tätig ist. Mobileeee ist ein Carsharing-Unternehmen, das Carsharing ein Stück weit anders denkt und E-Autos in die Flotte, in die Kommunen, in Städten reinbringt. dort nicht nur den Mitarbeitern zur Verfügung stellt, sondern auch der Öffentlichkeit und auch seinen Teil zum Ausbau der Ladeinfrastruktur beiträgt. Wie das Ganze vonstatten geht, was uns dort erwartet, wenn man den Service von Mobile nutzt, das erfährst du im Gespräch mit Ilka. Wir gehen direkt rein. Viel Freude damit. Hallo Ilka, vielen Dank, dass wir uns heute die Zeit nehmen können, um uns ein wenig über Mobile zu unterhalten. Das Carsharing der anderen Art würde ich jetzt mal bezeichnen. Wir werden gleich erfahren, warum das der Fall ist. Bevor wir da allerdings eintauchen, stell dich doch gerne selbst mal unseren Hörer, Hörerinnen vor und erzähl uns doch mal, wie du zur E-Mobilität gekommen bist.

  3. Ilker Yilmaz:

    Hallo Sebastian, ja, Ilka, Ilka Yilmaz, bin 41 Jahre alt und verantworte den Betrieb bei Mobile. Wie bin ich zur Elektromobilität gekommen? Das war Ende 2014, Anfang 2015. Damals war ich in der nicht so nachhaltigen Welt der Luftfahrt unterwegs und beziehungsweise beruflich tätig. Und dort hatten wir jeden Tag die Herausforderung, mit einigen Fahrzeugen, mit einer Gesamtflotte von knapp 60 Fahrzeugen, diese gut auszulasten. Das war damals nicht so einfach. weil wir viele Fahrzeuge mit anderen Dienstleistern nicht teilen konnten aufgrund versicherungstechnischer Hintergründe. Das hat uns dann dazu bewegt, ein Konzept zu entwickeln. Dieses haben wir dem Flughafenvorstand vorgestellt. Und ja, das Konzept wurde dann genehmigt unter der Voraussetzung, dass wir es rein batterieelektrisch machen mit batterieelektrischen Fahrzeugen. Das war zu dem Zeitpunkt natürlich alles noch sehr früh. Es gab noch nicht so viele Fahrzeugmodelle auf dem Markt. Und ja, so sind wir dann Ende 2015 mit Mobile gestartet, hatten die ersten 15 Fahrzeuge. batterieelektrischen Renault so ist. Und ja, so bin ich letzten Endes in das Thema, in die Themenwelt Elektromobilität eingestiegen.

  4. Sebastian:

    Sehr schön und auch interessant vor allem, dass dann, ich sag mal, der Vorstand oder derjenige, der die Entscheidung trifft, sagt dann, okay, ihr müsst dann rein elektrisch, batterieelektrisch unterwegs sein, damit wir das umsetzen können. Auch konsequent in die Zukunft gedacht. Vielleicht magst du uns mal ein Stück weit abholen, was Mobile überhaupt ist, was ihr anbietet, dass wir da ein Gefühl dafür bekommen.

  5. Ilker Yilmaz:

    Wir sind... Man sagt uns ja immer, das ist Carsharing nach. Eigentlich ist der Begriff Carsharing für mich persönlich schon ein bisschen ausgelutscht über die letzten Jahre. Wir verstehen uns als Full-Service-Mobilitätsdienstleister. Das heißt, wir machen zwar auch Carsharing, aber wir machen auch weitaus mehr als nur Carsharing. Wir bieten jetzt auch seit einiger Zeit Langzeitmieten mit Elektrofahrzeugen an, aber Businesskunden, die bei uns Fahrzeuge, die von uns Fahrzeuge beziehen, die beziehen sie aber in einem Gesamtpaket. Das heißt, die Fahrzeuge sind fertig zugelassen, sind voll versichert und erhalten gleichzeitig auch noch das gesamte Schadensmanagement, die Fahrzeugreinigung und die Sharing-Software dazu.

  6. Sebastian:

    Also ihr seid quasi die Rundum-Sorglos-Lösung dann für eure Kunden, so hört sich das gerade an?

  7. Ilker Yilmaz:

    So kann man das auch sagen.

  8. Sebastian:

    Ja, sehr schön. Und was bietet ihr konkret an? Dann eben die Fahrzeuge, die ich jetzt in einer Unternehmensflotte einsetzen kann, sozusagen für meine Außendienstler, für meinen Geschäftsführer? Ist das der Einsatzzweck? Richten wir uns eher an Städte, Kommunen, wo die zum Einsatz kommen? Und wie kommt diese Carsharing-Komponente, die ja trotzdem euch irgendwo anhaftet, dort noch mit dazu?

  9. Ilker Yilmaz:

    Genau, wir haben sowohl Businesskunden als auch Endkunden. Zu unseren Businesskunden zählen in der Regel Städte, Kommunen. Landkreise, Unternehmen mit unterschiedlichen Bedarfen und Nutzungen, also da kommt genauso das klassische Bürgermeisterauto zum Tragen, als auch firmeninterne Pools. Das Charmante an dem gesamten Prinzip ist einfach, dass man die Fahrzeuge nicht nur für dienstliche Zwecke nutzt, sondern auch eben, wenn gewollt, zu den Nebenzeiten, zu den Abendstunden oder am Wochenende dann auch für die eigenen Bediensteten gegen Entgelt privat zur Verfügung stellen kann.

  10. Sebastian:

    Und da sind wir ja bei zwei Schlagwörtern, die mir jetzt im Vorfeld schon über den Weg gelaufen sind. Das ist einmal Ankermiete und einmal die Kernnutzung, die ja quasi euer Geschäftsfeld dann noch ein Stück weit eingrenzen. Vielleicht kannst du erstmal ein paar Worte zur Ankermiete an sich verlieren.

  11. Ilker Yilmaz:

    Die Ankermiete ist ein Modell, wobei das Unternehmen oder die Stadt, sagen wir mal, die Grundkosten des Fahrzeugs trägt und somit das Fahrzeug grundauslastet. Um jetzt mal ein Beispiel zu nennen, Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr steht das Fahrzeug dann exklusiv diesem Businesskunden oder der Kommunalverwaltung zur Verfügung für dienstliche Belange. Und eben außerhalb dieser Zeit hat dann der Ankermieter die Möglichkeit, das Fahrzeug oder die Fahrzeuge seinen Bediensteten oder auch dritten Nutzergruppen, also es können natürlich jetzt auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sein, Nachbarunternehmen, der Pizzabäcker um die Ecke von mir aus, also da stellen wir keinerlei Grenzen auf, die dann endgeltlich gegen einen Tarif dasselbe Fahrzeug dann auch nutzen können und somit bezahlen. eine höhere Auslastung dann letzten Endes der Fahrzeugquote gewährleisten.

  12. Sebastian:

    Jetzt sagst du eben, die Fahrzeuge können über Sharing-Modelle zur Verfügung gestellt werden, auch gegen Entgelt. Wie wird das Ganze dann abgewickelt? Muss die Stadt da dann ein eigenes System aufsetzen? Wie muss sie die User ranholen und wer legt die Preise fest? Kommen die durch euch oder kann die Stadt sagen, okay, mein Fahrzeug kostet Summe X?

  13. Ilker Yilmaz:

    Die Stadt legt keinen Tarif fest, zumindest in der Regel nicht, weil die Städte meistens... von dem Geschäftsmodell noch nicht so viel Ahnung haben und sie orientieren sich dann an unseren öffentlichen Mobilitarifen, haben allerdings auch je nach Einsatzmodell die Möglichkeit zu sagen, das machen wir zum Beispiel mit einigen Energieversorgern, dass wir eine White-Label-Lösung bereitstellen. Zum Beispiel für Energieversorger, das machen wir für die Firma Intega. Das ist ein großer Energieversorger hier im Rhein-Main-Gebiet. Die beziehen eine White-Label-App über uns und haben dann auch die volle Flexibilität, indem sie dann sagen, wir haben unsere eigenen AGBs, unsere eigenen Datenschutzbestimmungen und unsere eigenen Tarife letzten Endes. Und wir können in so einem Fall zum Beispiel auch das Management im Hintergrund übernehmen. Also wir haben da die vollste Flexibilität, was die Geschäftsmodelle angeht, aber im Kern, wenn jetzt eine kleine Stadt, eine kleine Kommune sagt, wir hätten gern zwei Fahrzeuge, dann orientieren die sich schon an unseren öffentlichen Carsharing-Tarifen.

  14. Sebastian:

    Was ja auch sinnvoll ist, weil ja einfach auch die Erfahrung dann sozusagen genau für diesen Markt irgendwo fehlt, um das fair einzupreisen. Jetzt aber nochmal kurz zu diesem Ansatz. Die Preise stehen, die sind vorgegeben, ihr empfehlt da sozusagen, die Städte folgen. Wie kann ich das Fahrzeug in Anspruch nehmen? Wie funktioniert das dann?

  15. Ilker Yilmaz:

    Ganz einfach ist ein rein digitales Geschäftsmodell. Das heißt, der Nutzer oder der Interessent für das Carsharing-Fahrzeug muss jetzt nicht irgendeine Dienststelle ansteuern, sondern lädt sich einfach die mobile App in dem Fall aus den üblichen App-Stores herunter, ob jetzt über App-Store oder Google Play-Store. kann die sich kostenfrei herunterladen, registriert sich direkt über die App, ist ein komplett digitaler Customer Journey, führt seine Führerscheinvalidierung online durch, hinterlegt sein Zahlungsmittel und kann dann zu den definierten, dann das gewünschte Fahrzeug entsprechend buchen, reservieren und nutzen und auch idealerweise wieder zurückbringen. Wir sind ein stationsbasiertes Konzept, das vielleicht noch ergänzend dazu. Das heißt, der Startpunkt ist dann auch wiederum Endpunkt.

  16. Sebastian:

    Okay, dann haben wir das Konzept Ankermiete soweit, denke ich, verstanden und unter den Hut gebracht. Jetzt haben wir ja noch das zweite Schlagwort, das zweite Angebot, die Kernnutzung. Jetzt könntest du die gerne noch ausführen.

  17. Ilker Yilmaz:

    Kernnutzung bildet letzten Endes die Möglichkeit für eben solche Businesskunden zu sagen, wenn man sich nicht auf ein bestimmtes Fahrzeug konzentriert, festlegen möchte, sondern sagt, wir möchten ein sogenanntes Fahrguthaben monatlich erwerben in Höhe von x Euro und kann dann dieses Fahrguthaben in der Belegschaft bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verteilen und dadurch die Möglichkeit bieten, auf alle Fahrzeuge im gesamten Mobiliennetzwerk zuzugreifen.

  18. Sebastian:

    Und das wäre jetzt auch unabhängig von meinem Heimatort sozusagen, wo vielleicht eine eigene Flotte rumsteht, sondern ich könnte auch in München, wenn dort Fahrzeuge unterwegs wären, die nutzen. Vom Kostenpunkt her, das ist ja auch immer so ein Thema, wenn man über Flottenunternehmen spricht, wird ja immer ein Vergleich zu Leasing auch mit aufgebracht. Ist da überhaupt ein 1 zu 1 Vergleich möglich oder geht das nicht so, weil ihr eben diesen Full Service Provider Ansatz fahrt?

  19. Ilker Yilmaz:

    Ja, also das Kostenthema ist nicht so einfach zu erklären. Klar kann man gewisse Kosten immer pauschal nennen, aber die Bedarfe sind einfach so unterschiedlich zwischen den einzelnen Kommunen, sodass wir da immer individuell auf die Bedürfnisse eingehen müssen und dann ein entsprechendes Gesamtpaket schnüren müssen. sodass dann auch wirklich der Bedarf abgedeckt ist und wir nicht irgendetwas verkaufen, was der Kunde am Ende des Tages vielleicht gar nicht benötigt.

  20. Sebastian:

    Weil dann würde er auch wieder was bezahlen, was er an sich nicht braucht, sondern es soll ja zielgerichtet sein. So sieht es aus. Jetzt haben wir natürlich noch die Frage, wenn wir in einem Fuhrpark unterwegs sind, Ankermiete beispielsweise, dann will ja der Geschäftsführer wahrscheinlich ein besseres Fahrzeug fahren als der normale Außendienstler oder das ergibt sich einfach durch die Hierarchie. Seid ihr da eingeschränkt von eurem Angebot her oder bewegt ihr euch dort frei?

  21. Ilker Yilmaz:

    Nein, wir bewegen uns komplett frei. Wir haben natürlich ein paar Lieblingsautos in der Community. Das ist bei dem Kleinwagen der Renault Zoe zum Beispiel. Aber wir sind da herstellerunabhängig unterwegs. Wir haben jüngst... Ja, Fahrzeuge auch von anderen Herstellern mit dem Portfolio von der Kompaktwagenklasse bis hin jetzt mittlerweile zum elektrischen Kombi. Wir haben elektrische Transporter im Portfolio und auch den, ich nenne es jetzt mal Geschäftsführerwagen, den gibt es auch.

  22. Sebastian:

    Das ist sehr schön, da wird jeder abgeholt mit dem, was er braucht. So sieht es aus. Und wenn wir jetzt sagen, oder ihr habt ja gesagt, der Kern von dem, wo ihr herkommt, sind batterieelektrische Autos. Jetzt ist es ja nicht damit getan, nur die Fahrzeuge hinzustellen, sondern irgendwo sollten die auch geladen werden. Bietet ihr dafür auch Lösungen oder Partnerschaften an?

  23. Ilker Yilmaz:

    Ja, ganz wichtiger Punkt. Wir haben gelernt über die jetzt acht Jahre sind es mittlerweile her, dass gerade in so einem Sharing-Angebot natürlich die Ladeinfrastruktur essentiell ist. Und wir sind seit Ende letzten Jahres eine Kooperation mit der Firma Amperio eingegangen und diese Kooperation sieht so aus, dass wir an den Standorten, wo wir unser Mobilitätsangebot oder das Carsharing nennen wir es einfach mal, bereitstellen, dass wir die Ladeinfrastruktur über unseren Partner, die Amperio, bereitgestellt bekommen. Das heißt, es sind dedizierte AC-Ladepunkte für unsere Carsharing-Fahrzeuge vorgesehen, die auch mit Mobile Carsharing gebrandet sind. Direkt nebendran stehen dann auch öffentliche Ladeinfrastruktur von der Firma Amperio vor. Das sind sogar in den meisten Fällen DC-Ladeinfrastrukturen. Das heißt also, wenn wir in eine Kommune kommen mit unserem Mobilitätsangebot, bringen wir auch gleichzeitig öffentliche Ladeinfrastruktur mit unserem Partner Amperio für die privaten Elektroautofahrer und Elektrofahrer mit. Und das ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.

  24. Sebastian:

    Definitiv, das wäre nämlich genau noch die Frage gewesen, ob diese Ladeinfrastruktur dann auch im öffentlichen Raum für Nichtnutzer sozusagen genutzt werden kann.

  25. Ilker Yilmaz:

    Die AC-Ladeinfrastruktur steht dann natürlich nur exklusiv dem Carsharing zur Verfügung, aber es ist ja so eine Kombiladesäule. die sowohl ein DC-Ladeanschluss als auch ein AC-Ladeanschluss ist und die ist komplett öffentlich. Die ist auch in den üblichen Roaming-Netzwerken verfügbar zu den entsprechenden Tarifen und kann natürlich von jedem benutzt werden.

  26. Sebastian:

    Das wäre jetzt aber so, wenn ich sage, unsere Stadt würde das in Anspruch nehmen, dass die dann aber auch entsprechenden Platz natürlich zur Verfügung stellen müssten, wo es hingestellt wird.

  27. Ilker Yilmaz:

    Das ist teilweise immer noch so der Flaschenhals, wenn man es mal sagen darf, weil da natürlich unterschiedliche Interessensgruppen da auch sind und Stellplätze müssen umgewidmet werden. Gremien müssen eingebunden werden. Das ist ein Punkt, der uns als noch recht übersichtliches Unternehmen schon extrem viel Energie und Zeit kostet.

  28. Sebastian:

    Kann ich mir vorstellen, geht ja dann doch nicht von jetzt auf gleich.

  29. Ilker Yilmaz:

    Leider nicht.

  30. Sebastian:

    Und nutzen auch Unternehmen dann diese Ladelösung, weil auch da wird es sehr interessant sein, die aufzubauen oder mit unterzubringen.

  31. Ilker Yilmaz:

    Wie meinst du das jetzt genau?

  32. Sebastian:

    Also das, ich sag mal, jetzt ist eine Kommune die eine Sache, die das auf einem öffentlichen Parkplatz vielleicht zur Verfügung stellt, wo auch ich sag mal, nicht mobile Nutzer laden können, aber auch in einer Flotte müssen ja die Fahrzeuge geladen werden und wenn wir da jetzt von einem Unternehmen mit einem geschlossenen Parkplatz ausgehen, bietet ihr da auch eben diese Lösung analog an.

  33. Ilker Yilmaz:

    diese Lösung für geschlossene Carpools, die bieten wir dann direkt als Mobili nicht an. Wir schlagen aber dann auch unseren Partner Amperio vor. Die können das natürlich einbinden, aber sind dann natürlich total frei. Also wir gehen jetzt nicht zu irgendeinem Unternehmen und bewerben dann auch gleichzeitig Ladeinfrastruktur, sondern wir empfehlen, sagen, wir können als Full-Service-Provider auch das Thema Ladeinfrastruktur lösen über unsere Partner, aber es ist jetzt nicht essentiell, nur weil man bei uns Fahrzeuge bezieht, heißt das nicht, dass man auch gleichzeitig die Ladeinfrastruktur von uns beziehen muss.

  34. Sebastian:

    Okay, ist ja auch nur fair, das so handzuhaben sozusagen, dass ihr euch auf euer Kernbusiness konzentriert und dann Empfehlungen aussprecht. Genau. Und von der Kostenseite her, euer Service wird ja auch bezahlt, wird das dann teilweise über diesen Sharing-Tarif abgegolgt? Sind das monatliche Pauschalen, sind das Einmalzahlungen, nur dass man dafür auch ein Gefühl bekommt, jetzt mal unabhängig von der Höhe?

  35. Ilker Yilmaz:

    Für den Strom? meinst du?

  36. Sebastian:

    Sowohl Strom als auch natürlich das Angebot für Kern- und Ankermiete.

  37. Ilker Yilmaz:

    Ja, also die Ankermiete wird ja direkt über den Business-Kunden bezahlt und in dieser Ankermiete oder in dieser Kernnutzung ist dann aber auch schon alles inklusive. Das heißt, da ist die Abschlagszahlung für den Strom mit drin, da sind Laufzeiten gebunden, das heißt auch was die Kilometerlaufzeit angeht, Das heißt, bei einer Kernnutzung kauft der Businesskunde dann jetzt 1.000 Kilometer im Monat ein oder 2.000 Kilometer. Entsprechend haben wir das berücksichtigt. Und genauso auch in der Carsharing-Nutzung sind die Strompreise all in. Die sind also schon alle mit berücksichtigt.

  38. Sebastian:

    Ich denke, das war noch ein wichtiger Punkt, dass wir das bei der Ankamiete nochmal hervorgehoben haben, dass man eben eine feste Rate auch hat, mit der man im Monat kalkulieren kann als Unternehmen. Und ihr seid deutschlandweit aktiv oder begrenzt euch im Moment noch auf ausgewählte Bundesländer?

  39. Ilker Yilmaz:

    Ja, wir sind grundsätzlich deutschlandweit aktiv. Wir werden jetzt relativ bald im Emsland auch sogar aktiv werden. Das ist so ein bisschen außerhalb unserer Range eigentlich. Wir sitzen in Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet und konzentrieren uns eigentlich auch so größtenteils hier auf die Region Rhein-Main und Rhein-Neckar. Wir haben natürlich auch Fahrzeuge in Berlin und Emsland kommt jetzt noch dazu. Ja, genau, das ist so unser Einzugsgebiet.

  40. Sebastian:

    Sehr spannend. Vielen Dank, Ilka, für die Eindrücke, dass wir da einen Blick hinter die Kulissen wagen durften und freue mich, wenn wir uns vielleicht in Zukunft nochmal austauschen können, wenn ihr dann eben im Emsland auch eure Erfahrungen sammeln konntet.

  41. Ilker Yilmaz:

    Liebend gern, hat mich sehr gefreut, hat Spaß gemacht. Danke sehr.

  42. Sebastian:

    So schnell geht die Zeit dann doch wieder rum, wenn man im Gespräch mit einem interessanten Gesprächspartner wie Ilka ist von Mobile, über dein Geschäftsmodell wird auch einiges lernen konnten. Ich hoffe, du konntest einiges für dich aus der Welt der E-Mobilität mitnehmen und freue mich, wenn du auch kommende Woche wieder zuschaltest, wenn die nächste Folge des Elektroautonius.net Podcasts online geht. Mach's gut, bis dahin, ciao.